:Müllhaufen im Zimmer als Schreibtisch identifizier:

:Mit Bagger den Müll zur Seite schieb:

:Tastatur und Bildschirm wieder ans Tageslicht hol:

BIN WIEDER DA!

So... viele von euch haben beklagt, dass Snape nicht mit Hermine in das Geschäft musste. Nun ja, ich kann euch sagen, dass ich nie vorhatte ihn zu verschonen. :g:

Dieses Mal wird kein Bastelgeschäft in der Nähe sein, wohin er sich verdrücken kann. Wäre ja noch schöner!

Kapitel 11

Als Hermine genau eine Stunde später wieder aus dem Geschäft trat, war Severus nicht da. Suchend drehte sie sich einmal im Kreis, doch ihr Zaubertranklehrer war nirgends zu sehen. Missmutig setzte sie sich auf eine Bank vor dem Geschäft und starrte Löcher in die Luft. Er verlangte von ihr, dass sie pünktlich war, aber selbst kam er zu spät. Das war typisch Mann!

Ihr Blick fiel auf das Bastelgeschäft. War er etwa immer noch da drin? Nun doch neugierig geworden stand sie auf, nahm ihre riesige Tüte, die ihre Errungenschaften beherbergte und ging zu dem Geschäft.

Sie fragte eine Verkäuferin nach der Zeichenabteilung und kaum war sie am Rande besagter angekommen, blieb sie überrascht stehen. Da stand ihr Lehrer und studierte die verschiedenen Zeichenblöcke, die es zu kaufen gab. Das war nicht das Überraschende, sondern die Art wie er dort stand. Er hatte nichts mehr von dieser Gereiztheit, die ihn seit dem Vortag umgab. Nun ja, eigentlich seit sie sich wieder zurückverwandelt hatte, aber was konnte sie schon dafür? Nichts! Null Komma nichts!

Sie räusperte sich leise.

Severus schrak aus seinen Gedanken und starrte sie geschockt an. „Was tun Sie denn hier, Miss Granger?", fragte er überrascht.

„Ich habe nach Ihnen gesucht, Professor", antwortete sie wahrheitsgemäß.

„Aber die Stunde ist doch noch gar nicht um", meinte er erstaunt, wurde aber gleich darauf von seiner Armbanduhr eines Besseren gelehrt. „Oh", war alles, was er dazu sagte. Er warf einen kurzen wehleidigen Blick auf die Zeichenblöcke und wandte sich dann endgültig von besagten ab. „Wenn das so ist, können wir ja nach Hogwarts zurück gehen!"

Hermine sah ihren Lehrer geschockt an. Eine Stunde und sie sollte alles eingekauft haben, was einen Kleiderschrank füllen sollte? Der Mann war eine Katastrophe!

„Ähm... Professor?"

„Was ist denn, Miss Granger?", fauchte er sie schon wieder genervt an.

„Ich... nun..." Sie holte tief Luft und raffte allen Mut zusammen, den sie als Gryffindor besaß. „Sie glauben doch wohl nicht wirklich, dass ich innerhalb von einer Stunde so viele Kleidung kaufen kann, dass ich damit auskomme, oder etwa doch?" So, jetzt war es raus und es gab kein zurück mehr. Das war die erste offensichtliche Kritik an ihrem Lehrer.

Severus sah sie einige Momente schweigend an, dann schüttelte er den Kopf. „Nicht wirklich", sagte er, während sie aus dem Geschäft gingen. „Also, wohin wollen Sie als nächstes?"

Hermine sah ihn überrascht an. Kein bissiger Kommentar? Keine Strafpredigt? Vielleicht hatte es doch einige Vorteile, dass sie drei Wochen bei ihm gelebt hatte.

Als sie beim nächsten Geschäft angekommen waren, war sie sich nicht mehr so sicher. Ihr wäre der „alte Snape" in diesem Zeitpunkt sehr viel lieber gewesen, als der „neue Snape", der fast schon nett war.

Immerhin war er ein Lehrer und so war es ihr mehr als peinlich, dass er sie in das Geschäft begleitete. Das war noch schlimmer als mit ihrem Vater einkaufen zu gehen. Und das grenzte ja schon fast an Selbstmord.

Nun, wie auch immer... sie, ein Laden voller Kleidung und Severus. Die neue Chaostheorie.

Während Hermine zielstrebig durch die Reihen ging und sich hier und da etwas genauer ansah, folgte ihr Severus wie ein ungebetener Schatten, da er nicht wusste, was er sonst hätte tun sollen.

Irgendwann platzte Hermine der Kragen und sie drehte sich um. „Um Himmels Willen, setzen Sie sich irgendwo hin oder machen irgendetwas anderes, aber spielen Sie nicht meinen Schatten!" Wieder glaubte Hermine zu weit gegangen zu sein und wieder wurde sie überrascht.

Das einzige, was er tat, war ihr einen eisigen Blick zuzuwerfen, bevor er sich auf eine Couch niederließ, die extra für Fußkranke aufgestellt worden war.

Er wusste selbst nicht, warum er sie nicht mehr einfach so beleidigen und zurechtweisen konnte wie früher. Hing es daran, dass sie drei Wochen bei ihm gelebt hatte? Mit Sicherheit. Eine andere Möglichkeit gab es nicht.

Wieso musste ausgerechnet das Wesen, das ihn verstand, eine Schülerin sein? Und noch dazu eine Gryffindor? Irgendjemand dort oben musste ihn gewaltig hassen um ihm so etwas anzutun.

Er hatte ihr gezeigt, dass er nicht so unerschütterlich und unverletzbar war, wie er immer tat.

Er hatte ihr gezeigt, dass es ihm sehr wohl etwas ausmachte, dass er von seinen Schülern gehasst wurde.

Er hatte ihr gezeigt, wie sehr ihm seine Rolle als Spion zusetzte.

Er hatte ihr gezeigt, dass er sehr wohl ein Herz und somit auch Gefühle besaß.

Was sollte er nur tun?

Nachdem sie endlich in Ruhe die Abteilung für Teenager hatte durchstöbern können, hatte sie sehr viel mehr Sachen in die engere Auswahl genommen. Und vor allen Dingen: es waren auch mal etwas „flippigere" Sachen, wie Lavender und Parvati jetzt sagen würden, auf den Stapel der Sachen gelandet, die sie kaufen wollte.

Zwei Stunden später und um rund zweihundert Pfund erleichtert machte sich Hermine auf die Suche nach ihrem Zaubertrankprofessor. Sie fand ihn schließlich auf einem Sofa sitzend und vor sich hingrübelnd.

„Ähm, Professor, entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie störe, aber-"

„Sind Sie endlich fertig?", schnauzte er sie an und stand auf. Diese zwei Stunden, die er nachgedacht hatte, hatten nicht gerade einen Höhenflug seiner Laune verursacht. Nein, sie war nun etwa auf dem selben Niveau, die sie am Vortag gehabt hatte, als ihm ein paar vorwitzige Gryffindors einen Streich gespielt hatten.

Hermine nickte leicht.

„Dann können wir doch wohl jetzt nach Hogwarts zurückkehren, oder haben sie immer noch nicht genügend Sachen?"

‚Kalt wie Eis', schoss es Hermine durch den Kopf. „Nein, nein, ich habe alles", versicherte sie schnell.

Der Rückweg zum Tropfenden Kessel verlief ereignislos. Um genau zu sein, Hermine fragte sich, ob ihr Professor überhaupt noch am Leben war, so schweigsam war er.

Erst als sie in Hogwarts angekommen waren, sprach er wieder. „Professor Dumbledore hat für sie ein Zimmer herrichten lassen. Es befindet sich in dem Korridor, der zum Gryffindorturm führt, hinter dem Bild der drei Schwestern. Das Passwort lautet Neumond." Mit diesen Worten verschwand er.

Hermine trug ihre gesamten Errungenschaften in ihr neues Quartier und räumte sofort alles ein. Erschöpft ließ sie sich aufs Bett fallen. Was war nur mit ihrem Zaubertranklehrer los? Oder noch genauer: Was war mit ihr los, dass sie sich darüber Gedanken machte?

Ende Kapitel 11

Sorry Leuts, aber mehr pack ich heute nicht und morgen werde ich keine Zeit finden.

Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr reviewt wieder gaaaaaaaaaaaaanz viel. Ich glaube, ich werde so langsam aber sicher süchtig nach diesen kleinen Reviews. :g:

Na ja, bis bald!