Ich muss ehrlich sagen, dass ich dieses Kapitel hasse. Ich habe es fünfmal umgeschrieben, und eine Version war schrecklicher als die andere. Zudem gibt es eigentlich keine wirkliche weiterführende Handlung, wodurch alles irgendwie lasch wirkt, gebetat ist das Kapitel auch nicht, konnte einfach niemanden finden und ehe ich mich noch weiter in den Boden stampfe höre ich lieber auf und lasse euch selbst lesen, auf das ihr euch eine Meinung bildet.

(mit wenig Überzeugung sag) Viel Spaß beim lesen!

A/N: Ich suche immer noch einen Beta für mein nächstes Kapitel von "Against the wall", also keine Müdigkeit vortäuschen!, meldet euch bei mir!!!!

Kapitel 10: Rise and Shine

„Severus Aurelius Snape!"

Der Angesprochene drehte sich schuldbewusst in die Richtung aus der die wütende Stimme kam.

„Wie kannst du mir das antun!!! Hätte es ein einfaches ‚Immobilis' nicht auch getan?, statt mich gleich zu schocken. Wenn mir jetzt nicht jeder Knochen wehtun würde, dann könntest du aber was erleben. Diese Rückenschmerzen werde ich doch nie wieder los."

Hermine, die dem verärgerten Ausführungen ihres langjährigen Freundes zugehört hatte, blieb der Mund offen stehen. War Harry lebensmüde? Sie hatte zwar bemerkt, dass er mit dem Zaubertrankprofessor auf guten Fuß stand (endlich!, nach ihrer Meinung), aber diesen dann auch noch anzuschreien war eine andere Sache.

„Wenn du aufgehört hast, auch noch deine Stimmbänder zu quälen, dann könntest du dich ja hinlegen und wir können etwas gegen deine Rückenschmerzen tun. Auch wenn ich der Meinung bin, dass es dir schon wieder ganz gut geht."

Schmollend legte sich Harry auf den Bauch und wartet, dass Severus sein Versprechen wahr machen würde. Severus kam herüber, setzte sich auf die Bettkante neben Harry und begann ihn zu massieren. //Merlin, tut das gut.//, dachte Harry, als er seine Behandlung genoss. //Severus hat wirklich himmlische Hände. Sie fühlen sich toll auf meinem Rücken an . . . sie würden sich auch toll auf meinem ganzen Körper anfühlen. Was denk ich denn da!!!//

Harrys Gesicht war feuerrot angelaufen, als er bemerkte, in welche Richtung seine Gedanken begannen sich zu bewegen.

Ein dumpfes plumpsen schreckte die beiden auf.

Hermine war in Ohnmacht gefallen.

Harry hätte nie gedacht, dass er den Tag einmal erleben würde, an dem seine beste Freundin so entsetzt sein würde, dass sie komaartige Bewusstseinszustände der Realität vorzog. Auch wenn Hermine ihn mit einem zornigen Blick strafen würde, er konnte einfach nicht anders, als laut loszulachen. Severus verdrehte die Augen, wegen des Gebarens seines jungen Freundes und ein besorgter Draco Malfoy lief aufgescheucht um die, sich gerade wieder aufrichtende, Muggelgeborene herum.

oOOOo

Der nächste Morgen kam früher als erhofft und mit ihm begann nun endgültig ein neues Schuljahr in der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Für einige der Schlossbewohner war das Aufstehen eine besondere Qual. Besonders für die drei, die es sich im Raum der Wünsche breit gemacht hatten.

Severus hatte darauf bestanden, dass sie in ihre Schlafsäle zurückkehrten, sobald Harry und Hermine aus dem Krankenflügel entlassen wurden, und war gegangen, nachdem er beinahe auf einem der unbequemsten Krankenstühle, die da standen, eingeschlafen wäre. Er hatte allen dreien einen scharfen Blick zugeworfen, dass ihnen ja nichts anderes einfiele, und war in seinem graziösen Gang davon geeilt.

Nachdem Madam Pomfrey sie entlassen hatte, waren sie noch, ohne dabei von irgendeinem Lehrer entdeck zu werden, durch das Schloss gewandelt. Keiner hatte Lust, in die Schlafsäle zurück zu kehren Harry und Hermine nicht, da sie nicht mit Ron konfrontiert werden wollten und Draco nicht . . . nun ja, er hatte einfach keine Lust. Und wie sie so durch einen der Gänge schlenderten, bemerkte Hermine eine Tür, die sie noch nie in diesem Teil des Schlosses gesehen hatte. Sie macht die anderen beiden darauf aufmerksam und zusammen näherten sie sich der geheimnisvollen Tür, öffneten sie leise und waren vollkommen perplex, als sich vor ihnen ein Zimmer mit einem behaglich im Kamin knisternden Feuer und einem riesigen Himmelbett offenbarte.

Sie betraten das Zimmer und Harry holte schnell die Karte des Rumtreibers, die er bei sich trug, heraus, um zu sehen, wo sie gelandet waren.

„Der ‚Raum der Wünsche'! Das Zimmer ist auf der Karte noch nie aufgetaucht. Warum den gerade jetzt?"

Harry sah die anderen beiden fragend an, in der Hoffnung, das einer von beiden mehr wusste, als er. Draco schüttelte nur ratlos den Kopf, aber Hermine macht ein angestrengtes Gesicht, als versuche sie sich an etwas zu erinnern, was sie vor einiger Zeit einmal gelesen hatte.

„Der ‚Raum der Wünsche' offenbart sich nur denjenigen, die dringend einen Platz brauchen, an dem sie sich unbemerkt aufhalten können. Der Raum stattet sich mit dem aus, was der, der ihn betritt in dem Moment am nötigsten braucht."

Draco zog anerkennend seine Augenbraue nach oben. „Wo hast du denn das her?"

„Steh doch alles in der ‚Geschichte Hogwarts''!" Sagten Harry und Hermine wie aus einem Munde.

Daraufhin blickte Hermine Harry missbilligend an und Harry war bald nur noch ein lachender Haufen am Boden, da er Hermines Blicke durchaus komisch fand. Draco konnte nur verständnislos dreinblicken, bis Harry sich soweit gefangen hatte, dass er ihm erklären konnte, dass Hermine seit ihrem allerersten Tag auf Hogwarts den anderen immer in den Ohren gelegen hatte, wie wertvoll doch dieses Buch war und dass es alle gelesen haben sollten.

„Ja, und du hättest meinen Rat schon vorlanger Zeit in die Tat umsetzen sollen!", murrte Hermine rum.

Es hatte dann aber nicht mehr lange gedauert, bis sie aller drei zusammen in dem großen Bett lagen und kaum hatten ihr Köpfe das Kissen berührt waren sie auch schon eingeschlafen.

Umso grausamer war es jetzt, dass es zwei Stunden später zeit zum aufstehen war.

Harry war als erster wach und da er die anderen beiden nicht aufwecken konnte, viel ihm so früh am morgen ein Liedchen ein, welches er in der Muggelgrundschule gelernt hatte, zu trällern. Er wusste, dass er kein besonders guter Sänger war, gerade jetzt, nachdem sich seine Stimme verändert hatte, konnte er nicht einschätzen, wie es wohl klingen würde und so setzte er sich auf und begann das Lied in die Runde zu schmettern.

„Ich wache auf am Morgen und denke voller Sorgen, warum nur muss die Nacht jetzt wieder schon zu Ende sein…" Draco wurde so unsanft aus seinen Träumen gerissen und ehe es ihm gelang den Krach zu lokalisieren, hielt er sich beide Ohren zu, wälzte sich herum und fiel prompt aus dem Bett. Hermine kicherte nur und sang ab der nächsten Zeile mit, da sie dieses Lied ebenfalls in der Grundschule gelernt hatte.

„… ich wasche mich und zieh mich an, pack Schulsachen und Frühstück dann, jetzt geht's mir gut ich kann mich auf den neuen Tag nun freun. Aaahhhhhhhaaaahh"(1)

„Hört auf!!! Ich bin ja schon wach. Es bringt nichts einen geprügelten Hund weiter zu schlagen." Draco hatte sich nun soweit vom Boden aufgerichtet, dass er die beiden mit schlafzerzausten Haaren von der Bettkante her angucken konnte.

„Sollte ich noch einmal so geweckt werden, schließ ich mich freiwillig Voldemort an, lasst euch das gesagt sein!"

Die drei machten sich nun doch auf zu ihren Schlafsälen, um sich neue Sachen anzuziehen. Harry und Hermine waren kaum durch das Porträtloch gekrochen, als ihnen ein vor Wut kochender Ronald Weasley entgegenkam.

„Wo verdammt noch mal wart ihr die letzte Nacht?"

Keiner der beiden reagierte sonderlich auf ihn.

„Haust du was gehört Harry? Mir war als wäre an meinem Ohr eine Mücke vorbei gesirrt."

„Hermine, am besten ich hol eine Fliegenklatsche, um das lästige Biest zu verscheuchen."

Damit trennten sich die beiden und gingen in ihre Schlafsäle.

oOOOo

Zum Frühstück gingen die Hauslehrer zu den Tischen ihres Hauses und verteilten die Stundenpläne für das neue Schuljahr. Für Harry und alle anderen Fünftklässler von Gryffindor und Slytherin stand als erstes Kräuterkunde auf dem Plan, danach Geschichte der Zauberei (wofür Harry, Draco und sogar Hermine dankbar waren, denn irgendwann mussten sie den verlorenen Schlaf der letzten Nacht nachholen und Professor Binns Unterricht war ja bekanntlich seeehr einschläfernd) und nach dem Mittagessen in der großen Halle war Zaubertränke dran.

Kräuterkunde war langweilig, Geschichte der Zauberei noch langweiliger und alle waren froh, als der erste Teil des Unterrichts endlich vorbei war und sie zum Essen gehen konnten. Draco war den ganzen Morgen und Vormittag schlecht gelaunt, sodass man ihn am besten in Ruhe ließ.

In Zaubertränke saßen Harry, Draco und Hermine zusammen, wobei der Slytherin immer noch rummaulte. Severus begann wieder mit seiner Rede am Anfang des Jahres, die schon so was wie eine Tradition war, in der er kund gab, dass er mal wieder vor einem Sumpf der Unwissenheit stand und seine Schüler eh alle zu nichts zu gebrauchen waren, er streute noch ein paar bissige Kommentare über Harrys Berühmtheitsstatus dazwischen (, die Harry mit gespielter Wut entgegennahm), kurzum, Severus zeigte wieder allen sein charmantes Selbst.

Die weitere Stunde wurde damit verbracht, einen der schwereren Zaubertränke aus dem letzten Schuljahr noch einmal zu brauen. Harry, Hermine und Draco waren die letzten, die ihre Sachen wegpackten, und sie ließen sich Zeit dabei, während die anderen Schüler aus den Kerkern flohen.

Severus wollte schon die ganze Zeit fragen warum Harrys Grinsen immer breiter wurde und Dracos Gesicht immer finsterer.

„Hab ich irgendetwas verpasst?"

„Nein, und das kannst du dir noch zu Gute halten." Hermine verdrehte die Augen über Dracos Aussage.

„Und was hat dir nun den Tag verdorben, Draco?"

„Harry hat sich heute morgen doch tatsächlich in den Kopf gesetzt, uns mit seinem … ähm … Gesang zu wecken. Da war der Tag gelaufen, noch ehe er richtig begonnen hatte, dann bin ich auch noch Pansy begegnet, die mir vollkommen auf den Leim gegangen ist, in Kräuterkunde hat mir irgendeine Pflanze ihren Schleim in die Haare gespuckt, den ich bis jetzt noch nicht vollständig heraus bekommen habe, Geschichte der Zauberei war … nun, keine Ahnung, denn da hab ich geschlafen, während des Mittagessens hat Crabbe mir seinen Kürbissaft über die neue Hose geschüttet, und in Zaubertränke hat mich Hermine mal wieder übertroffen, was eigentlich nichts neues ist, aber hey. Ich glaube weiter muss ich nicht ausholen, um dir zu sagen, was mir meinen Tag heute verdorben hat."

Harry hatte große Mühe bei Dracos Schilderung ernst zu bleiben, während auf Severus' Gesicht ein hinterlistiges Grinsen erschien.

„Und wie, Mr. Malfoy, konnten sie Mr. Potters Morgengesang hören, wenn sie doch die Nacht in verschiedenen Schlafsälen und dazu noch in unterschiedlichen Teilen des Schlosses verbracht haben?"

(1) Das Lied mit drei Strophen habe ich tatsächlich mal in der Grundschule gelernt. Keine Ahnung, wer sich den blöden Text ausgedacht hat, aber auf jeden Fall haben wir den Text immer zu der Melodie von ‚Lady in Black' (Uriah Heep) gesungen, wenn wir früh in der ersten Stunde freitags (das weiß ich noch genau) Musik hatten.

R&R, Ist jemand an so was banalen wie Harrys Stundenplan interessiert? Wenn ja, dann schreib ich den das nächste mal noch mit rein