Warning: Es geht in diesem Chap leicht heiß her… Daher auch das angezogene Rating… ;)

10. Unfaithful…

Vorsichtig öffnete sie ihre Augen; und schloss sie blitzschnell wieder. Ihr Kopf drohte aufgrund des starken Lichteinfalls im Zimmer zu zerspringen.

„Oh mein Gott", hauchte sie. Oder eher: Sie hatte es vor, denn ihre Stimme wurde irgendwo in ihrem Hals verschluckt. Heraus kam nur ein kleines, jämmerliches Krächzen.

Benommen drückte sie ihr heißes Gesicht ins kühle Kissen, versuchte das unberechenbare Dröhnen hinter ihren scheinbar geschwollenen Schläfen zu ignorieren und einen klaren Kopf zu fassen.

Was war passiert?

Die Gedanken sammelten sich, die Kühle des Kissens und die Dunkelheit in der sie sich einen genüsslichen Moment verkroch, fühlten sich wunderbar an.

Sie hatte getrunken. Nein, eigentlich hatte sie gesoffen wie ein Loch. Oder auch wie ein alter Seemann ohne Furcht, Tadel und Beherrschung. Eigentlich alles Eigenschaften die sie besaß. Die eine mehr, die andere weniger: Doch alles in allem war sie verdammt stolz auf jede einzelne. Leider fehlte ihr die Beschaffenheit der Trinkfestigkeit. Somit hatte sie die vergangene Nacht schätzungsweise vier Jahre ihres jungen Lebens gekostet.

Aber, soweit sie sich erinnern konnte war es ja noch besser gekommen. Sie hatte mit Malfoy getrunken. Da waren sie mehr oder weniger klar: Die Erinnerungen an die alberne Begrabung ihres Kriegsbeils, ihr kleines lächerliches Trinkspiel…

Sein warmer Körper auf ihr, während sie halb auf ihrem Stuhl und auf dem Tisch hing. Er presste sich hart gegen sie, während sie mit ihrer Zunge in seinen Mund vorstupste. Eine Hand in seinem Haar, die andere fest in sein viel zu dünnes Shirt gekrallt. Sie konnte jeden seiner Muskeln spüren, spürte seine Hitze regelrecht unter ihren Fingerspitzen brennen.

Und dann der Wirt, der sie irgendwann grob unterbrach. Als sie sich langsam und widerwillig von einander lösten war die Kneipe vollkommen menschenleer gewesen.

Braucht ihr ein Zimmer?", hallte seine amüsierte Stimme schmerzhaft in ihrem Kopf. Immer und immer wieder.

„Gott", kreischte sie so laut es ihre wunde Kehle erlaubte. Heraus kam aber wieder nur ein heiseres Krächzen, welches augenblicklich wieder vom Kissen eingefangen wurde.

Sie zwang sich dazu die Augen zu öffnen. Und ihr Herz setzte scheinbar mehrere Momente aus, während sie die vollkommen fremde Umgebung erblickte.

Dann begann es ruckartig wieder zu schlagen und ihr Atem beschleunigte sich. Hinter ihren Schläfen überschlugen sich die Erinnerungen: Eine verschleierte als die andere und dennoch klar genug um ein merkwürdiges Gefühl der Übelkeit in ihr hochsteigen zu lassen. Sie versuchte es herunterzuschlucken, doch eine erneute Welle Erinnerungen überrollte sie.

Sich taumelte kichernd hinter ihm den Flur entlang, zerrte an seinem Mantel während er etwas unbeholfen versuchte die Tür zu öffnen. Sie trat seitlich an ihn heran, drängte sich so heftig zu ihm in den Türrahmen, dass er den Halt verlor und gegen die andere Seite prallte. Sie folgte ihm wieder kichernd, leckte spielerisch an seiner Ohrmuschel.

Granger", keuchte er, drängte sie etwas zurück.

Ein leises Knurren, sie stützte sich gegen die Tür. „Mach schneller…"

Ein Klacken, sie taumelte vor, doch er hielt sie fest, zog sie zurück. Gemeinsam taumelten sie in den Raum. Grob zog er sie an sich, schloss die Tür lautstark hinter sich und schaltete das Licht ein…

Fahrig warf sie einen prüfenden Blick auf die linke Seite des Bettes. Wer oder was auch immer da neben ihr lag hatte sich die Bettdecke fast komplett über den Kopf gezogen, doch einige platinblonde Haarsträhnen bestätigten ihre schlimmsten Befürchtungen.

Ich will dich…" Ihre eigene, brüchige Stimme…

Ein heiserer Aufschrei entwischte ihrer Kehle als sie versuchte sich ruckartig aufzurichten. Doch weder das Schreien, noch das Bewegen gelang ihr wirklich. Ihr Kopf schien es sich zur Aufgabe gemacht zu haben sie umzubringen. Stöhnend presste sie ihre Hände an ihre Stirn, zwang sich dazu einige Male tief ein und auszuatmen.

Er sah sie aus hungrigen und trüben Augen an. Er war ihr so entsetzlich nah, sein Gesicht direkt vor ihrem. Dann beugte er sich vor, seine Wange streifte ihre. Sie zog seinen Körper fest an ihren…

‚Ich bin nackt', schoss es ihr durch den Kopf. Sie konnte es spüren, nichts trennte sie von der kühlen Decke, die sie beinahe liebevoll einhüllte. Ein leises heiseres und leicht hysterisches Lachen entwischte ihr und sie fragte sich ob das vielleicht der Restalkohol war.

Einen Moment spielte sie mit dem Gedanken einfach aufzustehen, ihre sieben Sachen zusammen zu raffen und zu verschwinden. Doch es schien ihr in diesem Moment, in dem ihr Kopf ihr einfach seinen Dienst versagte, genauso falsch wie der Gedanke zu bleiben.

„Nein", haucht sie und kauerte sich mit rasendem Herzen zusammen.

Das hier konnte doch nicht ernsthaft wahr sein. Sie sah sich mit schmerzenden Augen im Zimmer um, in dem sie sich befand. Es war ziemlich klein und sehr spärlich eingerichtet. Vor dem verschmutzten Fenster hingen farblich verschlissene Vorhänge. Sie waren nicht verschlossen…

Ruckartig richtete sie sich auf, strich sich fahrig durchs Haar und gab dem Blonden neben ihr einen kräftigen Schlag in die Seite.

„Malfoy, du elender Mistkerl!", fauchte sie.

Langsam regte er sich, zog die Decke zurück und sah sie aus winzig kleinen grauen Augen an. Verwunderung, Schlaf und Schmerz stand in seiner Miene.

„Granger?", gab er brüchig von sich, schloss seine Augen jedoch sofort wieder mit leidgeplagtem Gesicht. Er atmete ein paar Mal tief durch. „Was zur Hölle machst du hier?", fügte er schließlich schwächlich zischend hinzu.

„Dreimal darfst du raten, du Scheißkerl", fauchte sie und schlug erneut nach ihm. „Und jetzt tu nicht so, als könntest du dich an nichts mehr erinnern!"

„Verdammt, hör auf nach mir zu-", er warf die Decke zurück, richtete sich ruckartig auf und griff nach ihrer Hand. Die Decke rutschte ihm in den scheinbar nackten Schoss, versteckte nur das Nötigste. Das Gefühl seine Haut auf ihrer zu spüren brachte sie fast um.

Ein stürmischer Kuss, ihre nackte und verschwitzte Haut klebte aneinander. Mit einem schelmischen Lächeln betrachtete sie ihn aus verschleierten Augen, ihr Körper brannte, während sie sich unbeholfen aufrichtete. Sie kippte zurück und er zog sie erneut in einen Kuss, wobei er ihr auf die Unterlippe biss. Sie wusste nicht ob es Absicht war, aber es ließ sie hart gegen seine Lippen stöhnen.

Im nächsten Moment umfasste er sie grob an den Hüften, hob sie etwas an um sie dann ebenso bestimmt wieder zurück in seinen Schoss zu drängen. Sie keuchte erneut, zog ihn grinsend an den Haaren in einen Kuss. Dieses Mal biss sie leicht zu und er hob sie mit dunkelgrauen Augen erneut an…

Hermione entzog ihm hastig ihre Hand, rückte so weit von ihm wie möglich, zog ihre Beine an ihren Körper und die Decke höher; schlang sie fester um sich. „Oh Gott nein", hauchte sie, wobei sie das letzte Wort einige Male wiederholte.

Der Blonde keuchte, riss die Augen einen Moment unfokussiert auf, schluckte stark und atmete tief durch.

Er sah sie einen Moment beunruhigend an. „Entschuldige mich einen….Moment…"

Mit einer heftigen Bewegung seines Armes warf er die Bettdecke so kräftig von sich, dass sie ihr über den Kopf schlug. Luft drang an ihren nackten Schoss und sie befreite sich errötend und leise kreischend von der Decke um sich wieder in dieser einzuhüllen. Als sie endlich wieder freie Sicht hatte und bedeckt war, schlug die Badezimmertür gerade lautstark zu.

Etwas irritiert starrte sie auf das abgesplitterte Holz. Dann hörte sie dass er sich dahinter übergab. Mit leicht zitternden Händen rieb sie sich über das schmerzende Gesicht. Ein erneutes ungläubiges und hysterisches Lachen entwischte ihr. Das durfte doch nicht wirklich wahr sein.

Dann riss sie sich ruckartig aus ihren Gedanken los, lehnte sich aus dem Bett und angelte ihren Slip und ihre Bluse herbei. So schnell sie konnte zog sie sich beides über, sprang aus dem Bett und jagte durch das Zimmer um ihre restlichen Kleidungsstücke zu suchen.

Als sie ihren rechten Schuh unter dem Bett hervorzog wurde ihr bewusst dass er schon verdammt lange und verdammt leise im Badezimmer verschwunden war.

Sie richtete sich auf, immer noch nur im Slip und der Bluse gekleidet und lauschte auf die Geräusche aus dem Bad. Nichts.

„Verdammt", hauchte sie und richtete sich langsam auf. „Malfoy?", fragte sie durch die geschlossene Tür hindurch.

„Merlin, Granger… Verpiss dich einfach…", kam es beinahe wie auf Kommando zurück.

Sie entfernte sich etwas von der Tür, starrte unschlüssig auf das Holz. „Du bist sicher dass es dir gut geht?"

Er lachte bitter. „Natürlich Granger! Ich bin gerade eben nackt mit dir in einem Bett erwacht. Mir geht´s bestens!"

„Ich bezog das jetzt eher auf deinen körperlichen Zustand, du elender Vollidiot", gab sie schneidend zurück. Ihre Schläfen schienen um weitere Zentimeter anzuschwellen.

Einen Moment schwieg er, dann hörte sie deutliche Bewegungen auf der anderen Seite. Schließlich ertönte der Wasserhahn. Er schien sich das Gesicht zu waschen, vielleicht spülte er sich auch den Mund aus.

Erschrocken fuhr sie wieder von der Tür zurück, sie hatte gerade unterbewusst tatsächlich an dieser gelauscht. Hitze stieg ihr ins Gesicht.

„Siehst du meine Sachen?", fragte er heiser.

Sie sah sich um, erblickte seine schwarzen Shorts und sein Shirt. Weitere Hitze schoss in ihr Gesicht.

„Ja, warte…", sagte sie und sammelte beides auf. Dann reichte sie ihm beide Kleidungsstücke durch den leicht geöffneten Türspalt, den er ihr darbot.

Keine zwei Minuten später öffnete er ihr die Tür, trat ihr im Grunde ebenso erbärmlich entgegen, wie sie sicher gerade aussah: Spärlich bekleidet, entsetzlich blass und mit vollkommen zerzaustem Haar. Jedoch vermutete sie, dass er immer noch den besseren Anblick bot. Sie sah sicher aus wie ein explodierter Mopp.

Er wich ihren Blicken aus, sah sich einen Moment im Zimmer um. „Wo zur Hölle sind wir hier?", sagte er dann.

„Ich dachte das wüsstest du", gab sie versucht schnippisch zurück. Doch natürlich misslang ihr auch das.

Er ging rüber zum Bett, ließ sich auf den Rand fallen und angelte nach seiner Hose. Aus dieser zog er eine Schachtel Zigaretten und zündete sich schließlich eine an. „Nein, wohl kaum…", sagte er etwas brüchig; sie hatte den Anschein es sollte gehässig klingen.

Vorsichtig setzte sie sich wieder in Bewegung, suchte ihre weiteren Kleidungsstücke zusammen. Aus den Augenwinkeln konnte sie sehen, dass er seine Hose im Sitzen anzog: Die Zigarette hing ihm dabei im Mundwinkel.

Stöhnend richtete er sich auf, legte den Glimmstängel auf dem Nachtisch ab und verschwand wieder ins Bad.

„Malfoy", fluchte sie leise und eilte hinüber zur Zigarette, bevor diese womöglich noch das Zimmer in Brand steckte. Natürlich hätte sie den Brand mit ihrem Zauberstab-

Sie erstarrte. Wo war ihre Jacke? Soweit ihre vernebelte Erinnerung es zuließ, hatte sie ihren Schal und ihren Pullunder scheinbar in der Taverne zurück gelassen. Jedenfalls konnte sie beides bei einem Blick durchs Zimmer nicht erhaschen.

Erleichtert erblickte sie wenige Sekunden später jedoch wenigstens ihre Jacke. Sie lag vollkommen zerknüllt vor der Tür; direkt über Malfoys Mantel. Aus der Seitentasche lugte ihr Zauberstab hervor.

Der Wasserhahn ertönte erneut und wenige Sekunden taumelte er wieder ins Zimmer. „Scheiße, ich hasse dich", fluchte er dabei.

Sie wollte etwas erwidern, doch er irritierte sie indem er auf sie zukam und ihr die halb heruntergebrannte Zigarette aus der Hand nahm. Etwas Unverständliches murmelnd ließ er sich wieder auf das Bett fallen.

„Ich denke kaum, dass das deinem Magen jetzt gut tun wird", zischte sie, als sie endlich ihre Hose gefunden und übergezogen hatte.

Er zuckte mit den Schultern. „Was kümmert es dich?"

„Du findest das scheinbar auch noch lustig", fauchte sie, als sie endlich ihre Socken und ihren rechten Schuh gefunden hatte. Sie ließ sich auf der gegenüberliegenden Bettseite nieder, drehte ihm so den Rücken zu. Innerlich hetzte sie ihm gerade tausend und einen Fluch auf den Hals.

Der Blonde beobachtete sie einen Moment nur schweigend und es machte sie noch rasender.

Schließlich nahm er einen weiteren Zug und sah sie dann an. „Nein, um ehrlich zu sein finde ich das nicht lustig. Aber, ich denke du regst dich gerade genug für uns beide auf."

Sie richtete sich auf, blickte über ihre Schulter hinweg. „Du bist so ein Ekel, Malfoy!", fauchte sie. „Hast du meinen BH gesehen?" Sie bellte die letzten zwei Worte fast, mit ihr gingen eindeutig die Nerven durch.

In was für eine Scheiße hatte sie sich da bloß geritten; und was für eine interessante Wortwahl das doch war…

Er angelte etwas ungelenk hinter sich, zog das schwarze Stück Spitze scheinbar aus den Kissen und reichte es ihr. „Bis vor wenigen Stunden war ich noch Gott", hauchte er dann süffisant.

„Große Worte für jemanden der gerade zum zweiten Mal die Kloschüssel geküsst hat", entgegnete sie spöttisch.

„Granger, im Prinzip hast du mich erbarmungslos abgefüllt, also halte die Klappe", gab er schneidend zurück.

„Ich habe dich also abgefüllt? Du hast-"

„Ich habe nichts!", fiel er ihr ins Wort. „Du warst die jenige, die uns selig glucksend immer wieder nachschenkte."

„Du hast es aber selbstständig getrunken!", schrie sie nun und zuckte unter dem Schmerz, der ihre eigene Stimme verursachte zusammen. Stöhnend hielt sie sich die Schläfen.

„Merlin Granger, beruhige dich… Oder rege dich wenigstens leiser auf", zischte er und auch seine Miene zeugte von Leid.

„Ich soll mich beruhigen? Sieh dir diese Scheiße doch mal an", knurrte sie wieder eine Spur zu laut und deute ausladend in den Raum. Sie wusste dass sie hysterisch klang.

Er war bei ihren lauten Worten nun ebenfalls zusammen gezuckt, presste sein Gesicht kurz in seine Hände. „Ich sehe diese Scheiße", sagte er dann schneidend, „und wenn du noch mal so rumbrüllst, dass mir fast der Schädel platzt, hexe ich dir deinen vom Hals!"

Sie lachte bitter. „Weißt du was, leck mich doch!" Noch bevor sie es ausgesprochen hatte, schoss ihr Schamesröte ins Gesicht. Sie schnappte nach Luft und setzte an, bevor er etwas erwidern konnte. „Sag nichts!" Sie schüttelte den Kopf und stopfte ihren BH in ihre Jackentasche. „Ausgerechnet mit DIR!", fluchte sie.

Der Blonde nahm einen weiteren Zug, grinste einfach nur spöttisch.

Sie knirschte mit den Zähnen, während sie ihre Schuhe anzog. „Du bist ein Arschloch!"

Er hob gespielt beschwichtigend die Arme, dennoch war ein spöttisches Funkeln in seinen Augen nicht zu übersehen. Langsam und stark blass um die Nase schwang er seine Beine aufs Bett, lehnte sich gegen das Kissen und sah sie an.

Knurrend und Fluche murmelnd kämpfte sie gegen den Drang an nicht lauthals los zu schreien. „Also, ich würde sagen wir vergessen das Ganze", sagte sie dann.

Er nahm einen weiteren Zug.

„Immerhin steht meine Beziehung auf dem Spiel und ich denke…", sie stockte… Gott, sie hatte nicht vor es Ron zu sagen…

Sie atmete aus, sah ihn an. In der Hoffnung so etwas wie Einverständnis in seiner kalten Miene zu sehen. Doch seine Masken saßen.

„Gott Malfoy, sag irgendwas! Irgendetwas!", fauchte sie.

Er rollte genervt mit den Augen. „Granger, ich werde den Teufel tun und das hier irgendwem erzählen." Dann griff er nach links und hielt ihr grinsend die Schachtel Zigaretten hin, „Also, möchtest du eine? Auf unsere neue Freundschaft."

Schnaubend stürmte sie zur Tür, riss diese auf und verließ das Zimmer…

-v-

Prüfend richtete sie ihre Bluse und fuhr sich ein letztes Mal durchs Haar. Dann öffnete sie langsam die Tür zum Fuchsbau und hoffte dass sie es ungesehen ins Badezimmer im ersten Stock schaffen würde.

„Mione", kam ihr im Inneren jedoch direkt eine vollkommen übernächtigte Ginny entgegen. Dicht gefolgt von Harry, Molly, Arthur, George, Angelina und auch Ron.

„Es tut mir so leid", hauchte ihre Freundin, während sie sie in eine feste Umarmung zog.

Molly schien hinter ihrer Tochter erleichtert auszuatmen. „Diese zwei Trunkenbolde haben mehrere Abreibungen verpasst bekommen, weil sie dich einfach so zurück gelassen haben", sagte die Weasley-Mutter ernst.

Harry und Ginny senkten beide sichtlich beschämt den Kopf.

„Es tut uns wirklich leid", wiederholte Ginny sich.

Hermione nickte schwach, versuchte den Rotschopf fern zu halten, der sie eindeutig wieder in eine Umarmung ziehen wollte.

„Wir haben uns solche Sorgen gemacht", sagte Ginny schließlich leise.

Molly machte sich auf in die Küche, um für alle Tee zu kochen.

„Wir wollten dich gerade suchen gehen", sagte Arthur, der nun – gemeinsam mit Ron – seine Jacke zurück an den überfüllten Kleiderharken hing.

„Schon okay, ich war einfach betrunken und bin…", sie zögerte, zog sich ebenfalls den Mantel aus und warf ihn etwas unbeholfen über den bereits bestehenden Kleiderhaufen. „…in der Taverne eingeschlafen. Zwischen den Tischen und Stühlen", beendete sie langsam den Satz und mühte sich ein schiefes Grinsen ab.

Sie fühlte sich furchtbar und hinzukommend war ihr übel. Sie hatte sich auf dem Weg hierher ebenfalls übergeben müssen.

„Der Tee ist fertig, Kinder", erschien Mollys immer noch angespanntes Gesicht in der Küchentür. Hermione drehte sich bei dem Gedanken daran jetzt etwas zu sich zu nehmen der Magen um.

„Ich werde erst einmal ein Bad nehmen", sagte sie schwach und machte sich dann langsam daran die Treppen hinaufzusteigen. Als sie die ersten zwei Stufen passiert hatte umfasste sie Ron am Handgelenk, zog sie zurück. Die anderen waren bereits in die Küche verschwunden.

Ihr stockte der Atem, ihr Herz begann zu rasen.

‚Er weiß es', flüsterte ihre innere Stimme.

Er sah sie aus kornblauen Augen an, dann zog er sie an sich. Sie taumelte vollkommen unvorbereitet gegen ihn, schloss die Augen. Ihr Herz raste immer noch, sie hatte panische Angst er könnte Malfoy oder den Geruch von Sex an ihr riechen.

„Merlin, ich bin gestorben vor Angst", flüsterte er in ihr Haar, während er sie noch etwas fester an sich zog.

Ihre Arme versteiften sich zu ihren Seiten und sie spürte wie ihr Herz sich zu einem klitzekleinen Stein zusammen zog.

Als er sich von ihr löste sah er sie an, wie er sie lange nicht mehr angesehen hatte. „Du stinkst", sagte er dann und löste sich beinahe hektisch von ihr.

Sie schluckte.

„Lass dir Zeit", sagte er und deutete in die erste Etage. „Wenn du magst können wir nachher spazieren gehen."

Sie nickte schwach, spürte Tränen in ihren Augen aufsteigen.

Sie atmete tief aus, kämpfte gegen die Tränen an, die ihr unweigerlich in die Augen stiegen. Dann hechtete sie so schnell sie konnte hoch ins Bad. Hoffte sie könnte die Erinnerungen und die Schuld gemeinsam mit den Spuren dieser Nacht hinfort waschen…

*** *** ***

Vorschau auf das nächste Chapter:

Gedankenverloren blickte sie auf ihre Hand, drehte ihren Verlobungsring immer wieder um ihren Finger. Dieser Bund erschien ihr falscher denn je. Irgendwo war ein Riss, doch so sehr sie auch suchte, konnte sie den Anfang nicht finden. Kitten war also unmöglich…

*** *** ***

So… Ich denke, ich belasse dieses Chapter mal ohne große Worte… Ich bin sicher so mancher wird geschockt sein: In welcher Weise auch immer… *lol*

Meine beiden Betalies nahmen die Wendung jedenfalls sehr gut auf, auch wenn Kiggi ziemlich überrascht war, dass; ihre Worte: „Malfoy ihn überhaupt noch hochbekommen hat"… Zu Zeit erholt sie sich in St. Mungos – man sollte niemals die Standfestigkeit eines Malfoys in Frage stellen.. *lol* Ich muss zugeben; so´n bissle wunderte mich das ja auch… Aber, ich darf das nicht zu laut sagen, ich muss ja Weiterschreiben… ;)

DANKE wie immer an meine beiden lieben Betalies und natürlich auch an alle meine Leser; ganz besonders natürlich die, die mir so lieblich ihre Meinung gegeigt haben… Ich bitte (aka flehe) auch weiterhin um jede Menge Töne… *hehe*

DnA: Es freut mich, dass es dir gefallen hat. Und ja, genau das ist es eben was ich mir auch denke… ;) Das mit dem Kotzen und Umfallen ging mir während des Schreibens auch ab und an durch den Kopf… Es passte aber nicht zum Plot… *lol*

HexenLady: Ich freue mich, dass du dich freust… *hehe* Nee, ich habe die FF noch lange nicht fertig. Ich habe so viele Ideen, ich fürchte sie wird echt lang… Und mit Ron habe ich leider auch noch ne Menge vor… Du musst ihn also wohl oder übel noch etwas ertragen…*lol*

Nessi.C.: Ja, es lag wohl bedenklich nahe, dass er irgendwann einfach umfällt… *lol* Es war ein wenig schwer bei dieser Sache einen halbwegs gelungenen Mittelweg zu finden… Also, einen wo es wenigstens halbwegs glaubhaft ist, dass er nicht tot umfällt aber trotzdem durch genug für das geplante Ende des Abends ist… Dafür ging es ihm ja danach mies genug… *lol* Und ob er das Mione jemals vergessen lässt, werden wir sehen… *hehe* Und klar darfst du wählen.. A also… Dann muss ich demnächst mal ne entsprechende Szene einbauen… McGonagall, die Salsa tanzend durch die große Halle schwebt… *haha*

Die-na: Ja, da hattest du wohl recht… Wahrscheinlich geht´s denen bei Weitem noch ZU gut… *lol* Und ja, ich mag es spannend… *hehe*

Draco´s CoffeeGirl: Hehe… Ich muss gestehen, dass du dich nicht von meinem Chap losreißen konntest macht mich richtig stolz… *lol* Und nee, Dracos Name kam in der Vorschau nicht vor… da hatte ich pingelig drauf geachtet, um nicht zuviel zu verraten… *hrhr*

Tom Riddle: Hui, ein männlicher Leser… Ich weiß jetzt nicht ob das wirklich SO extrem ungewöhnlich ist. *Desert Rose* haben damals auch mein Ex-Schwager, mein Ex-Mann UND mein Ex-Schwiegervater ziemlich begeistert gelesen… Nur halt nicht hier… *lol* Aber es freut mich riesig, dass du hergefunden hast… :) Und danke für die ganzen Blümchen… ich hoffe auch weiterhin von dir zu hören… ;)