Do you feel the burn? I would burn it down for love
Does it ease the pain when you close your eyes?
Do you give in to your desire
Or live inside your tower of endless nights
Watch the smoke roll out of my broken heart
Burn it down for love
There's no force on earth can keep us apart
„Ich freue mich, euch erneut hier in Kells begrüßen zu dürfen, Lynette. Ich hoffe ihr fühlt euch ganz wie zuhause." „Ich danke euch, meine Königin. Es hat sich viel verändert seit dem ich das letzte mal hier war. Garrett hat mich bereits von den neusten Ereignissen unterrichtet, es tut mir sehr leid wegen eurem Vater, ihr habt mein vollstes Mitgefühl.", sagte die junge Prinzessin und verneigte sich vor Deirdra. „Danke, ich weiß das sehr zu schätzen. Garrett wird euch in eure Kammer führen.", antwortete sie und nickte Garrett zu, der bereits neben Lynette stand und bis über beide Ohren grinste. „Den hat's ja wohl schwer erwischt.", flüsterte Angus Ivar zu. „Ich kann ihn vollkommen verstehen.", gab Ivar seinem Freund zur Antwort und dachte dabei an seine eigene Prinzessin, die zu Hause auf ihn wartete.
„Mylady.", sagte Garrett als er Lynette den Arm reichte. In diesem Moment kam Aideen durch das Fenster geflogen. „Mystische Ritter, Mystische Ritter! Ich bringe Nachricht von Rohan.", meinte die kleine Fee, völlig außer Atem. „Was bringst du für Nachrichten?", fragte die Königin. Hoffentlich gab es keinen erneuten Angriff. „Rohan war bei König Fin Varra. Er sagte dass ihr nun auch stärkere Rüstungen bekommt. Angus ist der erste, der zu Govnu, dem Feenschmied gehen soll." „Govnu? War das nicht der Kerl, den Rohan aufgesucht hatte?", fragte Angus. Die kleine Elfe nickte. „Ja jeder von euch muss ihn ebenfalls dazu bringen, seine Rüstung zu verstärken. Alle bis auf Deirdra." Die Königin kniff die Augen zusammen. „Wieso alle bis auf mich?" „Das hat Rohan nicht gesagt."
Angus grinste. „Na das kann dann ja wohl nicht zu schwer sein, Rohan hat ja gesagt wie die drei Blechgesichter zu besiegen sind und das mit der größten Angst krieg ich auch hin. Also wer kommt mit?" Garrett wandte sich mit Lynette zusammen um. „Ich muss mich um die Prinzessin kümmern." Damit verließen sie den Raum. „Ich kann hier nicht weg und ich brauche Ivar hier, um mir bei den königlichen Pflichten zur Hand zu gehen.", meinte Deirdra und überlegte. Sie musste nicht lange nachdenken, denn in dem Moment kam Amara die Treppe zu Cathbad's Kammer herunter. „Ich begleite ihn." Angus war überrascht. „Du? Sicher?" Die junge Hexe grinste. „Klar, das lass ich mir doch nicht entgehen. Außerdem muss doch jemand deine Überreste zurück nach Kells schaffen." „Pah du wirst staunen, das wird ein Spaziergang für mich." „Wer's glaubt."
Deirdra hob ihre Hand und gebot ihnen damit zu Schweigen. „Na gut dann begleite ihn. Angus sei Vorsichtig, Govnu hat aus dem Kampf mit Rohan sicher etwas gelernt."
Angus und Amara nickten ehe sie den Thronsaal verließen, um sich auf den Weg zu machen. „Um welche königlichen Pflichten handelt es sich denn, die Audienzen sind doch für heute schon erledigt?", fragte Ivar als er mit der Königin allein war. „Keine aber du übernimmst hier das Kommando, bis ich zurück bin." „Zurück? Wo willst du denn hin?" „Zu Rohan. Ich muss wissen, was Fin Varra damit meinte, dass ich keine stärkere Rüstung bekomme." „Aber Deirdra du kannst doch nicht..." „Was kann ich nicht? Ich dachte ich bin die Königin und kann somit tun was ich will. Ivar ich bin bald zurück, falls jemand fragt, sag ihnen ich fühle mich nicht besonders gut." Ehe Ivar erneut Einspruch erheben konnte, war die Königin schon auf dem Weg in ihre Kammer, um sich umzuziehen. Sie konnte Aideen's Nachricht nicht so stehen lassen, sie musste einfach wissen, was es damit auf sich hatte.
Einige Stunden später schlenderten Angus und Amara durch die Berge des Trübsinns. Den ganzen Weg über hatten sie nicht wirklich viel geredet, hauptsächlich über belanglose Dinge wie das Wetter oder sie haben sich wieder gegenseitig geärgert. „Sag mal, wie ist das eigentlich mit deiner Familie? Deine Mutter war auch eine Hexe?", fragte Angus schließlich. Amara funkelte ihn böse an. „Ich will nicht darüber reden, okay." „Schon gut, schon gut. Ich frage mich ja nur wo du her kommst und so." „Aus einem ärmlichen Dorf in Kells, können wir das Thema damit bitte lassen." Angus nickte. Diese Frau war wirklich ein Rätsel. Sie wollte einfach nichts von sich preisgeben, was Angus natürlich erst recht anstachelte, mehr über sie erfahren zu wollen. Er wusste nicht warum, aber selbst wenn er nicht im Schloss war, ging ihm diese Frau nicht aus dem Kopf. Obwohl sie ihm nun schon einige male eine Abfuhr erteilt hatte – vielleicht war es auch genau das, was sie so interessant machte. „Da schau.", sagte sie plötzlich und blieb stehen. „Die Höhle des Feenschmiedes." Angus folgte ihrem Blick und sah nun auch die Öffnung im Felsen, die in eine Höhle zu führen schien. „Na dann mal los." Vorsichtig stiegen die beiden durch die Öffnung und fanden sich sogleich in der Höhle des Feenschmiedes wieder. Überall lagen Waffen herum, in der Ecke stand ein Amboss und vor ihnen an der Wand standen die großen Metallenen Krieger, von den Rohan gesprochen hatte. „Govnu, Waffenschmied des Glutofens. Ich bin hier um eine Verstärkung meiner Rüstung einzufordern.", sagte Angus als er sich umsah. „Sieht so aus als wäre hier niemand.", meinte Amara. Sie fuhr mit den Fingern über eines der Schwerter und lächelte. „Das ist faszinierend. Solche Waffen hab ich noch nie vorher gesehen."
„Das haben nur wenige sterbliche, junges Mädchen.", hörten sie plötzlich eine Stimme sagen, die dann lachte. „So eine Verbesserung der Rüstung will er also und wer ist er?"
Angus wandte sich der Stimme zu und sah einen kleinen, dicklichen Mann mit Tätowierungen auf dem Kopf. „Angus, Mystischer Ritter der Erde. Bist du Govnu?" „Ja der bin ich, Mystischer Ritter. Um eine stärkere Rüstung zu bekommen, musst du zwei Test bestehen, der erste..." „Sind die Blechdosen hinter mir, ja ja schon klar. Zwei Tests und so weiter. Können wir anfangen, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit."
Govnus Augen verengten sich zu Schlitzen. „Geduld scheint nicht deine Stärke zu sein, Mystischer Ritter. So sei es denn." Plötzlich bewegten sich die Statuen hinter Angus und gingen zum Angriff über. Erst versuchte er es mit dem Schwert, merkte jedoch schnell, dass er damit nicht weit kam. „Angus, Trödel nicht so rum, nimm das Wasser!", rief Amara ihm zu. Angus lief hinüber zu dem Wassertrog, schnappte sich einen Eimer und übergoss die Statuen damit. Zu seinem Entsetzen, wurden sie zwar langsamer, bewegten sich jedoch noch immer. „Was ist das für ein Zauber? Ich dachte Wasser und Metall passen nicht zusammen." Govnus lachte. „Meint ihr allen ernstes, ich hätte nicht dazu gelernt?"
„Angus, sie sind dennoch etwas langsamer, nimm den Streitkolben!", rief Amara wieder. Erst verstand der Ritter nicht, was sie meinte, doch dann dämmerte es ihm. „So, dann werden wir mal sehen ob ihr auch Erdbebensicher seit.", er schwang seinen Streitkolben über dem Kopf und ließ ihn dann krachend zu Boden sausen. Die Erde bebte unter ihren Füßen, die Metallstatuen konnten sich nicht länger aufrecht halten und fielen zu Boden, wobei sie in Tausend Einzelteile zersprangen. „Ja so geht das.", rief Angus stolz. Govnus dagegen sah gar nicht Glücklich aus. „Sei verdammt!"
Angus ging auf den Feenschmied zu und lachte. „Wer kann, der kann. Also was ist mit dem zweiten Test."
„Im ersten Test ging es um Schlauheit und die hast du leider nicht gerade bewiesen, da deine kleine Freundin dir geholfen hat. Ich ordne es dennoch mal positiv ein, da dies zeigt, dass du in der Lage bist auf deine Freunde zu hören. Nun jedoch kommt der härteste Test den es gibt. Du wirst nun mehr deiner allergrößten Furcht begegnen." Er trag zurück und lachte. „Blabla mach schon, zeig sie mir meine größte Furcht."
Govnus ging in Flammen auf und als der Rauch sich legte kam kein geringerer als Rohan zum Vorschein. Na klar, das hätte Angus sich auch gleich denken können. Seine größte Furcht bestand darin, sich gegen seinen besten Freund stellen zu müssen. Rohan ging auf Angus los, dieser griff sofort wieder zu seinem Schwert und wehrte sich. „Pass auf.", rief Amara wieder. Angus wehrte sich nach Leibeskräften, obwohl er wusste, dass er eigentlich keine Chance hatte. Schließlich sprang er zurück, warf sein Schwert zur Seite und hob die Arme. „Was tust du denn da?", fragte die junge Hexe sichtlich geschockt. „Ich kann es nicht. Ich kann nicht gegen meinen besten Freund kämpfen und ihn besiegen. Auch wenn ich weiß, dass er es im Grund nicht ist, ich bringe es einfach nicht übers Herz." Er schloss die Augen und wandte den Kopf zur Seite, mit der Gewissheit, gleich getötet zu werden, doch nichts geschah. Als er sich wieder umwandte, war Rohan verschwunden und Govnu stand vor ihm. „Du hast bestanden.", grummelte dieser. „Bestanden? Aber ich habe doch gar nicht gekämpft." „Du hast dich mit deiner Loyalität deinem Freund gegenüber als würdig erwiesen und erhältst damit nun ebenfalls den Kampfesszorn."
Angus hob die Streitaxt über seinen Kopf. Govnu murmelte etwas, dann fing die Waffe an zu glühen. Der Ritter des Waldes erhielt zuerst seine normale Rüstung, die dann begann sich zu verändern. Sie wurde dicker, stärker und hatte noch reichlichere Verzierungen als vorher schon. „Boah, das ist ja Wahnsinn!", sagte Angus. „Ich spüre die neue Kraft in mir!"
„Du hast mir heute bewiesen was für ein großer und mutiger Krieger du bist, deswegen bekommst auch du eine neue Waffe." Der Streitkolben fing erneut an zu glühen und schließlich hielt Angus den neuen Streitkolben mit zwei Morgensternen an dessen Ende in der Hand. „Ich Fass es nicht!"
„Nun geh und setze deine neuen Kräfte weise ein.", meinte Govnu, ehe er sich an Amara wandte. „Sorge dafür, denn hinter jedem starken Mann, steht eine noch stärkere Frau." Amara blinzelte. „Wir sind nicht zusammen, das ist ein Missverständnis." „Nein, junges Mädchen, das Missverständnis liegt bei euch! Nun Geht!"
Die beiden verließen schnell die Höhle. Draußen angekommen tänzelte Angus herum wie ein kleines Kind, dass so eben ein neues Geschenk bekommen hatte. „Na, was sagst du jetzt! Ich sagte doch, das wird ein Kinderspiel!" Amara verschränkte die Arme vor der Brust. „Ja aber nur, weil ich dir geholfen habe, du ach so großer Ritter." Sie lief den Pfad entlang und ließ Angus verwirrt zurück. „Hey warte, was meinst du denn damit?"
Rohan stand gerade vor dem Kamin in seinem Thronsaal, als Deirdra von einem der Wachen hereingeführt wurde. Der König von Temra nickte ihm dankend zu, ehe er mit der Königin von Kells alleine war. Draußen war es inzwischen schon dunkel und das einzige Licht im Thronsaal ging von dem Kamin aus und einigen Kerzen die an den Wänden standen. Deirdra legte die Kapuze ihres Umhangs ab und trat auf Rohan zu. Unter dem Umhang hatte sie erneut dieses wunderschöne rote Samtkleid an, das Rohan so sehr an ihr gefiel. „Deirdra, was verschafft mir die Ehre? Ist etwas passiert?" Die Königin schüttelte den Kopf. Es war seltsam hier in Temra zu sein ohne sich verstecken zu müssen. Sie hatte diesen Thronsaal nie besonders gemocht, doch durch Rohan's Anwesenheit fühlte sie sich dennoch wohl. „Angus hat sich auf den Weg zu Govnu gemacht, wir haben deine Nachricht erhalten." „Das ist gut. Ich denke für Angus wird das kein allzu großes Problem darstellen." Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah sie an. „Du bist doch nicht nur gekommen, um mir das zu sagen, dafür hättest du auch Aideen schicken können." Deirdra seufzte. „Natürlich nicht. Rohan was meinte Fin Varra damit, dass ich keine neue Rüstung bekommen werde?" Er hatte bereits damit gerechnet, dass diese Frage kommen würde, nur hatte er nicht gedacht, dass sie dafür persönlich nach Temra reisen könnte. „Das wüsste ich auch gerne. Er sagte nur, dass du auf anderem Wege zu neuer Macht gelangen wirst. Mehr hat er dazu nicht gesagt." „Na das ist ja mal wieder typisch Fin Varra." Rohan trat auf sie zu und lächelte. „Draußen ist es schon dunkel, bleib heute Nacht hier und morgen kannst du unbesorgt zurück nach Kells reiten." Er erschrak, als sie einen Schritt zurück ging und nicht auf sein lächeln reagierte. „Rohan ich hatte gehofft, ich könnte ein paar Tage hier bleiben.", sagte sie leise. „Bitte schick mich nicht gleich wieder zurück." Er sah die Tränen in ihren Augen und es lief ihm eiskalt den Rücken herunter. Scheinbar hatte sie sich doch noch nicht vollständig von dem Schock erholt. Er nickte. „Bleib solange du möchtest, du bist hier jederzeit willkommen." „Ich danke dir."
Die Königin von Kells so zu sehen, brach ihm fast das Herz. Sie war eine so starke Frau, dass sie jemals so am Boden zerstört sein konnte, hätte er niemals gedacht. Ja, dass sie sogar davon lief! Aber es wunderte ihn nicht, bei allem, was passiert war in letzter Zeit. Er nahm Deirdra's Arm und führte sie durch das dunkle Schloss zu den Kammern. Dort angekommen, öffnete er die Tür und ging mit ihr hinein. Es sah hier nicht wirklich anders aus als in Kells. Ein Himmelbett, eine Kommode, Schränke und ein Kamin in dem Feuer brannte. Rohan nahm Deirdra den Umhang ab bevor sich die Königin auf das Bett setzte. „Versuch zu schlafen, morgen sieht die Welt schon wieder anders aus.", meinte er lächelnd. Er drehte sich um und wollte das Zimmer verlassen, als erneut ihre Stimme ertönte. „Rohan..." „Ja, Deirdra?" „Würdest du … könntest du... würdest du noch ein wenig bei mir bleiben? Zumindest bis ich eingeschlafen bin ich habe zur Zeit nicht gerade den besten Schlaf.", sagte sie und blickte dabei auf das Feuer. Bei so einer ungewöhnlichen Bitte traute sie sich nicht, ihm ins Gesicht zu sehen. Auch Rohan war ein wenig schockiert, doch er hatte nichts dagegen ihr noch länger Gesellschaft zu leisten. Erneut kam ihm seine bitte ihn zu heiraten von vor einigen Wochen in den Sinn. Nach diesem Desaster hatte er eigentlich gedacht er hätte seine Chancen nun für alle Zeiten ruiniert. Natürlich würde er es jetzt auch nicht wagen, Annäherungsversuche bei der Königin zu starten. Er war zu sehr Gentleman um ihre Verletztheit auszunutzen.
„Natürlich bleibe ich, wenn du das wünschst." Sie lächelte. „Dreh dich um, ich muss mein Kleid ausziehen." Rohan tat wie ihm befohlen wurde, was im Moment sogar ganz gut war, denn so konnte Deirdra nicht sehen, wie rot er gerade wurde.
Deirdra schlüpfte aus ihrem Kleid, schlug das Laken zurück und legte sich in das Bett. „Ist ok.", sagte sie dann leise. Als Rohan sich umdrehte, lag sie in die Decken gekuschelt im Bett und sah zu ihm auf. Die Gewissheit, dass Deirdra unter dem Laken nur sehr wenig Stoff trug, ließ ihn erneut erröten. Er räusperte sich, trat hinüber zum Bett und setzte sich neben Deirdra wobei er sich am Kopfende des Bettes anlehnte. Die Königin lag neben ihm und schwieg
Rohan wusste nicht, wie lange er in der Kammer gewesen war doch scheinbar musste er irgendwann eingenickt sein. Als er die Augen aufschlug, war es draußen noch immer stockfinster. Er lag mittlerweile neben Deirdra, ihr Kopf ruhte an seiner Schulter und sie schien zu schlafen. Ein seltsames Gefühl durchfuhr ihn und es wurde noch seltsamer, als er bemerkte, dass sein Arm unter Deirdra ruhte. Er hatte keine Ahnung wie sie in diese Position geraten konnten aber es fühlte sich gut an. Er genoss die Nähe seiner Freundin, die er schon so lange begehrte und wagte es nicht sie zu wecken. Doch es half nichts, er musste die Kammer irgendwie verlassen. Nicht auszudenken, wenn sie am Morgen von seinen Bediensteten so gefunden würden. Zwei unverheiratete Könige gemeinsam in einem Bett, das wäre ein Skandal. Vorsichtig versuchte Rohan seinen Arm unter ihr hervorzuziehen, was jedoch zur Folge hatte, dass sie sich bewegte und langsam die Augen aufschlug. „Was ist passiert?", fragte sie noch etwas benommen. „Sch Schlaf weiter.", antwortete Rohan sanft. Deirdra jedoch hob ihren Kopf und sah Rohan direkt in die Augen. Sie war nur noch wenige Zentimeter von ihm entfernt, was seinen Puls schlagartig in die Höhe schnellen ließ. Er konnte nicht anders. Sanft strich er ihr eine Strähne aus dem Gesicht, was in Deirdra eine Explosion an Gefühlen auslöste. Sie lag in seinen Armen, sein Gesicht neben dem ihren und dann berührte er sie auch noch. Deirdra konnte dem Drang einfach nicht widerstehen so rutschte sie mit dem Kopf ein kleines Stück höher bis sich ihre Lippen zum ersten mal trafen. Ein sanfter Kuss, der ihren Körper erzittern ließ. Auch Rohan war unfähig zu denken oder sich zu bewegen. So lange hatte er davon geträumt diese sanften Lippen küssen zu dürfen und nun war es geschehen. Seine Gefühle liefen Amok, sein Körper bebte und er wollte nur noch eins: Dass dieser Moment niemals enden würde.
Er spürte Deirdra's Hand in seinem Nacken, die den Kuss intensivierte, auch seine Arme umklammerten die Königin inzwischen immer fester. Der Kuss wurde immer intensiver, langsam kam es Rohan so vor als würde seine Zunge seinem Gehirn nicht mehr gehorchen. Funktionierte sein Verstand überhaupt noch oder hatte er sich schon ein paar Etagen nach unten verlagert? Rohan wusste es nicht, er war auch nicht fähig darüber nachzudenken. Die Tatsache, dass Deirdra's Hand sich gerade ihren Weg unter sein Hemd gebahnt hatte, machte es auch nicht gerade leichter. Am liebsten hätte er sofort die Decke weggerissen und seinem Verlangen freien Lauf gelassen, doch sein Gewissen holte ihn zuvor wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. „Deirdra wir sollten nicht...", stammelte er zwischen ihren Küssen hervor. Die Königin zog sich ruckartig zurück und setzte sich auf. „Entschuldige, ich weiß nicht, was in mich gefahren ist." Das Entsetzen stand ihr ins Gesicht geschrieben. Auch Rohan setzte sich nun auf, was eine gute Idee war wie er feststellen musste, da gab es eine Kleinigkeit in seinen unteren Körperregionen, die gerade nicht mehr zu verleugnen war. Er hoffte, Deirdra hätte seine Erregung nicht bemerkt. „Deirdra, ich..." „Du solltest jetzt gehen.", sagte sie ohne ihn anzusehen. „Aber ich..." „GEH!"
