Okay, zu der Überraschung von der ich letzte Woche sprach: Ursprünglich waren das hier zwei Kapitel. Da mir aber das erste zu kurz war, bekommt ihr heute beide als ein Kapitel xD
Viel Spaß bei diesem Zwei-Teiler!
Kapitel Zehn
Gefangenschaft
Amaris und Merina warteten mit ihren Eltern vor der Eingangstür zur Halle. „Sie können nun rein kommen." sagte Henry und Amaris' Eltern nickten kurz, bevor vom Inneren der Halle ein Stimme ertönte. „Und nun die Herren des Hauses: Damian Morgen mit seiner Frau Alice Morgan, und deren Töchtern Amaris und Merina Morgan." Die Tür schwang auf und die Aufgerufen traten hinein. Merina und Amaris liefen mit etwas Abstand hinter ihren Eltern. Bei der Sicht von den berühmten Zwillingen gab es viele Seufzer und so etwas wie: „Wie schön die beiden doch sind." oder „Atemberaubend schön." und ähnliches. Amaris zog daraufhin nur eine Grimasse zu Merina, welche sich das Lachen verkneifen musste. Beide hassten solche Feiern, aber wenn sie zusammen waren war es wenigstens halbwegs erträglich.
Amaris und Merina hatten sich an einen Platz etwas abseits der Menschenmasse gestellt und redeten, als Amaris ein Knall hörte, welcher durch die Menschen und deren Gerede von niemand anderen gehört wurde. Verwirrt blickte sie sich um. Irgendjemand muss appariert sein. Nach einigen Sekunden erblickte sie ihren Vater, welcher sich etwas tiefer gebeugt hatte, um einen Hauselfen zuzuhören. Den Hauselfen kannte Amaris sofort. Sein Name war Luzifer und er war ganz einfach bösartig.
Sie sah wie der Blick ihres Vaters sich mit jedem Wort des Elfen verfinsterte. Sie stieß Merina sanft in die Rippen, welche ihren Blick daraufhin folgte. Luzifer disapparierte wieder und Damian blickte sich um, offenbar wutentbrannt. Dann kreuzten sich ihre Blicke und er ging auf sie zu. „'Rina …" sagte Amaris langsam. „Ich glaube er ist auf uns wütend." „Aber wieso? Was haben wir getan?" „Ich weiß es nicht." sagte Amaris und sah nervös dabei zu, wie ihr Vater auf die beiden zuging, ohne dabei auf andere Acht zu nehmen. Dann stand er vor ihnen und erzwang sich ein Lächeln, weil gerade ein Foto gemacht wurde. Mit einer Handgeste Damians verschwand der Fotograph. „Auf ein Wort." sagte er und ging los. Amaris und Merina folgten ihm, beide blass. Als sie aus der Halle gingen und die Treppen erreicht hatten, hielt er inne. „Kommt." befahl er und öffnete die Tür zu den Treppen. Das war nicht gut. Amaris wusste nur allzu gut, was hier unten vor sich ging.
Als sie unten im kalten Keller waren, sah Damian seine Töchter wutentbrannt an. Dann holte er mit der Hand aus und hinterließ ein brennendes Gefühl auf jeweils einer Wange der beiden. „Wie ich höre, habt ihr euch heute Morgen ausführlich über eure Sichtweise aus den dunklen Lord unterhalten …" Oh nein. Merina griff instinktiv nach Amaris' Hand. Das tat sie immer, wenn sie Angst hatte. „Wie kann das nur sein?! Meine eigenen Töchter, Blutsverräter! Ihr seit eine Schande für diese Familie! Ihr könnt froh sein, dass ich dem dunklen Lord nicht davon unterrichten werde, sonst wärt ihr tot! Dafür sollt ihr bezahlen ... Luzifer!" mit einem Knall apparierte der Hauself und er lächelte die Zwillinge bösartig an. „Halte Amaris fest, ich kümmere mich zuerst um Merina!" Der Hauself packte Amaris. Sie versuchte, sich aus seinen Griff zu lösen, aber er war unwahrscheinlich stark. Damian nahm ihren Zauberstab und den von Merina. Er legte sie auf einen kleinen Tisch, packte Merina, und zehrte sie in eine der Zellen, die der Keller hatte. Amaris wehrte sich, aber es hatte kein Sinn. Sie hatte ihr Spiel verloren.
Einige Minuten lang musste Amaris zuhören, wie Damian Merina mit dem Cruciatusfluch folterte. Sie selbst schrie fast so laut wie sie, aber der Keller war mit etlichen Zaubern belegt. Niemand würde die Schreie hören. Dann war es plötzlich leise. Sie muss das Bewusstsein verloren haben. Zum Glück. Dann kam Damian und zerrte Amaris in eine Zelle neben Merina. „Du wirst erst hier freigelassen, wenn der Zug nach Hogwarts abfährt." sagte er kalt und kettete sie an. Sie werte sich, wollte ihn schlagen, aber er war zu stark. Sie war zu schwach. Und dann ging die Folterung los.
Er verfluchte sie mit dem Cruciatus und ein unfassbarer Schmerz durchfuhr Amaris. Sie schrie nicht - wollte ihm die Genugtuung von dem Klang nicht tun. Sie blieb bei Bewusstsein, zwang sich wach zu bleiben, an etwas anderes zu denken. Als er sie mit dem Cruciatus fertig gefolterte hatte, grinste er sie an, als er bereits aus der Zelle wollte. „Blutsverräterin." Amaris sah zu, wie er seinen Zauberstab nicht auf sie, sondern auf die Fesseln richtete, welche ihre Handgelenke fesselten. „Nein." sagte sie, in schlechter Vorahnung. „Vater nein, i-" aber er sagte das Wort bereits. „Flagrante." Es war so schlimm wie der Cruciatus, wenn nicht sogar noch schlimmer. Damian verließ die Zelle, im Genuss den Schreien zu lauschen. Der Zauber Flagrante bewirkte, dass eine bestimmter Gegenstand bei jeder Berührung glühend heiß wird und zu schweren Brandverletzungen führt. Und er hatte Amaris' Fesseln damit belegt.
Nach sicherlich fünfzehn Minuten verzweifelten Schreiens verlor Amaris ihre Stimme. Und das Gefühl in ihren Armen. Und ihre Sicht. Alles war schwarz geworden.
„Was denkst du wie viele Tage es noch sind?" fragte Merina. Mittlerweile ist viel Zeit vergangen, auch wenn Amaris nicht sagen konnte, wie viel genau. In diesem Keller gab es nur Dunkelheit und jegliches Zeitgefühl war verloren. Ihre Arme gaben kein Gefühl mehr her, außer ihre rechte Hand ein wenig. Sie und Merina konnten aber wenigstens miteinander reden. Die einzige Person, die hier runter kam, war Damian, wenn er sie wieder foltern wollte. Das machte die Schwestern sehr schreckhaft. Bei jedem noch so leisen Geräusch zuckten sie zusammen. In der Nacht schliefen sie nicht, und wenn doch, dann nur um am Ende schreiend aus ihren Albträumen zu erwachen. Außerdem hatte Damian zu seinen eigenen Vergnügen die Zauberstäbe der beiden an der Wand befestigt, da, wo sie keiner der beiden erreichen kann, aber auch da, wo beide sie sehen konnten. Und das machte sie wahnsinnig.
Eines Nachts schlief Amaris ein. Das Anwesen der Morgans war zum Teil abgebrannt, zum anderen hatte sich Frost darüber gelegt.
Es war nur dieses Bild, das Amaris brauchte. Sie schrecke auf. „'Rina?" fragte sie in die Dunkelheit. „Ich bin wach." antwortete die schwache Stimme ihrer Schwester. „Ich denke ich habe einen Plan, aber er wird verrückt klingen." „'Maris, wenn wir nicht raus kommen, dann werde ich verrückt. Allmählich verliere ich den Verstand." Amaris lächelte ein wenig. Merina und sie haben es die letzten Tage, oder wie ihr es vorkam Wochen, damit verbracht, zu versuchen den anderen geistig zu helfen. Allein wären sie gebrochen. Aber nicht zusammen. Sie hatten ein Band, dass sie zusammen hielt. Und dieses Band konnte nichts und niemand trennen - niemals.
„Okay, der Plan ist wie folgt: Wir benutzen unsere Kräfte." Das war alles. Mehr war da einfach nicht. „'Maris, ich glaube du hast den Verstand verloren. Wir haben keine Zauberstäbe, schon vergessen?" „Nein, dass mein ich nicht." sagte Amaris. „Die Kräfte die er uns gegeben hat." Kurz war alles still. Merina hatte verstanden, worauf sie hinaus wollte. „Und wenn wir es schaffen?" fragte Merina. „Wohin gehen wir?" „Nach Hogwarts." antwortete ihre Schwester. „Dort sind wir sicher. Wir flüchten von hier aus bis nach London - das ist nicht sehr weit. Dann sehen wir weiter." „Denkst du wir schaffen das?" fragte Merina unsicher. „Ja." antwortete Amaris sicher.
Also konzentrierten sie sich, versuchten, irgendetwas zu bewirken. Nach fünf Minuten gab Merina auf. „Das schaffen wir nie." sagte sie. Amaris konzentrierte sich jedoch weiter, und dann erschien sein Gesicht vor ihren Augen. Was würde sie nicht dafür geben, jetzt in Sirius' Armen zu sein.
Der Riegel zur Zellentür begann wackeln. Staub und kleine Steine aus den harten Boden der Zelle vibrierten. Amaris schrie. Und die Tür und die Fesseln flogen auf.
Amaris schnappte sich ihren Zauberstab, den Merinas und den Schlüssel. Sie sperrte die Tür zu Merinas Zelle auf. Sie half ihrer Schwester auf und gab ihr ihren Zauberstab. „Benutze ihn erst, wenn dir nichts anderes übrig bleibt. Wir müssen sehr vorsichtig sein." sagte sie und zusammen gingen sie die Treppen hoch. „Wenn wir hier draußen sind, werden wir von keinen Zaubern mehr verstummt. Wir müssen leise sein." dann öffnete sie die Tür und trat hinaus in den menschenleeren Korridor. „Komm." flüsterte sie zu ihrer Schwester. Sie liefen zu der Tür des Anwesens und öffneten sie. Mondlicht fiel auf die Gesichter der beiden.
„Bereit?" fragte Amaris, mit einem Blick zu ihrer Schwester, welche ein ganz klein wneig lächelte. „Nein." „Dann los." Bereit für einen Neuanfang.
Sie verließen das Anwesen und dessen Grundstück und gingen durch den Wald bis sie Autos hörten. Sie näherten sich den Geräuschen der Stadt und liefen und liefen. Immer öfter kamen sie an kleineren Straßen vorbei, dann auch an größeren. Zum Glück herrschte noch nicht viel Verkehr.
Erste Sonnenstrahlen schienen auf die blasse Haut der Zwillinge, als Amaris endlich ein Gebäude wieder erkannte, ein Gebäude in der Nähe von Kings Cross. Auf ihren Weg bekamen sie viele Blicke zugeworfen, was kein Wunder war, da beide schrecklich aussahen. Man hatte sie nur einmal von ihren Fesseln gelöst, damit sie sich umziehen konnten. Ihre Klamotten waren sehr schmutzig geworden, aber das zählte jetzt nicht. Beide hatten seit Tagen kein Sonnenlicht mehr gesehen, und das gerade war eine Erlösung.
Dann liefen sie an einem Gebäude vorbei, in dessen Schaufenster ein kleiner Kalender hing. Amaris wollte ihren Augen nicht trauen. Heute würde auf Gleis 9 ¾ der Hogwarts-Express abfahren. „'Rina, heute fährt er ab." stellte sie fest. Merina hatte verstanden und starrte sie an. Beide hatten verstanden. Damian würde in diesem Moment die Türen zu den Keller öffnen, die Treppen hinunter gehen und sehen, dass vier Dinge fehlten: zwei Zauberstäbe und deren Besitzer. „Wir sollten uns beeilen. Mit etwas Glück schaffen wir es rechtzeitig. Wir haben einen Vorsprung." sagte Amaris und gemeinsam mit Merina gingen sie zum Bahnhof, so schnell sie konnten, was gar nicht so einfach war, da Merina umgeknickt war. Amaris hätte ihr ja geholfen, aber wenn es eine Scahe gibt, in der sie sich noch nie ausgekannt hat, dann waren es Heilzauber und sie wollte sie nicht ausversehen noch schlimmer verletzen.
Und dann sahen sie sie endlich: Die Absperrung zum Gleis 9 ¾. Schüler gingen mit ihren Eltern und Geschwister durch die Absperrung. Sie liefen auf die Absperrung zu, als Amaris ein bekanntes Gesicht sah. „Sirius!"
Der Junge mit dem schulterlangen, dunklem Haar und den grauen Augen schaute sich um, dann entdeckte er Amaris. Er ging auf sie zu, mit heiterer Miene, bis er immer näher kam und sein Lächeln verblasste und es letztendlich komplett von einer besorgten Mine getauscht wurde. „Was ist passiert?" fragte er erschrocken. „Wir haben später noch Zeit zum erklären." hetzte Amaris. „Wir müssen nach Hogwarts." Sirius sah sie verwirrt an, aber ging mit ihr durch die Absperrung. „Wir sollten schon einsteigen, er fährt gleich ab." sagte er und half ihr, Merina zu stützen.
Im Hogwarts-Express wurden Amaris und Merina viele Blicke zugeworfen, aber sie ignorierten sie alle. Sie suchten sich ein leeres Abteil ganz hinten, wo sie Merina auf einen Sitz setzten, sodass sie ihr Bein ausstrecken konnte. Amaris und Sirius setzten sich gegenüber von ihr hin und sahen zu, wie sie einschlief.
„Was ist passiert, Amaris?" fragte er erneut. Sie schüttelte nur den Kopf. Sie war erschöpft von dem ganzen Weg bis hier her und sie hatte seit Stunden nichts gegessen. Im Keller gab es immer nur eine kleine, kalte Mahlzeit am Tag, um sie am Leben zu erhalten. „'Maris …" Begann er, aber sie hatte sich ihm in die Arme geworfen. Tränen liefen ihr stumm über die Wangen.
Es klopfte an der Abteiltür. Hastig löste sie sich wieder von ihm und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen weg. Die Tür ging auf, aber Amaris hielt den Blick gesenkt, sie wollte nicht, dass man sie so sieht. „Da bist du ja Tatze, wir haben schon nach dir-" James hielt inne, als er die Schwestern sah. „Was ist passiert?" fragte er erschrocken. „Sehen wir so schrecklich aus?" scherzte Amaris, als sie den Blick hob und James und Remus sah. „Ihr seht aus, als hättet ihr tagelang kein Sonnenlicht gesehen!" brach es aus ihm. Ihr Lächeln verblasste und das letzte Stück Farbe verließ sie. Die Erinnerungen an die letzten Tage erschienen ihr vor dem Auge. Instinktiv griff sie sich an den Handgelenken, um sicherzugehen, dass sie ihre Fesseln los war. Sie hatte kein Gefühl mehr in dieser Region. Sie starrte leer aus den Fenster, bis sie merkte, wie Merina zusammen zuckte.
„'Maris …?" fragte sie schwach. „Schlaf weiter 'Rina, der Weg ist lang. Wir sind sicher, versprochen." sagte Amaris ruhig, aber Merina setzte sich gerade hin. „Wenn hier jemand schlafen sollte, dann ja wohl du. Er hat dich öfter mit dem Cruciatus gefoltert - von den Fesseln ganz zu schweigen."
Die Jungs starrten die Schwestern an. Erst jetzt schien Merina sie bemerkt zu haben. „Oh …" sagte sie. „Ähm … Warum stellst du mich nicht deinen Freunden vor, 'Maris?" Unter anderen Umständen hätte Amaris sicherlich gelacht, über Merinas Versuch, dass Thema in eine andere Richtung zu lenken. „Ähm, ja … Also das ist Sirius, James und Remus. Jungs, meine Zwillingsschwester Merina." „Das ist dein Zwilling? Ihr seht euch kein Stück ähnlich! Habt ihr jemals eure Geburtsurkunden gesehen?" fragte Sirius. Amaris und Merina sahen sich kurz an, dann schmunzelten sie. Ganz so falsch war das mit dem Aussehen nicht. Merina sah ihrer Schwester einfach nicht ähnlich. Das einzige, was sie an ihren Aussehen teilten, waren einige Gesichtszüge.
„Ich denke ich gehe wieder zu Peter, er fragt sich bestimmt schon wo wir sind." sagte Remus nach einigen Minuten Stille. „Komm schon James." „Aber ich will wissen was passiert ist!" erwiderte James, aber nach einen Blick von Remus auf Sirius und Amaris gab er auf. „Schön. Aber das Gespräch ist noch nicht vorbei." Dann gingen sie beide.
Merina war inzwischen wieder eingeschlafen und Amaris lag in den schützenden Armen ihres Freundes. „Wie lang wart ihr unterwegs?" fragte Sirius, als sie gähnte. „Ein paar Stunden. Wir sind irgendwann in der Nacht aufgebrochen." antwortete sie. „Dann solltest du jetzt schlafen. Du wirst deine Energie dafür gebrauchen, Dumbledore all das zu erklären." Er küsste sie zärtlich auf die Schläfe und sie lehnte den Kopf an seine Schultern, schloss die Augen, und schlief sofort ein.
„'Maris." Eine Hand streichelte Amaris und sie regte sich. „Hmm …?" „Wir sind gleich da." flüsterte Sirius ihr ins Ohr. Amaris öffnete die Augen. Merina war inzwischen wach und ihr fiel auf, das Sirius seine Uniform angezogen hatte und ihr seine Lederjacke über die Schultern gelegt hatte. Merina beugte sich vor und hielt ihr Schokolade hin. „Von James." sagte sie. „Remus." korrigierte Sirius sie schmunzelnd. „Mein ich doch." Amaris nahm sich das Stück Schokolade und aß es langsam.
Sie gingen gemeinsam aus den Zug, wobei Sirius und Amaris Merina stützten. „Was is'n bei euch passiert?!" Amaris drehte sich um, als sie Hagrids Stimme hörte. Der gut zwei Meter große Halbriese kam auf sie zu. „Keine Zeit für Erklärungen Hagrid, wir müssen Dumbledore sprechen." sagte Amaris ernst und schlang Sirius' Jacke fester um sich, als ihr ein kalter Wind entgegen kam. Hagrid runzelte die Stirn, dann nickte er aber. „Ja, 'türlich. Ich nehm' die Kleine." Und bevor Amaris etwas sagen konnte, hatte Hagrid Merina in den Armen.
Erst jetzt fiel ihr auf, wie sehr die letzten Tage beide mitgenommen hatten. Merina war bleicher geworden und sie war von Wunden übersät. Ihr braunes Haar hing glanzlos und schlaff an ihr herunter und sie sah aus, als würde sie sich nur noch an der Grenze zum Bewusstsein befinden. Amaris erging es nicht besser. Ihr Gesicht hatte die wenige Farbe verloren, welche es noch hatte und war schmutzig. Ihr Haar war in einem halboffenen Pferdeschwanz gebunden. Ihre Klamotten waren schmutzig - von Erde, Schweiß und Blut. In ihren Armen hatte sie inzwischen gar kein Gefühl mehr. Ganz plötzlich fühlte sie sich furchtbar schwach und eiskalt. Das war der Moment, in welchen ihre Knie nachgaben und ihre Augen nur noch schwarz wahrnahmen.
Um die Frage von Sirius zu beantworten: Nein, sie haben ihre Geburtsurkunden noch nie gesehen. ABER- das hat nichts zu bedeuten.
(Oder vielleicht doch ... ?)
