12. Der Preis


Universum: Canon, mehr oder weniger

Spoiler: Spielt während der Episode 4.16 „Hey, World"

Pairings: Steelhacker, Steelatom-BroTP, Backround Darhkatom und Avalance, Erw. von vergangenen Vixensteel

Warnings: Spoiler für die gesamte 4. Staffel, Angst, Character Death, Timey-Wimey

Inhalt: Verlust hat die Legends seit ihrer Gründung begleitet, das bedeutet aber nicht, dass sie sich inzwischen daran gewöhnt oder damit abgefunden hätten.


Ray erwachte wieder in seinem Körper. „Oh, ihr seid ja alle hier", stellte er fest, gerührt und erfreut. Sie allen waren hier, sogar Ava, Mona, und Gary, und Nora und John, denen es gelungen war ihn aus der Hölle zu retten. Aber irgendetwas stimmte nicht, das wurde ihm sofort klar. Sara und Mick, er kannte sie lange genug um sie gut lesen zu können, und Charlie, auch sie wirkte erschüttert, und wo war eigentlich….

Er sah neben sich und erstarrte. Neben ihm lag Nates lebloser Körper. „Nein, nein, nein!" Ray konnte nicht fassen, was er sah. Er kniete sich neben seinen besten Freund und schüttelte ihn, in der Hoffnung ihn aus seiner Ohnmacht zu wecken, aber es funktionierte nicht. Nein, nein, nicht auch noch Nate!

Carter, tot, kaum, dass sie ihr Team geformt hatten. Leonard, der sich an Rays Stelle opferte. Martin, der frisch gebackener stolzer Großvater war, erst jetzt das Leben führte, für das er immer bestimmt gewesen war. Rip, der sich opferte um ihnen Zeit zu verschaffen Mallus zu besiegen. Selbst Damien Darhk, der sich für seine Tochter opferte. Und die anderen, die gegangen waren, weil sie zu viel Leid erfahren hatte: Kendra, die sich nicht einmal richtig von ihm verabschiedet hatte, Jax, der nach dem Verlust seines Partners nicht mehr auf der Waverider sein konnte. Amaya, der es das Herz gebrochen hatte zu gehen, die aber ein Schicksal zu erfüllen hatte. Leo, der gegangen war, bevor sie ihn richtig hatten kennenlernen können. Und Wally, der an Bord zu sich selbst gefunden hatte um anderswo weiter machen zu können.

All diese Verluste waren hart gewesen, all diese Verlust hatte ein Loch in seine Seele gerissen, aber dieser hier … Das hier war Nate, sein bester Freund Nate, der Bruder, den er nie bewusst gesucht hatte, nachdem er sich aber immer gesehnt hatte, und den er überraschend als Mitglied der Legends gefunden hatte. Das hier war Nate, um dessen Leben zu retten er seine Seele an Neron verkauft hatte!

„Es gab keine andere Möglichkeit, Großer", murmelte John, doch Ray hörte ihn nicht, er hörte nur Nate. „Ich werde dich immer lieben, daran wird sich nie etwas ändern." Nate, der seinen Vater verloren hatte, kaum, dass er ihn so richtig für sich entdeckt hatte. Nate, der gerade dabei gewesen war über Amaya hinwegzukommen. Nate, der gerade mit Zari…

Zari stürzte an ihm vorbei, und Ray ließ sie zu ihm. „Nein, nein, Nate!", murmelte sie und umfasste seinen Körper. Nate. Das hier ist Nate. Nate ist tot. Nate, der immer für alle ein Lächeln und einen (oftmals schrecklichen aber immer gut gemeinten) Rat übrig hatte. Sein Freund Nate. War tot.


„Zee, du solltest nicht hier sein!", erklärte Sara, doch Zari erwiderte nur: „Ich konnte ihn nicht sterben lassen." Nicht, dass ihre Anwesenheit etwas änderte. Sie war zu spät gekommen. Rays Seele war in seinen Körper zurückgekehrt, und Nate war tot. Hatte sich von Neron töten lassen. John hatte ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt, und weil er Nate war, war er bereit gewesen alles zu opfern um seinen besten Freund zu retten.

Nate, der gerade mehr geworden war als nur ein Freund. Nate, der ihr die witzige Montage in der Zeitschleife beigebracht hatte, auch wenn das alles nur in ihren Kopf stattgefunden hatte, war es doch Nate gewesen. Nate, der sie seine Jacke halten ließ, während er durch Laserschranken robbte. Nate, der mit ihr gemeinsam das Drachenei betreute, mit ihr gemeinsam darüber sprach wie sehr Ray sich über den Drachen freuen würde. Verdammt, das war nicht der Plan, wir wollten Ray den Drachen gemeinsam zeigen! Das hier war so nicht abgesprochen!

Und Zari Tomaz, die sich immer als so hart gab und so selten sie konnten Tränen vergas und niemals weinte, wenn sie jemanden verlor, hielt ihre Tränen nicht mehr zurück und gab sich der Trauer hin.

„Bring ihn zurück!", forderte Mick von John, und sie wusste, dass auch er weinte. Mick, der sich immer noch härter gab als sie und in Wahrheit noch verletzlicher war. Mick, der sich mit niemanden außer Nate über seine Vaterkomplexe ausgetauscht hatte.

„Das kann ich nicht. Das hier erfordert viel stärkere Magie, als ich sie habe", erklärte John.

Natürlich, natürlich konnte er es nicht einfach so richten, nicht wahr? Denn Zari Tomazs Leben war immer nur ein Leben voller Verlust, und niemals bekam sie das zurück, was sie verloren hatte. Gideon hatte sich geirrt, als sie ihr eine Zeitlinie versprochen hatte, in der ihre Familie noch am Leben war. So viel Glück hatte sie nie.

Nate. Dabei war ich doch gerade dabei mich in dich zu verlieben.


Nate stand neben seinem Vater und sah traurig aber auch zufrieden auf die anderen hinab. Ray war zurück, und nur darauf kam es an. Ray hatte sich geopfert um ihn zu retten, daher war es nur richtig, dass Nate sich seinerseits opferte um ihn zurückzuholen. Seit John ihm gesagt hatte, dass ein Bruch des Dämonenpakts Ray automatisch zurückholen würde, hatte er gewusst, wie das hier enden würde. Was er zu tun hatte. Und John hatte gewusst, dass er bereit wäre es zu tun, es niemals nicht tun würde, weil er ihn kannte.

Trotzdem wäre er gerne geblieben. Was immer das zwischen Zari und ihm war, es fing gerade erst an. Und er wollte Ray über dessen neue Beziehung zu Nora Darhk befragen und ihn damit aufziehen, und er wollte mit seinem besten Freund auf Doppeldates gehen und ihm den Drachen zeigen und ihm Heyworld zeigen und ihm von seinen Plan erzählen die magischen Kreaturen mit den Menschen zu versöhnen. Er hatte sich darauf gefreut Micks nächsten Roman lesen zu können, und darauf Gary mit John und den anderen auszusöhnen. Er hätte gerne miterlebt, wie Saras Beziehung zu Ava weiterhin wuchs, und Mona lernte Wolfies Fähigkeiten nützlich einzusetzen. Aber nun ja, offenbar war ihm das alles nicht bestimmt gewesen.

Aber immerhin war ich ein verdammter Superheld, nicht wahr? Ich war Steel, und ein Zeitagent, und eine Legende. Er wandte sich wieder seinem Vater zu, der meinte: „Das Einzige, was noch fehlt, ist Musik." Nate runzelte die Stirn über dieses sehr rätselhafte Kommentar, und dann …. schubste sein Vater ihn von der Plattform.


Es waren Magie und Liebe. Und Magie und Liebe sind manchmal - in den seltensten Fällen -genug. Alle hatten sie sich an den Händen gehalten- Sara, Ray, Mick, Zari, Ava, Gary, Charlie, Mona, Nora, alle Kreaturen und Besucher – und hatten John die Energie geliefert, die er brauchte um Tabithas Zauberstab zu benutzen. Und dann geschah das Wunder.

„Zee, du solltest nicht hier sein, die Zeitlinie", keuchte Nate, der feststellte, dass er wieder lebte. „Du warst mir wichtiger", sagte sie, und er verstand, was sie meinte. Erinnerungen waren kostbar, aber manche Dinge waren wichtiger. Zari hatte bei ihm sein wollen um jeden Preis.

Ich liebe diese Frau, und ich will sie niemals verlieren, wurde Nate klar, und unter dem Jubel aller anwesenden Freunde, Kreaturen, und Besucher küsste er sie. Und dann von einer Sekunde auf die andere hielt er jemand anderen in den Armen.

Nein, nicht Zari … nicht meine Zee, ihr habt mir schon Amaya genommen, ihr könnt mir nicht auch sie nehmen, Zari, die die Zeitlinie gehackt hat, um andere zu retten, Zari, die immer stark war und nie verletzlich sein wollte, Zari, die immer verstanden hat, egal was und wen, Zari, die uns alle gerettet hat, als die Zeit auseinandergefallen ist, Zari, ohne die ich nach Hanks Tod verrückt geworden wäre, Zari, die beste Fake-Freundin aller Zeiten, die Mutter unseres Drachenbabys, die -


Sie hatte gewusst, worauf sie sich einließ. Gideon hatte es ihr gesagt. „Ich würde von diesem Schritt dringend abraten, Miss Tomaz. Außerhalb der Waverider sind Sie vor Veränderungen der Zeitlinie nicht geschützt", hatte die K.I. sie erinnert, aber Zari hatte unbedingt Nate retten wollen. Sie hatte es in Kauf genommen alles zu verlieren, was sie ausmachte. Sie hatte sich gefreut, als sie von der neuen Zeitlinie erfahren hatte, davon, dass ihre Familie überleben würde.

Das Wohl von Behrad, ihren Eltern, von Nate, war ihr wichtiger gewesen als ihr eigenes. Sie hatte nur nicht erwartet, dass es so … weh tun würde zu gehen.


Nate blinzelte. „Alles in Ordnung?", wurde er besorgt gefragt.

„Ja, es ist nur …. Für einen Moment hatte ich das Gefühl etwas würde fehlen", gab Nate zu, „Entschuldige, Behrad."

„Hey, Mann, immerhin bist du gerade von den Toten zurückgekommen!", meinte Behrad nur dazu. Das Windtotem funkelte an seinem Handgelenk, und für einen Moment hatte Nate wieder das Gefühl, das irgendetwas fehlen würde. Doch dann ließ er von Behard ab und wandte sich Ray zu und schloss seinen besten Freund auf der Welt in die Arme, und mit einem Mal war wieder alles in Ordnung. Alles war wieder so, wie es sein sollte.

Ray war zurück, und Nate war nicht gestorben, zumindest nicht auf Dauer. Sie hatten Neron aufgehalten und die Invasion aus der Hölle gestoppt. Sie hatten gewonnen. Und alles, was es sie gekostet hatte, waren ein paar Momente in denen Nate noch ein letztes Mal seinen Vater hatten sehen dürfen. Alles in allem waren sie bei diesem Handel als die eindeutigen Sieger ausgestiegen, da sie rein gar nichts dabei verloren hatten.


Fin.


A/N: Sorry für das fiese Ende. Aber es bot sich nun mal an.

Damit haben wir das Staffelfinale im Canon abgearbeitet, wie es in meinen diversen anderen Verses abgelaufen ist, wird noch folgen.

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