Stand der Dinge: Nächstes Chap ist da smile!
Reviews: Wären nett!
An alle Reviewer, die keine E-Mailadresse angegeben haben: Dankeschön für eure Reviews! Ich hab mich sehr gefreut darüber und über das viele Lob sowieso :)
Disclamer: Mir gehört nichts, außer die Handlung der Geschichte, mit der ich übrigens auch kein Geld verdiene.
Wünsche von mir an euch: Viel Spaß
Kapitel 12: Die Hochzeit
Percy und Penelopé heirateten schon sehr bald. Knapp eine Woche, nachdem er uns das mitgeteilt hatte.
Ich war immer noch wütend. Aber die Sehnsucht überwiegte inzwischen. Seit einer Woche hatte Draco sich nicht gemeldet, keinen einzigen Brief hatte ich bekommen. Sicher, das war eigentlich das, was wir abgemacht hatten, aber trotzdem hoffte ich doch ein bisschen.
Am Morgen der Hochzeit waren alle sehr aufgeregt –besonders Mum. Ron war auch völlig verzweifelt, denn er konnte seinen Festumhang nicht finden. Ich hatte meinen schon längst an.
„Ginny, der Kragen sitzt schief!", sagte meine Mutter ungeduldig und zupfte und zerrte daran herum. Ich ließ sie machen, wollte sie nicht noch mehr verletzten.
Um zirka zwölf Uhr waren wir alle fertig zurechtgemacht und bereit. Percy und Penelopé apparierten Hand in Hand in die Stadt, dort, wo sich das SfZuH, das Standesamt für Zauberer und Hexen, befand. Dad und Mum apparierten ebenfalls, jeweils einen der Zwillinge im Schlepptau. Sie apparierten zur Kirche, wo später die Trauung stattfinden würde, dann kamen sie wieder, nahmen Harry und Hermine mit, dann mich und Ron.
Percy und seine Freundin wollten nur in einem kleinen Kreis heiraten, weshalb nur seine und ihre Familie anwesend sein sollten. Wir waren als erstes da, Penelopés Eltern und ihr Bruder kamen erst eine Viertelstunde später herappariert und kurz darauf erschien auch das Brautpaar, das nun ja eigentlich schon verheiratet war. Die Beiden strahlten und ich fühlte mich unweigerlich an Draco erinnert. Ich hatte auch so gestrahlt, als er da gewesen war, genau so glücklich hatte ich bestimmt auch ausgesehen und dieses Mal...? Ich wischte eine kleine Träne eilig fort. Niemand sollte sehen, dass ich weinte, vor allem nicht Mum. Sie würde es für die Tränen der Rührung halten, denn die weinte sie, als Penelopé in einem wundeschönen, weißen Brautkleid und Percy in einem nachtschwarzen Smoking, auf die Pforte der Kapelle zuschritten.
Wir folgten dem Paar und verteilten uns auf die vorderen Bänke, während ich mich weiter hinten hinsetzte. Ich wollte so ein Glück nicht sehen! Es wurde mir immer so deutlich, was sie mir weggenommen hatten, selbst, wenn es nur für ein paar Wochen war. Denn in der Schule...
In der Schule würde ich mir nichts mehr sagen lassen! Jetzt war die Trennung auf Zeit auch Draco zuliebe, da er „in Schwierigkeiten steckte" (wie er es genannt hatte).
Der Pastor war ein großer stattlicher Mann, den man eher als einen Bodyguard sehen konnte, als ein Pastor. Aber er grinste nett und freundlich und sein weißes Gewand schlabberte ihm um die Beine, es war ein wenig zu kurz. Ich fand das nicht schlimm, sondern eher cool, aber ich konnte sehen, dass Mum etwas entgeistert dreinblickte. Das war wohl nicht die Art Pfarrer, die sie immer vor ihrem inneren Auge gesehen hatte. Tja, Mum! Pech gehabt!, dachte ich schadenfroh, als sich dieser mit Stanley vorstellte.
„Und ich werd dieses Pärchen hier gleich traun', wenn Se des möchten!"
„Ja, bitte!", sagte Percy selig lächeln.
„Gut, ordentlich hinstelle! Ja, so!"
Es war fast, als würde er die Beiden durch die Luft wirbeln, so viel Kraft hatte er, als er meinen Bruder packte, ihn so hinstellte, dass wie sein Profil sehen konnte und mit seiner Braut geschah das Gleiche, sie standen sich nun gegenüber. Stanley stellte sich in die Mitte, nein, etwas weiter hinten schon, so unsensibel war er auch nicht, dass er sich direkt zwischen meinen Bruder und seine standesamtliche Frau stellte.
„So, dann wird ich mal anfangn'! Mach mal die Musik an, Fritz!", rief er einem kleinen Jungen zu, der einen Kassettenrekorder in der Hand hielt (So viel hatte ich in Muggelkunde schon gelernt, dass ich so etwas identifizieren konnte). Fritz drückte auf einen Knopf und sofort schallte Orgelgedudel aus den Lautsprechern. Ich musste mich wirklich zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. So hatte Mum sich die Heirat ihres Sohnes bestimmt nicht vorgestellt!
„Gut! Da ham wir's! Dann fang ich jetz' ma' an!" Er räusperte sich laut. „Herr Percy Weasli, möchten Se die hier anwesende Peneloup Clirwatter(Oh, Mum würde gleich eine Krise kriegen! Er hatte Penelopés Namen falsch ausgesprochen!) heiraten? Dann sagen Se: Ja, ich will! "
„Ja, ich will!", sagte Percy und hatte schon wieder eine wichtige Miene aufgesetzt.
„Peneloup Clirwatter, möchten Se den hier anwesendn' Percy Weasli zum Mann nehm, dann antworten Se mit: Ja, ich will! "
„Ja, ich will!", hauchte Penelopé.
„Dann tauschen Sie jetz' ma' bitte die Ringe aus! Ja, so isses gut! Sie dürfen die Frau nun küssn'!"
Das Paar küsste sich und alle standen gerührt auf und brachen in Jubel und Beifall aus. Selbst ich klatschte ein paar Mal lahm in die Hände –Allerdings eher für Stanleys lustige Performance als für das perfekte und nun endgültig verheiratete Ehepaar!
„Oh, das ist alles so wunderbar!", hörte ich Mum rufen, als Braut und Bräutigam den Mittelgang zum Ausgang entlangschritten. Meine Mutter stand auf und drängelte sich neben ihren Sohn. „Zu eurem Glück würde nur noch eins fehlen!"
„Was denn, Mum?", fragte der Angesprochene höflich, aber ich sah genau, wie gequält er guckte, ebenso Penelopé. Der Gang war einfach zu eng für drei Leute. Aber bevor sie antworten konnte, nahm ihre Schwiegertochter die Sache in die Hand, zog Percy sanft, aber sehr bestimmt ein paar Schritte vor und sie liefen fast nach draußen, wo ein Fotograf schon auf uns wartete. Selbstverständlich ein Zauberer –Wir wollten schließlich Bilder haben, die sich bewegen konnten und keine, wie die Muggel welche hatten. Das war langweilig!
Wir stellten uns alle auf, die frisch Verheirateten in der Mitte, wir posierten um sie herum. Es machte –klick!- und –klick!- und –klick!- und der Fotograf versprach uns, die Bilder in der kommenden Woche zum Fuchsbau zu senden.
„Ach, Percy, was ich dir noch sagen wollte!", begann Mum wieder. „Zu eurem Glück würde nur noch ein Baby fehlen!"
„Ein Baby? Jetzt schon?" Percy sah sie etwas geplagt an und auch seine Frau schien von der Idee noch nicht ganz so angetan.
„Ich denke, damit warten wir noch ein bisschen.", sagte sie charmant lächelnd und Mum nahm es ihr nicht übel.
Ein Baby! Ich fand auch, dass das wohl noch etwas war, was in recht weiter Ferne lag. Penelopé würde wohl noch einige Jahre warten, bis sie schwanger würde werden wollen.
Schwanger... Das Wort setzte sich in meinem Kopf fest, als wollte es mir etwas sagen. Schwanger... Ich und Draco hatten nicht verhütet, schoss es mir durch den Kopf. Das war irgendwie einfach untergegangen. Mich überlief es eiskalt. Penelopé war bestimmt nicht schwanger, aber vielleicht... ich!
Hermine, die das Gespräch ebenfalls mitbekommen hatte, schaute mich an. Ihrem entgeisterten Gesichtsausdruck nach zu schließen, schien sie auf dieselbe Idee gekommen zu sein.
