Ganz herzlichen Dank für eure tollen Reviews, Einige der vielen Vorschläge und Hinweise sind auch schon in die Geschichte mit eingeflossen.

Der Dank gehört selbstverständlich auch dir musashi47, als Beta musst Du Dich oft durch meine wilde Gedankenwelt quälen, aber durch Deine Kommentare und Vorschläge gerät die Geschichte nicht in Schieflage. Danke!


Rückblick auf Kapitel 11

„Das ist aber lieb von dir Feli, dass du den kleinen Racker mitgebracht hast", rief Tonks überrascht. „Er ist einfach so süß." Nachdem Tonks Picco geknuddelt hatte, wollte dieser spielen und rannte wie wild um sie herum.

Feli verwandelte sich in Lucky und tobte mit Picco spielend über die Wiese. Neidvoll beobachtete Harry seine Freundin, sie hatte eine kuschelige Animagusform, die ihrem Wesen entsprach. Welches Tier würde bei ihm herauskommen, wenn er den schwierigen Zauber irgendeinmal beherrschen sollte?

Nach diesem Zwischenspiel übernahm Felicitas die Führung und sie erreichten George-Manor. Tante Marbel begrüßte sie sehr freundlich. Harry war überrascht, dass die Tante von Felicitas ihn gleich umarmte. „Mit dem Essen brauche ich noch einwenig", sagte sie beinahe entschuldigend. „Las dir ruhig Zeit, ich nehme die Gesellschaft zuerst mit in den Keller", meinte ihre Nichte.

Felicitas öffnete eine Türe und genoss die überraschten Gesichter ihrer neuen Freunde.



12. Eifersucht und Flucht

So etwas hatte Harry nur im Fernsehen gesehen, meist, wenn es um Sportler ging. Der Kellerraum vor ihnen war größer und moderner eingerichtet als erwartet.

„He, das ist ja ein Trainingsraum wie ich sie bei den Muggel schon gesehen habe, mit Boxbirnen und Gummidummys", rief Harry überrascht.

„Ich stelle mir vor, wenn ich mich geärgert habe dieser Dummy sei die Person und dann tobe ich mich aus, war eine Idee von Papa, dem das selber gefällt. Viel Spaß, ich muss Tante Marbel noch etwas helfen. Wir rufen euch.

Die Drei befolgten den Rat, nach anfänglicher Zurückhaltung legten sie los und waren überrascht, wie schnell die Zeit verstrichen war, als Felicitas sie nach einer Stunde abholte.

Verwundert schauten sie sich um, als sie frisch geduscht im Erdgeschoss des Hauses ankamen. "Ja, das alte Herrenhaus überhalb von St. Rochus hat schon einige überrascht", bemerkte Tante Marbel. Felicitas öffnete die Türe zu einem größeren Salon. "Nehmt ruhig schon einmal Platz.

Der Tisch war schön gedeckt und es roch köstlich. Nicht, dass das Essen von Molly Weasley oder das in Hogwarts schlecht gerochen hätte, nein. Hier aber roch es ganz anders richtig exotisch. Auf dem Tisch stand eine große Schale mit Obst, von der sich Tonks gleich bediente. Feli, gefolgt von ihrer Tante brachte eine große Schüssel herein.

"Das ist das Lieblingsgericht von meiner Kleinen", erklärte die Tante. "Allo – Gobi ist ein vegetarisches Gemüse Kartoffelgericht in dem Ingwer, Kurkuma und Garam Masala so richtig zu Geltung kommen. Diese Gewürze hat mir Feli kürzlich frisch vom Markt in Mombai, wir hier in Europa sagen meistens Bombay, mit gebracht." Mit diesen Worten füllte sie die Teller. Jeder war mit dem Essen so beschäftigt, dass es ganz still im Raum war. Die Stunde im Trainingsraum war doch sehr anstrengend gewesen. "Und hat der Gummi Fudge nun ordentlich Schläge eingesteckt", fragte Felicitas grinsend.

"Ich bin wirklich überrascht, eigentlich bin ich bis auf wenige Momente recht friedlich", begann Remus zu antworten. "Aber ich muss zu geben, es hat wirklich geholfen den Frust los zu werden, und es hat auch Spaß gemacht."

Die Tante schüttelte den Kopf. "Felicitas erzähle es, aber nicht gleich Abhijat, dass du deine Gäste zuerst vor die Boxbirnen gestellt hast, ohne es zuvor mit Yoga zu versuchen. Dein Yogi würde entsetzt sein." Harry nahm sie in Schutz: "Nicht ganz ohne Yoga, heute Morgen habe ich mir erst in aller Ruhe den Kopf schrubben lassen müssen, um auf das Interview vorbereitet zu sein. Und meinen Schulleiter habe ich durch die Übungen die ich bei Felicitas gelernt habe sehr beeindruckt."

"Es freut mich, dass man den alten Fuchs noch beeindrucken kann", meinte die Tante schmunzelnd. "Was habt ihr heut noch alles vor?"

Tonks, die relativ wenig gesprochen, sondern sich in dem schön ausgestalteten Raum umgesehen hatte, meinte: "Heute Mittag werde ich die Post austragen und mit Remus an einer Ordenssitzung teilnehmen, die interessanterweise schon am Nachmittag stattfindet."

Harry schaute überrascht auf. „Ja, kleiner Bruder ich werde dir ausführlich berichten. Schließlich soll ich ja auf dich aufpassen und kann es nicht dulden, dass du dich in Gefahr begibst nur, um zu lauschen, was im Orden abgeht", antwortete sie ihm und warf dem überrascht schauenden Lupin einen bösen Blick zu.

„Ich und Harry, werden... na gut, Tante. Harry und ich werden heute Mittag apparieren üben, vielleicht werden wir noch etwas Neues lernen", beendete Felicitas ihren Satz, den sie, nachdem mahnenden Blick ihrer Tante aus reiner Höflichkeit zu Harry geändert hatte.

Dieser schaute sie überrascht an, eigentlich wollten sie doch in die Winkelgasse und zu Gringotts, endlich mal seine Post abholen. Als er das Leuchten in ihren Augen sah, wusste er Bescheid. Feli hatte nicht gelogen, sie hatte die reine Wahrheit gesagt. Sie würden in die Winkelgasse apparieren und Feli würde diese kennen lernen, die war ja für sie neu.

Remus bedankte sich nochmals formvollendet bei der Tante von Felicitas, obwohl er schon während dem Essen, dieses öfters gelobt hatte.

Im Ligusterweg übergab Felicitas Picco wieder an sein Frauchen und beobachtete danach amüsiert, wie aus Harry Andrew wurde. Mit der Haarfarbe wollte es diesmal einfach nicht so richtig klappen. Harry schlug entnervt im Lockhart nach, auch Felicitas interessierte sich für diese Zauber. „Harry heute darf ich einmal, ja?"

Harry nickte ergeben. Während Felicitas strahlte, besah er sich seine neue Frisur im Spiegel an. Feli hatte die Haare nicht nur farblich verändert, nein sie waren auch länger. Sie gingen ihm jetzt bis in den Nacken und seine ganze Stirn war hinter einem Vorhang verschwunden. Obwohl die Narbe nicht mehr sichtbar war, verdeckte Harry sie noch mit dem Make-up. Er wusste ja nicht ob der Wind so lange Haare einfach zur Seite blasen könnte und die Narbe somit für jeden sichtbar wurde.

Harry betrachtete nochmals den Tagespropheten und schüttelte den Kopf. So oft hatte er sich gewünscht sich an den Verantwortlichen dieses Schmierblattes, sowie dem Minister dessen Unbelehrbarkeit nie bekannte Höhen erreicht hat, ordentlich zu rächen. Aber sie als Gummi Puppen zu vermöbeln auf die Idee wäre er nie gekommen. Natürlich Fudge hatte sich nicht geändert, schließlich waren es Gummipuppen und keine Pupen wie sie Voodoo Priester verwenden. Seine Wut aber hatte ein Ventil gefunden, er war sich sicher, sollte er heute noch Fudge begegnen könnte er sich beherrschen. Dankbar schaute er Feli an, die ihn beobachtet hatte. „Danke Feli, auf die Idee Fudge als Gummifigur zu vermöbeln wäre ich nie gekommen."

Sie lachte ihn an und gab ihm einen Kuss. „Auf Andrew du wolltest doch deiner Schwester Felicitas McKillan die Winkelgasse zeigen, falls uns jemand fragt, wir heißen McKillan und wohnen in George Manor in St. Rochus."

Harry schmunzelte und holte seinen Portschlüssel mit dem ‚W' für Winkelgasse heraus. Wie hatte es Tofty gesagt, an einen bekannten Ort kann man ohne große Vorbereitungen apparieren und er hatte keine Lust mit Feli jetzt die Koordinaten für die Winkelgasse zu suchen. „Feli wir reisen mit dem Portschlüssel dorthin, dann kannst du dir ja den Platz einprägen, oder willst du im großen dicken Buch suchen?"

Sie schüttelte lachend ihren Kopf und legte ihre Hand in seine. Beide berührten so den Portschlüssel, der in Harrys Hand lag und sie verschwanden mit drei aus dem Ligusterweg.

„Sehr romantisch sieht es hier ja nicht aus", kommentierte Feli, nachdem sie sich im Hof des ‚Tropfenden Kessels' umgeschaut hatte. „Du hast Recht, das hinterlässt einen unvergesslichen Eindruck."

„War auch mein Erster, aber ich finde Gasse total toll. Die Brüder von Ron und Ginny Weasley haben dieses Jahr ihren Scherzartikelladen eröffnet, und bei Fortescue gibt es ein wunderbares Eis. Kannst du eigentlich fliegen? Da gibt es ein extra Laden für Quidditch. Und wir sollten auch... ." „Sag mal, ich frage mich, wo sollen wir hier übernachten?", unterbrach ihn Felicitas. „Bei dem, was du alles vor hast, ist es bald Nacht und du hast kein einzigstes Mal gefragt, was ich will."

„Entschuldigung, bisher hast du immer gleich gesagt, was du willst." Harry wandte sich der Mauer zu und tippte die Steine an.

„Oh", Felicitas Aufschrei amüsierte ihn sehr. Ja so hatte er die Winkelgasse auch in Erinnerung, geschäftiges Treiben in bunter Vielfalt. Etwas bange war ihm schon, wie würde er reagieren, wenn jemand Bekanntes vorbei kam. „Feli vielleicht sollte ich doch nicht zu „Weasley zauberhaften Scherzartikel" gehen, vielleicht erkenne die mich doch."

Feli schaute in überrascht an: „Warum hast du solche Angst Andrew, wird schon klappen. Ich glaube nicht, dass dich jemand erkennt. Harry kann es sein, dass du Angst hast auf Ginny zu treffen und nicht weist, wie du dich verhalten sollst, wenn ich dabei bin?"

Harry schüttelte den Kopf: „Ist da wieder jemand grundlos eifersüchtig?" Felicitas sah ihn nicht an: „Andrew was ist denn Eifersucht?" Überrascht sah er sie an: „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft."

Sie boxte ihn in die Seite: „Scherzkeks, so war es nicht gemeint. Vielleicht bin ich es doch, wenigstens ein wenig, weil ich sie nicht kenne. Ich weis allerdings auch nicht, ob es besser wird, wenn ich sie kennen lernen würde."

Harry antwortete ihr nicht, war sie nun eifersüchtig oder nicht. Er wurde daraus nicht schlau. Da war die Buchhandlung, er erzählte ihr von dem Monsterbuch der Monster, das hier verkauft worden war. Und von Lockhart, er vergas es nicht ihr zu erzählen, wie sehr es ihm gestunken hatte, dass dieser Idiot ihn so in das Rampenlicht gestellt hat. „Die Bücher sind aber sehr günstig, schau mal Har..., äh Andrew, nur fünf Pfund für so ein großes Buch."

„Fünf Galleonen, Feli, Galleonen und das ist nicht so billig", korrigierte Harry sie. „Galleonen, was zum Teufel sind, denn Galleonen?" Passanten drehten sich um und sahen sie verwundert an. „Eine Galleonen sind 17 Sickel oder 493 Knut, das ist unser Zaubergeld, kennst du das nicht? Mit was zahlt ihr den in Indien?"

„In Indien zahlen wir, wie alle Inder auch, mit indischen Rupien, wir haben da kein eigenes Geld. Die magische Gesellschaft hat sich dort mehr angepasst als im kleinen, alten England. Und wie viel ist das in Pfund?"

„Eine Galeone sind ca. fünf Pfund." Sie gingen weiter, Harry wollte zu Gringotts um seine Post zu holen und sich bei Griphook nach dem Haupttestament von Sirius zu erkundigen.

„Kann ich bei Gringotts auch mit der Karte Geld bekommen?" Harry zuckte unwissend mit den Schultern, beinahe hätte er nein gesagt, aber bei Gringotts ist nichts unmöglich. Schließlich hatte er seine eigene Karte auch von dort bekommen.

„He, Andrew schau mal sind die nicht schön!" Felicitas zeigte auf Freundschaftsbänder in einem kleinen Schaufenster. Harry hatte den Laden noch nie beachtet, da er nur Modeschmuck oder Ähnliches hatte. Er schaute die Bänder mehr aus Höflichkeit an, als aus Interesse, aber da kam ihm eine Idee. Tonks hatte doch etwas von Postbote gesagt und er hatte an die Drei im Fuchsbau noch keinen Brief geschrieben. „Ich schicke an Hermine, Ginny und Ron einfach ein Freundschaftsband, zu Erinnerung, dass es mich noch gibt. Kann ich mir das erlauben oder bekomme ich wieder irgendwelche Vorwürfe zu hören."

„Blödmann. Du schickst die Bänder mit einer kleinen Karte mit ‚Gute Reise, bis bald Harry' los. Wenn du dich beeilst, könnten wir noch Tonks treffen um ihr die Kuverts mitzugeben." Felicitas stürmte in den Laden und begann nach Bändern zu suchen. „Rot und Gold sollten dabei sein, Feli. Das mit Tonks ist eine gute Idee, dann würde ich die Antworten direkt bekommen, sollte ich es ihnen wert sein", meinte Harry etwas betrübt.

Felicitas ging gar nicht darauf ein, sondern kaufte neben den Bändern und dunkelrote Karten mit Kuverts auch einen goldfarbenen Stift.

Harry grinste: „Rote Karten soll ich verschicken, ich hätte es mir nicht getraut zu kaufen, jedenfalls nicht, wenn du dabei bist."

Felicitas verdrehte die Augen: "Also, so schlimm bin ich nun auch wieder nicht, immerhin darfst du die Karten schreiben. Die Karten sind außerdem dunkelrot und die Schrift ist gold, mehr Gryffindor gibt es wohl nicht mehr. Höchstens noch ein königlicher Greif, aber Abziehbilder mit ihm gibt es nicht."

"Woher kennst du das Wappen von Gryffindor?" Felicitas zeigte an die Wand, wo alle vier Wappen der Gründer von Hogwarts hingen.

Noch im Laden beschrieb Harry die Karten und die Kuverts. Als sie aus dem Laden kamen suchte Harry einen stillen Hinterhof. "Mit dem Telefonieren muss ich hier etwas vorsichtiger sein. Die meisten kennen kein Telefon, nachher zeigen sie mich noch bei Arthur Weasley an wegen Missbrauch von Muggelartefakten." Feli schüttelte den Kopf: "Wie kann man nur so rückständig sein."

Nachdem kurzen Gespräch mit Tante Arabella strahlte Harry:" Die liebe Tonks sitzt mit Remus bei ihr am Kaffeetisch, aber wir müssen uns beeilen."

"Harry, wenn ich zu Arabella gehe und die Briefe abgebe, dann ist das unauffälliger, als wenn du als Andrew auftauchst. Sie werden dich vielleicht sogar begleiten wollen. Ich kann wieder verschwinden und bummeln gehen, bist du mit deinen Geschäften bei Gringotts fertig bist."

Er überlegte kurz: „Hier nimm das Geld, falls dir etwas beim Bummeln gefällt, du kannst es mir ja in Pfund zurückgeben. Wo finde ich dich wieder, oder soll ich dich anrufen?"

Feli schüttelte den Kopf. „Wir werden uns in einer Stunde in der Eisdiele gegen über dem großen weißen Haus treffen."

„Feli, das große weiße Haus ist Gringotts, sagen wir lieber in ein und einer halben Stunde. Ich weis nicht, wie lange ich auf Mister Griphook oder gar Mister Fortunekeeper warten muss und außerdem will ich Gringotts über die Kanzlei in der Oxford-Street betreten. Da kann ich Griphook unter vier Augen erklären warum ich anders aussehe. Pass auf dich auf, riskiere nichts. Sollte etwas sein, kannst du mich immer anrufen." Nach einem Abschiedskuss verschwand Harry beinahe lautlos. Feli war zufrieden mit ihm, denn er konnte sich gut konzentrieren, wenn er wollte..

Bei Felicitas Besuch im Chrysanthemen-Weg ging es nicht so reibungslos, wie sie es sich vorgestellt hatte. Tonks hatte aufbrechen müssen, denn Dumbledore wollte mit ihr dringend noch mal etwas besprechen und Remus hatte sich hingelegt.

"Feli, schick doch Hedwig. Sie kennt dich schon und sie ist eine sehr gute Posteule, vielleicht sitzt sie sogar in ihrem Käfig im Ligusterweg."

Es war das erste Mal, dass sie Post mit einer Eule versandte, in Indien waren es immer große bunte Vögel gewesen, aber Hedwig war sehr geduldig. "Du musst die Briefe schnell bringen, und am Besten auf eine Antwort warten", ermahnte sie die Eule, die daraufhin mit dem Schnabel klapperte.

Zurück in der Winkelgasse sah Felicitas sich um, und wandte sich einem kleinen Geschäft zu, welches ihr Freund wohl noch nicht bemerkt gehabt hatte Sie wollte mehr über Ginny erfahren. Sie war eifersüchtig auf jemanden den sie nicht kannte, obwohl Harry nie besonders lieb oder verträumt von ihr gesprochen hatte.

Er hatte sie vor Jahren gerettet und seit dem vertrauen sie sich , ohne zu vertraut zu sein, und gerade dieses wollte sie genauer wissen.

'Weasleys zauberhafte Scherzartikel' nicht einmal ein Buchstabe war gerade geschrieben, sah aber irgendwie lustig aus. Beim Öffnen der Türe wurde sie mit einem lauten Schrei eines Elefanten begrüßt und wurde von einem blendenden Licht angestrahlt. Ein Plüschaffe schrie beinahe so grell wie dieser Dobby in dem Haus in London: „Hilfe, Hilfe ein Kunde, sehen sie sich ruhig um, probieren sie alles aus und sie werden froh sein, wenn jemand von uns Zeit für sie hat."

Die Regale bogen sich vor kuriosen Dingen und Feli, die gern eine oder die andere Sache angefasst hätte, traute sich nicht. Hier war alles möglich, nur irgendwelche Verkäufer waren nicht zu sehen. So besah sie sich die Gegenstände, an den launigen Beschreibungen hatte sie ihre echte Freude. Ein kleiner Schlangenkorb interessierte sie sehr, er erinnerte sie an Mombai, wo sie gerne den Beschwörern zu gesehen hatte.

Vorsichtig berührte sie mit ihrer Linken den Korb. Der Deckel schlug auf und eine große Brillenschlange schoss in Verteidigungsstellung heraus. „Stupor" ihr Schockfluch hatte keine Wirkung. Mit „Evanesco" war der Korb samt Schlange verschwunden. Ganz atemlos starrte sie auf die nun leere Stelle, irgendein Glockenspiel war mir einem riesigen Krach zu Boden gegangen, als sie der Schlange ausgewichen war. Waren die hier alle wahnsinnig. Eine Brillenschlange in einem Scherzartikelladen, unglaublich.

„He, du darfst gerne alle Sachen ausprobieren, aber doch nicht umwerfen. Hast du gehört Ginny?" Ein rothaariger junger Mann sah mürrisch zwischen einem Regal durch. „Oh Entschuldigung Miss, ich habe sie doch glatt mit meiner kleinen Schwester verwechselt."

Das war eine Begrüßung. „Seid ihr hier wahnsinnig, eine Giftschlange in einem Spielwarenladen", fauchte sie ihn an und zeigte erregt mit den Zauberstab auf die leere Stelle im Regal. Unverständlich sah sie der junge Mann an beugte sich und hob vom Boden einen Zettel, auf dem der Schlangenkorb abgebildet war, auf und überreichte ihn ihr grinsend.

Felicitas ahnte Schlimmes, sie war diesen Scherzkeksen auf den Leim gegangen.

Der Verkäufer hatte wohl Angst, dass sie sich vor Schreck setzen würde, deshalb beschwor er einen Stuhl herauf und stellte ihn hinter ihr: „Bitte schön Miss?" „McKillan".

„Bitte entschuldige uns, ich habe wirklich nicht gedacht, dass dieses Süßigkeitenversteck dich so erschreckt. Willst du lieber ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee, Meg? Ich bin Fred, und schmeiße mit meinen Zwilling George den Laden hier." „Und ihr heißt mit Familiennamen Weasley, wie es auf der Türe steht?" „Exakt Meg, wie du und deine Familie Killan heißt, schreiben wir uns Weasley. Man ruft uns eigentlich nur bei Vornamen, wenn man uns unterscheiden kann." Felicitas musste schmunzeln. „Oh, Meg du kannst ja wieder lachen, komm ich bringe dich in die Küche, dort bekommst du deinen Tee. Das bin ich dir schuldig."

Mit einem „Reparo" hatte der andere junge Mann, welcher gerade aufgetaucht war und dem Ersten zum Verwechseln ähnlich sah, das Glockenspiel repariert. Fred begleitete Felicitas in die kleine Küche hinter dem Laden. Ein lustiger Wasserkessel stand auf dem Herd und piff seine Melodie vor sich hin. Zuvorkommend servierte ihr Fred den Tee. „Sag mal, warum bist du so vor der Schlange erschrocken, dass du sie gleich vernichten musstest?" Feli stellte die Tasse ab: „Bist du so einem Viech schon einmal im Original begegnet? Ich schon in Indien, wird man von Schlangen so gewarnt wie bei euch vor dem Straßenverkehr oder gar vor Todessern. An jeder Ecke könnte die Gefahr lauern." „Du kommst aus Indien?" Der Elefant und der Ruf des Plüschaffen unterbrachen die Unterhaltung.

„Bin gleich wieder da! Erschrecke nicht noch mal so, denn es kann sein, dass Ginny, unsere Schwester auftaucht, und sie sieht der sehr ähnlich."

Felicitas sah sich interessiert um, das waren also die Weasleys, ganz schön chaotisch. Der Tee war gut und sie musste ja noch die verrückte Schlange bezahlen. Feli schenkte sich noch eine Tasse nach und schaute nach der Uhr. In einer SMS teilte sie Harry mit, dass sie bei den Weasleys war. Er antwortete ihr kurz, dass er bei Gringotts auf Mister Fortunekeeper wartete.

Im Spiegel, über dem Waschbecken besah sie sich. Nein, sie war nicht mehr schreckensbleich. Durch das Fenster sah sie auf die Gasse mit dem bunten Treiben, als hinter ihr die Türe auf ging jemand rief: „Sagt bloß, ihr habt diese schreckliche Süßigkeiten-Versteck-Schlange verkauft, wer ist so verrückt!" Ein Mädchen mit roten Haaren und beinahe genauso groß wie sie, betrat die Küche mit einem großen Korb.

„Nicht verkauft, ich habe sie vor Schreck geschockt und danach noch verschwinden lassen, weil sie so täuschend echt war. Jetzt muss ich sie noch zahlen. Bist du Ginny?"

„Eh, ja und wer bist du. Entschuldigung das ich dich so überrascht anschaue, aber du siehst mir sehr ähnlich. Erzähl mal, wer von den beiden, hat dich abgeschleppt und hier geparkt?"

„Fred hat mir einen Tee angeboten, nachdem ich mich über dieses Vieh so erschreckt habe. Mein Name ist Felicitas. Bis vor kurzem wohnte ich in Indien und bin das erste Mal in der Winkelgasse." Felicitas hatte kurz überlegt ob sie ihren wirklichen Nachnamen sagen sollte, aber dann doch gezögert. Harry wusste nichts davon, aber sie könnte ihn ja vom Bruder zum Freund befördern.

„Ist ja cool, Indien, wenn ich nur daran denke. So weit entfernt von all dem kleinkarierten Denken hier.

„Um auf deine Frage zurückzukommen, mich hat keiner von deinen Brüdern abgeschleppt. Mein Freund Andrew hat drüben bei Gringotts etwas zu tun und deshalb habe ich mich in euren Laden gewagt."

„Andrew hört sich gar nicht indisch an?" „Ich habe ihn auch erst hier in England kennen gelernt, in einer Stunde treffe ich ihn bei der Eisdiele. Ginny kannst du mir ein gutes Kleidergeschäft hier empfehlen? Nur mit meinen Saris werde ich hier wohl noch erfrieren."

„Klar doch, muss nur noch die Kiste da auf den Schrank stellen." Ginny faste die Kiste recht ungeschickt an und Felicitas half ihr, indem sie das andere Ende der Kiste nahm um ihr zu helfen. Die weiten Ärmel ihres Kleides fielen bis an die Ellenbogen zurück, als sie Ginnys erleichterten Blick sah, dämmerte ihr der Grund der Aktion. „Ginny, du kannst beruhigt sein ich habe kein dunkles Mal, aber der Trick ist gut." Ginny schaute etwas verlegen. „Du musst mich entschuldigen, jeder hier hat seine kleinen Tricks um sich gegen diese Typen zu schützen. Woher weist du überhaupt von ihnen?" „Indien liegt zwar weit weg, aber trotzdem wissen wir, was hier vorgeht", meinte Felicitas.

„Fred, George ich nehme die Sachen mit zur Poststation und zeige ihr auf den Rückweg Madam Malkins, klar. Last euch etwas einfallen, falls Mumm sich meldet." Fred nickte grinsend: „Meg die Schlange kostet dich zwei Galleonen."

„Wieso Meg", erkundigte sich Ginny, die vor der Kasse neben Felicitas stand und einen prüfenden Blick in den Spiegel warf. „Weil dein Bruder meinen Vornamen nicht kennt und mich einfach bei der ersten Silbe meines Familiennamens McKillan ruft". Fred wurde, was Feli sehr gefiel, vor Verlegenheit ganz rot. Feli legte ihm das Geld auf den Tressen, welches er in der Schublade verschwinden lies, während er ebenfalls in den Spiegel schaute. „He ich habe nicht geklaut, warum werde ich hier von allen Seiten gemustert?"

„Sei nicht böse, aber die Zeiten sind schlimm. Und dieser magische Spiegel zeigt mir die Menschen in ihrem ursprünglichen Zustand. Wären deine Haare gefärbt, würde ich es sehen."

Felicitas fuhr sich mit der rechten Hand durch ihre Haare und diese wurden schwarz und sie blieben es auch im Spiegel. „Sicher?" „Dann bist du ein Metamorphmagus, ich kenne eine bei der reagiert der Spiegel auch nicht," meinte Ginny. „Ah, da fällt mir ein, meine Anstandsdame wird nachher vorbei schauen. Soll ja kontrollieren, ob ich artig bin. Schickt sie einfach zur Eisdiele hinüber, ich will mir noch Andrew anschauen, den Freund von Felicitas." Felicitas hob den Zauber über ihren Haaren auf und richtete sich noch etwas im Spiegel.

Während sie gemeinsam zur Poststation gingen erzählte Ginny ihr, von der Abgeschiedenheit des Fuchsbaues und warum sie deshalb so froh war jemand anderes kennen zu lernen. Bei Malkins waren sie bald fertig, obwohl bei Felicitas noch Maß genommen werden musste. „Miss für welches Schulhaus in Hogwarts?" Feli schüttelte den Kopf und suchte einen guten schwarzen Stoff aus. Madame Malkin war glücklich, sie hatte Roben in der Kleidergröße vorrätig und so zogen die beiden Mädchen bepackt weiter zu Fortescue

Nach der Bestellung, bei der Feli darauf bestand Ginny einzuladen, wurden sie auf einen Schatten aufmerksam, Hedwig schwebte langsam auf die erstaunte Ginny nieder. Schnell band sie zwei Briefe ab. Den Roten, den Felicitas schon kannte, und einen hastig Geschriebenen. „Von Harry, Mensch endlich meldet der sich. Ich habe schon gedacht er hätte mich ganz vergessen."

„Ist Harry dein Freund?", fragte Felicitas zögerlich. Überrascht schaute Ginny ihre Tischnachbarin an und lächelte verträumt. „Lange habe ich es mir gewünscht, aber er hat mich nie als Mädchen wahrgenommen, immer nur als kleine Schwester seines besten Freundes. Dann habe ich es aufgegeben, es hat zwar wehgetan, aber seitdem kommen wir besser mit einander aus. Mein Freund ist Dean Thomas, ein Zimmerkamerad von Harry auf Hogwarts und zurzeit mit seinen Eltern in Italien."

Als sie das Freundschaftsband aus dem roten Kuvert nahm, hatte sie Tränen in den Augen. Nachdem sie das angebotene Taschentuch genommen hatte, erzählte Ginny wie schwierig es für seine Freunde ist mit Harry in Briefkontakt zu bleiben, da er bei den Muggel wohnt. „Na, toll", entfuhr es Ginny, als sie den zweiten Brief gelesen hatte. Feli zog fragend die Augenbrauen nach oben.

„Hermine, meine Freundin und Harry beste Schulfreundin hat geschrieben. Sie teilt mir mit, dass sie kurz vor ihrer Abreise mit meinen Eltern und Ron, meinem Bruder, Hedwig unbeobachtet zu mir schicken konnte. Ich soll bedenken, dass Harry Schwierigkeiten bekommt, schreibt sie mir, wenn ich ihm ständig Eulen schicke, würde Mad-Eye meinen."

„Quatsch, schreibe ihm gleich hier ein paar Zeilen, vielleicht kann er dich ja in der Winkelgasse besuchen. Habe ich doch richtig verstanden, dass du während deine Eltern weg sind hier bist." Ginny nickte und beschwor eine Feder und beschrieb die Rückseite seiner Karte. „Ich hoffe es ist nicht zu gefährlich, wenn er mich hier besucht?" Feli hatte große Mühe die aufgeregte Ginny nicht in die Arme zu nehmen und ihr alles zu erzählen, aber er musste mit einverstanden sein und deshalb ging es nicht.

„Vielleicht könnt ihr uns beide in St. Rochus besuchen, deine Anstandsdame scheint ja umgänglich zu sein, wenn du sie einfach hierher umleiten kannst." Ginny grinste und band Hedwig schnell den Brief um. Felicitas, die sich mit Eulen nicht so auskannte, beobachtete sie nachdenklich.

„Kann es sein, dass dein Andrew längere blonde Haare hat?" „Wo?" „Da, zwischen Gringotts und dem Laden meiner Brüder. Hoppla jetzt ist er mit Tonks zusammengestoßen."

Felicitas wurde es sehr schnell bewusst, jetzt konnte sie Ginny nicht mehr lange etwas vormachen. Eigentlich wusste sie ja, was sie wissen wollte und konnte sehr zufrieden sein. Sollte sie Ginny es klarmachen können, warum sie diese so an der Nase herumgeführt hatte, könnte sie tatsächlich eine Freundin werden. Ihre erste Freundin.

Beide sprangen auf und winkten.

Harry sah die winkenden Mädchen, und betrachte daraufhin die alte Dame kritisch: „Große Schwester was wird hier gespielt?" „Wüsste ich auch gern, ich glaube deine Schmusekatze hat sich selbstständig gemacht, lange könnt ihr die Schwindeleien vor Ginny nicht mehr verbergen. Sie hat den Aufstand im Fuchsbau gewagt und ist bei ihren Brüdern geblieben."

Harry schüttelte den Kopf: „Na, toll. Mal sehn, was das heute noch wird. Erst der dumme Fudge und nun sammelt Feli auch noch Ginny ein."

„Sie scheinen sich zu verstehen, sonst würden sie nicht bei Fortescue sitzen, Har... Andrew."

Harry kümmerte sich auffällig um die anscheinend schwache Frau und führte sie zu dem Tisch der beiden. „Was wünscht die Dame und der Herr?", der geschäftstüchtige Ober war aufgetaucht.

„Einen Cognac für die Dame und ein Butterbier für mich", bestellte Andrew. Feli schaute scheinbar irritiert von einem zum Anderen. „Andrew ich glaube wir brauchen einen starken Kaffee. Ginny das ist mein Freund Andrew. Andrew das ist Ginny Weasley, ich erzähle dir nachher, wie ich sie in ‚Weasleys zauberhaften Scherzartikeln' kennen gelernt habe. Hat er sie verletzt, sie sind doch eine Bekannte von Ginny?"

Beachtliche Leistung, dachte sich Harry. Sie wusste über alle Bescheid und nun machte sie auf ‚überrascht'. Ist das fair, Ginny gegenüber? Alle wussten Bescheid wer am Tisch saß, nur Ginny nicht und die schien sich zu wundern, dass Andrew Tonks anscheinend kannte. Als Ginny durch die einschwebenden Getränke abgelenkt war, wechselten Harry, Feli und Tonks unsichere Blicke aus. Harry nickte kurz und war froh, dass die anderen beiden ihm zu stimmten.

Während Feli die Zeche zahlte, schrieb der blonde Junge etwas auf eine kleine rote Karte und schob diese der verwunderten Ginny zu. Feli lächelte etwas unsicher, las aber mit da Ginny die Karte so drehte, dass sie mitlesen konnte.

Ganz ruhig bleiben – Ich bin Harry –

Ginny bekam schmale Augen und sah Andrew kritisch an und drehte die Karte schnell um, als sie seine drehende Bewegung mit der Hand sah.

„Durch das Tagebuch bist du in die Kammer des Schreckens gekommen, richtig?"

Fassungslos sah sie ihn an. Harry musste sich anstrengen, damit er nicht laut loslachte. Tonks gelang es nicht so gut, sie verschluckte sich an ihrem Cognac. Ginny schaute alle: „Schön, und... ."

Der Lärm einer Detonation schreckte die ganze Winkelgasse plötzlich auf. Wild gestikulierend zeigten Passanten auf ein Fenster bei Gringotts, hinter dem ein Feuer loderte.

Tonks reagierte geistesgegenwärtig, indem sie ein Seil herauf beschwor. „Festhalten! 1 – 2 – 3." Ihre Stimme klang so bestimmend das jeder unwillkürlich folgte.

Als das ziehende Gefühl hinter dem Bauchnabel nachließ, spürte Harry, das er nasse Füße bekam.

„Iiiihhhhh Tonks, was soll den das gewesen sein, und wo sind wir eigentlich?"

„Das meine liebe Felicitas, war eine Flucht und wir sind hier an meinem Lieblingsplatz an der Küste von Cornwall. Als Kind war ich hier öfters im Urlaub."

„Und das wolltest du uns jetzt zeigen, wirklich der geeignetste Zeitpunkt. Uns fliegt beinahe die halben Winkelgasse um die Ohren und du machst mit uns einen Strandspaziergang", brummte Harry.

Tonks strahlte über das ganze Gesicht: „Tja Leute, ihr kennt mich ja schon als kleine Chaotin, aber heute habe ich mich doch selbst übertroffen? Kommt das müsst ihr schon zu geben! Niemand, absolut niemand hat es vorhersagen können, wo wir laden. Ist das nicht toll!"

Ungläubig schauten sich die anderen an. Felicitas Mine hellte sich plötzlich auf: „Du hast uns an einen Platz gebracht, der mit niemand abgestimmt war, so als Fluchtplan 5 C oder ähnlich. Weil es schon etwas länger her ist, dass du im Urlaub hier warst, ahnt auch niemand der dich kennt, wo wir sind. Ist das richtig?" Tonks nickte grinsend und wurde daraufhin von Felicitas stürmisch umarmt.

„Du hast das gemacht, was mein Papa mir immer beigebracht hat, wenn wir über Tante gesprochen haben. Er sagt immer: Flieht im Erstfall immer, solange ihr noch könnt und flieht dorthin, wo niemand, aber auch wirklich niemand mit euch rechnet."

Tonks suchte in ihrem Rucksack und fischte das bonbonfarbene Mobiltelefon heraus: „Remus, hallo hörst du mich – wir sind in Sicherheit. Großes Geheimnis, wo wir sind, nein wir sind nicht in Little Whinging, aber wir werden nachher am Ligusterweg vorbeischauen und wir treffen uns bei der alten Figg. Sagst du Fred und George, dass Ginny bei uns ist und erkundige dich bitte, was in der Winkelgasse los war."

Remus wusste es schon aus dem Hexenradio, welches bei Arabella beinahe immer an war, dass es nur in der Winkelgasse eine Explosion gegeben hatte.

"Nun Ginny, bevor wir weiter reisen", begann Harry mit seiner Erklärung. "Tonks muss ich dir nicht mehr vorstellen, sie hat den Auftrag mich zu beschützen und hat es, trotz es mir in den nassen Kleidern im kälter wird, toll hinbekommen. Wir sind in Sicherheit, egal, was bei Gringotts war. Felicitas hast du auch schon kennen gelernt und du weist auch, dass ich hinter Andrew stecke. Dieses muss alles geheim bleiben! Klar!"

"Na hör mal, ist doch selbstverständlich"

"Du weist jetzt beinahe soviel wie Tonks, Remus, Felicitas, Arabella und Professor Snape, bitte das sind topsecret Informationen."

"Harry, dann hat der Orden keine Ahnung, dass euer kleiner Kreis heute um mich erweitert wurde, stimmt doch, dass ich dabei bin?"

Tonks nahm Ginny einfach in den Arm: "Ja, sonst wäre Harry Andrew geblieben und du hättest mit uns hin und wieder einen schönen Nachmittag gehabt, an dem wir uns um Harry sorgten und vor allem Eis gegessen hätten."

Auch Harry nahm Ginny in den Arm: "Wo ist den Felicitas, sie ist doch hoffentlich nicht eifersüchtig?" Sie sah sich suchend um und entdeckte nur eine rot getigerte Katze, die sie sofort auf den Arm nahm. "Jetzt Ginny", meinte Harry, während er Lucky streichelte. "Jetzt weist du nicht mehr beinahe alles, sondern nachdem du Lucky kennen gelernt hast, weist du alles. Lucky und Felicitas können nie am gleichen Ort sein. Dumbledore hat Lucky schon gesehen aber nicht Felicitas. Für ihn ist sie das Katzenfräulein mit den scharfen Krallen."

Tonks sah auf ihre Uhr: "Leute wir sollten aufbrechen, Remus und Arabella warten."

"Also, wir treffen uns bei Arabella, Lucky und ich werden zuerst einmal mein Zimmer besuchen. Mensch Feli, die Farbe verschwindet nicht aus meinen Haaren." Lucky sprang auf den Boden und verwandelte sich in Felicitas. Harry hatte sich bis auf die Haarfarbe schon wieder in zurück verwandelt. Sie fuhr ihm durch die Haare: "Die Farbe in Ordnung aber die Länge bleibt, die steht dir so gut."

"Hoffentlich fällt es Tante Magda nicht gleich auf, dass mir die Haare in wenigen Stunden um einige Zentimeter wachsen."

Während Tonks und Ginny mittels Portschlüssel in den Chrysanthemen-Weg unterwegs waren, trafen Harry und Lucky im Ligusterweg ein. Harry hatte absichtlich, den Portschlüssel gewählt, der sie in den kleinen Spielplatz am Ligusterweg brachte. Er wollte zu erst die Lage erkunden. Die kräftige Stimme von Tante Magda sowie die etwas zögerliche von Petunia hörten sie sofort. Sie schienen Picco zu suchen. Tatsächlich, selbst einige Nachbarn schienen sich an der Suche zu beteiligen. "Wenn alle so wütend nach einem rufen, würde ich auch lieber versteckt bleiben", meinte Harry zu Lucky mitleidsvoll: "Du bleibst besser bei mir, wir wissen nicht, warum der kleine Hund fehlt."

Harry sah, dass sich in einem Gebüsch etwas bewegte, hörte aber schon die Schelte für Picco. Die weit tragende Stimme von Tante Magda beendete die Suchaktion im Ligusterweg.

Als er das Haus der Dursleys betrat, glaubt er seinen Ohren nicht trauen zu können. Tante Magda war gerade dabei Dudley eine ihrer Predigten zu halten. Harry wollte sich leise in seinen Keller verdrücken, als er von Petunia und vor allem von Picco entdeckt wurde. Mit lautem Gebell kam der Letztere auf ihn zu gerannt. Er kniete sich zu ihm herunter: "Was hast du den heute angestellt, man darf doch nicht abhauen!" "Richtig Junge sage es ihm ordentlich, so wild hat er sich noch nie aufgeführt. Er war mit Dudley spazieren, als er sich los riss. Eine Stunde später tauchte er total zerzaust mit der ersten halbtoten Ratte wieder auf und so ging es weiter. Drei Ratten hatte er angebracht, den Nachbarn hatte es Spaß gemacht, aber sie waren auch schockiert Ratten im Ligusterweg. Hängt wohl an der Spießigkeit der Gegend, Ratten gibt es überall."

Harry sah an den Mienen von Onkel und Tante, dass sie sich am liebsten in Luft auflösen würden, wenn sie an das Gespräch unter den Nachbarn dachten. Gut morgen musste er nach Hogwarts, aber Piccos Körbchen war doch mehr eine Box mit einer Türe. So könnte es gehen. "Wolltet ihr nicht ein paar Tage nach Brighton fahren? Ihr könnt ja den kleinen Racker bei mir lassen."

Tante Petunia schaute überrascht auf, auch Vernon schaute freundlicher als zuvor.

"Junge, ich bin das erste Mal froh dich zu sehen", der Charme der Tante war wieder nicht zu überbieten und Harry wollte schon etwas antworten, als sie weiter polterte. "Unsere Koffer haben wir schon gepackt, wir wollten eigentlich heute Nachmittag los, nur Picco fehlte noch. Du würdest dich um Picco kümmern?" Harry nickte und streichelte den kleinen Hund, wenn das mit der Box und Picco nicht klappte, vielleicht kümmerte sich Hagrid um ihn. Er musste lächeln, wenn er an dieses ungleiche Paar dachte, aber die Niffler waren auch nicht größer und Hagrid kam mit ihnen klar. "Muss ich irgendetwas beachten, irgendwelche Medikamente oder so?" Energisch schüttelte die Tante den Kopf, während Dudley sich leise verabschiedete. "Fährt mit seinem Freund fort", antwortete Petunia auf Harry fragenden Blick. "Nein Junge, Picco bekommt keine Medikamente, hier hast du etwas Geld solltest du es für Picco brauchen. Onkel und Tante haben dir auch etwas gerichtet."

Tante Petunia winkte ihn in die Küche und bemerkte erst jetzt die Katze in Harrys Tasche sie konnte sich sogar ein Lächeln abgewinnen. "Gehört meiner Freundin, sie versteht sich mit Picco, du musst dich nicht sorgen", antwortete Harry. "Harry, deine Felicitas ist nicht da? Ich hätte gerne mit ihr über die Zeit gesprochen, in der wir nicht das sind. Du weißt, Blumen gießen und so. Vielleicht könnte sie sogar, aber natürlich nur im Gästezimmer, hier bleiben. Vernon wäre beruhigter, dich unter Aufsicht zu wissen."

Harry musste den Kopf schütteln, ihn kannten sie nun beinahe 16 Jahre, aber Felicitas, die sie vielleicht zehnmal gesehen hatte wurde vertraut. Das war so typisch Dursley, dass er beinahe darüber lachen musste.

"Sie wollte unten warten, weil es hier so laut zu ging. Ich werde sie holen", mit diesen Worten verschwand er Richtung Keller. Harry stellte Piccos Box in sein Zimmer und verschloss die Zimmertüre. Felicitas hatte sich schon verwandelt und ordnete die Haare im Badezimmer, nachdem es mit dem magischen Spiegel am Bett wohl nicht geklappt hat.

Die Anweisungen der Tante waren kurz und präzise und so waren wohl Beide froh, als das Auto die Einfahrt verließ. Felicitas hatte der Tante noch die Mobilnummern von ihr und Harry mitgegeben, sie sollten unbedingt vorher anrufen, wegen dem Schutzzauber, sonst würden sie ihn ihr eigenes Haus nicht einmal einbrechen können. Vernon hatte zufrieden genickt, Zauber zu seinen Gunsten schienen wohl nicht unmöglich zu sein.

Felicitas rief vom Apparat der Dursleys bei Arabella an und berichtete über die Zustände, welche sie angetroffen hatten, sie würden gleich aufbrechen. Da Picco Katzen keine Beachtung schenkte, konnte er gut mit zu Tante Arabella, vorsichtshalber nahmen sie die Box verkleinert mit.

Frisch geduscht, Felicitas hatte sich neue Kleider geholt, brachen sie auf. Picco zog wie wild an seiner Leine. Harry beugte sich zu ihm hinunter um ihn auf den Arm zu nehmen, als er im Gebüsch zwei kleine glänzende schwarze Augen sah. Diese Ratte verschwand nicht, als sie einen Menschen sah. Picco nutzte die Unachtsamkeit von Harry und schlüpfte aus dem Halsband.

Harry zog seinen Zauberstab, was Felicitas veranlasste sich die Tasche aus der Hand zu nehmen, damit ihr Ring ungestört zum Einsatz kommen könnte. Das Gebüsch wackelt und darin tobte und unverkennbar ein Kampf. Piccos Bellen klang triumphierend, änderte sich aber schnell in ein klägliches Gejaule nun war auch das Quietschen der Ratte zu hören. "Stupor, Stupor", beide Stimmen schwiegen, nachdem Harrys Zaubersprüche wohl ihre Ziele erreicht hatten. "Accio Picco". Der kleine Hund war ordentlich verletzt, aber auch die Ratte hatte ihre Wunden. Überrascht zeigte Felicitas auf eine Abnormität von Piccos Beute.

Harry reagierte blitzschnell, in dem er ein Jagdmesser heraufbeschwor und sich über die Tiere beugte.



Für alle die das kleine Kästchen bis jetzt übersehen haben. Ich meine das, wenn es gedrückt wird mindestens einen Menschen glücklicher macht. Es gibt ihm, dem Schreiberling (um den es hier geht) das Gefühl wenigstens, mit seinem Tun eine Reaktion ausgelöst zu haben. Insgeheim hofft er auf hilfreiche, ehrliche Meinungen, die ihm weiterhelfen. Ein begründetes Lob oder eine ebenso begründete Kritik ist herzlich willkommen. Danke!
--------------------------------------------------------------------------------
Diese Geschichte ist noch so variabel, dass vielleicht gerade DEIN Vorschlag DEINE Idee Platz findet.
--------------------------------------------------------------------------------
Die Antworten auf eure Reviews:


Silvertrust

Also, hier bitte schön. Ich hoffe es war zack, zack.

Rattenfänger ;-)

Größeres Problem war wohl, wie reagiert Feli auf Ginny, ich hoffe es ist etwas gelungen. Eifersucht ist auch eine Seite von Feli, immerhin tauchen da ja ständig Namen von Konkurrentinnen auf.


Flame:- )

Danke für dein erstes Review. Ja ich glaube, nachdem letzten Gespräch macht er sich hoffentlich Gedanken, aber er ist ja immer noch der Ansicht Harry wird erst mit 17 volljährig, und er wollte ja die Vormundschaft haben.


ReSeSi

Ist es wirklich so offensichtlich?

Ja, Fudge steht noch als Held und Retter da, hat schließlich die Gefahr Black gebannt, oder wie denkt die Zaubererwelt?


El Blindo.

Danke El Blindo für dein Review. Am Haupttestament arbeite ich schon. Es freut mich, dass dir mein Hauself gefällt.


Angelrevenge

Danke für dein Review und deine Gedanken wie bekomme ich den Fudge weg. Ich habe da schon meine Ideen, die ihr demnächst lesen könnt, ob es gelingt ?

Ja, Ginny ist bei Fred und George in der Winkelgasse. Eins kann ich ganz bestimmt sagen: Picco, macht ‚Wuff' und dabei bleibt es. Sonst könnte man ja keinem Tier mehr trauen.


Arcadiapirat

Hast du dir das so vorgestellt, was Feli im Keller macht?


Fantastic Fox

Ist mir die Überraschung gelungen? Es ist schön, dass dir kleine Wortspiele gefallen. Die fallen mir bei den unmöglichsten Gelegenheiten ein, und dann müssen sie rein, selbst wenn die Geschichte umgeschrieben werden muss.


rainman70

Danke für dein Review, es zeigt mir wie viele offene Enden noch in der Geschichte stecken. Danke. Ohne die schweren Prüfungen (Tante Magda und der schmierige Abschaum von Minister (sehr treffend) würde es ihm vermutlich zu gut gehen.


Avallyn Black

Danke für dein dickes Lob und für die Einlösung deines Versprechens, laut aufzuschreien wenn es unrealistisch wird. Eifersucht ist keine Engelstugend, oder? Dieses Kapitel ist etwas kürzer, nicht unbedingt gewollt, aber der Inhalt zwingt nun mal ein Kapitel zu beenden. Sonst wirken die Ereignisse wie Perlen auf einer langen Schnur.

Nein, man kann mich mit Vorschlägen und Ideen nicht nerven ich bin für jede Idee dankbar. Dein Mail mit der Recherche zum Thema Schlangen war spitze. Jetzt interessiert mich sehr was ein „Nyx".


Karin

Danke für dein Lob, wie ich schon bei Avallyn Black geschrieben habe, richtet sich die Länge nach dem wie das Thema bei mir läuft, ob Spuren gelegt oder Fährten verfolgt werden müssen. Manchmal habe ich Bedenken ob ich nicht vom 100sten ins 1000ste komme.

Nun Severus, hat nicht ganz reingepasst, und er muss sich ja noch um andere Dinge kümmern. Aber spätestens in Kapitel 13 (sinnig) taucht er wieder so auf, wie ich ihn mag.


Dark Princess of Slytherin

Danke für dein Review und ich tue was ich kann um die richtige Länge zu finden.


Laser-Jet

Ich hoffe du hast dich nirgendwo angeschlagen, bei deinem Spurt durch das Reviewfenster. Eine Frage, läst du dir das Kapitel vorlesen? Nicht von deiner großen Schwester sondern von deinem PC? Frage nur weil du so eine genaue Zeitangabe machen kannst.

Was sollte sich nach deiner Meinung ändern.


Alex Uhde

Danke für dein Review. Nun habe ich wieder etwas Zeit für HpudKdU, und werde dir ein weiteres Kapitel zum Beta lesen schicken.


Zerengeb

Hier ist das nächste Kapitel und ich hoffe deine Vorfreude bleibt bestehen.


Skuert

Hallo, danke für dein Lob „die Charactere verhalten sie nicht wirklich anders als dies bei JKR der Fall ist." Die FF ist also noch in dem vorgesehenen Rahmen. Manchmal Frage ich mich wird nach dem 16. Juli noch Interesse an FFs bestehen und müssen wir uns auf die neuen Vorgaben einschreiben?


Sycronn

Nun in diesem Kapitel ist wieder ein kleiner Zipfel seines Umhanges zu sehen. Der Yogi von Felicitas hat einen Namen mit tieferer indischen Bedeutung erhalten und einen Charakterzug freigegeben. Bald taucht er mehr auf.


Heimess

Ja, Snape kennt sich auf beiden Seiten aus und das ist wichtig für Harry. Und der Zaubertränkemeister wird es ahnen, dass seine Zukunft mit der von Harry verbunden ist, ohne den zweiten Teil der Prophezeiung zu kennen.

Hedwig, lässt sich schwer in Taschen stecken und deshalb ruhte sie sich aus. Aber nun fliegt sie wieder.


Rosenfeuerdrache

Schade, dass du so im Stress bist. Musashi47 und ich sind immer gespannt auf Analysen. Es ist richtig spannend, du musst wissen wir sind ja maximal ein Kapitel vor der Veröffentlichung voraus. So kann noch richtig schön eure Meinung Einfluss nehmen.


StarHeyoka

Ganz dickes Dankeschön für deinen Hinweis auf den Hänger im Kapitel 11. Tonks kennt Picco schon, klar. Ich habe den Abschnitt, wie du im Rückblick lesen kannst, geändert.

Du hast Recht, wenn Dumbledore jetzt nicht anfängt selbständig zu denken wird es wohl zu spät sein. Zu spät ein Vertrauen zu schaffen das notwendig ist.

Stell dir die Überschrift in Tagespropheten vor :"Harry Potter verlässt vorzeitig Hogwarts. Rita Kimkorn sprach mit der enttäuschten Hoffnung der Zauberwelt."

Wen Harry nach Hogwarts mitnehmen kann liegt an Dumbledore, aber Lucky ist ja nicht nur die Katze.

Ich überlege selbst, wie Dumbledore mit der Volljährigkeit von Harry erfährt.


Roter Draconis

Danke für dein Review, ich versuche beide Geschichten gleichzeitig weiter zu schreiben, was natürlich schwierig ist, aber ich werde es hinbekommen. Sollte Indien in HP und die Kreise der Uhr auftauchen, oder gar Feli, bitte ich um einen sofortigen Aufschrei.


Werdandi

Danke für dein Hallo ich bin da. Das mit den Leerzeilen in Fanfiktion.de ist geklärt.


Constantin

Hallo ich habe mir die Seite http/www.zamonien.de/lexikon angeschaut und finde sie sehr lustig. Danke für den Tip.


Liex

Schade ich habe schon gehofft ich könnte es hier mit veröffentlichen, irgendwie. Sollte es fertig werden sende es mir bitte.

Ja ich schreibe weiter. Kann für Harry etwas zu Gryffindore sein?


Tommy

Ich muss dich enttäuschen, mit dem Moment wo dieses Kapitel veröffentlicht wird beginne ich mit dem nächsten. Eine grobe Vorstellung besteht – klar aber in Form gegossen wird es erst wenn die ersten Reviews eintreffen.


DAX

Ganz herzlichen Dank für dein ausführliches Kommentar. Danke für das Lob.