Erst einmal ein herzliches Willkommen zum vorvorletzten Kapitel von Addicted. Ich danke euch für eure Kommis und auch den stillen Lesern möchte ich wieder einmal für ihr Interesse danken. Weiteres will ich euch allen mitteilen, dass das 12. Kapitel erst in 2 Wochen up geloaded wird – Ja, lyncht mich. Ich bin einfach nur mit dem Studium ausgelastet drop Kommt davon wenn man sich zwei Unterrichtsfächer (muss man, wenn man Professor werden will) genommen hat und dann noch Latein nachlernen darf. doppel drop Was soll's.

Drachen-Fan: Ja, er wusste es von Anfang an grins Diese Augen waren doch einfach zu markant, als dass er seine heimliche Liebe nicht wieder erkennen würde. Wobei er zu Beginn sicher unsicher war, ob seine Vermutung nun stimmt.

Severina35: Danke für's Kompliment. Ob er es ernst gemeint hat? Nun ja.. es wird einen Moment geben, da wird Harry ihn darauf ansprechen und er wird rot anlaufen . Wann das aber ist, verrate ich jetzt noch nicht. Und… stutz wusste gar nicht das meine Ff so gut ist – okay, da war jetzt gelogen…. sich schämen geh meiner Meinung nach ist das bislang im Harry Potter- Bereich ohnehin meine beste FF.

zissy: Wäre schon doof, sobald Voldemort bald zu den Malfoys kommt.

spiritofair: jaja, geahnt haben es die Meisten. g und ich musste darüber schweigen sigh

Die Schwarze Lady: Äh.. nun ja.. lies einfach einmal

Addicted

11. Despair

Der Morgen war bereits angebrochen und die Sonne sandte gnadenlos ihre warmen Strahlen in Dracos Zimmer. Harry erwachte mit pochenden Kopfschmerzen. Zunächst konnte er seine Augen nicht öffnen, da das Licht zu hell war, aber dann schaffe er es sie einen spaltbreit zu öffnen. Hätte er nicht diese Schmerzen, würde er die ihn umgebende Wärme und den bekannten Geruch genießen und sich darin suhlen.

Mit geschlossenen Augen hauchte er mit seinen Lippen einen Weg aus Küssen von Draco Brust zu seinen weichen Lippen. Der Blonde reagierte sofort und küsste Harry zurück, obgleich er sich noch im Halbschlaf befand. Harry öffnete seine Augen und blickte in die von Draco, als er grüßte, „Morgen, Draco."

Harry erstarrte. Hatte er soeben tatsächlich seine eigene Stimme gehört? Er hob die Decke, um sie sich sogleich wieder mit weit aufgerissenen Augen an den Leib zu pressen. Was er gesehen hatte, war nicht gerade der Körper eines Mädchens. Hinzu kam noch, dass er spliterfasernackt war! Was bei Merlin hatten sie letzte Nacht getrieben? Oder, was noch viel wichtiger war, hatten sie etwa …

„Was ist los, Harry? Du bist so rot.", stellte der Blonde fest.

Harry verzweifelte über die Tatsache, dass er sich an rein gar nichts erinnern kann. Er wusste noch von dem Fest, aber dann verschwammen seine Erinnerungen. Er fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht und ließ sie schlussendlich auf seinen Lippen ruhen. Dann wandte er sich Draco zu und fragte mit einer unsicheren Stimme, „Was ist gestern passiert?"

Draco setzte sich auf. Harry glitt mit seinem Blick den Rücken des Blonden hinab und erkannte, dass auch dieser vollständig nackt war. Ihm blieb die Luft ihm Hals stecken, als der andere sich ihm zudrehte und mit rauer Stimme antwortete, „Oh Babe, du warst du heiß." Dann wechselte seine Stimme wieder auf normal und er fügte hinzu, „Zumindest bis du eingeschlafen warst und ich ein riesiges Problem hatte."

„Oh …", meinte Harry und wiederholte, als er verstand was Draco mit „riesigem Problem" meinte, „OH!"

Mit geröteten Wangen stammelte, „Aber du hättest doch … ich meine … hast du ...?"

„Mich selbst befriedigt?", schloss Draco und erwiderte sogleich, „Wie hätte ich nur können, während du neben mir im Bett liegst. Eine eiskalte Dusche hat es auch getan."

„Verstehe.", murmelte Harry und war erleichtert, diesen Part ihrer Beziehung nicht verpasst zu haben. Aber … Hatten sie jetzt wirklich eine Beziehung, oder spielte sich alles nur in Harrys Kopf ab?

Er musste dieser Ungewissheit ein Ende setzen. „Du, Draco?"

Der Blonde legte sich, wie Harry, wieder zurück und schaute zu ihm hinüber. Mit einer sanften Stimme wollte er wissen, „Was gibt's?"

Harry starrte unentwegt den Baldachin empor, während er sich erkundigte, „Sind wir jetzt zusammen?"

Der Blonde antwortete nicht, also wandte Harry seinen Kopf nach rechts. Er erkannte, dass Draco die Braue gehoben hatte und ihn verwundert musterte. War das nun ein gutes, oder ein schlechtes Zeichen? Auf einmal bogen sich seine Lippen zu einem Lächeln und er schüttelte den Kopf. Leise lachend sagte er, „Harry, du bist einfach süß. Natürlich sind wir ein Paar. Denkst du etwa, ich wage den Versuch mit dir ins Bett zu steigen, wenn ich nicht die Gewissheit hätte, dass du mich ebenso liebst, wie ich dich?"

Harry rollte sich auf die Seite, so dass er nun näher bei Draco lag. Bestimmend stellte er fest, „Dann sind wir ein Paar."

Er lehnte sich nach vorne, um seine Lippen auf die von Draco zu legen und schloss genießerisch die Augen. Aus einem einfachen Kuss entpuppte sich schnell ein kleiner Machtkampf, den die mit ihren Zungen führten. Dieses anregende Spiel wurde von einem unwillkommenen Klopfen an der Türe unterbrochen. Harry verschwand gerade noch rechtzeitig unter der Bettdecke, als die Türe bereits aufgerissen wurde und jemand eintrat.

„Buon giorno? C'e' la carina?", fragte Fabrizio in fließendem Italienisch und Harry verstand kein Wort.

„È stanca. Ieri notte è stata faticoso.", entgegnete Draco ebenso flüssig und Harry hörte an seiner Stimme, dass der Blonde grinsen musste. Was zum Geier sagte er ihm?

„Ah! Capito! Ich gehe einmal. Ciao!", verabschiedete Fabrizio sich und Harry hörte ihn durchs Zimmer laufen.

„Ciao.", entgegnete der Blonde und Harry kam wieder unter der Decke hervor.

Erstaunt erkundigte er sich, „Seit wann sprichst du fließend Italienisch?"

Draco schlug die Decke zurück und verließ das Bett. Harry konnte seinen Blick nicht von diesem perfekten Körper nehmen, bis Draco sich den Morgenmantel angezogen hatte und erklärte, „Seit dem Fabrizio hier zu Arbeiten begonnen hatte. Ich wollte jedes einzelne Wort verstehen, das er dir zuflüsterte."

Harry lachte auf und der Blonde wandte sich ihm zu. „Was ist so lustig?", wollte er wissen und legte die Stirn in Falten?

Nachdem der Dunkelhaarige sich gefangen hatte, entgegnete er, „Du bist echt süß, wenn du eifersüchtig bist. Aber mal im Ernst. Dachtest du tatsächlich, dass ich auf einen von beiden anspringen würde?"

Draco schenkte sich eine Tasse Tee ein und meinte, „Nein, aber dennoch hätten sie dein Gehirn mit ihrem Gesülze vernebeln können und sich vielleicht zu Dinge gezwungen, dir du gar nicht tun wolltest."

Harry zog sich die frischen Short von Draco, welche er ihm bereit gelegt hatte, an und ging zu ihm hinüber. Auch er nahm sich Tee und harkte nach, „Zum Beispiel?"

Draco schenkte ihm einen unschuldigen Blick und nippte an seinem Tee, während er sagte, „Sie hätten dich dazu zwingen können, dass du mit ihnen in einem Bett übernachtest, oder mit ihnen duschst."

Grinsend konterte der Dunkelhaarige, „Stimmt. Und da sie mich nicht zum Ersten gezwungen hatten, übernahmst du diesen Part."

Der Blonde verschluckte sich an seinem Tee und lief rot an. Harry klopfte ihm gelassen auf den Rücken solange, bis der Junge sich wieder beruhigt hatte. Langsam drehte Draco sein Gesicht zu Harry und drohte, „Pass auf, was du sagst, sonst zwinge ich dich auch noch zu Punkt zwei. Vergiss nicht, ich bin noch immer dein Vorgesetzter."

Harry stellte seine Tasse auf den Tisch zurück, um beide Hände um den Blonden legen zu können. Der Schalk blitzte in seinen Augen, als er schnurrte, „Dann muss ich wohl oder übel kündigen. Oder fällt dir eine Lösung ein, Boss?"

Dracos Lippen berührten beinahe Harrys, als er hauchte, „Wie wäre es, wenn du mich küsst und wir vergessen die ganze Vorgesetztengeschichte."

Lächelnd verschloss Harry nun die rosigen Lippen des Blonden mit den seinigen. Es folgte ein langer inniger Kuss, der in Harrys Bauch wieder Schmetterlinge tanzen ließ. Es war ein berauschendes Gefühl Draco Haut an Haut zu spüren, ihn zu schmecken und tief seinen Duft einzuatmen. Harry merkte, wie sein Verstand und jeglicher Gedanke vernebelt wurden und einem aufbrausenden Gefühl der Leidenschaft, Sehnsucht und Wollust wich. Draco hätte nun mit ihm alles machen können und Harry wäre dem willig entgegen gekommen.

Demnach war er auch hochgradig enttäuscht, als der Blonde den Kuss unterbrach und einen Schritt zurück wich. Dann wandte er sich ab und ging auf die Badezimmertüre zu. Plötzlich blieb er stehen und meinte, „Ich gehe duschen." Er drehte sich halb zu ihm um, ließ seinen Morgenmantel bis zum Kreuz hinunter rutschen und fragte mit einem lasziven Blick, „Kommst du mit?"

Noch ehe Harry, dessen Mund weit offen stand, antworten konnte, ließ Draco den Mantel vollständig seinen Körper hinab gleiten und setzte seinen Weg fort. Der Dunkelhaarige machte sich eiligst daran, die Boxershorts wieder los zu werden und folgte dem Blonden ins Bad.

ooOoo

Gegen elf Uhr lagen Harry und Draco wieder im Bett. Harry hatte sich an dem Blonden angelehnt und strich mit seinem Fingerkuppen abwesend über dessen Brust. Der Blonde hingegen war wieder in tiefen Schlaf verfallen, war aber achtsam genug, zuvor seine Eltern über seinen Aufenthalt und den Wunsch den Tag mit „Amy Rose" genießen zu können zu unterrichten.

Harry war versucht sich dem erholsamen Schlaf hinzugeben, da ihn die letzten Stunden viel Energie gekostet hatten. Dennoch zog er es vor in einen Halbschlaf hinüber zu gleiten, anstatt, wie Draco, gleich vollkommen weg zu sein. Der ehemalige Gryffindor lauschte dem ruhigen Herzschlag seines Geliebten und wünschte sich, dieser Moment würde auf Ewig andauert, aber wie alles andere sollte auch dieser Frieden sein Ende finden.

Mitten in der Nacht wurde Draco in den Salon zitiert und Harry musste seit dem mit der Ungewissheit leben, was nun passierte. Unruhig ging er in dem Zimmer auf und ab und machte sich von Minute zu Minute immer mehr Sorgen. Er wusste, dass Voldemort gekommen war, um Draco zu seinem „Erfolg" zu beglückwünschen, und er hoffte, dass Dracos Täuschung nicht auffliegen würde. Harry wusste nicht, was er täte, wenn Voldemort den Blonden in diesem Moment töten würde.

Er schaute auf die Uhr. Mitternacht. Nun war es schon zwei Stunden her, dass Draco das Zimmer verlassen hatte. Was war nur los? Harry verfluchte sich selbst für die Lage in die er sich gebracht hatte. Draco hatte um sein Zimmer ein Schutzzauber gesprochen, so dass niemand es, bzw. die sich darin befindlichen Menschen, orten konnte. So würde Voldemort nicht merken, dass Harry Potter im selben Haus war. Allerdings hieß, dass auch für Harry, dass er das Zimmer nicht verlassen durfte, da ansonsten seine Tarnung auffliegen würde.

So war er gezwungen in diesem Zimmer zu sitzen und abzuwarten, bis der Blonde zurückkehren würde. Und wenn er nicht zurückkehrte? Diese Frage quälte Harry schon lange und führte ihn nahe der Verzweifelung. Er wollte Draco nicht verlieren, doch in seiner Position war er machtlos. Er musste dem Blonden vertrauen. Er musste darauf vertrauen, dass Draco sein Versprechen wahr machte und wieder zu ihm zurückkehrte.

Wie lange wollte Voldemort ihn noch okkupieren?!

Es war zum Verrücktwerden, aber jeglicher Verlust am menschlichen Verstand würde ihn auch nicht weiterbringen. Seufzend setzte Harry sich aufs Bett. Er hasste es, wenn er nichts anderes tun konnte, als seine Hände in den Schoß zu legen und von seiner Unwissenheit überrannt zu werden. Der Dunkelhaarige fuhr sich mit der rechten Hand über die Lippen und merkte, wie eisig kalt sie war.

Sein Blick fiel aufs Schachbrett. Die Figuren standen genauso, wie am Vorabend. Draco hatte ihm Schachmatt gesetzt. Harry wünschte sich wieder zu diesem Moment zurück, so dass er vielleicht noch gewinnen hätte können. Dann hätte er sich gewunschen, dass der Blonde Malfoy Manor verlassen sollte, auf dass er in Sicherheit wäre. Dann stünde sein Leben nicht auf Messers Schneide, so wie es das jetzt tat.

Voldemort war mächtig. Harry wusste nur all' zu gut, wie mächtig Voldemort war, und genau das bereitete ihm große Sorge. Je länger der Dunkelhaarige über die aktuelle Situation nachdachte, umso mehr kam er zu dem Schluss, dass man Voldemort nicht täuschen konnte. Er würde drauf kommen und dann. Harry war alarmiert, sprang vom Bett auf und lief zur Türe. Er war sich nun vollkommen sicher, dass Voldemort von seinem Überleben bescheid wusste. Was wenn er Draco schon längst getötet hatte?

Harry wollte nicht daran denken und griff nach der Klinke, als diese von draußen hinab gedrückt wurde und Draco das Zimmer betrat. Harry erstarrte, als er den Gesichtsausdruck des anderen sah. Draco war totenblass, sein Kopf gesenkt und seine Augen gerötet. Was war nur passiert?

Langsam hob er den Blick. In seinen graublauen Augen lag Trauer und Verzweiflung, als sie sich auch schon mit Tränen füllten. Einpaar Tropfen lösten sich und liefen seine Wangen hinab. Harrys Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Was war nur passiert, dass Draco weinte?

Er zog den Blonden in eine Umarmung und dieser versteckte sein Gesicht in seiner Halsbeuge. Er zitterte haltlos, als er laut zu schluchzen begann. Harry drückte den anderen fest an sich und strich ihm beruhigen übers Haupt. Was auch immer geschehen war, es verhieß nichts Gutes.

tbc