Huhu, bin wieder da.^^ Und wie versprochen ein schönes langes Kapitel. Und ich schätze, das nächste wird mindestens genauso lang. *grinst vor sich hin* Hoffe, ihr riwut brav, denn sonnst könnt ich es mir doch noch mal überlegen, mit dem langen Kapitel. Und ihr wollt doch nicht, das Tante Dawn böse wird, oder? *irres lachen* Ansonsten wünsch ich euch viel Vergnügen beim Lesen. Das Kapitel widme ich übrigens Ensis. *Ensis knuddelt* Danke, das du mir so dolle hilfst. Und nu, viel Spaß mit Lilian und ihrer Essiggurke.



Samstag, 21. September Mein Zimmer. Morgens.

Endlich Wochenende. Die letzten Tage waren ganz ruhig verlaufen aber auch anstrengend gewesen, weil ich das Unterricht ja nicht gewohnt bin. Wird mit der Zeit noch werden. Und am Montag ist auch schon Herbsttagundnachtgleiche. Werde Dumbi fragen, ob ich nach Scone reisen darf, denn da ist das am nächsten gelegene Feier. Mit dem Besen wäre ich in einigen Stunden da. Der Unterricht mit Celestina klappt übrigens ganz gut. Sie kann schon Bücher und andere Gegenstände ohne Zauberstab durch den Raum schweben lassen. Sie ist wirklich begabt. Der übrige Unterricht läuft auch ganz gut. (Glaub, das ärgert die Gurke.^^ Hat wohl gehofft, das ich nicht klarkomme. Dem mach ich nen Strich durch die Rechnung! *ggg*) Und nun geh ich runter frühstücken. Hab nämlich Hunger.

Mein Zimmer. Kurz vor dem Mittagessen.

Hatte grad mit Dumbi geredet. Hat mir erlaubt die Feier zu besuchen, doch nur unter der Bedingung, dass die Gurke mich begleitet, weil Voldie doch aufgetaucht ist und mir sonst was passieren könnte. Musste leider annehmen, denn sonnst hätt ich ja nicht gehen können. Frag mich nur, warum es ausgerechnet der sein musste, denn ich glaub kaum, dass er so versessen auf Tanzen, gemeinsam essen und Feiern und auf ein treffen mit Muggeln, die am Fest teilnehmen, oder besser gesagt, es organisieren, denn wir Hexen sind diejenigen, die uns dazuschmuggeln. Irgendwie muss das so was pädagogisches sein, frei nach dem Motto: "Lernt euch kennen und vertragt euch!" Ich hoffe nur, die Gurke versaut mir nicht die ganze Stimmung. Wenn ja, kann ich nicht für seine Existenz garantieren. Aber das wollte Dumbi in kauf nehmen. Wenn er meint. Morgen nach dem Mittagessen fliegen wir los. Immerhin sitze ich dann auf einem Besen und kann mir den wind um die Ohren wehen lassen. Ein kleines Trostpflaster. Hmm, sollte mir überlegen, was ich anziehen soll, damit ich nicht auffalle. Und darüber die Gurke informieren. Freu mich schon auf seinen Gesichtsausdruck, wenn ich ihm sage, dass auch Muggel teilnehmen und er sich deshalb was passendes anziehen soll. Das wird lustig. Und nun essen gehen.

Mein Zimmer. Abends.

War grad bei der Gurke und hab ihn vorgewarnt und wie vermutet war seine Reaktion nicht gerade begeistert. Um es milde auszudrücken. Er hat ziemlich losgewettert, mich beschimpft und geflucht. Ich hab nur gegrinst, ihm gesagt er solle Hemd und Mantel rauskramen und es von der Seite sehen, dass er endlich aus seinen muffigen Kerkern rauskommt. Und bevor er mir noch etwas an den kopf werfen konnte, hatte ich auch schon die Tür hinter mir geschlossen. Ich glaub, die Reise kann doch noch ganz interessant werden.







Sonntag, 22.September

Mein Zimmer. Nach dem Frühstück.

Meine Güte, bin ich aufgeregt. In ein paar stunden geht es los. Jetzt packe ich gerade meine Reisetasche. Was zu essen für den Flug und Klamotten zum wechseln. Hab einen warmen, weiten grünen Rock und ne passende Bluse rausgesucht. Mindestens genauso warm. Während des Fluges lass ich noch den Umhang an, aber danach muss ich ihn ausziehen um nicht aufzufallen. Außerdem stört er beim tanzen. Ich freu mich schon darauf zu sehen, wie die Gurke sich verhält. Gute Laune und frische Luft sind für den ja Fremdwörter. *grinst breit vor sich hin* Bald geht's los. *hibbelig ist*

Unterwegs nach Scone(Burg). Nachmittag.

Endlich auf dem Besen. Das tut vielleicht gut einfach nur durch die Luft zu gleiten und die Aussicht zu genießen. Und die Gurke muss ich nicht sehen, weil wir doch unsichtbar sind um von den Muggeln nicht gesehen zu werden. Aber reden muss ich trotzdem mit ihm.

Er: (genervt) Wohin schleppen sie mich eigentlich?

Ich: (gut gelaunt) Ne Mischung aus Erntedankfest und Party. Am Anfang wird gegessen und dann, wenn es beginnt zu dämmern, werden die Feuer entfacht und man tanzt bis man umfällt. Und das nennen wir Hexen Mabon oder Herbstäquinoktium. Und wenn das immer noch zu kompliziert ist, Herbsttagundnachtgleiche tut's auch.

Er: ("begeistert") Aha.

Ich: (vor mich hin grinsend) Ich hoffe nur, sie haben die passende Kleidung dabei. Wir wollen ja nicht auffallen.

Er: (grummelt vor sich hin und schweigt)

Ich: Warum wollten sie den überhaupt mit, wenn ihnen das Ganze nicht passt?

Er: Ich wollte ja nicht. Professor Dumbledore hat mich praktisch dazu gezwungen.

Ich: Dachte ich mir schon.

Er: Was soll das schon wieder heißen?

Ich: Nun ja, ich meine nur, dass sie nicht wirklich ein Mensch sind, der gerne feiert oder mit mir Muggelfeste besucht.

Er: (schweigt)

Der Rest der Reise verlief schweigsam und ich war nur damit beschäftigt, die Gegend unter uns zu betrachten. Es war hauptsächlich Wald, ab und zu ein paar Felder und Dörfer oder ein See. Ansonsten nur Wald und Hügel. Schön. Spätnachmittags landeten wir auf einer kleinen Lichtung. Von hier aus würden wir zu Fuß weitergehen, um ungewollte Zusammenstöße zu vermeiden. Als wir gelandet waren, verwandelte ich meinen Besen in einen Ring und steckte ihn mir an. Was die nun sichtbare Gurke mit ihrem machte, sah ich nicht. Dann bin ich kurz in den Wald und hab mir Rock und Bluse angezogen. Als ich wiederkam, trug die Gurke anstatt des Umhangs einen schwarzen Mantel und sah damit etwas normaler aus. Musste feststellen, dass er mich aus den Augenwinkeln beobachtete, als wir uns auf den Weg zur Burg Scone machten, auf der das Fest stattfinden sollte. Der Weg durch den Wald nahm meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Die Anwesenheit der Gurke hatte ich auch gerade erfolgreich verdrängt, als er sich dummerweise zu Wort meldete.

Er: (mürrisch) Warum wollten sie denn unbedingt auf dieses Fest?

Ich: (immer noch gut gelaunt) Wissen sie eigentlich, dass sie immer zu den unpassendsten Gelegenheiten ein Gespräch anfangen? Ich hatte ihre Existenz gerade erfolgreich verdrängt.

Er: (trocken) So ist das Leben. Also, beantworten sie mir meine Frage!

Ich: Ist ja gut. Weil...

Er: (unterbricht) Und bitte keinen stundenlangen Vortrag.

Ich: Wenn sie mich nicht unterbrechen würden, wäre ich schon längst fertig.

Er: (grinsend) Tut mir leid, kommt nicht wieder vor.

Ich: (seufzend) Also eigentlich nur, weil ich an der alten Tradition hänge und es wirklich viel Spaß macht zu tanzen und am ende der Feiern über das Feuer zu springen.

Er: Warum denn über ein Feuer springen?

Ich: Bevor man springt, wünscht man sich etwas und hofft, das es in Erfüllung geht.

Er: Das ist albern.

Ich: (ernst) nein, es gibt Hoffnung.

Er: (starrt mich von der Seite an) Hoffnung? Gibt es denn eine?

Ich: (seh ihn an) Wenn man sie sucht.....

Ne Weile liefen wir wieder schweigend nebeneinander her.

Ich: Übrigens, für die Zeit, die wir auf der Burg sind, gehen sie als mein Cousin.

Er: Warum das denn?

Ich: Weil ich irgendwie ihre Anwesenheit erklären muss und schlecht sagen kann, dass sie mein Freund sind.

Er: (leise) Klingt plausibel.

Ich: Na also. Und es war dann auch besser, wenn wir uns duzen, denn wenn ich zu ihnen sie sage, kauft uns keiner ab, dass wir verwandt sind.

Er: (mürrisch) Wenn es denn sein muss. Aber glauben tut uns das sowieso niemand.

Ich: Nicht unbedingt. So verschieden sind wir nun auch wieder nicht.

Er: Was war das gerade?

Ich: Eine Erkenntnis.

Er: Aha.

Ich: (ernst) Ist mir irgendwann klar geworden.

Er: Aha.....

Ich: Hmmm.....

Das letzte Stück bis zur Burg gingen wir dann wieder schweigend. Und es stimmte ja auch irgendwie, dass wir uns ähnlich waren, obwohl das nicht gerade eine schöne Vorstellung war. Aber das Allerschlimmste war eigentlich, dass ich angefangen habe, diese dumme Essiggurke zu mögen. Grausige Vorstellung. Brrrrrr....... Als wir dann endlich ankamen, herrschte in der Burg reger Betrieb. Deshalb hielt sich die Gurke auch zurück, als ich zur Rezeption ging und zwei Zimmer bestellte. Die sie nicht mehr hatten. Nur noch so ein verfluchtes Doppelzimmer, das ich dann nehmen musste, wenn ich nicht draußen schlafen wollte. Na toll. Jetzt fängt der Horror an. Und irgendwie muss ich jetzt ihm schonend beibringen, dass es nur ein Zimmer gibt...für uns beide. Ich also die Treppe zu den Zimmern hochgestapft mit der Gurke im Schlepptau. Bald war die richtige Tür gefunden und ich trat ein. Und der nächste schock stellte sich ein. Im ganzen Zimmer gab es nur einen Tisch, zwei Stühle, einen großen Schrank und........ ein Doppelbett. Auch das noch. Lustlos pfefferte ich meine Tasche, die ich mitschleppte, in die Ecke, legte den Schlüssel auf den Tisch und stellte mich ans Fenster, dass ich weit aufmachte. Man konnte von hier aus den Wald und einen nahen See glitzern sehen. Beruhigende Landschaft. Doch nur einen Augenblick, denn als die Tür geschlossen war, brach das Gewitter los.

Er: (leise) Ein Doppelzimmer?

Ich: (starre aus dem Fenster) War das letzte, das sie hatten. Und ich glaube nicht, dass sie unbedingt unter freiem Himmel schlafen wollen.

Er: (leise) Ich nicht, aber sie.

Ich: (ganz leise) Nur wenn.....

In mir stiegen alte Erinnerungen hoch. Sean und ich auf einer wiese liegend und in den Nachthimmel sehend. Sean und ich aneinandergekuschelt unter einem Baum liegend.... Die Gurke unterbrach meine Gedankengänge.

Er: Wenn?

Ich: Ach nichts.

Er: Nein. Was wollten sie sagen?

Ich: Ich geh mich hier umsehen. Machen sie es sich bequem.

Hab mir die Schlüssel geschnappt und bin aus dem Zimmer gerauscht. Brauchte jetzt dringend gurkenfreie Zeit. Hatte was Angenehmes und Beruhigendes durch die beschäftigte Schar von Menschen zu schlendern. Und dann durch den Torbogen und in den Wald. Machte nen langen und ausgiebigen Spaziergang bevor ich in die Burg zurückkehrte und im Speisesaal ein Tablett vollud. Würde die Gurke wohl kaum dazu kriegen, zwischen Muggeln zu sitzen und zu essen. Und ganz alleine wollt ich ihn nicht lassen. Sonst kommt er vielleicht noch auf seltsame oder dumme Gedanken. Und in meiner Tasche bewahre ich doch mein Tagebuch auf! Bin also mit dem Essen zurück aufs Zimmer. Mit vollen Händen eine Tür zu öffnen war gar nicht so leicht. Doch mit ein wenig Handmagie ging es dann doch noch. Als ich eintrat, saß die Gurke auf dem Fenstersims und starrte nach draußen. Ich stellte das Tablett vorsichtig ab.

Ich: Was zu essen gefällig?

Er: (dreht sich um, überrascht) Sie haben ja was mitgebracht.

Ich: (lächelnd) Klar. Was dachten sie denn, dass ich sie verhungern lasse?

Er: So etwas in der Art.

Ich: Ich kann ja auch wieder gehen.

Er: (steht auf, schnell) Nein!

Ich: (setze mich hin) Hunger, was?

Er: (setzt sich) Ziemlichen.

Ich: Dann guten Appetit. (greife nach einem Brötchen und dem dampfenden Suppenteller)

Er: (sehr leise) Danke.

Ich: (seh ihn an, genauso leise) Gern geschehen.

Er hat mir einen Kurzen und sehr seltsamen Blick zugeworfen und dann haben wir schweigend die Suppe gelöffelt, dann den Nachtisch, wobei wir uns um das letzte Sahnetörtchen gestritten haben. Bis wir dann auf die Idee kamen, es in der Mitte durchzuschneiden. Hab dann das leere Tablett wieder in die Küche zurückgebracht und dann noch einen kleinen Spaziergang gemacht, um mich abzulenken. Dann wieder aufs Zimmer zurück. Habe festgestellt, das die Gurke schon schlief. Irgendwie niedlich. Hab mich aufs Fensterbrett gesetzt und in den Nachthimmel gestarrt. War müde von der Reise und all die neuen Eindrücke. Ich glaub, ich schlaf gleich ein.............