Hallo Ihr lieben!
Ich danke Euch sehr, für die positiven Meinungen zu meinem Kritischen Kapitel:)
Da die Replys montan nicht gehen möchte ich an dieser Stelle eine Frage aufgreifen, die mir häufig gestellt wurde. Die Antworten zu euren Reviews bekommt ihr dann alle nachträglich sobald alles wieder geht!
Ich wurde gefragt, warum Hermine ausgerechnet einen Waschbären als Tierform hat?
Dazu wollte ich nur folgendes loswerden: Ich weiß, dass viele in Hermine eine Katze sehen...ich finde aber, das passt nicht zu ihr. Die Wunschliste, wie ihr Tier sein soll, stand ja in einem der Kapitel. Es gab ehrlich gesagt, nicht sehr viele Tiere, die diese Eigenschaften in sich vereinten. Eines davon wäre noch ein Hund gewesen...diese Lösung fand ich aber langweilig, und ebenso wenig passend, wie die Katze. Ihr dürft mir gerne glauben, dass ich mir wirklich lange, lange Zeit Gedanken gemacht habe, welches Tier da denn dann noch in Frage kommt. Die Lösung dazu habe ich genommen! g Nicht nur, weil mir nichts anderes mehr einfiel, sondern weil ich es eben auch passend fand. Einfach von der ganzen Art, wie ein Waschbär eben so ist! Ich hoffe, diese Erklärung beruhigt einige!? ;)
So...das war es eigenlicht schon wieder vorneweg:)
Als letztes wollte ich mich bei allen Reviewern bedanken und Euch bitten, noch mal richtig Gas zu geben...vielleicht schafft ihr es ja, die 100 zu knacken!? träum
Mit einem dicken Knuddler an meine Beta Claudia entlasse ich Euch aus meinem Vorwort und wünsche Euch viel Spaß mit dem neuen Kapitel!
Eure Zauberfee
Kapitel 11 - Gryffindorscher Mut
Draco hatte ebenfalls lange in seinem Zimmer gesessen und gegrübelt, ehe er sich dazu entschloss, sich im Gemeinschaftsraum vor das gemütliche Kaminfeuer zu setzen. Da er sich nämlich lange nicht dazu durchringen konnte, sich anzuziehen, war er inzwischen mehr als durchgefroren. Als er seine Gedanken soweit geordnet hatte, dass er es doch noch irgendwie in seine Klamotten schaffte, begab er sich mit ungestylten Haaren zu seinem Lieblingssessel vor dem Kamin und ließ sich dort erschöpft hineinfallen.
Er blickte stur in das Feuer und begann seine Grübeleien von vorn. ‚Warum bringt mich dieses gryffindorsche Schlammblut nur so durcheinander? Sie ist weder das erste Mädchen, dass ich geküsst habe, noch das erste, dass ich nackt gesehen habe...ich hab schon ganz andere Sachen mit einigen Slytherin-Weibern gemacht...und manche davon sahen um Welten besser aus als Granger!' ‚Die Liebe geht seltsame Wege!' ‚Liebe? ...pah...das ist ja wohl lächerlich! Als ob ich mich in das kleine Schlammblut verlieben würde!' ‚ Und warum schaffst du es dann nicht, auch nur einen Gedanken ohne sie zu denken?' ‚Weil sie mich einfach tierisch nervt!' ‚Ja, ja, belüg dich ruhig weiterhin!' ‚Ach halt doch endlich die Klappe!'
Gerade als er seine zweite Stimme weiter beschimpfen wollte, hörte er wie eine Tür aufgerissen wurde. Da es nur Hermine sein konnte, er jedoch mit dem Rücken zu ihr saß, wusste er nicht, ob sie einfach nur hoffte er wäre nicht da, oder ob sie kam um ihn zu verhexen. In der Hoffnung, dass sie ihn nicht gleich entdecken würde, verhielt er sich ganz ruhig. Er konnte sie vor sich hin murmeln hören, verstand aber nicht, was sie sagte. Er lauschte weiterhin aufmerksam und vernahm so, wie sie laut an eine Tür klopfte. Vermutlich war es seine Zimmertüre...wen sollte sie hier wohl auch sonst meinen? Als von ihm allerdings keine Antwort kam, murmelte sie wieder etwas vor sich hin.
„Malfoy...verdammt...komm endlich da raus...wir haben hier Projekte, die wir fertig bekommen müssen, und das geht nur zusammen!" Wieder hämmerte sie gegen seine Tür.
Inzwischen grinste er in seinem Sessel vor sich hin. ‚Die Kleine hat ja richtig Mut! Eben bin ich noch halb über sie hergefallen und nun klopft sie schon an meine Türe...ich bin wohl besser als gedacht!'
Allerdings gab er ihr auch weiterhin keine Antwort. Er wollte sehen, wie sie sich weiter benahm. Wieder begann sie ihre Selbstgespräche, diesmal allerdings deutlich lauter als vorher, so dass er verstehen konnte, was sie sprach.
„Blöder Slytherin-Idiot! Was bildet der sich eigentlich ein? Der glaubt wohl, ich renn ihm nach? Ich bekomme das mit dem Animagus zur Not auch ohne ihn hin...und das Zaubertrankprojekt ebenfalls...soll er doch sehen, wie er klar kommt...ich biete ihm sicherlich nicht noch einmal meine Hilfe an...der denkt wohl, nur weil er mich fast verführt hat, könnte er sich aufspielen als wäre er Gott? Merlin, wie arrogant kann man eigentlich sein? JETZT MACH ENDLICH DIE TÜR AUF, BEI MERLIN!"
Der letzte Satz galt eindeutig wieder ihm. Er amüsierte sich königlich, entschied sich aber, sie nicht länger hinzuhalten...nicht, dass sie seine Türe noch aus den Angeln hexte...zuzutrauen wäre es ihr schließlich, wie er wusste.
„Granger...vielleicht kann ich diese Tür nicht aufmachen, weil ich schon längst nicht mehr in meinem Zimmer bin!?"
Erschrocken drehte sie sich um und sah ihn jetzt auch in dem Sessel sitzen. Er konnte ihre Augen zornig funkeln sehen.
„Und warum hast du es nicht nötig, zu antworten...egal wo du dich gerade befindest, Malfoy?"
Mit einem süffisanten Grinsen sah er sie an. „Ich konnte ja nicht ahnen, dass du solche Sehnsucht nach mir hast...schließlich sah das vorhin im Bad noch ganz anders aus!"
Sie stöhnte genervt auf, allerdings schlich sich gleichzeitig eine verräterische Röte auf ihre Wangen.
„Glaub mir...mir fällt weit Besseres ein, als mich ausgerechnet mit dir abzugeben...allerdings wäre es einfacher für uns beide, wenn wir wenigstens für die Projekte zusammen arbeiten würden!"
„Warum? Schaffst du das denn nicht alleine?" Er hatte wieder sein hochmütiges Gesicht aufgesetzt, um zu sehen, wie sie reagieren würde.
„Glaub mir Malfoy...ich schaffe das mit Sicherheit auch alleine...bei dir bezweifle ich das allerdings...und es ist mit Sicherheit auch nicht Sinn dieser Projekte, sie alleine durchzuziehen!"
„Ach Granger...warum gibst du nicht einfach zu, dass du nur in meiner Nähe sein möchtest?"
„Träum ruhig weiter!" In diesem Moment hatte sie einen Geistesblitz. Wenn er dachte, er könne sie provozieren...dieses Spiel konnte man auch zu zweit spielen!
„Übrigens...Malfoy...dein nackter Körper war ja nicht schlecht anzusehen...allerdings hätte ich schon etwas mehr erwartet, so wie alle Weiber dir hier hinter her rennen...ich hab jedenfalls schon besseres gesehen!"
Ihre Worte trafen augenscheinlich genau ins Schwarze, denn sein eben noch so hochnäsiger Ausdruck verschwand komplett, und sein Gesicht verzog sich zu einer wütenden Grimasse.
„Als ob du überhaupt schon mal einen nackten Mann gesehen hättest, Granger" zischte er zwischen zusammen gebissenen Zähnen hervor.
„Tja Malfoy...das wird wohl immer mein Geheimnis bleiben" antworte sie ihm schulterzuckend, packte dann ihre Schulsachen auf den Tisch und begann mit ihrer Arbeit.
Draco musste erst noch ein paar Mal tief durchatmen, um sich zu beruhigen, dann setzte er sich zu ihr und begann ebenfalls mit den heutigen Aufgaben. In seinem Kopf wurde ein Gedanke allerdings immer beherrschender: ‚Granger, ich krieg dich...und dann zeig ich dir wie viel Mann in mir steckt...und es ist mir scheißegal, dass du ein Schlammblut bist! Einen Malfoy sollte man lieber nicht reizen!'
oooOOOooo
Als sie ihre Hausaufgaben erledigt hatten, war es schon wieder Zeit fürs Mittagessen. Inzwischen hatte Hermine sich schon total daran gewöhnt, immer bis mittags alle Aufgaben erledigt zu haben, da sie hier keiner ständig in ihrer Konzentration unterbrach. Es war sozusagen zu einer stillen Vereinbarung zwischen ihr und Draco geworden, die Hausaufgaben und den Schulstoff bis Mittags fertig zu haben, um sich am Nachmittag den Zusatzprojekten widmen zu können. Sie würde sich wieder ganz schön umstellen müssen, wenn sie hier endlich wieder raus konnte.
Und trotzdem sie heute so spät erst begonnen hatten durch ihren Streit, konnten sie ihren Zeitplan wieder einhalten. Allerdings waren heute nicht allzu viele Hausaufgaben verlangt gewesen. Dobby erschien mit dem Mittagessen und während sie aßen, übte Hermine nebenbei immer wieder praktisch die neuen Zaubersprüche und Verwandlung und Zauberkunst. Für Verwandlung sollten sie heute ihr Trinkglas in einen kleinen Vogel und wieder zurück verwandeln.
Dieser Stoff wurde erst im Abschlussjahr gefordert, da es viel schwieriger war, etwas Totem Leben einzuhauchen, als etwas Lebendiges in einen festen und „toten" Gegenstand zu verwandeln. Nach dem dritten Anlauf schaffte sie es endlich, dass sich ihr ehemals mit Kürbissaft gefülltes Glas in einen Kolibri verwandelte, der eine Runde um Dracos Kopf flog, ehe er wieder auf dem Tisch landete und sie ihn zurückverwandeln konnte. Draco schnaubte ärgerlich, denn er hatte es jetzt mindestens schon sieben Mal versucht und sein bestes Ergebnis war bisher ein fliegender Becher gewesen.
Nach zwei weiteren Versuchen gelang es endlich auch ihm.
Als sie diese Übung für sich erfolgreich abgeschlossen hatten, begannen sie mit der Übung in Zauberkunst, die heute darin bestand, aus einer Flüssigkeit eine schwebende Kugel zu machen. Hermine hatte im Gegensatz zu Draco eine genauere Vorstellung davon, wie das aussehen sollte, da sie so eine Kugel schon einmal im Fernsehen bei den Astronauten gesehen hatte. Durch die Schwerelosigkeit im All, sahen die Flüssigkeiten dort in etwa genau so aus, wie das, was jetzt hier verlangt wurde. Da Draco keinen Schimmer hatte, wie es aussehen sollte, wartete er gespannt darauf, ob Hermine es schaffen würde, damit auch er es versuchen konnte.
Diese Art des Schweben Lassens war viel schwieriger als ein einfacher ‚Wingardium Leviosa' aus ihrem ersten Jahr. Flüssigkeiten konnte man nämlich nicht so einfach schweben lassen. Allerdings brauchte bei diesem schweren Spruch sogar Hermine fast zehn Anläufe, ehe sie es endlich geschafft hatte. Draco bestaunte die über dem Tisch schwebende Flüssigkeitskugel fasziniert. Als Hermine sie zurück in ihr Glas befördert hatte, begann auch er mit seinen Versuchen. Da er nun aber wusste, wie es aussehen sollte und natürlich auch genau aufgepasst hatte, wo Hermines Fehler lagen, als es nicht klappte, schaffte er es schon nach dem dritten Versuch, seine Flüssigkeitskugel zum Schweben zu bewegen. Hermine nickte ihm daraufhin anerkennend zu.
Dobby kam, um den Tisch wieder zu leeren und die Hausaufgaben abzuholen und staunte nicht schlecht, dass die beiden wieder einvernehmlich zusammen saßen, so als ob nie ein Streit geherrscht hätte. Er erkundigte sich noch kurz, ob sie noch etwas benötigen würden und verschwand nach einer Verneinung ebenso schnell und leise wie er gekommen war.
Hermine streckte sich seufzend. „Wollen wir uns gleich an unsere Projekte setzen oder willst du erst noch etwas Pause machen?"
„Granger...ein Malfoy braucht keine Pause" grinste er leicht spöttisch. Sie grinste ebenso spöttisch zurück und kramte dann ihre Unterlagen für die Animagus-Verwandlung heraus.
„Was hältst du davon, wenn wir uns erstmal einen Plan über die einzelnen Schritte erstellen, damit wir immer ein Ziel vor Augen haben, dass es als nächstes zu erreichen gilt?"
„Ich denke, das ist eine gute Idee, Granger...was sollte denn unser erstes Ziel sein?"
„Hör bitte auf, mich Granger zu nennen, Draco! Unser erstes Ziel sollte wohl sein, uns zu entspannen und dann auf nichts anderes zu konzentrieren, als jedes einzelne Detail unserer Tiergestalt. Du musst vor deinem inneren Auge jedes Haar, bzw. in deinem Fall jede Feder, jede Zehe oder Kralle eben alles genau vor dir sehen."
Also, Hermine, ich denke, dass ist relativ einfach und das sollten wir auf jeden Fall heute hinbekommen...und wie geht es weiter?"
„Na, hoffentlich siehst du das nicht zu einfach...ich denke es ist ziemlich aufwändig, sich das so genau vorzustellen...aber egal...das nächste...gute Frage...was denkst du denn?"
„Vielleicht sollten wir uns dann einfach in Gedanken überlegen, wie es sich anfühlt, dieses Tier zu sein? Also, wie es sich bewegt, wie sich das Fell oder das Gefieder anfühlt, wie die Sinne funktionieren und solche Dinge!?"
„Ziemlich gute Idee" meine die Gryffindor und notierte sich diesen Punkt als nächstes auf ihrem Pergament. „Und wie weiter?"
„Hmm...eventuell könnten wir dann schon versuchen, einzelne Körperteile in den unseres Tieres zu verwandeln? Also zu erst nur eine Hand oder einen Fuß?"
„Meinst, du, dass wir das schon so schnell ausprobieren sollten?"
„Na...irgendwann müssen wir doch damit beginnen, oder?"
„Da hast du allerdings auch wieder Recht" grinste sie. „Ich denke, das reicht fürs erste! Wie machen wir das mit dem Bericht?"
„Was schlägt denn unser wandelndes Lexikon vor?" Hermine wollte erst böse antworten, merkte aber nach einem Blick ins sein Gesicht, dass er es nur im Spaß gesagt hatte, und so ignorierte sie es einfach.
„Die Teile wie den Trank oder solche Sachen machen wir gemeinsam, ansonsten sollte jeder wohl seine eigenen Erfahrungen und Empfindungen beschreiben...wir sollten das auch immer abwechselnd versuchen, damit einer einschreiten kann, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert und so kann der andere dann ja auch schildern, wie es für ihn ausgesehen hat, was der andere gemacht hat...oder?"
„Keine schlechte Idee für eine Gryffindor...wie war noch mal dieser Rückverwandlungs-Spruch?"
„Corpus conformo retro"
„Muss man dazu irgendeine bestimmte Bewegung machen?"
„Keine Ahnung...McGonagall hat jedenfalls nichts dazu geschrieben...deshalb denke ich, dass es reicht, den Spruch zu sagen."
„Gut...da wir das nun geklärt hätten...wer fängt an?"
„Ich."
Euch noch mal an die 100-Reviews-Marke erinnere! ;)
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