Am nächsten Morgen stand ich schon früh in der Küche und kochte uns Kaffee. Darren lag noch immer in meinem Bett und schlief.
Wir waren gestern Nacht zu meiner Wohnung gefahren und hatten hier geschlafen. Sie lag nur 3 Straßen von dem Hochhaus entfernt, sodass sie viel näher lag als das Fox-Gelände.
Mit einer dampfenden Kaffeetasse in jeder Hand, machte ich mich auf den Weg ins Schlafzimmer um Darren zu wecken. Da heute Samstag war, konnten wir ausschlafen. Der Dreh würde erst gegen 14 Uhr beginnen.
Die Tassen stellte ich auf dem kleinen Nachttisch ab. Dann betrachtete ich grinsend die schlafende Person in meinem Bett. Darren hatte sich gedreht, lag nun quer und beanspruchte das ganze Bett für sich. Er schlief immer so und ich war froh, heute aufgewacht zu sein bevor er anfing sich zu drehen. Es war nicht sonderlich angenehm, von ihm unsanft aus dem Bett gedrängt zu werden. Doch irgendwie war es auch verdammt süß. Ich seufzte. Warum musste er auch unbedingt hetero sein?
Darrens Locken standen wild in alle Richtungen, während sein Gesicht tief in einem Berg aus Kissen vergraben schien. Meine Hand streckte sich wie von alleine aus, und strich sanft durch die schwarzen Haare. Ein zufriedenes Brummeln ließ mich erneut grinsen und ich wuschelte ihm, jetzt mit der Absicht ihn aufzuwecken, wild durchs Haar. Mein Plan ging auf.
Darren hob langsam den Kopf und öffnete verschlafen erst ein und schließlich beide Augen.
„Guten Morgen, du Schlafmütze! Ich hab uns Kaffee gekocht!" Bei Anblick meiner guten Laune verdrehte Darren nur genervt die Augen und griff nach seiner Tasse. Ich lachte. Er war so ein Morgenmuffel!
Ich schlüpfte wieder, mit meiner eigenen Tasse in der Hand, unter die Decke und kuschelte mich ein. Darren, noch immer im Halbschlaf nippte stumm an seinem Kaffee.
PoV: Darren
Meine Güte! Wie konnte Chris schon um halb 11 Uhr so munter und gut gelaunt sein?
Ich sah mich, noch immer verschlafen meinen Kaffee schlürfend, im Zimmer um. Es war natürlich nicht das erste Mal, dass ich in Chris Wohnung war, aber oft waren wir auch nicht hier gewesen. Dabei war die Wohnung wirklich super! Ein großes Wohnzimmer mit Ecksofa und Plasmafernseher, eine niedliche kleine Küche in quietsch grün, ein großzügiges, gemütliches Bad und natürlich das Schlafzimmer, in dem wir uns befanden. Auch dieses relativ groß, mit einem Doppelbett und einem großen Schreibtisch ausgestattet. Oh, und natürlich der begehbare Kleiderschrank! Obwohl Chris da jede Menge Platz drin hatte, platzte er schon fast aus allen Nähten. Wieder eine Gemeinsamkeit zu seinem Glee-Charakter.
„Chris? Warum sind wir nicht öfter hier? Ich mein… diese Wohnung ist fantastisch!"
Chris sah aus, als ob er ernsthaft über eine Antwort nachdenken würde. Seine zusammengekniffenen Augen und die kleinen Fältchen darum waren wirklich zu niedlich! Okay… Wo war die nächste Wand, gegen die ich meinen Kopf schlagen könnte? Ich musste wirklich mal aufhören, so einen Quatsch zu denken. Sonst würde ich mir womöglich selbst nicht mehr glauben, dass ich keine Gefühle für Chris habe…
„Hmm…. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich mag den Trailer! Und ich find es doof, nach dem Dreh noch nach Hause zu fahren, während alle anderen am Set bleiben. ... Ich mein, ach keine Ahnung! Es ist praktischer, nur an den Wochenenden hier zu sein."
Eine halbe Stunde später saßen wir in der Küche und frühstückten ausgiebig. Da Chris nicht viel im Haus hatte, band ich mir seine pinke Kochschürze um und machte ein paar Pfannkuchen.
„Dare?" Chris sah mich an und leckte Nutella von seinem Messer. Davon 'leicht' abgelenkt, starrte ich ihn einfach nur nickend an.
„Du hast nächste Woche Geburtstag. Hast du irgendwas geplant?" Ich sah kurz in die Pfanne, wendete den Pfannkuchen darin und sah dann wieder zu Chris der mich erwartungsvoll betrachtete. Ich seufzte. Natürlich hab ich auch schon überlegt zu feiern oder so, aber da ich an einem Sonntag Geburtstag habe, und wir am Montag drehen müssen, konnte ich nicht großartig feiern.
„Nein, eigentlich nicht. Wir müssen ja am Montag wieder drehen und ohne die Starkids… ich weiß nicht. Sie gehören für mich einfach dazu. Ich weiß nicht, ob ich ohne sie feiern wollen würde. Weißt du, wir haben da so 'ne Art Tradition. Nein, ich glaube nicht, dass ich feiern werde. Ist ja jetzt auch alles ziemlich kurzfristig und so…"
„Und deine Familie? Deine Eltern und dein Bruder? Was ist mit denen?"
„Soweit ich weiß, hat Chuck am Wochenende immer Gigs und meine Eltern sind nach Weihnachten auf 'ne Kreuzfahrt gefahren."
PoV: Chris
Okay, es war wirklich etwas kurzfristig. Aber ich hatte einen Plan, von dem ich hoffte, dass er umzusetzen war. Darrens Geburtstag musste einfach gefeiert werden! Man wird ja schließlich nicht jedes Jahr 25! Ich würde nachher mit den anderen darüber reden.
Nachdem wir stundenlang die nächsten Szenen durchgegangen sind und geübt haben, fuhren wir mit Darren's Auto zum Glee-Gelände. Meins stand ja nach der gestrigen Entführung noch immer auf dem dortigen Parkplatz.
Während einer Drehpause schnappte sich Darren seine Gitarre und setzte sich mit ihr in eine ruhige Ecke, um an neuen Songs zu arbeiten. Ich nutzte die Gelegenheit und Lea, Di, Amber und Jenna ein Zeichen mir zu folgen. Etwas verwirrt dreinblickend taten sie es und wir setzten uns in die gemütliche Sitzecke im Gemeinschaftsraum.
„Leute, ich hab da einen Plan, und möchte gerne wissen, was ihr davon haltet!"
Lea grinste breit.
„Hat was mit Darren zu tun, stimmt's?" Ich warf ihr einen bösen Blick zu, musste ihr dann aber nickend zustimmen. Sie hatte ja recht. Ein triumphierender Ausdruck machte sich in ihrem Gesicht breit. Ich verdrehte genervt die Augen.
„Ja, ihr wisst ja, dass er nächste Woche Geburtstag hat. Wir haben während des Frühstücks darüber gesprochen und er meinte, dass er nicht feiern würde, weil die Zeit zu knapp wäre, um nach Chicago zu den Starkids zu fliegen. Und ohne sie will er nicht feiern"
„Wooowwowowow! Warte mal!" Dianna sprang auf. „Während des Frühstücks? Ich hab euch nicht beim Frühstück gesehen! Was zum…?! Warte… CHRIS? Habt ihr etwa in deiner Wohnung geschlafen? ZUSAMMEN?"
Ich stöhnte auf und klatschte mir mit der Hand auf die Stirn. Das war ja echt nicht zum Aushalten!
„Ja… Aber das ist jetzt wirklich nicht das Thema! Ich will eine Party für Darren schmeißen. Am besten hier!" Ich wies auf den Gemeinschaftsraum, der so groß war, dass auch mehrere 100 Leute Platz darin fanden, und von uns schon öfter für Partys benutzt wurde.
„Ich dachte er will nicht feiern!?" Amber sah mich verwirrt an.
„Jaaa! Ich dachte, ich könnte vielleicht Joey anrufen. Ihr wisst schon, Darren's besten Freund. Und ihn fragen ob er, mit den Starkids kommen kann. Und vielleicht ruf ich auch noch seinen Bruder Chuck an. Es könnte ja sein, dass er an dem Wochenende Zeit hat. Denkt ihr, das ist eine gute Idee?"
Die Mädchen sahen mich mit großen Augen an, fingen an zu grinsen und nickten schließlich.
