A/N: So, hier ist nun das nächste Kapitel... Hab nicht viel zu sagen... Keine Angst, auf Eure Reviews antworte ich bald – bin gerade ein wenig im Lernstress. Bin überhaupt froh, dass ich das Kapitel schon fertig hatte um es für euch hochzuladen... Übrigens wird dieses Kapitel das letzte in Teil I sein. Teil II fängt dann nächste Woche an.
Viel Spaß!
Teil I
Kapitel 10: Das erste Training
Son Gohan saß an seinem Schreibtisch und grübelte über seinen Büchern. Das Zimmer war fast stockdunkel, da es spät Abends war, fast Mitternacht, doch die kleine Lampe auf seinem Schreibtisch warf gerade genug Licht auf seine Bücher, damit er sie lesen konnte.
Obwohl sein Leben eine dramatische Wendung nach der anderen genommen hatte, spielten seine Studien noch immer eine wichtige Rolle in seinem Leben. Er war nie zur Schule gegangen, doch er wusste, dass er viel Lernen musste, um etwas aus seinem Leben zu machen. Er musste sich immerhin um die Zwillinge kümmern und er konnte nicht von Bulma erwarten, dass sie sich für immer um sie kümmern würde, da es mehr seine Verantwortung war als ihre. Natürlich war er sich sicher, dass Bulma später freiwillig für ihn und die Kinder das College bezahlen würde, doch wenn er die Chance hatte ein Stipendium zu bekommen – und diese Chancen waren gar nicht mal so übel – würde er sie nutzen.
Der Teenager seufzte und schloss seine Bücher. Er rieb seine Augen und streckte dann seine Arme und seinen Oberkörper. Das reichte für heute. Er war wirklich müde. Mit zwei, nein, mach das drei Halbsaiyajins mitzuhalten war wirklich erschöpfend, besonders, da er in den letzten Tagen nicht so viel Schlaf bekommen hatte.
Sechs Tage waren seit dem Unfall vergangen und seitdem erlaubte er Jenny in seinem Bett zu schlafen, bis sie sich vollständig erholt hatte. Und Junge, obwohl sie so klein war brauchte sie wirklich viel Platz. Doch er konnte ihr das nicht abschlagen, nicht, wenn sie ihn mit ihren großen blauen Augen anschaute und wenn er wusste, wie sehr sie es liebte, mit jemandem zu kuscheln, oder einfach nur mit jemandem in einem Bett zu liegen, ihm nahe zu sein. Er fand sie häufig in einem Bett mit Goten, der merkwürdigerweise nie in die Betten anderer Leute kroch, und sie hatte das auch schon mehrere Male vorher bei Bulma gemacht, wenn er mit Piccolo unterwegs gewesen war, doch auch nur, wenn Vegeta nicht dort gewesen war. Sie hatten zu ihr gesagt, dass er es wahrscheinlich nicht mögen würde, wenn sie in sein und Bulmas Bett kroch, wenn er noch im Bett lag. Und überraschenderweise hatte sie ohne Protest nachgegeben.
Er stand von dem Stuhl auf und schaute auf die schlafende Form in seinem Bett. Der Verband war fort und ihre Arme vollständig geheilt – nicht einmal eine Narbe konnte man sehen. Er hatte zugestimmt, dass sie in seinem Bett schlafen durfte bis ihr Training begann und heute war ihre letzte Nacht hier, was bedeutete, dass sie morgen mit ihrem Training beginnen würde. Seit dem ersten Tag nach dem Unfall sprach sie von nichts anderem mehr und wenn er den Blick in ihren Augen sah, wenn sie wieder davon anfing, fürchtete er, dass er ihre wahre Herkunft nicht mehr verleugnen konnte. Sie war eine Son, die Tochter von Goku, dem stärksten Mann im ganzen Universum. Das Kämpfen lag ihr im Blut – sie war ein Saiyajin.
Nachdem er im Badezimmer verschwunden war, kam er nur in Shorts bekleidet wieder heraus. Er schaltete das Licht an seinem Schreibtisch aus und ging in der Dunkelheit zu seinem Bett. Gohan hob vorsichtig die Decke und legte sich in sein Bett. Als sie die plötzliche Wärmequelle spürte, rückte Jenny sofort in ihrem Schlaf an ihn heran und machte es sich an seiner Brust gemütlich. Ihr Bruder liebkoste sanft ihre weichen blonden Locken, bevor auch er seine Augen schloss. Er hoffte, dass er in dieser Nacht vielleicht ein wenig mehr Schlaf bekommen würde als in den vergangenen Nächten, doch irgendwo tief im Inneren seines Unterbewusstseins wusste er, dass es nicht so sein würde.
Und er sollte Recht behalten.
Am nächsten Tag, oder eher Morgen, wurde er dadurch geweckt, dass das Bett wackelte und letztendlich die Luft brutal aus seinen Lungen gepresst wurde, als etwas, oder eher jemand, auf seinem Bauch landete. Er zwang seine Augen offen, nur um in ein Paar blaue zu schauen. „Jenny, was willst du?", murmelte er schlaftrunken. Er drehte seinen Kopf zu dem Wecker. „Es ist fünf Uhr morgens."
„Ich weiß!" Ihr Grinsen zog sich von einem Ohr zum anderen. „Die Sonne geht auf und im Gravitationsraum brennt schon Licht! Und du und Vegeta wolltet heute anfangen mich zu trainieren! Das hast du versprochen!"
„Ja, das habe ich. Aber kann das nicht bis nach dem Frühstück warten?", fragte er sie. Ihre Lippen verzogen sich zu seinem Schmollmund und sie verschränkte ihre Arme vor der Brust. „Jenny, bitte... Selbst, wenn wir erst nach dem Frühstück anfangen, haben wir noch den ganzen Tag Zeit. Warum legst du dich nicht wieder hin und schläfst noch ein paar Stunden?" Er hob die Decke neben sich an und beobachtete, wie sie widerwillig unter sie kroch.
„Aber wir werden heute trainieren!"
„Ja, das werden wir. Aber nun schlaf weiter, okay?" Seine Augen waren schon geschlossen und er hoffte, dass er wieder einschlafen können würde, obwohl er wusste, dass dieses bei seiner Schwester nicht so sein würde. Er wusste, dass sie viel zu aufgeregt war, um ihre Augen wieder zu schließen, besonders da sie jetzt ziemlich wach war und er konnte nur hoffen, dass sie ihn die nächsten zwei oder drei Stunden mit dem Training in Ruhe lassen würde, damit zumindest er noch ein wenig Schlaf bekam.
Sehr zu seinem Wohlgefallen hatte jemand da draußen seinen Wunsch erfüllt und als er das nächste Mal aufwachte, zeigte die Uhr schon nach sieben an. Er drehte sich um, um nach Jenny zu schauen, als er bemerkte, dass er alleine in seinem Bett war. Verwirrt setzte er sich auf und weitete seine Sinne. Er fand sie schließlich im Erdgeschoss in der Küche, zusammen mit Bulma und den zwei Jungs. War er wirklich wieder so tief eingeschlafen, dass er nicht bemerkt hatte, wie sie das Bett verlassen hatte? Er schüttelte seinen Kopf. Zumindest hatte sie ihn schlafen lassen. Da er glaubte, dass er sie nicht noch länger warten lassen sollte, stand er auf, griff nach ein paar Kleidungsstücken von seiner Kommode – eins davon war sein Gi – und ging in sein Badezimmer. Das letzte, was er jetzt gebrauchen konnte, wäre, dass sie irgendwie auf die Idee kam, alleine mit Vegeta zu trainieren. Dende bewahre, dass er das geschehen lassen würde.
Gohan nahm wirklich nur eine kurze Dusche, gerade lang genug, um den Rest Schlaf abzuwaschen, und nachdem er seine Zähne geputzt und sich angezogen hatte, verließ er sein Zimmer und ging nach unten in die Küche, wo er seine provisorische Familie – minus Vegeta und Bulmas Eltern – um den Tisch beim Frühstück sitzen sah.
„Guten Morgen", begrüßte er sie.
Ein Chor von gedämpften „Morgen Bro"s und „Morgen Gohan"s antwortete ihm, als er sich auf den freien Platz am Tisch setzte und sich zu einem Glas Orangensaft verhalf.
„Hast du gut geschlafen?", fragte Bulma, als sie einen Teller gefüllt mit Pfannkuchen vor ihn stellte. Gohan schaffte es nur als Antwort zu nicken, da er der Rasse der Saiyains getreu bereits auf einem Stück Pfannkuchen kaute. Bulma, die sich nach mehr als vier Jahren der Fütterung von ein paar Saiyajins schon an dieses Verhalten gewöhnt hatte, lächelte nur.
„Können wir jetzt trainieren?", fragte Jenny, sobald der letzte Bissen in ihrem Mund verschwunden und ihr Teller leer war.
„Jenny", schalt Bulma, „dein Bruder ist noch nicht mal mit dem Frühstück fertig. Aber warum gehen wir nicht schon mal nach oben und suchen etwas für dich zum anziehen?"
„'kay!" Jenny nahm Bulmas Hand und zusammen verließen sie die Küche, wo sie Gohan und die zwei Jungs alleine ließen.
„Wow, ich kann immer noch nicht glauben, dass Jenny jetzt auch trainieren wird!", rief Goten aufgeregt aus, als Bulma und seine Schwester verschwunden waren.
„Ich auch nicht...", murmelte sein älterer Bruder nur bedächtig, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder dem Teller vor sich zuwandte.
Etwa zehn Minuten später war alles, das auch nur irgendwie etwas zu essen geähnelt und auf dem Küchentisch gestanden hatte, sicher in den Mägen der verbliebenen drei Halbsaiyajins verstaut und Gohan packte gerade das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine, als Bulma und Jenny zurück in die Küche kamen. Das Mädchen trug jetzt einfache und praktische Kleidung – alte Turnschuhe, schwarze Shorts und ein altes weißes T-Shirt. Bulma wusste, dass, falls Jenny beschließen sollte, ihr Training fortzusetzen, sie ihr ein Gi machen müsste, der gegen die Angriffe widerstandsfähiger war als diese Kleidung, aber erst einmal müsste das reichen.
„Ich bin fertig, großer Bruder!", sagte sie, wobei ihre Stimme und ihre Augen ihre Aufregung eindeutig widerspiegelten. „Können wir jetzt los?"
„Wir können los, sobald ich hier fertig bin", sagte Gohan zu ihr.
„Ihr könnt jetzt gehen. Ich mach den Rest fertig", bot Bulma an. Der Unwille des Teenagers bezüglich dieser Sache hatte sich ein wenig gelegt, doch wenn sie nicht bald mit dem Training anfangen würden, war sie sich ziemlich sicher, dass Gohan seine Meinung ändern und ihr Training absagen würde. „Viel Spaß!"
Mit einem breiten Grinsen nahm Jenny die Hand ihres Bruders und zerrte ihn fast aus der Küche heraus, gefolgt von den zwei Jungs, die auch begierig darauf waren, dass es losging, damit sie dem Training zuschauen konnten. Den ganzen Morgen lang, bis Gohan heruntergekommen war, hatten die drei Kinder von nichts anderem als dem anstehenden Training gesprochen. Die zwei Jungs waren mindestens genauso aufgeregt wie Jenny, besonders da keiner von ihnen wusste, was für ein Training sie erwarten könnten. Würde Vegeta Jenny genauso wie sie trainieren oder würde er rücksichtsvoller sein? Nun, diese Gedanken würden jetzt zu einem Ende gelangen, da die kleine Gruppe Halbsaiyajins inzwischen beim Gravitationsraum angekommen war. Gohan tippte den Code ein, der die Gravitation innen drinnen abschalten und die Tür öffnen würde, und dann traten die vier ein, nur um Vegeta in der Mitte des Raumes in seiner typischen Haltung stehen zu sehen – seine Arme waren vor der Brust verschränkt und das charakteristische finstere Grinsen auf seinem Gesicht.
„Da seid ihr endlich." Vegeta löste seine Haltung und ging auf das Mädchen zu. „Okay, Gör, nun da du hier bist, bist du bereit?" Jenny wollte gerade ihren Mund öffnen, um zu antworten, als Vegeta sie mit einem Handwink verstummen ließ. „Warte, bevor du diese Frage beantwortest, möchte ich dich von den genauen Bedingungen dieses Trainings in Kenntnis setzen. Erst einmal werde ich keine Rücksicht zeigen, nur weil du ein Mädchen bist. Ich werde dich genauso wie die Jungs trainieren. Das bedeutet, du musst dein bestes geben, weil ich mich mit weniger nicht zufrieden geben werde. Ich akzeptiere keine Schlamperei und Faulheit. Du wirst Pausen machen, wenn ich es dir sage. Wenn ich merke, dass du meine Trainingsmethoden nicht ertragen kannst, bist du schwach und denk daran, dass ich keine Schwächlinge trainiere. Aber vergiss auch nicht, dass ich Potential in dir sehe und dass ich alles tun werde, damit du es ganz gebrauchst. Also enttäusch mich nicht."
Er beobachtete aus seinen Augenwinkeln, wie das älteste Blag sich bemühte, seine Kontrolle nicht zu verlieren. Diese Überfürsorglichkeit war erbärmlich. Das Mädchen war doch ein Saiyajin und sollte nun auch wie einer trainiert werden. Es würde zu schade sein, so ein Potential, wie das Mädchen es offensichtlich besaß, zu verschwenden. Wie sonst hätte sie dazu fähig sein können, einen Ki-Strahl, der jedes normale menschliche Wesen innerhalb weniger Sekunden getötet hätte, ohne Training abzuwehren? Oh ja, er konnte es jetzt fühlen. Das Mädchen könnte unter seiner Anleitung eine große Kriegerin werden, vielleicht sogar größer als diese klägliche Entschuldigung für einen Saiyajin, der so verzweifelt versuchte, sie zu beschützen. Vegeta konnte bereits den Tag nicht erwarten, wenn sie bereit war, ihm in einem wirklichen Kampf gegenüberzustehen, damit er sehen konnte, was für eine Kriegerin er hervorgebracht hatte.
„Nun frage ich dich noch einmal. Bist du für dieses Training bereit?"
Jenny schluckte den Klumpen in ihrem Hals herunter und antwortete mit fester Stimme: „Ja."
Der Mund des Prinzen zog sich zu einem vollständig wissenden Grinsen. „Gut. Weißt du, wie du dich letzte Woche verwandelt hast?"
„Nein. Ich kann mich nicht erinnern." Das Mädchen schüttelte ihren Kopf.
„Das habe ich bereits erwartet", murmelte Vegeta und sprang ein paar Meter zurück. Er formte einen kleinen Ki-Ball in seinen Händen, den er in genau dem Moment, in dem seine Füße wieder auf dem Boden aufkamen, auf das Mädchen warf. Doch der Ki-Ball traf sein Ziel nicht – stattdessen wurde er von einem sehr wütenden Halbsaiyajin abgewehrt -, doch er hatte den gewünschten Effekt, wie Vegeta bemerkte.
„Kannst du mir vielleicht erklären, was in deinem Kopf vor sich geht?", knurrte Gohan gefährlich.
„Dreh dich um und sieh selbst."
Der Teenager gehorchte und drehte sich um, und sein Mund fiel geschockt offen. Jenny hatte sich wieder verwandelt. Genauso wie in der vergangenen Woche hatte sie ihre Arme vor ihrem Gesicht gekreuzt, doch er konnte eindeutig die blaue Aura um sie herum sehen, genauso wie das schwarze Haar und der Schwanz, der hinter ihr pendelte. „Wie...?"
Vegeta schnaubte. „Ich dachte, du wärest das Genie hier. Aber um deine Frage zu beantworten – Adrenalin. Als er die potentielle Gefahr wahrgenommen hat, hat ihr Körper reagiert indem er genug Adrenalin produziert hat, damit sie sich verwandelt. Das heißt, sie erhöht instinktiv ihre Kampfkraft." Gohan konnte nur benommen nicken. Was Vegeta sagte, machte Sinn – irgendwie. Er wandte sich wieder seiner Schwester zu, dessen Haar wieder anfing, blond zu flackern. „Weiter so, Gör", verlangte Vegeta. „Konzentrier dich auf die Kraft. Lass sich nicht aus deinem Griff gleiten."
„Ich kann nicht", murmelte sie durch zusammengebissene Zähne. Sie senkte ihre Arme, doch ihr ganzer Körper war angespannt. Ihre Hände waren zu festen Fäusten geballt und ihre Augen waren fest zugepresst.
„Atme. Konzentrier dich. Du kannst diese Macht nicht mir reiner Kraft festhalten." Die blaue Aura verblasste, Jennys Körper entspannte sich merklich und das Flackern hörte auf. Ihr Haar blieb schwarz, der Schwanz war noch da und nun, da sie ihre Augen öffnete, konnten sie sehen, dass auch sie schwarz waren.
„Cool...", rief Goten aus und Trunks nickte zustimmend.
„Ruhe! Ihr stört ihre Konzentration!", schnauzte Vegeta sie an, bevor er sich wieder Jenny zuwandte, die ihn mit ihren schwarzen Augen, die voller Konzentration waren, anschaute. Schweißperlen lagen auf ihrer Stirn und rannen an ihrem erröteten Gesicht herunter. Sie atmete in kurzen, stotternden Atemzügen. „Atme, langsam und tief. Und vergiss nicht, dich zu konzentrieren."
„Ich..." Bevor sie das beenden konnte, was sie sagen wollte, fiel sie auf ihre Knie und die Kraft verließ sie. Sie keuchte schwer und schaute zu ihrem Lehrer auf. „Es... es tut mir Leid..."
Vegeta grunzte nur als Antwort. „Fünf Minuten um dich zu erholen und dann verwandelst du dich wieder. Alleine und ohne Hilfe."
„Das kannst du nicht machen, Vegeta", widersprach Gohan. „Schau sie dir an. Sie wird heute mit einer weiteren Verwandlung nicht fertig."
„Du solltest mehr Vertrauen in sie haben, Junge. Sie kann mehr als das ab, glaub mir. Und wenn du weiterhin mein Training unterbrichst, das Training, das sie akzeptiert hat, habe ich keine andere Wahl, als dich aus dem Gravitationsraum zu schmeißen."
„Aber—"
„Es ist okay, Gohan", hörte er Jennys Stimme sagen. Ihre Atmung hatte sich wieder beruhigt und sie hatte es geschafft, auf ihre Füße zu kommen. „Es wird schon gehen."
Er wollte wieder etwas sagen, doch entschied sich dagegen, als er den Blick in ihren Augen sah – ein Blick, der ihm sagte, nicht zu widersprechen, ein Blick, der definitiv von ihrer Mutter kam. Daher versuchte Jenny sich fünf Minuten später wieder zu verwandeln, während er und die zwei Jungs an der Seitenlinie standen, und zu ihrer großen Überraschung schaffte Jenny es wieder, obwohl es erst eine Weile gedauert hatte.
Es war schon Spätnachmittag und Son Gohan saß draußen vor dem Gravitationsraum im grünen Gras. Er konnte die Stimmen von Trunks und Goten in der Nähe hören, doch mit seinen Gedanken war er im Gravitationsraum bei seiner Schwester. Vegeta hatte ihn und die Jungs nach dem Mittag ausgesperrt, mit der Begründung, dass sie nur störten und sie ablenken würden. Gohan hatte sogar mit dem Gedanken gespielt, die Tür einfach zu zerstören, doch er wollte sich dann nicht mit Bulma darüber auseinandersetzen. Er hatte dem Training immerhin zugestimmt und er hatte erwartet, dass Vegetas Training hart sein würde. Deshalb konnte er nicht einfach dort hineinmarschieren und sein Versprechen brechen. Er konnte Jenny das einfach nicht antun – nicht bei den Fortschritten, die sie machte. Mit jedem Mal wurde die Verwandlung und auch in dieser Form zu bleiben für sie einfacher, weshalb Vegeta kurz vor dem Mittag mit einfachen Abwehr- und Ausweichübungen begonnen hatte.
Er hatte es in ihren Augen gesehen – die Entschlossenheit, die Bissigkeit, die Leidenschaft und die Liebe zum Kampf. Wer war er, um ihr das einfach wegzunehmen? Er wollte sie glücklich sehen und wenn er diesen Preis dafür zahlen musste, dann sollte es so sein. Und wenn er am vergangenen Abend noch über ihre Herkunft gezweifelt hatte, war er sich dessen jetzt vollkommen sicher. Sie schien noch mehr ein Saiyajin zu sein als er es jemals war oder jemals sein würde.
Und mit dieser Entscheidung ihr zu erlauben, das Training fortzusetzen, hatte er für ewig ihr Schicksal als Kriegerin besiegelt.
Ende Teil I
So, das war das letzte Kapitel des ersten Teils dieser Geschichte! Ich hoffe, ihr mochtet sie bis jetzt und ich hoffe auch, dass ihr die kommenden Teile auch mögt! Wie ihr wisst, wird eine Review immer sehr gerne gesehen!
Okay, und da ich wirklich fies bin, werde ich euch zwei kleine Previews für Kapitel im zweiten Teil geben!
Sie beobachtete misstrauisch durch die Schlitze ihrer halb geschlossenen blauen Augen wie der neue Junge die wenigen Stufen zur letzten Tischreihe hinaufging – die gleiche Reihe, in der sie saß – und sich auf den Platz neben ihrer besten Freundin setzte. Sie wusste, dass sie ihn vorher schon einmal gesehen hatte. Nur wann und noch wichtiger, wo? Ihr Blick blieb auf ihm haften und sie war so in ihren Gedanken über die Identität des Jungen vertieft, dass sie nur zur Hälfte mitbekam, worüber er und ihre Freundin redeten, bis es ihr plötzlich einfiel.
Er wusste nicht, dass es im ganzen Universum nur eines gab, das wesentlich gefährlicher war als ein wütender Saiyajin – und dass das ein Saiyajin war, der absolut stinksauer war und geradezu vor Rage tobte.
Und er wusste nicht, dass er es nun mit einem zu tun hatte.
