Entweder meine Kapitel werden länger oder ich versuche die Anzahl der Kapitel damit klein zu halten g.
Wie immer zuerst ein paar nette Worte für die, die auch nette Worte für mich haben :):
- Ranko Dann rück ihn wenigstens für Hermine raus, wenn schon nicht für mich ;)!
- Abe Dankeschööön für deine wieder liebe review :)! Lupin ist ja nicht direkt ratz fatz in sie verliebt. Eigentlich dachte ich, dass es so ein bisschen klar wird, aber du hast Recht, es kommt schon etwas eigenartig rüber. Aber keine Sorge, ich habe eine Erklärung darüber sowieso geplant gehabt und ein bisschen ist es auch schon in dieses Kapitel mit eingeflossen.
PS: Ich lasse mich gern ärgern und bin auch sicher nicht böse darüber ;). Dafür teile ich selber auch viel zu gern aus evilgrin.
- jess Ich glaube, das ist das Schönste, was mir passieren kann. Wenn jemand ein Kapitel nicht nur ein Mal sondern sogar zwei Mal liest Träne aus dem Augenwinkel wisch und verschämt ins Taschentuch schnäuz. Danke :)
- Nadine Hi! Bist du neu oder hast du dir gedacht: Ooch dann review ich erst bei Kapitel 10, wo es romantisch wird? grins Letzteres würde mir sagen, dass auch welche mitlesen, die nicht reviewen, es also noch mehreren gefällt freu. Der Gesprächsteil am Ende ist auch mein Lieblingsteil :). Ich habe ein noch viel größeres Gespräch zwischen Lupin und Hermine geplant und hoffe, dass es genau so schön und lustig wird wie das Ende von Kapitel 10.
Weiter im Text ...
Beim Mittagessen in der Großen Halle sahen sie sich wieder. Mit auf eine Hand gestütztem Kopf stocherte Lupin lustlos in seinem Essen herum und starrte zum Gryffindortisch. Hermine sah sehr selten und wenn auch nur flüchtig zum Lehrertisch hoch.
"Remus," sagte Prof. McGonagall und setzte sich neben ihn.
Doch er hörte sie nicht und hing denselben Gedanken hinterher, die ihn schon während seinen Unterrichtsstunden abgelenkt hatten.
'Iss endlich, ich habe Hunger!' knurrte der Werwolf. 'Ich habe keinen Hunger, ich will nichts essen. Warum verliebe ich mich Hals über Kopf in sie? Wie geht das, vollkommen ohne Vorwarnung? - Ich habe dir schon im Sommer klar machen wollen, dass sie eine begehrenswerte Frau geworden ist, aber du wolltest ja wie immer nicht auf mich hören! Du ignorierst mich ständig! - Im Sommer wäre sie auf die Nase gefallen, wenn wir sie nicht aufgefangen hätten. - Und bei der Prüfung hat sie alles richtig gemacht. Sie wollte dich von Anfang an, du hättest auf mich hören sollen! Wir hätten sie uns schon viel früher nehmen können! - Das ist verdammt noch mal Hermine! Ich hätte nie im Traum daran gedacht ... - Ich schon, mehrmals. - Halt den Mund! - Maul. - '
"Remus!!!"
"Maul!"
"Was??"
"Entschuldigung, Minerva, ich war .. in Gedanken," stammelte Lupin bestürzt darüber laut gesprochen zu haben.
Prof. McGonagall zog ernst ihre Augenbrauen zusammen und rückte ihre Brille zurecht. "Das ist mir aufgefallen. Genau wie mir aufgefallen ist, dass Miss Granger heute morgen nicht in meinem Unterricht war. Mr. Weasley und Mr. Potter erzählten mir, dass Sie gesagt hätten, Sie würden sie unterrichten."
"Ja, das habe ich gesagt," gab er zu und runzelte die Stirn. "Das ist jedoch nicht die ganze Wahrheit."
"So?" Prof. McGonagall tat sich etwas Püree auf den Teller. "Hat die ganze Wahrheit damit zu tun, dass Sie Slytherin 20 Punkte abgezogen und eine Versammlung von Schülern vor dem Mädchenklo in der dritten Etage aufgelöst haben?"
"Ja." Remus rührte verlegen mit der Gabel in seinen Bohnen. "Miss Granger ging es heute morgen nicht besonders gut und ich habe nur versucht ihr zu helfen. Es tut mir leid, dass ich Sie habe anlügen lassen, Minerva."
"Das nächste Mal, Remus, sagen Sie mir gleich was los ist. Ich verabscheue nichts mehr als Lügen! Was war mit Miss Granger?" fragte sie.
"Ich weiß es nicht," log er prompt und hustete. "Sie .. äh .. sagte, es sei ein Frauenproblem und sie wolle es lieber zusammen mit Miss Weasley lösen als mit mir."
"Frauenproblem?" Auch Prof. McGonagall hüstelte unangenehm berührt. "Nun ja, da sind Sie vermutlich wirklich nicht der richtige Ansprechpartner dafür."
Für den inneren Seelenfrieden aß Lupin ein Stück Steak und sah wieder sehnsüchtig zu den Schülern hinunter. Für den Bruchteil einer Sekunde trafen sich ihre Blicke, dann lächelte Hermine breit Harry an, der ihr gegenüber saß und führte ihr Gespräch mit den anderen fort.
Remus seufzte tief. Dieses Lächeln hätte ihm gehören sollen.
"Stimmt etwas nicht mit Ihrem Essen? Essen Sie, morgen ist Vollmond!" forderte ihn McGonagall eine Spur freundlicher auf. Gehorsam steckte er sich noch ein Stück Fleisch in den Mund und kaute langsam darauf herum.
"Bevor ich es vergesse, Prof. Dumbledore möchte Sie heute nachmittag nach Ihrer letzten Stunde sprechen, Remus," sagte die stellvertretende Direktorin.
"Warum? Wegen der Sache mit Miss Granger heute morgen?" fragte er und trank einen Schluck Kürbissaft.
"Nein, er hat nicht gesagt weswegen, aber es klang .. ernst," sagte sie, drehte sich auf die andere Seite und begann eine Unterhaltung mit Madam Pince.
Es war aufregend, es war ein bisschen Nervenkitzel, aber vor allem war es pures Glück und fühlte sich grandios an.
Hermine konnte gut schauspielern, aber es erforderte ihre ganze Beherrschung sich nicht auf jeden einzelnen Schüler oder Lehrer zu stürzen und ihn oder sie zu umarmen. Dafür schenkte sie Mr. Filch, der ihr miesepetrig wie immer über den Weg lief, ein breites Lächeln und kicherte, als er sie mit offenem Mund erstaunt anstarrte.
Gut gelaunt betrat sie Lupins Büro und musste feststellen, dass es leer war. Enttäuscht legte sie ihre Schultasche in eine Ecke und ging zum Schreibtisch. Dort fand sie eine Notiz von ihm.
"Prof. Dumbledore wollte mich sprechen. Ich komme gleich danach hierher zurück. Remus."
Hermine wußte, dass jeder in dieses Büro kommen konnte, der wollte. Die Tür war immer offen. 'Vermutlich hat er es deshalb so sachlich wie möglich geschrieben.' dachte sie und setzte sich, um auf ihn zu warten.
Immer wenn er vor dem großen Schreibtisch des Schulleiters saß, fühlte sich Lupin in seine eigene Schulzeit zurück versetzt. Wie damals fühlte er eine gewisse Schuld auf alles Verbotene, was er je angestellt hatte. Dieses Mal schwirrte Hermine in seinem Kopf herum, aber nicht nur da. Sie war überall. In seinen Gedanken und in seinem Herzen. Konnte Prof. Dumbledore schon davon wissen? Nein, das war unmöglich.
'Aber er sieht nachdenklich aus und nicht besonders gut gelaunt', dachte Lupin stirnrunzelnd. 'Vielleicht weiß er es doch und muss mich jetzt rauswerfen. Ich weiß doch selbst nicht wie das passieren konnte. Gratulation, du verlierst deinen Job für etwas, was du dir nicht erklären kannst, Remus!'
Prof. Dumbledore stützte seine Hände auf die Lehne seines Stuhles und sah ihn über seine Halbmond-Brillengläser hinweg an.
"Gibt es irgendetwas, das du mir vielleicht sagen möchtest, Remus?" fing er die Unterhaltung mit der schlimmsten aller Fragen an. Er setzte sich und faltete seine Hände auf dem Tisch.
"Schon .. möglich," antwortete Lupin wie ein kleiner eingeschüchterter Schuljunge. Erstmal abwarten, was er wußte, bevor man etwas zugab. 'Das war immer Sirius Devise gewesen,' durchfuhr ihn eine schmerzvolle Erinnerung.
Dumbledore nahm ein Pergament zur Hand, das die ganze Zeit auf seinem Schreibtisch gelegen hatte.
"Nun, ich habe heute morgen diesen Brief von Madame Rosmerta erhalten, Remus. Sie ist sich nicht ganz sicher, aber sie glaubt, am Samstag Peter Pettigrew in Hogsmeade gesehen zu haben. Und sie teile es mir erst jetzt mit, da sie meint, ihn gestern erneut gesehen zu haben," sagte der Schulleiter mit ernstem Blick. "Du warst am Samstag mit den Schülern in Hogsmeade. Du bist Peter nicht zufällig begegnet?"
'Nicht nur das, wenn er mich gelassen hätte, hätten wir seinen toten verräterischen Körper mitgebracht!' murrte der Werwolf. 'In Einzelteilen.'
"Ich wollte es Ihnen noch sagen, Professor," sagte Lupin froh darüber, dass es nur diese Sache betraf. "Ich bin ihm begegnet und habe auch mit ihm gesprochen."
Remus erzählte Dumbledore alles von seinem Zusammentreffen mit Peter und Morrigan. Außerdem fügte er die Informationen an, die er noch zusätzlich von Morrigan bekommen hatte, sagte aber nicht, wo er sich mit ihr getroffen und dies dabei herausgefunden hatte.
Dumbledore schwieg nach Lupins Erzählung eine zeitlang. "Es ist wahr. Fünf registrierte Werwölfe sind in den letzten drei Monaten verschwunden. Aber da es im Krieg nicht ungewöhnlich ist, dass Menschen verschwinden, habe ich dem bis heute keine Bedeutung beigemessen."
"Fünf," murmelte Remus. "Und jetzt bin ich dran. Ist es überhaupt möglich mich vom Werwolf zu trennen, Professor?"
"Bis jetzt hat er es offensichtlich noch nicht geschafft, aber er hat schon andere unmögliche Dinge getan, Remus," sagte der Schulleiter von Hogwarts. "Am Samstag werde ich dafür sorgen, dass ein paar vom Orden in den Drei Besen sind, um auf dich aufzupassen."
Lupin schüttelte den Kopf. "Es gibt wichtigeres als mich, Direktor."
"Für Voldemort zur Zeit augenscheinlich nicht. Ein Werwolf ist nur schwer zu töten, Remus. Er wäre eine mächtige Waffe im Kampf gegen uns. Es bleibt dabei, am Samstag wirst du überwacht."
Sie unterhielten sich noch eine viertel Stunde, wobei Remus seinem Schulleiter auch erklären musste, warum er nicht sofort mit der Sprache rausgerückt war.
Ein typisches Oktobergewitter zog auf, als Lupin die Gänge zu seinem Büro entlang ging.
In einem Korridor traf er auf Peeves und Filch. Peeves gackerte fröhlich und stieß ein Fenster nach dem nächsten auf, während Filch zeternd hinter ihm herrannte und die Fenster wieder schloss.
Morgen war Vollmond, Samstag war Peter und heute .. heute musste er unbedingt über Hermine nachdenken. 'Wie konnte mir das nur passieren?' fragte er sich zum wiederholten Male.
Als er in seinem Büro ankam, schlief Hermine tief und fest. Sie hatte ihren Kopf auf seinem Schreibtisch gebettet und atmete ruhig. Die ganze letzte Nacht hatte sie nicht geschlafen und sie wollte bis zu seiner Rückkehr eigentlich nur ein kleines Nickerchen machen. Draußen war es düster, dick bewölkt und der Regen trommelte gleichmäßig gegen die Fensterscheiben.
Remus schluckte und betrachtete sie mit klopfendem Herzen im Licht der Kerzen und Fackeln. Er fragte sich, wie blind er gewesen sein musste, um ihre Schönheit so lange nicht zu bemerken. Hermine hatte ein bezauberndes Lächeln auf den Lippen und er hätte nur zu gern gewußt, wovon sie in diesem Augenblick träumte. 'Ich weiß zwar nicht wie es passieren konnte, aber es ist passiert.'
Er zauberte aus dem Papier unter ihrem Kopf ein bequemes Kopfkissen und verwandelte einen Briefbeschwerer in eine warme braune Decke, die er um ihre Schultern legte.
Er war verliebt, das Wie und Warum war jetzt egal.
Sie schlief durch bis es Zeit zum Abendbrot war, dann schreckte sie hoch und sah ihn aus müden Augen an. Lupin lächelte und richtete sich in dem Stuhl, in dem er es sich gemütlich gemacht hatte, um ihr beim Schlafen zu zusehen, auf.
"Wie lange bist du schon hier?" nuschelte Hermine verschlafen.
"Etwa eine Stunde," antwortete er, streckte sich und gähnte.
"Hast du auch geschlafen?" Blinzelnd besah sie sich das Kopfkissen und schien sich zu fragen, ob es vorhin auch schon da gewesen war.
"Nein, ich habe dir dabei zugeschaut," sagte Remus kurz, ging zu ihr und verwandelte das Kopfkissen wieder in die Pergamente zurück.
"Warum hast du mich nicht geweckt?" Hermine rieb sich den Schlaf aus den Augen und sah ihn anklagend an.
"Weil du so ein zauberhaftes Lächeln hattest. Das wollte ich so lange wie möglich sehen. Und du sahst so schön und friedlich aus wie ein junges Einhorn." Er küsste ihre Wange, doch sie hielt ihn fest und gab ihm einen heißen Zungenkuss für diese Worte.
"Sag noch mehr solcher Sachen!" bat sie.
"Ich kann das nicht besonders gut," wehrte er verlegen ab. "Außerdem sollten wir jetzt in die Große Halle gehen. Ich habe den ganzen Tag kaum etwas gegessen. Zumindest nicht genug."
"Du kannst das gut, ich weiß es," behauptete sie und küsste ihn wieder.
Danach sah er sie ernst an. "Wenn ich könnte würde ich es sofort beenden, denn es wird nicht gut ausgehen, Hermine."
Sie rollte mit den Augen und knuffte ihn in die Seite. "Okay, gehen wir etwas essen und hoffentlich bist du mit vollem Magen kein solcher Pessimist, Remus J. Lupin. Selbst wenn es nicht gut ausgehen wird, dann gehört es eben dazu! Versuche doch wenigstens die guten Seiten daran zu sehen! Ich könnte vor Glück die ganze Welt umarmen und du haderst mit dir selber."
"Wie von Shakespeare persönlich geschrieben," grinste er leicht. "Ich sollte wirklich versuchen mich zusammenzureißen."
"Ja, das solltest du," stimmte sie zu. "Du hörst dich schon an wie Prof. Trelawney. 'Ich sehe Schliihiiimmes auf uns zukommen! Etwas Bööööhheses wird geschehen!'"
Sie lachten. "Das war mal eine gute Imitation, Jane," sagte er und küsste sie zärtlich.
"Wie gemein! Du kennst meinen zweiten Namen!" rief sie empört aus. "Nenn mich bloß nicht noch einmal so .. äh .. Jack?"
"Keine Punkte. Wie soll ich dich nicht nennen, Jane?" fragte er provozierend und ging zur Tür.
"Hör auf damit!" schmollte Hermine und folgte ihm mit vor der Brust verschränkten Armen nur zögerlich. "J..Jason? .. Jim?"
Lupin küsste sie und öffnete die Tür. "Immer noch falsch."
Sie gingen die Treppen zur Halle hinunter und trafen auf viele Lehrer und Schüler, die denselben Weg hatten.
"Ich werde nach dem Essen noch kurz in den Kerker zu Prof. Snape gehen und meinen Trank trinken, Hermine. Es wird nicht lange dauern. Du kannst inzwischen im Büro auf mich warten," sagte er in seinem normalsten Tonfall.
"Julius? .. Jamal?"
"Jamal?!? Das ist doch nicht dein ernst!" Remus lachte laut auf und selbst Hermine musste kichern.
"Hermine! Prof. Lupin!" Ron und Harry kamen ihnen hinterher gerannt.
"Hallo ihr beiden!" begrüßte Remus sie freundlich.
"Du fehlst uns .. bei den Hausaufgaben," sagte Ron und grinste Hermine schief an.
"Dann seid ihr ab jetzt wenigstens gezwungen von euren eigenen Leistungen zu leben," sagte sie schnippisch und überhörte gewollt die Pause in seinem Satz.
"Sie meint, dann lernt ihr mehr," relativierte Lupin ihre Antwort in etwas Positiveres und sah Ron kurz mit einem klammen Gefühl in der Magengegend an. Dann legte er Hermine eine Hand auf die Schulter. "Wir sehen uns später."
"Ich dachte, ihr macht erst Mittwoch einen Plan für deine Unterrichtung, Hermine," sagte Harry, als Ron Lupin schnell folgte.
"Prof. Lupin!" rief er und hielt ihn vor der Tür der Großen Halle auf. Er packte ihn am Arm und führte ihn in eine Nische.
"Ja, Ron?"
"Was war heute morgen mit Hermine, Professor? Sie wollte es uns nicht sagen."
"Tut mir leid, Ron, sie hat es mir auch nicht gesagt," sagte Lupin und biß sich unwohl auf die Unterlippe.
"Naja, wenigstens weint sie nicht mehr," sagte Ron und kratzte sich am Nacken. Lupin nickte nur und schwieg. "Professor, wissen Sie noch, dass ich Sie im Sommer gebeten habe ein gutes Wort für mich bei ihr einzulegen?"
"Ja, nur ..."
"Sie werden jetzt viel mehr Zeit mit ihr verbringen, Sir, vielleicht .. könnten Sie ihr wieder versuchen klar zu machen .. dass ich sie mag?" fragte Ron und sah Prof. Lupin hilfesuchend an.
Sein Lehrer atmete tief durch. "Ron, ich denke, das wird nichts nützen. Glaube mir, ich habe es wirklich versucht. Aber sie will dich nur als guten Freund. Es tut mir leid für dich, wirklich." Er legte ihm eine Hand auf die Schulter und versuchte ihn anzulächeln, was ihm jedoch gründlich mißlang. "Vielleicht solltest du dich nach einer anderen umschauen. Wie wäre es zum Beispiel mit Luna aus der sechsten Klasse Ravenclaw? Sie kritzelt im Unterricht immer kleine Herzchen um einen Namen, der deinem sehr ähnlich ist."
"Ich will nichts von Luna," brummte Ron niedergeschlagen und senkte den Kopf.
"Und Hermine will nichts von dir, so hart es sich anhört," sagte Lupin, drückte Rons Schulter mitfühlend und ging danach in die Große Halle.
"Ja, am Mittwoch machen wir den Plan mit Prof. McGonagall, aber .. er bringt mir jetzt schon etwas bei. Am Samstag hat er mir ja auch schon Bücher aus der Bibliothek geholt," sagte Hermine und sah zu Ron und Lupin hinüber.
"Willst du nicht endlich sagen, was heute morgen mit dir los war, Hermine?" fragte Harry sie.
"Nein, aber mir geht es besser. Ich will nicht darüber reden, Harry," sagte sie in einem Tonfall, der keine weiteren Fragen dahingehend dulden würde.
Die drei Freunde gingen zum Essen und setzten sich an den Gryffindor Tisch, der wieder einmal mit den köstlichsten Gerichten beladen war.
Sobald sich Lupin an den Lehrertisch gesetzt hatte, fing er an alles Mögliche in sich hineinzustopfen. Er wußte, dass er essen musste, wenn er den morgigen Tag einigermaßen gut überstehen wollte.
'Na endlich wirst du vernünftig!' flüsterte der Werwolf zufrieden.
"Sie müssen noch Ihren Trank zu sich nehmen, Lupin!" sagte eine leise Stimme seitlich über ihm. Snape war, wie es aussah, schon fertig mit dem Essen.
"Ich komme sofort nach dem Abendbrot vorbei, Severus," versprach Remus und nickte ihm zu.
"Das werden Sie auch müssen. Ich bin es leid, Ihnen Ihren Trank ständig hinterher zu tragen!" schnarrte der Zaubertranklehrer mürrisch und ging.
'Vergiss den Trank und lass uns lieber die Kleine da unten nehmen!' lachte der Werwolf anzüglich. 'Überlasse mir die Kontrolle und sie wird das ganze Schloss zusammenschreien! - Halt den Mund.. dein Maul.. was auch immer!'
Lupin fühlte sich weniger als Werwolf als vielmehr als dickes gesättigtes Faultier, nachdem er sich von seinem Stuhl erhoben und seinen Weg durch die Haustische zur Tür machte. So kurz wie möglich lächelte er erst Harry und Ron und dann Hermine an.
"Wirst du meine Stunden morgen und übermorgen übernehmen, Severus?" fragte er Snape während er am Trank schnüffelte und sich wünschte nicht vorher gegessen zu haben.
"Natürlich, wer sonst?" gab dieser zurück. "Ich könnte das gesamte Fach übernehmen, wenn Sie nicht wären, Lupin!"
Remus trank den Becher aus und schauderte. "Und wer würde dann Zaubertränke unterrichten? Wärst du wirklich bereit, auf Zaubertränke zu verzichten, um Verteidigung gegen die dunklen Künste zu bekommen?"
"Ich kann beides!" behauptete Snape grießgrämig.
"Für beides hast du aber nicht die Zeit," sagte Lupin mit erhobenem Zeigefinger. "Nun denn, vielen Dank und Gute Nacht, Severus!"
"Nacht, Lupin."
Nur Sekunden nachdem er Snapes Büro verlassen hatte, drehte sich alles um Lupin und er musste sich an der Kerkerwand festhalten. Er schloß die Augen und fasste sich an die Stirn, blinzelte und der Schwindel verschwand. Ohne Probleme konnte er seinen Weg fortsetzen.
"Eigenartig," murmelte er irritiert.
Bevor er die Treppe erreicht hatte, schien ein Mensch direkt vor ihm aus dem Boden zu wachsen. Wurmschwanz grinste hämisch nach seiner Rückverwandlung von einer Ratte zum Humanoiden.
"Hallo Moony," sagte er locker und griff in seinen Umhang nach dem Zauberstab.
Fortsetzung folgt ...
