Kapitel 11 – Luna
Draco war von Snape aufgeweckt worden. Dieser Prozess war niemals eine angenehme Erfahrung. Heute hatte Snape jedoch nur seine Bettdecke weggezogen anstatt ihn mit kaltem Wasser zu bespritzen, wie er es bei einer vorherigen Gelegenheit getan hatte.
„Verdammter Mist, was ist denn jetzt schon wieder?", schnauzte Draco. Er war schon durch Averys verfluchtes Schnarchen gereizt, da es ihn daran gehindert hatte, genug Schlaf zu bekommen. Er stieg widerwillig aus dem Bett und ging näher zum Feuer, wo er seinen Morgenmantel von einer Stuhllehne nahm.
„Zieh dich an. Wir müssen los."
„Wieder ein Haus abfackeln?", fragte Draco in einem gelangweilten Tonfall.
„Nein. Eine weitere Gelegenheit für dich, ein wahrer Todesser zu werden."
Draco wandte seinen kalten Blick zu Snape, der seltsam bedrückt erschien. Der ehemalige Meister für Zaubertränke fühlte sich scheinbar unbehaglich.
„Ich habe etwas für dich", sagte Snape und reichte Draco ein kleines, in schwarzes Leder gebundenes Buch. Draco beäugte es neugierig. „Es enthält eine Auflistung von einigen Zaubersprüchen, die ich erfunden habe, und eine Beschreibung, wie man sie benutzt. Ich bin mir nicht sicher, wie viel Zeit wir noch zusammen haben. Vielleicht habe ich nicht die Gelegenheit, dich zu unterweisen."
Draco verblüffte das Geschenk, ebenso wie Snapes Verhalten. Draco hatte sich nie besonders verbunden mit Snape gefühlt, auch wenn er jahrelang laut verkündet hatte, dass Snape sein Lieblingslehrer sei. Er war für ihn immer noch eine Autoritätsperson und hatte als solcher niemals eine hohe Stellung in Dracos Hierarchie eingenommen.
„Danke", sagte Draco einfach.
„Es gibt noch etwas, das du wissen solltest." Snape senkte seine Stimme. „Irgendjemand muss davon wissen, für den Fall, dass mir etwas passiert. Keiner der anderen Todesser weiß es, sprich also nicht davon. Wenn der Dunkle Lord auch nur vermutet, dass du bescheid weißt, oder dass ich es weiß..." Snape rückte näher zu Draco und flüsterte so leise in sein Ohr, dass Draco ihn kaum hörte. „Der Grund dafür, dass er unsterblich ist, ist, dass er seine Seele in mehrere Gegenstände, Horkruxe genannt, geteilt hat. Wenn mir irgendetwas passieren sollte, mach sie ausfindig."
Snape bewegte sich wieder weg und hinterließ Draco verwirrter denn je. Horkruxe? Diesen Begriff hat er noch nie gehört.
„Bewache dieses Wissen gut", sagte Snape leise. „Was du damit anfängst, bleibt dir selbst überlassen. Behalte die Lektionen, die Bellatrix und ich dir beigebracht haben, im Kopf."
„Warum erzählen Sie es mir?", verlangte Draco zu wissen. „Warum mir? Warum nicht meinem Va – "
„Ich habe geschworen, dich zu beschützen. Wenn ich fort bin, könnte dich dieses Wissen leiten, wenn ich es nicht mehr vermag."
„Gehen Sie irgendwo hin?"
„Wir gehen irgendwo hin. Wie du weißt, tragen all unsere Missionen die starke Gefahr, dass wir nicht zurückkehren. Ich treffe nur Vorkehrungen. Wir werden von der Bibliothek aus aufbrechen. Die anderen versammeln sich schon, beeil dich also."
Draco hatte keine Zeit dazu, lange über Snapes Worte nachzudenken. Er bereitete sich auf eine weitere schreckliche Mission vor. Draco wurde dieses Mal von Snape, Bellatrix, Rodolphus und Mulciber begleitet. Als sie in eine verlassene Straße apparierten, war er froh, kein Anzeichen von Werwölfen entdecken zu können. Sie standen vor einem merkwürdigen, kleinen Haus, das mit Verzierungen, Girlanden und flatternden Luftschlangen in verschiedenen Farben und Gestaltungen überhäuft war.
„Was zur Hölle ist das für ein Ort?", fragte Draco verwirrt.
„Die Residenz der Lovegoods", erwiderte Bellatrix mit einem kurzen Auflachen, das durch ihre Maske gedämpft erklang. „Diese Verrückten sind im Begriff, etwas sehr viel Furchterregenderes als alles in ihrer bescheuerten Hütte zu begegnen."
Dracos Hand umklammerte die Münze in seiner Tasche. Er konnte sich nur vage an das seltsame blonde Mädchen erinnern, das um Harry Potter und die anderen Gryffindors herumzuflitzen pflegte. Wie hieß sie doch gleich?
Er sandte ihr eine kurze Nachricht mit der Münze. Er war sich nicht sicher, was Granger unternehmen konnte oder ob sie die Nachricht überhaupt erhalten würde, doch zumindest hatte er sie dann gewarnt. Sie konnte Devlin Whitehorn nicht der Vernachlässigung seiner Pflicht anklagen.
Sie schwärmten schnell aus. Snape und Draco näherten sich der Tür, während Bellatrix und ihr Ehemann herumliefen, um eine Flucht von hinten zu verhindern. Mulciber blieb zurück, beobachtete die Fenster und hielt Ausschau nach Bedrohungen.
Snape sprengte die Tür ohne weitere Umstände auf und überraschte das Lovegood- Mädchen – Luna, erinnerte sich Draco plötzlich – die mit einer Zeitschrift and einer Schreibfeder in der Hand in einem Sessel saß. Sie stürzte ihren Sessel um und Snapes Fluch prallte von der Unterseite ab. Luna sprang auf und hastete zur Treppe.
Snape schaute zu, Zauberstab in der Hand, wie Snape einen Fluch nach dem anderen auf das Mädchen feuerte. Er fügte den Wänden des Zimmers erheblichen Schaden zu, verfehlte sie jedoch vollkommen.
„Sie sollten wirklich am Zielen arbeiten", bemerkte Draco trocken.
„Halt den Mund und folg ihr!"
Draco lief zur Treppe, während er sich fragte, wohin das dumme Mädchen zusteuerte. Keiner, der noch richtig im Kopf war, ging nach oben, um zu fliehen. Er streckte vorsichtig seinen Kopf über den Treppenabsatz, da er erwartete, dass sie ihm einen Fluch aufzuhalsen oder ihn zumindest mit etwas Schwerem zu bewerfen versuchen würde. Sie war nirgendwo in Sicht. Er hörte ein gedämpftes Geräusch von einem Zimmer nebenan und schlich sich zur Tür. Er lugte gerade zur rechten Zeit in den Raum, um Lunas Kopf in einen Durchgang in der Wand verschwinden zu sehen. Ein Wäscheschlucker. Nun, wenigstens war sie diesmal auf dem Weg nach unten.
Draco drehte sich um und donnerte die Treppen hinunter, wobei er beinahe Snape niedermähte.
„Keller!", rief Draco in einer Singsang- Stimme. Er lief an Snape vorbei und durchkreuzte den Raum, während er nach einer Tür zum Keller Ausschau hielt. Plötzlich ertönten mehrere Knackgeräusche, die das Ankommen von mehreren Menschen verkündeten. Draco rannte zur Küche. Dort erblickte er Bellatrix und Rodolphus, die gerade durch die Hintertür eintraten.
„Ich denke, der Feind ist angekommen", bemerkte er und riss die Kellertür auf. „Ich folge dem Mädchen."
Als er seinen Zauberstab aufhellen ließ und die enge Holztreppe hinuntereilte, hörte er Hermine rufen. Sie hatte schnelle Arbeit geleistet. Und auch Potter war hier. Nun, das war eine Überraschung. Er hätte erwartete, dass Potter sich den ganzen Sommer über verstecken würde, wie üblich. Der Dunkle Lord würde sich überaus freuen, diese Neuigkeit zu hören.
Draco schritt vorsichtig in den Keller, Zauberstab gezückt und einen Gegenfluch bereit auf den Lippen. Wohin ist das Mädchen gegangen? Und warum verhexte sie ihn nicht? Sicherlich war sie nicht dumm genug, ihren Zauberstab vergessen zu haben?
„Hör mal, ich weiß, dass du hier unten bist. Ich werde dich nicht verletzen. Warum kommst du also nicht einfach raus?"
Draco vernahm ein Geräusch und drehte sich schnell um, um seine Tante Bellatrix hinter ihm die Treppe heruntereilen zu sehen.
„Wo ist sie? Wir müssen sie töten und verschwinden! Der verdammte Phönixorden ist hier!"
„Ich dachte, das hätte ich schon erwähnt."
Plötzlich traf ein grünes Licht Bella im Rücken. Sie flog die restliche Treppe hinunter und landete auf dem Boden. Draco konnte nur verblüfft zusehen. Er erhaschte einen Blick auf einen Umhang ganz oben auf der Treppe und streckte seinen Hals, um besser sehen zu können, sicher dass es das Schwarz der Todesser war.
Etwas blitzte in Dracos Sichtfeld. Er wirbelte herum und sah, wie Luna Lovegood sich auf ihn stürzte. Beide fielen verknäuelt zu Boden und Draco ließ beinahe seinen Zauberstab fallen. Das Licht an der Spitze flackerte, festigte sich jedoch wieder, als er seinen Griff verstärkte. Luna krabbelte auf die Füße und lief zu einem Gegenstand, der aussah wie ein rostiger Türknauf. Draco warf sich auf sie und erwischte gerade noch ihren Fuß, als sie aus dem Keller verschwand.
Verdammter Mist. Ein Portschlüssel
„Ich denke, du kannst mich jetzt loslassen", sagte Luna in einem sachlichen Tonfall. „Bist du ein Todesser? Ich habe es zuerst vermutet, aber du trägst keine Maske. Eigentlich kenne ich dich sogar! Du bist Draco Malfoy, nicht wahr?"
Draco setzte sich auf und blickte sich um. Sie befanden sich in einer Art Höhle. Lunas Zauberstab lag bereit in ihrer Hand. Seine Spitze gab gerade genug Licht, um zu sehen. Draco sprang auf die Füße.
„Wo zur Hölle sind wir?"
„Ich habe keine Ahnung. Vater hat mehrere Portschlüssel ums Haus herum zum Schutz eingerichtet. Ich erinnerte mich nur an diesen, als ich ihn gesehen habe."
„Was meinst du damit, du hast keine Ahnung? Wie kommen wir hier wieder raus?"
Luna zuckte die Achseln. „Ich vermute, wir müssen den Portschlüssel benutzen, um zurück zum Keller zu kommen. Ich würde das aber lieber nicht tun, bis die anderen weg sind. Bist du einer von ihnen? Was willst du?"
Sie erschien ziemlich ruhig und gelassen, dafür, dass sie gerade beinahe von einem Todesser getötet worden war.
„Ich bin nicht wirklich einer von ihnen, obwohl sie mich wahrscheinlich in einen Pudding verwandeln würden, wenn sie es herausfinden", gestand Draco, um sie nicht dazu zu provozieren, ihn zu verhexen. „Warum hast du vorhin nicht deinen Zauberstab benutzt, um dich zu verteidigen?"
„Ich bin doch noch nicht volljährig. Denkst du etwa, ich will rausgeworfen werden, noch bevor die Schule angefangen hat?"
„Ich vermute, sie machen Ausnahmen bei Anschlägen."
„Nicht unbedingt. Harry ist beinahe rausgeworfen worden, als die Dementoren ihn vor zwei Jahren angegriffen haben. Das Ministerium ist vollkommen korrupt, weißt du. Rufus Scrimgeour ist fast so schlimm wie Cornelius Fudge, obwohl ich nicht glaube, dass er irgendwelche Goblins ermordet hat."
Ihre Augen verengten sich.
„Harry Potter sagt, dass du verantwortlich für Dumbledores Tod bist."
„Harry Potter sagt eine Menge", murmelte Draco, während er sie sorgfältig beobachtete.
Luna setzte sich plötzlich mit gekreuzten Beinen auf den schmutzigen Boden. Draco blickte lange genug weg von ihr, um nach einem Weg nach draußen zu suchen. Er sah keine Türen, Spalten oder Löcher, durch die sie entkommen konnten. Was für Schwachköpfe würden ein Tor zu einem fluchtsicheren Loch einrichten? Er nahm an, dass er rausapparieren könnte, doch es war zu riskant, wenn er nicht den Ausgangspunkt kannte. Was, wenn sie Meilen unter der Erde waren?
„Ich bin bereit dazu, deine Seite anzuhören", sagte Luna. „Es ist immer möglich, dass du von einem Algamothra besessen warst. Warst du vor kurzem in Sardinien?"
Draco starrte sie an, doch es war offensichtlich, dass er nirgendwo ohne sie hinkam. Der rostige Türknauf lag neben ihrem linken Schuh. Sie hatte einen großen Stein darauf gelegt. Wenn nötig könnte er den Portschlüssel wahrscheinlich mit einem Accio- Zauber herbeirufen. Es würde jedoch besser sein, sie dazu zu überreden, sie beide zusammen hinauszubringen. Er blickte sich nervös um. Er mochte geschlossene Räume nicht besonders.
Er seufzte und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Lovegood. Sie trug einen seltsamen zigeunerähnlichen Rock in grellen Farben und einen blaugrünen Pullover, der zum Teil zugeknöpft war. Ihre Socken passten nicht zueinander und waren um ihre Fußknöchel herumgepolstert. Er stieß einen Atem aus und ließ sich ihr gegenüber nieder. Ihre Ohrringe baumelten seltsam. Er lehnte sich zu ihr, um sie sich genauer anzuschauen.
„Sind das Radieschen?"
„Natürlich."
Er nickte, durch und durch verwirrt. „Wie lange planst du, uns hier zu behalten?"
„Lang genug, damit du mir sagen kannst, warum ich dich nicht in einen Pudel verwandeln und für die Mondrovianischen Höhlenkäfer hier lassen sollte."
„Ich verstehe. Wo du es gerade ansprichst, ich nehme an, ich war verantwortlich für Dumbledores Tod." Er konnte das genauso gut gleich aus dem Weg schaffen. Zumindest hat sie nicht seinen Zauberstab an sich genommen. Wenn nötig konnten sie ein Duell ausfechten. Hier unten. In der schmutzigen, unheimlichen Dunkelheit.
„Aber?", drängte sie.
„Aber was?"
„Es klang, als ob du mehr zu sagen hättest."
„Aber, ich habe ihn nicht getötet. Ich sollte es tun, doch ich konnte nicht. Er war ein unbewaffneter alter Mann! Zweck war, dass ich dem größten Zauberer aller Zeiten in einem Duell gegenübertrete, der höchstwahrscheinlich in meinen Tod gemündet hätte. Nicht dass ich einen schwachen alten Mann kaltblütig ermorde."
„Dumbledore war nicht schwach", sagte Luna felsenfest.
„Er war es an dem Tag. Er konnte kaum stehen. Irgendetwas ist passiert."
Luna murmelte etwas vor sich hin und Draco argwöhnte, dass sie Dumbledores Zustand auf irgendeine Art von erfundenen Kreaturen schob. Für eine Ravenclaw kam sie ihm ganz schön erbärmlich vor. Er hätte es fast ausgesprochen, als ihm bewusst wurde, dass diesmal kein Crabbe und Goyle seine sarkastischen Kommentare verteidigen würde. Er verkniff sich seine Bemerkung.
Dracos Münze wurde plötzlich warm. Er zog sie heraus und erleuchtete seinen Zauberstab, um die Nachricht zu lesen.
„Ist das eine Münze von Dumbledores Armee?", fragte Luna. „Wo hast du die her?"
Draco ignorierte sie, während er die Worte las.
Devlin? Wo bist du?
Was ist mit dem Passwort? Zonkos und so?
Wir haben nicht die Zeit, sarkastisch zu sein. Haben die Todesser Luna gefangen?
Nein, sie ist hier bei mir. Wo auch immer hier ist.
Wovon redest du?
Portschlüssel. Höhle. Lange Geschichte. Ist es sicher zurückzukehren?
Nicht dass er wirklich zurückgehen und Granger gegenübertreten wollte. Sie hatte immer noch keine Ahnung, wer er war. Im selben Moment, in dem sie und Potter ihn erblickten, würde es wieder Sectumsempra für ihn bedeuten.
Fast. Wir durchsuchen gerade das Haus. Ich glaube, sie sind geflohen.
Luna beobachtete ihn mit ihren seltsamen, strahlenden Augen.
„Mit wem sprichst du?"
„Hermine Granger", gab er zu, obwohl die Worte laut ausgesprochen selbst für ihn vollkommen unglaublich klangen. Luna musste derselben Meinung sein.
„Ich glaube dir nicht."
„Sie würde es auch nicht tun."
Ihre ohnehin schon übergroßen Augen wurden noch größer.
„Sie weiß nicht, dass du es bist!"
Draco überdachte seine Meinung von ihr noch einmal. Vielleicht verdiente sie es doch, in Ravenclaw zu sein.
„Natürlich nicht. Ich weiß noch nicht einmal, warum ich ihr helfe. Ich sollte dich eigentlich töten und ein gehorsamer kleiner Todesser werden."
Draco starrte sie an. „Ich habe das schon zu oft gehört."
„Dann muss es wahr sein. Dinge, die schwer zu vertragen sind, müssen oft wiederholt werden."
Sie sind weg, enthüllte die Münze mit einem Anflug von Wärme.
Draco stöhnte auf. Ihm wurde plötzlich die Gewichtigkeit der Situation bewusst. Auf der einen Seite war er froh, die Höhle verlassen zu können. Auf der anderen Seite würden Snape und die anderen nicht glücklich darüber sein, ihn zu verlieren. Die meisten von ihnen würden denken, dass er geflohen sei. Er wollte noch nicht daran denken, wie Voldemort reagieren könnte.
„Sie sagt, es ist sicher zurückzugehen. Hör mal, wenn Potter und die anderen mich sehen, verhexen sie mich erst, bevor sie Fragen stellen."
„Lass mich gehen und es ihnen erklären", bot Luna an. Sie griff nach dem Portschlüssel.
„Warte!", brüllte Draco, gerade als ihre Hand den metallenen Türknauf berührte.
Nichts passierte. Sie hob den nutzlosen Gegenstand auf und blinzelte ihm mit ihrem Blick an, der ständige Überraschung ausstrahlte.
„Hmmm. Ein Portschlüssel, der nur in eine Richtung geht, anscheinend."
Draco überlegte ernsthaft, sie doch umzubringen.
