Disclaimer: Die Charaktere aus Gilmore Girls sind der Besitz von Amy Sherman Palladino und The WB. Ich leihe sie mir nur aus, um damit rumzuspinnen. Einzig und allein Mia gehört mir.
A/N: So, auch wenn ich momentan nur eine Leserin habe, hier ein neuer Teil. Vielleicht kommen ja ein paar mehr dazu ?!?!? Also viel Spaß beim lesen xxSomeoneElsex ;)
„Morgen Paris!" Rory setzte sich auf den leeren Platz neben Paris. Wie schon in den Jahren zuvor hatten sie größtenteils die gleichen Kurse belegt.
„Rory, hallo. Gut, dass wir uns jetzt schon sehen. Die Schülervertretung trifft sich heute kurz in der Mittagspause. Wir müssen absprechen, wann wir uns treffen."
Rory verkniff sich ein Stöhnen und fragte stattdessen nur: „Was? Wieso? Heute ist der erste Schultag. Können wir unser erstes Treffen nicht nach dem Unterricht machen?"
„Nein. Da habe ich eine Redaktionssitzung für den Franklin angelegt." Paris wandte sich wieder ihren Notizen vor sich zu, um so jede weitere Diskussion auszuschließen.
Rory wollte trotzdem noch etwas erwidern, wurde jedoch durch das Auftauchen von Louise und Madeline unterbrochen. Die beiden Mädchen setzten sich direkt hinter sie. Ein Blick in ihre Gesichter reichte Rory schon aus, um zu wissen, dass sie bereits den ersten Klatsch erfahren hatten und ihn unbedingt los werden wollten.
Louise beugte sich auch sofort nach vorne und fragte: „Wisst ihr, wen wir gerade gesehen haben?"
„Den Weihnachtsmann?" Paris schaue nicht von ihren Notizen auf. Man merkte ihr an, dass sie bereits genervt war.
„Nein, viel besser! Rate du Rory!"
„Tristin." Wie auch Paris, schaute Rory nicht ein Mal von ihrem Buch auf.
Louise und Madeline schauten sie überrascht an und fragten gleichzeitig: „Woher weißt du das?" Paris fragte im gleichen Moment: „Wie kommst du denn darauf?"
Rory bereute bereits etwas gesagt zu haben. „Er war gestern in Stars Hollow."
„Weißt du auch, wer die Blondine ist, die bei ihm war?" Louise schaute sie fragend an.
„Keine Ahnung." Rory konnte sich zwar denken, wer es war, wollte aber nichts von Amilia erzählen, bevor sie sich nicht völlig sicher war. Sie wandte sich wieder ihrem Buch zu, wurde jedoch kurz darauf erneut unterbrochen.
„Morgen Maria!" Tristin war hinter Rory aufgetaucht und setzte sich nun neben sie.
„Maria?"
Rory schaute überrascht zu Amilia. Also war ihre Vermutung über die Blondine richtig gewesen. „Am besten du ignorierst Tristin einfach."
„Werde ich mir merken!" Amilia nahm auf dem letzten freien Platz im Raum, direkt vor Rory platz. Sie kramte einen Moment in ihrer Umhängetasche und zog dann ein ziemlich dickes Buch hervor und begann zu lesen.
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„Guten Morgen!" Max Medina betrat den Raum und freute sich über die überraschten Gesichter der Schüler.
„Mr. Medina? Aber sollte Mrs. Smith nicht diesen Kurs geben?" Paris war sichtlich verwirrt.
„Ja Ms. Geller, aber Mrs. Smith ist krank geworden und man hat mich gebeten diesen Kurs zu übernehmen. Zunächst ein Mal möchte ich ihnen allen, Ms. Amilia Johnson vorstellen. Sie ist vor kurzem aus New York City hierher gezogen."
„New York? Wie cool!" Mehrere Schüler schauten interessiert zu der Neuen. „Wo hast du dort gelebt?" „Auf was für eine Schule bist du gegangen?" Diese und andere Fragen erfüllten den Raum, bis Mr. Medina darum bat, wieder Ruhe herzustellen. „Vertagt eure Fragen bitte auf die Pause. Wir sind schließlich hier damit ihr etwas lernt." Er begann mit dem Unterricht und trotz der Neugier, die mehrere Schüler verspürten, herrschte Ruhe bis ein Klingeln das Stundenende verkündete.
Amilia hatte noch nicht ein Mal zusammen gepackt, da ringten sich schon mehrere Schüler um sie und bestürmten sie mit Fragen.
Max Medina musste schmunzeln, wie sie die Schüler verhielten, nur weil Amilia aus New York kam. Nur Rory schien sich überhaupt nicht für die Neue zu interessieren. Sie packte in aller Ruhe ihre Sachen zusammen, während die Traube um Amilia immer größer wurde. „Rory? Könntest du noch kurz hier bleiben?"
Rory schaute überrascht zu ihrem Lehrer, nickte dann jedoch. Sie war etwas verwirrt, denn sie hatte schon eine ganze Weile nicht mehr mit ihm geredet.
Langsam leerte sich der Raum, bis zuletzt nur noch Max und Rory da waren.
Rory stand vor dem Lehrertisch, an dem Max saß und schaute unruhig durch die Gegend.
Max bemerkte ihre Unruhe. „Wie geht es dir, Rory?"
„Ähm gut... und... ähm... wie geht es ihnen?"
„Auch gut." Max konnte nicht verhindern kurz zu lachen. „Könntest du mir einen Gefallen tun? Könntest du dich bitte ein bisschen um Amilia kümmern? Sie ist bisher auf einer öffentlichen High School gewesen. Außer dir weiß niemand hier, was das für eine Umstellung sein kann. Außerdem bist du die vorbildlichste Schülerin, die ich kenne."
Rory lachte verlegen auf. „Dankeschön Ma... ich meine Mr. Medina."
„Ist schon okay Rory. Wenn wir unter uns sind, kannst du mich auch weiterhin Max nennen, schließlich wäre ich beinahe dein Stiefvater geworden. Hilfst du Amilia nun?"
„Wenn Mia Hilfe benötigt, dann wird sie welche von mir bekommen. Aber ich glaube, sie braucht nicht ein Mal unbedingt Hilfe."
„Mia?"
„Ja, ich habe sie schon gestern kennen gelernt. Ein Freund von mir kennt sie noch aus New York."
Max nickte verstehend. „Du solltest jetzt gehen. Du verspätetest dich sonst noch."
Rory nickte und verließ den Raum ohne ein weiteres Wort zu sagen.
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Luke stand in seinem Diner und beobachtete die Leute, die vorbei gingen, ohne auch nur auf das Diner zu achten. Die meisten kannte Luke, weil sie mehr oder weniger regelmäßigen bei ihm aßen, aber es gab auch ein paar wenige Gesichter, die er nicht zuordnen konnte. Wahrscheinlich Touristen, die auf ihrer Reise durch die USA in Stars Hollow halt gemacht hatten. Touristen, die aller Wahrscheinlichkeit nach, bei Lorelai im Hotel wohnten. Luke konnte nicht verhindern, dass sein Mund sich zu einem Lächeln formte, als er an Lorelai dachte. Was sie wohl gerade tat? Wahrscheinlich war sie dabei neue Gäste zu empfangen oder Michel zur Weißglut zu treiben.
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„Entschuldigen sie Miss?" Eine ältere Dame trat an die Rezeption und schaute lächelnd zu Lorelai. „Könnten sie uns sagen, wo man außerhalb des Hotels gut essen kann?"
Lorelai schreckte aus ihren Gedanken hoch. Sie hatte die Frau überhaupt nicht bemerkt. „Was? ... Ähm, was bevorzugen sie denn?"
„Nun ja, mein Mann und ich würden gerne einen Burger oder etwas in der Art essen."
„Dann empfehle ich ihnen Luke's Diner. Dort bekommen sie alles, was es an ungesunder Nahrung gibt." Lorelai überlegte kurz und fuhr dann fort: „Wenn sie möchten, zeige ich ihnen, wo das Diner ist. Ich muss sowieso kurz dorthin."
Die Frau lächelte erneut. „Das wäre sehr nett von ihnen. Dankeschön!"
Lorelai griff nach ihrer Handtasche und während sie hinter der Rezeption hervor kam, rief sie Michel zu, er solle sich um alles kümmern. Als Antwort darauf erhielt sie ein unverständliches Gemurmel, was sie nicht weiter kümmerte. Sie war auf dem Weg zu Luke.
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„Paris! Dürfen wir jetzt endlich etwas essen gehen?" Louise sah bittend zu der Angesprochenen. Seit nun mehr 15 Minuten redete Paris ohne eine Pause einzulegen, während alle anderen Mitglieder der Schülervertretung nur ihr Mittagessen im Kopf hatten.
„Was? Wieso? Willst du etwa sagen, dass es dir wichtiger ist ungesunde Sachen in dich rein zu schieben, als die Zukunft unserer Schule?" Paris schaute sie fordernd an.
Als Louise nicht antwortete, meinte Rory: „Paris, Louise hat recht. Erstens sollte es in diesem Treffen nur darum gehen, wann wir uns das erste Mal richtig treffen, zweitens haben die Meisten hier ziemlich großen Hunger und drittens stehen uns unsere Pausen zu. Nicht ein Mal du kannst uns dieses Recht nehmen."
„Okay, dann treffen wir uns morgen Nachmittag nach Unterrichtsschluss wieder hier."
Erleichtert erhoben sich die Mitglieder des Schülerrates und stürmten aus dem Raum, bevor Paris es sich noch einmal anders überlegen würde. Zuletzt blieben Paris und Rory zurück und räumten die Blöcke zusammen.
„Willst du nichts essen?"
„Ich helf dir noch rasch. Dann kommst du auch schneller zum Essen Paris."
„Danke." Paris lächelte Rory dankbar entgegen. „Was wollte Mr. Medina eigentlich von dir?"
„Ich soll der Neuen, Mia, helfen. Er meinte, ich wüsste als einzige hier, wie es ist von einer öffentlichen Schule auf die Chilton zu wechseln."
„Damit hat er ja auch recht. Weißt du, dass ich froh bin, dass Mrs. Smith krank geworden ist? Mr. Medina ist einfach kompetenter."
Rory war überrascht, wie Paris regelrecht daher plapperte. Die Zeit in Washington hatte sie irgendwie verändert.
Die beiden Mädchen waren mit dem aufräumen fertig und machten sich gemeinsam auf den Weg zur Caféteria. Sie hatte diese gerade erst betreten, als Amilia schon neben ihnen stand. „Hey Rory. Ich hab schon auf dich gewartet. Könnten wir kurz unter vier Augen mit einander reden?"
Rory war etwas verwirrt, stimmte jedoch zu. „Paris, ich komm gleich nach, okay?"
„Okay." Paris machte sich auf den Weg zu Madeline und Louise.
„Worum geht's denn? Bist du nicht mitgekommen und brauchst Notizen von mir?"
„Nein, es geht nicht um die Schule. Es geht um Tristin. Er sieht ja schon ziemlich gut aus."
„Kann sein..." Rory wusste nicht, warum Amilia ausgerechnet mit ihr darüber reden musste. Dafür gab es doch Mädchen auf der Chilton, die total vernarrt in Tristin waren.
Als ob Tristin mitbekommen hatte, dass über ihn geredet wurde, tauchte er hinter Rory auf. „Hallo Maria! Wie geht's denn so?"
„Gut. Zumindest bist du aufgetaucht bist. Was willst du Tristin?"
„Dich zu meiner Party einladen."
„Was für eine Party?"
„Ich feiere, dass ich zurück von der Militärschule bin. Meine Eltern sind nicht zu Hause."
„Was für ein Wunder. Warum sollte ausgerechnet ich zu deiner Party kommen?"
„Rory, komm schon." Tristin schaute sie bittend an. „Sogar Paris hat schon zugesagt! Was wäre so schlimm daran, wenn du dich auch in deiner Freizeit mit uns triffst?"
Rory wusste, dass Tristin nicht nachgeben würde, bis sie zugesagt hatte. „Okay, wann ist die Party?"
„Freitag Abend um sieben geht es los."
„Tut mir leid Tristin, aber du weißt doch, am Freitag muss ich zu meiner Großmutter zum Essen." Rory war völlig verblüfft, als Tristin wirklich enttäuscht schaute.
„Kannst du nicht mit deiner Grandma reden Rory?"
Rory atmete tief durch. „Na gut, ich werde mit ihr reden. Aber versprechen tu ich nichts!"
„Okay, also bis dann!" Tristin verschwand genauso schnell, wie er aufgetaucht war.
„Er steht af dich."
„WAS?" Rory schaute geschockt zu Amilia, die grinsend neben ihr stand.
„Er steht auf dich. Das sieht ein Blinder mit dem Krückstock. Bei mir hat er nicht so gebettelt, als ich meinte, ich wüsste noch nicht, ob ich kann. Leider." Amilia schaute nun traurig auf den Boden.
„Von mir aus kannst du ihn haben. Wie du weißt, habe ich einen Freund."
„Würdest du mir helfen?"
„Ist das jetzt dein ernst? Ich soll dir helfen, an Tristin ran zu kommen?" Rory verstand die Welt nicht mehr. Würde sie denn nie Ruhe haben?
„Ja, er respektiert deine Meinung. Er respektiert dich!"
„Hör zu Mia, wenn es um die Schule geht, helfe ich dir gerne. Wirklich! Aber wenn es um Tristin geht, dann lass mich bitte aus dem Spiel. Und jetzt entschuldige mich bitte. Ich möchte noch etwas essen, bevor die Pause vorbei ist." Rory wartete nicht ab, ob Amilia noch etwas zu sagen hatte, sondern gesellte sich einfach zu Paris und den Anderen.
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Lorelai betrat das Diner, nachdem sie das ältere Ehepaar vorgelassen hat. Luke war aber nirgends zu sehen. „Luke! Hier möchte jemand etwas essen!"
Luke erkannte Lorelais Stimme sofort. „Komm in die Küche, dann bekommst du etwas!"
„Okay!" Lorelai wandte sich an das Ehepaar: „Setzen sie sich. Luke wird sie sofort bedienen." Sie lächelte dem Ehepaar entgegen und ging dann auf schnellstem Wege zu Luke in die Küche. „Hey!"
„Hallo. Wo wart ihr heute Morgen?"
„Wir hatten verschlafen und keine Zeit mehr zum frühstücken. Draußen sitzen übrigens Gäste." Lorelai schaute Luke hinter her. Sie konnte sich nicht erinnern, jemals so glücklich gewesen zu sein. Von Rorys Geburt einmal abgesehen. Lorelai ging zur Tür und beobachtete Luke, wie er das Ehepaar bediente, als Kirk das Diner betrat.
Er schaute verwirrt von Lorelai zu Luke und zurück zu Lorelai. „Was machst du hinter der Theke?"
Lorelai schaute ihn überrascht an. „Ähm... ich hol mir nen Kaffee." Sie griff nach einer Tasse und der Kaffeekanne und schenkte sich Kaffee ein. „Willst du auch welchen Kirk?"
„Ich hätte lieber Kräutertee. Kannst du mir welchen machen?"
„Für so was ist Luke der Experte. Ich bin nur für Kaffee eine Expertin." Lorelai ging um die Theke herum und setzte sich auf einen der Hocker.
Luke trat hinter die Theke. Er hatte mitbekommen, was Kirk wollte und Kirk erhielt keine drei Minuten später seinen gewünschten Tee. Während Luke ihn hinstellte, schaute er zu Lorelai und meinte: „Du solltest dir ein Beispiel an Kirk nehmen! Tee wäre viel gesünder für dich!"
„Luke, willst du jetzt wirklich diese Diskussion führen?"
„Ich finde Luke hat recht!"
„Halt die Klappe Kirk!" Wenn ihre Meinungen auch weit aus einander lagen, wenn es um ihre Ess- und Trinkgewohnheiten ging, waren sie sich jedoch einig. wenn es darum ging Kirk loszuwerden.
Kirk schnappte sich beleidigt seine Tasse und setzte sich an einen der leeren Tische, der weiter entfernt von der Theke standen.
„Warum bist du eigentlich hier? Müsstest du nicht im Hotel arbeiten?" Luke stütze sich auf und schaute Lorelai direkt an.
„Würdest du mir abkaufen, dass wir keinen Kaffee mehr hatten?"
Luke schüttelte, ohne etwas zu sagen, den Kopf.
„Okay, also erstens wollte ich diesem netten Ehepaar den Weg zeigen, zweitens ist im Hotel nichts los und ich dachte mir, ich geh dir ein bisschen auf die Nerven und drittens..." Lorelai senkte ihre Stimme, so dass nur Luke sie verstehen konnte: „... hab ich dich vermisst."
Luke lächelte ihr erfreut entgegen. „Würdest du mal kurz mit in die Küche kommen? Ich muss dir etwas zeigen."
Lorelai ließ sich nicht zwei Mal bitten und folgte Luke sofort in die Küche.
Kirk saß derweil an seinem Tisch und beobachtete das Ganze. Seit wann benahmen die Zwei sich so komisch? Und seit wann ließ Luke jemanden hinter seine Theke und sogar in die Küche? Kirk spürte, dass da etwas im Gange war, wovon niemand wusste und er entschloss herauszufinden, was das war.
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„Hey!"
„Hey!" Lorelai lehnte sich gegen die Arbeitsplatte. Sie spürte wieder, wie die Schmetterlinge in ihrem Bauch munter wurden. Luke brauchte sie nur zwei Sekunden lang mit seinen blauen Augen anschauen und schon bekam sie dieses unglaubliche Gefühl. Sie bemerkte, erst, dass sie lächelte, als sie Lukes fragenden Blick sah.
„Was ist? Warum lächelst du so?"
„Ich musste gerade denken, wie viel Glück ich in meinem Leben habe. Ich habe die wunderbarste Tochter auf der Welt und als ob das nicht genug wäre, werde ich auch noch von dem wunderbarsten Mann dieser Welt geliebt." Lorelai wartete nicht ab, ob Luke etwas dazu sagen wollte, sondern schlang stattdessen ihre Arme um seinen Nacken und küsste ihn. Als Luke sie fest in seine Arme schloss, befürchtete Lorelai, ihr Herze würde jeden Augenblick vor soviel Glück zerspringen
