Kapitel 11
Das erste was Max tat als sie draußen war, war sich nach Tony umsehen. Sie fand ihn, umgeben von Gibbs und Kate.
„Habe ich euch nicht gesagt, dass ihr bei Joshua bleiben sollten?", fragte sie die beiden.
„Max, du kennst die beiden noch nicht lang genug um zu wissen, dass sie nie das tun, was man ihnen sagt.", sagte Tony und grinste Gibbs und Kate an. Gibbs schlug Tony leicht auf den Hinterkopf.
„Au, Boss. Ich bin verletzt."
Max widmete sich Tony. „Du bist verletzt? Wo?"
„Max, beruhig dich. Mir geht es gut, jetzt wo du wieder da bist."
„Ich glaube dir nicht, Logan. Du brauchst dich nicht den unverwundbare Typ aus Seattle zu spielen. Geh in ein Krankenhaus und lass dich untersuchen."
„Okay, du hast Recht. Da sind einige Stellen, die wie die Hölle wehtun. Ich würde dir liebend gern da gleiche erzählen, aber ich weiß, dass es nicht notwendig ist. Du siehst aus, wie der lebende Tod."
„Danke, sehr nett. Aber du weißt, dass ich bald wieder okay sein werde. Also, lass uns gehen."
„Kommst du mit mir? Du weißt, ich hasse Krankenhäuser."
„Aber natürlich komm ich mit. Muss ja jemand sicherstellen, dass du wirklich einen Arzt siehst."
Alle gingen zum Krankenhaus. Gibbs und Kate kamen mit ihnen, während Dix und die anderen zur Unterkunft zurückgingen. Ich dauerte nicht lang, bis Tony untersucht wurde. Der Arzt erklärte ihnen, dass Tony eine leichte Gehirnerschütterung und einige Rippenprellungen hatte. Aber nichts Lebensgefährliches und somit durfte er zurück ins Hotel.
Als sie im Hotel ankamen, gingen sie alle in Gibbs und Kate's Zimmer. Sie mussten einige Pläne machen.
„Als erstes möchte ich euch danken, dass ihr mein Leben gerettet habt. Sollte ich noch mal so etwas vorschlagen, erschießt mich bitte.", sagte Tony.
„Das würde ich auch liebend gern ohne Grund machen.", sagte Kate lächelnd. Sie war froh, dass Tony bald wieder der alte sein würde.
„Es war deine Idee. Wir haben versucht, dich davon abzuhalten. Aber ich bin froh, dass du wieder da bist." Das war etwas, was Gibbs noch nie zuvor gesagt hatte.
„Damals hörte es sich nach einer guten Idee an. Wir haben zu wenig über die neue Serie gewusst. Ich bin froh, dass du dich um sie gekümmert hast.", sagte Tony.
„Ich auch. Aber ich bin mir nicht sicher, ob sie die einzigen waren. Ich bin mir sicher, es gib mehr von ihnen und Lydecker wird nicht aufhören, nach mir zu suchen.", sagte Max.
„Ich weiß und deswegen müssen wir etwas unternehmen.", bemerkte Tony und versuchte sich auf das Sofa zu setzen, was mit geprellte Rippen nicht einfach war.
„Hast du Schmerzen?", fragte Max besorgt.
„Nur etwas, aber sonst geht es mir gut. Kein Grund zur Sorgen, Schatz."
„Ich kann dich einfach nicht leiden sehen. Du bist dir sicher, dass du keine Transfusion willst. Es hat schon einmal geholfen."
„Max, ich werde nicht sterben und deswegen brauche ich auch keine Transfusion."
Gibbs und Kate sahen ihn verwirrt an, da sie nicht wussten um was es ging. Also erklärte Tony. „Als ich in Seattle angeschossen wurden bin, gab mit Max etwas von ihrem selbstheilenden Blut, in der Hoffnung es würde den Schaden reparieren. Es wirkte einige Zeit, aber es war nicht von Dauer. Wir haben es noch einmal versucht, mit demselben Ergebnis. Wir haben es auch mit Joshuas Blut versucht. Er ist der allererste Transgeno. Es hat auch nichts geholfen und wir haben die Hoffnung aufgegeben."
„Da du gerade Joshua erwähnst. Da gibt es jemanden, der dich sehen möchte. Aber ich denke es tut dir nicht gut, wenn du dich mehr als nötig bewegst."
„Joshua ist hier? Du hast ihn mitgebracht?"
„Nein, Joshua ist aus freien Stücken mit Dix und Mole hergekommen. Es ist das erste Mal, dass er Seattle verlassen hat." Als dies gesagt war, kamen sie zum Hauptproblem.
„Sind wir hier fertig? Ich meine, wir haben genug Beweise um Lydecker zu verhaften. Abby hat alles aufgenommen. Wir können es gegen ihn verwenden. Es wird ihn für einige Jahre hinter Gitter bringen, da er Claire und Alec umgebracht hat.", sagte Kate.
„Theoretisch hat er das nicht. Er hat sie nur gefangen genommen und selbst da bin ich mir nicht sicher. Er hat gesagt, sie sind freiwillig zu ihm gekommen. Was mit Claire und Alec gesehen ist, war nur ein schrecklicher Unfall.", erklärte Gibbs.
„Also haben wir nichts gegen ihn?", fragte Kate.
„Ich glaube Lydecker nicht. Ich kannte Alec. Er hat ihn genauso sehr gehasst wie ich es tue. Er würde nicht freiwillig bei ihm bleiben. Vielleicht können wir ihn wegen Kidnapping festnehmen.", fragte Max hoffnungsvoll.
„Auch wenn es nur die geringste Chance gebe, ihn festzunehmen, würde er nicht lange dort bleiben. Und dann beginnt das ganze Spiel von vorn. Er ist eine gefährliche Person. Du hast ihn gehört. Er wird nicht aufhören mit seinen kleinen Experimenten."
„Also müssen wir etwas dagegen unternehmen."
„Ich muss mich ein für alle Mal um ihn kümmern. Ich muss sein Labor zerstören zusammen mit all seinen Untersuchungsergebnissen. Es gibt keine andere Lösung.", sagte Max plötzlich.
„Nein, es ist zu gefährlich. Weißt du den nicht, wozu er in der Lage ist.", fragte Tony. Gibbs und Kate hatten das Gefühl, dies würde in einem Kampf enden.
„Ich weiß sehr gut, wozu er fähig ist. Ich bin eins seiner kleinen Experimente. Ich muss mein Leben lang damit leben. Ich habe soviel wegen Lydecker und Manticore verloren, aber ich habe auch einige sehr gute Freunde durch ihn gefunden. Ich muss dies tun, damit wir endlich alle in Frieden leben können. Denkst du nicht, dass wir ein Recht darauf haben? Nur etwas Frieden."
„Aber ist es wirklich notwendig ihn zu zerstören? Ich meine, er hat fast zwei Jahre lang nicht nach dir gesucht. Ist das nicht genug?"
„Jetzt wird er nicht aufhören nach mir zu suchen. Er will mich bekommen und ich werde nicht an seinem keine Projekt teilnehmen. Ich will einfach nur den Rest meines Lebens mit dir verbringen. Ist das zu viel verlangt."
„Nein, das ist es nicht."
„Okay, fassen wir zusammen. Du willst dich um Lydecker kümmern. Darf ich fragen, wie?", fragte Gibbs.
„Du planst ihn umzubringen.", fragte Kate.
„Das wäre die beste Lösung. Ich weiß, dass ich euch nicht um eure Hilfe bitten kann. Es wäre zu gefährlich für eure Karrieren. Ich werde es allein mit Dix und Mole tun. Und ich werde euch nichts über den Plan erzählen. Je weniger ihr darüber wisst, desto geringer ist die Gefahr, dass ihr damit hinein gezogen werdet. Und ich denke es ist besser, wenn ihr zurück nach Washington geht."
„Ich werde dich nicht verlassen. Nie wieder. Ich weiß, warum du das tun musst, aber nicht ohne mir.", sagte Tony.
„Das ist nicht dein Problem. Logan. Lydecker hat nicht dein Leben versaut. Es ist eine Sache zwischen ihm und meinem Volk."
„Er hat mein Leben nicht versaut? Er hat mich angeschossen, wegen ihm saß ich ihm Rollstuhl. Er hat es für mich unmöglich gemacht mit meiner Freundin zu sein. Ich würde das schon als versaut bezeichnen."
„Aber es ist zu gefährlich für dich. Er kann dir wieder wehtun. Er kann dich umbringen."
„Das kann er bei dir auch. Glaubst du wirklich, ich würde lieber ein Leben ohne dich führen, jetzt wo du wieder zurück bist. Es würde mich umbringen. Ich wäre nicht in der Lage mein Leben ohne dich zu leben. Entweder wir beide oder keiner."
„Du bist verletzt.", konterte Max.
„Ja, ich bin verletzt, aber ich werde dich nicht verlassen. Ich werde hier bleiben. Ich werde nicht mit dir zusammen kämpfen, aber ich werde dich auch nicht allein zurücklassen. Okay?" Gibbs und Kate waren durch diesen gefühlvollen Ausbruch völlig überrascht. Es war gar nicht Tony's Art.
„Okay Tony. Du kannst hier bleiben, da du Krank geschrieben bist. Aber Kate und ich müssen wieder zurück."
„Warum?", fragte Kate. „Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Ich meine, Claire's und Alec's Tod war ein Unfall aber dieser Lydecker hat sie gefangen gehalten. Ich bin mir sicher, sie waren nicht freiwillig hier."
„ich weiß Kate, aber Morrow springt im Dreieck, wenn wir nicht zurück fliegen. Wir haben nichts gegen Lydecker in der Hand. Es gibt nichts, womit wir Max unterstützen könnten."
„Boss, Max braucht keine Unterstützung. Was sie tut ist nicht legal, nehme ich an. Wir wollen euch nicht der Gefahr aussetzen. Es könnte eure Karriere schaden. Das Beste ist wirklich, wenn ihr zurück fliegt. Wie du schon gesagt hast, Morrow springt im Dreieck, wenn ihr weiter hier bleibt und keine guten Beweise habt."
„Tony, du hast Recht. Aber mir gefällt der Gedanke nicht, dich hier allein zu lassen. Nicht einmal, wenn sich Max um dich kümmert.", sagte Kate.
„Kate, ich bin erstaunt. Du machst dir wirklich Sorgen um mich. Ich bin gerührt, aber es ist wirklich das Beste, wenn ihr zurückgeht. Ich verspreche euch, dass ich keine Dummheiten machen werde."
„Da wir jetzt alles geklärt haben, ist es das Beste für dich zurück in euer Zimmer zu gehen. Du brauchst Schlaf und etwas zu Essen. Wir sehen uns morgen bevor unser Flug geht."
„Sicher Boss. Alles was ich jetzt brauch ist eine Dusche, was zu essen und etwas Schlaf.", grinste Tony.
„Max, versuch, dass er überhaupt etwas Schlaf bekommt.", sagte Kate mit einem Lächeln, da sie genau wusste woran Tony dachte. Also trennten sich die beiden Paare. Tony und Max gingen in ihr Zimmer, wo Tony duschte während Max etwas beim Zimmerservice bestellte. Also das Essen eintraf, kam Tony gerade aus der Dusche. Zusammen aßen sie im Bett.
Im Zimmer nebenan packten Kate und Gibbs ihre Koffer für die morgige Abreise.
„Jethro, ich möchte nicht abreisen.", sagte Kate und umarmte Gibbs.
„Warum nicht, Honey. Möchtest du nicht Abby wieder sehen. Und denk doch mal an die Arbeit: kein Tony.", lächelte Gibbs.
„Ja, das ist großartig, aber hier waren es einfach wir beide und Tony. Wir konnten wir selbst sein und mussten uns nicht verstellen."
„Warum sollte sich das ändern? Du brauchst dich nicht zu verstellen, wenn wir zurückkommen. Sei einfach so wie ich dich liebe." Gibbs küsste sie auf ihre Nasenspitze.
„Ich liebe dich auch. Aber was werden unsere Kollegen sagen. Du bist mein Vorgesetzter. Werden sie nicht denken, dass ich nur mit dir geschlafen habe, damit ich eine Beförderung bekomme."
„Ich hoffe, das war nicht der wahre Grund für dich.", grinste er. „Und du brauchst dir deswegen keine Sorgen zu machen, da nicht vorhabe dich in nächster Zeit zu befördern. Ich möchte nicht, dass du mein Team verlässt. Und jetzt hör auf, dir Sorgen zu machen. Du wirst sehen, alles wird gut."
„Das hoffe ich. Und jetzt lass uns zu Bett gehen.", sagte Kate und zog Gibbs das T-Shirt aus…
Am nächsten Morgen hatte die vier zusammen in Max und Tony´s Zimmer Frühstück, damit er im Bett bleiben konnte. Danach gingen Gibbs und Kate zu Flughafen und genossen die Zeit, die sie noch allein waren.
Nachdem sie in Washington gelandet waren, ging Gibbs zu seinem Stamm-Café und holte zwei Becher Kaffee und einen großen Caff-Pow für Abby. Anschließend fuhr in das Büro, mit Kate im Schlepptau.
Also ging sie an ihren Schreibtisch und begann den Bericht über Alec's Fall zu schreiben. Gibbs ging hinunter zu Abby's Labor. Sie machte gerade einen Test und bemerkte ihn nicht. Er sah ihr einfach über die Schulter.
„Was machst du da, Abs?", fragte er.
Abby fuhr hoch. „Gibbs, mach das nie wieder. Ich bin zu jung zum Sterben."
„Oh, komm schon. Ich weiß doch, dass dir das gefällt." Abby antwortete nicht, sondern nahm sich ihr Getränk.
„Ihr seid also wieder zurück."
„Wir sind vor einer Stunde gelandet.", sagte er lächelnd.
„Hattest du eine schöne Zeit in New York?"
„Vielleicht.", sagte er mit einem noch breiteren Lächeln.
„Oh Gibbs, du bist so schlimm. Ich weiß, dass etwas passiert ist."
„Und ich werde es dir nicht erzählen. Es ist mein kleines dunkles Geheimnis."
„Wie dunkel?", fragte Abby um an mehr Informationen zu kommen.
„Ich werde es dir nicht sagen, Abs."
„Gut, dann versuche ich es bei Tony. Wo ist er." Abby stand schon auf, bereit zu gehen.
„Er ist nicht hier. Wir haben ihn in New York gelassen damit er etwas Zeit hat, damit seine Wunden heilen können. Und außerdem, weiß er nichts darüber."
„Gibbs, du bist ein richtiger Bastard."
„Ich weiß, Abs.", sagte Gibbs und ging. Als er im Büro war, ging er zu seinem Schreibtisch und schrieb seinen eigenen Bericht. Er fühlte Kate's Blick auf ihn.
„Worüber grinst du so?", fragte sie.
„Abby. Sie versucht Informationen über New York zu bekommen. Sie glaubt dort oben ist etwas mit mir passiert."
„Und was hast du ihr gesagt.", fragte Kate. Abby war ihre beste Freundin, aber sie war sich nicht sicher, wie sie auf die Neuigkeiten reagieren würde.
„Nichts. Sie und Ducky können es selbst herausfinden. Genau wie Tony."
„Du weißt, was das bedeutet. Abby wird uns ausquetschen, bis sie mehr Informationen hat."
„Ich bin ein Ex-Marine mit drei Exfrauen. Ich weiß, wie ich etwas geheim halten kann. Ich mache mir mehr Sorgen über dich."
„Du hast Recht. Abby wird auch mich fragen. Ich weiß nichts. Warum sollte ich wissen, was der Grund für deine Laune ist."
„Bist du dir sicher, dass du nichts über meine Laune weißt, Kate?" Gibbs beugte sich zu ihr herunter um sie zu küssen. Genau in diesen Moment klingelten beide Handys.
„Grrr.", knurrte Gibbs. Er öffnete sein Telefon. Es war Morrow, während Abby Kate anrief.
Solange wie Gibbs mit Morrow redete, ging Kate zu Abby.
„Abby, was brauchst du?", fragte Kate als sie das Labor betrat.
„Was ist mit Gibbs passiert. Er lächelt die ganze Zeit. Das hat er noch nie."
„Ich weiß es nicht. Warum sollte ich etwas darüber wissen. Er redet nicht einmal mit mir über private Sachen."
„Aber du warst fast vier Wochen lang mit ihn in New York. Es musst dort etwas passiert sein. Ich werde nicht aufgeben bis ich den Grund für seine gute Laune gefunden habe." Genau in diesem Moment kam Gibbs ins Labor, doch die Frauen bemerkten ihn nicht.
„Abs, es gibt nur zwei Personen, die den Grund für meine gute Laune kennen. Ich bin eine davon und ich werde dir nicht sagen, wer die zweite ist. Außerdem müssen deine Versuche etwas warten. Wir haben einen Fall."
„Wir sind nicht vollzählig und Morrow gibt uns einen Fall. Was ist geschehen?", fragte Kate als McGee das Labor betrat.
„Es ist ein Fall von Kidnapping, der sehr schnell gelöst werden muss. Die vermisste Person ist das Neugeborene von Special Agent Johnson. Der Junge ist gerade eine Woche alt und wurde von einer Unbekannten vor zwei Tagen aus dem Krankenhaus entführt. Glücklicherweise hat das Krankenhaus eine Überwachungskamera, die eine gute Aufnahme von ihr gemacht hat. Der Fall ist sehr wichtig, da das Kind krank ist. Er hat einen Herzfehler und muss so schnell wie möglich operiert werden. Er muss pünktlich seine Medikamente nehmen, sonst stirbt er.", erklärte Gibbs.
„Oh Gott. Was gibt es doch für kranke Menschen. Ein Baby zu entführen, wie schrecklich."
„Kate, entspann dich. Wir müssen uns auf den Fall konzentrieren.", versuchte Gibbs Kate zu beruhigen.
„Abs, ich habe gerade das Band vom Krankenhaus bekommen. Ich will ein Bild von der Frau und ich will wissen, wer sie ist und wo ich sie finden kann. McGee, hilf ihr dabei. Kate, du kommst mit mir zum Krankenhaus. Vielleicht finden wir dort einen Hinweis." Abby ging an ihren PC und begann zu arbeiten. McGee ging zum anderen und half ihr. Gibbs und Kate fuhren zum Krankenhaus.
„Die arme Frau. Erst bekommt sie ein Kind, nur um zu erfahren, dass es schwer krank ist und vielleicht sterben muss. Und dann wird es von einer kranken Person entführt. Es ist so schrecklich. Ich hoffe, wir finden das Baby rechtzeitig."
„Das hoffe ich auch. Aber Kate, ich weiß, dass es ein sehr emotionaler Fall ist, aber wir müssen uns auf die Fakten konzentrieren, auch wenn es schwer fällt. Die Beweise werden uns die Geschichte erzählen. Du wirst uns nicht helfen, wenn du emotional an den Fall gehst."
„Soll ich dir etwas Merkwürdiges erzählen? Ein Freund von mir hat immer das gleiche gesagt. ‚Lass die Beweise die Geschichte' erzählen. Und ich weiß, dass ich keine große Hilfe bin in meinem Zustand. Es ist nur… ich weiß nicht. Vielleicht habe ich mich einfach gefragt, wie ich mich in dieser Situation fühlen würde. Jethro, warum hast du keine Kinder?", fragte Kate.
Gibbs sah schockiert aus, beantwortete aber nicht ihre Frage. „Du hast doch keine Kinder, nicht wahr?", fragte Kate nochmals.
„Nein, ich habe keine Kinder. Ich hatte nie das Bedürfnis Kinder zu haben. Warum fragst du?"
„Ich bin einfach nur neugierig. Ich meine, du bist der Mann mit drei misslungenen Ehen."
„Und ich plane auch nicht, in nächster Zeit Kinder zu haben. Und du?"
„Keine Kinder geplant, Jethro.", sagte Kate um ihn zu beruhigen. Sie hatte die leichte Panik in seiner Stimme gehört.
Als sie im Krankenhaus ankamen, gingen sie zu Mrs. Johnson um ihr einige Fragen zu stellen. Sie wusste niemanden, der so etwas tun würde. Sie und ihr Ehemann hatten keine Feinde. Sie hatten keine Spuren, deshalb fuhren sie zurück ins Büro, in der Hoffnung, dass Abby und McGee etwas haben würden.
„Abs, hast du etwas für mich?", fragte Gibbs als er eintrat.
„Hast du etwas für mich, Boss-Mann?", fragte Abby und wurde mit einem Blick von Gibbs belohnt. Aber er stellte ihr einen Caff-Pow auf den Tisch.
„Wir haben ein ziemlich gutes Bild von der Frau. Wir haben es durch die Datenbank geschickt. Ihr Name ist Angela Smith, sie lebt in Arlington, allein."
„Und?", fragte Gibbs wartend.
„Sie arbeitet als Krankenschwester im Galilee Krankenhaus."
„Okay, gib Kate ihre Adresse. Wir gehen dort hin. Kannst du mir ihre Personalakte holen?" Gibbs wartete nicht auf die Antwort, sonder verließ das Büro. Kate folgte ihm. Zusammen fuhren sie zu Angela Smiths Haus in Arlington und sie waren nicht sehr überrascht, als niemand da war. Gibbs ging durch die Hintertür herein.
Es war ein schönes Haus mit bequem aussehenden Möbeln. Baby-Spielzeug lag auf dem Boden verteilt.
„Ein Baby war erst kürzlich hier.", sagte Kate.
„Die Frage ist nur, ob es unser Baby war. Fragen wir die Nachbarn."
Also gingen Kate und Gibbs hinaus und befragten die Nachbarn. Die meisten sagten, dass Angela nicht schwanger ausgesehen hat aber seit einigen Tagen ein Baby hatte. Sie wussten nicht, wo es herkam. Angela hatte nicht einmal einen Freund. Und sie sagten den Agenten, dass sie sie seit zwei Tagen nicht mehr gesehen hätten."
„Lass uns wieder zurückgehen Hier bekommen wir keine Informationen mehr."
Also gingen Kate und Gibbs wieder zurück ins Labor. „Abs, hast du irgendwelche Hintergrundinformationen?"
„Boss-Mann, wo ist deine gute Laune geblieben?"
„Abs, die Informationen. Das Leben von einem Baby hängt davon ab."
„Okay, ich habe es geschafft. Wie ich schon gesagt habe, sie arbeitete als Krankenschwester im Galilee. Seit vier Jahren. Ihr Vorgesetzter hat mir erzählt, dass sie sich nie krank gemeldet hat, bis vor etwa sieben Monaten. Damals war sie drei Wochen krank.
„Das hilft uns nicht. Noch etwas?"
„Sie war mit Johnson zusammen im College. Sie hatten fast die gleichen Stunden."
„Das ist etwas, womit ich arbeiten kann. Du versuchst mehr zu finden und ich werde mit Special Agent Johnson reden.", Gibbs verließ das Labor. Kate blieb bei Abby und McGee.
Gibbs fand Special Agent Johnson an seinem Schreibtisch. „Special Agent Gibbs, haben sie gute Nachrichten?", fragte er, als er Gibbs vor seinem Schreibtisch stehen sah.
„Möglicherweise. Abby hat es geschafft, den Entführer zu identifizieren. Wir haben schon ihr Haus durchsucht, leider ohne Hinweise. Die Nachbarn haben sie in letzter Zeit mit einem Baby gesehen, aber nicht, dass sie schwanger war."
„Das ist sehr wahrscheinlich, ansonsten müsste sie nicht meins entführen. Noch etwas?"
„Wie ich schon gesagt habe. Abby hat sie identifiziert. Ihr Name ist Angela Smith. Kommt der ihnen bekannt vor?"
„Nicht das ich wüsste.", sagte Johnson nach einiger Zeit.
„Das überrascht mich. Wir haben ihren Hintergrund überprüft. Sie hatte die gleichen Stunden am College wie sie."
„Jetzt, wo sie es sagen, erinnere ich mich an Angela. Ein wirklich nettes Mädchen. Ich glaube, wir waren einigen Wochen lang zusammen, aber ich habe mit ihr Schluss gemacht. Sie war zu fordernd, wenn sie wissen, was ich meine."
„Das könnte ein Motiv sein. Sie war in sie verliebt und ist es wahrscheinlich immer noch, während sie sie verlassen haben und eine Familie mit jemand anders gegründet haben. Sie ist einfach eifersüchtig."
„Das glauben sie doch nicht wirklich, oder. Das ist mindestens 10 Jahre her."
„Ich glaube, das ist ein sehr gutes Motiv. Sie wissen nicht, was die Frau für sie empfindet. Eine Idee, wo ich sie finden kann?"
„Wenn sie nicht zu Hause ist, versuchen sie es bei ihren Eltern. So weit ich weiß, hatten sie eine gute Beziehung. Zuletzt haben sie in Maryland gewohnt.
„Danke, ich werde ihren Sohn finden."
„Ich weiß, dass sie das werden, Gibbs."
Gibbs ging zurück in das Labor. „Abby, such nach Smith's Eltern. Sie versteckt sich vielleicht dort."
„Wir haben die Adresse schon. Ich wollte dich gerade anrufen."
„Gute gemacht, Kate. Lass uns gehen." Kate und Gibbs gingen zu ihrem Wagen und fuhren zu Angela Smith's Eltern.
Sie unterhielten sich kurz mit ihnen, fanden aber nichts Neues heraus. Ihre Eltern machten sich auch Sorgen um sie. Sie hatte seit ungefähr zwei Monaten nichts mehr von ihr gehört. Dies war richtig ungewöhnlich, da sie normalerweise zweimal die Woche telefonierten. Und die Eltern erzählten ihnen auch, dass sie keinen Freund hatte, aber häufig von ihrer College-Beziehung redet. Sie hatten keine Ahnung, wo sie Angela versteckte.
„Wir müssen zurück in ihr Haus. Dort muss es einen Hinweis auf ihren Aufenthaltsort geben.", sagte Gibbs, als er sich in das Auto setzte. Als sie wieder an dem Haus ankamen, ging Gibbs wieder durch die Hintertür. Dann begannen sie das Haus zu durchsuchen. Kate nahm das Erdgeschoss, während Gibbs die erste Etage nahm.
Er begann im Schlafzimmer und durchsuchte jeden Schrank und jedes Fach. Und er fand etwas, eine Kiste, die ganz hinten versteckt war. Er nahm die Kiste raus und wollte sie gerade öffnen, als er Kate rufen hörte. Also nahm er die Kiste mit sich.
„Was ist, Honey.", fragte er als er bei Kate ankam. Sie stand neben dem Schreibtisch.
TBC…
Hat es euch gefallen? Wollt ihr mehr?
