Kapitel 10 ~ Streit

Als hätte ich eine Wahl. Sasuke lässt mich nicht einfach gehen. Müde lege ich mich aufs Bett und versuche mich selbst zu heilen, versuche den Schmerz los zu werden.

Was er wohl jetzt mit mir macht? Wieso hat er mir eigentlich geholfen? Ach schon wieder Fragen. Kann ich nicht einfach mal damit aufhören? Schon wieder eine Frage. Jetzt reicht es, ich muss an etwas anderes denken.

Ich schließe die Augen, versinke im Schwarzen. Erholung, keinen Gedanken erfasse ich. Wundervoll.

Langsam bildet sich ein Gesicht, Sais Gesicht. Erschreckt reise ich die Augen auf, denn jemand klopft an der Tür.

Es ist Karin. „Lass die Finger von Sasuke! Hast du mich verstanden?" Eifersucht, noch jemand die Sasuke verfallen ist. Doch sie darf ihn begleiten, ich nicht. Ist sie stärker? Nein, Schluss mit den Fragen. „Hast du nicht zu bestimmen!", gebe ich laut zurück. Ich erhebe mich. „Oh doch. Sasuke gehört mir. Du bist nichts wert, nur eine kleine Ninja, die nichts drauf hat.", meint sie. „Ach ja, ich bin nicht klein! Ich besiege dich!" Ich koche nur so vor Wut. „In was? Weinen?", provoziert sie mich. „Im Kampf. Und jetzt halt deine Klappe und verschwinde!", schreie ich sie an. Gerade in dem Moment kommt er wieder ins Zimmer. „Karin raus hier! Und zu dir, wenn du kämpfen willst dann brauchst das nur zu sagen.", meint Sasuke. „Hier, zieh das an, wir brechen auf!", setzt er vor und wirft mir einen Stapel Kleidung zu. Was soll das denn bitte? Will er mich etwa mitnehmen? „Genau, beeil dich." Das hab ich ja schon wieder vergessen. Wiederrede bringt sowieso nichts, also gehe ich sofort ins Bad.

Ich beschaue mir die Kleidungsstücke: ein baufreies Top, schwarze Hot Pants und eine Rock. Alles sehr knapp, aber naja erst mal machen was er sagt.

Als ich wieder ins Zimmer trete steht Sasuke wartend an der Tür. „Leg das an, Waffen bekommst du erst, wenn du dich bewiesen hast.", sagt er zu mir. Ich lege den Gürtel um und folge ihm.

Karin scheint schon zu warten, doch er richtet kein Wort an sie. Ich folge ihm einfach, genau wie sie und zwei weitere Jungs.

Stunden lang laufen wir durch den Wald, es regnet schon seit über einer Stunde. Aber keiner sagt ein Wort, sie starren mich alle nur an. Erst am Abend kommen wir zu einem Dorf. „Deine erste Aufgabe, besorg uns dort ein Zimmer. Wir bezahlen nicht.", trägt er mir auf. Super da freu ich mich doch.

Ich trete in den Empfangsraum, ein Mann steht dort. „Hallo, ein großes Zimmer bitte.", richte ich mich an ihn. „Bezahlung?", fragt er. „Schick die Rechnung an Konoha, an die Hokage. Hier mein Ausweis und könnt ich gerade noch ein paar Zeilen schreiben?" Der junge Mann sieht mir in die Augen, ich hoffe er erkennt, was ich ihm damit sagen will. „Selbstverständlich.", antwortet er. Schnell schreibe ich ein paar Zeilen an Tsunade, ich kann nur hoffen, dass Sasuke meine Gedanken nicht liest. „Die Zimmerschlüssel." „Danke."

Als ich nach draußen trete wartet nur noch Sasuke. „Lass uns gehen." Was ist denn nun? „Essen.", antwortet er mir wieder ohne dass ich die Frage ausgesprochen habe. Er führt mich zu einem Schnellimbiss, dort warten die anderen auch schon. „Du hättest mich das machen lassen sollen. Die braucht viel zu lange für so eine mickrige Aufgabe.", beschwert sich die rot haarige Karin. „Klappe. Setz dich.", unterbricht Sasuke sie. Er hat eindeutig das sagen. Diese Karin scheint auf jeden Fall ein schwieriger Fall zu sein.

Was wohl als nächstes passiert? Ich bekomme eine Ohrfeige. „Hör gefälligst zu!", befiehlt Sasuke mir laut. Mist ich war in meinen Gedanken versunken. Karin ist am lachen. Ich halt das nicht aus, ich knalle ihr eine. „Mach dich nicht lustig über mich.", fauche ich sie an. „Du kleine Schlampe.", bringt sie empört hervor. Das geht zu weit. „Wie hast du mich genannt?!", frage ich nochmals nach. „Schlampe!", antwortet sie sicher. Ich spüre wie meine Wut hochkommt. Sowas muss ich mir nicht bieten lassen. Ich gehe auf sie los. Da hat sie nicht erwartet, sie stürzt nach hinten. „Nenn mich noch einmal Schlampe und du wirst den nächsten Tag nicht mehr erleben!", drohe ich ihr. Ich sitze auf ihr. Ihre Hände fest in meiner Gewalt. „Lass sie Suigetsu.", höre ich Sasuke sagen. „Schlampe!", spuckt sie mir entgegen. Ich schlage ihr ins Gesicht. Sie drückt mit aller Kraft gegen mich. Ich halte Stand, drücke ihre Handgelenke noch fester auf den Boden, es knackt und sie schreit vor Schmerzen auf. Eine Hand fast mich am Arm und will mich wegzeihen, doch ich reagiere und wehre mich. Ich schlage ihm ins Gesicht. Er verzieht keine Miene sonder zieht mich von Karin runter und schlägt mich gegen die nächste Wand. Jetzt reicht es mir erst Recht, wie von selbst trete ich ihm gegens Schienbein. Er taumelt ein paar Schritte zurück. Ich richte mich auf und schlage ihn erneut ins Gesicht. „Es reicht mir, Sasuke Uchiha!", fauche ich. Was fällt ihm, hätte mich einfach machen lassen, dann hätte er auch keine bekommen. „Ich bin nicht mehr schwach und sowas lasse ich mir nicht gefallen. Lass mich in Ruhe!", setze ich fort. Als ich mir sicher bin, dass er nichts mehr erwidert verlasse ich den Ort. Ich gehe in das Gasthaus und gebe den Schlüssel zurück. „Den benötige ich doch nicht mehr. Danke für ihre Hilfe.", meine ich. Keiner ist mir gefolgt, kommt mir ganz Recht.

Es ist besser ich gehe zurück nach Konoha, da respektiert man mich wenigstens. Sasuke ist ein Mistkerl.