1980 Denver:

Es war 8.00 Uhr und ich schlief immer noch. Ich war so müde noch von gestern und musste das auch noch verarbeiten. Doch aufeinmal wurde ich von einer lauten Tür geweckt, die jemand laut ins Schloss schmiss. Ich hoffte inständig das es nicht der Typ war, den mein Vater gestern angerufen hatte. Doch wer sollte es sonst sein. Mein Vater hatte doch gesagt, sie fangen morgen an und es war schon der nächste Tag. Meine Befürchtung bestätigte sich einige Minuten später, als sich jemand an meiner Tür zuschaffen machte. Ich hörte den Schlüssel, der ins Schloss gesteckt und umgedreht wurde. Die Tür wurde aufgeschmissen, ohne Rücksicht auf mich. Ich dachte, wenn ich mich schlafend stellte, würde er wieder gehen, aber das war nicht der Fall. Der Mann zog mich einfach aus dem Bett und packte mich mit der einen Hand im Genick und mit der anderen umfasste er meinen Arm. So schleifte er mich aus meinem Zimmer und ging mit mir die lange Treppe entlang. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Schreien? Was brachte mir das. Es waren ja nur mein Vater, der Butler und der Typ da, der mich gerade die Treppe runter schleifte. „Lassen...sie mich...los!", schrie ich den Mann an, ohne Hoffnung darauf, das er das tatsächlich tun würde. Als wir unten in der großen Halle waren, zog er mich in Richtung Keller. Was wollte er mit ihm da unten. Ich wehrte mich so sehr wie ich konnte, aber es brachte nichts, denn er hob meinen Arm mit einer Eisigen härte fest. Ich hatte keine Chance ihm zu entkommen. Als er sich immer weiter der Kellertür näherte, sah ich wie mein Vater in der Bürotür stand. Er sah glücklich aus, glücklich darüber was der Typ mit mir vorhatte. Weder mein Vater noch der Butler dachten darüber nach mir zu helfen. Sie sahen zu wie der Typ mich immer näher zur Tür schleifte. Er nahm seine freie Hand und öffnete damit die Tür zum Keller. Eine Treppe führte ins dunkle. Danach ging er nach links. Ich wunderte mich schon, da unser Keller rechts war. Mein Vater hatte mir verboten nach links zu gehen. Er öffnete erneut eine Tür und eine weitere Treppe führte nach unten. Ich kannte diese Treppe nicht, da ich noch nie hier war. Ich ging eigentlich nie in den Keller und wenn, dann ging ich nur nach rechts. Der Typ machte wieder eine Tür auf, zu einem dunklen Raum. Er ging rein und ließ mich endlich los. Schnell sprang ich zur Seite um von diesem Mann weg zu kommen. Er ging raus und schloss die Tür ab. Mich umgab schwärze, keine einzige Lampe war darin und ich konnte nichts sehen. Sollte das meine Strafe sein? Ein dunkler Raum? Wenn das so ist, kannte mich mein Vater überhaupt nicht. Ich lasse mich doch nicht durch einen Raum einschüchtern. Doch jetzt hörte ich das ich nicht alleine war. Ich stolperte nach hinten in die Ecke und ließ mich an der Wand herunter. Ich saß auf dem kalten und nassen Boden, des Kellers und hoffte das mein Vater mich bald wieder hier rauslassen wird. Ich hörte wieder dieses quietschen und spürte wie mich etwas am Hosenbein streifte. Ratten! Es waren Ratten hier drin! Ich sollte mit Ratten in einem Raum schlafen? War das meine Strafe oder nur das Mittel mir Respekt beizubringen? Ich wüsste es gerne, aber ich musste warten. Warten bis mich dieser Typ hier rausholte. Ich hoffte das es bald war, doch das passierte nicht. Ich war inzwischen Stunden hier drin und war müde. Ich wollte nicht schlafen, da die Ratten dann über mich herfallen würden, aber ich konnte meine Augen nicht mehr offen halten und die Müdigkeit übermannte mich. Als ich wieder aufwachte lag ich immer noch in dem Raum. Ich hatte meine Augen offen, doch ich konnte nichts sehen. Allein die Geräusche, die die Ratten von sich gaben, ließen mich wissen, das ich immer noch eingesperrte war. Durst und Hunger durchzogen mich. Ich musste sofort hier raus, sonst würde ich noch durchdrehen. Es öffnete sich die Tür mit einem quietschen und der Mann, den ich hasste für das was er mir antat, betrat den Raum. „Mitkommen.", befahl er mir. Das erste Wort das er zu mir sagte. Ich machte keine Anstallten mit ihm mit zugehen, da ich wusste er würde noch etwas schlimmeres tun. Doch er kam auf mich zu, ich wich ihm aus. Er drängte mich in die andere Ecke in der ich nicht mehr raus kam. Er kam immer näher und als er schließlich vor mir stand, packte er mich wie das letzte mal auch, am Arm und im Genick. Somit konnte ich mich nicht mehr bewegen. Er zerrte mich wieder die Treppe hoch und aus dem Keller. In der Eingangshalle war es so hell, das ich nichts mehr sehen konnte. Erst nach einigen Minuten wurde meine Sicht wieder normal. Ich sah meinen Vater vor mir stehen. Wie immer eine Wiskey Flasche in der Hand. Der Typ ließ mich los und ich fiel auf die Knie. „Aufstehen.", befahl mir der Mann. Ich konnte im Moment nicht aufstehen, da mir alles schmerzte. Aber das war meinem Vater egal und ließ mich in sein Büro schleppen. Der Mann ließ mich vor dem Stuhl einfach stehen und verschwand, sodass ich mit meinem Vater alleine war. Doch diesmal hörte ich nicht den Schlüssel, den die Tür immer abschloss. Ich konnte abhauen, doch sicher war die Eingangstür versperrt. Ich wollte mich hinsetzten, doch mein Vater sah mich wieder mit diesem Bösen Blick an. „Du wirst dich nicht hinsetzten." Mein Vater stand auf und kam auf mich zu. Ich ging eineige Schritte nach hinten um ihm auszuweichen. „Hast du jetzt Respekt vor deinem Vater?", fragte er mich mit einem tiefen Unterton. Ich sagte nichts und spuckte ihm vor die Füße. Die Konsequenzen waren für mich klar, aber ich wollte ihm zeigen das ich kein Feigling war und Angst vor ihm hatte. Die Reaktion meines Vaters war mir vollkommen klar. Er holte mit seiner Hand aus und schlug zu. Ich landete hart auf dem Boden und sah meinen Vater an. Der hatte seine Hand schon wieder erhoben und wollte grade ein zweites mal zuschlagen, doch da kam der Butler rein. „Sir, Telefon.", sagte er. Mein Vater sah ihn an und danach nocheinmal mich. „Du hast Glück gehabt. Geh in dein Zimmer. Und abhauen musst du erst garnicht versuchen, alle Türen im Haus sind abgeschlossen."Ich setzte mich auf und ging aus dem Zimmer, zur Eingangstür hab ich erst garnicht gesehen, da ich ja wusste sie ist abgeschlossen. Klar ich konnte Schlösser knacken, aber bevor ich dies geschafft hätte wäre der Butler oder dieser Mann, vielleicht sogar mein Vater Persönlich vor mir gestanden und hätten mich in mein Zimmer geschleppt. Da war ich mir sicher, also ging ich freiwillig nach oben und setzte mich auf mein Bett. Wie lang sollte ich das noch mitmachen? Das einzige was mich im Moment noch lächeln ließ war, die Tatsache, das mein Bruder hier raus war. Ja vielleicht ist er zum Jugendamt oder zur Polizei gegangen und hat gesagt das die mich hier rausholen sollen. Aber wär dann nicht schon was passiert? Ich war immer noch hier und ich war mir sicher das ich noch einige Jahre hier verbringen würde. Doch wie er es schaffen wird, das ich nicht mehr in die Schule geh, hatte ich keine Ahnung. Ich konnte nur hoffen, das wenn ich in die Schule dürfte, es irgendjemand merken wird, was hier zu hause abging.

Bei McGee:

Er lag in seinem Bett und schlief. Wie Gibbs gesagt hatte: Wenn Biggs bei ihm war, konnte ihm nichts passieren. Er war müde, denn die Angst, das Tony´s Vater ihn auch noch kriegen wird, war zu groß und dies machte ihn müde. Die Tür seines Schlafzimmers wurde lauthals aufgeschmissen und Biggs betrat den Raum. „Aufstehen! Es ist Zeit zum Frühstücken!", schrie der Colonel durch´s Zimmer. McGee weckte das auf und sah Biggs verschlafen an. „Colonel Biggs? Was ist los?" „Nennen sie mich Chris. Es gibt Frühstück.", sagte er nochmals. Erst jetzt sah McGee das er zwei riesige Hanteln in den Händen hielt. Also hatte er recht, sein Tagesplan bestand tatsächlich nur aus Traning. Danch ging er ins Badezimmer um seine Zähne zuputzen. Dann nach 5 Minuten kam er wieder aus dem Bad. Er ging in die Küche, als Biggs am Fenster stand. „Tim,...runter.", sagte er leise und ging zu ihm rüber. „Was ist los?" „Da draußen steht ein Wagen, der ist schon seit gestern Abend da. Ich vermute das ist dieser Typ, der auch die andern hat." Glauben sie das?" „Ja, soll ich mal raus gehen?" „Ähhm, wär..vielleicht besser,...wo wollen sie hin?" „Na nach draußen, die Typen mal so richtig aufmischen." Aber bevor McGee etwas tun konnte war Biggs schon raus gegangen. Er ging auf den Wagen zu, den er verdächtigte, doch dieser raste mit quietschenden Reifen davon, als der merkte das der Colonel auf ihn zukam. Biggs ging genervt wieder rein. „Ohh, jetzt hat ich noch nichteinmal Spaß heute. Die Typen werden sie garantiert nie mehr besuchen kommen. Schade." „Das ist gut. Ich kann jetzt endlich beweisen, das ich kein Bambino mehr bin.", sagte McGee. Er mochte inzwischen die Spitznamen die Tony ihm immer gab. Es war für ihn so ne Art Anerkennung und Respekt, den Tony vor ihm hatte. Sei es McGeek, McGoogle. Der beste war aber immer noch Probie Wan McNobi. Er war sich sicher das er seine Freunde retten würde. Doch ersteinmal musste er sie finden. Das wird noch ne weile dauern.