A/N: Dass ich lange brauche, muss ich ja nicht mehr erwähnen. Lasset die Spiele einfach beginnen und reut euch auf semi-dramatische Bekennungsgespräche.
Disclaimer: J.K.R. ist die Urheberin, mir gehört nur der Plot, ich verdiene hiermit kein Geld
Warnings: slash... und vielleicht ein bisschen OOC, wer weiß das schon so genau ^^
„Nott, wir tauschen Partner. Diese pinke, parfümierte Gryffindor halte ich schon aus der Ferne nicht aus." Draco war ganz der Slytherinprinz und Nott gehorchte aufs Wort. Sobald er außer Reichweite war, fühlte Ron sich schrecklich unwohl unter dem schlecht gelaunten Blick von Draco. „Weasley, du holst die Zutaten und dann reden wir."
Ron tat wie ihm geheißen war, um das Verhältnis zwischen ihnen nicht noch mehr zu gefährden. Damit er alle Zutaten, die an der Tafel vermerkt waren, transportieren konnte, musste er einige vor sich herschweben lassen, doch zum Glück kam alles unbeschadet an.
Draco hatte währenddessen schon den Kessel mit dem genau abgemessenen Wasser über das Feuer gestellt und fing sofort an, den widerlichen Fühler einer Venemos Tentacula fein zu zerhacken, als Ron sie ordentlich auf dem Tisch abgeladen hatte. Bevor der Rotschopf seinen Mund aufmachen und sich in irgendeiner Form rechtfertigen konnte, hatte Draco allerdings mit dem Kreuzverhör schon angefangen.
„Deine Handlungen widersprechen deinen Aussagen. Was sollte also das heute Morgen in der Großen Halle?" Ron versuchte, zu antworten, aber Draco sprach in seiner gefährlichen stillen Rage einfach weiter. „Ich mache das nicht aus Spaß, Weasley. Das homosexuell-sein. Und wenn du schleimiger Gryffindor mir ernste, peinliche Briefe schreibst, um mich am nächsten Morgen zu verarschen und Potter den Mund auszuessen, sehe ich keinen weiteren Sinn darin, dir noch irgendwas zu glauben. Zumal ich genauso gut wieder meinen alten, unverfänglichen Spaß mit dir treiben könnte und das ebenso mit deinen widerlichen Gryffindorfreunden." Draco verzog sein Gesicht angeekelt, als hätte er gerade Bubotubler-Eiter im Gesicht abbekommen. Ron hingegen war rot vor Wut geworden. Nicht nur, dass Harrys Plan genau in die falsche Richtung gelaufen war, jetzt nahm Draco auch noch seine alten Verhaltensmuster wieder an. Allerdings würde es sie nicht weiterführen, wenn Ron nun auch nicht mehr an sich hielt… nur wollte er das auch nicht einfach auf sich ruhen lassen… aber einen Streit vom Zaun zu brechen, obwohl er endlich ein klärendes Gespräch haben wollte wäre ungefähr so kontraproduktiv wie Snape Fett ins Haar zu schmieren, um es besser aussehen zu lassen. Langsam bekam Ron Kopfschmerzen von diesem Drachenmist.
„I-ich… ähm, es tut mir Leid. Harry und ich sind nicht zusammen und ich habe auch kein Interesse an ihm… es ist nur… na ja, er meinte, wir sollen dich eifersüchtig machen.", nuschelte Ron, beschämt und seine Wut unterdrückend aus den Tiefen seines gesenkten Kopfes hervor. Draco schnaubte bei dieser Erklärung, trotz Rons Bemühungen, sich und ihn nicht aufzuregen, unzufrieden auf.
„Und erklärst du mir auch, warum ich auf deine Bitten eingehen sollte, wenn du noch von den kindischen Vorschlägen deines Busenfreundes in deinen Entscheidungen abhängst? Ich habe kein Interesse an einem gepflegten Umgang mit dir, um dann wieder so… bloßgestellt zu werden. Es würde mir einigen Ärger ersparen, dich einfach nicht wahrzunehmen, was nicht schwer ist, angesichts der Tatsache, wer du bist." Zu verleugnen, dass Ron es hasste derartig degradiert und beleidigt zu werden wäre eine Verleugnung seiner Prinzipien. Er konnte sich das nicht gefallen lassen! Er konnte nicht ignorieren, wie unfair Draco von ihm redete! Und vor allem konnte er nicht alleine die Schuld auf sich nehmen, wenn Harry ihn küsste.
Ich hätte mich wehren müssen… aber wer wehrt sich schon gegen Harry Potter? Und was hätte ich in der großen Halle schon anstellen können, ohne sofort alle Blicke auf uns zu ziehen…Bei Merlins Bart, ich weiß ja nicht mal, was ich hätte tun müssen, um ihn von seinem Plan abzuhalten. Wenn er jetzt noch so einen genialen Plan auspackt, wie ich Draco das glaubhaft mache, kann ich auch gleich Hogwarts verlassen und mich-
„Kriege ich heute noch eine Antwort, Wiesel?"
„Nenn mich nicht Wiesel! Ich weiß genau, dass das nur deine dumme Abwehrhaltung ist, mit der du mich beleidigst, Malfoy und an dem Mist habe ich kein Interesse. Ich hab es dir schon erklärt. Das mit Harry hatte keine Bedeutung und wenn du mich für immer deshalb beschuldigen willst und darüber hinaus vergisst, dass unsere Beziehung zueinander anders hätte aussehen können als sich jeden Tag zu streiten, dann tut es mir Leid für dich. Aber wahrscheinlich bist du schon so verkrampft und engstirnig geboren worden, in deiner ach so tollen Reinblüterfamilie.", zischte Ron aufgeregt. Sein Vorhaben, das hier neutral zu überstehen war längst in Vergessenheit geraten. Draco funkelte ihn aus zornerfüllten Augen an, für das was er eben losgelassen hatte. Sein Arm hob sich bedrohlich in die Luft und ohne seinen Blick von Ron abzuwenden begann er zu sprechen.
„Professor? Weasley fühlt sich nicht wohl. Ich bringe ihn in den Krankenflügel." Harry, Hermine und Ron starrten ihn entgeistert an, nur Professor Snape schien das angeblich angegriffene Wohlbefinden seines Schülers herzlich egal zu sein. Er nickte abwertend und schlich weiter seine Runden durch die Klasse, hier und dort für misslungene Brauversuche ein paar Hauspunkte abziehend. Am Arm festgehalten wurde Ron von Draco vor sich her aus dem Kerkerraum geschoben, von den Blicken seiner besten Freunde verfolgt. Seine Versuche, sich aus dem festen Griff zu befreien waren nutzlos und er wurde erst losgelassen, als sie in sicherer Entfernung zum Klassenraum waren.
„Was soll das, Malfoy?"
„Ich will nicht, dass irgendjemand aus dem Klassenraum von unserer kleinen Unterredung Wind bekommt!" Draco drückte Ron roh an die kalte Steinwand. „Wehe dir, Weasley, wenn du noch einmal meine Familie beleidigst!"
„Das sagt der richtige!"
„Und wie das der richtige sagt! Du hast doch nicht die geringste Ahnung wie es in meiner Familie ist, Ron."
„Ach, jetzt bin ich auf einmal wieder Ron? Bei Merlins Bart! Ich wette, du hast nicht die geringsten Intentionen, mir zu erklären wie es in deiner Familie ist, damit ich dir glauben kann, denn das würde ja deinen dämlichen Stolz untergraben."
„Ich habe mich vorhin schon gewundert, solch anspruchsvolle Worte aus deinem Mund zu hören, Weasley… Scheint dir ja besser zu gefallen, so angesprochen zu werden." Gehe nämlich bloß nicht auf meine Versuche ein, dir wieder näherzukommen, dachte Draco sarkastisch den Satz zu Ende. Er hatte sich eingestehen müssen, dass Rons Brief ihn berührt hat… auf seine verschrobene, peinliche Art. Natürlich nicht viel und das Szenario heute Morgen in der großen Halle hatte die Spuren fast schon wieder komplett ausgewaschen, aber Ron so zu begegnen hat Draco einiges begreifen lassen.
„Es passt jedenfalls besser zu diesem Gespräch als von demjenigen, der mich beleidigt Ron genannt zu werden!"
„Was? Ist es nicht viel persönlicher und verletzender, beim Vornamen dumm und inkompetent genannt zu werden?", antwortete Draco ruhig, während er Ron immer noch unnachgiebig an die Wand drückte. Der Rothaarige hatte sein Gesicht abgewandt, sodass seine scheinend roten Ohren in Dracos direkter Sicht waren. Ich verbau es mir hier richtig. Entweder ich kratze noch irgendwie die Kurve und finde einen dämlichen Kompromiss, oder Ron hasst mich für immer und ich habe auf diese Weise meinen frustrierenden Frieden. Wenn nur er und dieser dumme Potter-Junge heute nicht diese Show abgezogen hätten… Bei Salazar!
Draco schaffte es nicht, mit sich selbst einig zu werden. Er überlegte hin und her und kam zu keinem Schluss, während Ron in seinen Händen langsam ungeduldig wurde und sich gegen den festen Griff zu wehren versuchte.
Vielleicht sollte ich einfach wieder bei null anfangen...
Während der Blonde gerade noch zu einem Entschluss kam, wusste Ron nicht weiter. Er hatte diese Situation nicht provozieren wollen, wo es doch so aussah als würde Draco jede Sekunde eine Prügelei beginnen oder ihm einen Fluch auf den Hals hetzen… oder ihn küssen? Der Blonde hielt weiterhin Rons Hände fest an die Wand gepresst, während er sein Körpergewicht langsam nach vorne verlagerte und sein Gesicht dem Rons näherte.
„Ron… du verunsicherst mich.", flüsterte er ihm flüchtig ins Ohr, setzte seine Lippen an den Hals, den Kieferknochen hoch, direkt neben Rons Lippen und weich und vorsichtig auf sie. Beide erlaubten sich ein Seufzen, ehe Draco nun endlich seinen Griff löste, um seine Hände am Oberkörper seines Gegenübers entlangwandern lassen zu können. Der Kuss den sie währenddessen teilten war gefühlvoll, dennoch vertiefte er sich nicht und Draco behielt auch seine Hände oberhalb der Kleidung. So schwer es Ron fiel, schob er sie weg und neigte seinen Kopf ein Stück weg.
Die Zeit schien so langsam zu vergehen als täte sie es absichtlich, um alles genau mitzubekommen.
„Versteh das nicht falsch, M- Draco…" Die Miene des Malfoyerben verdunkelte sich in Sekundenbruchteilen. Ron versuchte dem entgegenzuwirken, indem er seinen Hals und Hinterkopf umgriff und sich an Draco lehnte. „Du bist…- wie peinlich-"
„Nicht schlimmer als dein Brief und jetzt beeile dich, es wird nicht angenehmer, mich abzuschieben."
„Jetzt hör doch erst Mal zu! Deinetwegen habe ich Hermine verletzt und abgewiesen, das Gefühl zwischen mir und Harry Distanz aufbauen zu müssen und herausgefunden, dass mein verschrobener Kumpel Seamus mit deinem verschrobenen besten Freund zusammen ist. Ich bin der Meinung, mir einen kleinen Teil deiner Aufmerksamkeit verdient zu haben!" Draco schaute unbeteiligt an ihm vorbei, an die Mauer, wobei Ron inzwischen wusste, dass das absichtlich war und nicht, weil er tatsächlich kein Interesse hatte. „Ich… du bist… Slytherin verdammt! Und du bist Malfoy, aber du bist mir wichtig geworden in diesen verhexten letzten paar Tagen! Aber was wir hier machen ist das gleiche in grün. Wenn wir wieder so anfangen, wird sich keines der Probleme lösen." Als Draco immer noch keine Reaktion zeigte, sprach Ron einfach weiter. „Aber ich denke, dass es sich lohnen würde, die Probleme zu lösen und… und verdammt! Weshalb muss ich so viel reden? Ich kann sowas nicht mal!" Der Blonde löste seinen eisigen Blick endlich von der Wand und taute auf. Er küsste Ron erneut, diesmal sehr flüchtig und ein kleiner Teil in ihm hoffte, dass sein Vater ihn dabei erwischen würde. Entweder, damit er vor Schreck den Zauberstab verlor oder dem ganzen sein unschönes Ende verpasste. Dann hätte Draco jemanden, den er dafür verantworten konnte, statt Angst zu haben, dass er selbst es sein würde, der das hier vermasselte.
„Dafür dass du ein Gryffindor und ein Weasley bist, warst du nicht allzu übel."
„Hör bloß auf, so viele Komplimente habe ich doch nicht verdient", kam prompt die sarkastische Antwort und Draco musste sogar ein wenig darüber schmunzeln.
„Das hat damit nichts zu tun. Bevor ich mich auf dich und deine Gryffindorfreunde einlasse, musst du mir versprechen, dass du dir sicher bist. Sonst gehe ich und hasse dich wieder. Ich bin aktiv, ich weiß was ich will und ich werde auf dich keine Rücksicht nehmen. So bin ich erzogen worden… Ron."
„Klingt ja vielversprechend."
„Das war dein Nein." Sofort hatte sich Dracos Gesichtsausdruck wieder versteift. Ron erinnerte sich an gestern Abend, als er Blaise über den Weg gelaufen war.
„Ich wollte dir noch raten, dass du besser nicht mit Dracos Gefühlen spielen solltest. Auch wenn es nicht so scheint, und Draco das niemals zugeben würde, ist er verletzlich. Und wenn du dich mit ihm nur ausprobieren willst und ihn dann einfach so links liegen lässt, wo er gerade angefangen hat, etwas für dich zu empfinden, wirst du es bereuen, glaube mir. Wir Slytherins sind…"
Die Drohung interessierte Ron gar nicht. Draco war verletzlich. Natürlich war er das.
„Mal- verflucht! Draco! Guck mich an! Das war kein Nein, okay? Ich… ich will es wirklich versuchen, aber ich kann dir nicht versprechen, immer mit dem einverstanden zu sein, was du machst und wie du dich verhältst. Aber was ist schon eine Person, die absolut gehorsam ist?"
„Eine Person, die mit mir zusammen sein kann.", antwortete Draco kalt. Das stimmte nicht. Er würde sich mit einer solchen Person langweilen.
„Jetzt hör auf mit diesem Mist. Ich hätte eigentlich das gleiche Recht, dir vorzuschreiben, dass du dich damit abzufinden hast, dass ich keine Rücksicht auf dich nehmen werde. Und, willst du was dagegen sagen? Wenn nicht, dann werden wir sofort heiraten, Draco."
„Ziehe nicht meine Sorgen in den Dreck, Ron." Der Rothaarige rieb sich angestrengt die Schläfen. Das hier war eine wirklich, wirklich schwere Geburt. Dafür, dass sie beide das gleiche Ziel hatten.
„Das mache ich nicht. Ich wollte dir nur begründen, weshalb ich mit meinem Kommentar nicht Nein gemeint habe. Lass es uns versuchen, okay? Ich bin mir sicher, dass ich es ernst meine." Draco hatte die Augen eng zusammengekniffen und schien zu überlegen. So viel hatte Ron inzwischen über den Malfoy gelernt: Nicht voreilig denken zu wissen, was er denkt.
Wenn Draco jetzt nicht zustimmte, hätte er sich gar nicht erst die Mühe machen müssen, Ron vor ein paar Tagen so mit seinem Kuss zu überrumpeln. Allerdings hatte er sich von Anfang an nicht viel erhofft. Doch nun bot sich ihm die einmalige Gelegenheit, also sollte er zusagen, oder? Schließlich hat er nicht einfach aus dem Blauen heraus entschieden, Ron mal schnell zu küssen. Er war schon länger an ihm interessiert und um ehrlich zu sein war er das schon immer. Nur hatte sich dieses Interesse erst dieses Jahr in ein solches verwandelt.
Draco seufzte schwer. Er würde es sich ewig vorhalten, wenn er diese Gelegenheit nicht ergriff und sich an einer Beziehung mit dem Rothaarigen versuchte. Nein, nicht versuchte. Viel eher würde er endlich dieses Privileg genießen können und nicht mehr in seinen ewigen Wunschgedanken festhängen und darüber frustriert sein.
„Okay." Auf Rons Gesicht breitete sich ein Lächeln aus, das nicht besser hätte ausdrücken können wie glücklich ihn diese Antwort machte. Ergo wie wichtig es ihm mit Draco war. Doch der Blonde, obwohl er seine Antwort nicht bereute und sich mindestens so sehr freute wie Ron, konnte nicht lächeln. Er musste noch eine Sache erledigen. „Ron, das Okay war nur die Zustimmung, dass wir versuchen würden, die Probleme aus der Welt zu schaffen, die in den letzten paar Tagen aufgekommen sind." Rons Lächeln verschwand schlagartig und wurde durch eine misstrauische Mine ersetzt. Nicht voreilig denken zu wissen, was er denkt. Nicht voreilig denken zu wissen, was er denkt. Nicht- „Aber das reicht mir nicht. Ich denke schon seit einigen Monaten nur noch an dich und stelle mir vor wie schön es wäre, mit dir zusammen zu sein. Dir das zu gestehen ist nicht einfach, aber dass ich es kann bedeutet doch einiges. Ron, ich möchte dich fragen, ob du mit mir zusammen sein willst." Während Draco die ganze Zeit über seinen ernsten Gesichtsausdruck gewahrt hatte, war Ron von misstrauisch in gerührt und letztendlich in eine Mischung aus extrem froh und böse gewechselt.
„Natürlich will ich! Ich dachte, darum geht es die ganze Zeit. Du blöder Slytherin. Schock mich nicht so!" Draco wusste nicht so recht, ob er nun auch böse werden sollte oder eine andere Gefühlslage angemessener war, doch Ron nahm ihm die Entscheidung ab, indem er ihn in einen sanften Kuss verwickelte.
The End! :D
Nein, keine Sorge! Es fehlt noch ein Kapitel, aber dann ist die langwierige Prozedur dieser Ff endlich geschafft.
Wie auch immer.
Liebe Grüße und ein paar Kürbispasteten, SpinatKeks
