Nach einer unruhigen Nacht wird Merlin in seiner Zelle von Fanfaren geweckt. Das Turnier! Das hatte er ganz vergessen. Er schließt die Augen und versucht seinen König in Gedanken zu erreichen: "Arthur? Arthur!" Aber der König antwortet nicht. Er hat das Amulett abgenommen, es liegt noch immer auf dem Tisch. Für einen Augenblick spielt er mit dem Gedanken, die Tür gewaltsam zu öffnen, entschließt sich aber dann doch im Kerker auszuharren. Er hockt sich auf den Boden. "Bitte seid vorsichtig heute." Dann schließt er die Augen.

Als er sie wieder öffnet, steht Gwen vor ihm. Sie hat die Zellentür geöffnet und setzt sich zu Merlin auf dessen Liege: "Merlin, wie geht es dir?" Merlin schüttelt nur den Kopf. Gwen lächelt: "Merlin,weißt du weshalb du hier drinnen sitzt?" Merlin nickt: "Ich habe gegen seinen Befehl verstoßen." Gwen schüttelt den Kopf: "Das ist nichts Neues. Deshalb hat er dich noch nie eingesperrt. Der Grund, weshalb du wirklich hierdrin sitzt, ist, dass du ihn Angelogen hast. Du hast ihn bewusst in die Augen gesehen und ihn angelogen. Das hat Arthur sehr getroffen. Das war ein Vertrauensbruch ohne Gleichen. Deshalb sitzt du hier." Merlin atmet tief ein: "Es tut mir leid." Erneut läuft ihm eine Träne über das Gesicht. "Merlin, du hast ihn angelogen, dich und auch noch Sir Galahad in Gefahr gebracht." Sie sieht Merlin in die Augen: "Er ist einfach nur maßlos enttäuscht. Und er hatte eine furchtbare Angst um dich." Merlin nickt. Er kann nur noch einmal wiederholen, was er eben bereits sagte: "Es tut mir leid." Gwen sieht ihn streng an. "Aber er braucht dich. Geh hoch zu ihm." Verblüfft sieht Merlin sie an. "Jetzt mach schon. Bevor ich es mir anders überlege. Du musst ein Auge auf ihn haben, dieses Turnier... pass auf ihn auf, hörst du?" Merlin nickt, dann umarmt er seine Königin: "Ich danke Euch." Er steht auf und rennt die Stufen hinauf.