Kapitel 12
„Ich glaube, ich habe etwas gefunden. Ich habe die Schubfächer des Schreibtisches durchsucht und ich da habe ich eine Adresse aus Baltimore gefunden. Vielleicht kann Abby uns mehr sagen. Aber der bedeutendere Hinweis ist der Termin mit ihrem Gynäkologen, den sie auf einen Notizzettel geschrieben hat. Er war vor drei Tagen und jetzt hör die mal den Anrufbeantworter an." Kate spielte das Band ab.
„Hallo Ms. Smith. Sie haben ihren Termin mit mir vergessen. Ich würde sie gerne sehen, um sicher zu gehen, dass sie keine weitere Behandlung nach ihrer Fehlgeburt benötigen. Rufen sie mich bitte wegen einem neuen Termin an."
„Das war ihr Arzt und sie hat uns gesagt, dass sie eine Fehlgeburt hatte. Ich glaube, ihr ging es danach nicht so gut, deswegen hat er ihr Medikamente verschrieben um ihr zu helfen."
„Wie konnte sie schwanger sein? Sie hatte keinen Freund.", sagte Gibbs.
„Man braucht keinen Freund um schwanger zu werden. Nur ein kleiner One-Night-Stand oder sie hat sich künstlich befruchten lassen."
„Okay, ich verstehe. Das wäre ein weiteres Motiv. Wir müssen sie nur noch finden. Lass uns zurück zum Labor gehen, damit Abby die Adresse überprüfen kann."
„Ich weiß nicht, ob du es schon bemerkt hast, aber es ist schon nach Mitternacht. Abby braucht etwas Ruhe, genauso wie du und ich."
„Ich weiß, aber das Baby.", sagte Gibbs.
„Ich weiß, aber du wirst nützlicher sein, wenn du geschlafen hast. Und Abby auch. Wir werden ihn finden, Jethro. Aber zuerst gehen wir nach Hause und schlafen etwas."
„Okay, ich setz dich bei dir ab."
„Habe ich etwas von meinem zu Hause gesagte? Eigentlich habe ich gehofft, ich könnte bei dir bleiben, wenn es dir Recht ist.", lächelte Kate.
„Ich habe auch nicht vorgehabt, dich bei dir abzusetzen. Okay, lass uns nach Hause fahren."
Als sie bei Gibbs ankamen, gingen sie sofort ins Bett. Es war ein langer Tag gewesen und jetzt genossen sie einfach nur die Nähe des anderen. Die legten sich zusammen ins Bett und kuschelten sich aneinander. Es dauerte nicht lang und beide waren eingeschlafen.
Kate wurde durch ein nerviges Piepen geweckt. Sie brauchte etwas um den Ursprung des Geräusches ausfindig zu machen. Es war das Telefon. Gibbs schlief noch fest und sie wollte ihn nicht wecken, deshalb hob sie ab. Sie hatte keine Ahnung, wer um diese Zeit anrufen würde. Es war erst vier Uhr morgens.
„Hallo?", sagte sie schlaftrunken.
„Kate, bist du das? Eigentlich habe ich Gibbs anrufen wollen. Habe ich die Nummern vertauscht?"
„Tony, warum um alles in der Welt rufst du morgens um vier hier an. Und du hast Gibbs Nummer erwischt."
„Du bist in Gibbs Haus? Was ist passiert? Wurde er verletzt und braucht deine Pflege?"
„Tony, ich bin nicht in der Stimmung um mich mit dir zu unterhalten. Zumindest nicht um 4 Uhr morgens. Warum hast du angerufen?"
„Ich habe mir Sorgen um euch gemacht. Ich habe eure Handys mehrmals versucht anzurufen, aber ihr hat nicht geantwortet. Was ist bei euch los."
„Nur ein dringender Fall. Wir müssen das Neugeborene von einem Kollegen finden. Das ist alles. Und das ist auch der Grund, warum ich bei Gibbs bin. Wir haben die ganze Nacht gearbeitet und ich war einfach zu müde um noch nach Hause zu fahren. Deswegen lässt er mich in seinem Gästezimmer übernachten. Zufrieden?"
„Wessen Baby?", fragte Tony.
„Der Sohn von Special Agent Johnson."
„Aaron? Er ist ein Freund von mir. Habt ihr schon eine Spur? Ich wünschte, ich könnte euch mit helfen."
„Wir wissen bereits, wer das Baby hat. Ihr Name ist Angela Smith. Sie ist eine Ex-Freundin von ihm und wir haben herausgefunden, dass sie vor einiger Zeit eine Fehlgeburt hatte. Wir müssen sie nur noch finden und das ist die schwierigste Aufgabe an dem Fall. Sie ist nicht in ihrem Haus und ihre Eltern wissen auch nicht, wo sie sein könnte."
„Du sagtest Angela Smith. Ich hätte nie gedacht, dass Angi zu so etwas fähig waren. Ich habe sie ein oder zweimal zusammen mit Aaron getroffen. Sie sind gute Freunde. Ich bin mir sicher, er weiß, wo sie ist. Habt ihr ihn gefragt?"
„Tony, wir sind nicht dumm. Das war das erste, was Gibbs gemacht hat. Er konnte sich nicht einmal an ihren Namen erinnern. Bist du dir sicher, dass es die gleiche Person ist?"
„Ich weiß ja nicht, wie eure Angela Smith aussieht, aber ihr könnt mir ein Bild schicken, dann kann ich sie identifizieren."
„Okay, Abby wird dir das Bild schicken. Sonst noch etwas?"
„Nein, ich wollte nur wissen ob alles in Ordnung ist. Aber ich denke es ist gerade eine schlechte Zeit. Findet den kleinen Jungen für Aaron, klar."
„Wir werden ihn finden, Tony. Und du versucht so schnell wie möglich wieder hier her zu kommen, verstanden."
„Du vermisst mich, Kate?", fragte Tony lächelnd.
„Das nicht, es ist einfach niemand da, den ich ärgern kann. Bis bald." Kate legte auf. Es würde nichts bringen, wenn sie sich jetzt noch einmal hinlegen würde, also ging sie duschen. Als sie damit fertig war, ging sie zurück ins Schlafzimmer und weckte Gibbs.
„Schatz, du musst aufstehen. Wir müssen ein Baby finden." Er reagierte nicht bis Kate ihm küsste.
„Morgen Honey, schon auf.", fragte er sie und küsste sie noch einmal.
„Jemand muss ja an dein Telefon gehen. Tony hat versucht uns den ganzen Tag lang anzurufen. Bis er es hier versucht hat, um vier Uhr morgens. Und da ich schon wach war, bin ich gleich aufgeblieben. Magst du frühstücken und dann können wir zusammen in die Arbeit."
„Hört sich gut an. Du setzt dich hier hin solang wie ich dusche. Dann mache ich Frühstück für dich.", sagte Gibbs und ging ins Bad. Aber Kate wartete nicht auf ihn. Sie ging in die Küche und durchsuchte die Schränke nach Essbarem. Als Gibbs die Küche betrat, war der Tisch bereits gedeckt und der Kaffee war fertig.
„Honey, ich habe dir doch gesagt, dass du warten sollst. Ich hatte vor, dir Frühstück zu machen. Es sollte etwas besonderes sein, da es das erste Mal ist, dass wir hier gemeinsam frühstücken."
„Aber für mich ist es etwas besonderes. Ich habe noch nie Frühstück für jemanden gemacht, mit dem ich geschlafen habe. Setz dich hin."
Nach dem Frühstück fuhren sie in das Büro. Abby war auch schon dort.
„Gut, dass du schon da bist, Abs. Wir haben eine Spur gefunden und brauchen deine Hilfe dafür." Gibbs gab Abby die Adresse, die Kate am Vortag gefunden hatte.
„Abby, kannst du mir einen Gefallen tun. Kannst du das Bild von Angela Smith an diese E-Mail Adresse schicken." Kate gab Abby ein Stück Papier.
„Sicher, darf ich fragen, warum?"
„Vielleicht erhalten wir dadurch noch einen Hinweis. Danke Abby."
Kate folgte Gibbs nach draußen. „Erzählst du mir, was das gerade war. Wer braucht das Foto?"
„Tony braucht es. Als er heute Morgen angerufen hat, habe ich ihn von dem Fall erzählt. Sieht so aus als ob er mit Special Agent Johnson befreundet ist. Und er kennt auch eine Angela Smith. Er hat sie zusammen mit Johnson getroffen. Er wird uns sagen, ob es die gleiche Person ist."
„Das ergibt keinen Sinn. Johnson hat mir gesagt, er kann sich kaum an sie erinnern und jetzt sagt uns Tony, dass er sie zusammen mit ihm gesehen hat. Da steckt mehr dahinter."
Einige Minuten später klingelte Kate's Telefon. Es war Tony.
„Ich habe gerade das Bild bekommen. Das ist die Angi, von der ich gesprochen habe." Kate deutete Gibbs an, dass es die gleiche Person war.
„Wann hast du sie zum letzten Mal mit Johnson zusammen gesehen?", fragte Kate.
„Ich glaube so vor zwei Monaten. Sie waren sich sehr nahe. Als ich sie zum ersten Mal zusammen gesehen habe, habe ich gedacht Angi wäre seine Frau. Aber er hat mir gesagt, sie wäre nur eine alte Freundin aus dem College. Dies habe ich ihm allerdings nie geglaubt."
„Du weißt nicht zufällig, wo sie sein könnte. Wir müssen das Baby bald finden."
„Ich weiß es wirklich nicht. Aber sie liebt die Natur. Ich wünschte, ich könnte euch mehr sagen. Haltet mich auf dem Laufenden."
Gerade als Kate auflegte, läutete Gibbs Telefon. Es war Abby.
„Ich habe die Adresse gefunden. Es ist ein Wochenendhaus etwas außerhalb von Baltimore. Und der Eigentümer ist niemand geringeres als Angela Smith."
„Danke Abby. Bis später."
Gibbs nahm Kate's Hand und zog sie zum Auto. „Wir fahren nach Baltimore. Ich bin mir sicher, dass sie dort ist."
Ungefähr zwei Stunden später fand Gibbs das Haus. Es war das einzige, das sichtbar war und es war nur von Natur umgeben. Es gab keine Zivilisation. Als sie sich der Tür näherten, hörten sie ein Baby weinen.
Gibbs nahm seine Waffe und klopfte an die Tür. „Ms. Smith?"
Plötzlich hörte das Weinen auf. Gibbs wartete nicht länger sondern öffnete die Tür. Im Inneren saß eine ungefähr 30 jährige Frau auf einem Sofa. Es war Angela Smith. Sie hielt das Baby im Arm und versuchte es zu beruhigen.
„Ms. Smith?", fragte Gibbs. Sie reagierte nicht. „Ms. Smith, wir müssen das Baby in ein Krankenhaus bringen. Er ist sehr krank und wird sterben, wenn man sich nicht um ihn kümmert. Wollen sie das?"
„Sie können mir mein Baby nicht wegnehmen. Er gehört zu mir. Es ist mein Sohn."
„Nein, das ist er nicht. Der kleine Junge gehört Aaron Johnson und seiner Frau."
„Das bin ich. Aaron hat mich geheiratet. Das ist mein Baby."
„Mrs. Johnson, wir wollen ihnen ihr Baby nicht wegnehmen. Wir wollen ihn nur in ein Krankenhaus bringen. Er hat schon seit längerer Zeit nichts mehr getrunken, nicht wahr. Und er hört nicht auf zu weinen.", sagte Kate, als sie begriff, was die Frau dachte. „Sie können mit uns kommen und in seiner Nähe bleiben, okay. Ich verspreche, dass es das Beste für den Jungen ist."
„Okay.", sagte die Frau und stand auf. Sie sah sehr müde aus.
„Warum geben sie ihn mir nicht, damit sie sich etwas ausruhen können. Ich bin mir sicher, sie können es vertragen."
„Nein, er gehört mir. Ich gebe ihn nicht weg.", schrie sie.
Kate sah Gibbs an. Er war sprachlos. „Sie glaubt, sie sei Johnson's Frau und das das ihr Sohn ist. Sie weiß nicht, dass er krank ist. Wir müssen ihn so schnell wie möglich in ein Krankenhaus bringen.", flüsterte Kate. Dann drehte sie sich wieder zu Angela.
„Wir gehen in das Auto. Da können sie sich hinten hinsetzen und sich ausruhen. Ich werde mich solange um das Baby kümmern. Ich werde ihnen den Jungen nicht wegnehmen. Ich werde auch mit hinten sitzen, damit er in ihrer Nähe ist, okay?", fragte Kate. Die Frau antwortete nicht, sondern ging direkt zum Wagen. Gibbs und Kate folgten ihr. Gibbs stieg auf der Fahrerseite ein, während sich Kate mit nach hinten setzte, um sich um das Kind zu kümmern. Widerwillig gab Angela Kate den Säugling. Es dauerte nicht lang, bis Angela eingeschlafen war.
Das Baby weinte immer noch. Offensichtlich hatte er Schmerzen. Kate versuchte alles Mögliche, um ihn zu beruhigen. Sie sprach in einer sanften, beruhigenden Tonlage mit ihm und sang sogar Schlaflieder. Sie hatten fast das Krankenhaus erreicht, als der Junge sich in den Schlaf geweint hatte.
Vorsichtig verließ Kate das Auto und ging direkt zur Notaufnahme. Gibbs hatte angerufen und gesagt, dass sie kommen würden. Er hatte auch McGee angerufen. Er würde die schlafende Angela Smith bewachen, während der Junge operiert wurde.
Gibbs und Kate warteten. „Du warst großartig mit dem Kind. Ich glaube nicht, dass ich ihn hätte beruhigen können. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich ihn und Ms. Smith ins Krankenhaus bekommen hätte. Das war gute Arbeit, Agent Todd."
Kate war irritiert, dass er wieder ihren Nachnamen benutzte. He hatte dies in den letzten vier Wochen nicht mehr getan. Und sogar bevor sie ein Paar wurden, hatte er sie Kate genannt. Er nannte sie nur Agent Todd, wenn er auf sie wütend war. Sie sah ihn verwirrt an.
„Kate, sie mich nicht so an. Ich habe dir gerade gesagt, dass du gute Arbeit geleistet hast. Ich werde dich nicht rausschmeißen."
„Aber du hast mich Agent Todd genannt. Dies hast du schon seit Monaten nicht mehr getan, nur wenn du wütend auf mich oder auf Tony warst. Warum jetzt?"
„Ich habe gedacht, wenn ich dich lobe und dich Honey nenne, wäre auch nicht toll. Kannst du mir verzeihen, dass ich dich Agent Todd genannt habe, ohne auf dich wütend zu sein? Übrigens, wo hast du gelernt so gut mit Babys umzugehen?"
„Ich habe drei verheiratete Brüder. Jeder von denen hat mindestens ein Kind und Tante Kate wird oft zum Babysitten gerufen.", lächelte Kate.
„Es steht dir. Bist du dir sicher, dass du keine Kinder möchtest?", fragte er und griff ihr vorheriges Gesprächsthema wieder auf.
„Ich habe nie gesagt, dass ich keine Kinder haben will. Ich habe nur gesagt, dass ich in nächster Zeit keine geplant habe. Ich denke, jede Frau möchte ein Baby in ihrem Leben haben. Aber ich kann noch warten.", sagte Kate und sah wie Gibbs blass wurde.
„Ich nehme an, du bist nicht meiner Meinung. Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich habe kein Baby in nächster Zeit geplant. Ich werde nicht schwanger werden, ohne dass du etwas davon weißt. Das verspreche ich dir."
„Danke Kate."
Kate war darüber nicht glücklich, aber Gibbs schien beruhigter zu sein.
Ungefähr eine Stunde später rief McGee an. MS. Smith wachte auf.
„Wo ist mein Baby?", war das erste, was sie fragte.
„Das Baby wird gerade operiert. Wir sind gerade noch rechtzeitig angekommen. Der Arzt hat gesagt, wenn wir nur eine Stunde später kommen wären, wäre es zu spät für das Kind gewesen. Warum gehen wir nicht in mein Büro, wo wir uns ungestört unterhalten können. Der Arzt ruft uns an, sobald die OP vorüber ist."
Gibbs und Kate brachten Angela zum NCIS. Dort schafften sie sie in einen Verhörraum.
„Kate, möchtest du die Befragung machen? Ich glaube, du bist die beste Wahl dafür.", sagte Gibbs und Kate betrat den Raum.
„Ms. Smith?", versuchte Kate nochmals ihren Namen.
„Ich habe ihnen gesagt, dass mein Name Angela Johnson ist. Aaron hat mich vor fünf Jahren geheiratet."
„Ich weiß, dass Aaron verheiratet ist, aber seine Frau heißt Daphne. Sie sind nicht seine Ehefrau, habe sie verstanden? Sie waren seine Freundin im College, aber er hat sich von ihnen getrennt. Erinnern sie sich daran?"
Angela fing an zu weinen. „Er hat mich wegen ihr verlassen. Ich habe ihn geliebt, und ich weiß, dass er mich auch geliebt hat. Ich weiß nicht, warum er mich verlassen hat. Wir waren ein so tolles Paar. Das hat jeder gesagt. Ich habe schon unsere Hochzeit geplant. Sie wäre so toll geworden, doch er kam eines Tages zu meiner Wohnung und hat mir gesagt, er hätte sich in jemand anderen verliebt. Dass er mich wegen ihr nicht mehr sehen könne. Ich habe mich so allein gefühlt. Ich habe ihn dafür gehasst."
„Und was ist dann geschehen?", fragte Kate.
„Er hat die andere Frau geheiratet. Ich mag sie nicht; sie ist nicht gut genug für ihn. Niemand ist gut genug für ihn, außer mir. Ich habe ihn nie aus den Augen verloren. Ich musste doch sichergehen, dass es ihm gut ging. Ich habe auf den Moment gewartet, wenn er mich brauchen würde."
„Und dieser Moment ist gekommen, nicht wahr?"
„Oh ja. Er hatte einen furchtbaren Streit mit mir. Sie wollte sich scheiden lassen. Er ist ausgezogen. Dies war meine Chance. Ich habe ihn bis zu einer Bar verfolgt, wo er sich betrank. Ich kam einfach zu ihm und habe mich mit ihm unterhalten, ihm vorgespielt, ihm zu helfen. Ich habe ihm angeboten, bei mir zu übernachten und der hat es angenommen. Es war genauso, wie ich es geplant hatte. Wir waren endlich zusammen. Es hat mich nicht gestört, dass er noch verheiratet war, da sie sich scheiden lassen wollte. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn heiraten konnte. Ich war so glücklich."
„Aber es hat nicht lang angehalten, nicht wahr?"
„Nein, sie sind wieder zusammengekommen und habe sich nicht scheiden lassen. Aber ich hatte mehr bekommen. Ich war schwanger mit seinem Kind."
Kate war überrascht. „Wie lang ist das her?"
„Acht Monate." Angela fang an sie weinen.
„Seine Frau war zu dieser Zeit auch schwanger."
„Das war der Grund, warum sie wieder zusammen waren. Des Kindes wegen. Ich habe ihn von meiner Schwangerschaft erzählt. Er wollte, dass ich es abtreibe. Ich wollte nicht. Drei Wochen später hatte ich eine Fehlgeburt während seine Frau immer noch schwanger war. Ich habe sie deswegen gehasst."
„Ihnen ging es nicht gut, nach der Fehlgeburt. Ihr Arzt hat ihnen Medikamente verschrieben.", fragte Kate, die langsam ein deutliches Bild von der ganzen Situation bekam.
„Ja, sie haben die ersten Wochen geholfen. Aber nachdem ich keine mehr hatte, ging es mir schlechter als zuvor. Ich habe wirklich geglaubt, mit Aaron verheiratet zu sein. Wir haben uns weiterhin gesehen nachdem ich ihm von der Fehlgeburt erzählt habe. Wir sind gute Freunde geworden und ich habe wirklich geglaubt, er würde mich lieben. Als ich hörte, dass eine Frau einen Sohn bekommen hat, sah ich meine große Chance doch noch mein Baby zu bekommen."
„Ich weiß, wie sie sich gefühlt haben. Sie wollte einfach etwas haben, was sie nicht haben konnten."
„Ja, ich habe nicht gewusst, dass das Baby krank ist. Er wird wieder gesund, nicht wahr?" Angela weinte immer noch. Kein Zweifel, dass sie psychisch labil war.
„Das hat der Arzt uns gesagt. Warum gehen sie nicht selbst zu einem Arzt. Ich bin mir sicher, sie können ihnen helfen. Warten sie bitte einen Moment. Ich muss schnell mit meinem Vorgesetzten sprechen.
Kate ging zu Gibbs, der sich die ganze Unterhaltung angehört hatte. „Sie braucht einen Arzt. Sie hat schwere psychische Probleme."
„Okay, ich bringe sie in eine Klinik. Das Krankenhaus hat gerade angerufen. Der Junge hat die OP gut überstanden, aber es ist noch zu früh um genaueres sagen zu können."
A/N: Was sagt ihr dazu???
