Disclaimer: Die Charaktere von ‚CSI' gehören nicht mir. Alles andere ist frei erfunden. Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte.
Disclaimer: Die Charaktere von ‚CSI: New York' gehören nicht mir. Alles andere ist frei erfunden. Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte.
Ein letztes Mal atmete Mac tief durch bevor er sich straffte und durch die gläserne Eingangstür des Labors trat. Ohne auf die anderen zu achten ging er zu den Fahrstühlen und fuhr in den zweiten Stock nach oben. Dort betrat er sofort sein Büro und lies den Sichtschutz herunter. Mit einem tiefen Seufzen lies er sich dann in seinen Stuhl fallen. Seine Ellenbogen stellte er dabei auf die Tischplatte, stützte den Kopf darauf und vergrub sein Gesicht in den Händen. Der Besuch bei Danny hatte ihn einfach stärker aufgewühlt als er es zugeben wollte. Immer wieder hallten dabei auch die Worte von Hannah Richement in seinem Kopf wieder.
Danny hatte einen Herzstillstand erlitten!
Niemand hatte es für nötig befunden ihn davon in Kenntnis zu setzen!
Er hätte sterben können und er hätte es nicht erfahren!
Er hätte Danny verlieren können!
Seltsamer Weise war dies der Gedanke der Mac am meisten quälte. Darüber nachdenken zu müssen, dass er Danny hätte verlieren können. Den einen Menschen der, nach Claires Tod, der Mittelpunkt seines Lebens geworden war…
Verzweifelt presste Mac die Hände auf die Augen. Er wollte und musste jetzt stark bleiben. Weder für ihn noch für Danny wäre es gut, wenn er sich nicht mehr im Griff hatte. Erschrocken keuchte er jedoch auf als es leise und fast schon schüchtern an seiner Türe klopfte. Schnell wischte er sich über die Augen und hoffte darauf, dass man ihm seinen Zustand nicht zu sehr ansah.
„Herein!"
Wie noch vor ein paar Stunden trat Sheldon in sein Büro, wieder hielt er eine Mappe in der Hand.
„Neuigkeiten?", fragte er direkt.
Daraufhin nickte er nur leicht.
„Die Polizei hat Magnus Svenson nicht unter der gemeldeten Adresse angetroffen. Sie bleiben aber dran und bringen ihn her so bald sie ihn aufgegriffen haben. Vor morgen…", kurz sah er auf seine Uhr und seufzte dann müde. „Vor heute früh wird sich aber wohl nichts mehr ergeben."
Eher kurz entschlossen sah Mac seinen CSI an. Sheldon wirkte müde und ausgezehrt, unter seinen Augen lagen deutliche Schatten und seine Bewegungen waren fahrig. Leise seufzte er nur. Wenn er schon sich selbst keine Ruhe gönnte bis der Fall abgeschlossen war musste er nicht sein Team damit ebenfalls quälen.
„Fahr nach Hause und schlaf ein paar Stunden. Es gibt sowieso nichts was wir im Moment tun können."
Überrascht kreuzte Sheldon daraufhin seinen Blick, als er darin nichts als Entschlossenheit erkannte nickte er langsam.
„Danke Mac!"
„Und Hawkes?"
„Ja?"
Kurz räusperte er sich.
„Sag Lindsay, dass sie auch Feierabend machen soll."
„Mach ich!"
Mit einem freundlichen Lächeln für ihn hatte er nur kurz darauf das Büro wieder verlassen. Mac blickte ihm noch für einen Moment nach. Genau erkannte er wie Sheldon zu Lindsay in eines der angrenzenden Labore ging und sie vorsichtig an der Schulter schüttelte. Wahrscheinlich war sein Eindruck doch nicht so falsch gewesen und sie war wirklich eingenickt gewesen. Denn Lindsay hatte auf einem Stuhl gesessen, die Arme auf den Tisch vor sich gelegt und den Kopf darauf gebettet. Mac seufzte leise, wenn er so weitermachte würde er nicht der Einzige sein den dieser Fall kaputtmachte…
Langsam trat er schließlich an sein Bürofenster und sah hinaus. Hinter vorgehaltener Hand gähnte er dabei. Immer mehr musste er sich einfach eingestehen, dass er an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit geriet und nicht wusste was er dagegen tun sollte. Dabei schlich sich auch wiederholt die Frage in seinen Kopf ob er nicht doch einen Fehler gemacht hatte als er die Ermittlungen übernommen hatte. Denn er konnte sich nicht darauf konzentrieren was er tat. Öfter als er es wollte ertappte er sich dabei wie seine Gedanken bei Danny waren anstelle bei der Suche nach dem Leuten die ihm all das angetan hatten…
Müde rieb sich Mac die Hände über das Gesicht. Schließlich drehte er sich herum und nahm seinen Mantel. In einer flüssigen Bewegung schlüpfte er hinein, ging an die Türe und schaltete dann das Licht in seinem Büro aus. Bevor es nicht Morgen war waren sie so oder so handlungsunfähig, somit konnte er die Zeit auch sinnvoller nutzen. Wieder stieg er in den Aufzug und trat nur wenig später in die Eingangshalle des Gebäudes. Dort meldete er sich bei dem Pförtner ab und verlies das Labor.
Mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr er schließlich zurück zum Krankenhaus. Warum er das tat konnte sich Mac nicht einmal selbst erklären. Doch irgendwie hatte er das Gefühl bei Danny sein zu müssen. Als er bereits ein paar Minuten später das Krankenhaus betrat ging er direkt zur Intensivstation. An der Schleuse dort klingelte er nach einer Schwester und hoffte darauf, dass sie ihn zu Danny lassen würde.
„Was kann ich für sie tun?"
Überrascht zuckte Mac zusammen als ihn plötzlich eine Schwester ansprach. Er war so in seinen Gedanken gewesen, dass er sie gar nicht gehört hatte. Immer misstrauischer sah sie ihn schließlich an.
„Ich bin Detective Taylor! Und ich muss dringend zu Detective Messer!"
„Was glauben sie eigentlich wer sie sind? Es ist mitten in der Nacht! Unsere Patienten brauchen Ruhe! Was glauben sie denn was passieren würde, wenn wir hier jeden reinlassen würden der das von uns verlangt? Schließlich ist das hier auch eine Intensivstation und da muss auch garantiert werden, dass die Station so keimfrei wie möglich bleibt!", schimpfte sie direkt ohne Mac auch nur antworten zu lassen.
Dieser sah sie seufzend an. Er konnte sie wirklich verstehen, sie sorgte für ihre Patienten und hatte dabei eben auch Vorschriften. Doch im Moment war seine Sorge um Danny größer als die Tatsache, dass er sich um Regeln kümmern müsste. Entschieden zog er schließlich seinen Ausweis aus der Manteltasche und gab diesen an die Schwester weiter.
„Sehen sie ich kann verstehen, dass sie auch nur ihre Arbeit machen, aber das hier ist wirklich wichtig. Detective Messer ist einer der Hauptzeugen in meiner Ermittlung. Da wir bisher die Täter aber noch nicht gefasst haben die auf ihn geschossen haben ist sein Leben in akuter Gefahr! Und ich selbst bin her gekommen um dafür zu sorgen, dass er sicher ist und es bleibt!"
Es war ein Bluff, ein verdammt schlechter noch dazu. Aber im Moment kümmerte sich Mac nicht darum. Es war ihm egal. Alles was er noch wollte war zu Danny vorgelassen zu werden und dort wenigstens für ein paar Stunden zur Ruhe kommen zu können. Und wenn er nur neben ihm saß und ihm bei Schlafen zusah.
„Na gut. Gehen sie zu ihm.", seufzend händigte sie Mac die sterile Kleidung aus und wartete bis er sie übergezogen hatte.
Schweigend führte sie ihn dann zu Dannys Zimmer und verabschiedete sich. Dankbar sah er ihr nach. Schließlich straffte er sich und betrat den abgedunkelten Raum.
„Hallo Danny!", flüsterte er um ihn nicht zu stören.
Leise nahm er sich dann einen Stuhl aus der Zimmerecke und stellte ihn an das Bett heran. Darauf setzte sich Mac und sah lange Momente einfach nur auf ihn. Erst nach mehreren Minuten fand er schließlich den Mut Dannys Hand in seine zu nehmen. Erschrocken realisierte er jedoch wie kalt sie war.
„Bleib bei mir Danny! Ich kann das alles nicht ohne dich!", flüsterte er heiser.
Schließlich legte er seinen Kopf neben Dannys auf die Matratze, lange beobachtete er nur dessen Profil. Irgendwann war er jedoch selbst so müde, dass ihm die Augen zufielen und er einschlief, Dannys Finger immer noch in seiner Hand. Auch aus diesem Grund bemerkte Mac nicht mehr wie sich diese für einen Moment um seine schlossen und sich nach ein paar Sekunden wieder entspannten…
