Dorlimaus: ach Süße. Ich muss dir an dieser Stelle auch mal danken, dass du mich so weit durch diese Story begleitest. Es tut echt gut, jemanden zu haben, der auch ein bisschen sadistisch ist ^^. Danke also vielmals. Ich weiß, man findet wenig Außergewöhnliches. Ich kann schon keine Spock/Uhura Stories mehr lesen ^^. Hoffentlich kann ich deine Erwartungen erfüllen. *knuff* Ich fürchte, du musst dich noch ein bisschen gedulden, aber Kapitel 13 sollte dir gefallen ^^.

- Kapitel 11-

Drei Mal, zählte Spock als er wieder zu sich kam und war erleichtert, dass er überhaupt noch zählen konnte. Das dritte Mal erlangte er nun das Bewusstsein wieder in den letzten Stunden. Sein Schädel brummte und das Blut rauschte ihm in den Ohren. Oder war das das Ans?

Spock bemühte sich, langsam zu atmen, seine Brust schmerzte. Sein Herz jedoch raste in einem unregelmäßigen Rhythmus zugleich überreizt und überfordert von den körperlichen Strapazen.

Er konnte nicht sagen, wie viele solcher Energieschübe er noch verkraften konnte. Spock war sich nicht einmal sicher, was zuerst aufgeben mochte: sein Körper oder sein Geist.

Die Augen zu öffnen, machte keinen Sinn, es erschöpfte ihn nur noch mehr und brachte rein gar nichts.

„Bist du wach, Mann?" fragte eine tiefe Stimme neben ihm.

Sie war ihm völlig neu, aber selbst das konnte Spock nicht zu einer Reaktion bewegen. Er zog es vor, still liegen zu bleiben und zu warten, bis Caer ihm die nächste Frage stellte. Aber statt seiner, fuhr die tiefe Stimme von gerade eben fort.

„Mann, du bist vielleicht ein Bursche", es war die Stimme eines Mannes, erkannte Spock. Und sie hörte sich zu seiner Überraschung freundlich an. „Kommst hier auf das Schiff und innerhalb von zwei Tagen schaffst du es nicht nur Hralem auszuschalten, sondern dich auch noch in die Schiffssysteme zu hacken", ein belustigtes Lachen folgte. „Ich habe Caer noch nie so wütend gesehen."

So wie diese fremde Person über Caer sprach, musste Spock annehmen, dass besagter El Aurianer nicht anwesend war. War die Folter etwa vorbei? Vorsichtig öffnete er die Augen. Neben sich fand er einen Cardassianer in einem weiten blauen Overall. Er saß in einen Stuhl gelehnt, einen Fuß gegen das Bett gestemmt, auf dem Spock festgeschnallt war.

Das musste Tuk sein… Caer war nirgends zu sehen.

Der Cardassianer musterte Spock, als er merkte, dass dieser seine Augen geöffnet hatte.

„Und trotzdem bringt er es einfach nicht fertig, dich in den Wahnsinn zu treiben mit diesem… Ans. Dein Vorgänger hatte nicht so viel Glück", einen Moment hielt er Spocks Blicken stand, bevor der Halbvulkanier von einer Welle unerträglichen Kopfschmerzes überspült wurde und die Augen wieder schloss. „Nun, ich glaube, ich kann es ein wenig nachvollziehen. Du bist eines jener wenigen Wesen dieser Galaxie, denen universelle Ästhetik innewohnt. Wenn man lange genug mit Caer unterwegs ist, fängt man selbst an, andere an hohen Ansprüchen zu messen."

Spock konnte ein schmerzhaftes Stöhnen nicht unterdrücken, als das Pochen in seinem Schädel denselbigen zu sprengen drohte.

„Und ich muss schon sagen", redete der Cardassianer weiter, „Ich bewundere deine strategische Leistung. Mit einfachsten Mitteln hast du es geschafft, dich in die interne Kommunikation zu hacken, diese völlig auszuschalten und Caer dadurch einen Grund zu geben, das Cockpit unbemannt zu lassen. Wer hätte schon gedacht, dass der Neue dahinter steckt", wieder musste der Grauhäutige lachen. „Wenn ich ein paar Jahre jünger und nicht so aus der Übung wäre, ich würde es uns beiden zutrauen von diesem verdammten Schiff herunter zu kommen."

„Ich werde hier weg kommen", presste Spock mit Mühe hervor, bevor er sich bewusst wurde, was er sagte. „Es ist nur eine Frage der Zeit."

„Nein, es ist eine Frage der Zeit, bis Caer diese Einstellung aus dir raustoastet. Glaub mir, du solltest allmählich aufhören mit diesen Spielchen. Du tust dir selbst keinen Gefallen."

Das Pochen ließ langsam wieder nach und Spock richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf den Cardassianer.

„Wo ist Caer?" fragte er erschöpft.

„Auf Acaron. Er besorgt ein Synthauge für Hralem und ich darf Kindermädchen für dich spielen, damit du nicht wieder auf dumme Gedanken kommst", Tuk wies auf die Liege am anderen Ende der Station, wo Hralem düster grunzte.

Auf Acaron? Sie waren bereits im Taylon System? Die Enterprise!

„Mein Schiff", brachte Spock heraus. „Ist es hier?"

Tuk lächelte, diesmal etwas mitleidig. Anscheinend hatte er einiges an Sympathie für Spock übrig.

„Ich habe dir doch gesagt, du solltest dir keine zu großen Hoffnungen machen. Zum einen ist es sehr unwahrscheinlich, dass deine Leute die Übermittlung aufgefangen haben. Wir haben sie schon vor mehr als 24 Stunden abgehängt und weit und breit gibt es keine Transmittersonden, die die Botschaft hätten weiter tragen können. Und zum anderen könntest du selbst dann das Schiff nicht verlassen, wenn sie kommen würden."

Spock hob fragend die Augenbrauen. Er vermutete, dass sowieso nicht viel von seinem einstigen Stoizismus übrig war.

Tuk zuckte die Schultern.

„Er würde das Ans auf volle Leistung bringen und bevor du dich versiehst, bist du nur noch ein sabbernder Haufen Fleisch und Knochen. Nein, gehen lässt er niemanden so einfach."

STSTST

„Vor uns liegt Acaron II, Keptin", meldete Chekov.

Der Schirm zeigte den Planeten in seiner gesamten Schönheit. Orange strahlte seine sandige Oberfläche ihnen entgegen und reflektierte das Licht seiner zwei Sonnen.

„Die Sensoren haben drei Schiffe im Orbit erfasst. Eines ist das Schiff, das wir suchen", berichtete Pavel weiter.

Sie hatten es geschafft! Sie hatten wider alle galaktische Wahrscheinlichkeit das Schiff gefunden, auf dem Spock sich befinden musste. Die ganze Brückencrew wartete auf weitere Befehle.

„Scotty, mach dich bereit, Spock zu erfassen! Pavel, Faser bereit zum Feuern", befahl er und hinter sich hörte er Uhura nach Luft schnappen.

Der Befehl war nicht der übliche in solchen Situationen. Ein direkter Angriff auf ein kleineres Schiff, auf dem eines ihrer Crewmitglieder weilte?

„Soll ich nicht zuerst einen Kontakt initiieren?" bot Uhura an.

„Nein, Lieutenant", widersprach Jim. „Das hat das letzte Mal auch nicht funktioniert. Ich werde nicht riskieren, dass sie einfach so wieder auf Warp gehen und das alles von neuem beginnt. Wir schießen zuerst und reden dann."

Pavel aktivierte die Faser, während Hikaru die Enterprise um Acaron flog. Nach kurzer Zeit war das Schiff in Sichtweite und Pavel nahm es ins Visier.

„Bereit zum feuern."

Kirk nickte.

„Eine Salve auf die Antriebe."

Sofort gleißte ein feuerroter Faserstrahl durch die Finsternis und traf das kleine Schiff.

„Seine Schilde sind runter auf siebzig Prozent", meldete Chekov.

„Pavel, noch mal!"

Ein zweiter Schuss.

Die nächsten beiden Meldungen kamen beinahe zeitgleich.

„Schilde sind ausgefallen, Keptin! Das Schiff kann von unseren Sensoren durchdrungen werden. Der Warpkern liegt irgendwo mitten im Schiff, ich kann ihn nicht einfach so ausschalten", rief Chekov mit freudiger Aufregung in der Stimme.

„Captain, ich habe Spock gefunden und erfasst!" kam es aus dem Transporterraum.

„Dann beam ihn da raus Scotty!" befahl Jim sofort und im Hintergrund des offenen Kanals war bereits das helle Summen des Transporters zu hören.

Uhura hielt es nicht mehr auf ihrer Station, sie sprang auf und eilte zum Turbolift, als plötzlich ein gellender Schrei durch den Kanal schoss.

Es war Spock! Sie erstarrte in ihrer Bewegung und sah sich erschrocken zu Kirk um.

„Pille, was geht da unten vor?" verlangte Kirk zu wissen, der ebenfalls gerade zum Transporterraum eilen wollte.

Es dauerte kurz und als Leonard sich meldete, klang seine Stimme angespannt, als er über die Schreie hinweg rief.

„Verdammt! VERDAMMT!" war das erste, was man ihn sagen hörte. „Schwester Chapel, geben Sie mir das Hypospray! Schnell!"

Uhura und Kirk hielt es nun nicht mehr auf der Brücke. Sie rannten in den Turbolift und es dauerte unendlich lange, bis sie endlich im Transporterraum ankamen.

Scotty stand hilflos daneben, hatte er doch getan, was er konnte, während Pille, Chapel und ein anderes medizinisches Crewmitglied damit beschäftigt waren, Spock ruhig zu halten. Der Halbvulkanier schrie wie am Spieß, aus einem Grund, der Jim nicht ersichtlich war. Schnell rannte er herbei und packte Spocks Beine genau in dem Augenblick, als der junge Mediziner den Halt verlor und zurücksackte.

Pille sah Jim an, Schweiß stand ihm auf der Stirn, als er verzweifelt versuchte, Spocks Arme nach unten zu drücken. Der Halbvulkanier wand sich unter ihren Händen, als würde ihn gerade etwas langsam aufspießen.

„Was ist hier los, Pille?"

„Das ist das Gerät in seinem Nacken. Es sendet Impulse direkt in das Schmerzzentrum von Spocks Gehirn. Ich muss es entfernen, sofort! Oder er wird Schaden nehmen!"

Uhura hielt Spocks Kopf fest in ihren Händen, hoffend, dass sie ihm mit dem festen Griff nicht wehtat. Als McCoy sie anwies, seinen Kopf auf die Seite zu drehen, war sie unsicher.

„Lieutenant, Sie können ihm nicht wehtun. Er hat so große Schmerzen, dass die Berührungen Ihrer zarten Hände, selbst bei all Ihrer Kraftanstrengung überhaupt nicht wahrnehmbar für ihn sind", meinte Pille.

Sie nickte und drückte Spocks Kopf gewaltsam auf die Seite, beobachtete, wie sich die verkrampften Halsmuskeln spannten und das rechteckige Gerät in seinem Nacken zum Vorschein kam.

„Scotty, halten Sie ihn für mich!" wies Pille an und der Ingenieur nahm einen Moment seinen Platz ein, als Pille Spocks Nacken scannte. „Verdammt!"

„Was? Was ist?" wollte Uhura wissen.

„Das Ding ist mit einer Art Widerhaken in sein Nervensystem eingelassen. Ich kann es nicht so einfach herausholen."

„Keptin, wir werden von dem Schiff gerufen", meldete sich Pavel.

„Nicht antworten, Chekov."

„Aber Sir, sie haben eine Botschaft geschickt und drohen den Commander zu töten."

Kirk atmete genervt durch und wies den jungen Mediziner an, seine alte Position wieder einzunehmen, während er sich hektisch zu einer Konsole begab.

„Stellen Sie ihn durch!"

Sofort erschien auf dem kleinen Schirm das Bild des Mannes, den sie bei Orion gesehen hatten. Seine Mine war kalt und verhärtet. Die stählernen Augen durchbohrten Kirk eisig.

„Der Vulkanier wird sterben, wenn Sie ihn nicht sofort zurück auf mein Schiff beamen", drohte der menschlich anmutende Mann. „Ich gebe Ihnen genau eine Minute. Dann erhöhe ich das Signal auf volle Stärke und sein Gehirn verschmort."

„Das können Sie knicken. Ich werde Spock nicht zu Ihnen zurück schicken. Er ist Teil meiner Besatzung und lieber würde er sterben, als den Rest seines Lebens unter Zwang auf Ihrem Schiff zu dienen."

„Dann sei es so", zischte der Kerl gefährlich und gleichgültig. „Lassen Sie ihn sterben. Auch ich würde ihn lieber tot sehen, als ihn Ihnen zu überlassen."

„Wenn Spock stirbt, dann werden Sie das auch. Ihre Schilde sind unten, Sie verfügen nicht über genug Feuerkraft, um uns gefährlich zu werden."

„Das vielleicht nicht, aber wir verfügen über einen unheimlich leistungsstarken Warpantrieb, falls Sie sich erinnern."

Leonard versuchte es mit einem Hypospray nach dem anderen. Spocks Gesichtszüge waren ihm so fremd in dieser Verkrampfung, dass er seinen Kollegen beinahe nicht wieder erkannte. Pille war niemand, der leicht in Panik geriet, immerhin war er Arzt. Aber als plötzlich grünes Blut aus Spocks Nase tropfte, fühlte er Adrenalin durch seine Venen pumpen.

„Kommen Sie, Spock! Reagieren Sie!" im Kopf ging Pille die Eigenschaften der Mittel durch, die er dem Halbvulkanier bereits injiziert hatte und entschied sich für ein weiteres, das nicht mit ihnen reagieren sollte.

„Tuk, gehen Sie auf Warp. Jetzt!" befahl Caer.

„Nein!" schrie Jim entsetzt und seine Augen weiteten sich in Schock. „Warten Sie!"

Anscheinend tat Caer, was er wollte. Aber nicht absichtlich. Verwirrt schaute sich der Mann um.

„Was? Was ist da los?" fragte er jemanden außerhalb des Sichtfeldes.

Hinter sich hörte Jim Spocks Schreie sich verlieren, als die Krämpfe ihm alle Kraft raubten.

„Er reagiert auf kein Muskelrelaxat", Pilles Stimme hörte sich schon fast hilflos an. „Sein Kreislauf bricht zusammen."

„Tuk, zum Teufel! Bring uns aus diesem verdammten System!" Caer wandte seine Aufmerksamkeit wieder Jim im Bildschirm zu.

Beide Blicke trafen aufeinander wie Eisenhämmer. Wer würde zuerst nachgeben.

„Er wird sterben", erinnerte Caer den Captain der Enterprise.

„Sie ebenfalls", drohte Kirk, dem nicht klar war, was mit dem Antrieb auf Caers Schiff nicht in Ordnung war.

Wille stand gegen Wille, Drohung gegen Drohung. Zu hören waren lediglich Pilles hektische Bewegungen im Hintergrund, sowie Spocks erstickendes Keuchen. Der Arzt sah auf, als das Schweigen andauerte, die Zeit rannte gegen sie, wusste er.

„Jim", drängte er, aber seine Stimme war voller ernsthafter Ruhe. „Er stirbt…" setzte er den Captain in Kenntnis, als müsse er ihn daran erinnern, dass hier ein Freund zu Grunde ging.

Jim wusste, was er hätte tun müssen um Spocks Willen. Aber er brachte es nicht fertig. Seine Schultern sackten ein, er ließ die unbewusst angehaltene Luft aus seinen Lungen entweichen.

„Sie haben gewonnen", resignierte er geschlagen. „Wir beamen ihn zurück", sofort gab er Scotty das Zeichen.

Dieser agierte ohne zu Zögern, der stumme Unglaube hatte sich in sein Gesicht gefressen. Aber er tat, was der Captain ihm befahl.

Spocks verkrampfter Körper wurde von dem hellen Flirren umgeben, als seine Moleküle eins nach dem anderen von der Enterprise auf das kleine Schiff gebeamt wurden.

Und dann war er fort. Zurück blieben die Stille und das Entsetzen. Drei Sternenflottenoffiziere, die sich völlig ohnmächtig fühlten.

„Dieser verdammte…" Pilles Stimme verlor an Festigkeit bevor er den Fluch aussprechen konnte und er sackte zurück auf den Boden.

Mit zitternden Händen wischte er sich den Schweiß von der Stirn, als er sich sammelte und auf die vielen Ampullen von Sedativen starrte, die Spock nicht hatten helfen können.

STSTST

„Was ist verdammt noch mal mit dem Antrieb los?" schrie Caer völlig außer sich auf der Krankenstation herum.

Er wütete, er fluchte und alles, was er in die Finger bekam, zerschellte an den hellgrauen Wänden.

Tuk Hal, der cardassianische Maschinerist, lag keuchend am Boden, sich die Schläfen haltend. Er hatte sein Gesicht fest auf den hellen Teppich gepresst, der einige Spritzer seines Blutes aufgesaugt hatte. Rot besprenkelt breitete sich das Muster um ihn aus, als das Blut sich weiterhin aus Nase, Mund und Ohren ergoss. Wenn er aufgesehen hätte, man hätte erkannt, dass die feinen Blutäderchen in seinen Augen geplatzt waren.

Wütend trat Caer nach dem Cardassianer und erntete nur einen dumpfen Laut. Der Tritt fügte Tuk bei Weitem nicht die schlimmsten Schmerzen der letzten Stunden zu.

Außer den beiden war der Rest von Caer Mannschaft zugegen. Hralem, der noch immer durch seine Verletzung an die Station gebunden war und auch Geral stand anbei. Der Blick des bajoranischen Mediziners war mehr als düster. Er stand bei der Liege auf die man Spock etwas lieblos gehievt hatte und war gerade dabei gewesen, dessen Zustand zu überprüfen, als es Caer überkommen war.

Schon einmal hatte Geral einen derartigen Ausbruch miterlebt und war eigentlich nicht scharf darauf, einen weiteren zu bezeugen. Derzeit aber sah es so aus, als hätte er keine Wahl.

„Mistkerl!" schrie Caer Tuk wutentbrannt an und trat auf dessen Kopf ein. „Verdammter Verräter! Man sollte meinen nach all den Jahren unter mir wärst du ein bisschen klüger geworden!"

Dann fuhr seine Hand über den Sensor in seinem Handschuh und Tuk begann ein weiteres Mal zu verkrampfen, sein Körper eine grotesk verdrehte Säule. Neuerliches Blut wogte aus Mund und Nase.

Geral sah weg, kurz bevor Tuk einen Schrei ausstieß, der nach wenigen Sekunden gurgelnd unterging. Als er den Blick wieder auf den Körper am Boden richtete, bewegte Tuk sich nicht mehr. Caer drehte den Maschinisten mit einem Tritt auf den Rücken. Es war kein Zweifel daran, dass Tuk tot war. Die Adern seiner Augen hatten schließlich dem Druck in seinem Kopf nachgegeben und dicke Rinnsale troffen aus den Augenhöhlen über seine Wangen. Das Gesicht war in Schmerz erstarrt, der Mund aufgerissen, die Muskeln im Nacken noch nicht entspannt. Geral sah in Tuks toten Augen nichts als furchtbare, unsägliche Pein. Und ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken.

Teilnahmslos sah Caer zu dem Bajoraner auf, nicht den Hauch des Bedauerns zeigend.

„Schaff ihn fort," befahl er kalt und Geral wusste, dass er damit die Schleuse in die Kälte des Alls meinte.

Schweigsam nickte er.

„Wann wird er aufwachen?" fragte Caer harsch.

„Er ist voll gepumpt mit irgendwelchen Muskelrelaxaten und Sedativen, die sie ihm auf dem Schiff…"

„Wann!" unterbrach Caer ihn ungeduldig.

„Vielleicht kann ich sein System bis in zwei Stunden so weit reinigen, dass er zu Bewusstsein kommt."

Die Antwort gefiel Caer nicht. Nicht nur, dass Tuk das Schiff manipuliert hatte… Caer entbehrte zudem jemandem, der die Sabotage schnell finden und beseitigen konnte, nun da der Cardassianer tot war.

„Sieh zu, was du tun kannst", dann mit einer lockeren, geübten Handbewegung warf er dem Mediziner etwas zu.

Geral betrachtete sich das Kleinod, als Caer die Krankenstation verließ. Es war ein Synthauge. Zu groß für Hralems Spezies und mit Iris. Hralems eigene Augen entbehrten dieser. Aber er konnte den Sehnerv daran anschließen. Hralem würde selbst unter Seinesgleichen nicht mehr als hübsch anerkannt werden, aber wenigstens konnte er beidseitig sehen.