Besensieg und Türöffner

Nach einem kurzen, aber lauten Fußmarsch erreichten die Gryffindors Ihren Aufenthaltsraum. Sofort tauchten aus den einzelnen Verstecken der Hausmitglieder Unmengen an Getränken auf. Harry bat Dobby gleichzeitig darum, einiges an Häppchen zu organisieren und sich danach an der Feier zu beteiligen. Nach einigen Minuten tauchte der Elf mit dem letzten Tablett auf und gesellte sich zu den Schülern. Die Feier lief solange, bis McGonnagle um Mitternacht hereinschaute und sehr deutlich an die Sperrstunde erinnerte. Die Schüler murrten zwar etwas, befolgten die Anweisung Ihrer Hauslehrerin jedoch umgehend. Als sie am nächsten Vormittag aus dem Tiefschlaf fielen, machten sie sich umgehend fertig und schlichen durch die Gänge zu Auroras Wohnung. Nach ein paar Minuten standen Sie vor der Wohnung und traten ein. Diese war jedoch nicht zu sehen.

„Sie wird wahrscheinlich noch schlafen." Vermutete Hermine.

„Na dann lasst sie uns mal wecken." meinte Harry und überlegte etwas.

Dann schlich er in Richtung Schlafzimmer und machte die Tür einen Spalt auf. Er sah, dass sie noch schlafend im Bett lag. Vorsichtig zielte er mit dem Zauberstab auf sie und murmelte ein „Wingardium Leviosa". Auf diesen Spruch hin schwebte Aurora ca. 30 cm in die Luft. Da ihm diese Höhe ausreichte, brach Harry den Zauber ab und Aurora rasselte zurück in ihr Bett. Harry schloss schnell aber leise die Tür und er und seine Freunde flitzten in die Küche und bereiteten unschuldig ein Frühstück vor. Augenblicke später donnerte eine Tür und sie konnten ein fluchen vernehmen, dass schnell lauter wurde.

Kurz darauf flog die Küchentür auf und die unsanft Erweckte stand in der Küche. Sie sah recht sauer aus. Aber durchaus auch sehr luftig. In ihrer Aufregung war Aurora nur in Ihren Schlafklamotten in die Küche gerannt. Und nun Stand sie den Schülern in einer knappen Short und einem Träger shirt gegenüber. Das führte dazu, dass sie einen Augenblick später wieder auf dem Weg ins Schlafzimmer war.

Nachdem sie sich im Eiltempo umgezogen hatte, trat sie wieder in die Küche und visierte jeden der Schüler an.

„Wer von euch hat das gemacht?" fragte sie gereizt.

„Wer hat was gemacht?" fragte Ron, da alle gesehen hatten, dass Harry etwas gemacht hatte, aber niemand gesehen hatte was es genau war.

„Wer von euch kleinen Herumtreibern hat mich über meinem Bett schweben lassen und mich dann fallen lassen?" fragte sie laut, konnte sich aber ein grinsen nicht verkneifen.

Die ganze Gruppe kicherte los. Nur Harry stand ihr gegenüber, sah ihr in die Augen und meinte „Ich war so frei." Aurora sah ihn an und meinte „Ich kann Sirius schon deutlich lachen hören, wenn er das erfährt!" Daraufhin musste auch Harry lächeln.

„Aber jetzt sollten wir erst mal das Frühstück genießen." Meinte er und deutete auf den fertig gedeckten Tisch. Auf diesen Hinweis setzten sich alle an den Tisch und begannen zu klappern. Nach einer Weile brach Aurora die Stille und meinte. „Die Idee mit den verzauberten Spiegeln war genial. Es war fast so, als wäre ich direkt im Stadion. Danke noch mal." und sie umarmte Harry.

Dieser wurde etwas rot und meinte „Keine Ursache. Hab ich doch gern gemacht."

Sie unterhielten sich noch eine ganze Weile über das Spiel. Schließlich kamen sie wieder auf das dauernde verstecken zu sprechen. Dies schien Aurora nämlich ungemein zu belasten. Heute wirkte Sie bei diesem Thema allerdings sehr entspannt. Sie meinte dazu nur. „Macht euch keine Sorgen. Das Versteckspiel geht sicher irgendwann vorbei." Dabei lächelte sie vorsichtig. Kurze Zeit später verabschiedeten sich die Schüler von ihr und begaben sich wieder zur Großen Halle. Dort sollte in Kürze das Mittagessen beginnen.

Sie nahmen an ihrem Tisch Platz. Die Haustische waren heute komplett besetzt, da der Schulleiter etwas verkünden wollte.

Dumbledore erhob sich und klatschte kurz in die Hände. Nach einigen Augenblicken war es still in der Halle. „Danke für eure Aufmerksamkeit. Ich habe euch heute zum Mittagsessen zusammenrufen lassen, da ich eine Ankündigung zu machen habe. Auf Beschluss des Schulrates und des Lehrerkollegiums wurde entschieden, dass das Wahlfach Muggelkunde mit Wirkung vom heutigen Tage zu einem Pflichtfach wird. D.h. eure Stundenpläne werden verändert um für dieses neue Fach Platz zu schaffen." Der Gryffindor-, Ravenclaw- und Hufflehpufftisch starrten erstaunt zum Direktor, während am Slytherin-Tisch einige laut buhten und die Entscheidung kritisierten. Dies wurde mit einem harschen Ordnungsruf von Snape abgewürgt, der wahrhaft mörderische Blicke zu einigen Schülern sandte.

Schließlich fuhr der Schulleiter fort. „Nun will ich nur noch sagen, dass ich eure neue Lehrerin in Muggelkunde heute Abend vorstellen kann. Da ihr sicher neugierig seid, wer euch unterrichtet halte ich es für sinnvoll, dass wir uns wieder alle zum Abendessen hier einfinden. Ohne Ausnahme." Dabei blickte er streng zum Slytherin-Tisch. „Aber nun lasst uns das herrliche Essen beginnen. Wir werden heute einige Gerichte der deutschen Küche genießen. Haut rein!"

Mit diesen Worten füllten sich die Haustische mit den verschiedensten Platten und Schüsseln. Ron langte als erstes zu einer Platte und schnappte sich zwei Schnitzel. Hermine, Ginny und Harry studierten etwas länger. Das lag allerdings auch daran, dass der Direktor sich den Spaß erlaubte alle Gerichte mit den deutschen Namen bezeichnen zu lassen. Daher mussten die Schüler erst in bereitliegenden Lexikaas suchen, was sie da eigentlich vor sich hatten. Harry begutachtete eine Schüssel und Ginny erklärte ihm, das dort Linsen drinnen wären, die man wohl mit einer regionalen Delikatesse namens Spätzle essen würde. Beide taten sich davon auf. Hermine hingegen nahm etwas von der angebotenen Kartoffelsuppe. Als die vier über den Tisch blickten, sahen sie wie Neville eine rosa Masse auf seinen Teller lud. Hermine meinte nur „Labskaus". Auf der anderen Seite entdeckten sie Collin Creevy wie er gerade etwas aß, dass als Saure Kutteln mit Bratkartoffeln bezeichnet wurde. Als die vier verstanden hatten, was das war, widmeten sie sich lieber wieder ihrem Essen. Sie probierten noch einige andere Sachen, da eine großartige Auswahl von Gerichten und beilagen Angeboten wurden. Sowohl leichte, als auch deftige Gerichte und Dutzende verschiedener Kuchen. Nachdem die Schüler voll gestopft waren, leerte sich die Große Halle langsam. Die vier Gryffindors wanderten auf das Gelände hinaus um sich an den See zu setzen. Auf dem Weg dorthin begegnete ihnen Malfoy, der wieder mal ohne seine Schatten unterwegs war. Er nickte ihnen kurz zu und schien danach wieder in Gedanken versunken zu sein. Hermine machte sich eine geistige Notiz um sich später darüber Gedanken machen zu können.

Kurz darauf hatten sie eine gemütliche Stelle am Ufer erreicht und setzten sich. Sie saßen einfach da und genossen den Sonnenschein. Nah einer Weile saßen sie im Schatten. Sie blinzelten kurz und schauten nach, wer da die Sonne blockierte. Als ihre Augen sich an das Licht gewöhnt hatten, grinste Tonks sie an und setzte sich dazu. Überraschenderweise setzte sich auch ein überaus angespannter Draco Malfoy neben sie. Die vier musterten ihn recht kritisch, bis Tonks die Stille brav.

„Hallo erst mal. Wie ihr schon bemerkt habt, habe ich meinen lieben Cousin Draco mitgebracht."

Harry musterte ihn kühl und Ron starrte ihn verbissen an. Ginny wirkte leicht ärgerlich und Hermine neugierig. Tonks redete derweil weiter.

„Um es kurz zu machen. Er, so hat er mir erzählt, hat die letzten Wochen viel nachgedacht. Über seine Familie, seine Freunde und seine Zukunft. Ihr werdet wahrscheinlich erstaunt sein, was das Ergebnis war."

Draco richtete sich daraufhin auf „Also. Ich habe mir Gedanken gemacht. Um es gleich zu sagen. Ich will nicht die selbe Zukunft, wie meine Familie. Das heißt nicht, dass ich nicht bestimmte Positionen des dunklen Lords für richtig halte. Aber der Weg diese Ziele zu verfolgen ist falsch. Aus dem selben Grund will ich dir und deinen Freunden ein Angebot machen. Ich habe keine Lust mehr auf unsere andauernde Feindschaft. Ich gebe zu, dass mich die Ablehnung von dir unheimlich verärgert hatte. Und ich war auch ein wenig neidisch, dass Granger besser war als ich. Tut mir leid, dass ich euch und eure Freunde so angegriffen habe. Waffenstillstand?"

Harry und die anderen musterten Malfoy eindringlich und nickten Harry dann leicht zu. Dieser richtete sich ebenfalls auf und meinte „In Ordnung. Wir versuchen es. Unter einer Bedingung." Tonks sah ihn kritisch an und Malfoy verspannte sich etwas. Harry fuhr ungerührt fort. „Bedingung ist...dass wir versuchen sollten uns künftig mit Vornamen anzureden. Harry." Und reichte ihm die Hand. Draco schlug darauf ein und das Spiel wiederholte sich bei den drei anderen auch. Ron wirkte etwas unwillig, aber entspannte sich später doch merklich. Nach einer Weile erhoben sich die sechs und wanderten wieder Richtung Schule, da Tonks sie erinnert hat, das in Kürze das Abendessen beginnt. Die Gryffindors huschten noch kurz in den Hausturm hinauf um sich umzuziehen, während Draco in die Kerker hinab ging. Eine Stunde später war dann auch schon das Abendessen angesetzt.

Nach und nach erreichten die Schüler die Große Halle und die Tische füllten sich. Nachdem alle Anwesend waren erhob sich Dumbledore und klatschte in die Hände. Nachdem alle verstummt waren erhob er seine Stimme. „Nun, meine lieben Schülerinnen und Schüler. Wie ich bereits angekündigt habe, beginnt morgen der Regelunterricht in Muggelkunde. Nun habe ich es Recht schnell geschafft dafür eine mehr als geeignete Professorin zu finden." Hier verdrehte McGonagal die Augen.

„Lasst uns eure neue Professorin für Muggelkunde begrüßen!" Aus dem Schatten trat, zur Überraschung der vier, auf einmal Aurora heraus. Sie nickte den Professoren freundlich zu und lächelte dann die Schüler an. Einige schienen über ihre Kleidung verwundert zu sein. Sie trug zwar einen dunkelgrünen Umhang, aber darunter konnte man eindeutig moderne Kleidung erkennen. Diese Bestand aus einem Kapuzenpullover, einer Hose mit Beintaschen und Turnschuhen. Einige der Slytherins sahen mit giftigen Blicken hinauf zu ihrer neuen Lehrerin. Ohne größere Unterbrechungen eröffnete der Schulleiter danach das Essen. Nach einigen Minuten war wieder der normale Geräuschpegel beim essen, als sich Harry zu Ginny beugte und meinte „So was gemeines. Sie wusste bestimmt schon länger davon und sagt uns nichts. Nächstes mal lass ich sie in die große Halle schweben." und lachte. Ginny musste bei der Vorstellung auch kichern und meinte dann „Ich weiß nicht. Meinst du nicht, dass sie dich dann dafür das ganze Jahr nachsitzen lässt? Und was soll denn ich dann abends ganz alleine machen." und gab ihm einen Kuss. Harry murmelte etwas, dass nach „So was wollen wir aber nicht." klang, in seinen nicht vorhandenen Bart und umarmte Ginny zärtlich. Schließlich besannen sich die beiden wieder auf das Essen und füllten nochmals ihre Teller. Nachdem das Abendessen aufgehoben wurde, beschlossen die vier sich auf den Weg zu Auroras Räumen zu machen, da sie bemerkt hatten, dass diese die Halle bereits vor ihnen verlassen hatte.

Sie wanderten etwas durch das Schloss bevor sie an den Wandteppich ankamen, der den Eingang versteckte. Als sie klopften wartete Aurora schon auf sie und öffnete umgehend die Tür. Sie nahmen im Wohnzimmer Platz und Ginny überfiel Aurora gleich mit Fragen.

„Wie lange weißt du es schon? Warum hast du uns nichts gesagt? Wie lange willst du bleiben?"

Die Angesprochene grinste daraufhin. „Nur langsam. Also, ich weiß es erst seit gestern sicher. Ich hab euch nichts gesagt, weil ich eure überraschten Gesichter sehen wollte und meine Anstellung ist nicht befristet."

„Ich bin auf jeden Fall mal auf die erste Stunde gespannt. Mal schauen was die Slytherins für Gesichter machen..." grinste Harry.

Die Vier unterhielten sich noch eine Weile, bis sie wieder in ihren Turm zurückgingen und Aurora die erste Stunde vorbereitete.

Am nächsten Morgen standen sie dann gemeinsam mit den Slytherins vor dem Klassenzimmer. Fünf Minuten später öffnete sich die Zimmertür und die Schüler suchten sich ihre Plätze. Als die Glocke ausgeklingelt hatte begann Aurora.

„Ich bin Professor Leoncour und habe seit heute das Vergnügen ihnen die Welt und die Lebensweise der nichtmagischen Bevölkerung zu erläutern. Während diesem Unterricht werden sie häufiger mit muggeltypischen Gegenständen und Umgangsformen in Berührung kommen. Hin und wieder werden wir auch einen Ausflug in die Welt der Muggel machen. Jedoch werden sie während dieses Ausfluges Ihre Zauberstäbe und jegliche anderen magischen Gegenstände, Tränke oder ähnliches bei mir lassen. Während dieser Ausflüge werden sie sich direkt mit der Perspektive der Muggel auseinandersetzen. Mir ist durchaus bewusst, dass einige von ihnen noch nie mit der Welt der Muggel in Berührung gekommen sind, daher werden diese Ausflüge nicht direkt benotet. Aber die dadurch gesammelten Informationen und Erfahrungen werden selbstverständlich in die Unterrichtsstunden eingebaut werden. Aber genug von mir." Mit diesen Worten nahm sie die Namensliste zur Hand und rief jeden einzelnen Schüler auf. Nachdem sie die Vollzähligkeit überprüft hatte wandte sie sich wieder an die Klasse.

„Nun. Wer kann mir etwas über Muggel erzählen. Wie ist ihr Entwicklungsstand?"

Es meldeten sich nur wenige Schüler. Unter anderem Blaise Zabini und Hermine.

„Mr. Zabini. Was haben sie uns zu sagen."

„Nun. In meinen Augen können die Muggel nicht wirklich mit der magischen Bevölkerung mithalten. Ich meine sie können viele Krankheiten nicht heilen, die für unsere Heiler kein Problem sind. Sie können sich nur mit diesen Fahrzeugen fortbewegen, die diese schrecklichen Rauchwolken ausspeien. Sie müssen vieles selbst erledigen, das wir mit Zauberei erledigen. Aus dieser Sicht sind die Muggel eindeutig rückständig." sagte Zabini, setzte sich und blickte sich überheblich um.

„Mr. Granger." meinte Aurora auf die Meldung von Hermine hin.

„Danke. Nun. Genau diese Sichtweise ist verfälschend. Sicher können die Muggel noch nicht alle Krankheiten behandeln, so wie wir Zauberer. In anderen Dingen sind sie uns jedoch weit voraus. Wir arbeiten immer noch mit Büchern, Pergament und Schreibfedern. Die Muggel schreiben an Computern. Für diejenigen, die nicht wissen was das ist. Ein Computer ist eine Art Maschine, die hochkomplizierte Berechnung durchführen kann. Auf einem Computer können mittlerweile zigfach mehr Daten gespeichert werden, als sich gegenwärtig in der Schulbibliothek befinden. Mit diesen Geräten können die Muggel viel einfacher verwalten als wir. Die meisten dieser Geräte sind an ein weltweites Netzwerk angeschlossen. Mit wenigen Handbewegungen haben sie ganze Bibliotheken von England nach Neuseeland verschickt. Quasi ohne Zeitunterbrechung. Oder jemand in Australien ist im Netz und liest Berichte, die sich in England befinden. Oder seht ihre Fluggeräte an. Sie haben Maschinen und Einrichtungen mit denen sie sich mittlerweile dauerhaft im Weltraum aufhalten. Die Muggel haben angefangen die Erde zu verlassen um in der Schwerelosigkeit zu forschen. Sie haben auch Maschinen in der Umlaufbahn. Mehrere 100 Kilometer hoch. Zabini. Wenn du z.B. in London in einem Café sitzt und einen Kuchen isst, können sie damit erkennen welcher Kuchen das ist. Also. Muggel sind viel. Aber nicht rückständig." Damit setzte sich Hermine wieder. Die anderen Schüler sahen überrascht zu Hermine. Bei einigen Slytherins konnte man zweifelnde Blicke erkennen.

Aurora sprach dann weiter. „Es gibt mittlerweile eine Diskussion unter den Zauberkunstmeistern über die Frage ob die Muggel möglicherweise technisch so weit entwickelt sein können, dass diese Maschinen sogar unsere stärksten Verschleierungen durchdringen können. Ich meine, sie haben in der Wissenschaft Geräte, mit denen sie den Aufbau der verschiedenen Pflanzen und Lebewesen studieren. Und nicht nur die Zellen der Lebewesen, sonder die Atome, aus welchen sich die Zellen zusammensetzen und sogar schon jene Bausteine, aus denen sich die Bestandteile der Atome zusammensetzen. Wie ihr seht sind die Muggel durchaus erfinderisch und können in vielen Bereichen problemlos auf Magie verzichten. Aber über dieses Thema werden wir uns sicher noch in den nächsten Stunden unterhalten. Ihr dürft gehen."

Nach und nach verließen die Schüler das Klassenzimmer bis zum Schluss nur noch Hermine, Harry und Ron übrig waren.

„Interessantes Thema." meinte Hermine. Und Ron fügte hinzu „Krass. Die Muggel haben viel mehr drauf, als ich je gedacht hätte. Ihr wisst ja, dass ich trotz Dad nicht so wirklich weiß, was in der Muggelwelt vor sich geht."

Harry meinte dann „Ja. Doch leider wurde viel dazu verwendet um Waffen zu entwickeln, die viel mehr Kraft haben, als unsere stärksten Zauber. Das schlimmste sind Nuklearwaffen." Ron sah ihn irritiert an und Hermine fuhr fort. „Nur kurz Ron. Das sind Bomben, von denen die stärksten ganz London in Sekunden vollständig zerstören können." Ron wich die Farbe aus dem Gesicht und Aurora meinte dass die drei sich beeilen sollten zur nächsten Stunde zu kommen.

So brachten Sie den ganzen Tag rum. Derweil wurden Sie von Crabe und Goyle beobachtet und auch Zabini beobachtete die drei und Aurora eher mit Abscheu. Nur Malfoy verhielt sich wie vereinbart und achtete den versprochenen Waffenstillstand. Man sah ihn sogar ab und zu, wie er sich mit Tonks unterhielt. Scheinbar wandte er sich etwas von seinem Vater ab. Und so näherte sich das Halloweenfest immer mehr. Harry hatte selbstverständlich Ginny gefragt und Ron ging mit Hermine. Neville hatte den Mut gefunden und fragte Luna. Tonks war so frei und hatte einfach Remus ins Schloss eingeladen. Natürlich hatte Dumbledore nichts dagegen. Und so warteten die Jungs am Halloweenabend auf Ihre Begleitungen. Harry und Ron verschlug es fast die Sprache als Hermine und Ginny die Treppe herunterkamen. Ginny hatte sich ein Kostüm organisiert, dass eine ermordete Adlige darstellen soll. Hermine hatte sich eine Verkleidung als Werwolf ausgesucht. Ron ging als Quasimodo und Harry als Wasserleiche. Sie gingen dann zügig in die Halle. In der Eingangshalle kamen auch gleich Tonks und Remus auf Harry zu. Beide hatten sich auch grausige Kostüme rausgesucht. Tonks musste sich natürlich nur selbst verwandeln. Was dazu führte, das eines Ihrer Augen heraushing...

„Harry. Wie geht es so. Alles in Ordnung? Hallo Ginny! Hermine. Ron." erlächelte und gab reih um die Hand. „Ja klar. Es passt alles. Und bei dir?" erwiderte Harry.

„Alles in Ordnung. Wir haben auch schon angefangen das Haus zu gestalten. Bloß haben wir etwas Unruhe, weil wir vielleicht nicht genügend Schutzzauber errichtet haben."

„Ich denke, ich könnte euch da etwas helfen. Vielleicht schon kurzfristig am Sonntag. Wäre euch das recht? Aber die Zauber wären etwas unkonventionell..." Remus sah ihn an und verstand was Harry damit meinte. „Aber wir sollten uns auf den Weg in die Halle machen. Oder nicht?" Daraufhin betraten sie die Halle und das Fest wurde durch einen Tanz von Dumbledore und McGonagal eröffnet.

Während die beiden tanzten kam Aurora auf die Schüler zu. Sie trug eine Jeans mit Löchern (man konnte etwas weißes darunter sehen), ein dunkles T-Shirt und sah einfach umwerfend aus. Plötzlich kam Malfoy auf die Gruppe zu und sah sich unsicher um. Doch er gewann relativ schnell seine Sicherheit zurück und stand in seinem Vampirkostüm vor ihr.

„Professor Leoncour. Würden Sie mir vielleicht die Ehre des ersten Tanzes gewähren?" Aurora sah ihn kritisch an, lächelte dann jedoch und reichte ihm die Hand.

Den anderen Schülern fielen fast die Augen heraus.

Kurz darauf verbeugten sich Harry vor Ginny und Ron vor Hermine und baten formvollendet um die Gunst eines Tanzes, welche ihnen natürlich gewährt wurde. Nach und nach kamen immer mehr Paare auf die Tanzfläche. Mit der Zeit wurde die Stimmung so ausgelassen wie in einer Disco und das tanzen immer chaotischer. Gegen Mitternacht schlichen sich die vier und Aurora nach und nach aus der Halle und begaben sich zu Auroras Wohnung. Dort angekommen schwang Harry seinen Stab und verwandelte seine Freunde wieder in Ihren Originalzustand. Er selbst stand in seinen offiziellen Kleidern vor ihnen; jedoch ohne seinen speziellen Umhang. Aurora starrte ihn ungläubig an. „Was ist das für eine Aufmachung Harry?"

„Das siehst du gleich." erwiderte er und hob seinen Zauberstab. Auf einen stummen Befehl begann sich der bekannte Wirbel zu bilden. Aurora stand unschlüssig da und wartete nur, was jetzt noch passieren würde. Nachdem der Wirbel groß genug war ging er auf den Wirbel zu. Aurora bewegte sich noch nicht. Also ging er zurück und nahm sie und Ginny an der Hand und zog sie in den Wirbel. Ron und Hermine grinsten und liefen hinterher. Als sie im Innenhof der Residenz standen meinte Harry nur noch. „Willkommen bei mir daheim." Aurora starrte ihn entgeistert an und erschrak dann, als ein Diener sie begrüßte.

„Herr, es ist mir eine Ehre Euch und Ihre Gäste begrüßen zu dürfen. Bitte folgen Sie mir, wir haben ein leichtes Nachtmahl für euch und Eure Gäste richten lassen. Wenn Ihr mir folgen mögt."

Gesagt, getan. So folgten sie dem Diener schweigend, bis sie den kleinen Speiseraum erreicht hatten. Die Diener trugen das Essen auf und zogen sich nach einem nicken von Harry zurück. Als die Türen sich schlossen, fing Aurora an.

„Harry. Was geht hier vor?"

Harry setzte sich auf und fixierte sie. „Nun. Ich habe im Sommer mein Erbe angenommen und das war ein Teil davon. Weißt du wer im Sommer den Tagespropheten gekauft hat?"

Sie sah ihn an und schien noch nicht zu verstehen. „Dieser neue Herrscher in Deutschland. Wieso fragst du?" Er lächelte sie verschmitzt an. „Harry...du...nein...oder?"

„Doch. Genau ich. Ich bin derjenige. Aber bevor wir völlig den Faden verlieren. Wir sollten uns langsam bereit machen."

Daraufhin verschwand das Essen und die benötigte Ausrüstung erschien. Ebenso kam Rainald in den Saal. Er brachte praktischerweise gleich einen der Palastheiler mit. „Harry. Freut mich, dass wir uns wieder sehen."

„Ganz meine Freude Rainald. Darf ich vorstellen. Aurora. Aurora, darf ich vorstellen. Rainald von Schwarzenfels. Meine rechte Hand."

Die beiden grüßten sich höflich. Danach veränderten sie alle ihre Kleidung in praktischere und bereiteten die Rettungsaktion vor. Als erstes ging Harry noch mal den Spruch durch. Danach erprobten sie nochmals einige Abwehrzauber, da sie sich nicht sicher waren, ob sich noch mehr Fallen unter den Gewölben verbargen. Nach einer Weile begaben sich die sieben (Harry, Hermine, Ginny, Ron, Aurora, Rainald und der Heiler) in die Gewölbe hinunter und begannen den Abstieg.

Nach einer Weile erreichten sie den versteckten Eingang zu den Höhlen unter den Gewölben. Stück für Stück arbeiteten sie sich vorwärts und hielten stetig Ausschau nach Bedrohungen. Doch auf dem ganzen Weg kam keine bedrohliche Kreatur. Nach mehreren Stunden hatten sie schließlich die Krypta erreicht, in welcher der uralte Bogen stand. Langsam positionierten sie sich um das Artefakt herum und bereiteten den Einsatz vor. Harry ging noch mal die Zauberformel durch und der Heiler bereitete sich vor. Plötzlich erstarrte Harry.

„Leute. Ich glaube, wir haben ein Detail vergessen."

„Was meinst du?" fragte Rainald

Harry erwiderte „Die temporale Diskrepanz." Rainald erstarrte ebenfalls kurz, während die anderen nur irritiert auf die beiden schauten. Plötzlich verstand Hermine. „Leute. Wenn Harry eine Stunde da drin ist, können wir gleich eine Woche hier rumstehen." Jetzt schauten alle gespannt auf Harry. Dieser dachte eine ganze Weile nach und meinte dann.

„Ich denke nicht, dass wir noch länger warten können. Wir sollten es sofort probieren. Ich werde es schon dem Schulleiter erklären können." Mit diesen Worten war er unter den Rufen seiner Freunde in den Bogen gestiegen.

Mit einem Ruck kam er auf der anderen Seite an. Alles war in schwarz-weiß Tönen sichtbar und sah aus, als wäre der ganze Platz unter Nebel. Harry grübelte, wie er Sirius finden soll und murmelte in Gedanken einen Spruch.

„Relevatio homini Sirius Black" plötzlich ruckte sein Zauberstab in eine Richtung. Er dachte daran wie er Sirius wieder in die arme schließen kann und lief los. Nach zwei Minuten konnte er bereits ein leises murmeln hören, wie von jemandem der im Schlaf spricht. Plötzlich stand er vor der Gestalt seines Paten der unruhig auf dem Boden lag und apathisch vor sich hinnuschelte. Ohne großartig nachzudenken nahm er ihn hoch und dachte nur noch an den Ort, an dem er aus dem Portal getreten war. Plötzlich fühlte es sich so an, als würde er in einen Schlauch gepresst werden und er stand wieder an dem Ort, an dem er hier erschien.

Ohne weiter großartig Zeit zu verlieren fing er mit der Beschwörung an, die es möglich machen sollte, dass sie beide wieder hier raus können.

O pforta dâr atto, geban dera fart frî inti unterligga mînâr giwalt

Er musste sie als eine Art Mantra wiederholen, bis die Tore sich unterwarfen. Sie kostete erstaunlich viel Kraft und als er fertig war, hätte er es fast nicht mehr geschafft hindurchzugehen. Mit letzter Anstrengung stolperte er vorwärts und fiel vor seinen Freunden auf den Boden. Er murmelte nur noch „hab's geschafft..." und war dann auch schon eingeschlafen.

Er blinzelte kurz um sich vorsichtig an das Licht zu gewöhnen und öffnete dann langsam die Augen. Er schaute sich schnell um und stellte fest, dass er in seinem Bett in der Residenz lag. Ohne weiter zu warten sprang er aus dem Bett und zog sich an. Dann rannte er aus seinem Zimmer und fragte den Diener auf dem Gang. „Schnell. Wo ist der Besucher, den wir mitgebracht haben? Der mit den schwarzen Haaren."

„Er ist im Gästezimmer, Herr." antwortete der Diener. Harry dankte im kurz und rannte auf das gezeigte Zimmer zu. Im Zimmer sah er sich kurz um. Er sah Sirius in einem großen Bett liegen und Aurora saß auf einem Stuhl am Bett und war inzwischen eingeschlafen. Vorsichtig näherte er sich ihr und weckte sie, in dem er sie leicht rüttelte. Sie schreckte kurz auf und sah ihn überrascht an.

„Wie lang wird er noch schlafen?" fragte Harry, nachdem er sich den schlafenden Sirius angesehen hatte. „Der Heiler meinte, er müsste eigentlich jeden Moment aufwachen." erwiderte sie.

Harry zauberte sich auch einen Sessel herbei und setzte sich ans Bett. Nach einer Weile sahen sie, wie sich Sirius regte. Sie standen auf und sahen ihn an.

Er bewegte sich langsam, nachdem er aus einem traumlosen Schlaf erwachte. Langsam öffnete er seine Augen und erkannte zwei Schatten, die vor ihm standen. „Wer?...Wer ist da?" fragte er mit einer krächzenden Stimme.

„Sirius. Ich bin es. Harry. Wie geht es dir?" „Hey du schwarzes Schaf. Mach nicht noch mal so einen Unsinn." fügte Aurora leise hinzu. Auf diese Ansage fuhr Sirius erschrocken hoch. „Aurora? Was machst du hier?"

„Warten das du endlich aufwachst, damit wir nach Hause können."

Sirius stand vorsichtig auf und testete seine Gelenke und dann traf ihn die Erkenntnis. „Aber wie...ich bin doch tot. Ich wurde doch durch den Torbogen geworfen. Wie ist das möglich?"

Harry trat auf ihn zu und umarmte ihn stürmisch. Aurora tat es ihm gleich. Dann fing der junge Herrscher mit der Erklärung an.

„Ja, du bist durch den Bogen gefallen. Aber du bist nicht tot. Es ist zwar ein Tor zu jener Ebene, auf der man nach dem Tod landet. Aber man kann wieder zurück. Wenn man den richtigen Spruch kennt, kann man wieder durch den Bogen hinaus."

„Aber wie? Hat euch das Ministerium etwa gestattet in der Mysterienabteilung zu experimentieren?"

„Nein" erwiderte Harry „das Ministerium weiß noch nicht mal, dass du nicht tot bist. Es ist viel passiert.." so fing Harry an zu erzählen, was seit dem letzten Schuljahr passiert war. Nachdem er fertig war stotterte Sirius nur „Frei. Endlich frei und unschuldig! Danke."

„Ja. Allerdings wurde bereits dein Testament eröffnet. D.h. Dein Besitz wurde wie verfügt verteilt. Allerdings ist das kein Problem. Dein meistes Geld habe ich im Verließ liegen lassen. Morgen gehört es wieder dir. Bloß was wir mit dem Haus in London machen weiß ich nicht."

Sirius meinte „Na ja. Ich werde es wieder zurücknehmen. Aber nur unter einer Bedingung. Tonks und Remus bleiben darin wohnen. Denn etwas Gesellschaft kann der alte Kasten brauchen." Harry nickte darauf hin. „Meine Leute werden alles nötige bis morgen veranlasst haben. Aber jetzt gehen wir erst mal in den Salon und frühstücken." Als er vorausging fiel ihm trotzdem auf, dass sich Sirius und Aurora immer wieder kurz ansahen. Er wollte sich das Verhalten merken und schauen, was sich dahinter wohl verbarg. Kurze Zeit später kamen sie im Salon an und Sirius wurde stürmisch von den anderen Schülern begrüßt. Als sich alle wieder halbwegs beruhigt hatten, trugen die Diener auf.

Sie aßen eine ganze Weile schweigend und jeder hing seinen Gedanken nach. Nach einer Weile meinte Harry.

„Ich denke, wir sollten im Grimmauldplatz mal schauen wen wir finden." Und erzeugt einen Wirbel. Kurze Zeit später hatte er eine kurze Nachricht verfasst und warf sie hindurch. Keine Minute später kam auch schon die Antwort zurück.

„Was hast du gemacht?" fragte Ginny ihn.

„Nun. Ich habe Tonks und Remus gefragt, ob sie etwas gegen Besuch hätten. Und sie haben sofort begeistert zugestimmt. Sie meinen, dass wir so auch gleich ihr Werk bewundern könnten. Wir sollen rechtzeitig zum Essen da sein. Aber dann haben wir noch etwas Zeit um Sirius ein wenig herum zu führen. Habt ihr Lust?" Alle stimmten begeistert zu und die Frauen schnappten Harrys Paten ohne Verzögerung und schleiften ihn durch den Palast.

Kurz bevor sie abreisen wollten kamen alle ziemlich geschafft wieder im Salon an. Sie machten sich nur kurz fertig und Harry öffnete dann einer der Wirbel.

Im Grimmauldplatz warteten Tonks und Remus schon neugierig auf den Besuch. Wie vereinbart bildete sich einer der schwarzen Wirbel in der Küche und nacheinander kamen Hermine, Ron, Ginny und Harry heraus. Tonks und Remus erstarrten geschockt, als noch eine Person auftauchte. Beide landeten geschockt auf dem Hintern und röchelten „Si…Sirius…"