Disclaimer:
Ich werde die Weltherrschaft mit dieser Story an mich reißen murhahahaha! Hust, hust, röchel, okay, oder auch nicht. Kein Verdienst, nur Spaß.
Kommentar:
Juhuuu! Meine Klausurenphase ist vorbei. Das heißt, ich kann wieder (fast) ungehemmt Kapitel posten!! Na ja ich wird es jedenfalls versuchen. ;)
12. Ein Stich In Die Vergangenheit:
Severus ließ sich mit einem stummen Seufzer auf den schwarzen Lederhocker vor dem ebenso schwarzen Flügel nieder. Während er sich zu voller Größe aufrichtete und die Klappe des Musikinstrumentes langsam öffnete, gingen ihm beunruhigende Gedanken durch den Kopf.
Was hatte er da gerade eigentlich getan? Wurde er etwa weich? Allein die Vorstellung war schon schrecklich! Wie hatte er sich nur von Potter überreden lassen können? Nun gut, vielleicht würde ihn das Spielen wieder beruhigen.
Er hatte schon lange keine Zeit mehr dafür gefunden und das, obwohl es eine große (und heimliche) Leidenschaft war. Vor allem lag dieser Zeitverlust, seiner Auffassung nach, an der Anwesenheit dieses Strubbelhaarigen, manchmal unbegreiflichen Balges!
Sich von allen Gedanken und Empfindungen lösend, fuhr Snape bald völlig im Klang des Instrumentes versunken über die Tasten des Klaviers und spielte mal Lieder, die er kannte und dann wieder düstere, stimmungsvolle Melodien, die seine Gefühle und Gedanken widerspiegelten. So ging es lange Zeit, bis ein ganz bestimmtes Lied, das ihm einfiel, den ständigen Fluss der Töne unterbrach. Er hörte kurz auf und überlegte, woher er es kannte und begann dann einfach damit es zu spielen, ohne weiter darüber nachzudenken.
DUMDIDUM DUMDIDUM
Während der ersten paar Noten hielt Harry lediglich inne und lauschte mit Faszination dem Lied, das ihn in seltsamer Weise berührte. Doch dann, sobald er einen längeren Teil davon gehört hatte, setzte sich in seinem Inneren das letzte Teil eines Puzzles an seinen Platz und der 15-Jährige wusste wieder, was es damit auf sich hatte. Und obendrein erinnerte er sich an eine ganze Menge mehr.
DUMDIDUM DUMDIDUM
Severus wurde grausam aus seiner Tätigkeit gerissen, als mit einem Ohren betäubenden Klirren und Poltern Glas zu Bruch ging. Eine große Menge Glas. Alarmiert sprang Snape auf und stürmte in das Zimmer, in dem Potter seine Strafarbeit verrichtete.
Was hatte er jetzt wieder angestellt!? Er wusste es. Es war von Anfang an falsch gewesen, ihm zu vertrauen! (Wenn man das denn so nennen konnte.)
DUMDIDUM DUMDIDUM
Harry ließ vor Schreck und Verwirrung die voll beladene Kiste fallen. Er achtete noch nicht einmal darauf. Er tat nur einen Schritt vor und hörte wie Türen geöffnet und zugeknallt wurden. Dazu etwas zu sagen oder anderes zu tun, als nur dazustehen, war er nicht fähig. Eine unglaubliche Erkenntnis hatte sich gerade den Weg in seinen Verstand gebahnt.
Die Tür wurde aufgerissen und Severus Snape rauschte in den Raum, offensichtlich äußerst verärgert.
Harrys Mund öffnete sich, noch bevor Snape ein Wort sagen konnte: „Du…!" Er hielt sich in seltsamer Gebärde die Hand vor den Mund. „Was!?", kam es von Severus.
Der Gryffindor schüttelte abwesend den Kopf: „Sie, haben es gespielt…! Sie haben auf mich aufgepasst, als ich klein war! Aber warum?" Snape verstand kein Wort von dem, was sein Gegenüber da sagte, doch er sah deutlich, dass Harry sich gerade ohne es zu bemerken in den Scherbenhaufen niederlassen wollte. „Potter, nicht!"
Mehr brauchte er nicht zu sagen. Der Jüngere sah wie in Trance nach unten, trat einen weiteren Schritt vor und tat dann das, was er schon eben hatte machen wollen. Für einen Moment sah es für Snape so aus, als ob sein Schüler ihn gar nicht mehr bemerken würde.
Harry verstand die Welt nicht mehr.
Was war hier los? Warum war es Snape gewesen? Was hatte er in der Erinnerung mit dem schwarzhaarigen Mann zu suchen, die er gestern Abend gehabt hatte?! Was hatte dieser Mann, der gerade vor ihm stand, überhaupt in seiner Kindheit gemacht?
„Professor, warum?", setzte Harry kurze Zeit später an.
„Was redest du da? Warum was?", fragte ein mehr als nur verwirrter Severus. Harry zögerte, sah ihm dann jedoch in die Augen und sagte: „Warum haben sie auf mich aufgepasst, als ich noch ein kleines Kind war, …als meine Eltern noch lebten? Sie haben damals das Lied gesungen, das Sie eben gespielt haben."
Einen zähen Augenblick lang herrschte völliges Schweigen. Snapes Verstand raste.
Jetzt wo Potter es sagte, wusste er wieder woher er dieses Lied kannte, wann er es gesungen hatte.
„Ja, es stimmt", kam die noch tonlose Antwort: „Ja, ich weiß wovon du redest. Aber wie ist es möglich, dass du dich daran erinnerst? Du warst gerade mal ein Jahr alt. Das kann nicht sein!"
Zur großen Überraschung des Tränkemeisters hatte sich der Gesichtsausdruck des Schwarzhaarigen schlagartig verändert. Als er sich wieder erhob war sein Blick fast abweisend: „Wie kommt es dann, dass ich mich daran erinnere, wie Voldemort meine Eltern umbringt? Ich war damals schließlich nur ein halbes Jahr älter!"
Obwohl in Snapes Stimme keinerlei Sarkasmus oder Bosheit gelegen hatte, hatte er bei Harry eine Art wunden Punkt erwischt.
Er hatte genug davon, dass Menschen ihm sagten, er sei unnormal oder etwas, das er tat, sei unmöglich!
Der Ältere registrierte den Ärger in der Stimme des anderen sofort. Flüchtig dachte er darüber nach.
Wenn man bedachte, wie Potters Leben ausgesehen hatte, war es vielleicht wirklich denkbar, dass er sich stärker an Dinge erinnerte, die mit Lily und James zusammenhingen.
„Wann hast du dich daran erinnert? Es wird dir wohl nicht gerade eben in den Kopf gekommen sein", fragte der Zaubertränkelehrer jetzt so kühl wie immer.
„Nein, es kam gestern Abend. Auf dem Dach", erwiderte Harry zögerlich: „Zuerst nur Fetzen des Liedes und danach die Erinnerung. Was hat es damit auf sich? Ich dachte Sie…" Der Gryffindor brach ab und sah seinen Mentor nur noch merkwürdig an. Er schien nicht zu wissen, wie er das ausdrücken sollte, was ihm in der Seele brannte.
„Du dachtest was, Potter?", kam jetzt die defensive, bedrohliche Rückfrage. Wenn es um seine Vergangenheit ging, hatte Severus Snape nicht den geringsten Wunsch einen anderen Menschen daran teilhaben zu lassen.
Ein weiteres Mal an diesem Nachmittag erlebte der Hogwartslehrer nun einen plötzlichen Gefühlsumschwung seines Schützlings.
Etwas, das unterdrückter Wut und Verzweiflung nahe kam, spiegelte sich auf seinen Zügen wieder, als er die Hände zu Fäusten ballte und rief: „Sie haben mir immer erzählt wie sehr Sie meinen Vater gehasst haben. Ich dachte Sie waren ein Todesser und haben es damals genossen, dass Voldemort meine Eltern verfolgt hat und töten wollte. War das nicht Ihre Vorstellung einer angemessenen Bestrafung für das, was mein Vater und Sirius Ihnen angetan haben?! Also warum verdammt haben Sie dann das gemacht? Warum?!"
Ohne dass Harry es wirklich gewollt hatte, geschweige denn wusste wieso es gekommen war, hatte sich die ganze Wut auf Snape entladen. Endlich hatte er seiner Verwirrung Luft gemacht. Die Erleichterung darüber währte jedoch nicht lange, denn nun wurde dem Gryffindor klar, dass das, was er eben gesagt hatte, wohl noch schlimmer war als die Sache mit der Gedankenkugel. Zu seiner Überraschung stand Snape einfach nur da und starrte ihn an, anstatt ihn anzuschreien.
Dann sagte er langsam mit kaltem Zorn in jedem Wort: „Raus! Auf dein Zimmer, sofort!"
Harry war als habe sich die Temperatur im Raum schlagartig abgekühlt, doch er bewegte sich keinen Millimeter. „Nein."
„Potter, was an ‚Raus' hast du nicht verstanden?", kam die eisige, drohende Frage.
„Professor ich will jetzt eine Antwort. Eher gehe ich nicht." Harry sah ihm direkt in die zornig glimmenden Onyxaugen, wobei das rabenschwarze Haar des Jungen noch wilder als sonst vor seinem Gesicht hing.
„Ist es wahr? War das Ihre Meinung? Oder gibt es etwas, das ich nicht weiß? Und erzählen Sie mir nicht, es ginge mich nichts an!"
Den Verstand des Gryffindors umkreiste nur ein Gedanke:
Er wollte wissen, ob Snape das gleiche wie heute gefühlt hatte, als er ihm beruhigend das Lied vorgesungen hatte und wenn ja, dann verlangte es ihn nach einer Erklärung dafür.
Da Snape noch immer wie versteinert dastand und nicht antwortete, fuhr Harry aufgebracht fort. All die Frustration über Snapes unbegreiflichen Hass ihm gegenüber fand einen Weg: „Wussten Sie damals auch schon, dass ich einmal arrogant und selbst verliebt werden würde, oder ist Ihnen dieses Licht erst aufgegangen, als Sie mich das erste Mal in Hogwarts gesehen haben?! Wenn Sie doch einen solchen Hass verspürten, warum zum Teufel haben Sie es dann gemacht?! Warum haben Sie mich in den Schlaf gesungen und bei mir ein Gefühl der Geborgenheit geweckt, obwohl ich Sie nicht kannte?!"
Harry war nicht mehr wütend. Er war verzweifelt, verwirrt und traurig. Sein Atem war unruhig und mischte sich mit kaum zu vernehmenden Schluchzern.
Snapes Hand schnellte vor und es sah so aus, als wolle er ihn schlagen, aber dennoch bewegte sich der 15-Jährige noch immer nicht.
Es war ihm verdammt noch mal egal, ob er ihn schlug, verhexte oder sonstiges mit ihm anstellte!! Er wollte endlich Antworten.
In dem Moment da die Hand des Älteren seine Schulter berührte, wurde ihm klar, dass Severus ihn nicht verletzen wollte. Die Berührung war nur flüchtig und gab Harry einen vagen Hinweis in eine Richtung. Danach sagte der Ältere ruhig: „Komm. Folge mir, Potter."
DUMDIDUM DUMDIDUM
Im Arbeitszimmer angekommen, ließ Snape sich schwer in einen der dunklen Sessel vor dem Kamin gleiten. „Setz dich Potter." Er deutete auf den Sessel ihm gegenüber und wartete schweigend bis sein Schüler der Aufforderung Folge geleistet hatte.
„Du irrst dich. Zu der Zeit als dieses Ereignis stattfand, war ich kein Anhänger des dunklen Lords mehr. Und ja, ich habe deinen Vater gehasst. Genauso wie ich es heute tue." „Aber weshalb…?"
„Ich wünsche, dass du mich ausreden lässt, oder du kannst gleich auf dein Zimmer gehen. Höre zu und schätze dich glücklich, dass ich dir überhaupt etwas erzähle", wurde Harry zurechtgewiesen, bevor er den Satz beendet hatte. Stumm nickte er, während der Professor sich zurücklehnte und die Fingerspitzen aneinander legte.
„Ich habe es getan, weil es nötig war. Weil die Situation es nun einmal erforderte, dass ich bei dir blieb. Aus keinem anderen Grund." Einerseits war der Gryffindor froh endlich überhaupt etwas erfahren zu haben, doch andererseits überzeugte ihn die Kälte in der Stimme des Lehrers davon, dass er wohl schon damals das ihm gegenüber empfunden hatte wie heute: Hass und Unverständnis.
Eine Weile herrschte Schweigen. Harry war in Gedanken versunken und Severus damit beschäftigt seinen Gegenüber genau zu studieren.
„Potter, sage mir wie und wofür soll ich ein Baby gehasst haben?" Diese Frage ließ den 15-Jährigen überrascht aufblicken. „Sir, ich verstehe nicht."
„Natürlich konnte ich dich damals nicht in irgendeiner Weise verantwortlich machen. Ich hatte keinen Grund dich zu verachten oder sonstiges. Du warst ein Baby, ein Säugling von kaum mehr als einem Jahr", erwiderte der Tränkemeister ruhig. Sobald er aber fort fuhr, wurde sein Ton um einiges kälter: „Dies entschuldigt jedoch nicht deine Taten seit du auf Hogwarts bist."
Die Botschaft dieser Worte war für Harry unmissverständlich. „Ich weiß", war vorläufig die einzige Antwort.
Wie so oft breitete sich Stille im Raum aus. Gebrochen wurde sie letztlich von Harry, der langsam de Kopf hob, Snape erneut in die Augen sah und dann leise sagte:
„Ich weiß, dass ich einiges falsch gemacht habe. Und auch, dass ich Dinge getan habe, die sich jeglichen Regeln widersetzt haben. Für einige möchte ich mich entschuldigen."
Einen Moment lang hielt er inne. „Ich hatte nicht die Absicht Sie in meinem dritten Jahr mit dem Fluch zu verletzen… ich wusste nicht, was ich anderes in diesem Moment tun sollte. Es schien mir so widersinnig. Ich verstand nicht, warum Sie auf diese Weise gehandelt haben." Noch leiser, sodass es kaum zu verstehen war, fügte er hinzu: „Ich verstehe es manchmal heute noch nicht. Aber das hat nichts damit zu tun."
„Außerdem tut mir Leid, was ich letztes Jahr getan habe. Ich habe es nicht gemacht, um in Ihre Privatsphäre einzudringen. Es war, weil ich Dinge über das Ministerium darin vermutete. Ich wollte wissen, ob es etwas über diesen Korridor zu erfahren gab, den ich immer wieder gesehen hatte. Niemand wollte mir etwas verraten, obwohl ich unmittelbar damit verbunden war, also musste ich selbst nachforschen."
Der Teenager verstummte für einen Moment und nahm dann wieder den Faden auf.
„Ich weiß, ich kann es nicht mehr ändern, geschweige denn wieder gut machen, aber es tut mir Leid."
Einen Atemzug lang hielt Harry inne. Es war, als werde ihm in diesem Moment klar, was wohl trotzdem das Ergebnis bleiben würde: „Sie müssen mir auch nicht verzeihen, das geht wohl nicht so einfach, doch Sie sollen es wenigstens wissen." Damit endete Harry und erhob sich ohne aufzusehen. „Wenn es erlaubt ist, dann gehe ich jetzt und räume die Scherben weg…. Ich hab die Kiste fallen gelassen, weil ich mich so erschrocken habe, als ich das Lied hörte. Danke, dass Sie mir meine Frage beantwortet haben."
Der Ältere gab einen zustimmenden Laut von sich, woraufhin der Gryffindor leise das Zimmer verließ. Er war ein wenig betrübt.
Hatte er jetzt wieder mal alles kaputt gemacht? Hatte er wieder einmal in Sachen herumgestöbert, die ihn nichts angingen? Aber trotzdem, es war immerhin seine Vergangenheit gewesen, über die er etwas hatte erfahren wollen. Wahrscheinlich hatte es auch schon viel früher begonnen. Damit, dass er sich etwas angesehen hatte, von dem er wusste, dass es Snape verletzen würde. Es war also seine eigene Schuld, wenn er ihn für immer hasste.
Während er noch immer darüber nachdachte, ob es richtig gewesen war die Erinnerung durch seine Entschuldigung wieder aufzufrischen, betrat der Schwarzhaarige wiederum den großen Lagerraum.
Zu seiner Überraschung stellte er fest, dass die Scherben nicht länger solche waren, sondern ordentlich als Flaschen zusammengesetzt in der Kiste standen. Wie das hatte geschehen können, wusste er nicht, doch ihm sollte es recht sein.
Nachdem er sich einmal mehr gefragt hatte, wie er das alles sortieren sollte, machte er sich schließlich doch an die Arbeit. Wiederum gelangweilt begann er damit die Unmengen Glas in allen Formen und Variationen nach Größe und Form zu sortieren und räumte sie dann nach und nach wieder ein. Das Abwaschen blieb dem Gryffindor gnädiger weise erspart, denn die Gefäße schienen mit einem Zauber belegt zu sein, damit sie nicht verstaubten. Sobald er daran dachte, verspürte er noch einmal nicht übel Lust ein ernstes Wort mit den Hauselfen zu sprechen.
Er konnte sich nicht vorstellen, dass Snape aus reiner Vorahnung den Elfen aufgetragen hatte, den Raum so schmutzig zu lassen. Wahrsagen passte so gar nicht zu dem düsteren Image des Lehrers.
Geraume Zeit später hatte der 15-Jährige etwa der Hälfte der Sachen einen
neuen Platz zugewiesen. Er wandte sich zu einem anderen Regal um, damit auch die langhalsigen Trichterflaschen einen Standort fanden, da fiel ihm plötzlich etwas ins Auge. Ganz hinten in der Ecke eines hoch gelegenen Faches stand eine kleine Flasche mit blass rotem Inhalt.
Er musste sie beim ersten Ausräumen übersehen haben.
Schnell stellte er die Kiste, die er in Händen trug, auf dem Boden ab und nahm die Flasche aus dem Regal. Wenn er nicht ganz und gar falsch lag, dann wusste er, was das für eine Flüssigkeit war.
Das rote Zeug hatte eine dickflüssige, fast zähe Konsistenz, wie der Schwarzhaarige herausfand, als er die Flasche hin und her drehte.
Es bestand kein Zweifel, das musste ein Vulnus-Valetis-Trank sein. So viel hatte selbst er im letzten Jahr bei Snape gelernt. Man benutzte ihn, um Wunden in Sekundenschnelle wieder verheilen zu lassen.
Mit einem leichten Grinsen und dem Gedanken, dassihm dieser Trank noch einmal nützlich sein könnte und Snape ihn wohl nicht vermissen würde, steckte er ihn in eine seiner riesigen Hosentaschen.
Der Gryffindor war mit seiner Arbeit fertig, als die große Wanduhr in der Eingangshalle Zehn schlug.
So spät am Abend würde es wohl kein Essen mehr geben. Schade eigentlich.
DUMDIDUM DUMDIDUM
Severus blieb noch fast eine halbe Stunde einfach in seinem Sessel sitzen und dachte nach. Er wusste immer noch nicht, was er von dem Jungen denken sollte. Auch war er sich nicht im Klaren darüber, ob er die Entschuldigung annehmen sollte, die er soeben gehört hatte. So viel an einem Abend war irgendwie zu viel. Unschlüssig stand er auf, fasste den Entschluss das Essen ausfallen zu lassen und wandte sich stattdessen einer Flasche Whisky zu, die er in einem verborgenen Fach seines Regals stehen hatte.
DUMDIDUM DUMDIDUM
So, das war eine Art zweiter Teil zum letzten Kapitel, denn ursprünglich hatte ich die beiden als eines verfasst.
Hoffe es hat euch gefallen, wenn nicht (oder vielleicht ja doch) sagt es mir bitte.
Ich freue mich über jedes Review, ihr seht meistens so viel Sachen, an die ich nicht gedacht habe, oder die ich noch besser machen könnte. Bitte schickt mir eine Nachricht.
