Entschuldigt die lange Wartezeit! Ich kam leider überhaupt nicht mehr zum Schreiben und möchte doch so gerne auerhaft regelmäßig posten... (
Luna Nigra, Atreja und Bine - danke für eure Reviews!
Luna Nigra: Ja, jetzt geht es endlich weiter...
Atreja: Nein, tatsächlich hat es nicht direkt etwas mit Lucius Malfoy zu tun... und in meiner Geschichte wird und wurde niemand vergewaltigt, dieses Thema ist mir doch zu krass. ;)
Es freut mich, dass du Dracos Charakter so gut durchschauen kannst... ja, er hat Hermine geholfen, um nicht mehr in ihrer Schuld zu stehen. Viel interessanter ist aber die Frage, ob er ihr auch ohne seine "Schuld" geholfen hätte...?
Auch das Gespräch mit Snape hast du richtig gedeutet... Draco ist mit seiner derzeitigen Situation wirklich nicht zufrieden. Und das Trimagische Turnier wäre sicherlich eine gute Möglichkeit, aber ich kann dir hiermit verraten, dass es leider nicht dazu kommen wird, da er schon bald mit Harry, Hermine und Ron in den Grimmaulplatz flüchtet (Part 2 der Story).
Bine: Es freut mich, dass du meine Geschichte "gut, aber anders" findest! Und weiter... geht es hier!
Viel Spass!
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Kapitel 11:
You only see what your eyes want to see
How can life be what you want it to be
You're frozen when your hearts not open
You're so consumed with how much you get
You waste your time with hate and regret
You're broken when your hearts not open
Mmmh ... if I could melt your heart
Mmmh ... we'd never be apart
Mmmh ... give yourself to me
Mmmh ... you hold the key
Now there's no point in placing the blame
And you should know I'd suffer the same
If I lose you, my heart would be broken
Love is a bird; she needs to fly
Let all the hurt inside of you die
Youre frozen when your hearts not open
Mmmh ... if I could melt your heart
Mmmh ... we'd never be apart
Mmmh ... give yourself to me
Mmmh ... you hold the key
You only see what your eyes want to see
How can life be what you want it to be
You're frozen when your hearts not open
Mmmh ... if I could melt your heart
Mmmh ... we'd never be apart
Mmmh ... give yourself to me
Mmmh ... you hold the key
Mmmh ... if I could melt your heart
Mmmh ... we'd never be apart
Mmmh ... give yourself to me
Mmmh ... you hold the key
If I could melt your heart ...
(Frozen - Madonna)
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"Mein Gott, Hermine, kannst du nicht wenigstens beim Frühstück aufhören, deine Wälzer mitzubringen?"
Ich blickte auf und sah mich einer sichtlich verstimmten Lavender Brown gegenüber.
Wie schön, Madame hatte heute also mal wieder ihren schlechten Tag.
"Lavender, ich musste gestern noch mit Filch die Verboteliste für dieses Schuljahr erarbeiten, also kam ich nicht dazu, alle Hausaufgaben zu machen. Ich muss diesen Text noch lesen."
Natürlich hatte ich alle meine Aufgaben schon gemacht, aber ich musste ihr nicht auf die Nase binden, dass ich nach einem antiken Besitztum der Gründer Hogwarts suchte.
"Ach, Harry?", meinte ich nebenbei. "Wusstest du schon, dass Salazar Slytherin angeblich ein unglaublich wertvolles und... mächtiges Medaillon besaß?"
Harry verschluckte sich beinahe an seinem Toast und Ron musste ihm mit selbst ziemlich überraschter Miene auf den Rücken klopfen.
"Und wieso... war das Medaillon so mächtig?", fragte Ron, während Harry seinen Becher Kürbissaft hinunterstürzte.
"Das weiß ich noch nicht.", seufzte ich. "Aber ich wollte heute sowieso nach Zaubertränke in die Bibliothek. Kommt ihr mit?"
Ron stimmte laut zu und Harry nickte nur.
Plötzlich hafteten sich eine Menge Blicke auf die Beiden.
Ich grinste Harry an und er würgte schnell ein "wenn's sein muss" hervor.
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"Dass ihr Beiden nicht einmal dazu stehen könnt freiwillig etwas zu lernen... findet ihr es nicht langsam ein wenig kindisch?"
Ich hatte meinen vorwurfsvollen Blick aufgesetzt und das Einzige, was Ron herausbrachte, war ein breites Grinsen.
Nun, ich glaube, ich war früher einmal eindrucksvoller gewesen.
"Wie war's denn gestern bei Filch?"
"Oh, wunderbar", seufzte ich. "Er hat sich beinahe die gesamte Zeit darüber beschwert, dass Professor McGonagall eine grauenhafte Einstellung gegenüber der Effektivität von Foltermethoden hat...
Na ja, ich darf optimistisch in die Zukunft sehen. Wegen dem Trimagischen Turnier werde ich ihn in den nächsten Wochen noch wesentlich öfter sehen - wenn wir bis dahin hier bleiben natürlich."
Mittlerweile hatten wir die Kerker erreicht und lehnten uns an die Wand, die der Tür des Zaubertränkeklassenraums gegenüberstand.
"Ich frage mich immer noch, wie das alles eine Person bewerkstelligen soll ...?", murmelte Ron.
Ich runzelte die Stirn.
"Wieso eine Person?", fragte ich überrascht. Malfoy hatte dermaßen im Schloss herumgeprahlt, dass ich dachte, jeder im Schloss wüsste bereits, dass er sein Ziel erreicht hatte. "Das hatten wir doch schon vor Jahren im Unterricht durchgenommen.
In dem Schulcodex von 1800 wurde das erste Mal erwähnt, dass zwei Schüler des sechsten oder siebten Jahrganges die Stelle des Schulsprechers einnehmen, wie eben auch dieses Jahr. 1755 dagegen gab es einige äußerliche Auseinandersetzungen, sowie die Eulenpest und daher wurden zwei Schüler im Namen der Schule beauftragt, für Beruhigung zu sorgen, was sicher ein Vorläufer der Schulsprecher war, nämlich das Geschwisterpaar, Maglie und Me..."
"Schon gut...", unterbrach mich Ron. "Aber wer ist denn dann der Andere?"
Ich verzog den Mundwinkel und setzte zu einer Antwort an, die ihm sicher nicht gefallen würde, als ich auch schon eine schnarrende Stimme hinter mir hörte.
"Was, Weasley, sag' bloß, du weißt nicht einmal, wer die Person ist, zu der du sehnsüchtig aufblicken darfst?"
Ron wirbelte herum und auch Harry wandte den Kopf mit einem zornigen Blick zu Malfoy, der wenige Meter neben uns stand.
Um Ron die sichere Demütigung zu ersparen, ergriff ich das Wort.
"Ron", sagte ich gepresst. "Ich bin die Schülersprecherin und der Schülersprecher ist... Malfoy."
Harry und Ron klappten synchron die Kinnlade herunter und überraschenderweise war diesmal Ron derjenige, der sich schneller wieder fing.
"Also dann...", knurrte er und wedelte mit seinen Armen in Malfoys Richtung. "... dann hältst du also mit ihm zusammen die Konferenzen bei den Lehrern ab, hockst einträchtig mit ihm in dem Wohnkorridor, wo er bestimmt auch lebt, und verbringst deine Abende mit ihm..."
Ich riss überrascht die Augen auf und Draco Malfoy begann dreckig zu grinsen.
"Eifersüchtig, Weasley?"
Ron funkelte ihn wütend an, sagte aber nichts, sondern wandte sich an mich.
"Was willst du hören, Ron?", fragte ich verwirrt. "Natürlich müssen wir zusammenarbeiten, aber ich könnte die gesamte Arbeit ja auch niemals alleine schaffen, und du weißt auch warum."
Seine Züge glätteten sich etwas.
"Verzieh' dich, Malfoy", warf nun Harry ein. "Professor Slughorn kommt gerade und du willst doch sicher seinem eigenen Haus keine Schande machen, oder?"
Ich seufzte und dankte allen Göttern, dass Harry manchmal so schrecklich vernünftig war - ganz im Gegensatz zu Ron.
Doch als ich auf meinem Platz saß und die Zutaten des heutigen Giftes von der Tafel abschrieb, grübelte ich über Rons heftige Reaktion.
Ich hatte geglaubt, dass sich die Sache zwischen uns letztes Jahr völlig geklärt hätte, doch jetzt war ich mir gar nicht mehr so sicher.
Verlegen biss ich mir auf die Lippe.
Ich war diejenige gewesen, die in einer höchstwahrscheinlich hormonell stark belasteten Phase Ron das Gefühl gegeben hatte, etwas für ihn zu empfinden, was über reine Freundschaft hinausging.
Es waren nur einige Worte in einigen unpassenden Situationen gewesen, doch dafür hatte ich mir bereits so oft Vorwürfe gemacht, denn diese unkalkulierte Reaktion schien Ron damals in seinen Gefühlen bestärkt und animiert zu haben.
Ich hatte niemals etwas für ihn empfunden, ich hatte mir lediglich Nähe gewünscht und die völlig falschen Signale ausgesandt.
Nicht, dass es bei Ron eine Rolle gespielt hatte, ob die Signale falsch oder richtig waren.
Er konnte manchmal so sehr auf der Leitung stehen, dass es mich zum Verzweifeln brachte und ich mich wirklich beherrschen musste, um ihn nicht entnervt anzugiften.
Aber auch meine Sorge und meine Missbilligung seiner Beziehung zu Lavender Brown hatte er damals völlig falsch aufgefasst. Es war mir damals so wahnsinnig schwer gefallen ihm ruhig zu erklären, was ich für ihn empfand, nachdem Lavender ihm den Laufpass gegeben hatte.
Ich seufzte und notierte die letzte Zutat des Trankes.
Hmmm... ich könnte mich getäuscht haben, doch ich glaubte gesehen zu haben, wie Malfoys Augen kurz aufblitzten, als ich uns beide als Schülersprecher verkündete.
Was sollte das?
Welches Spiel spielte dieser unberechenbare Kerl?
Oh, ich weiß, Ron und Harry würden ihn schlicht und einfach als 'Idioten' betiteln, aber das... das traf es nun mal nicht ganz.
Er ist ungemütlich, ja, aber gleichzeitig nicht dumm.
Andererseits ist dies nun nicht mehr relevant.
Ich erhob mich, um die benötigten Ingredienzien aus den angrenzenden Vorratskammern zu besorgen.
Stirnrunzelnd überflog ich die Zutatenliste und musste feststellen, dass dieser Trank äußerst einfach werden würde.
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