TITEL: Lichter Tokios
ORIGINAL-FANFIC: http/ ffnet / story 3014730 - "Tokyo Lights" by embyr81788 (ffnet-user369250)
KATEGORIE: Humor, Romance
RATING: K+
Zusammenfassung: Apartment zu Vermieten: 2DK HARAMACHI Chrome MeguroKu. Es macht einfach Sinn, zusammen zu wohnen. TezFu, häppchenweise.
ÜBERSETZER: MilenaLupin
ÜBERSETZERNOTIZEN: Autorisierte Übersetzung von embyrs fanfiction „Tokyo Lights". Wer kann, liest das Original! DISCLAIMER: PoT kann nach dem Absetzen bis zu 3 Wochen im Körper verbleiben, so dass sich Entzugssymptome nicht immer sofort zeigen müssen.
- 12. Stock -
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Apartment 45A
Tezuka bemerkte zum ersten Mal, dass seine Hemden zu knapp waren, als er sich umzog, um mit Fuji Tennis spielen zu gehen.
Seine Shorts klebten nun an den unmöglichsten Stellen an ihm, und er hatte das Gefühl, die Ärmel seines Shirts scheuerten ihn jedes Mal, wenn er aufschlagen wollte.
Tezuka hatte den Verdacht, dass diese kleinen Ablenkungen auch seine Returns um Sekundenbruchteile langsamer machten, weswegen gerade der Spielstand dreißig-null für den Tensai stand.
Und während sich ein bebrillter Junge vorbeugte, um den Ball aufzuheben, der auf seiner Seite des Courts liegen geblieben war, gratulierte Fuji sich zu seiner wirklich gelungenen guten Tat.
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Apartment 46A
„Was ist das?"
Fuji lächelte und gab seinem neuesten Gemälde die letzten, abschließenden Pinselstriche. „Mein Meisterstück."
Tezuka runzelte die Stirn. „Es ist ein Punkt."
„Tsk", tadelte Fuji. „Nicht einfach irgendein Punkt. Es ist der Punkt, den ich für Hunderttausende Yen verkaufen werden."
Tezuka war nicht sicher, ob Fuji das ernst meinte und fragte den hellhaarigen Jungen, ob er glaubt, dass irgendwer es tatsächlich zu so einem bodenlosen Preis kaufen würde.
„Hast du's noch nicht gehört?" Fuji grinste. „Meine Werke zeigen einen mutigen und innovativen Strich."
Tezuka musste glucksen.
Mutig dürfte eine Untertreibung sein.
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Apartment 47A
Fuji bemerkte alles an Tezuka. Kleine Details, die anderen unwichtig erscheinen würden, entgingen den wachsamen Augen des Tensai nie.
Tezuka selbst war überrascht, als Fuji ihn morgens anhielt, um ihm über seine Sockenwahl Komplimente zu machen, oder Kommentare über seine Haare abzugeben, die ganz entschieden zu lang wurden.
Er dachte, es wäre mal an der Zeit, den Gefallen zu erwidern.
Also räuspert sich Tezuka am nächsten Morgen, als sie wieder in der Küche aneinander vorbei gehen, und sagt die drei magischen Worte, die Fuji so gern hören wollte:
„Nett schaust' aus."
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Apartment 48A
Fuji war entzückt, als er sah, dass seine Schwester außer dem Kuchen noch ein anderes Geschenk geschickt hatte.
„Ich denke, er wird im Wohnzimmer nett aussehen", lächelte Fuji und neigte den Kopf nach rechts. „Findest du nicht, Tezuka?"
Der dunkelhaarige Junge zog eine Augenbraue hoch und beäugte den karierten Schaukelstuhl mit kaum verhohlenem Abscheu.
„Zu groß."
„Wo sollen wir ihn denn dann hinstellen?"
„Nirgendwo", grunzte Tezuka. „Wir schicken ihn zurück."
„Aber du hast ihn ja noch nicht mal ausprobiert", meint Fuji vernünftig. „Warum setzt du dich nicht erst mal rein und schaust, wie bequem er ist."
Tezuka sah vom Schaukelstuhl in Fujis aufgeregtes Gesicht und seufzte.
Dreißig Sekunden würden nicht schaden.
Er ließ sich widerstrebend in den Stuhl gleiten und legte die Arme auf die Armlehnen. Auf Fujis Nicken hin probierte er ein versuchsweises Schaukeln.
„Weiß nicht, was da dran so toll sein soll."
„Hmh." Fuji sah ihn nachdenklich an. „Lass es mich mal versuchen."
Ohne weitere Warnung glitt der hellhaarige Junge in Tezukas Schoß und rutschte zurecht, um sich an den schaukelnden Stuhl anzupassen. Als er mit seiner Position zufrieden war, griff Fuji seitlich an die Armlehnen und begann, sanft vor und zurück zu schaukeln.
Über das rhythmische Quietschen hinweg konnte Fuji hören, wie Tezukas Atmung mit jedem Schwung unregelmäßiger wurde. Mit einem leichten Drehen des Oberkörpers konnte er auch sehen, dass Tezukas Augen glasig wurden und sein Gesicht ziemlich rot angelaufen war.
Als der Stuhl zum letzten Mal vorschwingt, dreht Fuji sich auf seinem Platz, um den bebrillten Jungen direkt anzusehen.
„Also, was denkst du?"
Tezukas Lippen teilten sich und stießen einen letzten, schaudernden Atemzug aus, bevor sie antworteten.
„Behalt ihn."
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