Vielen lieben Dank anALLE, die es geschafft haben mir ein Review dazulassen. Ihr dürft weiterlesen! An die Schwarzleser: Ihr natürlich auch!
Hallo an Alle! Es geht mal wieder weiter! Viel Spass dabei! Machts euch bequem und nehmt euch einen Keks und ein Butterbier.


Kapitel 11:

Die Pforten zur Großen Halle öffneten sich und die Schüler waren sprachlos. Die Halle war komplett leergeräumt, nur vereinzelt standen Tische, die in den Hausfarben dekoriert waren. Dort, wo normalerweise der Lehrertisch stand, war eine Bühne aufgebaut worden und darüber hing ein Plakat: "Jeremiah and the Skulls". Die Schüler brachen in Jubel aus.

Seit ungefähr einem halben Jahr war diese Band aus der Zaubererwelt nicht mehr weg zu denken. Die Lehrer waren schon genervt, denn überall, wo man stand, konnte man jemanden ein Lied dieser Band summen hörten. Es gab einfach kein Entkommen. Schließlich war sogar Professor McGonagall eines Tages eines dieser Lieder pfeifend in den Klassenraum gekommen und im ersten Moment hatte sie sich nicht erklären können, warum die Schüler so kicherten. Als es ihr dann doch auffiel, hatte sie einen roten Kopf bekommen und selbstlachen müssen.

Die Schüler strömten in die Halle und suchten sich ihre Plätze. Dies war leicht, dennüber jedem Platz schwebte eine kleine Fee, die ein Namensschild hielt. Es dauerte nicht lange und alle hatten Platz genommen. Professor McGonagall erhob sich und bat um Ruhe.
"Herzlich willkommen ihr Alle zu unserem diesjährigen Abschlußball. Wie ich sehr wohl weiß, wartet ihr alle nur auf die Band, deswegen will ich mich kurz fassen.
Wieder einmal ist ein erfolgreiches Jahr in Hogwarts zu Ende gegangen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen werden euch die Ergebnisse eurer Abschlußprüfungenper Eule mitgeteilt. Aber nun zu erfreulicheren Sachen: Lasst den Ball beginnen!"
Die Schüler klatschten Beifall. Einige jedoch mussten daran denken, wie wohl Dumbledore diese Rede gehalten hätte, sie wäre wohl noch kürzer gewesen.
Doch alle Gedanken daran waren vergessen, als die Band auf die Bühne stürmte. Sofort sprangen alle auf, besonders die Mädchen, und drängelten sich nach vorne, um den Bandmitgliedern so Nahe wie möglich zu sein. Zum Glück für die Jungs war am Schlagzeug eine äußerst gut aussehende Hexe, so konnten sie es immer auf diese junge Dame schieben, wenn sie von "Jeremiah and the Skulls" schwärmten.

Alles in allem war der Ball eine sehr gelungene Sache. Jeder war fröhlich, gut gelaunt und es war ihnen wenigstens für diesen einen Abend nicht anzumerken, wie sehr Dumbledore ihnen fehlte.
Es war schon spät, als Harry Snape allein in einer Ecke sitzen sah.
"Ginny, darf ich dich kurz bei Ron und Hermine lassen? Ich muss mal mit jemandem reden."
"Wenn es denn sein muss. Mit wem willst du denn quatschen?"
"Mit Snape und quatschen würde ich das nicht nennen, ich will ihn eher etwas fragen."
"Mit Snape? Na ja, du wirst schon wissen, was du machst."
Harry gab der jungen Hexe noch einen Kuss und ging dann zu Snape hinüber.

Dieser sah Harry herankommen und zog sofort wieder sein übliches Grinsen auf.
"Na, Mr. Potter, schönen Abend gehabt?" schnarrte er.
"Ja, war ganz okay, nein er war super!"
Die beiden grinsten sich an, doch schnell hatte Snape wieder sein normales Gesicht und er sah sich um, ob irgend jemand seinen "Ausrutscher" gesehen hatte.
"Severus, wann hörst du nur endlich mit diesem Schauspiel auf?"
Der Zaubertrankmeister sah Harry empört an, dann sagte er:
"Wieso aufhören? Ich hab doch damit Erfolg. Mir geht kein Schüler in meiner Freizeit auf die Nerven."
"Mag ja sein, aber fühlst du dich nicht manchmal etwas einsam? Würdest du nicht viel lieber mit den anderen scherzen, lachen und einfach nur fröhlich sein?"
Nachdenklich sah Snape ihn an und Harry musste an jenen Tag zurück denken, an jenen Tag, der alles verändert hatte.
Der Tag, an dem er Voldemort besiegte.
Im letzten Moment war Snape ihm zu Hilfe geeilt und gemeinsam hatten sie den entscheidenden Schlag geführt. Für den Bruchteil einer Sekunde hatte Harry den wirklichen Snape sehen können, einen einsamen, verletzlichen, von Selbstzweifeln zerfressenen Mann der ein großes Bedürfnis nach Nähe hatte. Diese Erkenntnis hatte ihn zutiefst verblüfft. Doch von diesem Moment an hatte er verstanden, warum Snape sein Leben lang so gehandelt hatte und allen gegenüber so abweisend gewesen war. Harry hatte sich geschworen, diesen Kokon, den Snape um sich herum aufgebaut hatte, einzureißen und ihm zu helfen. Er wollte ihm helfen ein normales Leben zu führen, sodass er vielleicht einmal eine Frau kennen lernen würde und, wenn alles klar ging, sogar eine Familie gründen könnte.
"Natürlich würde ich das Alles gerne machen, aber würde es nicht komisch aussehen, wenn ich von einem auf den anderen Tag plötzlich ein freundlicher Mensch wäre? Ist es nicht besser, wenn ich mich nach und nach verändere?"
"Vermutlich hast du Recht. Ich kann mir schon denken, dass es für die Anderen nicht gerade einfach wäre, wenn du plötzlich lieb werden würdest. Die Gesichter würde ich ja zu gern sehen! Aber mach so, wie du denkst und wie es das Beste für dich ist. Was ich dich aber eigentlich fragen wollte: Ich habe vor Ginny demnächst einen Heiratsantrag zu machen und ich hätte dich gerne als Trauzeugen!"
"Seid ihr dazu nicht noch etwas jung? Und wieso willst du ausgerechnet mich? Es gibt sicher genug andere, die den Job gern übernehmen würden."
"Dass wir noch sehr jung sind weiß ich selbst, aber ich liebe dieses Mädchen nun mal! Und mein Entschluss steht fest! Um alles perfekt zu machen fehlt nur noch deine Zustimmung. Warum ich dich will? Ich kenne dich, wie wahrscheinlich sonst keiner und weil ich dich sehr gut leiden kann, will ich, dass du das machst."
"Okay, wenn du es unbedingt willst..."
"Ja, will ich. Also, viel Spaß noch und grins nicht zu viel!"
"Haha, sehr komisch. Dir auch noch viel Spaß."

Harry kam zurück an den Tisch, wo er schon sehnsüchtig erwartet wurde.
"Wo warst du denn so lange? Ich hab dich vermisst!"
"Aber, aber Ginny, ich war doch keine Ewigkeit weg."
"Mir ist es aber so vorgekommen. Los, sag schon, was wolltest dudenn vonSnape?"
"Ich hab ihn was Wichtiges fragen müssen und er hat ja gesagt."
"Was hast du ihn denn gefragt?"
Harry musste über Ginnys Neugierde lachen. Verliebt sah er sie an und sagte:
"Das wirst du noch früh genug erfahren. Hab nur ein bisschen Geduld."
"Geduld? Ich? Oh Harry, da hast du genau meinen schwachen Punkt erwischt!"
"Ich weiß."
Harry grinste sie an.

Soviel Ginny auch an diesem Abend noch fragte, sie bekam keine Antwort. Schließlich gab sie es dann doch auf und versuchte, sich in Geduld zu üben. Harry hatte ihr ja versprochen, dass sie es erfahren würde.
Der Ball war kurz nach Mitternacht zu Ende und alle Schüler gingen schlafen, nur eine junge Hexe machte in dieser Nacht vor lauter Spannung kein Auge zu.

tbc.


Na, war alles okay? Hat es euch gefallen?