Kapitel 11 Der Erebor, die Verstärkung und der Angriff

Luna

Bilbos Schritte waren zu hören. „Herrin?", rief er. „Smaug, das ist mein treuester Diener, Bilbo." „Sehr erfreut", ertönte Smaugs Stimme. „Die Freude ist ganz auf meiner Seite, Smaug. Euer künftiger Gemahl fragt, ob es Euch gut, Herrin." „Ja, sagt ihm, er soll mit dem Heer leise und gut überlegt herein kommen. Geht nun." „Ja, Herrin." Schon war Bilbo weg. Ich wandelte mich vor Smaugs Augen.

„Ihr seid wahrhaftig, meine Herrin." „Ja, so ist es. Zeig mir die Stelle, wo ich das Signal senden kann. Du wirst dem Heer kein Haar krümmen. Das ist ein Befehl, Smaug." „Ja, Herrin. Hier entlang.", bat er und ging voran. Kurz vor den Schmieden war es soweit. Ich holte tief Luft und brüllte so laut ich konnte. Mehrfach sogar. Ich richtete mich zur vollen Größe auf und bündelte das Signal. Vier Farben sendete ich ab. Rot = Feuer, Hellblau = Luft, Dunkelblau = Wasser und Braun = Erde.

Auch das sendete ich mehrfach. „Danke, Smaug. Folge mir bitte." Er gehorchte. Das Heer sammelte sich im Berg. „Der ganze Berg hat gezittert, bei dem Brüllen, Liebste.", sagte Thorin und erklomm meinen Rücken. „Es war Ohrenbetäubend laut.", grinste Fili. Thorin verließ meinen Rücken wieder und ich wandelte mich zurück. Sofort stützte Thorin mich. „Smaug, mach den Haupteingang zum Berg frei.

Verletzte niemanden.", befahl ich laut. Der Berg warf ein Echo. „Helfen wir ihm.", rief Theoden und viele stimmten dem zu. Drei Stunden später war der Eingang frei. Alle halfen das Gold zu sortieren und einzulagern. Diamanten, Smaragde, Saphire und Rubine wurden ebenfalls sortiert und gelagert. Mit Smaug musste ich dringend reden. „Smaug? Folge mir bitte." „Ja, Herrin." Thorin folgte uns sanft. „Smaug, treuer Freund, wir haben ein Problem. Azog und ein weiterer Gundabad Ork versammeln Legionen.

In Mordor und Gundabad. Sie kommen her und wollen den Erebor und Durins Linie auslöschen. Nur mit dir können wir siegen, sonst sind wir alle dem Tode geweiht. Bitte hilf uns. Du hegst den größten Hass auf Orks. Bist stark, klug und kampferfahren.", erzählte ich und er sah mich geschockt an. „Die Lage des Berges ist der Grund für den Angriff, oder Herrin?" „Ja. So ist es. Hilfst du uns? Durins Linie und ich werden dich dafür belohnen." „Ja, ich helfe. Nie wieder will ich einsam sein." „In Ordnung.

Bewähre dich und ich lasse mir für deine Treue was einfallen." Damit war Smaug einverstanden. Wir kehrten zum Heer zurück. Alle Heerführer und Thrain wurden vorgestellt. Ich stellte Smaug auch meinem künftigen Ehegatten vor. Vorsichtig verneigte sich der riesige Drache vor ihm. Auch Beorn lernte Smaug kennen. „Smaug, halte draußen bitte nach den anderen Drachen Ausschau und informiere mich über deren Eintreffen. Ach noch was. Du greifst NICHT an. Weder Mensch noch Tier.

Keine Dörfer oder Städte. Ganz besonders KEINE Drachen. Ist das klar?", bat ich streng. „Ja, Herrin.", kam es zurück und ich fühlte Smaugs Freude helfen zu dürfen. Das Heer beschloss ihm zu helfen, was der Drache erfreut zur Kenntnis nahm. Es dauerte drei volle Tage bis Theoden angerannt kam. „Lady Luna. Die Drachen sind da. Smaug traute sich nicht durch das um ihn versammelte, Heer zu laufen. Er will niemanden verletzten und fragte mich höflich, ob ich Euch informieren würde.

Natürlich sagte ich dies zu, weshalb ich, anstatt Smaug, vor Euch stehe." „Gut. Vielen Dank, Theoden. Geh und informiere Kili, Fili, Thrain und Thorin. Bring sie zu den Drachen. Ich werde dort, vermutlich in Drachengestalt, auf euch alle warten.", bat ich und zog an Theodens Ärmel, damit er sich hinkniet. Dies tat er mit Vergnügen, wie ich erfreut feststellte. „Was ist denn, Mylady?"

„Ich möchte mich für Eure Hilfe und das Vertrauen in uns bedanken. Ihr seid ein Mann von Ehre. Ich fühle mich geehrt Euch bei uns zu wissen. Vielen Dank für alles.", offenbarte ich meine Beweggründe und umarmte den verblüfften König ganz sanft. Noch vorsichtiger erwiderte er die Geste und meinte: „Immer wieder gern. Wann immer ihr Hilfe braucht, lasst es mich wissen." Ich nickte und löste mich aus Theodens Armen. Dann ging er, nachdem er sich erhoben hatte.

Ich dagegen wandelte mich und verließ den Berg. Sofort fielen mir die 40 neuen Drachen auf und darunter waren zu meiner Freude Nika, Tonia, Skyla und Ozeanus. Behutsam bahnte ich mir einen Weg durch das Heer. Schnell gaben sie den Weg frei und schlossen ihn sofort hinter mir wieder. Bei den anderen angekommen verneigten sich die Drachen vor mir. Ich wandelte mich zurück und lehnte mich an Legolas, der mir am nächsten stand. „Das wandeln strengt dich an, stimmt's?", fragte dieser mich besorgt. „Ja, Legolas." Ich sah die Drachen an. „Erhebt Euch, meine treuen Freunde.", bat ich und Ozeanus, als der Ranghöchste gehorchte, als erster.

Alle anderen folgten ihm sofort. „Hallo, Luna.", dröhnte mir die Stimme des Wasserdrachen entgegen. „Hallo, ihr Lieben. Wurdet ihr gut behandelt, seid Eurer Ankunft?" „Ja. Sehr gut sogar. Ich freue mich dich wohlauf zu sehen.", erklang Tonias feurige Stimme. „Sehr gut. Lass mich runter, Legolas. Könntest du nach Theoden, Thrain, Fili, Kili und Thorin gucken gehen? Bitte." Legolas gehorchte und nickte stumm. „Danke, Mellon Legolas." Sofort umarmte ich Tonia.

„Ich bin auch erfreut Euch alle lebend und gesund hier zu sehen. Mellon bedeutet übrigens Freund.", erklärte ich, während ich auch Nika, Ozeanus, Skyla und Smaug umarmte. „Da kommt Theoden!", rief Legolas. „...und er bringt noch mehr Gäste mit.", fügte er im gleichen Atemzug hinzu. Ich wirbelte herum. Erstaunt zog ich die Luft ein. „Radagast? Saruman? Herrin Galadriel? Aber das sind ja Pallando und Alatar, die blauen Zauberer! Jetzt haben die Orks ein ernsthaftes Problem! 4 weitere Zauberer und die mächtigste Elbin in ganz Mittelerde schließen sich uns an."

Nika stupste mich an. „Luna, wer sind die vier Zwerge?" Ihre Stimme klang erdig, also recht tief für eine weibliche Stimme. „Das sind Thrors Erben. Einen davon habe ich zum Gemahl gewählt." „Oh! Wann soll die Vermählung sein?", fragte mich Skyla. Auch ihre Stimme klang nach ihrem Element. Genau wie bei Ozeanus. Er klang wässrig, Skyla dagegen wie ein Lufthauch, der einem in den Ohren rauscht.

„Luna, Liebste.", rief Thorin mir entgegen und küsste, vor versammelter Mannschaft, als er mich erreichte. Wir brachen rasch den Kuss. „Ich habe dich vermisst.", grinste er mich liebevoll an. „Ich dich auch, Liebster." Jetzt errötete er doch glatt, was alle kichern ließ. Schnell beruhigten sich alle. Die Adler trafen auch ein. Nun planten wir die Vorgehensweise, um auch Thal und die Seestadt, namens Esragoth, zu beschützen.

Es bildeten sich Teams, die alles sorgfältigst auskundschafteten und noch sorgfältiger vorbereiteten. Nur eine Woche später brach die Hölle über uns herein und das 2 Orkheer griff, durch von Werwürmern geschaffenen Löchern, aus dem Untergrund an. Wir Drachen begrüßten, in 2 Gruppen zu je 21, die Orks mit Drachenfeuer. „Oh Gott, Gandalf! Schaff Thrain, Thorin, Fili und Kili vom Schlachtfeld. Azog greift den Rabenberg an und sein Sohn Bolg den Berg.

SOFORT! Rasch, eile dich! Nimm Bilbo mit.", dachte ich panisch. „Mach ich.", schnappte ich seinen Gedanken auf. „Danke" Ozeanus dachte: „Geh, Luna. Hilf Gandalf. Wir schaffen das. Nimm Smaug mit. Der kann Euch schützen." „Ist gut. Vielen Dank." Ich wand mich ab und grollte: „Komm, Smaug" „Ja, Herrin."

Sofort erhoben wir uns in die Luft, pflückten Gandalf und Bilbo vom Schlachtfeld, welche erschrocken aufschrien. Behutsam setzten wir sie auf dem Rabenberg ab und landeten. Uns bot sich ein Bild des Grauens. Nur Thorin stand noch. Fili, Kili und Thrain lagen in ihrem vermischten Blut dicht beieinander. Ich wandelte mich zurück und stürzte auf sie zu. „Nein! Bleibt bei mir! Verlasst mich nicht."

Smaugs Schnauze berührte meine Schulter. „Luna, Thrain. Er will reden. Ich wache hier solange." „Danke, mein treuer Freund." Ich kroch vorsichtig zu Thrain. „Mylord, ihr müsst leben. Kämpft.", bat ich zitternd. „Rette meinen Sohn. Bitte." „Gut. Aber ihr kämpft mit Kili und Fili. Lebt." Ich stand auf und sah nach Thorin. Sah ihn seitlich zu mir stehen.