TITEL: Wechselbälger

ORIGINAL-FANFIC: http / canadian-haruka . livejournal . com / tag / changechildren

AUTOR: Haruka (mailto:haruka (at) eastlink.ca)
KATEGORIE: AU, Humor, Crack
RATING: T bis R
DISCLAIMER: Prince of Tennis gehört Konomi Takeshi.

AUTORNOTIZEN: Alternatives Universum, indem die Autorin schamlos Ideen aus verschiedenen Medienquellen geliehen/abgewandelt hat, und sogar die eine oder andere eigene dazwischen geworfen hat. Falls hier irgend etwas Canon sein sollte, ist das wahrscheinlich ein Versehen. In späteren Kapiteln wird Prügelstrafe vorkommen. Yaoi-Warnung.

ÜBERSETZER: MilenaLupin
ÜBERSETZERNOTIZEN: Autorisierte Übersetzung von Harukas (grandioser) fanfiction „changechildren". Geht und lest das Original!

ARCHIV: ffnet
Diese fanfic steht auf Harukas Wunsch nicht für andere Archive zur Verfügung!

- Teil 11 -

Morgenstund' hat Gold im Mund – und außerdem ein paar ganz neue Erkenntnisse in petto.


Nanjiroh hatte keine Ahnung, wieso ausgerechnet er die erste dieser Power Practice-Trainings aufgedrückt bekommen hatte, aber es schien was damit zu tun zu haben, dass die anderen drei Lehrer waren und früh aufstehen mussten, um zur Arbeit zu fahren. Es zeigte sich schnell, dass die Kids genauso wenig erbaut waren, hierfür früh aufstehen zu müssen, obwohl Nanjiroh wusste, dass Ryoma oft genug zum Tennistraining vor dem Unterricht früh aufgestanden war.

„Okay, ihr Bande, jetzt hört mal zu!", verkündete er seiner Gruppe von sieben Jungs, Ryoma, sein kräfteloses Wunder, mit eingerechnet. „Wir werden uns hier die ganze Formalität mal schenken. Wie der Rest von euch ist mir die ganze Sache auch völlig neu. Ganz ehrlich – unsere Absicht hier ist es nur, euch in Ruhe eure Fähigkeiten austesten lassen zu können, mit so wenig Risiken wie möglich für den Rest der Welt, damit ihr euch damit besser anfreunden könnt."

„Wieso ist Ryoma hier?", fragte Gakuto.

„Er wollte teilnehmen." Nanjiroh zuckte mit den Schultern. „Auch wenn's nur zum Zuschauen ist."

Ryoma gähnte. „Das war bevor ich wusste, dass man mich für die Vor-dem-Frühstück-Gruppe eintragen würde."

„Nächste Frage", mischte Momoshiro sich ein und wedelte mit der Hand in Mizukis Richtung. „Warum ist ER hier? Ich wollte eigentlich nicht blöd dastehen, wenn ich zugebe, dass ich keine Ahnung habe, was seine Fähigkeit ist, wo alle anderen mit ihren so offen waren, aber ich kann auch nicht länger so tun als ob, kann ich einfach nicht!"

Nanjiroh betrachtete Mizuki amüsiert, während der Junge sich sein eigenes Grinsen kaum verkneifen konnte. „Nun, das bringt uns genau zum Punkt, Momoshiro-kun. Wir Erwachsenen haben endlich kapiert, dass KEINER von uns eigentlich Mizuki-kuns Fähigkeit kennt oder ihn hier zugelassen hat – wir dachten alle, einer der anderen hätte es getan. In Wahrheit ist er einfach hier so reinmarschiert! Wirklich clever, Kleiner."

Mizuki gluckste. „Danke schön!"

„Natürlich ist dir klar, dass du jetzt dein großes Geheimnis lüften musst – falls du tatsächlich eines hast", betonte Nanjiroh.

St.-Rudolphs Manager stieß einen übertriebener Seufzer aus. „Ich schätze, es musste wohl irgendwann mal passieren, aber, ganz ehrlich, Echizen-san –", alle starrten nur, als Mizuki vor ihren Augen verschwand, „ich habe meine Fähigkeit schon perfekt unter Kontrolle!"

„Oh, wow", keuchte Momoshiro. „Unsichtbarkeit! Wow!"

„Mizuki Hajime mit Unsichtbarkeitsfähigkeiten?", meinte Kawamura nervös. „Das wird Fujiko nicht gefallen."

„Mizuki-sempai …" Yuuta starrte nur.

Ryoma runzelte leicht die Stirn. „Hmm. Interessant."

„Er ist da, aber auch nicht da", murmelte Shinji. „Ist er wirklich überhaupt da?" Er streckte eine Hand aus, bis sein Finger in etwas Festes hinein piekte.

„Autsch! Natürlich bin ich hier!" Mizuki materialisierte sich wieder. „Ta-daaa!" Er strahlte. „Es ist wirklich ganz einfach, und wie ihr seht, habe ich keine Schwierigkeiten, damit zurechtzukommen."

In Nanjirohs Hirn wirbelten noch immer all die Furcht erregenden Möglichkeiten und Gelegenheiten, die Mizukis Fähigkeit dem Jungen wohl schon geboten haben musste, als ihm aufging, dass er besser antworten sollte. „Oh, nun ja, aber auch wenn ich mir sicher bin, dass du schon hart daran gearbeitet hast, kann es nicht schaden, ganz sicher zu gehen und mit den anderen Kids noch weiter zu trainieren."

„Wenn Sie darauf bestehen", entgegnete Mizuki mit gelangweiltem Tonfall.

„Okay, dann lasst uns das mal organisieren."


Die erste Trainingssession fand ein gutes Stück abseits des Landsitzes auf dem weitläufigen hinteren Rasengelände statt, das, so folgerte Nanjiroh, vermutlich entweder einmal ein Golfplatz oder ein Ausreitgelände gewesen war. Hier konnten sich die Jungs großräumig verteilen und sich wahlweise nicht in die Quere kommen oder auch zusammen arbeiten.

Ryoma, der offenkundig keine Fähigkeit hatte, die er hätte trainieren können, und Yuuta, dessen einzige Möglichkeit zum Üben seiner Kräfte sich erst ergeben würde, wenn jemand anders sich verletzte, halfen hauptsächlich den anderen, wo sie nur konnten.

Nanjirohs Aufmerksamkeit war ganz auf Gakuto gerichtet, der sich gerade Yuutas als Versuchskaninchen bediente. St.-Rudolphs Zweitklässler erlaubte Hyouteis Akrobaten, ihn mit Hilfe von Anti-Schwerkraft ein paar Zentimeter über dem Boden schweben zu lassen. Dann schaltete Gakuto im Sekundenbruchteil auf erhöhte Schwerkraft um, so dass Yuuta nicht nur wieder zu Boden kam, sondern das auch gleich so hart, dass er alleine nicht wieder auf die Füße kam. Nanjiroh schaute zu, wie sich dieser Vorgang dreimal wiederholte, dann sagte er schließlich: „Yuuta-kun, bist du damit wirklich einverstanden?"

„Schon okay, Echizen-san", versicherte Yuuta ihm und bürstete seine Kleider ab. „Es scheint, als könnte ich meine Kraft dazu bringen, mich augenblicklich zu heilen, wenn ich mich verletze, und selbst wenn ich es nicht absichtlich tue, fängt sie ziemlich schnell von alleine mit dem Heilen an."

Nanjiroh nickte. „Solange du das okay findest, tu ich das auch." Er ging ein bisschen weiter, dorthin, wo er Mizuki und Shinji eine Art Spiel spielen sah, mit einer Handvoll unbewegter Objekte aus ihren Taschen. Mizuki hielt das Objekt, Shinji berührte es leicht, dann ließ Mizuki sich selbst unsichtbar werden und das Objekt mit sich. Shinji probierte dann, ob er noch die Stimme des Objekts hören konnte und es animieren, während es sich in unsichtbarem Zustand befand. Mizukis Quietschen zufolge, wenn sich ein Füller in seiner unsichtbaren Hand bewegte, nahm Nanjiroh an, dass, ja, er es konnte. Es schien ihm eine ausreichend sichere Methode zu sein, mit ihren Fähigkeiten herumzuspielen, also überließ er die beiden sich selbst.

Kawamura war der einzige, der nicht nur aufgrund der ungeraden Zahl nicht paarweise arbeiten konnte, sondern auch weil seine Feuerkraft einfach zu gefährlich war. Er übte still vor sich hin, in seinen Händen Feuerbälle von der Größe eines Tennisballs zu formen.

„Kawamura-kun", sagte Nanjiroh, „kannst du die auch von dir wegwerfen, oder funktioniert die Fähigkeit nur, solange die Flammen dich berühren?"

„Ich weiß nicht", gab Kawamura zu und schaute zu den Feuerbällen hinab, die er in der Hand hielt. „Ich hatte Angst, es auszuprobieren – ich will Atobes Grundstück nicht beschädigen."

Nanjiroh tätschelte ihm die Schulter. „Atobe hat uns gesagt, dass es okay sei – seine Eltern sind einverstanden mit allem, was auch immer wir hier draußen tun müssen, um zu trainieren. Solange wir uns weit hier draußen aufhalten und es sich nicht gegen das Haus richtet, ist es in Ordnung."

Kawamura nickte. „Okay, dann probier ich's mal." Er wartete, bis Nanjiroh zurückgetreten war, dann warf er einen der Feuerbälle von sich weg. Es blieb am Brennen, und als es auf dem Boden aufschlug, breitete das Feuer sich aus und begann, das Gras zu verbrennen. Nanjiroh nahm eine ihrer Wasserflaschen, um die Flammen zu löschen.

„Gar nicht schlecht!", lobte er. „Jetzt weißt du, dass du es kannst. Versuch es mal mit einem größeren Ball – wir haben hier reichlich Wasser, also brauchst du dir darum keine Gedanken zu machen."

„Okay." Kawamura grinste. Er nahm den übrigen Feuerball, den er noch in der Hand hielt, und heizte ihm mit mehr seiner Kraft ein. Er schwoll weiter an, bis er ungefähr die Größe eines Fußballs angenommen hatte.

„Jetzt wirf ihn soweit du kannst, und wir schauen mal, ob ihn die Entfernung ausgehen lässt, bevor er auf dem Boden aufschlägt. Ich geh ihm mit dem Wasser nach, nur für alle Fälle."

Kawamura nickte und konzentrierte sich, während er den Arm zurück nahm. Er stieß den Ball mit einem gewaltigen Wurf in die Luft. In dem Moment, als der Ball seine Hand verließ, schoss Karupin aus dem Nirgendwo daher über den Rasen, direkt in die Wurfbahn des Feuerballs. „Nein!!", brüllte Taka-san und alle fuhren zu ihm herum.

„KARUPIN!", kreischte Ryoma und jagte seiner Katze hinterher, ohne an die Gefahr für sich selbst zu denken. Gakuto warf dem jüngeren Jungen seine Kraft hinterher, um zu versuchen, ihn aus der Gefahrenzone zu heben, aber Ryoma rannte einfach weiter und warf sich über Karupin, wie ein Schutzschild gegen den Feuerstoß, der sie beide umfing.

Alle rannten auf sie zu, aber keiner war so schnell wie Nanjiroh, der augenblicklich Jungen und Kater mit Wasser abduschte, sobald er sie erreichte. „Yuuta!", brüllte er. „Er wird Heilung brauchen! Beeil dich --!" Nanjiroh hielt inne, als Ryoma seinen Arm mit einer nassen Hand ergriff.

„Oyaji! Ich bin OKAY!", erklärte er mit Nachdruck. Goldene Augen bohrten sich in die seines Vaters. Nanjirohs rasender Herzschlag wurde langsamer, als er Ryoma richtig ansah, der immer noch einen klatschnassen und schlecht gelaunten Karupin im Arm hielt. An keinem von beiden fand sich das geringste Brandzeichen – nicht einmal Ryomas Kleider waren angesengt.

„Ryoma, es tut mir so Leid!", erklärte Kawamura gerade, und sah dabei aus, als wollte er weinen. „Ich habe die Katze nicht gesehen, bis es zu spät war, und dann bist du--"

Ryoma kam auf die Füße und schüttelte Wassertropfen aus den Haaren. „Mann, Oyaji, was hast du denn da genommen, einen Wasserschlauch? Ich bin ja durch nass!" Er schaute zu Kawamura hoch. „Mir geht's gut, Kawamura-sempai, wirklich. Karupin auch, siehst du?"

„Miauuuu!", erklang Karupin mit Nachdruck.

„Aber du bist von dem Feuer getroffen worden!", rief Nanjiroh aus. „Ich hab gerade zehn Jahre meines Lebens verloren, also weiß ich, dass ich mir das nicht eingebildet habe!"

„Nicht nur das Feuer!", warf Gakuto ein. „Ich hab ihn voll mit MEINER Kraft erwischt, und er lief geradewegs da durch!"

Ryoma schaute weder seinen Vater noch Gakuto an, sondern Mizuki. Er lächelte ihn wissend an, und St.-Rudolphs Manager spürte, wie ihm der Magen in die Kniekehlen sank.

„Du kleiner Betrüger, du hast ja wohl eine Kraft, oder?!", beschuldigte er ihn. „Du bist immun gegen ANDERER Leute Fähigkeiten!"

Das Lächeln des Zwölfjährigen lief in Richtung selbstgefällig. „So sieht es wohl aus, nicht?"

Nanjiroh fasste seinen Sohn an den Schultern und drehte ihn zu sich um. „Hast du das gewusst? Weil, wenn du's wusstest, hättest du mich informieren müssen, damit ich keinen Herzschlag kriege, wenn ich dir zusehen muss, wie du scheinbar dein Leben riskierst!"

„Ich wusste es nicht!", gab Ryoma zurück. „Nicht mit Sicherheit. Ich wusste, dass da etwas komisch dran war, dass ich Mizuki sehen konnte, wenn es wohl kein anderer konnte-"

„Und gestern Abend hast du auch durch Yuushis Illusion durchgeschaut!", rief Gakuto aus. „Als er das Netz während des Spiels mit deinem Vater ‚hochgezogen' hat!"

„Ach, DAS war es, was mit dem Netz passiert ist! Ich dachte schon, ich werd' verrückt!", staunte Nanjiroh und wandte sich Ryoma zu. „Hat er Recht?"

„Das Netz sah für mich ganz normal aus." Ryoma zuckte die Achseln. „Und du bist schon verrückt."

„Ich bin so was von erleichtert!", erklärte Kawamura ernst. „Deine Katze hat sich auch nicht verbrannt – heißt das, deine Immunität erstreckt sich auch auf jemanden anderen, wenn du ihn berührst?"

„Woher soll ich das wissen?", fragte Ryoma ungläubig. „Ich hab doch selber gerade erst rausgefunden, was los ist." Er schaute zu Karupin hinunter und rieb ihn unter dem Kinn. „Ich hab mich allerdings auch ziemlich gut um ihn herum gewickelt. Es könnte auch einfach mein Körper gewesen sein, der ihn geschützt hat, nicht meine Fähigkeit."

Yuuta runzelte leicht die Stirn. „Weißt du, das ist vielleicht alles gar nicht so gut. Wenn du wirklich immun bist gegen Fähigkeiten anderer, dann heißt das, dass ich dich auch nicht heilen kann, wenn du dich verletzt."

„Es heißt auch, das Oishi seine Fähigkeit nicht annullieren kann", murmelte Shinji. „Und das wäre doch wirklich nicht fair, wenn der Rest von uns unter dem Ehrencodex stehen und uns unsere Fähigkeiten vor einem Match annullieren lassen müssen, und in Echizens Fall kann gar keiner irgendetwas tun—"

Gakuto rollte die Augen. „Und was genau sollte der Kurze mit seiner Fähigkeit während eines Matches wohl anstellen? Immunität ist nicht offensiv, sondern defensiv!"

„Punkt für dich, Gakuto-kun", sagte ihm Nanjiroh und strich sich seufzend mit der Hand durch die Haare. „Wisst ihr was, Kinders? Ich glaube, wir sind fertig für heute morgen. Meine Nerven müssen sich erst mal gründlich reorganisieren, und für euch ist es eh Zeit zum Frühstück."

Die Gruppe wanderte zurück zum Landsitz, und Ryoma ließ sich neben seinen Vater zurückfallen.

„Also hattest du beinahe einen Herzschlag meinetwegen, huh?"

„Pfft. Wohl kaum."

„Hast du doch selbst gesagt!"

„Hab ich gelogen."

Ryoma senkte den Kopf, um sein Grinsen zu verbergen.


Die Neuigkeit von Ryomas Fähigkeit verbreitete sich rasch durch den ganzen Landsitz, und es war das Hauptgesprächsthema während des Frühstücks.

„Klingt nach einer perfekten Fähigkeit für Ryoma." Fuji lächelte. „Wenn man an all die Feinde denkt, die du dir machst, kann ein bisschen Extra-Schutz nicht schaden."

„Ich habe Feinde?", fragte Ryoma unschuldig. Die älteren Jungen zogen es vor, darauf nicht zu antworten.

„Ich muss zugeben, ich kann's kaum abwarten mit deiner Fähigkeit Experimente durchzuführen", erklärte Inui. „Du sagtest ja schon, dass du Mizukis Unsichtbarkeit durchschauen kannst…"

„Und ich wünschte, du hättest uns das eher erzählen können", fügte Fuji bedauernd hinzu.

„Ich wusste nicht mal, dass er unsichtbar WAR – ich dachte einfach, er wäre nur blöd", erwiderte Ryoma und knabberte an einem Stück Bacon. „Wieso würde er wohl sonst in deinem Zimmer ein- und ausgehen, wenn du nicht drin bist?"

Fujis Augen verengten sich. „Vielleicht hattest du von Anfang an Recht. Er IST blöd."

„Er kommt immer mit einem speziellen Buch heraus", berichtete Ryoma. „Später bringt er es dann zurück."

„Ich wusste es!" Fuji schäumte vor Wut. „Er hat mein Tagebuch gelesen! Dieser kleine --"

„Fujiko!", unterbrach ihn Kawamura und legte ihm eine Hand auf den Arm. „Sag nichts, was dir später Leid tut."

Fuji entspannte sich und legte seine eigene Hand auf Kawamuras. „Keine Sorge, Taka-san", versicherte er ihm mit einem Lächeln. „Es wird mir nicht Leid tun."

Eiji kicherte, während Tezuka sich Ryoma zuwandte. „Sie haben aber schon Recht, es ist die perfekte Fähigkeit für dich. Deine Einstellung hatte immer etwas von offener Gleichgültigkeit, und deine Kraft jetzt auch."

„Hey, Ryoma-kun!" Youhei und Kouhei tauchten hinter dem jüngeren Jungen auf, und lugten ihm von rechts und links über die Schulter. „Gratuliere zu deiner Fähigkeit!"

„Danke."

„Wir haben sie von da drüben ausprobiert!" Kouhei zeigte auf einen Tisch am anderen Zimmerende. „Um zu sehen, ob wir hören können, was du sagst."

„Und das konnten wir nicht!", erklärte Youhei ihm. „Du warst der Einzige, den wir nicht hören konnten, und wir konnten auch nicht die gleichen Details an dir erkennen, die wir bei deinen Freunden auf diese Entfernung sehen können."

„Interessant." Inui nickte. Momoshiro warf ihm einen Blick zu.

„Willst du dir über seine neuen Daten gar keine Notizen in deinem Buch machen?"

„Das muss ich nicht mehr", bekannte Inui und tippte mit dem Finger gegen die Schläfe. „Meine Notizen sind jetzt alle hier oben drin."

„Ich schätze, jeder wird wohl mal seine Chance bekommen, seine Fähigkeiten gegen Echizens Immunität einzusetzen", meinte Oishi nachdenklich. „Obwohl ich nicht glaube, dass ich meine an ihm austesten will."

„Zumindest solltest du dich nicht GANZ VORNE in die Reihe stellen, nur für alle Fälle, nya!", zwinkerte ihm Eiji zu.

Die anderen lachten gut gelaunt, nur Ryoma kaute einfach in aller Seelenruhe weiter. Er machte sich so oder so keine Gedanken wegen seiner Fähigkeit. So lange sie nicht seine Art, Tennis zu spielen, beeinträchtigte, war alles andere ihm egal.


Yuuta wünschte sich beinahe, er wäre mit seinem Bruder frühstücken gegangen. Mizuki hatte miese Laune und suchte nach einem Opfer, an dem er die auslassen konnte.

„Von allen Dingen, mit denen dieses kleine Blag hatte aufkommen können, musste es ausgerechnet DIESE Fähigkeit sein!", grummelte der ältere Junge. „Wie soll ich wohl mit meiner nur den kleinsten Spaß haben, wenn er in der Nähe ist?"

„Armes Baby."

Mizuki keuchte und warf einen giftigen Blick zu dem frech grinsenden Takahisa hoch, der sich direkt über ihn lehnte. „Wenn du hier nichts Hilfreiches beizutragen hast, kannst du direkt weitergehen!"

„Aber vielleicht kann ich ja helfen", antwortete er. „Ich kann dir was Besseres mit deiner Zeit zu tun geben, als deine Fähigkeit an anderen auszunutzen."

„Ach, wirklich?", schniefte Mizuki abfällig. „An noch mehr so geschmacklosen Kommentaren, wie dem letzten, den du von dir gegeben hast, bin ich nicht interessiert."

Takahisa lächelte gewinnend. „Aber vielleicht wärst du daran interessiert, mit mir auszugehen?"

Yuuta sah mit angehaltenem Atem zwischen beiden Jungen hin und her und fragte sich, ob Takahisa-san nicht in Kürze einen Teller voll Rührei ins Gesicht geschmissen kriegen würde.

Stattdessen überraschte Mizuki sie beide. „Fein", sagte er kurz angebunden. „Aber du solltest dir besser richtig Mühe mit mir geben, wenn du wieder gutmachen willst, wie du dich mir gegenüber verhalten hast."

„Oh, das werde ich", versicherte Takahisa ihm. „Heute Abend um sieben. Zieh was Nettes an."

„Für was hältst du mich, eine Schlampe?", rief Mizuki dem anderen Jungen nach. „Also ehrlich!", schnaubte er in entrüstetem Tonfall, während er sich seinem Frühstück wieder zuwandte. Dann warf er Yuuta einen misstrauischen Blick zu. „Was starrst DU denn so?"


Ende Teil 11

(2006)

Re Reviews – wegen der Spoiler diesmal am Kapitelende:

Hab ich nicht kluge Reviewer? 100 Gummipunkte, douso!

Und spekuliert ruhig weiter – das macht mir Spaß… (und motiviert mich, schneller weiter zu übersetzen. Kann euch ja nicht ewig auf die Antwort warten lassen…)