Witzig ist ja, dass ich diese Geschichte schonmal auf einer anderen Seite gepostet habe und hier? Hier kriege ich kaum mal ne Review =(
Kapitel 11
Ein Tag mit Teddy
„Seht euch das an!", rief Sirius aufgeregt aus Teddys Zimmer hinüber. „Er hat Spielzeugdrachen, Hippogreife, Autos und... Lily, komm wir ziehen ihn an und gehen raus!"
„Was?", rief James zurück. „Was hast du gefunden?"
„Das hier.", antwortete Sirius, als er durch die Tür trat und einen Spielzeugbesen in der Hand hielt. „Hei Krone, sobald du ein Kind hast, werde ich ihm sowas zu seinem ersten Geburtstag schenken! Das ist ober klasse!"
„Wieso schenkst du es nicht deinem eigenen Kind?", fragte Remus lachend.
„Weil ich das Gefühl habe, dass James hier der erste von uns sein wird und ich einfach nicht lange warten will. Also, was ist jetzt? Gehen wir?"
Remus beugte sich hinunter zu Lily und Teddy auf die Decke und fragte: „Was ist, Kleiner. Hast du Lust nach draußen zu gehen? Ein bisschen fliegen und Hagrid besuchen? Da gehst du doch auch mit deiner Mum oft hin, oder?"
Teddy musterte Remus angestrengt, bevor er skeptisch nickte.
„Klasse!", rief Sirius während Lily ging um Teddys Jacke aus seinem Zimmer zu holen.
Teddy musterte Remus weiterhin, bevor er die Arme ausstreckte und bestimmt sagte: „Hoch."
„Na", sagte Peter lachend, „Der weiß aber jetzt schon was er will!"
„Bei dem Vater?", grinste Remus zurück und nahm den Kleinen hoch, „Außerdem ist der Tag mit uns ja auch mal was anderes. Da darf er doch ein bisschen verwöhnt werden!"
„Alles klar, hab sie gefunden!", sagte Lily, als sie mit Mütze, Jacke, Schal und Handschuhen ins Wohnzimmer zurück kam. „Seit ihr sicher, dass das warm genug ist?"
„Ich hab das Gefühl, dass Teddy uns schon Bescheid sagt, wenn er friert.", antwortete James ihr, während Lily und Remus sich mit vereinten Kräften daran machten ihren Schützling anzuziehen.
„Auf gehts!", rief Sirius und schwang dabei aufgeregt mit Teddys Besen.
Gemeinsam machten die sechs sich auf den Weg aufs Schulgelände, um den für November ungewöhnlich Tag zu genießen.
„Wehe ihr seit nicht vorsichtig!", ermahnte Lily die völlig aufgekratzten Jungen, als sie sich alle mit kindlicher Freude daran machten den Besen zu begutachten, während Remus sich weiterhin mit Teddy zu unterhalten versuchte.
„Also gut Teddy, willst du drauf auf deinen tollen Besen?", fragte James freundlich.
Begeistert nickte der und strampelte um von Remus Arm herunter zu gelangen.
Unter den überkritischen Augen Lilys wechselten die Jungs sich damit ab Teddy auf seinem Besen kaum einen Meter über dem Boden fliegen zu lassen. Der Junge kreischte dabei vor Vergnügen und seine Haare hatten eine strahlend gelbe Farbe angenommen.
Gegen Mittag machte die kleine Gruppe sich dann auf den Weg Richtung Schloss.
„Und?", fragte Peter, „Wo und was essen wir jetzt?"
Hinter ihm verdrehte James die Augen und legte seinen Arm um Lily. „Ehrlich Peter, kannst du nicht auf über was anderes reden?", fragte er grinsend.
„Halle?", fragte Teddy neugierig. Er hatte Remus wieder dazu abkommandiert ihn zu tragen und schien sich auf dessen Arm sehr wohl zu fühlen.
„Was haltet ihr davon, wenn wir Mittag in der Halle essen, danach Hagrid besuchen und dann heute Abend im Quartier essen? Danach können wir Teddy dann ja ins Bett bringen und uns an unsere Hausarbeiten machen.", schlug Sirius vor.
„Hört hört!", rief Lily gespielt überrascht, „Sirius Orion Black will freiwillig für die Schule arbeiten!"
„Von freiwillig kann hier nicht die Rede sein, Moony und du lasst ja nicht zu, dass man faulenzt.", gab Sirius scheinbar ernst zurück.
„Und außerdem hat er tierische Angst vor Harrison!", riefen Remus und James gleichzeitig und brachen in schallendes Gelächter aus.
„Ha ha", murmelte Sirius leise, widersprach allerdings nicht.
In der Großen Halle hatten sie sich dann kaum auf ihre gewohnten Plätze gesetzte, als auch schon die restlichen Mädchen ihrer Klasse auf sie zu gestürmt kamen.
„Oh! Ist der aber süß!", kreischte Prissy lautstark durch die gesamte Halle.
„Darf ich ihn mal nehmen?" , fragte sie Remus und ohne eine Antwort abzuwarten griff sie nach dem Kleinkind. Teddy war den ganzen Tag freundlich und ruhig gewesen, doch in dem Moment, als Prissy nach ihm griff begann er zu schreien.
Einen kurzen Moment lang waren die fünf Babysitter starr vor Schreck, während Teddys Kreischen immer lauter und lauter wurde.
„Lass. Nein. Lass Teddy Ruhe!", schrie er so laut, dass es wahrscheinlich noch im ganzen Schloss zu hören war. Nach einer Schrecksekunde sprang Remus auf und nahm der völlig entsetzten Prissy das um sich tretende Kind wieder ab. Er drückte ihn fest an sich und flüsterte beruhigend auf ihn ein. „Ist ja gut. Alles ist gut. Niemand tut dir was."
Schließlich hörte Teddy zwar auf zu schreien, hatte aber sein Gesicht an Remus Hals verborgen, wimmerte leise vor sich hin und weigerte sich irgendjemanden anzusehen.
„OK Teddy, was hältst du davon, wenn wir in eure Wohnung gehen und da etwas essen, ja?", fragte Lily besorgt, erhielt aber keine Antwort.
Also machten sie sich eiligen Schrittes auf den Weg zum Quartier der Harrisons, wo Teddy nach einigen Minuten in Remus Armen vor Erschöpfung ein schlief.
„Ich bring ihn rüber in sein Bett", flüsterte Remus leise, stand vorsichtig auf und ging in Teddys Zimmer. Sachte legte er das Kleinkind hin und gab ihm sein Kuscheltier, an das er sich kuschelte ohne auf zu wachen.
Als Remus wieder ins Wohnzimmer kam, saßen Sirius, James und Peter auf dem Sofa und blätterten in einigen von Harrisons Büchern, da sie beschlossen hatten mit der Hausarbeit zu beginnen, während Teddy seine Mittagsstunde hielt.
Lily kam gerade aus dem Badezimmer und sah Remus fragend an: „Schläft er?"
„Ja. Wahrscheinlich war er einfach nur müde und Prissy hat ihn erschreckt.", antwortete er.
„Entweder das oder jemand hat ihm beigebracht bei Fremden vorsichtig zu sein.", sagte Lily eigenartig ruhig.
„Aber uns scheint er doch auch zu vertrauen.", antwortete Peter.
„Ja, aber seine Mum hat uns ihm ja auch vorgestellt, Prissy kennt er überhaupt nicht.", bemerkte James.
„Aber warum sollte man einem kleinen Kind beibringen sich vor Fremden zu fürchten?", fragte Peter.
„Vielleicht nicht unbedingt fürchten.", antwortete Lily nachdenklich.
„Was?", fragte Remus.
„Er hat sich nicht einfach nur gefürchtet. Er hat geschrien und alle darauf aufmerksam gemacht, dass etwas passiert, was ihm nicht gefällt. Vielleicht haben seine Eltern ihm das beigebracht, damit er sich nicht einfach entführen lässt.", gab Lily zurück.
„Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, aber wieso sollten sie das tun?", fragte Peter erneut.
„Ich hab da ne Idee.", sagte Sirius ruhig, der bis dahin nur in einem Buch geblättert und nicht ein Wort zu der Unterhaltung beigetragen hatte.
„Was für eine Idee?", fragte James neugierig.
„Guckt mal was ich in diesem Buch gefunden habe, es lag als Lesezeichen darin.", bei diesen Worten hob Sirius einen handgeschriebenen Brief hoch und begann dann zu lesen:
„Lieber Harry!
Alles klar bei euch?
Ich habe gerade das OK für nächsten Monat bekommen, werde also zu Mums Geburtstag wieder im Lande sein!
Ich weiß ja, dass Du eher zu den bescheidenen Menschen gehörst, aber kannst du mir vielleicht einen großen Gefallen tun?
Ich habe nämlich noch nie in meinem Leben einen Merlinorden erster Klasse gesehen. Ist das zu glauben?!
Kannst Du vielleicht Deinen zum Fuchsbau mitbringen? Bitte!
Du würdest mir damit einen großen Gefallen tun und ich sehe vermutlich sogar über meine Pflichten als großer Bruder hinweg und vergesse, dass Du mit meiner kleinen Schwester zusammen bist!
Bis dann und viele liebe Grüße
Charlie
P.S. Gib Teddy einen Kuss von mir, ja?"
„Harrison hat einen Merlinorden erster Klasse?", fragte Peter ehrfürchtig.
„Das erklärt dann auch, warum Teddy Angst vor Fremden hat.", flüsterte Lily, „Harrison gehört zu den gefährdeten Widerstandskämpfern, zu denen, die Voldemort verfolgen lässt."
„Ha!", rief James, „Und ihr habt ihn für einen Todesser gehalten."
„Naja, ich frag mich wer sie wirklich sind.", sagte Remus nachdenklich.
„Was meinst du damit?", fragte Sirius.
„Ich denke wir können uns darauf einigen, dass Alex und Mia Harrison nicht ihre richtigen Namen sind. Schon gar nicht wenn sie tatsächlich kämpfen. Offensichtlich verstecken sie sich hier. Aber wenn wir jetzt wissen, dass Harrison einen Merlinorden verliehen bekommen hat, dann müssten wir doch eigentlich herausfinden können wer er wirklich ist, oder? Darüber wird eine Liste geführt und wir haben seinen richtigen Vornamen: Harry.", antwortete Remus.
Die nächsten zwei Stunden verbrachten die fünf Babysitter damit sich über Harrison und seine mögliche Identität zu unterhalten.
Bis Teddy aufwachte und Lily beschloss ihre Ermittlungen auf Eis zu legen.
„Kommt schon Leute. Wir gehen und besuchen Hagrid.", sagte sie während sie Teddy wieder in sämtliche seiner Sachen zwängte.
„Solange wir da nichts essen müsse.", flüsterte Sirius resigniert.
„Jedenfalls können wir da sicher sein, dass Teddy sich nicht erschrickt.", stellte Peter fest.
„Genau.", antwortete Sirius mit ziemlich sarkastischem Unterton, „Als ob sich noch nie einer bei Hagrid und seiner Vorliebe für gefährliche Viecher erschreckt hätte."
„Ha ha", gab Peter trocken zurück.
„Peter hat Recht.", sagte Lily bestimmt, „Teddy kennt Hagrid. Da passiert schon nichts."
Also gingen die sechs zum zweiten Mal an diesem Tag aufs Schlossgelände und schlugen den Weg zu Hagrids Hütte ein.
„Hi Hagrid!", rief James fröhlich, als der riesige bärtige Wildhüter die Tür öffnete. „Wir dachten wir besuchen dich mal.", fügte Sirius lachend hinzu.
„Wisst wohl nicht wohin mit dem Kleinen, dass er nicht wieder anfängt zu schreien wie ne kleine Alraune, hä?", antwortete Hagrid amüsiert.
„Nein", stellte Lily klar, „Wir wollten dich sowieso besuchen."
„Na dann, kommt rein. Ich mach uns allen mal n Tee."
Sofort machte er sich an die Arbeit und stellte sechs riesige und eine kleine Tasse vor sich auf den Tisch. Als die anderen die kleine Tasse überrascht beäugten, lächelte Hagrid und meinte: „S Teddys Tasse. Hat seine Mum mitgebracht, weil meine einfach zu groß sind. Daraus trinkt er immer."
Sie verbrachten den ganzen Nachmittag bei Hagrid, lachten und freuten sich darüber wie wohl Teddy sich in Hagrids Nähe zu fühlen schien.
„Macht euch keine Sorgen wegen der Sache in der Halle.", beruhigte Hagrid Teddys Babysitter. „Teddy ist da n bisschen eigen. Tja, wie auch anders. Harrison is ja auch n bisschen paranoid. Nich das er nich n toller Typ ist. Hab ihn echt gern und seine Frau auch. Nette Leute."
„Klar", sagte James leise.
„Es ist auch ein toller Lehrer, aber.... ähm Hagrid, ist dir vielleicht etwas seltsames an Harrison aufgefallen?", fragte Sirius.
„Seltsam? An Harrison?" Hagrid begann glucksend zu lachen, „Klar, gibt viele seltsame Sachen an ihm. Hab neulich gehört wie sich Dumbledore und McGonagall unterhalten haben. Dumbledore vertraut ihm, sagt er sei ein toller Lehrer."
„Aber?", hakte Sirius nach.
„Wieso wollt n ihr das wissen?"
„Nur so.", beeilte sich Sirius zu versichern.
„Ich denk nicht, dass ich euch sagen sollte, was Dumbledore denkt. Merkt euch einfach, dass er ihm vertraut und wenn Dumbledore ihm vertraut könnt ihr das auch."
Gerade als Sirius weiter nach haken beeilte sich James zu fragen: „Sag mal Hagrid, kannst du vielleicht ein Foto von uns machen?"
„N Foto?"
„Ja! Von Teddy, Lily, Sirius, Remus, Peter und mir. So als Andenken an unseren Tag mit Teddy."
„Joa, warum nich."
Sie setzten sich draußen auf die Stufen von Hagrids Hütte. Lily mit Teddy auf dem Schoß in der Mitte, links und rechts von ihr Remus und James, die beide einen Arm um sie legten, neben James saß Sirius und rechts von Remus Peter. Sie lachten alle fröhlich in die Kamera, als Hagrid den Auslöser drückte.
Ich hoffe es hat euch gefallen. Falls ja: Erzählts mir! Falls nicht: Erzählts mir!^^
