Kapitel 10

Die Gerichtsverhandlung war alles andere als einfach für Sara, aber sie war stolz auf sich, dass sie ruhig geblieben war. Umso mehr zitterte sie jetzt. Es war alles wieder da, das Gefühl wie vor ein paar Monaten als Shelton sie vergewaltigte. Der Schmerz kroch langsam in Sara hoch und schnürte ihr den Hals zu.
Wieder spürte sie eine vertrauliche Geste. Grissom schien bemerkt zu haben, dass sie nach der Urteilsverkündung angefangen hatte, zu zittern. Er hatte ihr wieder die Hand auf die Schulter gelegt, Sara empfand das als ungemein beruhigend und vertraut.
Sara verabschiedete sich von dem Staatsanwalt und verließ eilig das Gerichtsgebäude. Sie brauchte jetzt einfach frische Luft. Draußen angekommen ging es ihr schon wieder besser. Ihre Freunde und Kollegen kamen ebenfalls nach draußen. Sara verabschiedete sich von ihnen.

„Du hast es hinter dir, Sara, er kommt nie wieder aus dem Knast frei.", bemerkte Nick, als er Sara zum Abschied umarmte.

„Ich weiß, Nicky, aber es ist noch nicht vorbei, für mich beginnt jetzt erst alles.", gab sie zurück.

„Wir sind für dich da, Sara, bitte schließ uns nicht aus.", bekam sie von Greg zu hören, als sie sich von ihm verabschiedete.

„Ja Greggo, aber verstehe mich, ich muss es alleine schaffen. Es ist meine Vergangenheit.", antwortete sie und hatte Tränen in den Augen.

„Ich verstehe dich, Sara, aber vergiss nicht dabei deine Freunde.", Greg sah sie traurig an.

„Greggo, es tut mir Leid, dass ich mich vor ein paar Monaten so benommen habe. Aber ich vergesse jetzt sicher nicht mehr, wer meine Freunde sind. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn ihr mich in San Simeon besuchen kommt.", lächelte Sara ihrem Freund zu.

Greg freute sich, dass Sara sie gebeten hatte, dass sie sie in San Simeon besuchen sollten.

Sie verabschiedete sich auch von Catherine und Warrick und die beiden versprachen ihr ebenfalls sie in San Simeon besuchen zu kommen.

Grissom aber gab sie nur die Hand. Als sie in seine Augen sah, durchfuhr sie ein warmes und vertrautes Gefühl. Er war der Mensch, der ihr zur Seite gestanden hatte und auch wenn sie es nicht zugeben wollte, es war sehr gut, dass er sie nach San Simeon gebracht hatte.

„Pass' auf dich auf, Sara. Du wirst es schaffen!", sagte Grissom und Sara brachte ein kleines Lächeln zustande.

„Danke Grissom, für alles!", sagte sie, drehte sich um und ging weg.

Sie wollte nur noch nach Hause und unter die Dusche. Sie fühlte sich schmutzig und wollte einfach nur alles abwaschen.

Ob dieses Gefühl jemals weggehen wird? Ich fühle so mich so dreckig.
Zwei Monate sind vergangen, seit ich hier das letzte Mal in meiner Wohung war. Es ist schön, wieder in mein zu Hause zu kommen. Ich habe es geschafft, es ist vorbei. Jetzt kann alles nur noch besser werden. Shelton wandert in den Knast und kommt nie wieder frei. Aber ich kann Grissom immer noch nicht in die Augen schauen. Als er im Zeugenstand aussagte, dass ich ihn angeschossen habe, konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten. Es tut mir so Leid Grissom, ich wollte das alles nicht.

Sara hatte das Bild aus ihrem Schreibtisch genommen und die Tränen, die ihr die Wangen runter rannen, tropften auf das Bild. Sie legte es wieder in ihre Schublade und ging zu ihrem Kühlschrank. Sie brauchte etwas zu trinken und etwas essen wollte sie auch. Aber sie hatte ja nichts da. Seit zwei Monaten war sie weg und die meisten Sachen waren sicher schon schlecht. Doch Sara staunte nicht schlecht, als sie den Kühlschrank aufmachte. Jemand hatte ihr etwas reingestellt.

Ich habe Makkaroni mit Käse im Kühlschrank und genug Wasser und Orangensaft. Danke Grissom, dass du daran gedacht hast. Gott, ich sterbe vor Hunger.

Sara war sich sicher, es konnte nur Grissom gewesen sein, der für sie eingekauft hatte. Er wusste, dass sie nicht kneifen würde.
Sie stellte die Makkaroni in den Ofen und ging ins Badezimmer, um zu duschen. Sie wollte einfach nur raus aus den Klamotten. Vorher jedoch stellte sie noch ihre Stereoanlage an. Musik, so hatte sie in der Therapie die Erfahrung gemacht, beruhigte sie.

Grissom war der Meinung, dass Sara wieder nach San Simeon geflogen war. Er hatte ihr vor zwei Tagen ein paar Sachen in den Kühlschrank gestellt, weil er nicht wusste, ob Sara in ihre Wohnung zurückkehrte oder nicht. Er hatte allerdings vergessen, ihre Pflanzen zu gießen und ihre Post aus dem Briefkasten zu holen. Das wollte er jetzt nachholen.

Ich vermisse Sara, ich hätte mich gerne mit ihr unterhalten. Aber ich kann auch verstehen, dass sie wieder zurück ins Therapiezentrum gegangen ist. Sie ist noch nicht so weit, dass wieder zurück kann. Ich hoffe nur, dass sie mir irgendwann wieder vertraut. Sie hat sich heute so gut gehalten. Ich konnte aber auch ihre Tränen sehen, bei meiner Aussage. Sie hat viel mitgemacht und hat noch einiges vor sich. Aber ich weiß, dass sie es schaffen wird. Sie ist auf dem besten Weg wieder die Sara Sidle zu werden, die wir lieben, die ich liebe.

Grissom schloss die Wohnungstür von Sara auf und blieb erschrocken stehen. Sara, nur mit einem Handtuch um den Körper, sah ihn ungläubig an.

„Was machst du hier?", fragte sie irritiert.

„Ich.. ich wollte nur deine Pflanzen gießen, wie die ganzen Wochen und mich um deine Post kümmern. Ich dachte du wärst schon wieder in San Simeon.", gab er genauso irritiert zurück.

„Nein, ich wollte die Nacht heute noch hier bleiben. Morgen früh geht mein Flug zurück.", Sara stand immer noch wie angewurzelt da.

Es hat sich so heute so gut angefühlt, so vertraut. Wenn er mich doch auch nur lieben würde, jetzt wo ich beginne alles zu verarbeiten, kann ich Menschen wieder in meine Nähe lassen. Besonders Grissom möchte ich zu gerne in meiner Nähe haben. Er ist der Mann, den ich immer geliebt habe und auch immer lieben werde.

So langsam wurde ihr bewusst, dass sei nur ein Handtuch um ihren Körper hatte. Sie wusste nicht, wann dieser Gedanke aufkam, aber sie wollte heute und hier mit Grissom schlafen.

Sex haben mit dem Mann, den ich liebe. Auch wenn er mich nicht liebt. Aber bei ihm fühle ich mich geborgen. Endlich die Erinnerung abschütteln, von der Entführung. Es tat so gut, als er mich in den Arm genommen hat. Und auch während der Verhandlung habe ich immer wieder seine Nähe gespürt. Meine Aussage habe ich gut gemeistert. Ich denke nicht, dass ich Grissom zurückweisen werde. Morgen bin ich wieder in San Simeon und das mindestens noch vier Monate. Es ist mir egal, was er denkt. Ich will nicht immer mit dem Gedanken leben, dass Shelton der letzte Mann war, mit dem ich Sex hatte.

Sie ist wunderschön, aber auch so verletzlich. Bitte Sara gehe ins Bad und zieh dir was an, sonst kann ich für nichts garantieren. Ich möchte dir nicht wehtun. Oh man, was ist nur mit mir los. Sara hat sich noch nicht richtig erholt und ich denke an Sex mit ihr. Aber wenn sie nur im Handtuch vor mir steht, lässt es mich auf andere Gedanken kommen.

Beide standen da wie unbewegliche Statuen, versuchten herauszufinden, was in dem Kopf des anderen vorging.

„Sara, ich würde gerne mit dir reden.", begann Grissom mit belegter Stimme.

„Über was willst du mit mir reden? Ich meine, haben wir nicht vor 2 Monaten genug geredet, Grissom.", gab Sara zurück.

„Ziehe dir bitte erst etwas an und dann lass' uns vernünftig reden.", Grissoms Stimme zitterte ein wenig.

„Nein, ich fühle mich ganz wohl, nur mit dem Handtuch.", lächelte Sara und setze sich auf die Couch.

Grissom rang nach Atem, als Sara sich auf die Couch setzte.

Gil reiß' dich zusammen. Aber sie macht es mir auch so wahnsinnig schwer. Gott, ich bin auch nur ein Mann und gerade sie müsste doch wissen, was für eine Wirkung sie auf mich hat.

Oh Sara, was du da machst, ist falsch. Aber ich will es so sehr. Ich will Grissom, ich habe ihn schon immer gewollt. Die Erinnerung an Shelton will ich nicht mehr.

„Sara, bitte.", flüsterte Grissom nur noch, er hatte sich kaum noch unter Kontrolle.

„Ich will dich, Grissom.", entgegnete Sara mit heiserer Stimme.

Dass lies Grissoms Selbstkontrolle schwinden. Er trat auf Sara zu, zog sie hoch und nahm sie in die Arme. Sein Mund umschloss ihren mit einem leidenschaftlichen Kuss, der die Sehnsucht und Begierde für sie zum Ausdruck brachte. Sara war im ersten Moment ein wenig überrascht, doch dann schlang sie die Arme um seinen Nacken und erwiderte den Kuss genauso voller Lust und Drang. Sie wusste, dass sie bei ihm nicht zurückschrecken würde.
Grissom ließ seine Hände über ihren noch mit dem Handtuch bedeckten Körper wandern. Er wollte sie so sehr, obwohl er gleichzeitig wusste, er würde einen riesen Fehler machen.

„Sara, wir machen einen Fehler.", Grissom hielt inne und sah sie an.

„Ich weiß, aber ich will es, ich will dich so sehr, Grissom. Heute, bei Gericht, das tat so gut.", kam von Sara zurück.

Das erregte Grissom noch mehr. Langsam ließ er das Handtuch von Saras Körper gleiten. Er sog scharf die Luft ein, als sie nackt vor ihm stand. Sara begann damit, seine Krawatte zu lösen und die Knöpfe von seinem Hemd zu öffnen. Als sie ihm das Hemd abgestreift hatte, fuhr sie mit ihren Händen über seine Brust. Grissom zog sie wieder zu sich ran und bedeckte ihren Mund mit einem zärtlichen Kuss. Er hatte nichts von dem Drang oder der Lust, die ihn umgab, er war weich und zärtlich und voller Liebe für Sara.

Sara hoffte, dass dieser Kuss niemals enden würde. Sie küsste ihn genauso voller Liebe und Zärtlichkeit, die sie für Grissom empfand, zurück. Grissom hob Sara hoch und trug sie ins Schlafzimmer. Dort legte er sie auf ihrem Bett ab und betrachtete sie. Er sah ihre Narben und Schmerz und Wut stieg in ihm auf, doch er wollte sich davon nicht beherrschen lassen.
Er legte sich neben sie und streichelte sanft und begehrlich ihren ganzen Körper. Das Stöhnen von Sara war für ihn ein Zeichen, dass es Sara gefiel. Sie redeten kein Wort miteinander, sie wollten einfach nur zusammen sein, hier und jetzt und nicht an das Morgen denken. Beide wussten, wenn sie anfangen würden zu reden und denken, wäre alles vorbei.
Sara machte sich an Grissoms Hose zu schaffen, und als die auch endlich, mit seinen Boxershorts, auf dem Boden landete zog Sara Grissom an sich ran. Sie küsste seinen ganzen Körper und wanderte mit ihren Küssen langsam weiter runter. Sie liebkoste mit ihrer Zunge seine Brustwarzen, wobei Grissom leise aufstöhnte.

Er konnte sich kaum noch beherrschen, er war so sehr erregt, er wollte nur eines und zwar Sara spüren. Spüren, wie sie ihn in sich aufnahm, dass fühlen, wonach er sich seit Jahren verzehrt hatte. Als Sara seine Erregung mit ihrer Zunge umkreiste, wäre es fast um ihn geschehen. Um das zu vermeiden, zog er sie zu sich hoch. Er sah Sara in ihre braunen Augen, die ihn anstrahlten.
Grissom schöpfte Hoffnung, dass es vielleicht doch etwas werden könnte zwischen ihnen. Dass er mit Sara gemeinsam durch den Rest der Therapie gehen konnte, als ihr Partner. Er liebte sie, dessen war er sich sicher, aber über Saras Gefühle wusste er nichts. Grissom konnte nicht mehr lange überlegen, denn Sara war gerade dabei Küsse auf seinen Hals zu hauchen. Das erregte ihn wieder so sehr, dass er nicht mehr klar denken konnte.
Seine Hand ließ er an Saras intimste Stelle wandern und strich sanft mit den Daumen darüber. Sara stöhnte vor Verlangen auf.

Ohne ein Wort zu sagen, griff sie in ihre Nachttischschublade und holte ein Kondom heraus. Sie sah ihn mit blitzenden Augen an und riss das Kondom auf.
Fast wäre Grissom gekommen, als Sara ihm das Kondom überstreifte. Sie nahm ihn in die Hand und massierte ihn noch zärtlich. Das war zu viel für Grissom, er drängte Sara mit dem Rücken auf das Bett und ließ sich über sie gleiten.

Sara konnte sich kaum noch beherrschen als Grissom über sie glitt, einladend öffnete sie ihre Beine. Als Grissom in sie eindrang, stöhnte Sara laut seinen Namen. Sie war so sehr erregt. Keinen Moment ließ sie die Augen von Grissom, alles wollte sie in sich aufnehmen, wenn er sie liebte.
Grissom keuchte, als Sara sich ihm entgegen bog und ihn fester an sich ranzog. Es dauerte nicht lange, bis er merkte, dass Sara kurz vor dem Höhepunkt war. Grissom ließ sich gehen, er wandte nicht den Blick von Sara. Gemeinsam umspülte sie eine Welle der Ekstase, wie sie sie beide noch nie erlebt hatten.

Sara hatte sich immer noch an Grissom geklammert. Mehr und mehr glich ihre Umarmung einer Ertrinkenden. Grissom löste sich von Sara und ließ sich neben sie gleiten, er nahm sie in den Arm und merkte, dass sei weinte.

„Sara, habe ich dir wehgetan?", fragte Grissom erschrocken.

„Nein, es ist nur, es stürztt alles auf mich ein….", weiteres konnte sich nicht mehr sagen, denn ein Zittern und ein Schluchzen durchfuhr ihren ganzen Körper.

„Sch.. Sara, ich bin für dich da. Du hast dich heute toll geschlagen in der Verhandlung. Aber du brauchst noch Zeit.", sagte Grissom und strich ihr zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Ich weiß, ich bin morgen wieder in San Simeon, dann bin ich wieder weg.", gab Sara traurig zurück.

„Aber du kommst wieder, Sara. Du weißt, ich bin immer für dich da. Es tut mir so leid, aber mir blieb keine andere Wahl als dich dorthin zu bringen. Du warst nicht mehr du selbst.", Grissom hatte Sara eng an sich rangezogen.

„Nein Grissom, es war richtig, auch wenn ich es nicht verstanden habe. Ich hätte einen weiteren Selbstmordversuch unternommen, der mir geglückt wäre. Das Leben ist zu schön um es wegzuschmeißen, egal was auch immer war.", sagte Sara zuversichtlich.

Grissom brachte kein Wort raus. Er konnte Sara nicht sagen, was er gerade fühlte. Er wollte nur für sie da sein, weil sie ihn brauchte. Alles Weitere würde sich finden, wenn sie wieder nach Las Vegas zurückkommen würde. Sara war inzwischen eingeschlafen, zumindest vermutete es Grissom, denn sie regte sich nicht mehr.

Ich will ihr sagen, dass ich sie liebe und sie nie im Stich lassen werde. Geduldig werde ich auf sie warten, bis sie bereit ist, eine Beziehung mit mir einzugehen. Jahrelang hat sie auf mich gewartet, jetzt warte ich auf sie. Und wenn es sein muss für lange Zeit. Wichtig ist nur, dass sie weiß, was ich für sie empfinde.

Mit diesen Gedanken driftete Grissom in den Schlaf. Sara hörte die regelmäßigen Atemzüge von ihm, sie war noch nicht eingeschlafen, sondern hing ihren Gedanken nach.

Es war nur Sex, Sara, mehr nicht. Er wollte nur mit dir schlafen, mehr nicht. Du wusstest es von Anfang an. Ich wollte zuerst nur Shelton verdrängen, doch sobald er mich berührte und küsste, war der Gedanken an Shelton verflogen. Ich wollte Grissom zeigen, wie sehr ich ihn liebe.

Am nächsten Morgen erwachte Grissom vor Sara. Er löste sich von Sara, die er immer noch umarmt hatte und ging ins Bad. Als er im Bad den kaputten Spiegel sah, erinnerte er sich wieder, was vor ein paar Monaten war.

Sara konnte sich nicht mehr sehen. Was muss sie durchgemacht haben? Ich war so hilflos und konnte nichts für sie tun. Der Schmerz damals war schlimm. Zu sehen, wie Sara sich immer mehr dem Abgrund näherte. Warum hat sie sich nicht helfen lassen? Wir waren alle für sie da. Aber vermutlich musste sie es alleine bewältigen. Ich muss ihr sagen, was ich für sie empfinde, wenn sie wach ist.

Grissom ging unter die Dusche. Als er sich angezogen hatte, kam er ins Wohnzimmer, wo Sara mit undurchdringlicher Miene stand.

„Morgen Sara, hast du gut geschlafen?", fragte er sie, umarmte sie und wollte sie küssen.

Doch Sara wehrte ihn ab.

„Sara hör' zu, wir müssen miteinander reden. Das gestern, das war…..", begann Grissom.

„Lass' es gut sein, Grissom. Es war nur Sex nichts weiter. Keine Verpflichtungen, keine Versprechungen, einfach nur Sex. Dass es ein Fehler war, wissen wir beide.", sagte Sara kalt.

Grissom war, als hätte man ihm einen Eimer kaltes Wasser übergeschüttet.

„Glaubst du das wirklich?", fragte er erschüttert.

„Ja Grissom. Es tut mir Leid, es dir sagen zu müssen. Aber während ich mit dir geschlafen habe, hatte ich immer nur Shelton vor Augen. Kein einziges Mal habe ich dich gesehen."

Grissom konnte es nicht glauben, was er da von Sara hörte. Es war als würde er ein Messer in die Brust gerammt bekommen. Der Schmerz war unglaublich.

Das kann doch nicht sein, habe ich mich so getäuscht? Gott, ich Idiot, warum habe ich das nicht gleich gemerkt. Es hätte mir klar sein müssen, als sie anschließend geweint hat. Wieder habe ich alles vermasselt, warum habe ich nicht aufgehört. Sara braucht noch Zeit. Es tut mir so Leid, Sara, ich scheine alles falsch zu machen bei uns.

Plötzlich hatte Sara das Gefühl, in Grissoms Umarmung zu ersticken. Panik stieg in ihr auf, sie machte sich vehement von ihm los. Er ließ sie gehen und sie verschwand im Bad, bevor er etwas sagen konnte. Sara stellte sich unter das heiße Wasser der Dusche und versuchte sich wieder zu beruhigen.

Ich weiß, es war nicht fair, aber anders kann ich mich nicht schützen. Grissom war gestern Nacht einfach wundervoll und ich habe keinen einzigen Augenblick Shelton vor mir gesehen. Ich war mir jede Sekunde bewusst, dass es Grissom war. Ich liebe ihn, mehr als ich gedacht habe, aber ich kann es einfach nicht. Mensch Sara, das hättest du doch gleich wissen müssen, warum hast du das nur getan?

Als sie sich beruhigt hatte, verließ sie die Duschkabine, trocknete sich hastig ab und zog sich an. Sie hatte diese Zeit gebraucht, um sich wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Es war Zeit, das zu tun, was sie gut konnte – Grissom aus ihrem Leben zu verbannen.

„Sag' es nicht.", meinte Grissom, als sie den Mund öffnete.

Einen Moment lang war sie baff.

„Ich brauche keinen Mann in meinem Leben und dich schon gar nicht.", sagte sie dann trotzdem.

„Okay, wenn du das willst. Ich werde ab jetzt für dich nie mehr als ein Freund sein, ich werde dich nicht mehr belästigen.", sagte er, drehte sich um und ging aus ihrer Wohnung.

Als Grissom gegangen war, sank Sara kraftlos zusammen. Sie wusste, wie sehr sie Grissom verletzt hatte. Aber Sara wollte nicht wieder verletzt werden, er hatte sie all die Jahre genug verletzt.
Sie hatte Angst, dass er für sie nicht das Gleiche empfand, was auch sie für ihn empfand.

Sara saß im Flugzeug nach San Simeon und grübelte über ihr Leben nach. Sie war froh am Leben zu sein. Und irgendwann würde sie auch Grissom vergessen. Sie hatte es all die Jahre geschafft, warum sollte sie es nicht weiterhin schaffen?

Es wird noch sehr viel auf mich zukommen in San Simeon. Ich muss mein Leben einfach wieder in Griff bekommen. Ich weiß, dass ich Grissom sehr verletzt habe, und es tut mir auch so Leid. Fast hätte ich ihm heute Nacht gesagt, dass ich ihn liebe.

Sara beschloss sich auf ihre Therapie zu konzentrieren, und Grissom erstmal aus ihrem Kopf zu streichen. Aber, dass das nicht so einfach war, wie sie dachte, ahnte sie nicht im Geringsten.

Grissom war tief verletzt, aber er wollte Sara zu nichts zwingen.

Verdammt Gil, kannst du eigentlich auch mal etwas richtig machen? Du verletzt sie immer wieder. Ich hätte nicht mit ihr schlafen sollen. Ich hätte mich zurückhalten sollen. Sie hat so viel die letzten Monate durchgemacht. Das mit ihrem Vater, hat sie auch noch nicht verarbeitet. Sara ich würde dir so gerne helfen. Warum lässt du mich nicht? Warum habe ich ihr heute Nacht nicht gesagt, dass ich sie liebe? Aber hätte das etwas geändert? Vermutlich nicht. Was das auch immer war heute Nacht. Eines weiß ich, Sara liebt mich nicht. Sie hat mich mal geliebt, aber ich bin zu spät. Sie hat es damals zu mir gesagt, dass es zu spät sein könnte, wenn ich weiß, was ich will.

Diese Erkenntnis traf Grissom hart. Er hatte heute Nacht geglaubt, dass Sara die gleichen Gefühle hätte, wie er. Er wusste im Moment nicht mit dieser Situation umzugehen, besonders, wenn sie wieder arbeiten würde. Diese Nacht hatte ihm mehr bedeutet, als er zugeben wollte.

What you don't know
Is that your scars are beautiful
What you don't know
It's your imperfections always makes me home
What you don't know
Is how we spare our time
Cause I can't speak whenever you're around

And it's not like me to hide behind a wall
And it's not like me to fear before

What you don't know
Is that I lay awake
Wishing you were here tonight
What you don't know
That I loved you long before we were alive
Cause how would you know, how could you know
So now I'm gonna tell you everything

What you don't know
I have studied the way you walk
What you don't know
Is I've already kissed you in the shadows of my heart
What you don't know
Is that you're poetry
If you turn around there's someone you won't see

And it's not like me to hide behind a wall

What you don't know
is that I lay awake
Wishing you were here tonight
What you don't know
Is that I loved you long before we were alive
Cause how would you know, how could you know
So now I'm gonna tell you everything

What you don't know
What you don't know

What you don't know
Is when the morning the sun co light
The morning comes there's time I won't be afraid to try

What you don't know
is that I lay awake
Wishing you were here tonight
What you don't know
That I loved you long before we were alive
Cause how would you know, how could you know
So now I'm gonna tell you everything

What you don't know

... TBC