Our Love Story
Übersetzt von TiaAgano
Disclaimer: siehe Kapitel 1
Kapitel 11
Es ist Mittwoch geworden und Harry und ich sind schon sehr aufgeregt wegen des anstehenden Arzttermins. Schließlich werden wir ja nicht nur erfahren ob es dem Baby gut geht, sondern auch endlich was es denn eigentlich wird. Ich hoffe ja immer noch auf ein Mädchen und ich hab so das Gefühl, dass es auch eins wird.
Nach dem Mittagsessen schlendern Harry und ich also zum Krankenflügel und kaum sind wir dort angekommen, scheucht mich Mme. Pomfrey auch schon auf eines der Betten. „In Ordnung, Mr. Malfoy, dann machen Sie bitte ihren Oberkörper frei und nehmen diesen Trank ein, der den Ultraschall-Zauber auslöst." Ich tue wie mir geheißen wird und schlucke artig den sehr süßlichen Trank. Kaum habe ich alles ausgetrunken, da murmelt Mme. Pomfrey auch schon eine mir nicht verständliche Zauberformel und eine Kugel aus einer rauchähnlichen Konsistenz erscheint direkt über meinem Bauch.
Staunend können weder Harry noch ich die Augen den Umrissen unseres Babys nehmen, die sich bereits leicht in der Kugel abzeichnen. Es sieht so winzig aus, aber ich habe noch nie etwas schöneres gesehen. In Harrys Augen bilden sich Tränen, aber sein Lächeln ist breiter denn je.
„Merlin, Draco, das ist unser Kind!... Ich ...ich... es ist so... unglaublich!" „Ich weiß!" Mme. Pomfrey räuspert sich leicht um unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. „Nun, dem Baby geht es sehr gut, aber ich möchte Sie trotzdem darum bitten mehr Gemüse und Proteine zu sich zu nehmen. Das Geburtsdatum wird wohl irgendwann Ende April oder Anfang Mai sein. Möchten Sie jetzt das Geschlecht des Kindes erfahren?"
„Was meinst du?", frage ich Harry. „Die Entscheidung liegt bei dir, Schatz." „Also ich will es wissen, auch wenn ich mir ohnehin ziemlich sicher bin, dass es ein Mädchen wird." Mme. Pomfrey lächelt. „Es ist in der Tat ein Mädchen!" „Ich hab es doch gewusst!", strahle ich sowohl Harry als auch Mme. Pomfrey an. „Nun, von medizinischer Seite, wäre das für dieses Mal alles. Oder hat einer von Ihnen noch Fragen?" „Ähm ja...ich!"
Verwirrt blicke ich zu Harry. „Nur heraus damit, Mr. Potter." „Nun, ähm,... sagen wir, dass... also wenn Draco... oben liegt... sie verstehen?... Wäre es dann möglich, dass ich schwanger werde?" Inzwischen ist er knallpink angelaufen und ist sichtlich darum bemüht niemandem in die Augen zu schauen.
Mme. Pomfrey ist sichtlich bemüht ein Kichern zu unterdrücken. „Nun, Mr. Potter, das wäre durchaus möglich, gut dass Sie fragen. Sie sollten sich von Pr. Snape einen speziellen Verhütungstrank brauen lassen. Aber ich muss Sie warnen: Dieser Trank muss alle paar Monate erneuert werden, also wenn Sie nicht schwanger werden möchten, sollten sie nicht vergessen ihn wieder zu nehmen. Das selbe gilt für Sie, Mr. Malfoy. Sie sollten den Trank nach der Schwangerschaft auch einnehmen. ...Wenn das dann alles gewesen ist, sehen wir uns in 3 Wochen wieder und Sie können für heute gehen."
Nickend knöpfe ich mein Hemd zu und drehe mich dann zu Harry um, der immer noch keinem von uns in die Augen sehen kann. Trotz dessen gehen wir Hand in Hand runter in mein Zimmer, sprechen allerdings kein einziges Wort bis wir dort sind. „Ähm... Harry... wieso genau hast du, Mme. Pomfrey, diese Frage gestellt?" Schon wieder läuft er knallrot an. „Oh...äh... na ja, ich... hab mich gefragt wie es wohl wäre, wenn ich... unten liege. ... A...Aber nur, wenn du das wirklich auch willst. Wir müssen nicht. Das ist absolut deine Entscheidung! Wenn du nicht willst, dann versteh ich..."
„Harry! ...Halt die Klappe und komm her!" Langsam trottet er zu mir herüber und lässt sich zögernd von mir in die Arme schließen. „Sehr gut. Und jetzt, schau mich an!" Widerstrebend wird mir auch dieser Wunsch erfüllt. „Ich würde sehr gerne mal oben liegen, hab schon ein paar Mal darüber nachgedacht. Was denkst du, wann du den Zaubertrank bekommen kannst?" Als ich ihm zuzwinkere, beginnt er endlich sich wieder zu entspannen. Lächelnd küsse ich ihn auf die Nasenspitze und er legt seinen Kopf auf meiner Schulter ab.
„Ich liebe dich!", flüstert er mir zärtlich ins Ohr. „Ich weiß. Ich liebe dich auch!", murmele ich zurück und schließe ihn noch fester in meine Arme. Für eine Weile verbleiben wir noch in dieser Position, doch dann werde ich hungrig. Ich beginne damit Harry davon zu überzeugen, dass er mir unbedingt etwas aus der Küche holen muss, und nach einer längeren Diskussion und einer ziemlich heftigen Knutscherei ist er auch gerne dazu bereit.
Der Weihnachtsmorgen kommt viel zu früh. Geweckt werden Harry und ich durch ein lautes „Tock, Tock, Tock" am Fenster. Genervt stöhne ich auf und stupse Harry etwas unsanft an. „Schatz, geh bitte ans Fenster und töte augenblicklich, was auch immer gerade diesen Krach fabriziert!" Harry kichert leise vor sich hin. „Aber, Draco, es könnte etwas wichtiges sein!" „Mir egal! Es ist viel, viel zu früh für Post! Geh rüber, hol den Brief, schick den blöden Vogel weg und dann komm sofort wieder ins Bett.
Ich höre wie Harry aus dem Bett steigt, zum Fenster hinüber geht, es öffnet und wieder schließt. Dann kommt er zum Bett zurück, aber anstatt wieder zu mir hinein zu klettern, steht er einfach nur da und starrt mit ernster Miene auf den Brief. „Was ist?" „Ich... ich denke, der Brief ist von einem deiner Eltern." Meine Augen weiten sich. „Wie...woher willst du..." „Der Brief trägt euer Familiensiegel." Meine Augen weiten sich noch ein wenig mehr. Hastig greife ich nach dem Brief und reiße ihn praktisch auf.
Mein lieber Sohn,
Da dein Vater nicht erfahren darf, dass ich weiterhin mit dir in Kontakt stehe, muss ich mich leider sehr kurz fassen. Zuerst, lass mich dir mitteilen wie glücklich ich darüber bin, dass du dich dagegen entschieden hast dem Beispiel deines Vaters zu folgen und das Dunkle Mal abgelehnt hast. Doch wenn es stimmt, was dein Vater sagt, dann befindest du dich in großer Gefahr. Draco, innerhalb von Hogwarts gibt es mindestens einen Spion. Dein Vater weiß von deiner Schwangerschaft und auch, dass Harry Potter der andere Vater ist. Dass dein Vater außer sich ist vor Wut, muss ich dir wohl nicht sagen. Ich weiß nicht, welche Anordnungen er gegeben hat, aber Kidnapping ist definitiv einer der Möglichkeiten. Also bitte, sei vorsichtig wem du traust und pass auf dich auf.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass du jemanden gefunden hast, den du von ganzem Herzen liebst und der noch dazu deine Gefühle erwidert. Schon jetzt freue ich mich darauf Großmutter zu werden und hoffe eines Tages mein Enkelkind im Arm halten zu können. Ich bin sehr, sehr stolz auf dich, Draco. Bitte, passt gut auf euch auf.
Mit all meiner Liebe,
Deine Mutter,
Narcissa Malfoy
Als ich den Brief zu Ende gelesen habe, füllen sich meine Augen mit Tränen. „Draco? Alles in Ordnung?... Schatz, was stand in dem Brief? Du bist ziemlich blass geworden." Die Tränen rinnen mir in Strömen über das Gesicht, ich bin nicht in der Lage zu antworten. Meine Mutter hat gesagt, dass sie mich liebt und stolz auf mich ist. Ich kann kaum glauben, dass ich sie mein Wohlergehen tatsächlich kümmert. Selbst als ich klein war, hat meine Mutter mir niemals irgendwelche Zeichen der Zuneigung gezeigt.
Harry schließt die Arme um mich und zieht mich fest an sich. „Dray, was ist los? Warum weinst du?" "Sie liebt mich, Harry! Sie interessiert sich tatsächlich für mich. Sie ist stolz auf mich und kanns kaum erwarten Großmutter zu werden." Die Tränen wollen einfach nicht versiegen. Sanft lächelnd wischt mir Harry über die feuchten Wangen. „Wer? Deine Mutter?" Nickend reiche ich ihm den Brief, damit wer ihn selbst lesen kann.
Seine Augen weiten sich, während er den Brief liest. „Kidnapping? Verdammt, Draco, was machen wir nur?" Augenblicklich erblasse ich. Diesen Teil des Briefes habe ich komplett ignoriert. „Merlin, Harry... Das Baby! Wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass sie sicher ist! Ich kenne meinen Vater, er wird alles tun um unsere Kleine in die Finger zu kriegen." „Beruhige dich, Schatz. Was mich im Moment am meisten kümmert ist, wie um alles in der Welt er überhaupt von dem Baby erfahren konnte." „Ich hab keine Ahnung, ehrlich. Aber was sollen wir nur machen?"
„Mach dir keine Sorgen, Draco. Ich hab versprochen, dass euch nichts passiert und das Versprechen werde ich halten. Morgen reden wir mit Dumbledore, der weiß sicher Rat." Für ein paar Minuten sitzen wir einfach nur engumschlungen da, doch dann bricht Harry unser Schweigen. „Draco?" „Ja?" „Fröhliche Weihnachten!" Verwirrt blinzele ich ihn an, dann weiten sich meine Augen. Über den Brief habe ich doch glatt komplett vergessen, dass Weihnachten ist.
„Merlin, das hab ich fast vergessen! Fröhliche Weihnachten, Liebling." Harry beugt sich herab um mich zu küssen, doch ich wende schnell das Gesicht ab. „Morgendlicher Mundgeruch…uäw.", murmele ich grinsend. Kopfschüttelnd verschwindet er im Bad und ich folge ihm augenblicklich.
Ich bin kaum fertig mit Zähneputzen, als ich auch schon in einen tiefen Kuss verwickelt werde, den ich auch sofort erwidere. Erst als wir wirklich kaum noch Luft bekommen, unterbrechen wir den Kuss. „Frohes Fest, Harry." „Frohes Fest, Schatz. Komm schon, lass uns Geschenke öffnen." Und schon ist er lachend in mein Schlafzimmer verschwunden und ich folge ihm augenblicklich.
-TBC-
