Sie gingen weiter ohne weitere Zwischenfälle mit Raubtieren zu haben oder anderen. Tatsächlich wirkte das ganze Land um die fünf friedlich. Zu friedlich, empfand Amandil. Nachdem angriff der Warge hätte er angenommen dass sie bald dem Bau näher kommen müssten. Doch dem schien nicht so. Nein, die Nächte blieben friedlich. Doch das Wetter, wurde immer unfreundlicher. Es Regnete heftig und der Wind wehte aus allen Richtungen. Obwohl es Herbst war und generell im Norden rauer war als im Süden, schien dieses Wetter sonst nicht so unbeständig zu sein.

Seit dem sie die Furt über quert hatten war eine Woche vergangen und das Nebelgebirge, welches wie ein gewaltiger Riegel den Westen Mittelerdes vom Osten trennte, ragte nun vor ihnen auf und seine Gipfel waren von Wolken verhangen. Obgleich fast alle von ihnen Gebirgsmassive gesehen hatten, so war dieses doch das größte von allen. Sirinde musste schwer schlucken. In der Region aus der sie kam sah man zwar das schwarze gebirgsmassiv von Mordor aber sie hatte steht's einen Bogen drum herum gemacht wie alle aus ihrem Volk wenn es sich einrichten ließ. Sie stellte sich dicht neben Beleg zu dem sie, so ungewöhnlich es auch schien, so etwas wie Freundschaft aufgebaut hatte. Wie sie es schon zu Elendil getan hatte.

Auch Elendil sah nun hinauf, zu den Gipfel und dann zu Silmarien, der es auch nicht ganz geheuer schien sich über dieses Gebirge zu wagen. Sie schien nun alle Geschichten wieder zu hören die man ihr je über das Gebirge erzählt hatte. Sie schluckte schwer und ihre rechte Hand verkrampfte sich um ihren Speer. Doch dann spürte sie Elendils hand auf ihrer linken Schulter. Sein Blick war ernst und er sah sie an als wenn er sagen wolle, sie würden es schaffen.

Amandil nun sah ebenfalls hinauf und zu dem Pfad der hinauf führte. Er wusste dass es keinen anderen Weg gab. Der Hohe Pass war der einzige Weg der ihnen noch blieb. Der Rothorn Pass war zu weit südlich als das sie ihn bei diesem Wetter erreichen erfolgreich überschreiten würden. Das wusste er, doch noch niemand in der Gruppe schien einen derartigen Weg je beschritten zu haben. Nicht einmal die beiden erfahrenen Waldläufer, Amandil und Beleg.

„Nun denn, wir müssen hinauf. Länger warten können wir nicht. Nun denn lasst uns gehen." Nach diesen Worten Elendils gingen sie weiter. Immer darauf achtend das ihnen niemand auflauerte. Einmal beinah von Wargen überrascht zu werden hatte ihnen gereicht. Der Pfad den sie vor sich hatten war steinig, doch ohne größere Brocken und zu erst ging es nur leicht bergan.

Die erste kurz Strecke ging gut und sie rasteten als sie eine geschützte stelle gefunden hatten. Elendil und Amandil hielten in dieser ersten Nacht auf dem Pass wache. Beide Männer musterten den jeweiligen anderen. Besonders aber Amandil, Elendil während dieser die Umgebung beobachtete. Der jüngere Mann hatte sich wirklich verändert, dachte Amandil. War er in Osgiliath noch der Sohn eines Adeligen, so war er nun fast ein Waldläufer. Wie Amandil dachte auch Sirinde, die ihre Augen halbgeschlossen und nicht wirklich schlief. Die Frau aus dem Osten schmunzelte als sie sich vorstellte wie sie alle aussahen wenn sie einige Monate sich durch Hecken, Gräben und anderen dingen in der Wildnis gequält hatten und dabei nur noch sehr selten sich wuschen. Doch darauf haben wir uns alle eingelassen, sagte sie sich, rollte sich erneut auf die Seite und schlief ein.

In der Nacht geschah nichts und währen jene die schliefen, angenehmen Träumen hatten, so waren die Wachen damit beschäftigt die Gegend zu bewachen und waren froh das es mehrere Wolkenlücken gab durch die der Mond sein, für die Nacht, helles Licht warf. Gegen Mitternacht wurden Amandil und Elendil von Silmarien und Beleg abgelöst. Während Amandil und Elendil einschliefen betrachteten Silmarien und Beleg die Umgebung. Als die Beorningerin sich sicher war das die erste Wache schlief wandte sie sich an Beleg der in die Glut des erloschenen Feuers sah.

„Wie geht es eurem Arm?" bei der Frage lächelte Beleg. Seine Antwort bestand darin das er meinte es ginge diesem wieder besser. Das entsprach auch der Wahrheit. Dennoch würde Beleg seinen Bogen eine ganze weile nicht mehr gebrauchen, denn obgleich der Arm nur angebrochen war, wollte man nichts wagen was man nicht vermeiden konnte. Doch das war es in nicht was Silmarien eigentlich wissen wollte.

„Mir ist aufgefallen Beleg dass ihr Sirinde gerne anseht." Als sie das sagte sah Beleg die Beorningernin verwundert an. Da begriff er das Silmarien ihn nur hatte in ein Gespräch verwickeln und ihn nicht direkt darauf ansprechen wollte. Doch er lächelte.

„Wie kommt ihr darauf? Ich gebe zwar zu das Sirinde gewiss eine schöne Frau ist, der man gewiss nicht so leicht abgeneigt ist, doch weiß ich wie gefährlich sie ist. Man bedenke den Hauptmann der auf sie im Vollrausch hereingefallen ist." Diese Argumentation klang einleuchtend, doch Silmarien hob nur leicht die Augenbrauen. Sie schien nicht zufrieden gestimmt zu sein. Doch zunächst sah sie weiter den Pfad an den sie gekommen waren um dann nach westen zu schauen, die Strecke die noch vor ihnen lag, soweit sie ein sehbar war.

„Fällt euch nicht auf, das Sirinde euch ebenfalls gerne ansieht? Ihr seht euch gegenseitig gerne an. Doch schaut ihr immer weck wenn ihr glaubt der andere hätte es bemerkt. Wie erklärt ihr das?" Nun erst wusste Beleg warum Silmarien darauf beharrt hat, mit ihm die zweite wache zu übernehmen. Sie hatte nicht vor allen mit Beleg darüber sprechen wollen, also hatte sie einen solchen Moment abgewartet.

„Und selbst wenn, worauf wollt ihr hinaus? Sirinde und ich sind so verschieden wie es in diesen Tagen nur möglich ist. Sie kommt aus Rhun und ich aus dem Westreich. Dies ist ein unterschied der kaum überbrückbar ist. Sprecht mit ihr einmal darüber und sie wird euch gewiss, fast das gleiche sagen." Beleg schien sich seine Argumente gut zusammengelegt zu haben. Was er sagte klang zwar für das Verständnis der Südländer plausibel, doch Silmarien schüttelte nur den Kopf. Mit der Antwort gab sie sich nicht zufrieden. Tatsächlich sah sie Beleg eindringlich an.

„Wist ihr, bei uns im Grünwald sagen die Alten, wenn sie von geringerer Gelehrsamkeit und größerer Weisheit sind: Es ist nicht wichtig als was man geboren wurde, sonder was man geworden ist. Ich glaube nämlich ihr versteckt euch hinter dem alten Vorurteil der Gondorianer gegenüber den Ostlingen. Bei Sirinde ist es fast dasselbe nur eben umgekehrt." Nach dieser Darlegung der Dinge, wusste Beleg keine Erwiderung die gepasst hätte. Die Prinzessin hatte ihn in die Enge getrieben. Doch erinnerte er sie daran dass sie eigentlich die Umgebung beobachten und das Lager bewachen sollten. Silmarien schüttelte nur schmunzelte nur und schüttelte den Kopf.

Am anderen Morgen weckten beide ihre Gefährten und nachdem sie etwas gegessen hatte, zogen sie weiter den Weg in das Gebirge hinauf. Je höher sie kamen umso stärker blies der Wind und es wurde kälter. Sie drückten ihre Mäntel enger an sich um es wärmer zu haben. Selbst Silmarien schien das immer kälter werdende Wetter unangenehm zu sein, obgleich sie kalte Winter gewohnt sein musste und es erst in zwei Monaten Winter wurde. Der Tag war, nicht ganz zu ende als sie die Schneefallgrenze erreichten. Nun zogen sie die Gefütterten Mäntel an die ihnen Hador gegeben hatte, ehe sie sich von ihm getrennt hatte. Doch überstieg es ihr Können, in der Ecke wo sie sich für die Nacht nieder gelassen hatten, ein Feuer zu entfachen. Der Wind blies zu stark und so sehr sich auch Amandil und Beleg auch bemühten, immer wenn sie eine Flamme entfacht hatten, blies der Wind sie aus. Schließlich gaben sie es resigniert auf und fanden sich damit ab diese Nacht, wie die letzte ohne Feuer zu verbringen.

In dieser Nacht hatten zu erst Amandil und Sirinde wache. Beide, der Mann aus Ithilien wie die Frau aus Rhun waren ein derartig kaltes Wetter nicht gewohnt. Sirinde am ehesten, da über die weiten Ebenen die es in Rhun gab auch im Winter kalte Winde pfiffen aber diese nicht so kalt waren wie diese. Amandil hingegen, war so ein Wetter überhaupt nicht gewohnt da der Winter in Ithilien steht's recht mild war. Er selber hatte nur selten bis nie Schnee gesehen oder auch nur berührt. Für so etwas war das Wetter im Süden einfach zu warm. Doch keiner wollte den anderen erkennen lassen das sie frohren und versuchten einfach an etwas Warmes zu denken, sei es an einen Ort oder aber was zu essen. Doch diese Methoden hatten nur mäßigen Erfolg.

Die zweite Wache hatte Elendil und Beleg und beiden ging es nicht besser als den beiden vor ihnen. Auch wenn Elendil starke Winde wegen Dol Amroths nähe zum Meer gewohnt war, so war die Kälte im Gebirge doch etwas anderes als die am Meer. Am nächsten Morgen waren alle leicht am frieren doch zogen sie weiter und je weiter sie kamen desto ungemütlicher wurde das Wetter. Gegen Mittag setzte auch noch Schnee fall ein. Somit zogen sie den ganzen Tag ohne Pause weiter und hielten erst als die Nacht hereinbrach. Der Winter kommt dieses Jahr ungewohnt früh, dachte sich Elendil. Wir müssen diesen Pass so schnell wie wir können überschritten haben, sonst sind wir verloren. Dieser Gedanke ging nicht nur ihm durch den Kopf, sondern auch seinen Begleitern, doch besonders ihm da er sich verantwortlich für sie fühlte. Zumal er es war der dieses Unternehmen begonnen hatte und sie ihm gefolgt waren und nicht er ihnen.

Doch die darauf folgenden Tage wurden immer unfreundlicher was das Wetter anging und die Besteigung des Hohen Passes forderte von allen Körperlich alles ab. Nirgends fand man eine stelle wo man die Nacht hätte ruhig verbringen können. Der Schneesturm fegte steht's um sie her und sie kauerten sich eng beieinander. Doch der Wind der immer um die Felsenpfiff drang ihnen durch Mag und Bein. Doch etwas Positives schien dieses Wetter zu haben. Bei diesem Sturm wagte sich kein Wesen was unter den Bergen hauste hervor. Was ihnen aber ein schwacher Trost war.

Am schlimmsten wurde es als sie die höchste Stelle des Passes erreichten. Hier fegte der Wind am stärksten und alle fünf gingen gebeugt um nicht umgeweht zu werden. Hinzu mussten sie sich durch Schneewehen kämpfen und dabei sich möglichst an der Felswand rechts von ihnen zu halten. Links von ihnen war ein Abgrund, bei dem man nicht mal den Boden sah. Eine gefährliche Route die sie nahmen doch gab es kein zurück.

Somit waren sie erleichtert als sie endlich einen Weg fanden der Bergab führte. Es kam ihnen vor als wären es Monaten gewesen die sie sich über den Pass gekämpft hatten. Selbst die Mäntel der Beorningern hatten nur bedingt geholfen die Kälte auf dem Pass abzuwehren. Als sie schließlich auf dem Abstieg wieder eine Wind geschützte stelle entdeckten machten sie dort Rast.

Während Elendil, Amandil, Sirinde und Silmarien sich erschöpft in einer Ecke sich fallen ließen schaffte es Beleg mit einem Teil des Brennstoffs den sie hatten ein Feuer zu entfachen. Das erste was sie seit geraumer Zeit wieder in gang brachten. In der Zeit wo die anderen schliefen und Beleg wache. Mochte er selber genau so wenig geschlafen haben wie die anderen so war er doch der einzige der noch etwas kraft hatte um wache zu halten. Doch hatten sie ihr Ziel fast erreicht. Sie hatten den Hohen Pass überschritten. Als Beleg einmal zum Himmel sah, erkannte er dass es nicht Abend wurde sondern die Sonne sich gerade erst noch ihren Weg über das Gebirge erkämpfen musste. Es wird also gerade erst Tag, dachte Beleg ehe ihm selber die Augen zu vielen und er einschlief.

Alle wurden von Amandil geweckt. Er sah erholter aus als die letzte Zeit, dennoch würde er diese Etappe ihrer Reise wohl Zeit seines Lebens nicht vergessen. Elendil stand auf und streckte sich. Es war nicht angenehm auf hartem Fels zu schlafen doch würde er sich daran gewöhnen müssen. Wie ihm ging es auch den anderen, besonders Silmarien die von Haus aus etwas anderes gewohnt war. Doch hatte sie es sich selber zu zuschreiben dass sie die Gruppe verfolgt hatte und schließlich sich ihnen angeschlossen hatte. Doch das wusste sie selber am besten.

Nach dem sie wieder etwas Kram gegessen hatten, zogen sie weiter, den Weg hinab. Es ging nun um einiges leichter als der Weg vor ihnen selbst der Schneefall der gegen Mittag wieder einsetzte, war bei weitem nicht so schlimm wie auf dem Hohen Pass. Die Wolkendecke über ihnen hatte sich wieder geschlossen und es schneite weiter, doch nur leicht und dies bestätigte die Vermutung aller. Der Winter kam im diesen Jahr um Monate zu früh. Das bekräftigte Elendil auf Atanamirs Rat zu hören und sich nach Bruchtal zurück zu ziehen um dort den Winter abzuwarten, ehe man weiter Nach Arnor zog, den dieser Teil von Eriador in dem sie sich nun befanden gehörte noch nicht zum Reich Arnor.

Als zwei Tage vergangen waren und die Ruinen von Bruchtal nicht mehr weit waren, blieb Amandil stehen. Es war nach wie vor am schneien und man hätte meinen können das bis auf ihre Schritte nichts zu hören war. Doch hörte man in der Stille wie mehrere kleine Steine die Felsen herunter rollten. Die Gruppe drehte sich um. Das Land lag still um sie herum. Sie waren nun nach Südwesten Unterwegs um wo die Ruinen von Elronds Haus lagen. Hinter ihnen sahen sie einige Felswände die den Pfad flankierten. Elendil sah zu Amandil der seinen Bogen vom Rücken genommen und bereits einen Pfeil auf die Sehne gelegt hatte. Sein Blick ging über die Felsen die sie im Rück gehabt hätten wenn sie weiter gegangen wären.

Doch dann glaubte Elendil einen Schatten über die Felsen huschen zu sehen. Nun Nahm sich auch Beleg seinen Bogen, doch verzog er sein Gesicht als seine linke Hand sich um den Bogengriff legte. Silmarien und Sirinde schienen auch etwas bemerkt zu haben, denn beide Frauen stellten sich eng aneinander. Auch Elendil bereitete sich auf einen möglichen Kampf vor, während Amandil und Beleg die Felsen weiter betrachteten. Doch gerade als Silmarien aus atmen wollte, in der Annahme das es nichts war, riss Amandil seinen Bogen auf die rechte Klippe und schoss. Kurz nach dem Abschuss ertönte ein halbtierischer Schmerzensschrei und etwas fiel in den Schnee. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten drei schwarze Pfeile surrten durch die Luft und steckten kurz darauf im Boden. Sirinde stieß Silmarien zu Boden welche seitlich im Schnee landete. Elendil sprang nach links und suchten wie alle seine Begleiter Schutz, doch saßen sie wie auf dem Präsentierteller.

„Orks." Das hätte Amandil zwar nicht sagen müssen, da es sich jeder selbst hätte ausrechnen können doch mussten sie nun sehen nicht von den Pfeilen, die nun von Kippen herunter kamen, aus zu weichen. Amandil und Beleg hatten nur selten die Möglichkeit zu schießen. Doch wenn die Orks auch die bessere Position hatten, so waren doch die beiden Waldläufer die besseren Bogenschützen. Doch konnten die beiden Männer nicht liegend ihre Pfeile abschießen und so mussten sie immer in den Kniestand gehen wenn sie schießen wollten.

Nach einer weile lagen die Angreifer tot vor oder auf den Felsen. Elendil sah sich um. Sie alle schienen wie durch ein Wunder unverletzt geblieben zu sein. Weder Amandil und Beleg noch Silmarien schienen etwas abgekriegt zu haben. Halt! Sirinde fehlte. Die vier sahen sich alle um und sie fand die Rhunin mit einem schwarz gefiederten Pfeil in der rechten Schulter steckend am Boden liegen. Sie zitterte als wenn sie furchtbar fror. Silmarien ging neben ihr direkt auf die Knie und suchte in ihrem Beutel alles was sie brauchen konnte. Dann überreichte sie Beleg ein mehrfach gefaltetes Tuch welches dieser sofort um den unteren Schaft des Pfeils Wickelte und auf den Körper drückte.

„Sirinde. Beißt die Zähne zusammen. Das wird nun sehr viel Schmerz verursachen." Nach dieser Warnung wies Beleg, Amandil und Elendil zu sich und weiß sie an die Frau aus Rhun fest zuhalten. Anschließend nahm er mit der rechten Hand den Pfeilschaft und zog diesen nach oben, während er mit der anderen Hand das Tuch auf die Wunde drückte. Sirinde versuchte nicht zu schreien und presste die Zähne auf einander. Doch kurz bevor Beleg es geschafft hatte, den Pfeil zu entfernen, schrie Sirinde laut auf. Doch schließlich hielt Beleg den Schwarzen Pfeil ganz in seiner rechten Hand. Amandil presste das Tuch weiter hin auf die Schulter der Frau, auch wenn es sich mittlerweile starkrot gefärbt hat.

„Ich kann Sirinde hier draußen nur notdürftig versorgen. Aber sollten so schnell es geht nach Bruchtal." Nach ihren Worten brachten Elendil und Beleg, Sirindes Oberkörper in eine aufrechte Position öffnete sie den Mantel und zog diese nur so tief bis sie die Wunde behandeln. Der Pfeil war knapp unterhalb des Schulterknochens in den Körper eingedrungen doch Knochen waren nicht verletzt worden. Silmarien reinigte die Wunde und strich eine Salbe darüber die sie bei sich trug. Zu letzt machte sie einen verband den sie mit stricken fest machte. Amandil nahm den Orkleichen alles ab was sich verwenden ließ und darunter waren Bögen, die man vermutlich Anorischen Truppen gestohlen hatte, die Stricke mit denen Silmarien, Sirindes Wunde fest machte. Die Gruppe ging so schnell wie es ging und Sirinde weigerte sich getragen zu werden und hielt so gut sie konnte das Tempo mit. Sie gingen selbst als es dunkel war und machten nur Rast als sie überhaupt nicht mehr sahen wohin sie gingen. Kaum war das erste Licht des neuen Tages aufgegangen, schon zogen sie weiter. Immer zu nach Südwesten. Bis auf berge die sie hin und wieder Flankierten. Schließlich folgten sie einen schwach erkennbaren Weg der sie in ein Tal führte.

Nach einer Weile, erkannten sie in nicht all zu weiter ferne die Umrisse von Gebäuden. Das musste ihr Ziel sein. Bruchtal. Sie gingen weiter den Pfad entlang. Gegen späten Abend erreichten sie die Ruinen und stellten fest, dass es in diesem Tal nicht ganz so kalt war wie in den Bergen. Doch das kümmerte sie zu dem Zeitpunkt wenig.

Nach dem sie die Ruinen erreicht hatten, suchten Amandil und Beleg nach einem Teil der Anlagen und Gebäude der sich eignete um dort zu überwintern. Sirinde wurde auf eine niedrige abgesetzt wo Silmarien sich die Wunde besah, so gut es ging. Erleichtert stellte sie fest dass bislang alles richtig gemacht worden war. Zumindest würde die Frau aus Rhun daran nicht sterben. Elendil blickte die sehr junge Frau an. Silmarien war fast noch ein Kind und man konnte glauben sie habe sich aus jugendlichem Übermut der Gruppe angeschlossen. Doch war sie nun ein festes Mitglied der Gruppe geworden auf das nicht zu verzichten war. Elendil wollte auch gar nicht auf sie verzichten, nicht nur weil sie Heilkundig war sondern auch weil er wusste das man ihr vertrauen konnte und jemanden vertrauen zu können war viel in diesen Tagen wo nicht einmal mehr auf die Blutsbande geachtet wurde. Zumindest im wurden sie im Süden nicht mehr geachtet.

Während Elendil Gedanken verloren ins Tal blickte sah, kehrten Amandil und Beleg zurück. Sie schienen zufrieden zu sein. Sie hatten ein Gebäude entdeckt das scheinbar bis vor wenigen Jahren noch genutzt worden war. Elendil nickte. Sie hatten ihr Winterquartier gefunden. Die fünf gingen in ein Kleines Gebäude nahe dem Haupthaus und fanden sogar einen Kupferkessel der noch zu gebrauchen war. Das Gebäude hatte nur das Erdgeschoss und drei Räume. Der hinterste war der Größte und dort schlugen sie ihr Lager auf und warteten bis der Winter vorüber war.

AN: Das war teil Eins. Aber es geht weiter. ;-)

Kram ist Wegbrot. Da die Menschen in Thal und Esgaroth es zur Zeit des Ringkrieges hatten dürfte es mittlerweile in ganz Mittelerde verbreitet sein.