Epilog
Am Montag Morgen holte der Alltag John und Cameron wieder ein. Schule war eine lästige Pflicht und Sarah war nicht bereit, auch nur einen Millimeter in der Richtung nachzugeben.
Erste große Pause. Cassandra war ungewöhnlich schweigsam. Sie stand zusammen mit ihren Freundinnen vor den Spiegeln auf der Mädchentoilette.
Als sich in diesem Moment die Tür öffnete betrat eine Person den Raum, die augenblicklich von Allen wahrgenommen wurde. Und Alle waren es auch, die vor dem Blick und der Ausstrahlung der Person die Flucht ergriffen.
Cameron stand neben der Türe, während die ersten ihrer Schulkammeradinnen die Flucht ergriffen. Cassandra bemerkte als eine der Letzten, das eine sehr wütend ausschauende Cameron an der Tür stand. Sie wurde zwar blass aber tat so, als hätte sie nichts bemerkt. Auch als sich ihre beiden Freundinnen mit einem Griff an ihren Oberarm verabschiedeten wollte sie sich keine Blöße geben und vollendete ihr Make Up.
Nach dem letzten Mädchen schloss Cameron die Tür und legte den Riegel vor.
Dann trat sie Cassandra in den Weg, die zur Tür wollte.
„Lass mich vorbei!" Sagte Diese aggressiv.
„Warum wolltest Du mich nach dem Ball töten?" Fragte Cameron und versperrte ihr weiterhin den Weg.
„Das ist Blödsinn, warum sollte ich Dich töten wollen?" Entgegnete Cassandra aufgebracht.
Camerons Hand schoss vor und packte Cassandra an der Kehle. „Du lügst mich an", sagte Cameron aggressiv. „Ich habe Dich erkannt. Der Kapuzenpullover war eine schlechte Tarnung.
„Ich hab nicht gel..." Der Rest des Satzes ging in einem Röcheln unter, als Cameron den Druck verstärkte. Effektlos versuchte sie Camerons Hand zu lösen.
Dann begann Cameron Cassandra nach hinten in Richtung Wand zu schieben. Als Ihr Rücken die Wand berührte schloss sie die Augen, riss diese aber gleich darauf wieder auf, als die zierliche Brünette begann sie an ihrem Hals die Wand hoch zu stemmen, nur so weit dass das Mädchen auf den Zehenspitzen stand.
Cassandras Augen traten aus den Höhlen und ihr Gesicht war knallrot. „Ich gebs zu ich wars. Ich wollte dich nur erschrecken aber ich hab das unterschätzt ich bin kein besonders guter Autofahrer". Brachte Sie röchelnd hervor. „Bitte töte mich nicht", würgte sie weiter hervor.
Cameron legte den Kopf auf die Seite, dann sah sie nach unten auf den Boden zu Cassandras Füßen. Sie hatte ein Tropfgeräusch gehört und sah wie eine gelbliche Flüssigkeit zu Boden tropfte, sowie an Cassandras Bein entlang nach Unten lief und sich dann am Boden sammelte.
Cameron sah in Cassandras Gesicht. Sie sah die Tränen, die nun deren Wangen herabliefen und die Angst in den Augen des Mädchens. Dann lies sie Cassandra herunter und trat zurück.
Das verängstigte Mädchen hastete in die nächste Toilettenbox. Sie zitterte vor Angst wie noch nie in ihrem Leben.
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Als Cassandra sich nach ein paar Minuten beruhigt hatte, lauschte sie auf die Geräusche vor der Tür. Als sie nichts hören konnte öffnete sie vorsichtig die Tür. Als erstes fiel ihr zu ihrer Verwunderung auf, dass die Lache, die sie hinterlassen hatte verschwunden war. Dann als sie in Richtung der Waschbecken blickte, sah sie Cameron, die sich gerade die Hände wusch. Mit einer angewiderten Handbewegung warf sie ihre Unterwäsche in den Mülleimer und verbarg sie unter dem anderen Müll. Dann näherte sie sich langsam Cameron.
„Hast Du...?" Fragte sie, ohne die Frage zu beenden.
Cameron nickte wortlos.
„Aber warum? Du hättest nur die Anderen hereinlassen brauchen. Ich wäre das Gespött der gesamten Schule gewesen. Warum hast Du mich nicht bloßgestellt.
Cameron drehte sich herum, während sie sich die Hände abtrocknete. Sie sah Cassandra durchdringend an, die unter dem Blick merklich zusammenschrumpfte. „Warum bist Du so wütend auf mich?" Fragte Cameron statt einer Antwort.
Cassandra sah zu Boden und zuckte schließlich resignierend mir den Schultern. „Du hast John, bist Herbstkönigin geworden und ich habe gar nichts.
Cameron legte den Kopf schräg. Dann schüttelte sie langsam den Kopf. „John hat mich angesprochen und ich habe mich auch nicht selbst zur Herbstkönigin gemacht. Dein Ärger zielt in die falsche Richtung".
Cassandra blickte erneut zu Boden, dann nickte sie verstehend. „Was soll nun werden?"
Cameron schwieg ein paar Sekunden. „Nichts", stellte sie dann lakonisch fest.
Cassandra hatte den Kopf hochgerissen und starrte Cameron entgeistert an. „Du zeigst mich nicht an? Du verprügelst mich nicht?"
Cameron schüttelte erneut den Kopf, dann lächelte sie versonnen. „Vor nicht all zu langer Zeit hat mir ein großartiger junger Mann gezeigt, dass selbst der ärgste Widersacher die Möglichkeit verdient ein besserer Mensch zu werden".
(ENDE)
