Hi Leute, ihr seid echt die Besten! Ohne eure ganzen netten Reviews wäre ich wahrscheinlich schon aus'm Fenster gesprungen oder hätte mich mit einen von diesen riesen Wälzern für „mein" Projekt erschlagen oder so… *knutsch*
So bin also gestern (naja, eigentlich ja heute) früh nicht um 3:00 ins Bett gegangen sondern erst um 5:00 und hab tatsächlich noch etwas hier an der Story weitergeschrieben! *stolzaufmichsei* Dafür hab ich jetzt zwar den halben Tag verpennt, aber ich bin ja eh eher der nachtaktive Mensch. Meine besten Ideen hab ich nachts um 3 oder so. ^^
So, jetzt werde ich mir erst einmal ein verspätetes Mittagessen genehmigen und euch nicht länger auf das neue Chapi warten lassen…
Disclaimer: Wie immer! Nichts meins, alles gehört Stephenie Meyer! *grummel* (Warum muss man das eigentlich bei JEDEM Chapi hinschreiben, ist doch echt überflüssig… *grr*)
Alice war offensichtlich noch lange nicht am Ende angelangt.
Was sollte noch alles kommen? Was konnte noch alles kommen? Ich hatte schon lange aufgehört mir Szenarien auszudenken. Die Wirklichkeit war so viel schlimmer!
Carlisle war ganz der Arzt und hörte mit wachsender Unruhe zu. Als Alice jedoch von dem Versprechen berichtete und somit ja davon, dass Bella wirklich auf ihren Vater reagiert hatte, da konnte er sie nur noch erstaunt und leicht schockiert ansehen.
Sie hatte seinen Blick natürlich bemerkt. "Weder Charlie, noch ihr Arzt, konnten sich das erklären. Besonders, weil sich danach nichts änderte. Danach war sie wieder genauso wie vorher. Unter anderem deswegen haben sie dann auch einen Spezialisten aufgesucht." Carlisle nickte verstehend und war schon wieder tief in Gedanken versunken.
Moment... Spezialisten?
Der nächste Teil von Alice' Bericht machte meinen Abgrund nur noch tiefer... nein, über den war ich ja schon hinaus... dennoch wusste ich im Moment nicht, wie ich es sonst beschreiben sollte. Ich fiel und fiel, obwohl ich schon längst unten aufgeschlagen war.
Bella in der Psychiatrie...
Ich vergrub mein Gesicht in meinen Händen und stöhnte schmerzerfüllt auf. Ich wusste, dass sie mich alle jetzt mitfühlend anschauten, doch gleichzeitig war ihnen der Schock ins Gesicht geschrieben. Ich spürte ihn regelrecht.
"Charlie hat das einzig Richtige getan." Das war Carlisle. Ich konnte nicht umhin leise zu knurren, alleine bei dem Gedanken... schaute Carlisle gleich darauf aber entschuldigend an.
Er verstand. Wie immer.
"Zu Hause konnte er noch weniger für sie tun. Und die Angst um sie muss ihn fast wahnsinnig gemacht haben. Alleine die Albträume..." Ach ja, die Albträume, die hatte ich schon wieder verdrängt gehabt. Ich seufzte schwer.
"So ungern ich das sage, aber bei Fachpersonal ist Bella in ihrem Zustand eindeutig besser aufgehoben." Ich konnte nur schwach nicken. Aber Psychiatrie...? Allein der Gedanke jagte mir kalte Schauer den Rücken runter. Sprichwörtlich natürlich.
Alice hatte meine Gefühlsregung wohl sehr gut beobachtet und die richtigen Schlüsse daraus gezogen.
"Es geht ihr... den Umständen entsprechend... gut dort." Ich schaute sie überrascht an.
"Ich hab mir eine Psychiatrie immer so schlimm vorgestellt, aber das war sie gar nicht."
Auf meinen fragenden Blick sprach sie weiter. "Ich habe sie noch kurz besuchen können..."
Mein Mund klappte vor Überraschung auf. Sie hatte Bella besucht? Alice hatte Bella wirklich gesehen?
Der Rest der Familie schien ebenso überrascht zu sein wie ich, also fuhr Alice schnell in ihrer Erzählung fort.
Offensichtlich war die Psychiatrie wirklich nicht so schrecklich, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich hatte eine ähnliche Vorstellung gehabt wie Alice und musste diese jetzt unausweichlich sehr positiv anpassen.
Diese Luise, auch wenn ich sie noch nicht persönlich getroffen hatte, war mir ebenso wie Alice sofort sympathisch. Den Anderen augenscheinlich auch. Selbst Carlisle schien angenehm überrascht von Bellas Behandlung zu sein.
Dann jedoch berichtete Alice von Bella... ich hatte der Bilderflut aus Alice Gedanken nichts entgegenzusetzen, obwohl ich sogar merkte, dass sie versuchte ihre Gedanken zu minimieren.
Als ich es sah, wenn auch nur ein Abbild dessen, was Alice wirklich gesehen hatte, überspülte mich der Schmerz mit solch einer Macht, dass ich aufpassen musste nicht darunter zu ersticken.
Die leeren Augen...
keinerlei Reaktion...
Ich stöhnte. Was hatte ich ihr nur angetan?
In diesem Moment wünschte ich mir nichts sehnlichster als alles ungeschehen machen zu können. Egal für welchen Preis! Aber mir war klar, dass es nicht möglich war. Ich konnte nichts rückgängig machen, ich musste mit der Situation... zurechtkommen... so wie sie war... das "Beste" daraus machen... überhaupt etwas machen! Ich konnte nicht mehr länger davonrennen! Ich musste für sie da sein. Es irgendwie wieder... gut machen.
Ich dachte, jetzt wäre Alice' Bericht endgültig vorüber. Was sollte jetzt auch noch kommen? Sie hatte Bella besucht, sich von ihrem Zustand überzeugt und zum Ende der Besuchszeit war sie gegangen und wieder hierhergefahren... Wie falsch ich doch lag!
Alice schaute mich so durchdringend an, dass es mir regelrecht kalte Schauer über den Rücken jagte. Irgendetwas war da noch... etwas, das sie noch nicht erzählt hatte... der Oberhammer sozusagen.
Ich spürte, dass sie verzweifelt versuchte irgendetwas vor mir zu verbergen. Was konnte es denn noch schlimmeres geben, als das, was ich heute schon erfahren hatte? Ich wurde aus ihrem Verhalten nicht schlau. Sie schaute so... niedergeschmettert.
Aber sie hatte doch selbst gesagt, dass es Bella "den Umständen entsprechend" gut gehen würde. Daran klammerte ich mich gerade wie ein Ertrinkender an einen Strohhalm.
"Alice, was verschweigst du uns?" Sie schaute mich schuldbewusst an und schüttelte unmerklich mit dem Kopf.
"Ich wünschte, ich müsste es dir nicht sagen, Edward... aber früher oder später erfährst du es ja doch... wenn nicht von mir, dann von jemand anderem... und ich will nicht, dass du es aus heiterem Himmel erfährst..." Sie redete eindeutig um den heißen Brei herum.
Auch die Anderen hatten sich interessiert ihr zugewandt. Was kam jetzt noch?
Alice schaute mich noch einmal durchdringend an. Bitte dreh nicht völlig durch, okay? Panik übermannte mich... was war bloß los?
"Alice Schatz, du musst es ihm sagen, was es auch ist... so dreht er erst recht durch!" Jasper schaute Alice schmerzvoll an. Natürlich hatte er meine Panik nur zu gut mitbekommen.
Und was sie dann sagte, zog mir endgültig den Boden unter den Füßen weg. Hatte ich nicht schon gesessen, hatten meine Beine in diesem Moment ihren Dienst verweigert. Ich hörte noch das synchrone Aufkeuchen der Anderen, dann waren alle meine Gedanken mit einem Schlag weg.
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Um mit einer unglaublichen Intensität kurze Zeit später wiederzukommen. Ich merkte, dass Esme mich im Arm hielt, mir beruhigend über den Rücken fuhr und mir irgendwelche Banalitäten ins Ohr flüsterte, während Carlisle an meiner anderen Seite hockte und mich fachärztlich ansah. Es war lächerlich, immerhin hatte er "menschliche" Medizin studiert, aber in diesem Moment war mir alles egal.
"Edward, alles wird wieder gut." hörte ich Carlisle leise neben mir sagen.
Wie bitte?!
Alles wird wieder gut?!
Ist der übergeschnappt?!
Was sollte hier denn bitte wieder gut werden? Ich hatte sie zerstört! Ich hatte ihr das genommen, was ich die ganze Zeit versuchte hatte zu schützen! Ihre Seele...
Mir war kotzübel und gleichzeitig fühlte ich mich so leer, dass es beängstigend gewesen wäre, wäre ich wirklich bei Verstand gewesen.
Ich konnte noch nicht einmal die Kraft aufbringen auf Carlisles unmöglichen Einwurf eine Erwiderung abzugeben.
Er schaute mich mitfühlend an und nahm meine Hand in seine. "Wir werden uns was einfallen lassen, Edward. Egal was wir tun können, wir werden es tun... auch wenn es unmöglich scheint, werden wir es versuchen." Er schaute mich mit solch einer Inbrunst an, dass ich darauf nichts erwidern konnte.
Alice hinter ihm nickte überschwänglich. Jasper, Emmett und sogar Rosalie pflichteten ihm bei. Auf Esmes Einwurf brauchte ich erst gar nicht zu warten, ihre Antwort war mir von Anfang an klar gewesen.
Womit hatte ich das verdient? Womit hatte ich diese herzliche, mitfühlende Familie verdient? Sie litten mit mir und versuchten mich aufzubauen, trotz allem was ich getan hatte. Ich hatte alles falsch gemacht, was ich nur falsch machen konnte.
Bella von mir zu stoßen... das war mein größter Fehler. Erst durch Alice war mir klar geworden wie sehr wir beide zusammengehörten. Ein Band, welches von niemandem, nicht mal von uns selbst, zertrennt werden konnte.
Anstatt ihr durch mein Verschwinden die Sicherheit und Freiheit zu geben, die ich erhofft hatte, hatte ich genau das Gegenteil bewirkt. Ich hatte sie in Gefahr gebracht... in Lebensgefahr... und in einen Abgrund gestürzt, aus dem sie nicht mehr herauskam oder nicht mehr herauskommen wollte.
In diesem Moment schwor ich mir, dass, egal was kommen sollte, ich sie niemals wieder verlassen würde... außer SIE wollte es so! Selbst wenn es bedeutete, dass ich ihr gesamtes Leben von ihr unerkannt und unbeachtet neben ihr in der Psychiatrie verbringen müsste... niemand würde mich jemals wieder von ihr wegbekommen!
So, damit dürfte ja jetzt klar sein was Edward vor hat, oder etwa nicht?! ^^
Bis zum nächsten Chapi *winke* (und drückt mir die Daumen, dass mein Projekt so durchgeht und ich es nicht noch mal schreiben muss *graus*)…
