Es tut mir leid, dass es erst jetzt weitergeht, aber ich hatte eine Schreibblockade und musste lernen etc )
ich hoffe ihr seit noch interessiert
Die halbe Nacht war Ginny wach gelegen.
Sie konnte einfach nicht schlafen. Immer wieder drifteten ihre
Gedanken zu ihren Eltern und ihren Freunden. Sie vermisste sie und
konnte es kaum erwarten sie wiederzusehen. Ihr Herz klopfte wie wild
und sie rollte sich von der einen auf die andere Seite. Harry der
neben ihr lag bekam davon gar nichts mit. Tief und fest schlief er
und nichts konnte ihn aus seinem Träumen reißen. Das
schwache Mondlicht beleuchtete seinen Kopf einwenig. Er schlief fest
wie ein Baby. Auf Ginnys Lippen bildete sich ein Lächeln und sie
fuhr leicht die Konturen seines Gesichtes nach. Bei ihrer Berührung
zuckte Harry kurz zusammen, aber auch dies konnte ihn nicht aus dem
Schlaf reißen.
Ginny seufzte leise auf. Sie beneidete Harry
um diesen tiefen Schlaf. Eng schmiegte sie sich an ihn und legte eine
ihrer Hände auf ihren Bauch. Selbst das Kind in ihrem Innern
schlief. Nur die Frage war wie lang? Häufig genug wurde sie
durch Tritte gegen Organe geweckt und sie freute sich darauf, wenn
das Kind erst einmal auf der Welt war. Die schlaflosen Nächte
waren nicht ihr Problem, sondern eher die Geburt. Sie hatte Angst
davor sie nicht zu überstehen. Bei diesem Gedanken saß ein
Klos in ihrem Hals und sie hoffte, dass alles gut gehen würde.
Langsam fielen ihr die Augen zu und sie schlummerte an Harrys Seite
an. Dieser legte noch im Schlaf einen Arm auf ihren Bauch.
Der
kommende Tag brach für alle früh an. Um sieben Uhr am
Morgen wachte Ginny auf. Unter ihren Augen hatten sich leichte
Augenringe gebildet was aber kein Wunder war. Schließlich war
sie die halbe Nacht wach herumgelegen. „Morgen Schatz!",
nuschelte der schwarzhaarige Mann an ihrer Seite in ihr Ohr. Sofort
stellten sich sämtliche Nackenhaare bei ihr auf. Harry drehte
mit einer Hand ihren Kopf in seine Richtung. Langsam kamen sich ihre
Lippen näher und es vergingen Sekunden bis sie sich trafen.
Ginnys Lippen schmeckten wie immer nach Erdbeeren. Er legte seine
eine Hand auf ihren Bauch und mit der anderen zog er sie etwas mehr
an sich. „Heute ist dein Tag!", hauchte Harry zwischen dem Kuss
hervor. Langsam ließ er von ihr ab. Er zog das Shirt etwas nach
oben und liebkoste ihren Bauch. „Guten Morgen Kleines. Heute
besuchen wir deine Oma und deinen Opa und deine Onkels."
Ginny
fing an zu Lächeln, richtete sich auf und schlang ihren Arm um
seinen Nacken. „Harry, ich habe Angst."
„Wovor?"
„Vor
der Geburt. Harry..." Ginnys Augen hatten sich vor Angst leicht
geweitet und sie schmiegte sich enger an Harry.
„Du schaffst
das. Aber wir haben noch etwas Zeit. Du musst dich an die Übungen
die du fleißig geübt hast, erinnern und es werden dich
eine Menge Leute unterstützen. Übrigens weiche ich nicht
von seiner Seite." Harrys Stimme klang zuversichtlich, aber er
selbst hatte Angst vor dem Tag. Was wäre, wenn sie es nicht
schaffen würde und beide sterben würden? Daran wollte er
gar nicht denken. Es würde nicht passieren. Sie würden es
beide schaffen und dann würden sie eine glückliche Familie
sein. „Aber heute besuchen wir erst einmal deine Eltern. Ich kann
kaum deren Reaktion erwarten und ich kann es kaum erwarten dich als
Baby zu sehen."
„Wenn du unbedingt meinst. Aber jetzt sollten
wir aufstehen. Ansonsten sind wir nicht rechtzeitig fertig." Ginny
schwang ihre Beine übers Bett auf den Boden und sie vernahmen
ein leises Klopfen an der Türe.
„Ich bin es, Lily, kann
ich hereinkommen?"
Harry und Ginny sahen sich an und nickten
schließlich. „Klar, komm rein. Die Tür ist offen."
Die
Türe wurde leise knarrend geöffnet und Lily erschien im
Türrahmen. Auf ihren Armen trug sie Unmengen von Wäsche.
„Ihr habt ja nichts dabei. Also haben James und ich uns entschieden
euch etwas von unserer Wäsche auszuleihen. Ginny, die Klamotten
für dich habe ich damals mit Harry getragen." Lily schritt zum
Bett und legte den Haufen Kleidung darauf ab. „Sucht euch etwas
schönes raus. Ich erwarte euch in einer halben Stunde beim
Frühstück. Ich muss noch Harry holen und dann muss ich
James wecken. Der schläft mal wieder wie ein Stein und ich krieg
ihn einfach nicht wach." Seufzend blickte sie die zwei
Zeitreisenden an, strich Harry übers Haar und verließ
schnurstracks das Zimmer.
„Deine Mom ist eine ganz liebe!",
meinte Ginny und beugte sich über den Haufen Kleidung. Sie
fischte ein weißes, langes und breitgeschnittenes Sommerkleid
hervor. „Ich glaub das probier ich mal an!" Sie küsste Harry
sanft auf den Mund und zog sich um.
Lily war in Harrys
Kinderzimmer geschlüpft und konnte schon von weitem sehen, dass
er sich am Gitter hochgezogen hatte und sie mit abwartenden großen
grünen Augen anschaute. Sein Mund war leicht geöffnet und
ein paar Zähnchen blitzten hervor als er anfing zu lachen.
„Mein
kleiner Sonnenschein ist ja schon wach!" Lily hob ihn aus dem
Gitterbettchen hervor und begutachtete ihn auf dem Arm. „Du wirst
von Tag zu Tag größer und schwerer." Sie stupste seine
Nase mit ihrem Finger.
„Mama Unga!", quietschte Harry und
seine Hände hatten sich in ihr Oberteil gekrallt.
„Ja
gleich Schatz. Lass uns doch erst einmal Daddy wecken gehen."
Harry
nickte begeistert und seine Augen fingen dabei an zu strahlen. Seinen
Daddy zu wecken war immer etwas tolles, denn das kalte Wasser was auf
ihn dann nieder floss war immer zu lustig. Triefend voller Wasser saß
er dann immer in seinem Bett und sein Blick war einfach himmlisch.
„Mit Wasser?"
Lily nickte und zusammen verließen sie das
Zimmer. Leise öffnete sie die Zimmertüre ihres
Schlafzimmers. Die Wände waren hell gestrichen und in der Mitte
des Zimmers stand ein großes Himmelbett, worauf sich James
ausgebreitet hatte und leichte Schnarchgeräusche von sich
gab.
Lily schwenkte ihren Zauberstab. Ein Eimer mit eiskaltem
Wasser war erschienen und dieser kippte zur Seite und der Inhalt
leerte sich über James aus. Kreischend saß er aufrecht in
seinem Bett und blickte in das lachende Gesicht seiner Frau. „Na
warte!" James sprang aus dem Bett und rannte seiner Frau hinterher,
die eilig das Zimmer verlassen hatte und die Treppe hinunterdüste.
„Geht das bei euch immer so ab?" Fragend blickte Ginny
ihren Freund an.
„Ich habe keine Ahnung, aber ich kann es mir
vorstellen. Ich habe von vielen gehört, dass mein Vater ein
Kindskopf sei und das meine Mutter die vernünftige ist, aber
irgendwie schenke ich dem Ganzen heute keinen Glauben mehr." Ein
Grinsen umspielte Harrys Lippen und sein Blick folgte seinen Eltern,
die gerade in Richtung Küche verschwunden waren. „Lass uns
runter gehen!" Harry griff nach Ginny ihrer Hand und gemeinsam
schlenderten sie die Treppenstufen hinunter. Schon von weitem drang
Lachen in ihre Ohren und eine rot angelaufene Lily erschien an ihrer
Seite. Auf ihren Armen trug sie immer noch Harry, der fröhlich
gluckste und seine grünen Augen waren auf sein Älteres Ich
gerichtet. „Papa nass! Nicht auftehen wollt!"
Harry fing an zu
lachen und strich dem Kleinkind über das Haar. „Mom, mir wurde
immer gesagt, dass du die Vernünftige warst und Dads und Sirius
seine Spielereien ätzen fandest, aber heute hast du dich nicht
so benommen."
„Harry, manchmal muss Spaß sein, besonders
wenn dein Dad an so einem Tag nicht aufstehen will, sondern lieber in
seiner Bettdecke geschlummert bleibt uns am liebsten den ganzen Tag
verschläft." In Lilys Augen funkelte es belustig und sie
musste ein Grinsen unterdrücken, als James pustend neben ihnen
erschienen war uns seinen Arm um ihre Taille legte. „Rache ist
süß!", hauchte er in ihr Ohr und blickte dann grinsend
zu den Zeitreisenden hinüber. „Lasst uns
frühstücken!"
Pünktlich um 10 flammte der
Kamin grün auf und Dumbledore trat hinaus. „Ah alle fertig.
Freut mich. Ich habe einen Portschlüssel mitgebracht, der uns
direkt vor das Anwesen der Weasleys bringt, aber ich muss euch warnen
– Kleinkindergefahr. Niemand ist vor den Zwillingen sicher."
Ginny
prustete los, ihre Augen glänzten und ihre Finger umschlossen
Harrys. „So jung und schon so frech. Das legen sie auch nicht in
der Zukunft ab. Sie werden Streichmeister und Hogwarts ist nicht vor
ihnen sicher!"
„Was?" Entgeistert starrte James die
rothaarige an.
„Du hast richtig gehört Dad, Fred und
George sind eure Nachfolger. Passt bloß auf dass sie euren
Platz nicht streitig machen."
„Diskussionen können
nachher geführt werden. Der Portschlüssel geht in einer
Minute los. Also, von jedem eine Hand auf den Schuh!" Jeder folgte
der Anweisung Dumbledores und kurze Zeit später drehte sich
alles um sie herum und sie landeten direkt auf dem Anwesen der
Weasleys. Die Sonne schien, ein paar weiße Wolken waren am
Himmel zu sehen und schon um 10 Uhr morgens waren die Temperaturen
draußen angenehm.
Der Fuchsbau hatte sich im Großen
und Ganzen nicht verändert nur konnten die Zeitreisenden
erkennen, dass er noch nicht so in Mitleid gezogen war. Zwei Kinder
mit roten Haarschöpfen tobten im Garten umher und eine rundliche
rothaarige Frau jagte ihnen hinterher. „FRED, GEORGE, STEHEN
GEBLIEBEN!" Die Zwillinge brachten sie echt manchmal so richtig auf
die Palme und sie konnte machen was sie wollte, sie gehorchten ihr
einfach nicht, aber das war kein großes Wunder, schließlich
war sie die Person, die versuchte sie zu erziehen. Aber einen Vorteil
gab es. Mit ihnen wurde es ihr nie langweilig. Sie hielten einen auf
Trab und sie konnte sich kein Leben mehr ohne sie vorstellen.
Total
in Gedanken vertieft merkte sie gar nicht, wie die beiden stehen
geblieben waren und mit großen braunen Augen auf die
Ankömmlinge starrten. Gerade im letzten Moment konnte sie
verhindern über sie zu stolpern und erschrocken japste sie auf.
„Albus, Lily, James...was macht ihr denn hier?" Hastig strich sie
sich ein paar Haarsträhnen hinter die Ohren ,, Ich glaube Arthur
hat was vergessen zu erwähnen!"
„Hat er nicht liebste
Molly. Wir wollten euch überraschen und haben uns mit Absicht
nicht angemeldet!"
„Die Überraschung ist euch gelungen.
Wenn ich gewusst hätte, dass ihr kommt, hätte ich
aufgeräumt, etwas gekocht... Albus, sag mal, wer sind denn die
beiden Fremden? Neue Mitglieder des Ordens?" Fragend blickte Molly
zu Dumbledore hinauf, dessen Mundwinkel vergnügt zuckte.
Ginny
hingegen standen Tränen in den Augen. Ihr Körper zitterte
leicht und sie hatte sich an Harry gelehnt, der ihr beruhigend über
den Bauch fuhr. Am liebsten hätte sie sich in die Arme ihrer
Mutter geschmissen und ihre knochenbrechende Umarmung genossen. Aber
das ging jetzt wohl schlecht. Sie wusste nicht mal wer sie war. Würde
sie ihnen glauben?
„Neue Mitglieder des Ordens nicht, aber
Molly, die Sache sollten wir drinnen mit Arthur besprechen. Sie
betrifft sowohl dich auch ihn!" Lily hatte ihren Arm auf Mollys
Schulter gelegt, Molly nickte ihnen zu und zusammen gingen sie ins
Haus. „Arthur kommst du mal bitte!", rief Molly durchs Haus und
schon kurz darauf erschien Arthur Weasley im Wohnzimmer und blickte
fragend in die Runde. Sein Blick blieb bei Harry und Ginny hängen
und fragend blickte er Molly an. „Molly, wer sind die beiden?",
flüsterte er in ihr Ohr.
„Ich weiß es nicht. Sie
wollten es uns hier erklären!"
Lily hatte sich in einem
Sessel niedergelassen und Harry auf dem Boden abgesetzt, welcher
sofort begeistert auf Ron zu ging und sich neben ihn plumpsen ließ.
„Allo Ron!" Harry griff sofort nach den Bauklötzen auf dem
Boden und zusammen mit Ron begann er Türmchen zu bauen.
Harry
und Ginny hatten dies mit einem Lächeln beobachtet. „Ihr habt
euch schon im Kinderalter verstanden!", kicherte Ginny in Harrys
Ohr. Ihre Hände hatten sich in einander verschlungen und sie
lehnte lächelnd ihren Kopf an Harrys Brust.
„Okay, da wir
ja jetzt alle anwesend sind, möchte ich euch gerne mitteilen,
weswegen wir heute hier sind. Es hat etwas mit diesen beiden Personen
zu tun, die vor ein paar Tagen zu uns gestoßen sind...",
sprach Dumbledore und sein Blick lag abwartend auf Molly, die die
beiden interessiert musterte. „Fällt euch irgendwas
auf?"
„Naja, bis auf dass der schwarzhaarige Mann glatt als
James Doppelgänger durchgehen könnte und das Mädchen
rotes Weasley Haar hat, nichts."
„Da liegst du richtig Molly.
Darf ich euch beiden Harry James Potter und Ginerva Molly Potter
ehemals Weasley vorstellen?"
