Alles nur geliehen...außer dem Plot, der ist ganz alleine MEIN!
12. Frohe Neuigkeiten
Am Samstagabend saß Ron schon kauend auf dem Sofa in Ginny und Harrys Wohnzimmer als Hermine eintraf.
„Was kaust du denn schon wieder?" fragte sie zur Begrüßung. „Einen wunderschönen Abend auch Ihnen Miss Granger! Ich hoffe sehr es geht ihnen gut!" antwortete Ron geziert. Dann antwortete er in normalem Tonfall. „Kekse. Hatte noch kein Abendessen."
Eigentlich hatte er freiwillig auf das Abendessen verzichtet, weil er nicht in der Laune war alleine in seiner Küche aufgewärmten Eintopf seiner Mutter zu essen. Auf der Party gab es sicher was zu Knabbern.
Hermine sah sich um. „Sind die zwei fertig?" - „Glaube schon. Sie tuscheln schon seit einiger Zeit in der Küche und denken, ich höre sie nicht."
In diesem Moment kamen Ginny und Harry aus der Küche. Sie sahen aufgekrazt aus als sie Hermine begrüßten. Dann sahen sie sich kurz an. Harry holte tief Luft.
„Jetzt wo du hier bist, möchten wir euch beiden etwas erzählen." Harry sah wieder nervös zu Ginny. Die fiel ein. „Eigentlich wollten wir es euch schon bei dem Abendessen letzte Woche erzählen, aber das war dann ja nichts." Sie sah Ron finster an.
„Aber nun können wir ja." Brachte Harry Ginny wieder zum Punkt. Sie sah ihn entschuldigend an. „Also, wir werden heiraten."
Hermine freute sich für ihre Freunde, aber Ron sprach ihr aus der Seele als er sagte."Wurde aber auch Zeit!"
Merkwürdigerweise sahen die zwei immer noch nervös aus. Ginny hatte ganz rote Wangen bekommen und Harry sah zu Boden. Dann sah er auf und ein Strahlen brach auf seinen Zügen aus. „Die eigentliche Neuigkeit ist auch eher der Zeitpunkt. Wir werden in 3 Wochen heiraten."
Hermine und Ron sahen sich fragend an. Ginny begann zu kichern. „Mach's doch nicht so dramatisch, Harry! Also, ich will heiraten, bevor man was sieht. Ich bin schwanger!"
Ron gab ein merkwürdiges Quieken von sich und Hermines Herz setzte einen Moment aus. Ein Baby? Dann quiekste sie „Oh, Ginny! Ein Baby – wie wunderbar!" Sie fiel Ginny um den Hals. Hermine hatte das merkwürdige Bedürfnis auf und ab zu hüpfen. Eigentlich war sie ja- kein Kreisch-Hüpf-Girlie, aber: ein Baby!
Ron stand da und schaute Harry immer noch fassungslos an. Harry sah mit einer Mischung aus Stolz und Verschämtheit auf die zwei Frauen. „Wow, ich werde Onkel!" Harry sah Ron grinsend an.
„Dir ist aber schon klar, dass du bereits zweimal Onkel bist, oder?" Endlich kam Leben in Ron. „Aber doch nicht von euch beiden! Das ist was ganz anderes als Bill." Er schlug Harry auf den Rücken und umarmte dann Ginny, da Hermine gerade Harry um den Hals fiel.
„Das wird Bill sicher freuen, Brüderchen!" Ron grinste auf Ginny herab. „Ach, komm Schwesterchen, du weißt, was ich meine!" Als Antwort strahlte sie ihn nur an.
Harry schob Hermine von sich. „Aber das ist noch nicht alles." Hermine sah ihn erstaunt an. Was konnte denn jetzt noch kommen?
Ron starrte Ginny entsetzt an. „Es werden Zwillinge?" Ginny schlug ihm auf die Brust. „Nein, du Idiot!"
Harry fuhr sich durch die Haare. „Also, wir möchten, dass ihr zum einen unsere Trauzeugen seid und zum anderen wollten wir fragen, ob ihr die Taufpaten werden wollt."
Hermine sah mit offenem Mund von Harry zu Ginny. Dann mit großen Augen zu Ron. Trauzeuge – warum nicht - aber Taufpate? Mit Ron zusammen? Das würde sie auf immer aneinander ketten. Ob sie das wollten oder nicht. Waren sie schon so weit? Sie redeten wieder miteinander und versuchten so zu tun, als wäre alles wie früher, aber sie wußte genau, dass das nur eine Frage der Zeit war, bis alles wieder eskalierte.
Ron sah sie an und seine Gedanken waren absolut leer. Taufpate? Mit Hermine? Was dachten die zwei sich dabei? Nur weil er wieder mit ihr redete und sie sich nicht an den Kragen gingen, hieß das noch lange nicht, dass sie zusammen für ein Kind sorgen könnten.
Natürlich waren die Zeiten anders – wahrscheinlich würden sie nie für das Kind sorgen müssen, aber hier ging es um Harry. Er war immer noch ein Ziel für alle möglichen Irren, die ihn unter der Erde sehen wollten.
Hermine sah ihn immer noch an. Was zum Henker sollte er denn sagen? Wenn sie ablehnten wären Harry und Ginny schwer betroffen. Aber zusagen? Er sah plötzlich wieder Hermine vor sich, wie sie Dominique im Arm gehalten hatte. Er hatte das Bedürfnis dieses Bild fest zu halten. Er wolte...Nein! Das wollte er nicht! Ganz und gar nicht! Das hatte er vor Jahren zurück gelassen! Kate! Kate war die potentielle Mutter seiner Kinder...wann auch immer das sein würde.
Er räusperte sich. „Äh, klar, gerne. Aber wenn euch was passiert und ihr uns mit dem Kind alleine lasst, dann werde ich auf Händen und Knien den Verbotenen Wald nach dem Auferstehungsstein absuchen und euch zurückholen um euch die Hölle heiß zu machen."
Ginny und Harry sahen nun erwartungsvoll zu Hermine. „Oh, ich werde Ron helfen...den Stein zu suchen und euch die Hölle heiß zu machen." Grinste sie.
Die werdenden Eltern sahen sich erleichtert an. Es war ihnen wichtig gewesen, dass ihre besten Freunde diesen Platz in ihrem und dem Leben ihres Kindes einnahmen. Harry hatte ihnen immer mit seinem Leben vertraut. Wer wäre also besser dafür geeignet. Trotzdem wußten sie, was sie von den beiden verlangten. Aber sie hatten Hoffnung, dass Ron und Hermine ihre Frendschaft wieder in den Griff bekamen.
„Sollten wir nicht darauf anstoßen?" fragte Hermine. Sie hatte die gute Laune von vorher wieder gefunden. „Aber sicher! Wir haben schon alles vorbereitet." Harry schwenkte seinen Zauberstab und vier Gläser und eine Flasche Champagner erschienen vor ihnen.
Harry schenkte ein. Glücklich stießen er und Ginny mit ihren Freunden an. Ron und Hermine hatten gemischtere Gefühle, machten aber gute Miene zum weniger guten Spiel.
„Wie habt ihr euch denn die Hochzeit vorgestellt?" Hermine versuchte die Stimmung ungezwungen zu halten. Ginny begann sofort zu erzählen. Sie wollten im Fuchsbau im Kreis der engsten Freunde heiraten. Da das Wetter wohl auch noch in drei Wochen einigermaßen warm wäre, hätten sie nicht so viele Probleme mit großen Wetterzaubern, die nur Aufmerksamkeit erregen würden. Denn die Presse wollten sie erst hinterher informieren. Sonst würde die Hochzeit ein einziger Alptraum werden. „Mom hat mir ihr Kleid gezeigt. Mit ein wenig Änderungen passt es und sieht auch ganz schön aus. Ich hoffe, es bringt uns Glück. Die zwei sind schließlich schon über 30 Jahre glücklich verheiratet!"
Aus Ginny trof das Glück aus jeder Pore. Sie hatte alles, was sie sich je erträumt hatte. „Hörst du mit dem Quidditch auf?" Ron sah sie fragend an. „Ja, aber Gwen hat mir schon einen Job für nachher angeboten. Im Trainingsbereich."
„Ich werde auch kürzer treten." verkündete Harry. „Ich werde den leitenden Posten annehmen, den Kingsley mir schon seit Jahren anbietet. Aber bisher hatte ich auf die ganze Papierarbeit keine Lust. Aber so kann ich zumindest meistens pünktlich zu Hause sein." Ginny sah ihn ernst an. „Und es ist ungefährlicher!"
Ron nickte. Ja, das hatte er auch für die Zeit nach der Heirat geplant gehabt. Kingsley hatte ihnen beiden schon vor zwei Jahren die leitenden Ppositionen im Aurorenbüro angeboten. Aber sie waren beide noch nicht bereit auf die Arbeit auf der Straße zu verzichten. Nun ja, er würde wohl noch ein paar Jahre länger hinter dunklen Zauberern herjagen und sich vor grünen Blitzen ducken.
Plötzlich überkam ihn Neid. Harry hatte mal wieder alles, was er sich erträumt hatte! Dann rüttelte er sich selber aus dem Gedanken. Das war damals idiotisch und war heute nicht intelligenter. Harry hatte eine miese Kindheit gehabt und wenn er nun endlich seine eigene Familie haben sollte, dann war das nur ein kleiner Ausgleich zu allem, was er verpasst hatte.
Außerdem ging es ihm selber gut. Nur weil seine Verlobte im Moment noch keine Kinder wollte, würde das auf jeden Fall noch kommen.
„Seit ihr nicht nervös wegen des Babys" Hermine klang fast so als wäre sie selber nervös. „Natürlich! Ich bin geradezu panisch! Aber ein wenig Praxis hatten wir ja schon mit Teddy. Aber trotzdem: ein Kind erziehen und eigene Entscheidungen fällen....Horror. Aber dann ist es auch wunderbar!" Harry sah genau so aus: panisch und glücklich gleichzeitig. Es war ein merkwürdiger Gesichtsausdruck.
„Wow!" entfuhr es Hermine. Das Pärchen lächelte und Ginny meinte „Das trifft es ziemlich genau!"
„Also, dann auf James Sirius Potter!" Ron fing an zu lachen. „Da bist du ja ganz schon voreilig. Was ist denn wenn es eine Lily Molly wird?" Harry grinste „Bei deiner Familientradition? Nie!!"
Sie stießen noch einmal an. Ginny nibbte nur vorsichtig an ihrem Glas und jetzt fiel Hermine auch auf, dass sie auch bei den anderen Gelegenheiten, wo sie zusammen getrunken hatten immer nur genibbt hatte. Jetzt fielen ihr auch andere Kleinigkeiten auf, die ihr zuvor nicht aufgefallen waren.
„Solltest du dann heute auf die Party gehen? Ist das nicht zu viel für dich?" Ron sah seine kleine Schwester streng an. „Nun mach aber mal halblang! Ich bin schwanger, nicht krank! Und wenn das Baby erst mal da ist, werde ich sicher auf viele Parties verzichten müssen, da werde ich nicht vorher schon damit anfangen!"
Die zwei Geschwister sahen sich wütend an. Harry legte Ginny den Arm um die Schultern. „Keine Angst, Ron! Ich passe schon auf, dass sie es nicht übertreibt!" Ginny blitze nun Harry wütend an. „Was soll das wieder heißen?"
Ron sah zu Hermine und meinte nur „Bei ihr liegt das jedenfalls nicht an der Schwangerschaft." Ginny hob ihren Zauberstab und sah ihn drohend an. „Ihr zwei haltet jetzt besser die Klappe – sonst wird keiner von EUCH beiden auf die Party gehen. Und was kann nicht alles passieren, wenn ich niemanden habe, der auf mich aufpasst."
Damit drehte sie sich auf dem Absatz um und lief zum Kamin, auf dessen Sims eine Postkarte stand. „Und jetzt sollten wir uns beeilen, sonst geht gar keiner!" Sie nahm die Karte und hielt sie ausgestreckt vor sich. Als alle drei einen Finger auf die Karte legten, begann sich alles zu drehen und sie waren verschwunden.
Nächstes Mal geht es zur Party - endlich :-)
Alle Adventsgeschichtenleser von mir: die Woche war die Hölle vor Weihnachten....daher kam ich zu gar nichts. Sorry!
Bis nächste Woche!
