Our Love Story
übersetzt von TiaAgano
Disclaimer: siehe Kapitel 1
Danke an alle Reviewer!
Kapitel 12
Wenig später sitzen wir mit einem riesigen Berg Geschenke auf dem Bett und entscheiden uns nach einer langen Diskussion dafür, zuerst einmal die von unseren Freunden zu öffnen. Blaise hat mir ein dickes Buch über Quidditch Strategien geschickt. Von meiner Mutter habe ich eine Schachtel meiner Lieblingsschokolade bekommen und zu meiner großen Verwunderung einen Schlüssel für ein Verlies bei Gringotts und einen Brief. Laut dem Brief hat meine Mutter schon kurz nach meiner Geburt heimlich das Verlies eröffnet und außer ihr und mir, weiß niemand davon. Das darin vorhandene Geld hatte sie für einen Notfall zusammengespart und ist der Ansicht, dass jetzt die Zeit gekommen ist, in der es dringend gebraucht wird.
Crabbe und Goyle haben für etwas absolut nutzloses zusammengelegt: Ein neues Besenpflege Set. Zu meiner großen Überraschung allerdings ist Pansys Geschenk sogar brauchbar. Sie hat mich mit einem Vorrat der kompletten Linie, der von mir favorisierten Haarpflegeprodukte versorgt. Wer hätte gedacht, dass mir dieses Weibsbild mal nützlich sein würde?
Meine letzten beide Geschenke sind von Harry. Moment mal...Zwei? Warum zwei? Ich hab ihm nur eines gekauft! Das ist doch nicht fair! „Harry, du hast mir zwei Geschenke besorgt und ich dir nur eines. Du hättest mir nicht zwei kaufen sollen, eines hätte völlig ausgereicht." „Mag sein, aber ich wollte dir beides kaufen. Nimms einfach an, ja?" „Okay, aber das heißt nicht, dass mir das gefallen muss. Ich werde dir noch was besorgen."
Das Lächeln, das plötzlich Harrys Züge umspielt und das lustvolle Glitzern in seinen Augen beunruigt mich schon fast ein wenig. „Oh, ich weiß genau, was du mir ...besorgen ...könntest, Schatz." Okay, jetzt bin ich verwirrt. Wovon spricht er nur? Harry scheint meine Verwirrung bemerkt zu haben, denn er beugt sich ganz nahe zu mir um mir ins Ohr zu flüstern. „Heute Nacht, Schatz, möchte ich gerne, dass du die aktive Rolle übernimmst." „WAS??... Ich meine... bist du sicher?" „Absolut. Liebe mich, Draco."
„A-Aber... ich meine... der Trank..?" Ein breites Grinsen schleicht sich auf Harrys Gesicht. „Ich war schon gestern bei Snape und hab den Trank eingenommen." „Du hast das geplant, nicht wahr?" „Nun, nicht wirklich, aber ich will nun mal wissen wie es sich anfühlt dich in mir zu spüren. Du... Du wirst es doch tun, nicht wahr?" Eine leichte Röte schleicht sich auf mein Gesicht. Ich kann nicht glauben, wie ruhig Harry darüber sprechen kann. „Natürlich werde ich... Ich würde sehr gern..." Harry lächelt lediglich und gibt mir einen kleinen Kuss auf die Wange. „Wollen wir jetzt erst einmal den Rest der Geschenke auspacken?"
„Du zuerst, Harry!" Merlin, ich hoffe so, dass es ihm gefällt. Grinsend hebt er die neben ihm stehende Schachtel auf seinen Schoß und beginnt sie zu öffnen. „Sei bitte vorsichtig, es ist sehr empfindlich.", ermahne ich ihn nervös. Nickend öffnet er vorsichtig die Schachtel und bekommt große Augen, als er sie endlich geöffnet hat. „Merlin, Draco, sie sind wunderschön. Wo hast du die nur gefunden? Die müssen doch unglaublich teuer gewesen sein! Welche Rasse ist das?", sprudelt es aus Harry heraus, als er die beiden kleinen Schlangen aus ihrem Behälter nimmt. Eine ist schwarz mit blauen Augen, die andere weiß, fast schon silber und ebenfalls mit blauen Augen.
„Ich habe sie einer Frau in Hogsmeade abgekauft, die gesagt hat, dass sie australische, blauäugige Aspen sind. Sie werden nur noch unwesentlich wachsen und sind ausgesprochen loyale Tiere. Du kannst ihnen kleinere Dinge antrainieren, wenn du willst, aber du musst aufpassen, weil sie giftig sind. ...Vielleicht solltest du mal mit ihnen reden." Meinen Vorschlag annehmend beginnt Harry zu zischen und ich habe zwar nicht die leiseste Ahnung, was er da eigentlich vor sich hinplappert, aber es klingt wahnsinnig erotisch.
Nach ein paar Minuten jedoch endet das Gezische und Harry lacht glücklich vor sich hin. „Oh, Draco, sie sind so niedlich! Ich liebe sie jetzt schon. Die schwarze heißt Orris, die weiße Arris. Sie sind Geschwister und wurden, wie sie sagen, von ihrer Mutter getrennt durch die ‚böse alte Frau'. Aber Arris meinte, dass sie sich sehr gefreut hat, als der ‚niedliche blonde Junge' sie ihr abgekauft hat. Sie sind sehr glücklich bei uns gelandet zu sein und ich bin sicherlich genauso froh darüber, aber du hättest nicht so viel Geld ausgeben sollen, wie du es sicherlich getan hast."
„Ich weiß, aber das war es mir wert. Dass du glücklich bist, ist das wichtigste für mich. Sicher, dass sie dir gefallen?" „Ich liebe sie, glaub mir. Definitiv das beste Weihnachtsgeschenk, dass ich je bekommen habe." Und bevor ich ihn noch weiter befragen kann, lehnt er sich auch schon zu mir hinüber und verwickelt mich in einen tiefen Kuss. „Und jetzt mach deine auf, ja Schatz?" Noch leicht atemlos greife ich nach dem größeren der beiden Päckchen und platziere es auf meinem Schoß. Vorsichtig beginne ich es zu öffnen und komme über das Staunen über den Inhalt nicht hinaus. In dem Päckchen liegt ein Bilderrahmen mit dem schönsten Photo, das ich je gesehen habe.
Es zeigt Harry und mich, gemeinsam, wie wir beide beim Weihnachtsball in den Gärten miteinander tanzen. Und da es eine verzauberte Photographie ist, kann man uns sogar bei allen Tanzbewegungen zusehen und den Schnee, der leise um uns herumrieselt. Wunderschön kann diesen Anblick noch nicht einmal annähernd beschreiben.
„Harry, wo hast du das nur her? Du sagtest doch, dass uns niemand sehen könnte!" „Nun, ich habe meine Mittel und Wege, aber keine Sorge, unser Geheimnis ist sicher. Ich vertraue der Person, die es für mich aufgenommen hat vollkommen, also mach dir keine Sorgen." Noch immer meine Blicke nicht von der Photographie abwendend nicke ich lediglich. „Vergiss das andere Päckchen nicht, Schatz.", holt mich Harry schließlich in die Realität zurück.
„Oh, richtig!" Also lege ich das Photo zu den Geschenken meiner Mutter und greife nach dem zweiten Päckchen. Als ich es ausgepackt habe, halte ich ein hübsches, blaues Samtkästchen in den Händen. Auf meinen fragenden Blick erhalte ich jedoch lediglich ein Schulterzucken. Meine Augen weiten sich, als ich es öffne und den Inhalt erblicke.
Es ist ein wunderschöner Armreif, gebildet aus einer goldenen und einer silbernen Schlange, die so ineinander verschlungen sind, dass die beiden Köpfe sich treffen. Die Augen der goldenen Schlange bestehen aus zwei kleinen Smaragden, während die silberne Schlange von zwei Saphiren geziert wird. Es ist ziemlich schlicht, aber einfach wundervoll.
„Harry, es ist..." Kurzzeitig fehlen mir die Worte, als ich den Armreif anlege und nur noch mehr staunen kann. „Es ist wundervoll! Wo hast du das nur gefunden?" „Gar nicht, ich habs für dich anfertigen lassen. Es sind auch ein paar Zauberformeln eingearbeitet: Ein Ortungszauber, damit ich dich immer finden kann und ein unsichtbares Schutzschild, das gegen die meisten Flüche wirkt. Für die Unverzeihlichen ist es aber leider nicht stark genug."
Harry Worte bringen mich zum Lächeln. Er ist wirklich besorgt, dass mir auch nur irgendwas passieren könnte. „Ich liebe es!" „Gut.", murmelt er und lächelt zurück. Lachend ziehe ich ihn an seinem Kragen näher zu mir, so dass ich ihm einen Kuss auf die Nasenspitze geben kann. „Dass ist nicht die Art, wie man jemandem richtig dankt.", murrt er und verzieht das Gesicht.
„Nein?", frage ich mit gespieltem Erstaunen. „Nein!" „Hmm, dann lass mich mal sehen, was ich da machen kann." Vorsichtig hebe ich Harrys und meine Geschenke auf und platziere sie sorgsam auf dem Boden. Harry betrachtet mich mit fragendem Blick, bis ich plötzlich auf seinen Schoß springe. „Wah...was zur - mpfh"
Harry kommt nicht dazu seinen Satz zu beenden, da ich seine Lippen schnell mit meinen verschließe. Ich nutze seinen noch immer leicht geöffneten Mund um ihn mit meiner Zunge zu erkunden. Wer hätte gedacht, dass der Geschmack von Zahnpasta so verdammt sexy sein kann?
Nach einigen Minuten heftigen Knutschens löse ich mich langsam wieder von ihm. „Wie ist das?" Sein Blick ist verträumt, sein Atem geht schwer und sein Mund ist noch immer leicht geöffnet. „Wow!", ist dann auch das einzige, das er herausbringt. Lachend lege ich mich wieder neben ihn, meinen Kopf abgelegt auf seiner Brust. „Das war definitiv die beste Knutscherei meines ganzen Lebens." Lächelnd spiele ich mit den Knöpfen an seinem Pyjamaoberteil. „Es war mir ein Vergnügen."
„Da ich jetzt ein anständiges Danke von dir bekommen habe und weiß, dass du genauso hungrig bist wie ich – versuch gar nicht erst das abzustreiten Schatz, dein Magen knurrt- …Was hältst du davon wenn wir duschen gehen, uns was anziehen, ordentlich frühstücken und dann einen schönen Spaziergang machen? Ich könnte etwas frische Luft vertragen."
„Okay, klingt gut, aber Harry, denkst du nicht, dass wir Dumbledore vom Brief meiner Mutter erzählen sollten?" „Verdammt, das hatte ich schon wieder total vergessen. Weißt du was? Geh du schon mal duschen und ich schick ihm schnell ne Eule, dass wir dringend mit ihm reden müssen." Seufzend nicke ich und verschwinde dann im Badezimmer. 'Über so was wollte ich an Weihnachten eigentlich nicht nachdenken.'
Als wir beide mit Duschen fertig und angezogen waren, war es beinahe schon Zeit fürs Mittagessen. Wir entschieden uns dazu tatsächlich mal wieder die Große Halle mit unserer Anwesenheit zu beehren, denn auch wenn nicht sehr viele dort sein würden, würde es doch von weiteren Spekulationen über uns abhalten. Also nahmen wir ein frühes Mittagessen in der Halle ein und liefen dann direkt zu Dumbledores Büro weiter um ihm von dem Brief zu erzählen.
Nachdem wir ihm alles erzählt und ihm den Brief gezeigt hatten, machte Dumbledore ein sehr ernstes Gesicht und meinte, dass es besser wäre, wenn ich von nun an nicht mehr bei meinen Hausgenossen leben würde. Er entschied sich dafür mir ein eigenes Zimmer zu geben mit einem Portrait dessen Passwort nur Harry, Dumbledore, Madam Pomfrey, Professor McGonnagal, Professor Snape und natürlich ich kennen sollten.
Ich fragte ihn, ob das nicht zu verdächtig aussehen würde, aber er meinte, dass es ohnehin nur noch eine Frage der Zeit sein würde bis alle von unserer Beziehung und die Slytherins von meinem Verrat erfahren würden. Sobald der Großteil der Schüler aus den Ferien zurück war, hatten die Slytherins wahrscheinlich bereits durch ihre Eltern von meinem Seitenwechsel erfahren, was ihn dazu veranlasste mich zu ermahnen von nun an besonders vorsichtig zu sein.
Nach der Besprechung zeigte Dumbledore mir und Harry mein neues Zimmer, das im dritten Stock lag und von einem Porträt, das einen Drachen mit blauen Drachen zeigte, bewacht war. Ziemlich passend, wie ich noch immer finde. „Das Passwort lautet Seelenverwandtschaft, Mr. Malfoy." Ich nickte lediglich, wiederholte das Passwort und das Porträt gab den Durchgang frei.
Innen fanden wir uns in einem mittelgroßen Gemeinschaftsraum wieder, der sowohl auf der rechten, als auch der linken Seite, jeweils nur eine einzige Tür hatte. Dumbledore räusperte sich um meine Aufmerksamkeit wieder zu erlangen. „Die Tür zu Ihrer Linken führt zu ihrem Schlafzimmer mit eigenem Bad. Die zu Ihrer Rechten ist nur für den Notfall gedacht. Wenn Sie sie öffnen, werden Sie einen langen Korridor erblicken, an dessen Ende wieder eine Tür ist. Diese führt direkt zu meinem Büro." Ich nickte, um zu zeigen, dass ich alles verstanden hatte.
„Ihre Sachen werden in diesem Moment von den Hauselfen gepackt und dann hierher gebracht. Ich hoffe das Zimmer gefällt Ihnen. Jetzt muss ich allerdings auch schon los, ich habe eine Besprechung. …Oh, Frohe Weihnachten, die Herren!" Und mit diesen Worten verschwand Dumbledore und lies Harry und mich in dem gemütlichen Wohnzimmer allein zurück.
„Das ist so cool! Komm schon, Draco, lass uns das Schlafzimmer begutachten!" Begeistert schnappte sich Harry meine Hand und zog mich in eines der Nebenzimmer.
Das Schlafzimmer war etwas größer als das Zimmer des Schulsprechers, in dem ich bis jetzt gewohnt hatte. Die Wände waren in einem sanften Blauton gestrichen und mit weißen Sockelleisten versehen worden. Ein großes Doppelbett mit ebenfalls blauer Bettwäsche stand in der Mitte des Zimmers; das restliche Mobiliar bestand aus einem Kleiderschrank, einem Schreibtisch und einigen Bücherregalen.
Durch eine weitere Tür gelangte man in das verhältnismäßig riesige Badezimmer, das gänzlich aus weißem Marmor mit blauen Einlegungen gefertigt worden war. Ausgestattet hatte man es mit einer Dusche, einer Toilette, einem Waschbecken und – das war das allerbeste an der Sache – eine Badewanne, in der mindestens zwei Personen Platz finden konnten. Ich konnte es kaum erwarten das mit Harry auszuprobieren!
„Wow, Draco, dieses Badezimmer ist einfach unglaublich! Ich finde, wir sollten bald mal die Badewanne testen…", flüsterte mir eine wohlbekannte Stimme verführerisch ins Ohr, während sich zwei Arme um meine Hüften schlangen. Ein wohliges Schaudern lief mir über den Rücken. „Das geht uns beiden so, Schatz."
Nachdem meine Sachen angekommen und endlich alles verstaut war, schlug Harry vor für eine Weile nach draußen zu gehen, was ich nur zu gerne annahm. Etwas frische Luft klang in diesem Moment verdammt gut.
Draußen angekommen verkündete Harry, dass er Lust hätte zu Fliegen. Auch das ging mir ähnlich, aber mein Liebster legte vehement sein Veto ein. „Auf keinen Fall werde ich zulassen, dass du in deinem Zustand einen Besen besteigst, Draco Ryan Malfoy!" Ich versuchte alles – Schmollen, Hundeblick Aufsetzen, sogar Betteln -, aber er wahr einfach nicht umzustimmen. Schließlich und endlich gab ich so würdevoll wie möglich auf und beschränkte mich aufs Zusehen.
Noch nie zuvor war mir aufgefallen wie graziös und atemberaubend Harry wirkt, wenn er fliegt. Fast schon schien er fürs Fliegen geboren zu sein. Ich hatte auch noch nie zuvor bemerkt wie erotisch Harry nach einem Flug aussah – leicht verschwitzt, mit geröteten Wangen und einer noch wirreren Frisur als sonst… jammi!
„Weißt du eigentlich, wie sehr ich mich gerade zurückhalten muss, um dich nicht sofort zu vernaschen? Soooooo sexy…" Vielsagend bewegte ich meine Augenbrauen, während er grinsend auf mich zuschritt. „Nicht doch, Draco. Keine sexuellen Aktivitäten auf dem Quidditchfeld. Das ist quasi schon eine heilige Regel." „Mir egal.", knurrte ich gespielt bedrohlich und zog ihn fest an mich, um ihn halb besinnungslos zu küssen.
„Draco, komm schon. Wir können es nicht hier tun, das weißt du! Davon abgesehen brauche ich dringend eine Dusche und bald müssen wir für dich und das Kleine Abendessen beschaffen." Ich schmollte zwar noch etwas, aber im Grunde wusste ich, dass er Recht hatte. Also nickte ich seufzend und wir machten uns auf zum Schloss.
Etwas später an diesem Abend saß ich auf dem Sofa meines neuen Wohnzimmers und machte Hausaufgaben, während Harry einfach nur faul herumlag und döste. Sein Kopf ruhte auf meinem Schoß und sowohl seine Nähe, als auch die kleinen Geräusche, die er im Schlaf von sich gab, lenkten mich immer wieder von meiner Arbeit ab. Zum wiederholten Male seufzte ich und setzte meine Arbeit fort.
Eine Stunde später war ich endlich fertig und konnte meine Bücher getrost weglegen. Da es bereits spät geworden war, entschied ich mich dafür Harry aufzuwecken, damit wir endlich zu Bett gehen konnten.
„Harry! Liebling, wach auf!", rief ich leise und streichelte ihm durchs Haar. Mein Liebster murrte daraufhin jedoch lediglich kurz vor sich hin, dann drehte er sich um und schlief weiter. Ich seufzte. „Harry, komm schon, wach auf! Es ist spat, lass uns ins Bett gehen!"
Harry drehte sich zurück, dann öffnete er seine wunderschönen Augen und lächelte mich an. Sein Lächeln erwidernd beugte ich mich vor und drückte ihm einen kleinen Kuss auf seine Lippen.
„Na los, lass uns Schlafen gehen." Ein teuflisches Grinsen huschte über Harry und er schüttelte den Kopf. Ich runzelte die Stirn. „Warum denn nicht?" Lächelnd erhob er sich und sah mir tief in die Augen. „Du hast doch nicht etwa vergessen, was ich heute Morgen gesagt habe, oder?"
Meine Augen weiteten sich. „Nein, aber du siehst müde aus, Schatz." Daraufhin wurde sein Grinsen noch ein Stückchen breiter und er zog mich abrupt an sich. Ich stöhnte auf, als ich merkte wie hart er bereits war. „Ganz im Gegenteil, Liebling. Ich kann dir versichern, dass ich hellwach bin."
Mit diesen Worten presste er seine Lippen auf meine und begann mich beinahe besinnungslos zu küssen. Wie im Fieber rieben sich unsere Körper aneinander, während wir uns bemühten so schnell wie möglich unsere nackte Haut zusammenzubringen.
Mit einem teuflischen Lächeln pinnte ich seinen Körper unter mir fest, bevor er sich vielleicht doch noch umentscheiden konnte. „Heute Nacht bin ich am Zug, Liebling, vergiss das nicht. Überlass einfach alles mir, ja?", flüsterte ich in sein Ohr und genoss es zu spüren, wie er unter mir erschauderte.
Meine Lippen wanderten über sein Ohr hinweg seinen Hals hinunter und saugten sich schließlich in seiner Halsbeuge fest. Sein Hemd, das er noch immer noch trug – wenn auch sehr wenig zugeknöpft – störte mich so sehr, dass ich es in meinem Eifer es loszuwerden beinahe zerriss.
Ich begann an seinem Oberkörper zu knabbern, lies meinen Mund über alles wandern, was ich erreichen konnte. Harrys Stöhnen, das sich seinem Körper entrann, als ich begann seine Brustwarzen vorsichtig mit meinen Zähnen zu bearbeiten, raubte mir beinahe den Verstand.
„Oh, Merlin… Draco! Oh,…mach das noch mal.", keuchte er. Grinsend kam ich seinem Wunsch nur zu gerne nach, doch dieses Mal ein wenig härter. Ein noch lauteres Stöhnen belohnte mich für meine Mühen. Langsam glitt ich an seinem Körper entlang wieder nach oben, so dass ich ihm leichter ins Ohr flüstern konnte: „Lass uns ins Schlafzimmer gehen. Ich will das neue Bett ausprobieren!"
Später, nach einem ausgiebigen Bettentest und einigen Reinigungszaubern, kuschelten wir uns unter den Decken zusammen. „Ich liebe dich", flüsterte ich leise in Harrys Ohr. „Ich dich auch… Merlin, Draco, das was unglaublich!" „Ich weiß!" Ein breites Grinsen huschte über mein Gesicht. „Du bist wohl sehr von dir überzeugt, hm?" „Naja, ich bin nun einmal gut in allem, was ich tue."
Harry kicherte leise und gab mir einen Kuss auf die Nasenspitze. „Arrogantes Kerlchen." „Ja, aber DEIN arrogantes Kerlchen." Ich zog Harry noch ein wenig näher zu mir und er legte seinen Kopf auf meiner Brust ab, während er begann zärtlich meinen Bauch zu streicheln.
„Gute Nacht, Harry." „Gute Nacht, Liebling", antwortete er und dann kam das Süßeste was ich jemals erlebt hatte. Er sah auf meinen Bauch herab, verschränkte meine Hand mit seiner, legte sie darauf und flüsterte „Gute Nacht, Baby!"
Dann verfielen wir beide in einen tiefen Schlummer. Es war mit das schönste Weihnachtsfest, das ich je erlebt hatte.
- TBC -
