Bin gut drauf, und es ist sonntag, habe gerade mei Schulprojekt für nächst Woche beendet und schreibe auch keine Klausuren in nächster Zeit, was gibt es also schöneres??



Part 11 Recovery

by Yamachi

„Yama!! Yama-chan, komm mal bitte, schnell!!", noch so eine Glückswelle, wie so häufig in den letzten Tagen.

„Was ist denn Engel? Ich war gerade dabei Mittagessen zu...", Yama verstummte augenblicklich, als ich mit meinen Zehen wackelte.

„Taichi, seit wann, oh mein Gott, Taichi!!", jetzt wirbelte er mich auf seinen Armen durch den gesamten Raum.

„Ich habe es gerade einfach probiert, es kribbelt, wie alles andere und viel mehr als wackeln kann ich mit ihnen auch noch nicht..."

„Aber das ist großartig, vor zwei Wochen, hattest du nicht ein mal Gefühl in deinen Beinen und nun wackelst du mit den Zehen, außerdem ist es klar, das du noch nicht viel mehr tun kannst, die Muskeln müssen erst mal wieder aufgebaut werden, schließlich hast du deine Beine 2 Monate überhaupt nicht benutzt", irgendwas stieg mir in die Nase.

Yama ließ mich auf das Sofa fallen und rannte in die Küche.

10 Minuten und einige Rauchwolken und Hustenanfälle später kam er wieder zurück.

Völlig verrußt sah er mich an.

„Mc Donalds?", sagte er geschlagen, wobei ihm kleine Rauchwolken aus dem Mund kamen.

Ich konnte nicht mehr vor lachen.

„Und danach eine Runde im Park, ich war schon seit fast einer Woche nicht mehr im Park, Yama-chan, bitte", mein besten Hundeblick aufsetzend sah ich ihn an.

„Ist ja schon gut, erst essen, dann Park und nachher, Küche putzen für mich, klasse."

„Mit anschließender Erholungskur im Bett", zwitscherte ich, noch kaum hörbar.

„Ich nehme dich beim Wort Taichi", er grinste, ich grinste, alles war so, wie es sein sollte.



Friedlich, wie immer, besonders gemeinsam mit meinem Engel.

„Bin ich dir auch wirklich nicht zu schwer?"

„Wenn ich meinen würde, ich könnte dich das Stückchen nicht tragen, dann hätte ich den Rollstuhl mitgenommen, glaubst du nicht? Außerdem sind wir ja schon da", der Platz war schön, wie immer, es war unser kleines persönliches Paradies.

„Yama, pass auf, da ist eine...ahhh!", der Teich war unser, Taichi voraus und ich immer auf ihn drauf.

Prustend setzte ich mich, bis ich merkte, das sich unter mir etwas regte, ich saß auf Taichis Beinen , was ihn ein wenig daran hinderte wieder über Wasser zu kommen. Schnell zog ich ihn an mich.

„Danke *prust* ich dachte schon *prust* du hättest endlich *prust* eine einfache Methode gefunden um mich los zu werden.

Und komm mir jetzt gar nicht erst mit der 'es tut mir leid' Tour. Ich weiß ja, das du immer gerne oben auf bist, aber das nächste Mal bitte nicht, an Orten, wo ich nicht atmen kann.

Ich kann mir ja schlecht extra für dich Kiemen anschaffen gehen, wie sähe das denn aus?", schon wieder ruhig gestellt von meinen Lippen, dabei war er gerade so schön in Fahrt gewesen, aber dann eben zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben.

*platsch*, lagen wir wieder im Wasser.

„Ihr beide lasst euch auch von nichts stören, oder?", Daisuke war mit Ken aus einer Ecke gekommen.

„Nicht mal im Park hat man seine Ruhe schrecklich so etwas, aber euch scheint es ja Spaß im Teich zu bringen, vielleicht sollten wir das auch mal versuchen,

Daisuke?", die Augen des Angesprochenen verwandelten sich in Fußbälle.

„Ich kann es dir auch nicht empfehlen, Daisuke, aber ich hatte ja nicht so die Wahl, das passiert, wenn der eigene Freund mit einen auf dem Arm nicht aufpasst, wo er hin läuft.

Von Vorsicht hat Yama auch noch nie etwas gehört."



„Ihr scheint ja beide verdammt glücklich, nicht?", Ken, ich, Taichi und Yamato saßen in einem netten kleinen Straßencafe.

Und wäre es nicht noch mitten im Sommer gewesen, dann würden sich die letzteren Beiden jetzt wohl gerade den Arsch abfrieren. Oder womöglich weitaus wichtigere Körperteile.

„Wir können nicht meckern Daisuke, wie läuft das Training?", ich sah Taichi etwas entgeistert an, wie lange hatte er mit mir schon nicht mehr über Fußball geredet?

„Sagen wir einfach mal er spielt nicht weniger gerne im Matsch, als sonst", Ken redete für mich.

„Wie wäre es Taichi, so eine kleine Schlammschlacht? Vielleicht vorher ein paar Runden auf dem Fußballplatz?", für meinen Geschmack trieb es Yamato eindeutig etwas zu weit, selbst Ken sah mich komisch von der Seite an.

Wir machten uns innerlich auf den Wutausbruch bereit, der einfach folgen musste.

Aber er blieb aus.

„Witzig Yama, wie soll das denn gehen, die paar Runden um den Platz schaffe ich locker mit meinem Rennstuhl, aber erkläre mir mal, wer mich wieder aus der Schlammgrube holt, die bei der Schlacht entstehen wird?", ich traute meinen Ohren nicht, was hatte denn Taichis Laune in diese ungeahnten Höhen fliegen lassen?

„Yamato, ich habe mal eine Frage, wir wollten euch mit den anderen mal wieder besuchen kommen, wir müssen etwas mit dir besprechen", Ken sah Yamato eindringlich an.

„Gar kein Problem, kommt einfach Sonntag gegen 11 Uhr, aber nehmt was zu essen mit, für 12 Leute koche ich nämlich bestimmt nicht."

„Yama, wo du gerade von Essen sprichst, können wir nach hause und etwas essen? Ich habe Hunger!", Taichi zerrte schon fast an Yamatos Klamotten.

„Taichi, du machst mich noch mal arm, wir haben vor 2 Stunden gegessen, dein Hunger ist wohl gar nicht zu bändigen?"

„Yama, bitte?? Es gibt ja auch Nachtisch...", Yamatos Gesicht wurde zu einem breiten Grinsen.

„..wir haben noch Eiscreme im Gefrierfach", beendete Taichi den Satz.

„Taichi Yagami!!!", so schnell konnte man gar nicht gucken, wie die beiden abgehauen waren und uns dämlich hatten sitzen lassen.



„Hast du ihre Gesichter gesehen? Das war großartig, die haben ausgesehen, als hätten sie UFOs gesehen", Taichi kringelte sich vor lachen.

„Ich bin ja mal gespannt, worüber die mit mir reden wollen, aber das sehen wir früh genug, nicht Taichi-chan? Was war jetzt mit der Eiscreme?", Taichi sah mich seltsam an, ich holte das Eis und einen Löffel, verschwand dann kurz im Schlafzimmer.

„Yama, das ist nicht fair, komm wieder, oder ich komme...dir nach", ich musste lachen.

„Das war kein Scherz Yama. Ich...werde...es....dir...schon ...zeigen", mich wunderte ein bisschen, woher die Anstrengung in seiner Stimme kam und ging ins Wohnzimmer zurück.

Was ich sah, war wundervoll.



Der würde etwas erleben.

Langsam bewegte ich meine Beine, mit der Hilfe meiner Hände über die Sofakante.

Dann krallte ich meine Fingernägel so tief es ging in unser Sofa um mich hochziehen zu können.

Es war schwer, besonders, weil ich nebenbei mit Yama redete, aber kurz nachdem ich das letzte Wort gesprochen hatte stand ich, nicht richtig.

Sondern mit krummen Rücken und stark auf das Sofa gestützt, aber ich stand.

Die Schlafzimmertür ging auf und Yamas Kinnlade hing auf dem Fußboden.

Ich lächelte ihn an.

„Willst du da noch länger Dekorationsfigur spielen? Ich kann mich nämlich nicht mehr lange halten", ich wackelte wirklich bedrohlich.

Dann hatte ich eine Hand um die Hüfte, die mir Halt gab. Lippen die mich wieder in ihren Bann zogen. Als ich aufsah, blickte ich genau in Yama-chans wunderschöne blaue Augen, ich stand mit ihm auf einer Höhe,

Freuden tränen flossen nicht nur über mein Gesicht, als Yama mich hoch hob und in unser Schlafzimmer trug.

Dort angekommen, übersäte er mich mit Küssen, er hatte immer noch kein Wort gesagt.

„Yama, sag doch was, du bist so ruhig, bitte rede mit mir", flehte ich ihn an. „Mir fehlen die Worte, so glücklich bin ich, mein Engel kann wieder stehen."



You are who I'm thinking of,

you are who I'm thinking of, every second that I have.

And I ask myself a question.

A question which is nearly impossible to answer yes.



Will I ever stand eye to eye with you again?





*Ding, dong*

„Taichi, mach doch mal den Wecker aus", es war schließlich erst 10.30 Uhr und es war Sonntag, Sonntag, da war doch etwas...

*Ding, dong*

„Das ist nicht der Wecker Yama, du musstest die Anderen ja so früh hier her bestellen, dann rede mal mit ihnen, ich schlaf weiter", damit hatte sich mein Engel wieder umgedreht und war am Schlafen.

Ich seufzte.

Es klingelte schon wieder, diesmal war ich halb angezogen im Flur.

„Ich komme schon!", rief ich der Tür entgegen, kramte eine Hose und ein Hemd aus dem Schrank und zog mich auf dem Weg zur Tür an.

„Hi Leute", gab ich leicht außer Atem von mir, als ich die Tür öffnete.

„Na, bist du aus dem Bett gefallen?

Vielleicht sollten wir dich erst mal munter machen!!", Daisuke konnte es nicht lassen durch den Raum zu brüllen.

„Shh, Taichi schläft noch, kommt rein, macht es euch bequem, ich geh Kaffee kochen." Das konnte ja heiter werden.



„Ich weiß nicht, sollen wir ihm das wirklich sagen? Wir können ihn doch zu nichts zwingen?", Mimi flüsterte.

„Wir sagen ihm lediglich unsere Meinung, soviel sind mir ihm schuldig, findet ihr nicht?", Joe sah uns alle an. Onii-chan kam mit dem Kaffe zurück.

Betretende Stille.

„Jetzt rückt schon raus mit der Sprache, ich könnte in meinem warmen weichen Bett liegen, wisst ihr?", Yamato sah mich direkt an.

„Also, Yamato, das ist so....", Hikari fing an, wurde aber von Onii-chan unterbrochen.

„Ihr wolltet mit mir über Taichi reden, nicht wahr? Kann ich mir schon denken, aber hier wird nichts mehr geändert, er ist glücklich, und das ist genug." Für ihn schien das letzte Wort gesprochen.

„Du willst ihn einfach so aufgeben? Yamato, das kannst du nicht machen!", Koushiro sah mich flehend an.

„Wer hat hier etwas von aufgeben gesagt? Aber ich werde bestimmt nicht zulassen, das er sich noch mal wegen so einer Sache selbst aufgibt, wenn er nicht mit euch üben will, dann lasst ihn damit in Ruhe!", Yamato war aufgesprungen und fauchte uns an.

„Aber wenn Onii-chan aufhört es zu versuchen, dann wird er nie wieder laufen können, wie kannst du so etwas zulassen Yamato!!!!?", Hikari brüllte meinen Bruder an und ich konnte sei verstehen, aber etwas stimmte hier gewaltig nicht, ich kannte meinen Onii-chan, er verheimlichte etwas.

„Was habt ihr eigentlich in den letzten Tagen so getrieben, Onii-chan? Daisuke hat gesagt, er hat euch neulich gesehen und Taichi schien überaus fröhlich, ich würde ja gerne wissen, was das bewirkt hat?"

„Übung"



Was war das gewesen?

„Du willst ihn einfach so aufgeben?", das war doch Koushiro, aber warum stritten sie sich?

Mir kam eine Idee, langsam bewegte ich meine Beine aus dem Bett, ich konnte sie mittlerweile schon recht gut bewegen, nur nicht belasten.

Aber vielleicht sollte ich versuchen das heute zu ändern.

Erst kam die Bettlehne, dann der Schreibtisch. So tastete ich mich auf äußerst wackeligen Beinen Richtung Tür.

Es fühlte sich so an, als würden meine Beine jeden Moment nachgeben, dann würde ich fallen, hart wahrscheinlich.

Aber bestimmt würde Yama kommen und mich aufsammeln.

Nur noch ein bisschen, dann hatte ich es geschafft, sie würden bestimmt stolz sein, noch ein kleines Stück, ich konnte sie schon hören.

„Was habt ihr in den letzten Tagen eigentlich so getrieben, Onii-chan? Daisuke hat gesagt, er hat euch neulich gesehen und Taichi schien überaus fröhlich, ich würde ja gerne wissen, was das bewirkt hat?"

„Übung", war das Einzige, was mir spontan dazu eingefallen war, als ich sozusagen mit der Tür ins Haus fiel.

Zum Glück fiel ich nicht wirklich, stand jetzt aber ziemlich geschafft zwischen Tür und Angel, atmete schwer und kassierte viele dämliche Blicke.

Yama streckte seinen Kopf in meine Richtung.

„Yama, ich denke ich brauche ein wenig Hilfe hier, sonst darfst du mich gleich vom Boden kratzen", schnaufte ich zu ihm herüber.

„Unterwegs, der strahlende Held in scheinender Rüstung eilt zu ihrer Rettung Mylady", so wurde ich aus dem Türrahmen heraus gesammelt und gesellte mich zu den anderen auf das Sofa.

Deren Augen waren allesamt so groß wie Fußbälle, mindestens. „Ich hab es doch gewusst! Ich wusste, das da etwas nicht stimmt, oder wieder stimmt, oder so. Die wir-überwinden-die-Depriphase Zeitspanne war viel zu klein", Daisuke sah uns triumphierend an.

„Herzlichen Glückwunsch Taichi", kam es von Ken und die anderen folgten.

Es wurde ein denkwürdiger Tag, an dem man alle Sorgen vergessen konnte.





tbc