Besten dank an Fortescue für seine Mitarbeit, sehr viele seiner Anregungen habe ich umgesetzt, sonst wäre die Tasche von Neville z.b. beinahe leer..

Viel Spaß beim Lesen.

Gruß Rudi


12. Nevilles Tasche.

Das Esszimmer in Black-Castle war hell erleuchtet. Harry wollte etwas ausprobieren und war deshalb sehr gespannt. Wieder war eine Flasche des „Hallo Wach" leer, aber das Treffen beim Maharadscha war beeindruckend.

Heute Abend hatte er die Mitglieder seines, nein er musste sich korrigieren, ihres Ordens eingeladen. Natalija war in diesem Punkt immer sehr genau und sie hatte Recht. Er saß mit Feli schon im Raum und wartete. Wie immer, wenn sie alleine waren, konnten sie sich nicht zurück halten. Aus einem leichten Streicheln wurde ein Liebkosen. Während den Küssen fühlte sich Harry auf einmal beobachtet. Es war ihm egal, vor wem sollten sie sich verbergen.

„Auch Sterbliche brauchen gelegentlich Luft, atmen nicht vergessen!"

„Guten Abend Nati, von wem hätte der Spruch sonst kommen können? Wie bist du den hereingekommen?"

"Da gibt's nur die Eine, ganz recht und die kann fliegen, wie eine Fledermaus. Gerade dies ist das Problem, es ist gut, dass wir alleine sind. Ich will fliegen lernen, mit dem Besen, genau wie ihr!"

"Warum?"

„Warum, weil ich jetzt auch über den Sommer hierbleibe und ich das besser können sollte!"

„Die kleine Fledermaus reicht dir nicht, du willst Quidditch spielen und nicht anders sein als die Schüler?"

Natalijas Augen leuchteten wie die eines kleinen Mädchens zu ihrem Geburtstag, ihre Freunde hatten verstanden. Einfach Teenager zu sein hatte sie all die Jahre vermisst.

„Harry du hast eine neue Schülerin!", bemerkte Feli.

„Wann fangen wir an? Es sollte aber niemand merken, dass wir üben!"

"Morgen Abend und wir starten hier!"

Innerlich jubelte Natalija, sie durfte mit Harry alleine fliegen lernen, natürlich hatte sie im Winter schon einen Besen gekauft und geübt. Vor was sollte sie Angst haben, sie war ja schon tot! Außerdem konnte sie, wenn es eng wurde, sich in die kleine, unscheinbare Fledermaus verwandeln. Sie hatte mehr vor, und Harry ahnte es. Sein Blick war ungewöhnlich streng, beinahe stechend. Aber ihre Pläne waren sicher verborgen, sie wollte nur endlich Bewegung, nichts Böses. Sie lächelte vorsichtig, setzte aber gleich wieder ihr Pokerface auf.

"Ich brauch wohl nicht mitkommen, sonst müsste ich die Übungsstunde Zaubertränke der Kleinen verschieben."

„Feli danke für dein Angebot, aber ich werde sie schon allein in die Luft bringen", bemerkte Harry.

„Psst! Ich glaube, es kommen Gäste."

Zuerst sah man einige Akten auf zwei dünnen Beinen, darüber das grinsende Gesicht von Sandy. Divina folgte ihr und sah sich im Esszimmer um.

"Gut euch zu treffen, wenn noch nicht so viele da sind. Es geht um die Vier aus der Winkelgasse", berichtete sie ohne auch nur ‚Hallo' zu sagen. Die Sache schien sie zu beschäftigen, denn sie sprach sofort weiter. „Stellt euch vor, sie wollen das Haus von mir abkaufen, besser gesagt von dir, was soll ich tun? Über so etwas haben wir noch nicht gesprochen."

"Was spricht dagegen, mach einen anständigen Preis und verkauf es."

Divina schaute Natalija überrascht an, von ihr hatte sie keine Antwort erwartet. "Und was sagst du dazu Harry? Ich habe mich angestrengt, das Ding zu suchen und so", erwartungsvoll sah sie Harry an und der wartete etwas.

"Schlage doch eine faire Provision für dich drauf und alle sind glücklich!"

Wieder war es nicht Harry gewesen, der antwortete. Der sah lächelnd in die Runde. "Ja mach es so, wie du es dir ohnehin vorgestellt hattest. Das Problem haben wir gemeinsam gelöst, darüber bin ich sehr glücklich. So sollten wir das in Zukunft immer machen. Wenn jeder an das Ganze denkt, klappt das."

Die Mädchen sahen sich gegenseitig an, was hatte er schon wieder vor. Feli war bei ihrem Onkel dabei gewesen, der war aber hart in der Entscheidung und nicht wie Harry abwartend, aber das Ergebnis stimmte. Wo war verdammt noch mal Ginny, sie wollte es sich nicht selbst zugestehen aber in seinem Wesen kannte die Freundin sich besser aus. Sie verlies den Raum und griff zu ihrem Spiegel, Nandas verschwitzter Kopf erschien.

„Wir warten hier und ihr?"

„Wir üben Ausdauer, oder was hat meine kleine Anandita gedacht?" Er schwenkte den Spiegel, sie sah einige Sportgeräte in einem Trainingsraum.

Nach 15 Minuten, für die Nanda beinahe tödliche Blicke erntete, traf dieser mit Ginny ein. Harry wiederholte die Abmachung, scheinbar nur für Nanda. Ginny war von Felicitas abgelenkt und nickte kurze Zeit später Harry zu.

„Nun der innerste Kreis ist sich einig, da ich auch zustimme!", bemerkte Natalija trocken. „Ich glaube es kommen weitere Mitglieder!"

Harry raunte Feli ins Ohr: „Irgendwann ist diese kleine freche Fledermaus fällig. Dann hab ich sie und sie kommt mir nicht mehr aus!"

„Träum weiter! Körperlich ist sie dir mehr als über, wenn du sie herausforderst, kannst du selbst, nur den Kürzeren ziehen. Warte ab, irgendwann hast du sie sicher, aber die Falle muss sie sich selbst stellen!"

Mit einem großen Hallo trafen die Zwillinge und ihre Freundinnen ein, gleich schwärmten sie von ihrem neuen Haus. Bevor Fred mit Harry sprechen konnte, wurde dieser von Remus in Beschlag genommen. Er war, zusammen mit Tonks, durch den Kamin gekommen.

Hermine traf mit Kyrill ein, kurz darauf Ron, mit Luna und Neville.

Ron hatte seine Schwierigkeiten Divina in die Augen zu sehen, während sie mit ihm über Sport und Ausdauer sprach. Der große Ausschnitt schien ihn zu irritieren. Fred und George dagegen war der, von Harry schon begutachtete, Minirock des neuen Ordensmitgliedes aufgefallen. Ginny unterhielt sich mit Feli und Tonks, als sich ihm eine Hand auf die Schulter legte. „So, in Gedanken, noch etwas die hübsche Divina vorbeugen lassen und schon siehst du mehr!" Harry fuhr herum, schnappte sich Natalija und zog sie ganz nah an sich heran. „Sag mal einen Clown zum Frühstück verspeist oder was ist mit dir los?" Sie ließ sich den Spruch erklären und strahlte. „Nein keinen Clown, aber ich war mit Großväterchen auf Iona in einem alten Kloster und wir haben Tolles entdeckt. Wir zwei müssen heute Abend darüber sprechen. "Übermütig küsste sie ihn auf die Wange und er entließ sie aus der Umarmung ebenfalls mit einem Kuss, als er aufsah, waren alle Blicke auf die beiden gerichtet.

„Gut, dass ihr alle auf mich aufmerksam geworden seid, nun bitte ich euch uns, eure Ideen oder Sorgen mitzuteilen. Jeder einzeln und nacheinander, jeder darf reden, keiner redet dazwischen. Auf dieser Uhr seht ihr wie viele von euch sich bei mir zu Wort gemeldet haben.

Es erschien eine Uhr, welche neben den Wortmeldungen, auch das Ende der Sitzung anzeigte.

Es herrschte Schweigen, bis Harry es unterbrach. Er erzählte, dass er neben der Schule noch sehr aktiv in den schwarzen Künsten war. Zum Schluss berichtete er über die Erfolge seines Unterrichts in der ersten Klasse und teilte seine Sorge über die DA mit.

Danach schnellten die Hände in die Höhe.

„Ginny?"

Die schaute sich kurz um, Luna nickte, Nanda grinste. Harry war gespannt, was kommen würde.

„Also die DA ist schon wieder aktiv. Ich hoffe, du bist nicht böse, aber wir haben dich nicht damit bedrängen wollen. Du warst so enttäuscht, als Moody dir deine Pläne zurückgegeben hat. Darüber haben wir gesprochen und uns ans Werk gemacht. Dass ihr beiden nichts mitbekommen habt, ist vielleicht nicht so gut, aber es beweist, die Geheimhaltung funktioniert."

„Es wäre vielleicht nicht so gut angekommen, wenn wir auch eingeladen hätten. Was, wann, wo, wer? Ich bin sehr gespannt, wie es läuft, erzählt doch mal." Harry sah fordernd in die Runde.

„Nun es sind fast alle alten Mitglieder, die noch auf Hogwarts sind. Nur natürlich die Verräterin nicht", berichtete Ron. „Fred und George hatten noch keine Zeit. Die mussten ja ihr Haus einrichten."

Die größeren Brüder überhörten den Vorwurf.

„Von Ravenclaw sind schon die aus der ersten Klasse in der DA Minigruppe. Cho wollte unbedingt, dass sie dazu kommen", bemerkte Luna. „Keine Sorge unseren haben wir erzählt, dass du sie ja schon als Minigruppe trainierst und darauf sind sie stolz."

Harry stöhnte. „He da stehe ich jede Woche zweimal vor der Truppe und trainiere mit ihnen. Mache mir Gedanken, wie ich sie in die DA eingliedern kann und ihr nehmt sie einfach auf. Ich frage mich, warum sie mich nicht darauf angesprochen haben? Haben sie kein Vertrauen zu mir?"

„Blödmann, bilde dir nur nicht wieder ein, dass es an dir liegt", konterte Ginny überraschend heftig. „Sie sind begeistert. Wir haben ihnen eingeschärft, dass die Sache geheim ist und du im Unterricht und in den Übungsstunden nicht darüber reden kannst. Wie solltet ihr auch darüber sprechen können, wenn ständig jeder zu euch rein kann."

„Nicht nur die Kleinen sind spitze, auch die Großen. Die leiden aber alle an deiner Krankheit."

Harry sah überrascht zu Nanda auf: „Meine Krankheit?"

Feli biss sich auf dir Unterlippe, sie wusste, dass Nanda voll ins Schwarze treffen würde.

„Es mangelt allen an Kondition, das ist das Hauptproblem. In der Theorie sind alle gut, bei der Anwendung der Zauber gibt es Fortschritte, aber eben nur unter Laborbedingungen. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Wie leistungsfähig seid ihr, wenn der Kampf im Gelände stattfindet, im Regen, bei Nacht, über mehrere Tage?"

„Du stellst uns aber sehr schlapp dar!", monierte Ron

Nanda zuckte mit den Schultern. „So ist es halt, macht euch Gedanken, was dagegen getan werden kann?"

„Was schlägst du vor Nanda?"

„Ich habe einen Plan Harry, ganz bestimmt, aber der verlangt einiges von euch ab. Diskutiert zuerst unter den oberen Stufen der DA über meine Meinung, fragt Fachleute, wie Severus, Divina, Tonks und auch Shacklebolt. Für Hilfsmittel wendet ihr euch an Neville. Er kennt sich sehr gut mit der Biologie des Menschen aus."

Harry nickte, ihm war das alles ja bewusst. Was für einen Plan hatte Nanda? Ginny und Felicitas hatten diesen genauso überrascht angeschaut und der hat nur gelächelt.

„Nanda wir sind uns einig, daran hapert es. Ich möchte nur die Anderen noch hören." Harry notierte sich dies und räumte seine Unterlagen zusammen, er wollte das Treffen beenden.

„Harry!", unterbrach Neville. „Das mit dem gut auskennen ist wohl sehr übertrieben. Ich habe mich nur etwas mit unserem Körper beschäftigt. Zusammen mit Luna, Nanda und Feli haben wir uns Gedanken gemacht, was wir brauchen könnten", begann Neville. Er stand auf und fing an in seiner Umhängetasche zu suchen. Ein Bild, welches allen gut bekannt war, oft suchte Neville etwas in seiner Tasche. Harry wartete, er reagierte nicht auf die Bemerkung von Ron, dass die Zeit der Besprechung um sei und Neville sich nicht einmal zu Wort gemeldet hatte. Er wollte, dass auch die Stillen die Zeit bekamen, die sie brauchten.

Neville packte eine weitere Tasche aus, ganz ohne sich von den empörten Blicken der Anderen stören zu lassen. Es war eine Gürteltasche, in der leise Flaschen klirrten. Luna strahlte, sie war stolz auf Neville, endlich traute er sich aus der Deckung. Ihr Blick zu Harry ging ins Leere, denn der war schon bei seinem Schulkameraden.

Ganz unerwartet für Neville, drängten sich alle um ihn, selbst Natalija, die von seinen Entdeckungen nichts hatte.

„Ich wollte nur zeigen, dass ich mit den Vorbereitungen für das Notfallpaket fertig bin. Wenn wir demnächst über die Ausstattung sprechen, werde ich euch mehr erzählen."

Harry schüttelte den Kopf. „Nicht demnächst, jetzt Neville! Erklär uns den Inhalt."

Verlegen schaute Neville zu Luna, diese nickte ihm zu. „Diese Flaschen beinhalten Medizin für ganz einfache, normale Verletzungen oder Krankheiten. Einen Hustensaft, etwas gegen Fieber, zum Desinfizieren, einen Bezoar gegen Vergiftungen, dazu noch Pflaster und Verband. Ganz normale Dinge, die uns im Kampf helfen können."

„Oh sogar Streichhölzer!", bemerkte Natalija, welche eine kleine Holzschachtel in der Hand hielt.

„Nein keine Streichhölzer, aber die könnten wir noch mit einpacken. Lege die Kiste auf den Tisch, dann erfahrt ihr mehr davon." Das Mädchen schaute ihn überrascht an. So eine klare Anweisung hatte sie nicht von Neville erwartet. Mehr so im Konjunktiv, mit viel Verlegenheit vorgetragene Bitten. Schnell befolgte sie seine Anweisung.

Er legte seine Hand auf die kleine Kiste und sprach einen Zauber. Dieser löste Wachstum aus, augenblicklich stand vor ihnen eine Holztruhe. Als Neville über den Deckel strich, öffnete sich dieser. Eine große Anzahl kleiner Flaschen und Päckchen zeigten sich dem Betrachter.

„Ihr müsst euch mit dem Inhalt genau beschäftigen, denn dies ist das Herzstück dieses kleinen Hilfspakets. Es sind viele Dinge, welche wir zum Teil aus dem Unterricht kennen. So z.B. Bluterneuerungstrank und eine wesentlich verbesserte Skele-Wachs-Version. Diese Pflaster beschleunigen die Wundheilung. Viele sind recht gefährlich, wenn sie falsch angewandt werden, wie zum Beispiel der Schmerztrank oder dieser Stasistrank eine Variante des Trankes der lebenden Toten und sein Gegenmittel um entweder Schwerverletzte sozusagen einzufrieren bis wir ihnen helfen können oder aber auch einmal Gegner ganz leise aus dem Weg zu räumen ohne sie zu töten, dazu ist der Trank nahezu geruch und geschmacklos. Hier Felix Felicis oder das Dianthuskraut auch Kiemenkraut genannt. Für den Fall, dass wir einmal untertauchen müssten. Last but not least lässt dieser Trank einen zwar nicht unsichtbar werden, dafür aber wie ein Chamelion mit dem Hintergrund verschmelzen. Leider klappt es bisher aber nicht mitsamt der Kleidung. Aber in der Not… Etwas Muggelgeld und demnächst auch Sturmstreichhölzer und viele weitere magische Hilfen. Zur Zeit arbeite ich an einem Trank der die Haut etwa eine Stunde lang so widerstandsfähig macht als trüge man eine Rüstung, ohne jedoch die Beweglichkeit einzuschränken. Was meint ihr dazu?"

Neville war der Applaus der Freunde peinlich. Jeder bestürmte ihn mit Fragen, was Harry am meisten verwunderte war, dass seine Ausführungen, kurz und prägnant waren, Professor McGonagall hätte sich gefreut. Jeder konnte ihnen folgen.

Fred und George flüsterten miteinander. Divina gesellte sich zu ihnen, ohne Neville zu stören. Der nun auch fertig war.

„Neville", sprach Divina den überraschten Schüler an. „Alles toll, begeisternd! Habe ich richtig verstanden, dass was nur für unseren Orden ist, befindet sich in der kleinen Kiste, den Rest können auch andere haben?"

„Ja, warum?"

„Weil wir die einfachen Dinge gut verkaufen könnten, in deiner Tasche", erklärte Fred. „Die Ordensmitglieder bekommen die gleiche Tasche zusätzlich mit deinen besonders feinen Teilen. Niemand wird von außen erkennen können, was in der Tasche ist. Die die normalen Taschen kaufen, finanzieren die Taschen für uns mit deinen Geheimwaffen, wäre das ein Vorschlag?"

"Wenn es unserem Orden hilft, klar doch!", Neville sah überrascht auf.

„Dad könnte Werbung machen!", fügte Luna hinzu.

„Wie ist das eigentlich mit dem Verschluss, du hast einen stablosen Zauber angewandt und die Kiste berührt?"

„Harry gute Frage!", lobte Hermine. „Wir haben den Verschlusszauber mit dem Wappenstein in Verbindung gebracht. Nur derjenige der den Eid geleistet hat kann diese Kiste öffnen."

Harry klatschte in die Hände: „Toll, wir sind sehr viel weiter gekommen. Neville, Luna, Ginny und Nanda ganz herzlichen Dank für die Reaktivierung der DA und diesem tollen Hilfspaket. Ich habe mir viel Sorgen über die DA gemacht. Ab sofort jeden Mittwoch im Raum der Wünsche.

Ihr aus der Winkelgasse einigt euch mit Divina, dann ist das Haus euer.

Wir brauchen noch Infos über Iona und den Klöstern dort. Nicht wo sie sind, dass weiß unsere Natalija, sondern wer schützt sie! Welchen Ärger können wir bekommen, wenn wir in diese Katakomben absteigen?" Schlaft gut bis nächste Woche!"

„Äh! Harry! Susan Bones würde gerne unserem Orden beitreten, sie ist auch bei der DA Reaktivierung dabei!"

Harry sah sich um, alle nickten. „Also Luna, nächstes Mal nehmen wir sie auf, hat sie etwas von ihrer Tante gesagt?"

„Ich sehe morgen ihre Tante, die frage ich bei einer günstigen Gelegenheit", bemerkte Divina.

Harry winkte ab. "Wir müssen vorsichtiger vorgehen, bis jetzt wissen nur wenige von unserem Orden. Es wäre gut, wenn du dich mal bei ihr erkundigst, was sie von Orden oder Kampfgemeinschaften weiß. Vielleicht kommt der Impuls beizutreten, dann von ihr. Wäre mir lieber, als die Mitglieder zu werben."

"Seamus hat mich auch danach gefragt, meint ihr er könnte auch kommen?" Wenn es nach Rons Gesichtsausdruck ging, dann nicht, er würde den Vorschlag von Hermine gleich ablehnen. Harry sah fragend in die Runde, sein Blick blieb an Ron hängen, der dann doch nickte.

Dobby erschien und schnippte mit seinen langen Fingern, prompt erschien ein kleines Buffet, über das sich alle hermachten.

Harry schlief gut ein, er hatte es geschafft, jeder hatte sich geäußert, selbst Kyrill hatte gesprochen, zwar über sein Leiden, aber auch für dies hatten sie eine Lösung, Parker sollte aktiviert werden, er kannte ihn schon. Harry nahm das Zitat des chinesischen Philosophen Laotse, welches Kyrill angedeutet hatte, ernst: „Wer Menschen führen will, muss hinter ihnen gehen. " Er musste mehr Kontakt zu seinen Freunden halten. Es wurmte ihn, dass die DA aktiviert wurde, ohne, dass Feli oder er etwas davon wussten. Es wäre ungeschickt gewesen, wenn er die ehemaligen Mitglieder auch eingeladen hätte. Ungeschickt ist gut, es hätte einen chaotischen Eindruck hinterlassen. Sicher nicht sein Ziel.

Am Morgen holte ihn der Alltag ein, schnell sprang er auf, den Wecker hatte er überhört. Auf das gemeinsame Bad mit Feli musste er verzichten, denn sie wollten nicht schon wieder zu spät kommen.

Der Unterricht schleppte sich wieder langsam durch den Tag. Beim Mittagessen saß Natalija neben ihm und Hermine auf der anderen Seite. Felicitas zog es vor, ihm gegenüberzusitzen, so konnten sie ungestört Blicke austauschen, oder in den Gedanken des Anderen lesen. Harry fiel es auf, dass Malfoy öfters zu ihrem Tisch schaute. Er war nicht allein, mit der Beobachtung.

"Soll ich mal mehr Kontakt mit ihm aufnehmen. Ich weiß er hat Daphne, aber irgendwie zeigt er Interesse."

„Nati", flüsterte Harry zurück. „Lass ihn doch kommen, mal sehen, wie weit er sich heraustraut."

Die Vampirin grinste.

Es stank wieder furchtbar, ein Trank, in einer vorhergegangenen Unterrichtsstunde, hatte mit Sicherheit nicht das Lob von Severus Snape erhalten.

Harry roch die verschiedenen Bestandteile des Trankes, wenigstens die dominanten heraus. Feli war wirklich in der Lage, selbst ihm etwas Spaß an Zaubertränken zu vermitteln. So hatte er sich damit auch etwas mehr beschäftigt. Schwarze Magie ohne Tränke war nicht möglich, sie tauchten immer wieder irgendwo auf. Oft wurden sie benötigt, um die Schäden der Flüche zu beheben.

Professor Snape hatte sich angewöhnt die Zweierteams immer wieder neu zusammen zusetzen. Er achtete auf die Zugehörigkeit zu den Häusern, um nicht seinen Slytherins Punkte abziehen zu müssen, weil ein Gryffindor gepanscht hatte.

So wurde ihm heute Natalija zu geteilt, was ihn überraschte, denn meist kam er zu Ron oder Seamus.

Der Trank gelang, die Farbe stimmte, die Miene des Tränkemeisters verfinsterte sich zunehmend. Ihre Rolle hatten sie weiterhin zu spielen, da war ein perfekter Trank nahezu unerwünscht. Wie sollte er Punkte abziehen oder wenigstens einen anständigen Rüffel erteilen. Wenn das Duo den Trank so abgab, musste er die Beiden loben. Er suchte bei den Weasleys, die mit der Granger und diesem Longbottom arbeiteten, bei diesem Seamus und dieser Lovegood war auch nicht viel zu meckern. Er starrte an die Tafel, dann bemerkte er den beißenden Geruch.

„Potter! Merken Sie sich, aller Tand der Welt ist letztendlich Schall und Rauch. Egal wie viele Titel jemand hat, wenn es eng wird, schützen die niemand. In solchen Situationen helfen nur Können und Wissen. Ich erwarte einen Aufsatz über das heutige Thema und sie bleiben zum Beseitigen dieser Sauerei hier! Sie auch Fräulein Soldo, schließlich haben Sie in dieser Suppe auch mit herumgerührt. " Die leise beinahe zischende Stimme des Professors hörte jeder, die Slytherins tuschelten zufrieden, den anderen war es egal, sie wollten aus dem Kerker raus. Noch mehr, als eine violette Wolke aus dem Kessel stieg. Der Professor forderte die Schüler auf, eine Probe ihres Gebräus abzugeben und den Raum zu verlassen. „Potter und sein Anhängsel werden auch ihre Arbeitsplätze reinigen. " Verärgert eilte er zu seinem besonderen Zauberlehrling. Der nun hektisch alle möglichen Versuche startete, um das Geschehen aufzuhalten. Ginny verließ verwundert als Letzte den Kerker, danach wurde es schlagartig ruhiger am Arbeitsplatz von Harry und Natalija.

Die Augen der Vampirin leuchteten gespenstisch durch den dunklen Rauch, man konnte ihre Begeisterung über das Chaos beinahe spüren. Severus Snape spürte die Macht der Vampirin, die hier im verqualmten Raum im Vorteil war. Er könnte sich, sollte sie ihn angreifen kaum wehren. Gegen Vampire musste jeder Angriff sitzen. Was machte Harry, der musste diese beinahe animalische Kraft doch auch spüren!

Mit wenigen Zutaten, welche dieser dem Kesselinhalt hinzufügte, beendete er den Spuk. Der Rauch verschwand, die Vampirin hatte sich wieder im Griff.

„Die Probe unseres Trankes, Professor Snape!"

Snape war überrascht, in dem Kessel war ein kleinerer, ganz wie bei einem Wasserbad, dessen Inhalt war die Ursache des Durcheinanders.

„Was soll das jetzt?", schnauzte er beide an.

„Zehn Punkte noch abziehen und dann bestätigt sich das Bild, welches hoffentlich alle haben."

„Blödmann! Auf, Reinigungszauber! Bring sie Natalija auch bei, kann nie schaden." Snape sah zufrieden aus, hatte er doch mit Harry ohne Absprache zusammengearbeitet.

"He Feli!", rief Blaise beim Abendessen quer durch die große Halle. "Du solltest mit Harry mal etwas Zaubertränke üben. Der blickt doch nicht einmal die Grundlagen!" Die Slytherins amüsierten sich köstlich. Gelächter kam nochmals auf, als Harry mit Natalija den Saal betrat. Snape sah überrascht auf, ihm war es nicht aufgefallen, oder hatten die beiden erst nach Verlassen des Zaubertränkekerkers für die violette Farbe in ihren Gesichtern und Haaren gesorgt? "Potter, Soldo reinigen Sie sich bitte! Erst den Unterricht sabotieren und jetzt den Pausenclown geben. Ihnen ist wohl zu wohl?"

Der Schulleiter sah verärgert auf Snape. Er bewegte seinen Arm. Jeder erwartete einen Reinigungszauber, stattdessen flogen große bunte Schmetterlinge durch die Halle und hinterließen glitzernden Staub. Sie setzten sich kurz auf die beiden und nahmen die Farbe mit.

„Ihr dürft gerne applaudieren liebe Kinder und auch liebes Kollegium, mit diesem kleinen Zauber möchte ich unseren lieben Filius Flitwick ehren, welcher schon seit Jahrzehnten hier seinen Dienst in Zauberkunst tut, heute ist der Gedenktag für sein großes Vorbild und gleichzeitige Mitgründerin von Hogwarts: Rowena Ravenclaw. "

Die Stimmung am Tisch der Gryffindors war am Brodeln.

„So war es früher immer", flüsterte Ginny Felicitas zu. „Snape ließ keine Gelegenheit aus und wir alle empörten uns."

Natalija sah sich am Tisch um, sie hatte die Bemerkung von Ginny mitbekommen. Selbst die größten Widersacher von Harry, ganz vorn Dean Thomas schimpften, während die jüngeren Schüler sich in ihrem Vorbild bestätigt sahen.

Felicitas beugte sich zu ihr. „Und was habt ihr heute Abend vor, außer zu fliegen?"

Natalija grinste, sie wäre doch zu enttäuscht gewesen, wenn Felicitas nicht nachgefragt hätte. Überrascht zog die rothaarige Freundin die Augenbrauen noch oben. „Sollte euch etwas einfallen, was gefährlich sein könnte, lasst es oder ruft uns! Versprochen?"

Natalija nickte.