Es war nicht das erste mal, das Keigos innere Stimme nicht das sagte was sie sagen sollte. Aber dieses mal war etwas anders. Als ob da eine völlig andere Person in seinem Kopf wäre. Keigo schüttelte den Kopf und entschloss sich es zu vergessen. Er ist übermüdet, hungrig, durstig und ungeduldig wie immer, wenn die Soul Society etwas zu 'reparieren' hatte.

„Also bitte, wenn die wirklich im Stande wären das zu regeln hätten die es doch schon längst getan?" sagte Holeigo im inneren von Keigos Gedanken. Und natürlich dachte Keigo sofort das das seine eigenen Gedanken waren.

„Klar!" murmelte er und setzte sich auf das Bett.

Holeigo war überrascht. Das war großartig. Zum ersten mal seit dem er angefangen hat im inneren dieser Seele zu existieren, war er in der Lage mit ihm zu kommunizieren. Wenigstens etwas. Aber wenn er wirklich frei sein wollte, musste Keigo noch etwas schwächer werden...

In Karakura währenddessen... wachte Yupa endlich auf. Immer noch hustend aber wenigstens in der Lage mit seinen Eltern zu sprechen und ihrem Heulen zuzuhören. Nicht wissend das die Kurosakis schon längst auf und davon waren, versuchte er seine Eltern davon zu überzeugen das es nicht so ist wie sie dachten.

„Ich bin nicht... hust... verhext!" hustete Yupa. Er hatte starke schmerzen in der Brust beim sprechen. „Ich... bin... freiwillig... mit ihm... hust... mit!"

„Yupa... mein Junge... bitte..." heulte seine Mutter. „Bitte sag mir nicht, das du über die... 'Sache' Bescheid wusstest!"

„Welche Sache?" der Junge entschied sich den Dummen zu spielen. Aber seine Eltern sahen sofort das der Junge log.

„Yupa, du wusstest alles. Gib es zu!" sagte sein Vater streng.

Yupa drehte nur seinen Kopf weg und fing an zu weinen. Für seine Eltern war das ein Geständnis und auch sie waren geschockt.

Zwei Stockwerke unter ihnen, öffnete Yuzu Kurosaki zum ersten mal seit ihrem Aufprall gegen die Wand am vergangenen Nachmittag, die Augen. Sie hatte Kopfschmerzen, ihr Mund war staubtrocken und sie hatte keine Ahnung wo sie war oder wie sie hierher kam. Das letzte woran sie sich erinnerte war das sie mit Karin im Park war um dort mit ihrer Schwester über ihre 'so was wie Beziehung' mit Toshiro zu sprechen und das sie ihr schärfstens eingebläut hatte niemandem etwas zu erzählen. Besonders nicht ihrem Vater, da dieser ja mal Toshiros Kommandant war und auch nicht Ichigo, der bestimmt etwas ziemlich dummes, wie einen Streit losbrechen oder so, machen würde.

Yuzu sah sich um. Langsam begriff sie das sie sich in einem Krankenhaus befinden musste. Sie hängte am Tropf und ein enger Verband war um ihren Kopf gewickelt. Hatte sie einen Unfall? Wurde sie vielleicht von jemandem angegriffen? Sie wusste es nicht! Und ihr Kopf fühlte sich so an als würde er jeden moment aufplatzen wie ein Ballon. Sie suchte nach einem Rufknopf. Jedes Krankenbett in einem Krankenhaus hatte einen Rufknopf um eine Krankenschwester zu rufen. Schlussendlich fand sie etwas das sich wie eine Fernbedienung anfühlte an der ein Kabel hing. Und nur eine Minute später kam Ishidas vertrauenswürdige Krankenschwester in den Raum.

„Oh, sie sind wach!" sagte sie erleichtert und kam näher. „Wie geht es ihnen?"

„Wa...ser..." flehte Yuzu. Die Schwester füllte etwas Wasser in ein Glas und steckte einen Strohhalm rein damit Yuzu etwas trinken konnte. Danach ging es ihr schlagartig besser. „Wo bin ich?"

„Sie sind im Karakura General!"

„Was ist passiert? Wieso... bin ich hier?" fragte Yuzu immer noch benommen.

„Ich weiß es nicht genau! Die Polizei sagte das sie in ihrem Wohnzimmer gefunden wurden. Es sah wohl so aus als wären sie gegen die Wand gelaufen! Sie haben eine gebrochene Nase, eine Schädelprellung und eine Gehirnerschütterung." erklärte die Frau.

„Wie? Ich... wieso bin ich... Wo ist... meine Familie?"

„Ich weiß es nicht. In der Soul Society vielleicht!" erklärte die Schwester, die von Yuzu sofort mit großen Augen angesehen wurde. „Ich bin im Bilde, keine Angst! Ich habe dafür gesorgt das keiner in ihre Nähe kommt solange sie hier sind. Das ganze Land jagt gerade ihren Bruder und ihren Vater. Und ihre Schwägerin wird wohl gerade als Hexe dargestellt...!"

Plötzlich kamen ein paar Erinnerungen zurück... „Oh nein... Ich muss gehen... Die Polizei... Die Menge..."

„Ssschhhh... Keine Angst! Sie sind hier sicher!" sagte die Schwester und kam näher um Yuzu etwas zuzuflüstern. „Hören Sie mir zu... Ihr Name ist Haruna Kobayashi und Sie sind hier, weil sie eine Treppe hinunter gefallen sind! Haben Sie verstanden?"

Yuzu nickte. Die Schwester nickte auch und machte sich auf zu gehen. „Ishida-san hat mir erzählt das ihre Freunde wohl alles Regeln werden! Alles wird gut!"

„Sind Sie... auch eine Quincy? Wieso helfen Sie mir?"

Die Schwester zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht! Vielleicht bin ich ja verhext, so wie sie in den Nachrichten erzählen. Denken Sie daran, Kobayashi-san! Richtig?"

„Richtig?" nickte Yuzu wieder und die Schwester ging.

Jetzt hatte Yuzu etwas Zeit über das geschehene Nachzudenken. Sie hatte das Portal gesehen! Sie waren alle durchgegangen! Aber warum sie nicht?

Die gleiche Frage wurde auch in der Soul Society gestellt...

„Wieso ist sie nicht durch das Portal durchgekommen?" rief Ichigo wütend.

„Wir sind noch dabei das herauszufinden!" sagte Rukia. „Was auch immer passiert ist, wir werden es herausfinden! Fürs erste ist sie in Sicherheit. Sie ist im Krankenhaus unter einem falschen Namen. Ishida hat dafür gesorgt! Der Junge der mit Kazui im Laden war ist auch im Krankenhaus. Er hatte nicht so viel glück wie Yuzu... Wo ist Kazui?"

Kazui war immer noch im andren Raum wo Ichika ihn zwang ihr die ganze Geschichte zu erzählen. Von Yupa, der ihre Freundschaft gekündigt hatte, weil Kazui so viele Geheimnisse hatte und wie Kazui sie ihm alle erzählte um sie zu retten und das obwohl es seine Eltern verboten hatten. Die ganze Zeit hielt Ichika ihr Zanpakutou an seinen Hals. Aber nachdem sie diese herzerwärmende Geschichte über Geheimnisse, Lügen und Freundschaft gehört hatte, senkte sie ihr Schwert und umarmte ihn. Er tat ihr gerade so leid...

„Und was glaubst du, wann wir zurück können?" fragte Ichigo Rukia. Er war immer noch wütend.

„Sobald wir den Ursprung des ganzen..."

„Den Ursprung!" fiel ihr Orihime ins Wort. „Ich kann dir Sagen wo der Ursprung ist! Makoto Hirabata! Sie hat es allen in ihrer Vormittagsshow erzählt und dann später noch mal in der Prime-Time Ausgabe."

„Und wer hat es ihr erzählt?" fragte Rukia.

„Ist das so wichtig?" fragte Mizuiro neugierig.

„Ja... er hat recht!" sagte Ichigo und ging einen Schritt näher zu Rukia. „Als Aizen die halbe Stadt in Schutt und Asche gelegt hat, habt ihr 10 Minuten gebraucht um Jedermanns Erinnerungen auszutauschen. Als Kon mein Image zerstört hat als er... du weißt schon..." (Ichigo erinnerte sie an den Vorfall als Kon vor der ganzen Klasse seinen Körper benutzte um Tatsuki und Orihime zu küssen, sprach es aber in Gegenwart von Tatsuki nicht laut aus) hast du fünf Sekunden gebraucht! Was ist diesmal den so kompliziert daran?"

Rukia sah ihn besorgt an. „Ich muss zugeben, das weiß ich nicht! So etwas habe ich noch nie erlebt! Das könnte alle möglichen Gründe haben? Jemand könnte euch ausspioniert haben? Oder einer von euch hat sich mal vor einem Fremden versehentlich verplappert?"

„Also bitte, keiner meiner Freunde würde jemals so etwas tun! Richtig?" fragte Ichigo und sah Tatsuki und Mizuiro an, die beide nickten.

Es gibt eine Sondersitzung aller Kommandanten und Vizekommandanten. In 15 Minuten! Es geht nicht nur um euch. Die ganze Soul Society wurde bloßgestellt. Ihr seid alle eingeladen uns zu begleiten." erklärte Renji bevor er nach seiner Tochter rief. „ICHIKA!"

Ichika kam in den Raum. „Können ich und Kazui hier bleiben? Ihm geht's nicht so gut!"

Die Abarais waren überrascht. Ihre Tochter bekam die Chance bei einer äußerst wichtigen Seireitei-Besprechung teilzunehmen und sie lehnte ab? Aber dann dachten sie an Kazui und das es möglicherweise alles etwas zu viel für ihn war. Schließlich war sein bester Freund schwer verletzt und er wurde fast von einem Sondereinsatzkommando geschnappt. Also gingen sie ohne die Kinder und Ichika nutzte die Chance um mehr Infos von Kazui zu erhalten...

In seinem Hotelzimmer in Okinawa, dachte sich Keigo das es wohl wirklich nur sein eigener Stress war, der da zu ihm sprach und nahm sich etwas aus der Minibar. Nachdem er einen großen Schluck Whiskey getrunken hatte fühlte er sich nicht besser... und immer und immer wieder versuchte er jemanden von seinen Freunden zu erreichen. Aber niemand hob ab. In der Soul Society gab es ja keinen Empfang.

„Wollt ihr mich verarschen?" rief Keigo und gab auf. Wütend warf er das Smartphone in den Mülleimer.

„Und wiedereinmal bin ich der dumme der außen vor gelassen wird!" sagte Holeigo. Dieses mal so als ob er Keigo selbst wäre.

„Ja... genau wie immer!" Keigo glaubte es ihm.

Holeigo fand schnell raus das es besser war so zu sprechen als wäre er Keigo selbst und seine Gedanken. Dann würde er ihm zuhören. Hätte er jedoch mit Keigo gesprochen wie eine eigene Person, hätte er diesen sofort verängstigt und er wäre zum nächstbesten Shinigami gerannt, der ihn hier drin gefunden und sofort beide von ihnen getötet hätte. Und mit der ungeschönten Wahrheit traf er auch noch direkt den richtigen Nerv und schwächt seinen Willen immer weiter. Und wenn er erst schwach genug ist, würde er endlich in der Lage sein auszubrechen und würde ihn verschlingen. Und er wird gut schmecken. Er war sich der verborgenen Kraft in dieser Seele bewusst, trotz des schwächlichen Körpers.

„Wenn ich ihnen wirklich etwas bedeuten würde, hätten die ja mal wenigstens angerufen um zu fragen wie es mir geht?!" sagte Holeigo.

„Wieso wage ich das überhaupt zu denken?" dachte nun Keigo selbst. Sein Hollow konnte es hören und war zufrieden.

Keigo zappte durch die Kanäle. Neben den Berichten über die Kurosakis, drehte sich die Welt noch weiter und es wurden normale Programme gezeigt. Ein Sender zeigte seine Waschmittelwerbung.

„Oh mein Gott, wieso merke ich erst jetzt wie peinlich das ist?" fragte sich Keigo selbst.

„Ichigo und die anderen würden nicht einmal lachen! Die würden mir doch nur eine knallen und mir Vorwürfe machen. So wie sie mir für alles Vorwürfe machen. Egal was ich tue. Egal was ich erreiche. Ich werde immer die laute, nervige Klette sein..."

Holeigos Worte schmerzten, besonders weil Keigo dachte das das seine eigenen Gedanken waren. Aber sie waren ja sowieso wahr...

Dann ganz plötzlich, berichteten die Nachrichten über das plötzliche Verschwinden der Kurosakis...

In der Soul Society, kamen alle in der Halle an in der das Treffen stattfand. Nach einer kurzen Anwesenheitskontrolle fragte einer der anwesenden Shinigami plötzlich...

„Nicht alle von Ihrer Liste sind hier?" fragte er und wies auf Keigos Namen, der auch auf der Liste stand. „Asano Keigo? Wo ist er?"

Ichigo zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Ich habe ihn seit einiger Zeit nicht mehr gesehen." zwei Jahre um genau zu sein, aber Ichigo wollte jetzt hier nicht über seine 'Freundschaft' mit Keigo sprechen. „Er ist... sehr beschäftigt, glaube ich! Er arbeitet als Seiyuu!"

„Als was?"

„Er synchronisiert... Animes und Filme... fürs Fernsehen!" erklärte Ichigo. „Wieso? Wollen Sie ihn auch befragen?"

„Nun, wenn unsere Informationen korrekt sind, sind seine Spirituellen-Kräfte viel größer als die von diesen beiden da die sie mitgebracht haben." erklärte er.

„Wie bitte? Reden wir überhaupt über den gleichen Asano?" fragte Tatsuki. „Und wenn wir gerade davon reden... wie viel 'stärker' als ich... soll er den sein?"

Der Shinigami erklärte alles. Jeder von ihnen stand seit der Ryoka-Invasion unter der Beobachtung der Seireitei. Nach dem Sieg gegen Aizen, als sie 'offiziel' von Ichigos Kräften und der Soul Society erfuhren, standen sie unter besonderer Beobachtung weil ihre Fähigkeiten von Ichigos Kräften stammten. Auf einem Beistelltisch stand eine Schale mit Obst.

„Stellen Sie sich vor... dieser Apfel, wäre die gesamte Menge an Spiritueller Kraft die Mister Kojima-san in sich trägt." erklärte er und wies auf Mizuiro. „Arisawa-sans Apfel ist ein bisschen größer. Asanos Apfel..." seufzte er. „...Asanos Apfel müsste in etwa so groß sein wie eine etwas zu groß geratene Honigmelone! Und das waren die Daten von vor 12 Jahren..."

Tatsuki war überrascht.

Keigo währenddessen, bekam schlagartig Hunger auf Obst. Glücklicherweise war etwas Obstlikör in der Minibar. Er musste gerade erfahren das seine sogenannten Freunde abgehauen waren. Sie hatten sich selbst in die Soul Society gerettet. Ein Ort den er, wenn er ehrlich war, gerne einmal gesehen hätte. Aber nicht nachdem er stirbt. Was sollte er tun? Muss er sich umbringen um auch dorthin zu gelangen?

„Ich werde alle meine Erinnerungen verlieren wenn ich dorthin gehe! Aber Freunde wie die will ich wirklich einfach nur vergessen." sagte Holeigo und Keigo rannten die Tränen aus den Augen. „Was bilde ich mir den ein... meine Eltern hatten recht, unsere Mitschüler hatten recht... alle hatten recht! Ich war doch nie ein Teil dieser Gruppe..."

Keigo bekam Flashbacks... Die Schläge die er immer kassierte, ihre kalten Abweisungen. Klar, sie waren niemals die netten und zutraulichen Freunde die er wollte und die er manchmal auch wirklich brauchen konnte. Und es gab wirklich viele Situationen in denen er sie wirklich brauchte und sie ihn von sich stießen...

Holeigo spürte das Keigo immer schwächer und schwächer wurde. Aber das war noch nicht genug. Er musste noch weitergehen. Dann jedoch konnte er spüren das er ein leicht kontrollieren konnte. Die Tabletten...

Gegenwart...

„Meine Seele war so lange stark genug ihm zu widerstehen! Aber an diesem Morgen, war ich nicht stark genug..." erzählte Keigo.

10 Jahre zuvor...

„Komm schon Tatsuki! Schlag mich!" rief Holeigo um ihn noch mehr zu provozieren.

„OH... ich wünschte Tatsuki könnte mich jetzt sehen! Sie würde mir sofort eine knallen und mir sagen ich solle nicht so herum jammern! Sieht so aus als ob es wahr wäre und die einzige Sprache die sie spricht die Sprache der Gewalt wäre. Wieso habe ich bloß meinen Eltern nicht gehört und die Blöde Kuh links liegen lassen?"

Holeigo schaffte es irgendwie Keigo dazu zu bringen etwa 10 bis 15 Tabletten in das Glas zu tun das bereits mit Wodka gefüllt war.

„Agghh... Meine Eltern hatten recht als sie mir sagten das ich es bereuen werde. Wenn ihr mich nicht in euren Scheiß Angelegenheiten dabei haben wollten hättet ihr mich von vornherein gar nicht erst in die Scheiße mit hineinziehen sollen! Aber ich werde euch nicht die Chance geben zuzusehen wie ich scheitere. Ihr könnt mich mal... WENN IHR DAS IN DER SOUL SOCIETY HÖREN KÖNNT, SCHERT EUCH ZUM TEUFEL!... Ich will nicht weiter euer Clown sein!"

Keigo schloss die Augen und trank den vergifteten Wodka in drei großen Schlücken aus. Keigo hustete und schüttelte sich. Der Wodka brannte höllisch in seiner Kehle. Er fing an zu würgen und klang als würde er gleich brechen. Er war immer schon jemand der zu Überreaktionen neigt und immer sehr über emotional und anhänglich war. Das waren genug Tabletten um sich zu töten. Aber Keigo hatte sehr viel Glück das er rechtzeitig gefunden wurde... oder er wäre tot...

„Ich wünsche euch viel Glück in der Soul Society." murmelte Keigo benommen. Seine Wahrnehmung wurde ganz verschwommen und dunkler während er das Glas gegen den Fernseher warf wo es zersprang. Ein Foto von ihnen wurde gerade gezeigt. Ein Foto der ganzen Gruppe, außer Keigo! „Ich hoffe es stimmt das man alles Vergisst wenn man 'gekonzot' wird. Freunde wie euch will man einfach vergessen! Euch, meine Schwester, diese Shinigami... Und wenn ihr sie schickt um meine Seele zu holen, wagt es bloß nicht diesen Ikkaku oder diesen Yumi-wie-auch-immer zu schicken... Es war schon schlimm genug das Zimmer mit diesen Typen zu teilen ohne vorher zu fragen was ich denn davon halte... Bis heute, weiß ich nicht wieso..."

Keigo schnappte sich die leere Wodkaflasche und warf diese ebenfalls gegen den Fernseher. Sie traf den Bildschirm und zersprang...

Gegenwart...

„Wisst ihr, Holeigo war all die Jahre in mir drin. Er war gefangen... er wollte frei sein!" erzählte Keigo.

„Bloß gut das er es nicht ist!" maulte Tatsuki. „War schlimm genug es in deiner Erinnerung mit ansehen zu müssen!"

„Ja... aber warum kam er nicht einfach raus?" fragte Keigo und überraschte alle damit. „Ich meine... das war doch seine Chance?"

Plötzlich sprach Keigos Zanpakutou zu ihm.

„Was..." sagte Keigo und hob das Zanpakutou um es anzusehen... „...DU..."

Alle waren überrascht...

„Ehm... Was hat diese olle Katana damit zu tun?" fragte Akira verwirrt. „Oh mein Gott... Bitte sagt mir nicht das da wirklich eine Person drin ist...?"

10 Jahre zuvor...

Nachdem Keigo die Augen schloss und einschlief um auf den Tod zu warten... konnte sein Innerer-Hollow spüren das er frei war. Voller Vorfreude, bereitete sich Holeigo darauf vor die Kontrolle über diese Seele zu übernehmen... er konnte es spüren. Er fühlte einen Körper. Keigos Körper...

Während Keigos eigene Seele anfing mehr und mehr an Kraft zu verlieren konnte Holeigo mehr und mehr einen eigenen Körper spüren. Er war jetzt nicht mehr einfach nur ein winziger Fleck in dieser Seele... er wuchs und wuchs und fühlte sich mehr und mehr wie eine Person. Aber plötzlich, wie aus heiterem Himmel... tauchte dieser Geist auf... und griff ihn an...

Keigo wurde von seinem Zanpakutou ausgesucht schon bevor er starb. Als er an der Schwelle des Todes stand um genau zu sein. Und so begann ein Kampf im inneren von Keigos Seele... ein Kampf den auch andere Menschen im Hotel mitbekamen. Inklusive seines Agenten...

Shino Midori hatte gerade das Hotel betreten um nach Keigo zu sehen. Am Set hatte er von Keigos plötzlicher Fiebererkrankung erfahren und machte sich sorgen um den Drehplan. Während er durch den Korridor ging... wurde Keigos Körper durch den Kampf in seiner Seele kreuz und quer über das Bett gezerrt. Keigo war zu benommen um zu merken was vor sich ging und das er sogar über dem Bett schwebte. Der Kampf zwischen dem Zanpakutou-Geist und seinem Inneren Hollow war so intensiv das sein Körper den Belastungen nicht mehr standhielt und er den giftigen Cocktail herauswürgte...

„Keigo? Ist alle in Ordnung?" rief Shino von draußen als er hörte das er sich übergab. Die Tür war abgeschlossen. Und plötzlich war es ruhig.

„KEIGO!" schrie Shino und hämmerte mit der Faust gegen die abgeschlossene Tür.

Die Stille im inneren war unheimlich. Etwas schreckliches musste da drin vor sich gehen. Shinos Geschrei hallte durch den Gang wodurch er die Aufmerksamkeit eines Zimmermädchens auf sich zog die gerade das andere Zimmer sauber gemacht hatte und wütend auf ihn zuhielt.

„Entschuldigen sie mal! Würden Sie bitte nicht so einen Lärm machen!" sagte das Zimmermädchen mit strenger Stimme.

„Öffnen Sie die Tür! Ich muss da rein!" sagte Shino und sah sie flehend an.

„Bitte was? Ich lasse Sie doch nicht einfach so in ein fremdes Zimmer! Wer sind Sie? Und wie können Sie es wagen so etwas überhaupt zu fragen?"

„Bitte, öffnen Sie die Tür! Ich habe schreckliche Angst das etwas schreckliches da drin vor sich geht! Bitte, ich übernehme die volle Verantwortung!"

Das Zimmermädchen sah in Shinos flehende Augen. Sie konnte sehen das er wirklich besorgt war und fühlte sich schlecht. Vielleicht hatte er ja recht und es ging wirklich etwas schreckliches in dem Zimmer vor. Sie wies auf das 'Bitte-nicht-Stören'-Schild an der Tür und hatte es deshalb nicht betreten. Sie wusste nicht warum, aber schon hatte sie ihre Schlüsselkarte in der Hand um die Tür zu öffnen. Das sie das ihren Job kosten könnte, ignorierte sie so gut sie konnte.

„Oh, vielen Dank!" sagte Shino und öffnete die Tür. „Keigo... Ich komme jetzt rein... Keigo?"

Shino und das Zimmermädchen betraten den Raum. Die Vorhänge waren zugezogen, die zersprungene Wodkaflasche lag auf dem Boden, der Fernseher war an und dieser furchtbare Gestank nach Alkohol, Schweiß und Zigarettenrauch lag in der Luft.

„Keigo... Bist du da?" sagte Shino und ging in den Schlafbereich. Der Schock war groß als sie beide den 'leblosen' Körper auf dem Bett fanden. „KEIGO!"

Das Mädchen schrie wie am spieß als sie Keigo fanden. Mit offenem Mund, blasser Haut und ohne Atmung lag er da. Er hatte sich in die Hose gemacht. Leere Tablettentrays lagen neben ihm. Das war eindeutig eine Überdosis...

„RUFEN SIE EINEN KRANKENWAGEN! ER LEBT NOCH!" schrie Shino nachdem er Keigos Puls gefühlt hatte.

Das Mädchen rannte raus, um ihr Telefon zu holen...

Keigo Asano überlebte seine Überdosis, weil sein Zanpakutou versuchte seine Seele vor seinem eigenen Inneren Hollow zu beschützen und der Kampf Keigos Körper dazu brachte, den tödlichen Cocktail auszukotzen bevor er seine volle Wirkung entfalten konnte...

Gegenwart...

„Shino und ich brauchten nicht lange um herauszufinden das es etwas mit dieser ganzen... Shinigami-Sache zu tun haben musste!" erzählte Akira während ihr eine Träne das Gesicht runter lief. „Die nächsten zwei Wochen haben wir damit verbracht dafür zu sorgen das keiner davon erfährt. Weißt du eigentlich wie schwer es war alle glauben zu lassen das du bloß eine schwere Lungenentzündung hast?"

Keigo sah sie an. Er sah das es sie sehr mitnahm und verstörte. Gar nicht zu schweigen das sie sich wohl sehr komisch vorkommen musste: Schließlich sprach sie hier und jetzt mit einem 'Untoten'...

„Ich weiß das mag dir jetzt komisch vorkommen!" sagte Keigo. „Aber woher weißt du vom Fullbring unseres Sohnes? Und wieso kannst du mich sehen?"

„Hälst du mich für so bescheuert?" fragte Akira. „Glaubst du ich kann euch beide nicht reden hören jedesmal wenn du aufkreuzt?"

Keigo zuckte mit den Schultern.

„Zu deiner Familie konnte ich ja nicht, deine Schwester ist ja immer noch in der Psychiatrie und deine Eltern haben mir die Tür vor der Nase zugeknallt als ich sie nach dir gefragt habe..."

„Du hast mit meinen Eltern gesprochen?" fragte Keigo erschrocken. „Und du hasst ihnen von Junior erzählt? Wann?"

„Vor ein paar Wochen... deine Mutter war so entsetzt das sie ohnmächtig geworden ist. Und dein Vater hat mir mit Anwälten und 'rechtlichen Schritten' gedroht wenn ich sie ihn nicht sehen lasse. Aber ich wusste was du davon halten würdest und deshalb habe ich ihnen den Umgang mit unserem Sohn natürlich verboten..."

„Von allen Menschen auf dieser Welt... musstest du es ausgerechnet meinen Eltern erzählen. Nach allem was auf dem Klassentreffen passiert ist, sind sie die wirklich letzten Personen die ich in der nähe meines Sohnes wissen will."

„Klassentreffen? Welches Klassentreffen?" fragte Orihime.

„Unseres! Ogawa, hasst du es ihnen niemals erzählt?" fragte Keigo. Ogawa wurde rot und schüttelte den Kopf.

„Nein! Ich dachte du hättest?"

„Was?" fragte Orihime wieder. Sie wusste das es wohl ein Klassentreffen gab während sie in der Soul Society waren und das sie es verpasst hatten. Aber nun klang es so als ob etwas schlimmes dort passiert sein musste.

„Dazu kommen wir noch später, aber jetzt erst einmal möchte ich wissen was meine Eltern genau gesagt haben als sie von Junior erfahren haben?" fragte Keigo mit strengem Ton.

Akira lächelte unschuldig. Aber schlagartig war sie ebenfalls sehr besorgt. Genau in diesem Moment, klopfte jemand in Karakura an die Tür des Wohnhauses der Kurosakis...

Die Jugendlichen und die Kinder waren im Wohnzimmer und versuchten diese davon zu überzeugen etwas anderes zu tun anstatt der Kurosaki-Gate-Geschichte zuzuhören! Als sie das Klopfen hörten waren sie überrascht. Die Klinik war geschlossen und sie hatten immer noch keinen Strom. Außerdem regnete es draußen in Strömen. Sie erwarteten niemanden.

„Huch... wer könnte den das sein?" fragte Kazui und stand auf um aufzumachen... nicht wissend das sich gerade jemand draußen befand den weder die Kurosakis, noch Keigo im Haus haben wollten...

Bitte um Review.