Kapitel 10 - A Hit and a Miss
Die Gryffindors saßen schweigend in ihrer Umkleide, jeder lauschte dem Ankommen der Schüler und Lehrer und hing seinen Gedanken nach. Der Samstagmorgen hatte hell und golden gedämmert, mit einem frischen Herbstwind, der durch die Bäume jagte. Die Hälfte des Teams versorgte die nicht mehr sichtbaren, aber immer noch schmerzenden Wunden von der Nacht davor.
Ginny sah sich im Raum um, verabscheuend blickte sie ihre Kollegen an. Überlass es ihnen eine Nacht vor dem Spiel eine Schlägerei anzuzetteln. Es hatte die restliche Nacht gebraucht, um sie wieder zu beruhigen. Der Rest des Hauses hatte dazu nicht beitragen. Die meisten Jungs und sogar ein paar Mädchen waren bereit in die Kerker zu ziehen und ein paar Slytherins in den Arsch zu treten.
Ginny sah zu Harry, welcher im Raum auf- und ablief und versuchte all seine Muskeln zu dehnen. Sie konnte erkennen, dass ihn etwas beschäftigte. Es war nicht das bevorstehende Spiel, sie würde den Ausdruck auf seinem Gesicht erkennen, wenn es das wäre. Es musste etwas anderes sein. Sie wollte unbedingt zu ihm gehen und ihn trösten, aber sie hatte Angst vor seiner Reaktion. Sie hatte gekämpft, um zu versuchen Harry seinen Freiraum zu lassen, aber es brachte sie um. Sie konnte einfach nicht verstehen, was sie falsch gemacht hatte. Was hatte sie gemacht, dass er so zu ihr war? Er gehörte zu ihr, nur zu ihr, warum sah er das nicht ein?
Hermine und Luna hatten versucht sie zu überzeugen, dass sie Harry vergessen musste, dass es Zeit war zu Erkennen, dass ihre Beziehung zu Ende war. Ginny hatten ihnen höflich gesagt, dass sie die Fresse halten sollen. Was wussten die Beiden schon von Liebe und Beziehungen? Hermine hatte ihre Beziehung zu Ron, der Einzige, der sich um sie sorgte, gründlich vermasselt, um mit Seamus herumzumachen! Ginny wusste nicht genau, was Ron getan hatte, aber wenn Hermine ihn wirklich liebte, dann würde sie ihm verzeihen. Und Luna? Die hatte noch nie einen festen Freund gehabt! Und jetzt wollten sie ihr Ratschläge geben? Sie hatten keine Vorstellung von Liebe. Ginny würde alles für Harry tun, und ihm alles verzeihen.
Sie hatte die ganze Zabini Sache nicht gemocht. Sie war sich nicht sicher, was zwischen den beiden passiert war, aber es hatte Gerede gegeben und sie hatte ihre eigenen Vermutungen aufgestellt. Nachdem sie ihrer Unterhaltung im Hogwarts Express gelauscht hatte, wusste sie, dass der Slytherin ein Problem darstellen würde. Sie spürte auch, dass Malfoy versucht hatte sie auseinander zu halten. Sie hätte nie gedacht, dass Malfoy eines Tages ihr Verbündeter sein würde, auch wenn er davon nichts wusste.
Ginny wusste, dass Blaise bi war. Auch wusste sie, dass er Harry am See geküsst hatte. Justin war eine großartige Informationsquelle, wenn man ihn mit Alkohol abfüllte. Sein Lieblingsthema war Harry. Ginny verzieh ihm seine kleine Besessenheit von ihrem Freund, aber nur, weil sie wusste, dass Harry nicht schwul war und niemals Interesse an einem Mann haben würde. Justin täuschte sich, wenn er glaubte, dass Harry in seine Richtung umschlug. Das Einzige, was sie nicht verstehen konnte war, warum Harry nicht Blaise zusammengeschlagen hatte, als der ihn geküsst hat.
Dann war da noch dieser verrückte Zwischenfall in Gryffindor letztes Wochenende. Zabini wurde in Deans Bett erwischt. Es hatte sie geschockt, auf solch beschämende Weise herauszufinden, dass Dean schwul war. Zabini hatte dem Irrsinn noch eins draufgesetzt, indem er behauptete mit Harry im Bett gewesen zu sein! Dean hatte sie zur Rede gestellt, warum sie Harry angelogen hatte. Sie hatte jegliches Fehlverhalten geleugnet. Er war zu ihr gekommen! Es war doch nicht ihre Schuld, wenn er sich daran nicht erinnerte, oder? Dean hatte sich seitdem wie ein Arschloch zu ihr benommen. Jungs konnten manchmal echt dämlich sein.
Harry hatte sie auch komisch angesehen. Sie hoffte, dass er nicht glaubte, dass sie etwas mit Deans unfreiwilligem Outing zu tun hatte. Sie würde es nicht leugnen, dass sie froh war, dass Blaise aus dem Rennen war. Er hing nun mit Dean rum, also vielleicht würden die beiden zusammen bleiben. Dean hatte in der letzte Woche ziemlich gute Laune gehabt. Sie wettete, dass es an Zabini lag, der ihn besinnungslos fickte. Selbst da sie wusste, dass Harry nicht schwul war, so wollte sie doch alle Gefahren beseitigen. Sie war überzeugt Harry wieder zurückzubekommen, koste es, was es wolle.
Ginny stand auf und ging zu Harry hinüber.
"Ich wollte dir nur Viel Glück für heute wünschen. Du wirst so gut sein, wie immer." Sie lächelte ihn warm an.
Er lächelte zurück. "Danke Ginny. Du wirst auch gut sein. Du warst eine große Bereicherung für das Team. Du weißt, dass du nächstes Jahr Kapitän sein wirst und eine Menge Lücken füllen musst. Aber du wirst das schaffen."
"Ja, es wird komisch ohne dich als Sucher sein. Ich werde dich vermissen." Sie wollte noch soviel mehr sagen, aber sie wusste, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war. Sie musste ihre Worte krampfhaft zurückhalten. Es juckte sie in den Fingern ihm ihre unsterbliche Liebe zu versichern und ihn aufzufordern zu ihr zurückzukommen. Harry nickte ihr dankbar zu.
Er sah zum Rest des Teams. Ron, Dean und Seamus saßen Meilen auseinander. Ron war immer noch sauer auf Seamus wegen Hermine, selbst wenn er Seamus im Kampf gegen Zabini zur Hilfe gekommen war. Seamus war sauer auf Ron und Dean, auf letzteren wegen Zabini. Seamus wusste nicht, was ihn mehr anpisste, das Dean schwul war, dass Dean ihm nicht gesagt hatte, dass er schwul war, oder dass er schwul mit Zabini war. Er wusste nur, dass er angepisst war.
Dean war sauer auf Seamus, weil dieser sauer auf ihn war. Auch war er wütend, dass Seamus seinen neuen Freund im Pub verprügelt hat. Außerdem war er noch auf Harry sauer, weil dieser in den Raum geplatzt und ihn somit geoutet hatte; und auf Ginny, weil sie Harry diese Lüge überhaupt erst erzählt hatte. Und auch dafür, dass sie ihn und Blaise verhext hatte… auch wenn sie das nicht zugab. Oh, warte, eigentlich war er deswegen gar nicht angepisst. Denn wenn das nie passiert wäre, dass wäre er nie mit Blaise im Bett gelandet und wurde jetzt nicht mit ihm ausgehen.
Harry ging hinüber zum Rest des Teams. Es war Zeit ihre Besen zu besteigen.
"Okay. Das ist es. Das ist unser letztes Spiel gegen Slytherin, zumindest für die Siebtklässler. Wir haben den Slytherins gestern in den Arsch getreten und wir werden sie heute auf dem Feld fertig machen. Wir werden unsere Schwächen, Probleme und Unstimmigkeiten zur Seite schieben und wir werden die Slytherins zusammen von ihren Besen treten. Das wird unser glorreicher Moment, um Malfoy sein Grinsen aus dem Gesicht zu wischen, ein letztes Mal. Ich werde das genießen! Wer schließt sich mir an?" Er streckte seine Hand aus.
Ron kam und legte seine Hand sofort auf Harrys. Die anderen zogen mit und riefen, 'Tod für die Todesser im Training'. Harry grinste breit.
Sie bestiegen ihre Besen und warteten auf den Startpfiff. Die Türen flogen auf und das Team flog eine Runde über das Feld. Harry sah die grünen und silbernen Farben des Slytherin Teams. Er bemerkte zufrieden, dass die Meisten von ihnen so schlimm, wie sie selbst aussahen. Wie üblich trafen die Mannschaftskapitäne vor Beginn des Spiels in der Mitte des Feldes aufeinander. Harry sah zu Malfoy, welcher höhnisch zurücklächelte. Er sah ein Flackern in Malfoys Augen, doch dann sah dieser schnell weg.
Madam Hooch ließ den Schnatz, die Klatscher und den Quaffel frei und das Spiel begann!
Es war von Anfang an brutal. Keines der Teams zeigte nur die geringste Gnade. Crabbe und Goyle waren brutale Treiber und es regnete Klatscher auf die Gryffindors. Ginny war unerbittlich, sie traf den Slytherin Torhüter mindestens genauso oft, wie sie punktete. Seamus wurde von etlichen Klatschern getroffen, doch er gab nicht auf. Die Treiber beider Teams trafen mit ihren Schlägern einen der Gegenspieler öfter, als die Klatscher. Die Jäger traten und boxten sich gegenseitig, versuchend den jeweils anderen vom Besen zu hauen. Ron beschützte seine Torringe, wie ein Dämon aus der Hölle. Harry und Draco brüllten ihren Teams Anweisungen und Warnungen zu.
Bei Harry und Draco wurde es zunehmend körperlicher. Als sie den Schnatz sahen, rasten sie beide durch die Luft, um die goldenen Prämie zuerst zu fangen. Draco hatte fast seine Hand um den Schnatz geschlossen, aber Harry rammte ihn hart in die Seite und der kleine Ball war weg. Draco fluchte entrüstet und schwank seinen Arm, um dem Gryffindor auf den Hinterkopf zu schlagen. Harry konterte indem er versuchte Malfoy von seinem Besen zu zerren. Dieser zischte wütend und versuchte Harry an die Stadionwand zu rammen. Harry schaffte es noch auszuweichen, aber nicht bevor er die Holzplatten schon streifte. Er verfluchte sich innerlich selbst. Malfoy hätte fast den Schnatz vor ihm gefangen. Er musste wachsamer sein.
Dreieinhalb Stunden später stand es 250 zu 90 für Gryffindor. Harry bemerkte, dass sein Team nachließ. Sie hatten einen harten Kampf ausgefochten und nun lag es an ihm, ihn zu beenden. Der Schnatz jedoch blieb unfassbar. Harry hatte ihn seit seinem Run mit Malfoy nicht mehr gesehen. Der Blonde Sucher hatte sich während des ganzen Spiels von ihm ferngehalten, was eine seltsame Strategie war. In vergangenen Spielen hatte Malfoy sich praktisch immer an seine Seite geleimt.
Draco hielt mit Absicht einen sicheren Abstand zu Harry ein. Er wollte keine Ablenkungen während des Spiels. Er war immer noch total durcheinander aufgrund der emotionalen Enthüllungen der letzten Nacht. Er weigerte sich jedoch es zu glauben. Er kämpfte darum, sich weiterhin auf das Spiel zu konzentrieren. Er war sich der Anwesenheit des anderen Suchers schmerzhaft bewusst und befand, dass seine Gedanken nicht abschweiften, wenn er auf Distanz blieb.
Plötzlich flog der Schnatz an seinem Gesicht vorbei. Draco erwachte ruckartig aus seinen Tagträumen und flog ihm hinterher. Er konnte eine Spur von Rot und Gold sehen, welche auf ihn zu flog. Draco drückte seinen Besen vorwärts, der Schnatz war nur noch drei Meter von ihm entfernt. Er streckte sich, um ihn zu erreichen, doch er war noch außer Reichweite. Aus seinem Augenwinkel sah er Potter auf sich zurasen, um ihn zu stoppen. Der Schnatz war direkt vor ihm, wenn er ihn nur erreichen könnte! Er realisierte, dass es eine schreckliche Kollision mit Potter geben würde, wenn nicht einer von ihnen aus dem Weg fliegen würde. Er stieß sich weiter nach vorne.
Harry sah den Schnatz direkt auf sich zukommen, Malfoy dicht hinter ihm. Harry wusste, dass sie zusammenprallen würden, wenn der Schnatz nicht plötzlich seine Richtung ändern würde. Er biss die Zähne zusammen, das unvermeidbare erwartend. Er betete, dass es das wert war.
Mit einem lauten Aufschrei griff er nach vorne, um den Schnatz zu erreichen, welcher nur noch wenige Zentimeter von ihm entfernt war. Draco lag höchstens 15 Zentimeter dahinter. Der Schnatz schoss wie der Blitz nach oben, als sie mitten in der Luft aufeinander prallten. Dracos Arm wurde von Harrys Körper nach oben gedrückt und sein Handrücken streifte den einen der goldenen Flügel. Harry sah es eine Sekunde zu spät, er streckte seine Hand danach aus, seine Finger spürten das Schwirren in der Luft.
Dracos Finger schlossen sich um den Schnatz. Er fühlte ihn in seiner Hand wackeln und dann hielt er still. Er dachte, sein Herz würde vor Freude explodieren. Er hatte endlich den Schnatz vor Potter gefangen! Er schaffte es, sich trotz der Kollision auf seinem Besen zu halten. Er hob triumphierend seinen Arm in die Höhe.
"Draco Malfoy hat den Schnatz gefangen. Der Punktestand ist nun 250 zu 240. Gryffindor gewinnt!"
Das Stadion entlud sich in einem Meer von roten und goldenen Bannern. Aber die Slytherins feierten wild und schossen grüne und silberne Funken in die Luft. Selbst wenn Slytherin nicht gewonnen hatte, so hatte Draco den Schnatz gefangen. Das war alles, was sie wollten, wenn sie das Spiel schon nicht gewinnen konnten. Die Gryffindors jubelten alle über ihren Sieg, aber die Slytherin feierten es, Potter geschlagen zu haben. Draco wurde von seinen Teamkollegen eingekreist, alle klopften ihm anerkennend auf den Rücken. Er landete auf dem Boden und sein Haus explodierte auf den Tribünen, sie wedelten mit Pompoms und warfen Konfetti.
Harry landete weit weg von den Anderen hart auf dem Boden. Er sah, dass sein Team jubelte und feierte. Es war ein hart erkämpfter Sieg und sie hatten es wirklich verdient. Er könnte nicht stolzer auf sie sein. Als Kapitän sollte er Teil der Feier sein, aber jetzt wusste er, dass er verloren hatte. Er hatte nicht nur den Schnatz nicht gefangen, er hatte ihn an Malfoy verloren! Das würde man ihm ewig vorwerfen. Er konnte die Slytherins Malfoys Namen rufen hören.
Die Gryffindors liefen aufs Feld und umarmten ihr Team. Er sah, wie Hermine schüchtern auf Seamus zulief und ihn kurz, und mit rotem Gesicht, umarmte. Ron beobachtete dies bitter, aber er wurde in dem Moment in eine Umarmung von Lavender gezogen. Er sah Ron sich zusammen mit Ginny und Dean umsehend. Er wusste, dass sie nach ihm Ausschau hielten. Er hörte sie sagen, "Wartet, wo ist Harry?". Doch er hatte keine Lust auf Feiern und er wollte nicht bemerkt werden. Seinen Besen eng umklammernd, ging er mit gesenkten Schultern vom Feld.
Alle begannen sich nach ihm umzusehen, aber der Einzige, der noch einen kurzen Blick auf ihn erhaschen konnte, bevor er verschwand, war ein plötzlich missmutig aussehnender Slytherin.
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Draco saß mit den anderen Slytherins in dem Pub und betrank sich. Slytherin und auch Gryffindor feierten ausgelassen in Hogsmeade. Als der 'Mann der Stunde' für Slytherin, sollte er eigentlich überglücklich sein. Draco liebte es im Mittelpunkt zu stehen, kein Zweifel, aber er fühlte sich innerlich leer. Ihm entkam ein genervtes Aufseufzen. Er hatte endlich den großen Harry Potter besiegt, und konnte sich nicht einmal darüber freuen. Er war wahrscheinlich der Einzige gewesen, der gesehen hatte, wie Harry das Feld verlassen hatte. Dieser hatte nicht einmal mehr zurückgeblickt, als er mit dem Besen auf der Schulter vom Feld gegangen war.
Draco hatte keine Spur von Potter hier in Hogsmeade gesehen. War er wirklich ein so schlechter Verlierer? Er wurde richtig wütend über das Benehmen seines Rivalen. Er sollte mit seinem eigenen Haus hier sein und ihren Sieg feiern. Schließlich hatten sie sich ihn verdient. Er hatte nie ein heftigeres Spiel gesehen, professionelle Teams ausgeschlossen. Die Gryffindors hatten wie Racheengel gekämpft. Draco musste ihnen, wenn auch widerwillig seinen Respekt zusprechen. Crabbe und Goyle hatten die Klatscher die meiste Zeit des Spiels schonungslos unter Kontrolle und diese überwogen ihre Gegenparts um gut 50 Kilogramm. Die Slytherins haben wirklich hart gekämpft, aber hatten zum Schluss nicht genug Punkte.
Draco beschloss, dass es für den Abend reichte. Er fühlte sich ruhelos und brauchte frische Luft. Der Pub war voller Hogwartsschüler, welche laut sangen und lachten. Er verließ unauffällig die Bar und glitt durch die Tür hinaus, nur um von Pansy aufgehalten zu werden, welche ihn am Shirt gegriffen hatte.
"Draco, bitte… Warum redest du nicht mit mir? Es ist schon eine Woche her und ich warte immer noch darauf, dass du mir sagst, was los ist. Sind wir immer noch zusammen?" Ihre Augen hielten seinem Blick verzweifelt stand.
Draco stöhnte genervt. Er wollte sich jetzt nicht mit Pansy herumschlagen. Warum konnte sie ihn nicht einfach in Ruhe lassen? Er war ihr die ganze Woche aus dem Weg gegangen. Er hatte gehofft, dass sie den Hinweis verstand, aber offensichtlich tat sie es nicht. Er wusste, dass er die Situation endlich klären musste. Er begann vom Pub wegzugehen. Sie folgte ihm.
"Worüber willst du reden, Pansy? Mach es kurz."
Sie sah ihn an und griff nach seiner Hand.
"Draco, ich weiß, dass du sauer auf das bist, was ich getan habe. Es tut mir leid! Du weiß, dass ich Weasley nicht leiden kann! Ich kann nicht fassen, dass ich das getan habe. Du musst mir glauben! Du weißt das, oder? Ich liebe nur dich! Können wir das hinter uns lassen? Ich will noch immer mit dir zusammen sein! Liebst du mich immer noch?"
Draco starrte hinab auf ihr beklommenes Gesicht. Er war ihr nie wirklich treu gewesen. Jedoch war Pansy ein guter Mensch und sie verdiente diese Behandlung nicht. Draco wusste, wenn er jemanden heiraten würde, dann würde es wahrscheinlich Pansy sein. Hochzeiten waren nicht mehr als geschäftliche Veranstaltungen in den reinblütigen Familien. Die meisten erwarteten nicht, dass man aus Liebe oder ähnlichen Gefühlen heiratete. Es war offensichtlich, dass Pansy diese Ansicht nicht teilte. Sie liebte ihn, schon immer.
Draco bemerkte, dass sich in kurzer Zeit eine Menge Dinge verändert hatten. Er war emotional zu sehr aufgewühlt, um eine Beziehung mit ihr führen zu wollen. Er rief sich seine stillen Gebete von letzter Nacht wieder ins Gedächtnis. Er hatte versprochen, dass er wieder zu ihr zurückkehren würde und sich zwingen würde aus diesem Wahnsinn herauszukommen, den er zurzeit erlebte. Er zwang seinen Verstand und sein Herz es zu akzeptieren.
"Pansy, ich bin dir nicht sauer. Ich weiß, dass jeder verrückte Dinge auf dieser Party getan hat. Aber glaub mir, wenn ich sage, dass ich das nicht absolut verstehe. Merlin, ich versteh das… Es tut mir Leid, das ich in letzter Zeit so kühl war, ich musste nur ein paar Probleme klären. Aber die sind jetzt verschwunden." Er lächelte sie an, den Schmerz sehr gut versteckend.
Sie zog ihn an sich und umarmte ihn fest. "Oh Draco, ich dachte, ich würde dich verlieren. Du weißt nicht, wie viel mir das bedeutet. Ich verspreche dir, dass es nie wieder passieren wird. Alles wird nun perfekt werden!" Sie suchte eifrig seine Lippen. Er fühlte sich dazu verpflichtet sie zu küssen und schluckte, enttäuscht, dass es nicht die Lippen von jemand anderem waren.
Sie ließ von ihm ab und lächelte glücklich.
"Ich treffe mich gleich mit ein paar Mädels. Ich kann allerdings auch absagen, wenn du Zeit mit mir verbringen willst. Das macht mir nichts aus."
"Nein, Pansy, ändere deine Pläne nicht. Ich bin ziemlich müde und wollte eh gerade in Bett. Wir können morgen reden."
"Okay, Draco. Wir treffen uns beim Frühstück." Sie küsste ihn wieder und eilte dann die Straße hinunter.
Draco sah ihr hinterher und die Leere schien ihn auffressen zu wollen. Er eilte in Gedanken versunken zum Schloss zurück. Ein Durcheinander kam in ihm auf und er versuchte seinen Verstand auf seine Entscheidung zu fokussieren. Hogwarts zeichnete sich gegen die Dunkelheit vor ihm ab, aber er wollte nicht in einen leeren Raum zurückkehren. Er lief zum Quidditchfeld, seine Hände in die Taschen gesteckt. Der blassweiße Mond lugte hinter einer Wolke hervor. Draco hörte die Geräusche des Waldes, lebend und mit nächtlichen Absichten, nach ihm rufend.
Er kam an dem Feld an und genoss die Ruhe nachdem ganzen Aufruhr. Er ging auf den Eingang zu, kletterte über das Gitter und landete elegant auf seinen Füßen. Er betrat das Feld, die Augen auf die großen Torringe am anderen Ende des Feldes gerichtet. Er erschreckte, als er einen Schatten an sich vorbeirennen sah.
Draco reckte seinen Hals, um einen Blick auf den Rennenden zu erwischen. Seine Nerven waren angespannt. Wenn jemand rannte, dann bedeutete das, dass jemand oder etwas ihn jagte. Draco wollte nicht in dieses Etwas hineinrennen. Sich eng an die Wand pressend, bewegte er sich langsam weiter, bis er das Ende des Feldes erreicht hatte. Er sah, wie jemand in großem Bogen um die entfernte Seite der Tribünen rannte. Soweit er es sagen konnte, war dieser jemand alleine.
Die mysteriöse Person lief wieder eine Runde. Als sie sich seiner Position näherte, wagte er einen Blick hinter der Mauer hervor. Er war überrascht Potter zu sehen.
Draco beobachtete, wie sein Feind an ihm vorbei rannte. Er wusste nicht, ob Potter ihn gesehen hatte. Er trug eine schwarze Stoffhose und kein Shirt. Draco konnte den Schweiß auf dem nackten Oberkörper glitzern sehen. Sein schwarzes Haar war verschwitzt. Draco leckte sich über seine trockenen Lippen, als er die angespannten Rückenmuskeln des Rennenden beobachtete. Er schloss seine Augen, sich zwingend sein Herz und seinen Verstand unter Kontrolle zu halten. Er wusste, er sollte sich umdrehen und woanders hingehen, aber er blieb wie festgenagelt stehen. Harry war nun wieder auf der anderen Seite des Feldes und Draco könnte ungesehen entkommen, wenn er jetzt gehen würde. Warum ging er nicht?
Scheiße! Er kommt wieder zurück. Gott, Draco! Verschwinde endlich! Was machst du da? Warum gehst du auf ihn zu?? Oh um Gottes Willen! Draco! Draco! Er wird uns sehen! Schieb nicht mir die Schuld zu, wenn das passiert! Du hast ihn heute im Quidditch besiegt! Er wird keine gute Laune haben! Du bist der Letzte, den er sehen will! Oh Gott! Hast du dich ihm gerade in den Weg gestellt? Was zum Teufel?? Sieh, er wird langsamer. Er hat uns gesehen! Du weißt, dass er uns ohne Zauberstab jetzt auf der Stelle verhexen könnte? Das ist eine ganze schlechte Idee gewesen, Draco! Ich verschwinde, du bist auf dich allein gestellt…
Draco wurde unruhig und nervös, als Potter auf ihn zu rannte. Dieser wurde langsamer, je näher er ihm kann und hielt dann ein paar Meter von ihm entfernt an. Potter drehte seinen Hals herum und begann dann mit Dehnübungen. Draco beobachtete ihn fasziniert. Diese sinnlichen Bewegungen lösten ein Feuerwerk in seinem Bauch und ein Kribbeln in seiner Lendengegend aus. Draco seufzte und schloss seine Augen. Als er sie wieder öffnete, saß der Gryffindor auf dem Boden und machte Sit-ups. Draco beobachtete seinen hoch/runter und vor/zurück Rhythmus mit wachsender Unruhe. Er grub seine Finger in seine Beine und konzentrierte sich auf den Schmerz, um den Verstand nicht zu verlieren. Potter lag ausgestreckt auf dem kalten Grass. Er richtete seine Augen auf Draco, als dieser auf ihn zuging. Er beobachtete ihn kalt, sagte aber kein Wort.
"Ich habe nicht gewusst, dass du rennst, Potter."
"Es gibt eine Menge, was du nicht über mich weißt, Malfoy. Eigentlich weißt du gar nichts über mich. Also ist der Newsflash nicht sonderlich überraschend für mich"
"Na, haben wir uns in die Windeln geschissen? Du bist ein bisschen zickig heute. Ich schätze, du hattest keinen schönen Tag gehabt." Das höhnische Lächeln erschien automatisch auf seinem Gesicht.
"Also bist du gekommen, um dich hämisch vor mir zu freuen? Warum überrascht mich das nicht? Ich bin beschäftigt, Malfoy. Geh weg."
"Ich bin nicht dafür gekommen, Potter. Ich war nur draußen und habe die frische Luft genossen. Ich wusste nicht, dass du hier warst. Wenn ich es gewusst hätte, wäre ich sicherlich nicht hergekommen." Ihn so auf dem Boden liegend zu sehen, ließ ihn schwindelig werden.
"Nun, jetzt weißt du es. Das heißt, dass du woanders nach frischer Luft suchen kannst. Es gibt sie auch weit weg von mir. Jede Richtung ist die Richtige, solange es die Entgegengesetzte ist." Harry setzte sich auf und schlang die Arme um seine Beine.
Draco verdrehte die Augen. "Potter, Potter, wow, du kannst richtig… negativ sein. Warum musst du immer so ein Arschloch sein? Und du sparst solch harsche Worte für mich auf."
Harry schnaubte. "Sehr lustig, dass gerade du das sagst. Soll ich jetzt heulen? Du hast mich mit deinem Beobachten tief verletzt. Wie soll ich so nur weiterleben?" Er grinste den Slytherin an. Draco rollte wieder mit den Augen.
Harry drehte sich auf den Bauch und begann Push-ups zu machen. Dracos Mund klappte auf. Sein Körper reagierte ebenfalls auf die schnellen hoch und runter Bewegungen. Er hatte plötzlich das Verlangen unter Potter zu liegen. Draco biss sich auf die Unterlippe, um nicht hörbar aufzustöhnen. Er musste hier weg. Seine neue Entschlossenheit mit Pansy zusammen zu sein, verschwand schnell aus seinem Kopf. Er verlagerte nervös das Gewicht von einem Bein aufs andere. Warum wurde er so gequält?
Harry stoppte abrupt sein Training. Malfoys plötzliches Auftauchen hatte seine Konzentration gestört. Die Anwesenheit des Blonden erinnerte ihn an seine Niederlage. Er trug einen inneren Konflikt mit sich aus, was seine Gefühle betraf. Er hatte sich immer noch nicht damit abgefunden, das Malfoy sein erstes Mal gewesen war. Es sollte nicht mit ihm sein. Seine Wut vermischte sich mit seiner Lust, vermischte sich mit seinem Hass, vermischte sich mit seiner Verleugnung, vermischte sich mit seiner Angst, vermischte sich mit seiner Hoffnung, vermischte sich mit dieser namenlosen Emotion. Es war alles durcheinander gemischt. Er lag flach auf dem Boden und rammte wütend seine Faust in den harten Boden. "FUCK!" Er schlug nochmals zu.
Draco verengte die Augen, als er den Gewaltausbruch beobachtete. Er sah ihn argwöhnisch an, den Abstand beibehaltend. Nachdem er Zeuge von Potters Magie im Pub geworden war, machte er ihn nervös. Er war unberechenbar und launisch, wie ein wildes Tier und Draco wusste nicht, was er von ihm erwarten konnte.
"Ich hätte den Schnatz fangen sollen! Ich kann nicht glauben, dass ich es nicht geschafft habe! Ich bin besser! Verdammt!" Er begann wieder Push-ups zu machen.
"Potter, dein Team hat trotzdem gewonnen. Was ist der verdammte Unterschied? Also hast du mal nicht den Schnatz gefangen, na und."
Harry wandte seine teuflischen Augen zu ihm. Das Grün war fast komplett schwarz geworden. Draco konnte die Iris herumwirbeln sehen, als ob etwas in ihr lebte. Sein Mund öffnete sich leicht. Angst und Faszination wetteifernden gegeneinander um die Herrschaft. Seine Angst gewann, als Harry auf die Füße sprang. Draco hatte einen für einen Augenblick einen Aussetzer in seiner Angst, als er Harrys entblößte Bauchmuskeln und seine Brust sah. Er fühlte wie das Blut in seinen Unterleib schoss. Er blinzelte stark und schüttelte den Kopf, um es aufhören zu lassen.
"Der Fang gehörte mir. Er gehört immer mir. Ich habe nie einen Schnatz verfehlt. Du würdest das nicht verstehen.", zischte er und ein seltsamer Schatten fegte über sein Gesicht.
Draco blinzelte verwirrt. Hab ich das wirklich gerade gesehen? Er blickte hinter sich, halb erwartend jemanden zu sehen. Er war leicht beunruhigt, als er niemanden sah. Harry kam näher auf Malfoy zu. Sein Gesicht zeigte keine Regung. Er sah direkt in Malfoys Augen und ließ seinen Blick dann nach unten wandern.
"Du hast mir meinen Schnatz gestohlen. Es war ein Geschenk… an Sirius." Er legte seine Hand auf Dracos Wange, sanft darüber streichelnd. Draco hielt den Atem an. Seine Finger fühlten sich so gut an auf seiner Haut. "Heute ist sein Geburtstag." Harry zog sich von ihm zurück und entfernte seine Hand. Er schloss die Augen, aber nicht bevor Draco den Schmerz und die Trauer darin sehen konnte.
Harry öffnete die Augen. Draco sah geradewegs in die süßen Smaragde, die ihn in seinen Träumen verfolgten. Er drehte sich von Malfoy weg.
"Was willst du Malfoy?", fragte er leise.
"Es tut mir Leid wegen Sirius. Ich habe es nicht gewusst."
"Warum solltest du es wissen? Du sorgst dich um gar nichts. Sirius war mit dir verwandt, oder nicht? Du siehst niemanden, außer dich selbst. Du hast dich nie um irgendetwas gesorgt, nie irgendetwas verloren. Du bist ein herzloser Bastard, Malfoy. Aber ich wünschte, ich könnte genauso sein, mich um nichts und niemanden sorgen. Es wurde mir eine Menge Kopfschmerzen und Kummer ersparen."
"Du weißt nichts über mich! Denkst du, du bist der Einzige der irgendetwas verloren hat? Mein Vater ist in Askaban! Warum? Weil er ein herzloser Bastard ist! Mein Vater ist ein Mörder. Die meisten seiner Partner sind Mörder. Er hat dem größten Mörder aller Zeiten gedient. Und jetzt will er, dass auch ich ein Mörder werde. Kannst du dir vorstellen, wie sich das anfühlt? Ich kann mir meinen Vater nicht aussuchen. Meine Familie wird für immer als Todesser gebrandmarkt sein. Ich höre das Geflüster; ich sehe wie die Leute uns meiden. Tante Bella hat Sirius getötet, ihren eigenen Cousin. Das ist so verdammt bescheuert. Wegen ihr sind Longbottoms Eltern Dahinvegetierende. Ich habe ihn sieben Jahre lang angesehen und gewusst, dass sie seine Familie zerstört hat. Ich fühle… mich schlecht deswegen. Es war nicht richtig." Sein Gesicht zeichneten Seelenqualen.
"Oh… du fühlst dich schlecht? Nun, es hat dich scheinbar nicht davon abgehalten die letzten sieben Jahre ein Arschloch zu sein! Wie oft hast du uns wie Scheiße behandelt? Die ganzen Jahre, die ich dich schon kenne, hast du nie etwas anderes als Scheiße von dir gegeben. Du hast es uns unter die Nase gerieben, dass du der hochgradige und mächtige DRACO MALFOY bist. Wenn du dich schlecht deswegen gefühlt hättest, dann hättest du vor langer Zeit schon deine Fresse gehalten. Behalte deine 'Schuldbekenntnisse' für dich, ich nehme sie dir nicht ab. Du bist eine gefühlslose, kalte Schlange. Und jetzt lass mich in Ruhe!"
"Sag mir nicht, was ich verdammt noch mal fühle! Du benimmst dich selbst gottverdammt hochgradig und mächtig. Du stolzierst hier herum, als ob du ach so perfekt wärst und erwartest, dass jeder deinem Standart und deinen Erwartungen gerecht wird. Du bist Dumbledors Liebling und keiner kann ihm gerecht werden. Was glaubst du, wie sich der Rest von uns einfachen Bauern fühlt? Hast du je darüber nachgedacht? Selbst ich weiß, dass das Wiesel in deinem Schatten versinkt. Hast du das überhaupt bemerkt? Oder hast du einen solch verdammt großen Wasserkopf, dass da kein Platz mehr für etwas anderes ist? Du brauchst den Dunklen Lord nicht einmal bekämpfen; dein Ego allein könnte ihn zermalmen!"
"Mein Ego? Hörst du dich überhaupt selbst reden? Denkst du, ich wollte das alles? Meine Eltern sind Tod! Mein Pate! Irgendeine gottverdammte Prophezeiung besagt, dass ich einen abscheulichen, mordlustigen Dunklen Zauberer töten soll, gegen den ich gar keine Chance habe! All das wurde mir in den Rachen geschoben! Ich kam das erste Mal in diese Schule und irgendein Professor, den ich noch nie in meinen Leben gesehen habe, versucht mich zu töten. Warum? Weil er ein siebzig Jahre altes Monster an seinem Hinterkopf hängen hat!
"Wir waren elf Jahre alt, Malfoy! Weißt du, was das bedeutet? Ich konnte kaum einen Zaubertrank zusammenmischen, geschweige denn einen Zauberer bekämpfen, der mir sechzig Jahre Erfahrung voraushat. Du hast ihn in dieser einen Nacht im Wald gesehen! Ich hatte keine Ahnung, was ich zum Teufel da tat! Ich weiß es immer noch nicht! Ich habe den ersten Menschen mit elf getötet. Wenn du den Job haben willst, Malfoy, dann nimm ihn dir verdammt noch mal! Ich will ihn nicht!!"
Die Emotion und Macht, die von Harry ausgingen, sandten Stoßwellen durch Dracos Körper. Er atmete scharf ein, als eine unsichtbare Hitze sein Gesicht versengte. Er starrte Harry an und sein Gesicht wurde weiß. Harry kam auf ihn zu, die geringe Distanz überwindend. Draco sah, dass der Schatten wieder auf Harrys Gesicht zurückgekehrt war und es erheblich verdunkelte. Die wunderschönen Augen waren nun schwarz wie die Nacht, die Iris drang in seinen Kopf ein. Er fühlte, dass er nicht mehr allein in seinem Körper war. Dracos Magen verkrampfte sich unbehaglich. Er wich zurück und suchte in seinen Taschen nach seinen Zauberstab. Er zog ihn zitternd hervor und richtete ihn auf Potter.
Harry blickte den Zauberstab emotionslos an. Dann sah er wieder zu Draco. Die Iris beruhigte sich langsam, bis sie komplett stillstand. Er lächelte Draco an.
"Steck das Ding weg", sagte er lässig. Er machte eine kurze Handbewegung. Der Stab entriss sich Dracos Griff und flog in Harrys Hand.
"Es ist nicht höflich Zauberstäbe auf andere zu richten, außer du beabsichtigst ihn zu benutzen." Er blickte auf Dracos Mitte und ein hinterhältiges Lächeln zierte seine Lippen.
Draco sah an sich hinunter und errötete augenblicklich. Seine Erektion war deutlich durch seine Hose sichtbar. Er sah mit hasserfüllten Augen zurück zu Harry.
"Gib mir meinen Zauberstab zurück!", rief er wütend, beschämt das er ihn erwischt hatte. Seine Neugierde siegte dann, "Wie machst du das? Die Zauber und alles? Das ist eine Menge Magie.", fragte er leise.
"Ich will nicht darüber reden, Malfoy. Lass die Finger davon." Er lief auf die Tribüne zu, den Zauberstab immer noch in der Hand haltend. Draco folgte ihm.
"Warum reagierst du so empfindlich darauf? Das ist großartig! Die meisten Zauberer können so etwas nicht. Du solltest glücklich sein!"
"Ich bin nicht unglücklich. Ich will nur nicht darüber reden. Ich weiß nicht, wie es begonnen hat. Ich tu es einfach. Ich weiß nicht, wie es funktioniert. Das versuche ich selbst herauszufinden." Harry beugte sich vor, um sein Shirt vom Boden aufzuheben. Er zog es an und fuhr sich mit den Fingern durch sein feuchtes Haar. Es stand nach allen Seiten ab, und ließ ihn noch sexier, als vorher aussehen. Draco unterdrückte ein genussvolles Aufseufzen, seine Erregung pochte schmerzhaft.
"Vielleicht kann ich dir helfen.", sagte er aufrichtig.
Harry sah ihn aus ungläubigen Augen an. "Meinst du das ernst? Du willst mir helfen? Bist du wieder besoffen, Malfoy?"
"Wahrscheinlich. Aber ich will lernen, wie man das macht, also darf ich?"
Harry schürzte die Lippen. "Immer auf den eigenen Vorteil aus, nicht? Ich weiß nicht, ob du irgendwas lernen würdest. Es passiert einfach." Er war nicht bereit von dem Buch zu erzählen. Außerdem war Malfoy mit Snape verbündet. Er traute dem Slytherin nicht zu, dass er seinen Mund darüber halten würde, was er tat. Er war nicht bereit seine Macht aufzugeben.
"Komm schon, Potter. Glaubst du nicht ans Teilen und so? Ist das nicht die Gryffindor Art?"
"Nein, das ist Hufflepuff. Ich teile nicht gerne."
"Ich auch nicht, Potter." Seine Stimmlage hatte sich verändert, als er das sagte. Er bemerkte, dass er damit mehr gesagt, als er eigentlich beabsichtigt hatte.
Harry sah ihn scharf an, doch dann entspannte er sich. Er gab ihm den Zauberstab zurück.
"Wie ich sagte, nächstes Mal bist du besser bereit ihn zu benutzen." Das verruchte Lächeln war zurück.
Draco leckte sich über die Lippen. "Oh, ich bin bereit ihn zu nutzen."
Harrys Herz setzte aufgrund der Anspielung einen Schlag aus. Er fühlte, wie er hart wurde. Er sah zu Malfoy und seine Männlichkeit zuckte ungeduldig. Die silbernen Augen bohrten sich in seine, eine klare Einladung aussprechend. Plötzlich war es Harry heiß und er fühlte sich benommen.
"Ähm… Ich brauch eine Dusche. Ich bin total verschwitzt." Er zögerte einen Moment, nicht sicher, was er als nächstes tun sollte. Malfoy stand bewegungslos da, sein Gesichtsausdruck undeutbar. "Ich werde darüber nachdenken, um was du gebeten hast." Er wandte sich um und ging davon.
"Wo willst du hin? Renn nicht einfach weg. Willst du dich nicht damit beschäftigen, was passiert ist?" Draco wollte sich am liebsten selbst schlagen. Er klang genau wie Pansy. Gott, das war so dämlich!
Harry hielt an, um ihn anzusehen. "Mit was beschäftigen? Das wir miteinander geschlafen haben? Du hast gesagt, dass es ein Zauber war, dass ich dich in Ruhe lassen soll, dass du nicht auf Kerle stehst und Gott weiß was noch. Ich tue nur, was du gesagt hast." Er ging weiter. Draco beeilte sich ihn einzuholen. Er streckte seine Hand aus und zog ihn zurück.
"Heißt das, dass du etwas anderes willst?" Er versuchte die Hoffnung aus seiner Stimme und seinem Gesicht zu halten.
"Warum sollte ich etwas wollen, dass niemals passieren wird?"
"Was meinst du damit?"
"Ich meine das, was ich gesagt habe, oder was du eigentlich gesagt hast. Du stehst nicht auf Kerle. Also ist das, was zwischen uns passiert war, ein Zufall. Wir haben nur gefickt, also ist es nicht wichtig." Er sah den verletzten Ausdruck auf Dracos Gesicht nicht, den dieser versuchte zu verstecken.
Dracos Brust verengte sich. Das war nicht das, was er hören wollte, auch wenn es seine eigenen Worte waren. Er wünschte, dass er es irgendwie ändern könnte, sodass Potter wusste… Hör auf.
"Du sagst ständig, dass ich nicht auf Kerle stehe, aber was ist mit dir? Du hast dasselbe gesagt! Also warum schiebst du alles auf mich? Stehst du auf Kerle?"
"Ich weiß es nicht, Malfoy, okay? Ich weiß nicht, was ich fühle. Was letztes Wochenende zwischen uns passiert ist, war total verrückt. Du und ich hatten Sex. Und es war… klasse! Das war mein Erstes Mal mit einem Jungen und wir hassen uns! Weißt du wie beunruhigend das ist?" Er fühlte, wie ihm die Schamesröte ins Gesicht stieg.
Draco hatte nichts mehr gehört nach dem Wort 'Klasse'.
"Du denkst es war klasse?" Er konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.
"Oh, jetzt hältst du es also für lustig? Schön, ich bin weg." Er marschierte auf den Ausgang zu.
Dracos Mund öffnete sich geschockt. Potter hatte endlich begonnen sich zu öffnen und jetzt stürmte er schon wieder davon! Verdammt! Draco rannte hinter ihm her, um ihn wieder einzuholen. Sie liefen auf das Schloss zu.
"Potter, sei nicht so. Ich habe dich nicht ausgelacht. Ich war nur überrascht, dass es dir gefallen hat. Ich dachte, du erinnerst dich nicht mehr an allzu viel."
"Ich erinnere mich nicht an alles, aber ich weiß genug. Man vergisst sein Erstes Mal normalerweise nicht. Ich hab nie zuvor mit einem Mann geschlafen. Also war es, als wäre ich noch Jungfrau."
Dracos Augen weiteten sich. Er hatte nicht einmal die Möglichkeit bedacht, dass es sein Erstes Mal sein könnte. Harry war Jungfrau gewesen? Er begann zu grinsen, aber nicht auf eine negative Art. Er fühlte sich geehrt, der Erste gewesen zu sein.
"Ich lache dich nicht aus.", sagte er schnell. "Ich fühl mich… nun ja…geschmeichelt. Ich habe nicht gewusst, dass du Jungfrau warst. Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht. Du hast dich auch nicht wie eine benommen." Er lächelte Harry kurz an.
Harry grinste "Ich bin ein Naturtalent."
"Bist du."
Harry sah Malfoy ungläubig an. "Hast du mir gerade ein Kompliment gemacht? Ich weiß, dass ich nicht richtig gehört habe."
"Pass auf, Potter, ich will nur verstehen, was hier vor sich geht. Ich meine, du küsst mich immer wieder und dann… nichts. Ich verstehe es nicht. Du sagtest, es liegt am Alkohol, aber du warst nicht jedes Mal betrunken. Also, ich muss einfach wissen wo wir stehen."
"Wir stehen in irgendeiner verfickten Scheiße, das ist, wo wir stehen." Er lachte bellend.
"Ich schätze wir tun immer noch so, als wäre es nicht passiert. Und wir tun es nie wieder."
Sie kamen in der Einganshalle an. Nun war es Zeit, getrennte Wege zu gehen. Harry wandte sich zu Draco.
"Ich schätze, du kannst mir mit dem Magiezeugs helfen. Danke." Er fühlte sich unwohl. Er hatte sich noch nie bei Malfoy bedankt.
Draco zögerte, bevor er antwortete. "Ja sicher, lass mich wissen, wenn du daran arbeitest."
Auch er schien sich unwohl zu fühlen. Harry nickte ihm zu und hastete dann die lange Treppe hinauf, die ihn zum Gryffindor Turm führen würde. Draco sah ihm hinterher, enttäuscht, dass ihre Unterhaltung vorbei war. Er machte sich auf den Weg in die Kerker. Er war ein paar Schritte gegangen, als er Pansy und ein paar andere Slytherins durch das Eingangsportal kommen sah. Er hielt an und presste sich in eine schattige Nische. Er sah in die Richtung, in die Harry gegangen war. Dann sah er wieder zu Pansy. Für eine halbe Sekunde biss er sich auf die Unterlippe. Er folgte seinem Herzen.
-
Draco fühlte sich wie ein Stalker. Er schlich so nah wie möglich an die Fette Dame heran und betete, dass bald jemand herauskommen würde. Er hatte seinen Zauberstab gezogen, bereit einen Desillusions-Zauber auf sich anzuwenden. Er hörte Stimmen aus dem Korridor kommen. Er drückte sich weiter in die Schatten, um sich so gut wie möglich zu verstecken. Zwei Sechstklässler näherten sich dem Portrait und riefen das Passwort. Draco führte schnell den Zauber über sich aus. Das Portrait schwang auf und die Schüler traten ein. Draco eilte ihnen hinterher, bevor die Tür verschlossen war. Er hoffte, dass sie sich nicht umdrehten. Der Zauber hatte ihn nicht unsichtbar gemacht, sondern nur verschwommen.
Der Gemeinschaftsraum war leer und Draco duckte sich hinter eine Couch, um zu warten, dass die beiden Schüler ihren Beschäftigungen nachgingen. Nachdem sie weg waren, ging Draco in Harrys Zimmer. Er hoffte, der Gryffindor würde ihn nicht dafür verhexen, sich in sein Schlafzimmer geschlichen zu haben. Er hatte offiziell den Verstand verloren. Ein schnell geflüstertes 'Alohomora' und er war im Raum.
Harry war nicht zu sehen. Ein Berg von Kleidung lag auf dem Boden, darauf hinweisend, dass er vielleicht in der Dusche war. Wie zur Bestätigung hörte er Wasser rauschen. Draco hatte nicht darüber nachgedacht, was er machen würde, wenn er hier war, also entschied er, sich auf Harrys Bett zu setzen. Dieser würde überrascht sein. Er streckte sich und streifte sich die Schuhe ab. Das Bett war unglaublich gemütlich. Er sah ein schwarzes Buch auf dem Nachttisch liegen. Es sah alt aus. Draco hatte schon einmal ein Buch gesehen, dass diesem verdammt ähnlich sah. Es hatte seinem Vater gehört, doch Draco war es nicht erlaubt gewesen, es anzufassen. Sicherlich konnte dieses Buch nicht genauso sein. Er streckte seine Hand aus, um den Umschlag zu berühren.
"Das würde ich lieber sein lassen."
Draco setzte sich schnell auf. Harry stand in der Badtür und trug nichts, außer einem Handtuch um seine Hüften. Er schien nicht wütend oder überrascht Draco auf seinem Bett liegen zu sehen.
"Hast du dich hinter jemand anderen mit reingeschlichen? Typisch Slytherin." Er ging zurück in sein Bad. "Ich werde nicht allzu lange brauchen, jetzt wo ich einen Gast habe. Kannst du mir bitte den Waschlappen geben, dort im Korb."
Malfoy betrat das Bad, den Lappen tragend. Er konnte Harry kaum sehen hinter dem Milchglas der Duschkabine. Harry stecke seinen Kopf durch die Tür. Draco reichte ihm den Lappen und ihre Hände berührten sich. Elektrizität floss zwischen ihnen. Sie starrten sich an. Der Lappen fiel unbeachtet zu Boden.
"Komm her.", flüsterte Harry.
Das brauchte er Draco nicht zweimal sagen. Sein Mund berührte Harrys sofort. Harry schlang seine nassen Hände um Dracos Kopf und zog ihn näher. Draco öffnete seinen Mund und Harrys Zunge glitt hinein und begab sich auf Schatzsuche. Draco verschlang Harrys Lippen gierig und saugte an ihnen. Harry stöhnte laut. Er ließ von Draco ab, welcher aufgrund der abrupten Veränderung winselte und Harry unsicher ansah.
"Die brauchst du nicht.", sagte Harry auf Dracos Kleidung deutend. Draco zog sich Shirt und Hose aus und warf sie auf den Boden, sein Zauberstab fiel heraus und rollte über die Fließen. Harry warf einen kurzen Blick auf Dracos wachsende Erregung und grinste. Draco sah an sich hinunter und errötete.
"Halt bloß die Klappe.", sagte er.
Harry zog ihn zu sich unter das heiße Wasser. Es floss in unterschiedlichsten Farben über sie und erschuf kleine Blasen. Wasserdampf bildete sich um sie herum und Wasser kam aus allen Richtungen. Die Wanne war ein großer Jacuzzi mit Bänken, um darauf sitzen zu können. Ein ganzes Quidditch Team würde locker reinpassen. Ihre Lippen trafen sich wieder, sanft saugend und schmeckend. Draco schlang seine Arme um Harrys Hals und leckte über seine Ohrmuschel. Harrys ließ seine Finger Dracos Brust hinunter gleiten und fühlte die glatte, sanfte Haut. Seine Finger fuhren über die Nippel und er fühlte, wie Draco erschauderte.
"Hmmm.", war seine Antwort. Er lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück. Harry beugte sich über ihn und begann sanft an den Nippeln zu lecken. Harry wusste nicht, dass es eine von Draco Stellen war. Draco atmete zischend ein und keuchte stark. Er begann durch Harrys Haare zu streichen. Harry sah zu ihm auf. Draco lehnte sich vor und küsste ihn wieder, das Wasser floss sanft an beiden herunter.
Harry begann langsam Dracos Körper hinunterzuwandern. Er war blass, aber er hatte eine wohlgeformte Brust. Sein Körper war vom Quidditch Training gehärtet worden. Er hatte kleine, blonde Härchen an seiner Brust, die man jedoch kaum sah. Harry strich sanft darüber und fuhr seine Tour nach unten fort.
Als er seine Erregung berührte, seufzte Draco leise. Harry sah an ihm hoch. Er war nervös, doch er wollte es probieren. Er erinnerte sich an alles, was er über Blowjobs wusste und entschied, dass er es so machen würde, wie er es selbst auch mochte. Er setzte seinen Mund auf die Spitze und begann leicht daran zu saugen. Immer wieder fuhr er mit seiner Zunge darüber. Draco stöhnte und seine Atmung verschnellte sich. Harry erhöhte den Druck ein wenig und wanderte mit seiner Zunge einmal den Schaft entlang, dann kümmerte er sich wieder um die Spitze, leckte einmal mit der Zunge drüber und nahm dann Dracos Glied tiefer in sich auf. Draco stöhnte lauter und seine Hüften begannen in Harrys warmen, feuchten Mund zu stoßen. Seine Augen waren geschlossen und sein Atem kam nur noch stoßweise.
Harry war unglaublich erregt. Seine eigene Erektion schrie nach Aufmerksamkeit. Dracos Geräuschen zu lauschen machte ihn wahnsinnig. Die stoßenden Bewegungen, das wirbelnde Wasser und die Hitze jagten Schauer über seinen Rücken. Er steigerte seinen Rhythmus und umschloss Draco Schaft mit der Hand, um sie im Takt seiner Zunge mitzubewegen. Die Kombination von Saugen und Streicheln brachten Draco dazu, rau aufzuschreien. Er versuchte seinen Orgasmus zurückzuhalten.
"Harry…nein…warte…nicht… so…" Jedes Wort wurde aus ihm herausgerissen. Er zog Harry hoch, dieser schaute Draco verwirrt an.
"Komm her, bitte." Seine Stimme war heiser und voller Verlangen. Er zog Harry hoch, um ihn zu spreizen. "Können wir es so tun, du darfst die Kontrolle übernehmen."
Seine Augen flehten ihn an. Harry nickte. Draco griff nach seinem Zauberstab, murmelte den benötigten Zauber und warf den Stab wieder auf den Boden. Harry kniete sich hin und grätschte Draco dabei leicht. Dracos Finger strichen über Harrys festen Hintern. Dann begann er seine Finger gegen Harrys Eingang zu drücken. Harry zuckte zusammen, entspannte sich dann jedoch, um die Finger zu empfangen. Draco schob seine Finger tiefer in die warme Enge und dehnte Harrys Muskeln, um ihn wieder an das Gefühl zu gewöhnen. Das letzte Mal war er betrunken gewesen und wusste daher nicht wirklich, wie intensiv die Gefühle gewesen waren. Draco fand Harrys Luftzentrum und drückte dagegen. Harry schrie auf. Die Kombination aus Schmerz und Lust war perfekt. Er drückte sich den Fingern willig entgegen, wollte mehr.
Draco zog langsam seine Finger aus ihm. Harry drückte schnell Dracos Penis in seinen Eingang. Als Draco in ihn eindrang stöhnten sie ekstatisch auf. Er griff Harrys Hüften um ihm Halt zu geben. Harry begann sich vor- und zurückzubewegen. Dracos Finger gruben sich in seine Hüften, als er vor Lust aufkeuchte. Harry drückte seine Hände an die Duschwand und arbeitete mit seinen Hüften gegen Dracos Glied und verengte die Muskeln um ihn.
Draco begann zusammenhangslos zu winseln, als Harry fort fuhr sich auf ihm zu bewegen. Er konnte nicht glauben, wie gut sich das anfühlte. Er glaubte, dass er gleich das Bewusstsein verlieren würde. Harrys Stöhnen erregte ihn nur noch mehr und er drückte sich nach oben, um Harry entgegen zu kommen. Sie stöhnten zusammen. Draco arbeitete mit seinen Hüften und traf mit der Spitze seines Penis' bei jedem Mal Harrys Lustzentrum. Harry fuhr jedes Mal fast aus der Haut vor Erregung. Sweet Merlin! Sein gesamter Körper schien aufzuflammen. Er hätte nie erwartet, dass Sex sich so anfühlen konnte. Von weit weg konnte er Dracos Stöhnen und Keuchen hören.
"Harryyy…ohh. Hör… nicht auf… Fuck… Ich komme." Draco umschloss plötzlich Harrys Penis mit seiner Hand und begann sie schnell ruckartig auf und ab zu bewegen. Harry Augen rollten in seinen Hinterkopf und ein begeisterter Laut entwich ihm. Das war komplett unerwartet gewesen. Dracos Finger bearbeiteten seine berührungsempfindliche Spitze, welche schon Feucht von dem Dampf, dem Wasser und Harrys eigener Nässe war. Plötzlich kam er, HART.
"SsssOhhhssss… SssMalfoysss… SsssFickssss… sssmichsss", zischte Harry in Parsel. Harrys Muskeln zogen sich zusammen, als er seinen Samen herausspritzte. Die unerwartete Enge entlockte auch dem Blonden seine Erlösung. Er kam so hart und plötzlich, dass ihm die Luft wegblieb. Er griff Harrys Hüften und hielt ihn unten, während er wild in ihn stieß.
"OHH… Harrryyyyy… Ohhhhhh…meeeeiiin… Goooooott…", stöhnte er. Harry steckte noch mitten in seiner eigenen Erlösung. Zu fühlen, wie Draco ihn mit seinem Samen füllte steigerte seine Empfindungen. Seine Finger krallten sich in die Wand, sich sicher, dass sie allesamt gebrochen sein würden, wenn es vorbei war. Er ritt ihn wie wahnsinnig, alles war ihm egal, nur der Penis in seinem Innern war wichtig. Sein Blut rauschte durch seine Ohren. Eine weitere Welle traf ihn und ein tiefer Schrei, wild und animalisch, entkam ihm.
Draco fühlte, wie sein Verstand versagte. Sein ganzer Körper schien ein einziger, großer Orgasmus zu sein. Er wurde wortwörtlich von der Realität getrennt, als hatte er einen Kurzschluss. Sein Körper zuckte unkontrolliert und seine stolze Männlichkeit füllte den wundervollen Mann über ihm. Er glaubte, sein Herz würde explodieren. Merlin, Pansy hatte überhaupt keine Chance! Tief in sich drin, wusste er, dass er Harry danach nie wieder gehen lassen würde.
Harry kam langsam wieder zu Sinnen. Er versuchte seine Atmung unter Kontrolle zu bekommen. Er sah auf Draco hinunter, welcher heftig keuchte. Harry zog sich langsam hoch und versuchte zu stehen. Seine Knie zitterten und der Raum drehte sich gefährlich. Draco öffnete langsam seine Augen.
"Draco?" Harry beugte sich über ihn. "Alles okay da unten?" Harry tippte ihn sanft an. Dracos Mund war trocken. Er setzte sich langsam auf. Empfindungen durchströmten immer noch seinen gesamten Körper. Er sah Harry verwundert an. Er öffnete den Mund, um etwas zu sagen, aber kein Ton entkam ihm. Harry verstand das Gefühl.
Nach einer kurzen Dusche legten sie sich zusammen in Harrys Bett. Als ihre Köpfe auf die weichen Kissen trafen, waren sie auch schon eingeschlafen.
Als Draco am nächsten Morgen, unter seinem Zauber verschleiert, ging, dachte eine bestimmte Rothaarige eine verschwommene Gestalt aus Harrys Zimmer kommen zu sehen. Eine blonde Gestalt.
