Aredhel drückte ihre in Tränen aufgelöste Nichte fest an sich, nicht nur um sie, sondern auch sich selbst zu beruhigen. Ein gutes Stück entfernt vernahm sie durch das Pfeifen des eisigen Windes die verzweifelte Stimme ihres Bruders. Es brach Aredhel beinahe das Herz, zu wissen, dass er nach seiner toten Gemahlin rief.

„Keine Sorge; du bist in Sicherheit", flüsterte Aredhel beruhigend, doch ihre Worte klangen selbst für sie nicht beschwichtigend. Unter dem Mantel, den Aredhel dem Mädchen eilig um die Schultern gewickelt hatte, zitterte es unkontrolliert.

Aredhel konnte nicht sicher sagen, ob Idril wegen der Kälte oder aus Angst zitterte.