Kapitel 11
„Mom", Jane und Alec liefen auf mich zu. Jetzt wusste ich, warum sie die Anrufe nicht angenommen hatten, sie waren gestern die meiste Zeit im Flieger. Ich schlang meine Arme um sie und hörte, wie meine Wölfe hinter mir knurrten. Ich hoffte, ich könnte ihnen verständlich machen, dass ich sie alle gleich lieb hatte. „Jungs", tadelte ich sie sanft. „Lasst uns einsteigen, ich will so schnell wie möglich weg von hier!"
„Klingt gut", stimmte eine Stimme vom Inneren des Flugzeugs mir zu.
„Großvater!" Ich beeilte mich um zu ihm zu kommen und umarmte ihn „Ich wusste nicht, dass jemand kommen würde um mich abzuholen!"
„Nun, ich musste doch sichergehen dass alles in Ordnung ist, bevor wir wirklich abreisen!" Großvater umarmte mich fester.
„Ich weiß, das Rudel ist jetzt um einen Köter kleiner", prahlte Rose.
Anscheinend hatte sie Leah doch getötet. Ich schaute zu meinen Jungs, da es das erste Mal war, dass sie davon gehört hatten. Ich war mir nicht sicher, wie sie darauf reagieren würden. „Wir sind OK", versicherte mir Colin.
„Ich bin mir sicher, der Rest des Rudels ist froh darüber", stimmte Brady zu.
„Warum sollten sie froh darüber sein, dass einer ihrer Wölfe tot ist?" fragte ich verwirrt.
„Leah war eine Schlampe", sagte Brady.
„Also wirklich! Was ist das denn für eine Ausdrucksweise?", ermahnte ich ihn. Ich wollte, dass die Jungs von Anfang an verstanden, dass sie dem Alter entsprechende Regeln und Erwartungen erhalten würden. Da sie erst 13 Jahre alt waren, würde ich fluchen nicht erlauben.
„Tut mir Leid Mama", meinte Brady kleinlaut.
„Leah hat absichtlich Probleme verursacht, weil sie mit Sam ausgegangen ist, bevor er sich das erste Mal verwandelt und auf ihre Cousine Emily geprägt hatte", fuhr Colin fort.
„Was heißt geprägt?" Großvater war fasziniert.
„Wir nennen es so, wenn ein Wolf seine Seelenverwandte findet", antwortete Colin.
„OK, hat sich denn einer von euch schon auf jemanden geprägt?" Ich wollte sichergehen, dass sie keine Seelenverwandten zurücklassen würden.
„Nein", sagten sie einstimmig.
„In Ordnung, dann bringen wir diese Show mal auf die Straße", rief Peter. Mein Klan war gerade damit fertig geworden, die Fahrzeuge in den Jet zu verladen.
Wir beeilten uns, um ins Flugzeug zu kommen und waren schnell fertig und bereit zum Abheben. Ich saß zwischen meinem Partner und dem Fenster, da ich nicht wollte, dass meine Kinder sich darüber streiten müssten, wer neben mir sitzen dürfte. Dass würde unseren Abflug bloß verzögern und ich wollte wirklich so schnell wie möglich von meinem Dad und dem Rudel wegkommen.
„Sie ist unsere Mom", ich wachte durch Janes Stimme auf, die mit Ärger gefüllt war.
„Nein, sie will uns", hörte ich Brady zur Antwort knurren.
„Ihr hört jetzt alle damit auf, bevor ihr sie aufweckt", bestimmte Rose. Ich nahm erst jetzt wahr, dass ich auf ein paar Sitzen lag, und nicht in den Armen meines Seelenverwandten.
„Du kannst uns gar nichts vorschreiben", fuhr Alec sie an.
„Aber ich kann", polterte Jasper. „In die Ecken, jetzt!" Ich wunderte mich, wohin genau er sie schickte, da ein Flugzeug eigentlich keine Ecken hatte. Ich sah meine zwei Wölfe an mir vorbei zum vorderen Ende des Flugzeugs laufen und vermutete, dass meine Vampirkinder zum anderen Ende rennen würden. Ich wollte wirklich wissen, wie sich die Situation entwickeln würde, also blieb ich einfach liegen und überließ es Jasper, mit meinen missmutigen Kindern umzugehen.
Es war etwa eine halbe Stunde ruhig, bevor ich hörte, wie Rose und Emmett anfingen, leise zu reden. Ich konnte ihre Worte nicht versehen, also ließ ich ihre Stimmen einfach über mich fließen. Ich wollte mir die Situation ansehen, aber dann wüssten alle, dass ich wach wäre. Jasper konnte es vermutlich an meinen Emotionen ablesen, aber da keiner etwas sagte, blieb ich einfach ruhig liegen.
Nach einer weiteren Dreiviertelstunde musste ich schließlich zur Toilette und wunderte mich, ob mein Engel meine Kinder den ganzen Flug über in deren „Ecken" stehen lassen würde.
„Hey Süße", lächelte Jasper, als ich aufstand. „Hast du gut geschlafen?"
„Ja, ich hatte ein gutes Schläfchen", sagte ich und machte mich auf den Weg zum Badezimmer. Auf dem Rückweg sah ich, dass alle noch an derselben Stelle waren.
„Also, wie lange willst du sie in der Ecke stehen lassen?" fragte ich, als ich zu meinem Partner ging.
„Was?" Er schien tatsächlich überrascht zu sein, während Peter, Char und Großvater lachten, weil er von seiner menschlichen Seelenverwandten überrumpelt worden war.
„Nun, du hast sie vorhin in die Ecken geschickt, und ich habe mich gefragt, ob du geplant hast, mit ihnen zu reden, oder sie den Rest des Fluges zu ignorieren?"
„Uh", anscheinend hatte ich meinen Seelenverwandten verblüfft.
„Was hattest du geplant?"
„Nur was ich gemacht hatte", obwohl es eine Stellungnahme war, klang es mehr wie eine Frage. Natürlich verfolgte der Rest unserer Freunde unseren Austausch einfach.
„Also müssen sie in der Ecke stehen, bis wir landen?"
„Nun, ja", Jasper schien langsam zu realisieren, dass sein Gedankengang nicht OK für mich war.
„Das kannst du nicht tun", sagte ich offen heraus.
„Sie sind mehr als in der Lage so lange in der Ecke zu stehen", versuchte Jasper zu argumentieren.
„Es ist egal ob sie in der Lage sind, etwas zu tun oder nicht" Ich hatte genug davon. Es schien so, als bräuchte mein Engel eine Lektion in Sachen Kindererziehung „Gerade jetzt sind sie Kinder, egal wie übernatürlich sie sind, und so verhalten sich auch alle vier. Jane und Alec fühlen sich von Brady und Colin bedroht, während Brady und Colin sich von Alec und Jane bedroht fühlen." „Von keinem von ihnen geht irgendeine Gefahr aus", betonte Jasper.
„Keine verbale Gefahr", ich schüttelte meinen Kopf darüber, wie begriffsstutzig er sein konnte. „Ich wette Jane und Alec hatten in ihrer Zeit als Vampire keine Ersatzmutter und wer weiß wie ihre menschliche Mutter war. Von Brady und Colin wissen wir, dass ihre Eltern sie einfach so rausgeworfen haben, nachdem sie sich das erste Mal verwandelt hatten und der Stamm hat dagegen verdammt nochmal nichts unternommen. Ich vermute, dass war, weil es für sie wichtiger war, das Geheimnis zu wahren, als das Wohlergehen von zwei ihrer Mitglieder." Ich stoppte und lies meine Worte wirken. „Gerade jetzt kämpfen alle vier darum, von der Person, die sie als Mutter sehen, nicht verlassen zu werden."
„Kinder", rief ich aus. Sie kamen langsam zu mir und schienen nervös zu sein, vermutlich weil mein Engel neben mir stand, und sie nicht wollten, dass er wieder böse auf sie wurde. Jane und Alec wussten vermutlich, wie er während der südlichen Vampirkriege war. „Ihr seid alle meine Kinder. Ich liebe keinen von euch mehr wie die anderen und ich bin so froh, dass ich vier so wundervolle Kinder habe, die mir in der Ewigkeit bleiben."
„Du hast Recht", sagte Alec als erster.
„Wir hatten auch bevor wir verwandelt wurden keine Mutter", erklärte Jane, als sie meinen verwirrten Blick sah. „Und unsere menschliche Mutter war nutzlos. Das Dorf, in dem wir aufwuchsen, war arm und unsere Mutter hat noch nicht mal versucht, uns regelmäßig etwas zu Essen zu geben."
„Wir mussten täglich betteln oder Essen stehlen", fuhr Alec fort, während Jane etwas würgte. Ich bewegte mich sofort zu ihnen und nahm meine Vampirkinder in den Arm.
„Nun, ihr wisst, ihr braucht euch jetzt keine Sorgen mehr ums Essen machen", bei diesem Kommentar mussten beide ein bisschen lächeln „Und ihr braucht euch nie mehr Sorgen darüber zu machen, ob ihr geliebt werdet. Ich verspreche euch, ich werde euch lieben, solange ich auf dieser Erde wandele, und sollte etwas passieren, werde ich euch noch lieben, wenn ich nicht mehr da bin." Bei meinem letzten Kommentar öffnete ich meine Arme, um meine beiden Wolfskinder auch miteinzubeziehen.
Ich blickte zu Jasper, als er knurrte. Ich hatte nicht erwartet, dass er eifersüchtig auf meine Kinder war, also hatte ich keine Ahnung, warum er knurrte.
„Vampire denken nicht gerne daran, dass ihre Seelenverwandten sterben oder sie verlassen könnten", erklärte mir Charlotte. Das konnte ich verstehen, da der Gedanke daran, das Jasper, mein Schutzengel, nicht länger bei mir wäre, mir Schmerzen bereitete, also umarmte ich Jasper als nächstes.
Die nächsten paar Stunden verbrachte ich damit, meine Kinder dazu zu bringen, miteinander und mit mir zu reden. Die anderen Vampire beobachteten uns etwas, bis sie ihren eigenen Dingen nachgingen. Rose und Char sahen sich ein paar Magazine an, während die Jungs einfach quatschten.
Als wir in Italien ankamen, verstanden sich meine vier Kinder untereinander wieder und dafür war ich sehr dankbar. Ich hoffte, dass Jane und Alec Brady und Colin in der Vampirwelt helfen würden. Irgendwann während des Fluges sprach auch Großvater mit den Zwillingen. Von dem, was ich gehört hatte, wurde er einmal fast von einem Rudel Werwölfen getötet und seitdem hatte er eine Vendetta gegen sie. Von Brady und Colin erfuhr er, dass sie keine Werwölfe sondern Gestaltwandler waren und das beruhigte ihn etwas.
Als wir landeten, warteten Demetri und Felix schon am Flughafen auf uns. Ich stellte sie Brady und Colin als meinen Bruder vor. Demetri und Felix schienen davon begeistert zu sein, Emmett und Peter waren darüber jedoch nicht so froh, aber das ignorierte ich erstmal. Sie waren alle Erwachsen und würden damit klarkommen müssen. Da ich während des Fluges Frieden zwischen meinen Kindern stiften musste, wollte ich mich gerade jetzt nicht um die Eifersuchtsdramen meiner Geschwister kümmern.
Nachdem die Autos ausgeladen waren, machten wir uns auf den kurzen Weg nach Volterra. Ich war dankbar dafür, dass ich gleich auf mein Zimmer gehen konnte und ging noch schnell duschen, bevor ich einschlief. Ich wusste, Jasper würde mich entschuldigen, da ich noch ein Mensch war und die Vampire würden mir nicht böse sein.
Ich wusste nicht, wie lange ich geschlafen hatte, aber ich war ausgeruht und ich wollte mich nicht beschweren. Ich stand auf und machte mich für den Tag bereit, bevor ich aus dem Zimmer ging. Ich begann, mir all die wunderschönen Dinge anzusehen, die es im Schloss gab und verlief mich, während ich mir Gemälde an der Wand ansah.
„Entschuldige bitte", ich stoppte eine Vampirin. Sie verbeugte sich leicht, um meinen Rang anzuerkennen. Ich hatte einen Umhang der das Wappen der Volturi an der Vorder- und Rückseite hatte, damit alle Vampire im Schloss wussten, dass sie mich nicht verletzen durften. „Ich habe mich ein bisschen verlaufen, könntest du mir bitte den Weg zum Thronsaal zeigen?"
„Ja Herrin", die Frau verbeugte sich nochmal, bevor sie mir deutete, ihr zu folgen.
„Bitte, nenn mich einfach Bella", bot ich ihr an, um ein Gespräch zu starten.
„Ich bin Heidi", sie lächelte mich leicht an. Sie schien sehr nett zu sein.
„Was sind deine Aufgaben hier?", fragte ich sie.
„Ich bringe das Essen", antwortete sie leise.
„Also, wie funktioniert das genau?" Ich war neugierig.
„Manchmal gehe ich auf Reisen und suche Obdachlose, Drogenabhängige, Vergewaltiger, Mörder, also hauptsächlich den Abschaum der Menschheit", erklärte Heidi. „Sonst senden wir ein Angebot für einen komplett kostenlosen Urlaub aus. Wenn sie erstmal am Reiseziel angekommen sind, locken wir sie nach Volterra. Die ursprünglichen Reiseziele sind in ganz Europa verteilt, damit sie, wenn sie jemandem sagen, wohin sie reisen, nicht zu uns zurückverfolgt werden können."
„Wenn sie vermisst werden, wissen Freunde und Familie nicht, wo sie suchen sollen", fasste ich zusammen.
„Ja", sagte Heidi schlicht und lächelte mich schüchtern an. „Wirst du davon nicht angewidert? Ich dachte, die meisten Menschen wären bei dem Gedanken, dass wir uns von Menschenblut ernähren, entsetzt."
„Ich sehe das so: Jeder muss sich von etwas ernähren", begann ich. „So wie Menschen Kühe schlachten um zu überleben nehmt ihr eben das Blut von Menschen. Ich finde es gut, dass ihr versucht, die zu nehmen die es nicht verdienen, weiterzuleben, aber ich verstehe auch, dass das nicht immer möglich ist. Oh, und wenn dich mal jemand bittet, Einladungen an spezielle Personen in Washington State oder Florida zu senden, kannst du es mich bitte vorher wissen lassen?"
„Natürlich", Heidi lächelte, bevor sie die Türen zum Thronraum öffnete, also konnte sie nicht mehr nachfragen, auch wenn sie neugierig zu sein schien. Ich hatte gar nicht darauf geachtet, wo wir entlang gegangen waren, ich würde später nochmals nach Hilfe fragen müssen, aber ich hatte das Gespräch mit Heidi genossen. Sie schien sehr lieb zu sein und ich freute mich schon darauf, sie besser kennenzulernen.
„Großvater, Onkel, Aro", grüßte ich die drei Vampirkönige. Ich bemerkte, dass mein Klan und meine Kinder alle anwesend waren. „Also, wie lange habe ich geschlafen?"
„Etwa zwölf Stunden", antwortete Rose, sie schien etwas besorgt zu sein.
„Mir geht's gut, ich bin einfach nur müde von der Reise", beruhigte ich meine Mutterfigur.
„Wir geht's euch Jungs?", fragte ich meine Wölfe.
„Gut" Bradys Antwort war kurz, aber ich konnte heraushören, dass ihn etwas bedrückte. Colin sagte gar nichts, sondern nickte nur, um Brady zuzustimmen.
„OK, aber wenn euch etwas bedrückt, könnt ihr immer mit mir reden", erinnerte ich sie. „Ich bin kein Gedankenleser."
„Nein, das ist mein Job", fiel Aro in das Gespräch ein, und das veranlasste die anderen im Raum zu kichern.
„Nun, Mister Gedankenleser, was denke ich gerade?" Ich konnte nicht widerstehen und lachte, als Aro mich böse ansah. Wir hatten herausgefunden, dass ich ein mentales und ein physisches Schild war. Durch die Konfrontation mit dem Rudel wussten wir außerdem, dass das sich das Schild nur in Ausnahmesituation zeigte, solange ich noch ein Mensch war.
Hier hatte ich kaum Zeit für mich. Es schien, als würden die meisten Mitglieder der Wache entweder eine Geschwisterbeziehung oder ein sehr starkes Freundschaftsband zu mir und meinem Klan entwickeln. Jasper war sehr besitzergreifend, wenn andere männliche Vampire um mich herum waren, bis er ihre Emotionen gelesen hatte und sah, dass sie mich nur wie jemanden aus der Familie liebten. Für ihn war es sogar noch schwieriger, da die einzige Zeit, die wir nur für uns zwei hatten war, wenn ich schlief und wir hatten auch schon bevor wir die Staaten verlassen hatten, wenig Zeit nur für uns.
Meine Tage verbrachte ich immer mit mehr oder weniger Vampiren. Natürlich entschuldigte ich mich sofort, wenn eines meiner Kinder mich brauchte, um sicherzugehen, dass sie in Ordnung waren. Ich hatte etwas Angst, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit von mir bekommen würden, war aber froh darüber zu sehen, dass sie auch mit anderen redeten.
Durch ein Gespräch mit den Königen und den anderen Wachen wusste ich, dass Jane und Alec sich mehr öffneten. Sie erzählten mir, dass Jane so verschlossen war, dass nur Aro eine richtige Unterhaltung mit ihr führen konnte und dass sie die ganze Zeit so wütend war. Alec hingegen war nicht so wütend wie seine Schwester, lies aber niemanden an sich heran.
Brady und Colin sah ich öfters mit Felix im Trainingsraum. Ich konnte mich noch erinnern, wie ich ausgeflippt bin, als ich es das erste Mal sah.
„Was macht ihr da?", kreischte ich, als ich in den Raum lief, der Anblick meiner Jungs erschreckte mich so sehr, dass mein physisches Schild ausfuhr und Felix von den Jungs warf.
„Wir trainieren nur", antworte Felix, nachdem meine Jungs immer noch in ihrer Wolfsform waren. Er war auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes, die Wand hatte jetzt eine nette Felixförmige Delle.
„Hat eine von euch daran gedacht mich zu fragen, oder mich zumindest zu informieren?" verlangte ich zu wissen. Ich war jetzt vor den Zwillingen.
„Es tut mir wirklich sehr leid, Herrin", Felix verbeugte sich, nachdem er zu mir gekommen war. Ich hatte herausgefunden, dass die Wachen mich so nannten, wenn ich als Volturiführerin handelte, als Zeichen ihres Respektes, und nicht nur als ihre Schwester oder Freundin. Ich vermutete, dass meine mütterlichen Instinkte, die hier zum Einsatz gekommen waren, sie erschreckt, oder, zumindest für Felix, genug waren, um mir Respekt zu erweisen.
Ich hatte Probleme damit, mich zu beruhigen und Jasper musste meinen Terror und meine Angst gespürt haben, da er durch die Tür gerannt kam und die Felixförmige Delle plötzlich zu einem Felixförmigen Loch wurde. Die gesamte Wache hatte Angst vor meinem Engel wenn er mich beschützte, also blieb Felix genau da, wo er gelandet war.
„Jasper" Ich kämpfte damit, ruhig zu werden, um ihm zu helfen, sich zu beruhigen. „Ich bin OK, ich war nicht in Schwierigkeit. Ich dachte, dass Brady und Colin verletzt werden, aber anscheinend hat Felix beschlossen, mit den beiden zu trainieren und keiner hat mich informiert, also hatte ich etwas Angst und war wütend, als ich es herausfand. Bitte beruhige dich, Baby."
Nachdem er ruhig genug war, um einzusehen, dass keine Gefahr bestand, knurrte er Felix an und befahl ihn, meine Jungs nicht zu verletzen, bevor er mich hochhob und mit mir in unser Zimmer zu laufen. Es genügt wohl zu sagen, dass ich danach sehr glücklich war und sicherging, dass wir Zeit zu zweit hatten, wann immer es möglich war.
Jetzt fand ich es in Ordnung, dass die Zwillinge trainierten und genoss es, ihnen dabei zuzusehen. Es gab natürlich Regeln, damit meine Jungs nicht verletzt wurden, genau das gleiche galt auch für die anderen Vampire. Die oberste Regel war, dass ein Vampir meines Klans immer beim Training dabei sein musste. Ich bevorzugte Jasper oder Peter, aber wenn die beiden nicht konnten, beaufsichtigten Char, Emmett oder Rose das Training.
Im letzten Monat hatte ich die Wache sehr gut kennengelernt. Nachdem die Jungs in keine normale Schule gehen konnten, hatten die Vampire, die im Schloss lebten, ihre schulische Erziehung übernommen. Ich war beeindruckt, wie viel sie hier lernen konnten und dachte, dass es der beste Weg für sie war, zu lernen und bestärkte sie darin, alle Vampire zu fragen, wenn sie etwas wissen wollten. Ich dachte bereits darüber nach, wohin wir mit den Jungs reisen konnten, damit sie die Geschichte vor Ort lernen konnten.
Wir waren etwa 5 Wochen in Volterra, als ich begann, mich krank zu fühlen, sagte aber nichts, da es nicht so schlimm war und ich sowieso niemanden hätte anstecken können. Ich beschloss, etwas im Schloss herumzuwandern, während Jasper mit den Königen über die Neugeborenenarmee im Süden der USA sprach, über die er dachte, dass sie außer Kontrolle geriet. Alle anderen gingen ihren Aufgaben nach, während Brady und Colin ihre Hausaufgaben machten.
Normalerweise trug ich immer, wenn ich nicht im Familienflügel des Schlosses war, meinen Umhang, aber wegen des Fiebers beschloss ich, ihn abzunehmen und zu tragen. Ich war nicht besorgt, da die Wachen jetzt wussten, wer ich war und soweit ich wusste, waren gerade keine Nomaden im Schloss.
„Oh, was haben wir denn hier?", hörte ich eine sanfte Stimme hinter mir. Ich wusste, es war ein Vampir, aber ich erkannte die Stimme nicht. Anscheinend waren im Moment doch nicht nur die Volturi und mein Klan hier.
„Wer bist du?" fragte ich den Vampir. Ich wollte meinen Umhang umlegen, aber er war schnell, natürlich, und bevor ich wusste, was passierte, wurde ich schon gegen die Wand gedrückt. Mein Schild kam zum Vorschein und drückte ihn weg, aber er schaffte es noch, meinen Umhang zu zerreißen.
Ich blieb einfach genau da, wo ich war, da er meinen Fluchtweg blockierte und wenn ich in die andere Richtung gerannt wäre, hätte ein anderer männlicher Vampir meinen Weg blockiert.
„Hast du einen Snack gefunden?" fragte der zweite Vampir.
„Ich denke schon", lächelte der erste, aber sein Lächeln war böse.
Bevor einer der beiden noch etwas tun konnte, stand mein Schutzengel vor mir und riss dem ersten die Arme aus, während Peter und Char den anderen zerrissen. Rose und Emmett standen neben mir. Mein Schild war wieder heruntergefahren, als ich meinen Klan sah. Die Volturi Könige und die Wache standen hinter den beiden unbekannten Vampiren, nur zur Sicherheit, damit sie meinem Partner und unserem Klan nicht entwischen konnten.
„Ihr habt es euch mit dem falschen Menschen angelegt", zischte mein Großvater. Aro gab daraufhin den Befehl, die Vampire für ihre Anhörung in den Thronraum zu bringen. Er sandte Demetri und Felix aus, um andere Vampire, die mit ihnen gekommen waren, zu suchen.
Jasper trug mich zum Thronraum wo wir neben Großvater, Onkel und Aro standen. Der Rest unseres Klans und meine Kinder standen bei der Elite Wache und so warteten wir, bis alle anwesend waren und die Anhörung beginnen konnte. Ich blickte meinen Seelenverwandten an und sah, dass seine Augen rabenschwarz waren und er kerzengerade da stand. Ich wusste, dass der Major bereit war und dass es für meine Angreifer nicht gut ausgehen würde.
