Als die Wachen zusammen mit Merlin und Lord Ryan das Hospital betreten, ruft er den Wachen im Befehlston zu: "Nehmt ihm die Fesseln von seinen Händen ab und bewacht die Tür!" Als sie Merlins Handschellen öffnen, fasst Merlin seine Handgelenke. Wenigstens ist er nicht verletzt. Sein neuer Herr steht neben ihm und sieht in sein trauriges Gesicht: "Merlin, das ist dein neues zu Hause. Hier wirst du Leben und Arbeiten. Da ist dein Schlafplatz." Dabei ziegt er auf eine Decke auf dem Boden. "Du wirst den Menschen hier helfen, so gut du kannst. Du wirst ihnen Essen bringen, sie waschen und alles machen, was sonst noch so anfällt." Merlin sieht sich im Zimmer um. Es ist eine Küche, von der weitere Türen abgehen. Lord Ryan öffnet eine der Türen und geht hinein. "Komm schon!" Merlin folgt ihm unsicher. "Das ist das Krankenzimmer. Ich bin Arzt und du wirst mir helfen. Du wirst das machen, was ich dir auftrage. Und zwar ohne zu hinterfragen. Ich bin dein Herr und du wirst meine Befehle ausführen." Merlin schluckt, er ist nicht in der Lage zu sprechen. Beide gehen weiter ins Krankenzimmer hinein. Lord Ryan fügt noch hinzu: "Zuerst wirst du die Betten frisch beziehen." Merlin sieht sich auch hier um . Im Zimmer stehen sechs Betten, zwei davon sind mit zwei Männern belegt. "Die vier leeren Betten brauchen frische Laken. Und dann wirst du uns etwas zu essen machen. Und Merlin, denk nicht mal darüber nach, wegzulaufen. Die zwei Wachen stehen die ganze Nacht vor der Tür. Und mit deiner Halsschelle bist du für alle als Sklave zu erkennen. Jeder der dich findet, wird dich zu mir zurück bringen." Merlin nickt wiederwillig. Sein neuer Herr lächelt: "Ich bin mir sicher, wir werden uns gut vertragen. Ich bin ein guter Herr, wenn du ein guter Sklave bist. Ich brauche deine Hilfe hier." Er lächelt erneut: "In der Kammer dort findest du frische Laken. Und jetzt los. Fang an." Merlin nickt und und verschwindet in der Kammer mit den Laken.
Am Abend sitzt der junge Zauberer völlig erschöpft auf seiner Decke. Er hat hart gearbeitet. Sein neuer Herr ist stolz auf ihn: "Gut gemacht Merlin. Du bist mir wirklich eine Hilfe. Du bist ein guter Arzt. Ich bin mir sicher, dein früherer Herr war immer sehr stolz auf dich." Aber Merlin lassen die schmeichelnden Worte kalt, traurig sieht er zu Lord Ryan auf: "Er wird kommen und mich holen. Er wird mich nach Hause holen." Lord Ryan seufzt und schüttelt den Kopf: "Merlin, ich mag dich. Ich mag dich wirklich. Aber du musst ihn dir aus dem Kopf schlagen. Ich bin jetzt dein Herr. Du gehörst jetzt mir. Und ich werde dich nicht wieder gehen lassen. Sollte er tatsächlich hier auftauchen, was ich kaum glauben kann, hat er kein Recht, dich gegen meinen Willen mitzunehmen. Gewöhn dich an den Gedanken. Hier ist jetzt dein zu Hause. Jetzt ruh dich aus. Ich bin morgen früh wieder bei dir. Versuch zu schlafen, morgen wartet wieder viel Arbeit auf dich." Er verlässt das Haus und Merlin hört wie er das Schloss der Tür verschließt. Er steht auf und sieht aus dem Fenster. Lord Ryan hat nicht gelogen, die beiden Wachen stehen noch immer vor dem Eingang. Enttäuscht geht er zu seinem Schlafplatz zurück.
