12. Kapitel

Nach einer Stunde schlug dann Alex eine Abkürzung vor, die Querfeld einging. Claire war damit einverstanden, da sie ebenfalls auf die diese Idee gekommen war.

Die Nacht zuvor hatte es geregnet und der Boden war teilweiße sehr matschig und dadurch erschwerte sich der Weg.

„Gott, wenn ich das geahnt hätte wäre ich auf der Strasse geblieben!" stöhnte Claire als sie beinahe einen kleinen Hang runtergerutscht wäre.

„McLeod, mir scheint, du verweichlichst allmählich." foppte sie Alex und konnte sich rechtzeitig an einem Gebüsch festhalten, da er ausgerutscht war.

Claire grummelte ihn an und achtete einen Moment nicht auf den Weg, sie rutsche aus und schlitterte nun auf ihrem Allerwertesten den restlichen Hang hinunter.

Am Fuß des Hangens befand sich ein kleiner Tümpel und Claire schaffte es nicht rechtzeitig zu stoppen.

Mit den Füssen voran landete sie darin.

Alex ging vorsichtig hinunter und musste über Claires Anblick herzhaft lachen.

„C...laaire...h...haast... duuu... dir we..eh ge...macht." brachte er mühsam hervor.

Claire drehte ihren Kopf in seine Richtung und funkelte ihn wütend an.

„Hör auf zu lachen Alex!" sage sie zu ihm und versuchte aufzustehen. Doch der Boden war so weich das Claire immer wieder darauf ausrutsche und sich damit immer mehr die Kleider einsaute.

Alex fand dieses Schauspiel zum schreien komisch und konnte nicht aufhören zu lachen. Claires Bemühungen da raus zu kommen waren einfach zu witzig.

Als er einige Minuten ihr zugesehen hatte erbarmte er sich und sah sich suchend um. Er fand einen großen abgebrochenen Ast, der sehr stabil wirkte und ging zu dem hin. Er hielt den nun Claire hin, um sich daran festzuhalten.

Als Claire das sah kam ihr eine Idee, wie sie sich an Alex rächen konnte.

Sie Griff zum Ast und als er sie aus dem größten Matsch rausgezogen hatte, riss sie den Ast zu sich.

Alex hatte nicht damit gerechnet und verlor nun das Gleichgewicht und landete mit dem Kopf voran in dem Tümpel.

Claire lachte nun ihrerseits und als sie Alex verdrecktes und beleidigtes Gesicht sah musste sie noch mehr lachen.

„Nett Claire, wirklich nett! Das nächste mal werde ich mich hüten dir zu helfen." drohte er ihr.

Claire robbte nun den restlichen Weg zurück und als sie festen Boden unter den Füssen hatte stand sie auf.

Alex machte es ihr nach und funkelte sie böse an.

„Das kommt davon, wenn man einer Frau in Not nicht gleich hilft." meinte Claire und sah ihn unschuldig an.

„Ich denke daran, wenn ich das nächste Mal eine Frau in Not sehe." brummelte Alex und stampfe los.

Claire folgte ihm lachend, hielt aber gebührenden Abstand zu ihm.

Bald darauf kamen sie an einem kleinen Teich vorbei und Claire hielt an.

Der Matsch war inzwischen trocken und spannte auf ihrer Haut: sie ging ans Ufer und wusch sich den gröbsten Dreck von Gesicht und Arme.

Alex hielt an und sah was Claire machte und schlich sich leise an sie heran. Als er direkt hinter ihr stand sagte er nur „Ich denke ein Vollbad währe besser geeignet!" und stieß sie hinein.

Claire griff schnell zu seinem Bein und wollte sich an ihm halten doch Alex hatte bereits das Gleichgewicht verloren und so fielen beide eins Wasser.

Prusten tauchten beide wieder auf. Einen Moment lang sahen sich die beiden an und gleichzeitig spritzen sich beide Wasser ins Gesicht. Eine wilde Wasserbalgerei war das Resultat davon.

Sie stießen sich gegenseitig hin und her und drückten sich gegenseitig immer wieder in die Tiefe. Als Claire Alex am Hemd zu fassen bekam hielt sie ihn auf Armesbreite von sich entfernt.

Siegessicher sah sie ihn an.
„Jetzt hab ich dich! Gibst du auf?" foppte sie ihn grinsend.

„Niemals McLeod!" konterte Alex und versuchte sich zu befreien.
Claire grinste breiter und verstärkte ihren Griff. Alex beschloss sie nun direkt anzugreifen und als er den Arm von unten nach oben schob streifte er ihre Brüste unabsichtlich, ein heißer Stromschlaf durch fuhr sie beide.

Claire lies ihn augenblicklich los und sah ihn an.

Die Stimmung war gekippt und eine bekannte Spannung baute sich auf.

Sie sahen sich weiter an und ohne dass sie es eigentlich wollten, kamen sie sich mit den Gesichtern entgegen.

Alex ließ Claire keinen einzigen Moment aus den Augen und sah, dass sich ihre Augen verdunkelten.

Alles ihn ihm trieb ihn näher zu ihr hin und als Claire unbewusst die Arme um seinen Nacken schling ließ er sich gehen. Wild küsste er sie und Claire drängte sich ihm entgegen. Die Küsse wurden immer fordernder und Claire schlüpfte mit ihren Händen unter Alex Hemd und streichelte seinen Rücken.

Alex tat es ihr nach und öffnete gleichzeitig ihren BH, dann fuhr er mit seinen Händen an ihrem Bauch entlang und liebkoste ihre Brüste.

Claire stöhnte wollüstig auf und machte sich nun an Alex Hose zuschaffen.

Beide hatten ihren Gefühlen die Kontrolle überlassen und diese überrollten sie gänzlich.

Von ihren Sehsüchten und Wünschen getrieben, küssten und streichelten sie sich und entledigen sich so ihrer Kleider.

Keiner wollte mehr zurück und als Claire ihre Beine um Alex Hüfte schlang gab es keinen Halt mehr.
Sie liebten sich wild und ungehemmt, bis sie zusammen den Höhepunkt erreichten.

Alex hielt Claire fest und sein Körper kam langsam zur Ruhe.

Auch Claires Gefühle beruhigten sich und sie öffnete sie Augen. Ein glückliches Lächeln umspiele ihre Lippen. Alex sah es und grinste sie an. „Hmm... diese Art sich zu waschen kante ich nicht!" sagte sie leise und gab ihm einen Kuss.
Alex erwidert kurz ihren Kuss und als sie ihn wieder frei gab lachte er leise.

Claire löste sich langsam von ihm und griff nach ihrer Bluse die in unmittelbarer nähe von ihr Schwamm.

Grinsend zog sie diese an.

Alex sah sich nun ebenfalls nach seinen Sachen um und sammelte sie zusammen.

„Immerhin sind sie nun etwas sauberer als vorhin." meinte Claire immer noch grinsend und schwamm Richtung Ufer.

Alex folgte ihr und zog sich seine nasse Unterwäsche an.

Als er am Ufer stand wrang er seine Sachen aus „Sauber ja, aber nass!" bemerkte er belustigt.

Claire kam nun ebenfalls heraus und wrang das Wasser aus ihren restlichen Sachen. Doch die Kleider waren eindeutig zu nass, um sie schon anzuziehen.

„Wir könnten die Sachen da auf die Büsche legen und sie etwas trocknen lassen." schlug sie vor.

Alex sah sie an und legte seinen Kopf etwas schräg und dann nickte er ihr zu.

Sie verteilten die Kleider auf die Büsche und Alex sah dabei belustig Claire an.

Sie trug immer noch ihre Bluse die sie im Wasser angezogen hatte. Sie ging ihr knapp über den Po und klebte wie eine zweite Haut an ihren Rundungen.

Claire bemerkte seinen Blick und grinste. „Nun, wenn die auch noch trocknen soll muss ich die wohl auch wieder ausziehen!" sagte sie leise.

Alex sah sie an. „Claire wenn du das tust, dann weißt du was geschieht!" warnte er sie.

„Ich könnte mir ja meine Unterwäsche anziehen, das sollte genügen." bot Claire ihm schelmisch an.

„Ja sicher! Das glaubst auch nur du!" widersprach er ihr.

„Was wäre dann dein Vorschlag?" fragte sie ihn unschuldig.

„Claire hör auf mit diesem Spielchen, wir hatten eine Abmachung!" erinnerte er sie.

„Die wir soeben gebrochen haben!" meinet Claire trocken.

„Claire, was erwartest du von mir? Du weißt, dass ich dir nicht das geben kann was du verdienst!" sagte er ernst.

Claire kam ein Schritt auf ihn zu. „Erinnerst du dich noch? Keine Bedingungen, keine Konsequenzen! Ich verlange nichts von dir!"

Alex hielt Claire an den Schultern fest und sah sie ernst an „Ist dir klar wie sich das anhört Claire! So bist du nicht! Du wolltest immer einen Mann, der dich liebt und mit dem du eine Familie gründen wolltest!"

Claire sah in nun ebenfalls ernst an „Daran hat sich auch nichts geändert. Ich will das alles irgendwann einmal. Nur nicht jetzt! Alex ich weiß, dass du nicht dieser Mann bist, aber schließt das das andere aus?" fragte sie ihn.

Alex ließ sie los und drehte sich um. „Gott Claire, wie stellst du dir das vor? Was werden die andere dazu sagen? Die werden doch alle der Meinung sein dass ich dich ausnutze!"

Claire legte ihre Hand auf seine Schulter und zwang ihn sie anzusehen.

Sie küsste ihn und flüsterte „Wer sagt denn, dass jemand etwas davon erfahren muss?"

Alex schob sie wieder von sich fort „Claire wie stellst du dir das vor? Wir arbeiten zusammen und sind Freunde! Wollen wir jedes Mal übereinander herfallen wenn und uns der Hafer sticht!"

Claire zog sich nun zurück. „Nein natürlich nicht! Aber ich dachte..."

„Was Claire was dachtest du? Dass ich mich in dich verliebe? Dich irgendwann heirate?" fuhr er sie an.

Er war wütend und Claire sah ihn nun verletzt an. Sie drehte sich um und bemerkte dass sich von weitem ein Auto näherte.

„Da kommt jemand, ich denke es ist besser, wenn wir uns anziehen!" sagte sie automatisch und ging hinüber und zog sich ihre restlichen Kleider an.
Alex tat es ihr schweigend nach und sie warteten nun auf das Fahrzeug, das immer näher kam.
Sie erkannten dass es Dave war, der Bezirkstierarzt.

„Was macht ihr den hier und wie seht ihr überhaupt aus?" fragt er sie erstaunt, als er sie erkannte.

„Wir hatten eine Autopannen und wollten zurücklaufen, dabei sind wir in ein Schlammloch gefallen und haben uns hier sauber gemacht!" antwortet Alex in einem Ton, der Dave veranlasste keine weiteren Fragen zu stellen.

„Na kommt mit, ich kann euch zu Nick fahren, ich bin auf dem Weg dahin und wollte bei Sandra Kinsella vorbeischauen, da sie zwei kranke Kühe hat. Es liegt also auf meinem Weg." bot er ihnen an.

Sie nickten und stiegen ein. Dave versuchte die ganze Zeit die Unterhaltung am laufen zu halten und Alex tat ihm den Gefallen, während Claire still aus dem Fester sah.

Dave lud die beiden an der Einfahrt von Wilgul aus „Sorry, aber ich muss wirklich weiter. Aber von hier aus ist es ja nicht mehr so weit!" sagte er bedauernd.

Claire sah ihn an „Ist schon gut Dave, danke, dass du dir überhaupt die Mühe gemacht hast. Du hast dafür ein Essen bei uns gut!" versprach ihm Claire und lächelte.

Alex klopfte aufs Autodach und bedankte sich so bei ihm.

Er fuhr los und die zwei machten sich nun auf den Weg nach Wilgul.

„Claire wegen vorhin, ich hoffe dass du das nicht in den falschen Hals bekommen hast." begann Alex das Gespräch.

„Keine Angst Alex hab ich nicht! Mach dir keine Gedanken, es ist alles ok. Ich denke nur dass wir in Zukunft alles, was mit Wasser zutun hat, vermeiden sollten!" sagte sie trocken.

Alex sah sie irritiert an.

„Die heißen Quellen und den Teich Alex. Wenn wir vermeiden wollen, dass sich das was vorhin geschehen ist wiederholt, denke ich es ist wirklich am besten wir halten uns von solchen Orten fern. Irgendwie ticken wir dann immer aus!" versuchte sie ihm scherzend verständlich zumachen.

Alex hielt an, Claire blieb nun ebenfalls stehen „Claire ich bereue nicht dass es geschehen ist. Aber unserer Freundschaft würde eine solche Beziehung wie du sie mir vorgeschlagen hast nicht verkraften. Glaub mir, es fällt mir schwer dazu nein zu sagen und dir zu widerstehen. Ich kann nicht leugnen, dass du mich anmachst, aber es geht nicht Claire, dafür mag ich dich zu sehr." entschuldigte sich Alex.

„Das ist mir vorhin auch klar geworden Alex und ich stimme dir zu. Ich bin froh, dass du die Bremse rechtzeitig gezogen hast." beruhigte sie ihn.

Forschend sah er sie an und sah dass sie es ernst meinte. Er war froh, dass sie nicht sauer auf ihn war und doch hatte er das Gefühl etwas wichtiges verloren zuhaben.

„Komm lass uns weiter gehen, sonst schickt Tess einen Suchtrupp nach uns los!" scherzte sie und ging weiter. Alex folgte ihr und sein Gefühl wurde dabei immer stärker, doch er schob es rigoros zur Seite.

Als sie auf Wilgul ankamen sah Nick ihnen erstaunt entgegen.

„Was ist den mit euch geschehen?" fragte er sie neugierig.

„Oh dein Bruder hat uns nur in einem Graben gefahren und als wir uns zu Fuß auf dem Weg zurück gemacht hatten, mussten wir einige Hürden überwinden!" meinte Claire belustigt.

Nick sah sie entgeistert an. „Was? Seid ihr ok?"

„Ja sind wir, aber Claire hat sich gleich gerächt und mich dafür in einen Tümpel geworfen!" ergänze Alex grinsend.

„Ja und er hat mich dafür später in einen Teich geschubst!" stellte Claire gleich wieder richtig.

Nick sah zwischen den beiden in und her, als hätten sie nicht mehr alle Tassen im Schrank!

„Aber sonst gehst euch gut? Ihr beiden solltet in Zukunft vermeiden irgendwo zusammen hinzugehen. Es artet ja jedes Mal in eine Katastrophe aus!" meinte er ironisch.

„Ja und von Schlamm und Wasser werden wir uns in Zukunft auch fernhalten. Versprochen!" sagte Alex und grinste dabei.
Claire fiel in sein Grinsen ein und gaggerte los.

Nick schüttelte den Kopf und konnte darüber nicht lachen.

Er fuhr zuerst Claire nach Drovers und anschließend Alex in die Werkstadt von Jim, um dort die Sachen von Liz zu holen, danach begleitete er ihn nach Killarney.

Stevie saß auf der Veranda und sah Claire an.

"Na du hast aber auch ein Pech! Zwei mal in so kurzer Zeit ein Unfall mit Alex, tss tss tss." grinste Stevie.

Claire rollte mit den Augen und sah sie genervt an "Fang du nicht auch noch damit an! Nick hat und bereits damit geärgert. Da standen auf einmal Schafe auf der Strasse und Alex konnte ja diese schlecht über den Haufen fahren! Alex trifft diesmal wirklich keine Schuld!" verteidigte sich Claire.

Tess kam auf die Veranda und hatte die Geschichte bereits von Nick erfahren. Sie hatte Claires Worte gehört und sah ihre Schwester etwas zweifelnd mit einem Hauch Belustigung an.

"Claire ich kann dich ja wirklich nicht mehr aus den Augen lassen!

Muss ich mir von jetzt an immer Sorgen machen, sobald du unterwegs bist?"

"Ist ja gut! So was kann ja jedem geschehen. Ich verstehe gar nicht warum ihr alle so einen Wind darum macht!" beschwerte sich Claire.

"Und was sollte das mit dem Tümpel und dem Teich?" fragte Tess weiter und konnte sich das Grinsen nicht verkeifen.

Stevie richtete sich schlagartig auf und sah gespannt auf Claire.

"Tümpel und Teich? Hört sich interessant an, erzähl und lass ja kein Detail aus!" forderte sie Claire auf.

Claire sah die beiden ernst an doch um ihre Lippen zuckte es verdächtig und sie erzählte ihnen die Geschichte, wobei sie so einiges ausließ.

"Und als ihr im Wasser wart...?" fragte Tess nach.

"Was denkst du denn? Wir sind raus gegangen und gleich darauf kam ja bereits Dave." antwortete Claire augenrollend.

Tess grinste und Stevie sah Claire mit hochgezogenen Augenbrauen an.

Claire ignorierte ihren Blick und sah Tess an. "Bleibst du zum Abendessen?"

Tess grinste glücklich und sie gingen alle hinein.

Während dem Essen erzählte Stevie so manche Anekdoten aus Claires Zeit beim Rodeo und über ihre damalige Wildheit. Tess konnte gar nicht genug hören und brach erst spät abends auf, um nachhause zu gehen. Claire wollte nun ebenfalls schlafen gehen.

Stevie ging ihr nach und holte sie auf der Treppe ein.

"Nur eins Claire, wenn Alex und du einfach so in den Teich gefallen seid und nichts zwischen euch war, erklär mir bitte warum du deine Bluse verkehrt herum anhattest und du keinen BH getragen hast, als ihr zurück gekommen seid?" fragte sie Claire hinterlistig und ließ sie stehen.

Geschockt sah ihr diese hinterher.

"Hey... es ist nicht so wie du denkst! Ich kann dir das erklären!" rief Claire Stevie hinterher.

Doch diese hob den Arm und winkte ihr zu ohne sich dabei umzudrehen "Aber sicher doch! Gute Nacht Claire, süße Träume!" meinte Stevie sarkastisch und verschwand im Gästezimmer.

Claire hörte sie in ihrem Zimmer lachen. Genervt ging sie in ihr eigenes Zimmer und legte sich hin.

"Gott ist das peinlich!" murmelte Claire mürrisch.

TBC