TITEL: Lichter Tokios
ORIGINAL-FANFIC: http/ ffnet / story 3014730 - "Tokyo Lights" by embyr81788 (ffnet-user369250)
KATEGORIE: Humor, Romance
RATING: K+
Zusammenfassung: Apartment zu Vermieten: 2DK HARAMACHI Chrome MeguroKu. Es macht einfach Sinn, zusammen zu wohnen. TezFu, häppchenweise.
ÜBERSETZER: MilenaLupin
ÜBERSETZERNOTIZEN: Autorisierte Übersetzung von embyrs fanfiction „Tokyo Lights". Wer kann, liest das Original
AUTORNOTIZEN: PoT senkt die Motivation, einfache Aufgaben zu erledigen, auch wenn das High schon längst vorüber ist.
- 11. Stock -
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Apartment 41A
Als Fuji endlich dazu kam, den mysteriösen Karton zu öffnen, der noch immer auf dem Esszimmertisch lag, erstarrte er ganz uncharakteristisch.
„Tezuka..." Fuji berührte die Linse ehrfürchtig. „Das ist..."
Beim Anblick des Gesichtsausdrucks des Tensais wurden Tezukas Augen sanft. Er hatte gewusst, dass dieses Geschenk gut ankommen würde.
Der hellhaarige Junge lächelte und rutschte näher, bis ihre Nasen nur noch Millimeter auseinander waren. Seine Hand lag leicht auf Tezukas Oberschenkel. „Wie soll ich dir nur danken?"
Mit furiosem Erröten öffnete Tezuka den Mund, um jegliche Notwendigkeit einer Revanche vehement abzustreiten. Fuji ergriff die Gelegenheit, die geringe Restdistanz zwischen ihnen zu schließen.
Als sich ihre Lippen trafen, hätte Tezuka schwören können, dass er Sterne sah.
Bis er das Klicken hörte, das folgte.
Fuji löste sich von Tezuka, grinste und schaute das Bild an, das auf dem Display seiner Digitalkamera abgebildet war.
„Für die Nachwelt."
Ein paar Schnappschüsse später kam Tezuka der Gedanke, dass Fuji eine Kamera zu schenken nicht zu seinen besten Ideen gehörte.
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Apartment 42A
Tezuka hatte den Winter nie gemocht.
Er behauptete, es sei nur, weil der Frost Tennistraining unmöglich machte.
Fuji wusste, dass es eher war, weil Tezuka empfindlich gegen die Kälte und, schlimmer noch, empfänglich für Erkältungen war.
„Das ist hochgradig unfair, Fuji."
Der hellhaarige Junge lächelte. „Du hast mir keine Wahl gelassen."
Tezuka gab sein Bestes, einen passablen strengen Blick zustande zu bringen, versagte aber kläglich, da ein markerschütternder Hustenanfall seinen Körper erbeben ließ.
„Ich bin nicht krank", krächzte er, nachdem der Husten nachließ.
Der Tensai warf ein, dass er außerdem ein furchtbarer Lügner sei.
Tezuka startete einen weiteren halbherzigen Versuch, aus dem Bett zu flüchten, in das man ihn zwangsweise gesteckt hatte, musste aber feststellen, dass die Bettdecke zu eng um ihn gestopft war, um ihm viel Freiraum zu lassen.
Fuji tätschelte ihn tröstend und versprach, nach den Vormittagsvorlesungen bei ihm kurz vorbeizuschauen. Dann ließ er Tezuka schwören, sich nicht auf irgendwelche anstrengenden Aktivitäten einzulassen, während er weg war.
Tezuka runzelte die Stirn, da wo er im Bett lag.
War nicht so, als könnte er das überhaupt, selbst wenn er wollte.
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Apartment 43A
Tezuka zog es normalerweise vor, seine Wäsche selbst zu machen, aber so ans Bett gefesselt konnte er nicht viel ausrichten.
Als Fuji ihm großzügig anbot, ein paar Sachen von Tezuka in seine eigene Wäsche mit reinzuwerfen, stimmte der ältere Junge also zu.
Schließlich war er bei seinem letzten Paar frischer Unterhosen angelangt.
Tezukas einzige Bitte an Fuji war, dass Fuji versuchen sollte, seine Hemden in Originalfarbe zu halten.
Fuji lächelte und nickte.
Denn davon, sie auch in Originalgröße zu halten, hatte Tezuka schließlich nie was gesagt.
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Apartment 44A
Tezukas Gesicht sah seltsam aus am nächsten Tag.
Was schon komisch war, wo er sich doch wirklich prima fühlte, nachdem er gestern den ganzen Tag ans Bett gefesselt war.
Wenn er sein Gesicht berührte, war er sich sicher, dass alle seine Gesichtszüge am richtigen Platz saßen.
Augen auf beiden Seiten des Gesichts.
Nase in der Mitte.
Mund untendrunter.
Sogar seine Haare sahen besser aus als schon seit Monaten, also konnte man es auch nicht auf eine störrische Un-Frisur schieben.
Augenscheinlich bemerkten auch seine Klassenkameraden diese Merkwürdigkeit, da Tezuka gezischeltes Flüstern bei den Mädchen hören konnte und sah, wie sich die Jungs gegenseitig die Ellenbogen in die Rippen stießen, während sie ihm zunickten.
Je mehr er darüber nachdachte, desto mehr verblüffte ihn das.
Es kam schließlich so weit, dass er das Mädchen bat, das in Geschichte hinter ihm saß, ob er sich wohl ihren Taschenspiegel ausleihen dürfte.
Wenn es ihm schon keiner sagen wollte, würde er es eben selbst herausfinden müssen.
„Ano, Tezuka-san, wonach suchst du denn?"
Der dunkelhaarige Junge erklärte sein Problem, erzählte ihr von den Merkwürdigkeiten, und wie jeder zu wissen schien, was es war – außer ihm selbst.
„Ist das nicht offensichtlich?", kicherte das Mädchen, als er mit Erklären fertig war.
Tezuka informierte sie, das sei es nicht, und bat sie, ob sie es nicht freundlicherweise erklären wollte.
Sie schüttelte mitleidig den Kopf.
„Du lächelst."
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