Huhu!
Ja, hat ewig gedauert, ich weiß... aber nun hab ich das neue chap endlich fertig...g
Und die Herbstferien haben angefangen! vor freude hüpf
hab mir vorgenommen, meine Story 'Vorurteilsfrei' in den zwei Wochen so weit wie möglich weiterzuschreiben. Vielleicht schaff ich es sogar, sie zu beenden. Dann hab ich nämlich net mehr soviel Stress, bei drei Storys weiterzuschreiben.
aber was mich unglaublich zum Lachen gebracht hat ist, dass ich für die ersten 10. Chaps genau 100 Kommis bekommen hab! kicher
wirklich, ich liebe euch! euch ganz fest drück
und nun Tausend Dank an meine fleißigen Kommischreiber: Sweet Fay, Minnilein, Dschingis, Salazar Azrael Slytherin, KleineSchwesterOrion, Zauberlehrling, geli-chan!
viel Spaß mit dem Chap...grins
Tom's Überraschung
Nun, Tigris stand so plötzlich auf und lief zum Fenster, dass die Anderen vor Schreck zusammenzuckten. Bevor jemand von ihnen reagieren konnte, riss der Schwarzhaarige eines der Fenster weit auf und sprang einfach hinaus!
Mit einem Aufschrei (sie befanden sich immerhin im 3. Stock!) stürzten Tom und Severus zum offenen Fenster, beugten sich weit hinaus und rissen ihre Augen entsetzt auf, als sie Tigris erblickten...
-------
Tigris' Unterbewusstsein hatte die ganze Zeit gewusst, was passieren würde.
Den ganzen Tag über war er zeitweise so voller Vorfreude auf etwas gewesen, dass er nicht benennen konnte.
Als sie dann zu Abend aßen, wurden seine Gefühle übermächtig. Er verspührte soviel Glück, Freude, Sehnsucht, aber vor allem Lebendigkeit! Nie hatte er sich so lebendig gefühlt, wie als er einfach aus einem Impuls heraus, aus dem Fenster sprang.
Es war als wäre etwas all die Jahre in seinem Inneren eingesperrt gewesen, was nun endlich zutage trat und seine neugefundene Freiheit völlig ausleben wollte. Und Tigris ließ es einfach raus, ohne Bedenken, ohne an mögliche Folgen zu denken.
Er tat einfach das, was sein Herz ihm sagte.
Und es war das einzig Richtige!
--------
Vollkommen fassungslos standen Tom und Severus noch immer an dem offenem Fenster und starrten wortlos hinaus. Konnten nicht glauben, was ihre Augen ihnen zeigten.
Neugierig geworden, standen die Malfoys nun auch auf und stellten sich zu ihnen, blickten suchend hinaus.
Ihnen war klar, dass dem Schwarzhaarigen nichts passiert sein konnte, sonst hätten Severus und Tom nicht einfach nur dagestanden und hinausgesehen, sondern wären ihm wahrscheinlich hinterhergesprungen, um ihn zu retten oder ihm zu helfen.
Wobei man erwähnen musste, dass sie wirklich so ausgesehen hatten, als wollten sie hinterherspringen. Aber dann hatten die Beiden anscheinend etwas entdeckt, dass ihre Aufmerksamkeit fesselte.
Und ob man es nun glauben wollte oder nicht: Malfoys waren von Natur aus Neugierig.
Also reckten sie nun ganz Un-Malfoy-Like die Hälse und suchten den Boden ab.
Als er aber dort nichts erkennen konnte und die Beiden auch nicht so aussahen, als würden sie den Boden beobachten, hob Draco nun den Blick und suchte den Himmel ab.
Und wahrlich! War dort oben nicht etwas, dass aussah wie ein zu großgeratener Vogel!
"Das ist kein normaler Vogel.", murmelte Lucius nachdenklich, denn er und seine Frau waren dem Beispiel ihres Sohnes gefolgt und beobachteten nun ebenfalls den Himmel.
Auch ihm war dieses seltsame geflügelte Wesen aufgefallen, dass anscheinend fröhlich im Gewitter herumtollte. Aber welcher Vogel würde so etwas tun? Das war wirklich seltsam.
"Das ist auch überhaupt kein Vogel. Das ist Tigris.", wisperte Severus leise.
Er fühlte einfach, das dies dort oben sein kleiner Liebling war.
Die anderen Vier sahen ihn stirnrunzelnd an, bis sich Dracos Miene plötzlich aufhellte.
Aufgeregt wandte er sich an seinen Patenonkel.
"Onkel Sev, weiß du noch, vor ein paar Tagen in Hogwarts? Als der Alte und Har... Tigris diese Show abgeliefert haben und Tigris dann in diesem schwarzen Nebel verschwunden ist?"
Der Angesprochene schnaubte und murmelte:
"Wie könnte ich das vergessen?"
Doch der Blonde beachtete dies nicht weiter, sondern fuhr unbeeindruck fort:
"Weißt du denn nicht mehr, dass man plötzlich dieses furchtbare Reißen hören konnte? Und dann dieses schmerzerfüllte Keuchen?"
Severus legte den Kopf schief und schien kurz nachzudenken, ehe er langsam nickte.
"Ja, ich erinner mich, aber worauf willst du hinaus? Was hat das hiermit zu tun?"
Draco grinste und trat fast schon hibbelig von einem Bein auf das Andere. Als aber sein Vater ihn streng anblickte, ließ er es schnell bleiben.
"Na, kann es denn nicht so gewesen sein, dass Tigris da Flügel gewachsen sind? Ich weiß, dass hört sich komisch an, aber denkt doch mal nach! Es wäre eine Erklärung dafür, wieso wir ihn für einen Vogel gehalten haben! Weil er Flügel besitzt! Und die müssen ja wohl irgendwo herkommen."
Nun schien auch den Erwachsenen ein Licht aufzugehen und sie nickten zustimmend, nur Tom zweifelte noch.
"Meine Frau... war auch ein Tonitrus-Dämon. Aber ihr sind keine Flügel gewachsen, dass hätte ich bemerkt. Also, warum sollte Tigris welche haben? Das versteh ich nicht so ganz."
Still sahen sich die Anwesenden an, ehe der Tränkemeister leise seufzend sagte:
"Ich denke, da sollten wir lieber Tigris Großvater zu befragen, wenn er hier ist. Er weiß darüber sicherlich mehr als wir und nun darüber zu spekulieren bringt uns auch nicht weiter."
Die Anderen nickten nur, wobei die Blondschöpfe gerne mehr über diesen Großvater und dessen Besuch erfahren würden. Aber sie schwiegen, schließlich ging es sie ja eigentlich nichts an.
Ein lautes und heftiges Donnern ließ sie alle zusammenzucken und aus dem Fenster starren, wo gerade die schönsten Blitze zu sehen waren. Als sie Sekunden später einen leisen Freudenschrei hörten, mussten sie allerdings schmunzeln und konnten sich denken, dass dort jemand wohl ziemlich viel Spaß hatte.
Immer noch lächelnd, wandte Lucius sich nun zu seinem Meister und sagte:
"Ich denke, wir beanspruchen deine Gastfreundschaft nun nicht länger, sondern machen uns jetzt auf den Weg nach Hause. Ich habe nämlich noch so einiges für Fudge zu erledigen."
Bei der Erwähnung des Ministers rollten sie alle einstimmig mit den Augen und dachten sich, dass dies der unfähigste Minister war, den sie sich vorstellen konnten. Aber daran konnten sie momentan nichts ändern, schließlich hatten sie besseres zu tun, als sich mit ihm zu beschäftigen.
"Gut, tut das. Ich werde dir dann morgen Bescheid geben, ob bei der Anmeldung alles geklappt hat oder ob du vielleicht Fudge etwas beeinflussen musst, damit der etwas Druck auf den Alten ausübt.", sagte Tom.
Lucius nickte und sie verabschiedeten sich voneinander, wobei die Malfoys sich still vornahmen, herauszufinden was ein Tonitrus-Dämon war. Wie schon erwähnt, war diese Familie seeeehr neugierig.
Während die Malfoys nun von der Eingangshalle aus disapparierten, standen Severus und der Dunkle Lord immer noch am Fenster und sahen schweigend hinaus.
Ihnen beiden wurde leichter ums Herz, als sie ihren Kleinen so unbeschwert durch die Luft und das Gewitter fliegen sahen und leise hörten, wie er dabei lachte.
Es schien allerdings so, als würde das Gewitter so schnell nicht enden.
---------
Weit nach Mitternacht tapsten leichte Schritte leise durch das rießige Anwesen.
Tigris war in diesem Moment wirklich mehr als nur froh, sich hier auszukennen, denn sonst hätte er sich wohl völlig verlaufen.
Das Gewitter hatte bis gerade eben angedauert und er fühlte noch den Nachklang in sich. Es war einfach ein unglaubliches Gefühl gewesen, so durch das Gewitter zu tollen und einfach nur glücklich sein zu können.
Lange hatte er keinen solchen Spaß mehr gehabt. Wenn überhaupt...!
Der erste Schock und der Schmerz, als aus seinem Rücken plötzlich diese Flügel geschossen waren, war relativ schnell vergangen. Und es war es alle Mal wert!
Der Schwarzhaarige gluckste leise, als er sich an die erstaunten Gesichter von Tom, Severus und die der Malfoys erinnerte, als er einfach so aufgesprungen war. Er hatte ihnen bestimmt einen Mordsschrecken eingejagt.
Hoffentlich war ihm niemand böse. Er hatte einfach nicht mehr dort sitzen können, musste hinaus und das Gewitter in vollen Zügen genießen. Er hatte einfach gehandelt, ohne nachzudenken.
Tigris wischte diese Bedenken zur Seite, als er vor Severus Zimmertür ankam.
Leise drückte er die Klinke hinunter und steckte seinen Kopf durch den Türspalt.
In dem Zimmer war alles dunkel und ruhig, aber er konnte problemlos sehen. Ob das nun mit dem Dämon oder dem Vampir in ihm zusammenhing, war ihm recht egal. Er würde sich nicht beschweren.
Als er Severus friedlich im Bett schlafend erkannte, öffnete er die Tür nun ganz, trat ein und schloss sie hinter sich wieder leise. Auf Zehenspitzen schlich er sich zum Bett und kam daneben zum Stehen. Lächelnd betrachtete er das friedliche Gesicht seines Lieblings und seufzte dann beinahe schon sehnsüchtig auf.
So gern würde er ihre Beziehung noch vertiefen, wollte mehr als nur ein paar Küsse und Streicheleinheiten mit ihm austauschen, doch...
Er traute sich nicht. Er hatte einfach viel zu große Angst, dass man ihn wieder nur verletzen würde. Zudem hatte er auch Angst, dass es wehtun würde.
Er wusste, Severus würde ihm keine Schmerzen zufügen wollen, aber dennoch...
Die Angst war da und ließ sich nicht so einfach abschütteln.
Bei Salazar, wie sehr er diesen verdammten Vernon Dursley doch hasste!
Ein leises "Tigris?", riss ihn aus seinen Gedanken.
Verwirrt sah er wieder in Severus' Gesicht und bemerkte, dass dieser wohl aufgewacht war.
"Hey.", sagte er leise und zärtlich.
Der Tränkemeister robbte auf seinem großen Bett etwas weiter in die Mitte, hob dann die Bettdecke einladend hoch und klopfte auf den Platz neben sich.
"Na, komm schon her, Kleiner."
Tigris lächelte glücklich und tat wie befohlen. Er liebte es einfach, mit seinem Liebsten in einem Bett zu schlafen. Da konnte man so schön kuscheln.
Kaum lag er, zog ihn der Ältere auch schon an sich, bettete seinen Kopf auf seiner Schulter und Tigris seufzte glücklich.
"Du bist ja eiskalt. Warst du etwa bis gerade eben draußen?", fragte Severus flüsternd und zog die Decke über seinen Schatz.
Dieser nickte nur leicht und hob den Kopf, sah wie hypnotisiert in die schwarzen Obsidiane vor sich. Langsam senkte er den Kopf, kam den Lippen des anderen immer näher. Als sie sich schließlich berührten, schlossen beide genießerisch die Augen und gaben sich ganz den Gefühlen hin, die nun auf sie einströmten.
Fast schon schüchtern öffnete der Kleinere seinen Mund und schob seine Zunge hinaus, ließ sie leicht über die noch geschlossenen Lippen von Severus gleiten und bat so um Einlass, der ihm auch gewährt wurde. Zaghaft erkundete er die Mundhöhle des Anderen und stupste schließlich dessen Bewohner an, forderte sie zu einem Kampf heraus.
Minutenlang küssten sie sich, während der Kuss immer leidenschaftlicher wurde und Tigris leise stöhnte. Keuchend lösten sie sich schließlich und sahen sich verliebt in die Augen.
"Ich liebe dich, Tigris.", wisperte Severus.
Der Jüngere hauchte ein "Liebe dich auch, Sev.", ehe er seinen Kopf wieder an dessen Schulter schmiegte und selig seufzend die Augen schloss.
Der Tränkemeister zog ihn näher an sich und streichelte ihm sanft über den Rücken und den Kopf, was diesen zum schnurren brachte. Er lachte leise und drückte seinem Liebling einen liebevollen Kuss auf die Stirn.
"Schlaf jetzt. Wir haben morgen einen harten Tag vor uns.", flüsterte er.
"Mhmh...", bekam er nur als Antwort und spürte, wie sich eine Hand in sein Pyjama-Oberteil krallte, direkt über seinem Herzen.
Ganz so, als wolle Tigris ihn nie mehr loslassen...
Liebevoll legte er seine Hand direkt über die seines Lieblings und schlief Sekunden später ebenfalls ein.
--------
Der nächste Tag begann nach Tigris Meinung viel zu früh, war er doch erst um kurz vor drei ins Bett gekommen.
Aber Tom zeigte kein Erbarmen, jagte das verliebte Paar um 8 Uhr aus dem Bett und erklärte ihnen grinsend, dass er in einer Stunde los wollte.
Murrend machten sich die Beiden fertig und hatten dann auch noch Zeit für ein kurzes Frühstück, da sie vorher noch getrennt duschen gewesen waren. Pünktlich um 9 Uhr fanden sie sich dann in der Eingangshalle des Manors wieder und apparierten nach Hogsmeade.
Was Tigris und Severus allerdings nicht verstanden war, warum Tom sie begleitete.
Auf eine entsprechende Frage hin, lächelte dieser aber nur geheimnisvoll.
So gingen sie schweigend den Weg zum Schloss hoch und jeder hing seinen jeweiligen Gedanken nach. Als sie dann die Eingangshalle durchquerten, musste der Jüngste von ihnen unwillkürlich lächeln.
Dieses Schloss war die letzten Jahre sein Zuhause gewesen und auch, wenn er nun ein richtiges hatte, liebte er dieses Schloss nicht weniger als vorher. Hier hatte er zum ersten Mal Freunde gehabt, auch wenn sich nun herausgestellt hatte, dass einige von ihnen es nicht ganz so ernst mit ihm meinten und nur hinter seinem Ruhm her waren.
Immer noch schweigend liefen sie weiter, bis sie vor dem Wasserspeier standen und Severus nun erwartungsvoll ansahen. Dieser trat vor und sagte zu dem Wasserspeier:
"Erdbeermarmeladen-Frühstücksaufstrich."
Doch nichts passierte.
Genervt rollte der Tränkeprofessor mit den Augen und grummelte:
"Hat der Alte also wieder das Passwort geändert. Und jetzt?"
Leicht ratlos sah er die andern Beiden an, doch die zuckten nur mit den Schultern.
"Raten?", schlug Tigris scherzhaft vor.
Doch bevor sie sich wirklich dazu erniedrigen mussten, das zu tun, hörten sie Schritte, die sich ihnen näherten. War es ein Lehrer, der das Passwort kannte, oder war es nur ein Schüler!
Sie hatten Glück.
Es war McGonagall, die ziemlich im Stress wirkte und an ihnen vorbei gehastet wäre, hätte Severus sie nicht aufgehalten.
"Oh, Severus! Du hast doch Urlaub, was tust du hier!", fragte sie überrascht.
"Ich muss mit Albus reden, aber er hat schon wieder das Passwort geändert. Könntest du es mir bitte verraten, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.", schnarrte dieser.
Die alte Hexe ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, sondern erwiderte einfach:
"Das Passwort lautet: Schoko-Eidechse. Aber Albus hat momentan sehr schlechte Laune, wegen... wegen Harry's Tod..."
Zum Ende hin wurde sie immer leiser und sie sah wirklich so aus, als hätte sie Potters 'Tod' hart getroffen. Tigris wurde warm ums Herz. Sie hatte ihn also wirklich gemocht.
Minerva lächelte tapfer und ging dann weiter, rief ihrem Kollegen über die Schulter nur noch ein "Wir sehen uns dann nach den Ferien, Severus!" zu und schon war sie um die nächste Ecke verschwunden. Tom und Tigris hatte sie dabei gar nicht bemerkt.
Schulterzuckend wandte der Tränkemeister sich wieder zu dem Wasserspeier und sagte:
"Schoko-Eidechse."
Der Durchgang öffnete sich und zwei Minuten später standen sie schon in dem Büro des Direktors, welcher ebenfalls ziemlich gestresst wirkte. Und der Grund waren wohl die vielen Briefe, die auf seinem Schreibtisch lagen und darauf warteten, gelesen zu werden. Zudem hockten ziemlich viele Eulen in dem Raum.
Eben diese sah Dumbledore wütend an, ehe er in Severus' Richtung zischte:
"Alle wollen sie von mir wissen, ob Potter wirklich gestorben ist. Dabei stand es doch groß und breit im Tagespropheten! Bei Merlin, als würde es diese verdammten Leute wirklich interessieren. Haben doch nur Angst, weil Voldemorts Bezwinger nicht mehr da ist! Pahh! Als ob dieser Junge jemals etwas anständiges zustande gebrächt hätte!"
In Tigris stieg unglaublicher Hass auf, unterdrückte diesen aber. Er wusste es würde nichts bringen und den Alten zudem misstrauisch machen, würde er nun ausrasten. Aber Severus schien es dennoch zu spüren, denn er legte ihm nun beruhigend eine Hand auf die Schulter, ehe er sich zu dem Alten umwandte.
"Ich weiß, Albus. Wahrscheinlich sogar besser, als jeder Andere. Aber könnten wir bitte über etwas wichtigeres als über Potter reden?", schnarrte er kalt.
Innerlich jedoch bat er seinen Liebling um Verzeihung für diese Worte. Dieser aber wusste, dass es nicht ernst gemeint war und war ihm deshalb auch nicht böse.
"Nun gut, Severus, mein Junge. Warum bist du hier und wer sind diese beiden da?", verlangte Dumbledore zu wissen und deutete mit seinem Kinn auf Tom und Tigris.
"Der Junge ist mein Sohn, Tigris Snape.", ließ der Lehrer die Bombe platzen.
Der Direktor sah ihn an, als würde er gerade ernsthaft darüber nachdenken, ihn ins St. Mungo einliefern zu lassen.
"Was redest du da? Du hast keinen Sohn!"
"Nur weil ich nie über ihn geredet habe, heißt das noch lange nicht, dass ich keinen Sohn habe.", erwiderte er scharf.
Etwas geplättet ließ sich der Alte wieder in seinen Stuhl zurückfallen. Das die drei Besucher noch immer standen, war ihm so ziemlich egal.
"Aber... wie...?", stotterte er.
Und so erzählte Severus ihm die Geschichte, die Tom sich hatte einfallen lassen. Und Oh Wunder! Dumbledore glaubte ihm. Jedoch nicht, ohne sich vorher die Papiere des Ministeriums zeigen zu lassen, die die Geschichte bestätigten.
"Also gut. Du hast einen Sohn. Das erklärt aber immer noch nicht, was du hier willst.", seufzte der Alte schließlich.
"Ich will ihn hier anmelden, damit er hier zur Schule geht und ich ein Auge auf ihn werfen kann."
Dumbledore nickte nur und besprach dann mit Severus die Details. Zwanzig Minuten später war dann alles geklärt und Tigris würde am ersten Schultag nach den Ferien in eines der Häuser eingeteilt werden.
Nun erinnerte der Schulleiter sich auch wieder an den anderen Mann, von dem er immer noch nicht wusste, wer er war und was er wollte. Fragend sah er ihn an.
"Und Sie sind...?"
"Ich bin Julien McGee. Ich hatte mich um die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste beworben."
Während Tigris und Severus ihn nun verblüfft ansahen, hellte sich Dumbledores Gesicht auf.
"Ahh, ich hab sie schon erwartet. Sie wurden mir ja schon von mehreren wichtigen Leuten des Ministeriums empfohlen. Sie sind Auror, nicht wahr?"
Tom nickte nur.
"Gut, gut. Ich denke mal, es wäre gut, wenn ich Sie einstellen würde. Dieser Idiot, dem ich die Stelle im Sommer gegeben hatte, ist ja unter dem ganzen Druck zusammengebrochen. War ein völliges Weichei! Die Schüler brauchen eine feste Hand, schließlich sollen sie lernen gegen Voldemort und dessen Todesser anzukommen."
"Das werden sie, keine Sorge. Also habe ich den Job?", erwiderte der Dunkle Lord kalt.
Der Direktor musterte ihn noch einmal eingehend, bis der Schwarzhaarige schließlich einfach seine beiden nackten Unterarme zeigte. Daraufhin nickte Dumbledore zufrieden.
"Ja, sie haben den Job. Ich werde ihnen dann per Eule alle weiteren Informationen zukommen lassen. Und nun entschuldigt mich bitte, ich habe zu tun."
Und damit warf er sie mehr oder minder freundlich hinaus.
Als sie dann schließlich wieder auf dem Gang waren und durch das Schloss Richtung Eingangsportal gingen, sahen Severus und Tigris Tom immer wieder neugierig von der Seite an, hielten sich mit ihren Fragen aber noch zurück. Sie wussten schließlich, dass sie hier nicht offen miteinander reden durften, denn die Wände hatten Ohren. Oder eher gesagt: Die Portraits hatten Ohren, welche immer länger und größer werden würden.
So, das wars dann auch schon wieder...
Was haltet ihr von Toms Überrschung? grins
freu mich über Kommis...
bye, wölfin
